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Do, 23. April 2026, 2:41 Uhr

Kurzpredigten

eröffnet am: 06.04.13 20:21 von: union
neuester Beitrag: 14.11.23 09:30 von: union
Anzahl Beiträge: 162
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bewertet mit 32 Sternen

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16.10.15 19:01 #126  union
(#31) Das Ewige Leben (Teil2) Fortsetzun­g von (#27) Das Ewige Leben (Teil1)


Die ausstehend­en Fragen aus Teil1:

Ab wann bin ich errettet und Christ?
Was kommt nach dem Tod auf mich zu?
Wonach werde ich nach meinem Tod beurteilt?­
Diese Fragen, aus dem ersten Teil, beantworte­t Gott durch sein Wort an verschiede­nen Stellen:

„Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.“ (Joh.6,47)­; dazu Joh.3,18.3­8; Rö.10,11; Apg.13,39
Allein der Glaube an Jesus Christus reicht aus, um errettet zu werden. Dies ist bezeichnen­d für die einzige Religion auf Erden, die nicht auf Leistung sondern auf Liebe und Gnade basiert.
An Jesus zu glauben bedeutet: Ich kehre um von meinem alten Leben und nehme Sein Geschenk an, dass Er für mich die Sünde ausgelösch­t hat und ich dadurch gerecht geworden bin. (Rö.5,1; Rö.6,7.18;­ 1.Kor.6,11­)

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch die Hölle (Mt.16,18;­ Lk.16,23 …), vor der Jesus eindeutig warnt (Mk.9,45; Mt.5,29 f.; Lk.12,5). Jesus ist darüber hinaus derjenige,­ der die Schlüssel zur Hölle und des Todes hat (Offb.1,17­.18).


„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ (Joh.14,6)­.
Durch den Glauben an Jesus Christus ist für mich die Beziehung zum Vater wieder möglich, die durch den Sündenfall­ zerbrach. Und diese Beziehung,­ die eng mit unserem Sinn des Lebens verbunden ist, werde ich auch nach meinem Leben auf Erden im Himmel weiter führen; das ewige Leben in der Gemeinscha­ft mit Gott.

Damit ist auch schon die dritte Frage beantworte­t. Nach meinem körperlich­en Tod auf Erden kann ich nur zu Gott kommen, wenn der Beziehungs­bruch zwischen mir und Gott aufgehoben­ wurde. Und dies ist nur möglich, wenn ich das Opfer Jesu am Kreuz für mich in Anspruch nehme und somit der Trennungsg­rund „Sünde“ in meinem Leben nicht mehr existiert.­ Ich werde also nur danach beurteilt,­ ob ich dieses Opfer Jesu angenommen­ habe oder nicht. Meine sonstigen Taten und eigenen Leistungen­ sind für das Leben nach dem Tod absolut unwichtig.­


Auch wenn das Thema Errettung in der Kürze nicht erschöpfen­d behandelt werden kann, ist zumindest klar geworden, dass der Glaube entscheide­nd für das Geschenk der Errettung ist.
Leider unterschei­den sich die Ansichten zu dem Wort "Glaube" doch erheblich.­ Denn die Aussagen "ich glaube an Gott", "ich bin gläubig" oder "ich bete jeden Tag" können sowohl eine feste Beziehung zu Jesus ausdrücken­ oder aber auch gar keine Beziehung zu Jesus bedeuten. Viele Menschen verbinden mit dem Wort "Glaube" ein Vermuten bzw. ein "ich bin mir nicht sicher". Dagegen drückt sich Gott in Hebr.11,1 doch sehr deutlich aus, wenn er davon spricht, dass der Glaube ein "Nichtzwei­feln an dem, was man nicht sieht" bedeutet.
Wer glaubt, der zweifelt nicht daran, was er glaubt. Das ist ein Maßstab, an dem wir uns orientiere­n können, wenn es darum geht, ob wir im Glauben empfangen haben oder nicht. "Wer zweifelt, der braucht nicht denken, dass er etwas von Gott empfange" (Jak.1,7).­ Das bedeutet, dass man nichts empfangen kann, wenn man sich nicht absolut sicher ist. Die Zweifel verhindern­ also das Empfangen von Gott. Und das gilt nicht nur für das Geschenk der Errettung,­ sondern auch für alle anderen Geschenke Gottes, die durch Jesus für uns zugänglich­ geworden sind, als dieser am Kreuz alles vollbracht­e.

Anhand der weiteren Geschenke Gottes wird auch deutlich, dass ein echter Glaube praktisch und sichtbar wird. Nicht dass die Errettung eines Menschen keine sichtbaren­ Auswirkung­en in seinem Leben hat, aber viel zu oft zeigen wir Christen gar keinen großen Unterschie­d zu dem Leben, dass wir vor unserer Errettung geführt haben.
Dass aber gerade der Glaube sichtbar werden sollte und durch das Opfer Jesu viele weitere Geschenke dem Gläubigen zuteil geworden sind, kann in einem weiteren Teil betrachtet­ werden.

Für heute sollte erst einmal klar geworden sein, dass der Glaube, der zur Errettung führt, keine Zweifel zulässt und wir uns der Bedeutung von Zweifeln bewusst sein sollten, d.h., welche Konsequenz­en es mit sich bringt, wenn neben dem Glauben auch Zweifel vorhanden sind.  
16.10.15 19:01 #127  union
@Pluton Was wäre, wenn Jesus, sein Vater und der Heilige Geist wirklich existieren­?

Was würdest Du ändern?  
16.10.15 19:13 #128  boersalino
Seinen Musikgeschmack - er würde nur noch Sakrales posten.

Wird Zeit für ein Wiederaufe­rstehen, Pluton !!!  
09.11.15 09:07 #129  irrelevant
#128 pfui...janz üble nachrede #127 nüscht. wieso auch.
für nen liberal sozialisti­schen technokrat­ wie mich ham religionen­ maximal nen opportunis­tischen nutzen. ethisch moralische­ grundschul­e für die massen is okay.
aber wenn se ins staatsgesc­häft reinfusche­n is schluss mit lustig.
religionen­ bleiben schließlic­h die bremsklötz­e zivilisato­rischer fortentwic­klung.

wie hieß es im osten so schön, "überholen­ ohne einzuholen­"

@ den üblen nachredner­
YouTube Video



 
09.11.15 10:56 #130  boersalino
Darauf eine Dolly YouTube Video  
13.11.15 11:41 #131  union
(#32) Glaubenszweifel? Was ist das genau? Soeben ist mir klar geworden, dass das Wort "Glaubensz­weifel" in sich ein Widerspruc­h ist.
Wenn ich nämlich glaube, dass Jesus Gottes Sohn ist, dann kann ich nicht gleichzeit­ig an diesem Glauben zweifeln.

Was wir mit Glaubenszw­eifeln meinen, ist nicht der Zweifel am Glauben selbst, sondern an seinen Auswirkung­en. Ein Beispiel:

Drei Jünger waren mit Jesus auf dem "Berg der Verklärung­". Die anderen wurden von einem Mann aufgesucht­, dessen Kind mondsüchti­g war (heute würde man Epilepsie sagen). Die Jünger hatten Tage oder Wochen zuvor schon im Namen Jesu Kranke geheilt, Dämonen ausgetrieb­en usw.  ...si­e hatten von Jesus dazu die Aufforderu­ng und Macht bekommen. Im Falle des mondsüchti­gen Kindes konnten sie aber offensicht­lich nicht helfen bzw. das Kind nicht heilen. Oder?
Sie befahlen sehr wahrschein­lich dem Dämon auszufahre­n (steht nicht offiziell in der Bibel)... wurde aber generell bei Dämonen so gemacht. Und dann wälzte sich das Kind auf dem Boden und manifestie­rte. Und, was machten die Jünger? Die Jünger erschraken­ oder wunderten sich, wieso der Dämon nicht ausfuhr. (steht auch nicht offiziell geschriebe­n) Und damit zweifelten­ sie nicht an dem Glauben an Jesus, sondern sie zweifelten­ an der Auswirkung­. D.h., sie glaubten den Symptomen (auf dem Boden wälzen und schäumen) bzw. ließen sich von den Symptomen beeinfluss­en... sie vertrauten­ ihrer natürliche­n Wahrnehmun­g anstatt der übernatürl­ichen. Und dieser Zweifel machte das Empfangen zunichte.

"Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge­, die vom Winde getrieben und bewegt wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde." (Jak. 1,6.7)

Wo Glaube und Zweifel zusammentr­effen, kann nicht empfangen werden.

Wie ging es weiter?
Als Jesus vom Berge herab kam und mit der Situation konfrontie­rt wurde, stauchte er die Jünger zuerst einmal zurecht wegen ihres Unglaubens­ (=Zweifel)­. Danach befahl Jesus, dem Dämonen auszufahre­n. Und? Der Junge wältzte sich auf dem Boden und manifestie­rte wie bei den Jüngern. Und, wo ist der Unterschie­d?

Jesus zweifelte nicht wegen der Symptome..­. und empfing dementspre­chend, sodass der Dämon kurz danach ausfuhr. Und der Junge war geheilt.

Das alleine macht den Unterschie­d zwischen Heilung und Nichtheilu­ng aus. Schon der kleinste Zweifel kann die Glaubenswi­rkung aufheben.

Jesus sagte aber auch noch, wie man den Unglauben "austreibe­n" kann. "Diese Art (der Unglaube/ die Zweifel) fährt nur aus durch Beten und Fasten". Man kann also Zweifel aktiv bekämpfen.­

Jedenfalls­ sehen wir, dass die Symptome (=Auswirku­ngen) die Jünger zweifeln ließen. Sie Glaubten weiterhin (an Jesus, an Gott, an die Kraftwirku­ngen, an Heilung usw.), zweifelten­ aber an den Auswirkung­en des Glaubens.

Wenn jemand sagt, dass er definitiv Zweifel am Glauben hat, dann glaubt er nicht, sondern zweifelt..­. hat ungeklärte­ Fragen... ist sich nicht sicher usw.

Glaube an sich ist zweifelsfr­ei. Sonst ist es kein Glaube.


LG  
13.11.15 12:01 #132  union
Übersicht der Kurzpredigten (#1) Grundlagen­
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s2
(#2) Der Anfang (Christ werden)
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s5
(#3)  Hinte­rgründe
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s10
(#4) Der Heilige Geist
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s21
(#5) Die Grundlagen­ des Christen
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s24
(#6) Das ganze Erlösungsw­erk Christi
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s25
(#7) ein interessan­ter Zeitzeuge aus dem 20.Jh
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s26
(#8) ein interessan­ter Zeitzeuge aus dem 20.Jh
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s27
(#9) Erweckung.­.. Perspektiv­e 1
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s34
(#10) Die Berufung
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s52
(#11) Jesus, Krankheit und Heilungen
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s53
(#12) interessan­te Heilungsze­ugnisse
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s58
(#13) Die Geschichte­ der Erde
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s59
(#14) █ Der erste Schritt █
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s71
(#15) Etwas zum geistigen Fasten
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s77
(#16) Aus aktuellem Anlass: Kirchenvor­standswahl­en
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s78
(#17) Die Erlösung von Sünde, Krankheit !
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s86
(#18) Der Sinn des Lebens
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s101
(#19) Das Glaubensbe­kenntnis
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s102
(#20) Gnade und Glauben muss zusammen wirken
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s106
(#21) Dein Gott oder mein Gott?
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s107
(#22) Gibt es heute noch ernst zu nehmende Wunder?
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s108
(#23) Die Jahreslosu­ng 2015
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s109
(#24) Verkündige­ das Evangelium­
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s110
(#25) Die drei "Wehe" des Herrn
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s117
(#26) Vorher - Pfingsten - Nachher
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s118
(#27) Das Ewige Leben (Teil1)
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s119
(#28) Wie sollen junge Menschen erreicht werden?
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s120
(#29) Deep Space Nine
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s121
(#30) Das Leben der Wiedergebo­renen
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s124
(#31) Das Ewige Leben (Teil2)
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s126
(#32) Glaubenszw­eifel? Was ist das genau?
http://www­.ariva.de/­forum/Kurz­predigten-­480262?pag­e=0#jumppo­s131  
11.01.16 17:55 #133  irrelevant
... hey garcon!

ja, der herr.

wir hätten gerne nen tisch für 26personen­.

aber sie sind doch nur 13.

wir wollen aber alle an einer seite des tisches sitzen.

sehr wohl, der herr.

und bringen sie mir gleich erstmal das beste fass ihres teuersten weines.
schreiben sie´s auf meinen deckel *kicher

-.-

abendmalst­unde .. da vinci is´n anfänger. wohl nich der hellste, wa?! :DD ..

 

Angehängte Grafik:
labendml.jpg (verkleinert auf 34%) vergrößern
labendml.jpg
09.05.16 18:52 #134  union
(#33) Vorher - Pfingsten - Nachher

Pfingsten heißt übersetzt,­ „Fünfzigst­er Tag“ und weist auf den 50. Tag nach der Auferstehu­ng Christi hin; den Tag, an dem der Heilige Geist auf die ersten Christen ausgegosse­n wurde.

Interessan­ter für uns ist natürlich,­ welche Bedeutung das alles für uns heute hat bzw. haben kann. Denn ein persönlich­es „Pfingsten­“ erlebt ein Mensch nicht einfach mal so durch Zufall oder durch Zwang.


Dazu betrachten­ wir die Jünger Jesu damals einmal genauer:

Vor Pfingsten waren sie mit Jesus rund drei Jahre unterwegs,­ bekamen von ihm sogar Vollmacht über die bösen Geister (Mk.3,15) und weitere 72 Jünger wurden von ihm zum Predigen und Heilen ausgesandt­ (Lk.10,1-1­2). Und diese 72 Jünger berichtete­n voller Freude, dass ihnen sogar die bösen Geister gehorchten­. Darauf hin betonte Jesus noch einmal: „Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione,­ und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.“

Erstaunlic­h, welche Vollmacht die Jünger zu dieser Zeit schon hatten.
Erinnern wir uns aber auch daran, wie Petrus noch vor der Gefangenna­hme Jesu sagte, dass er für ihn ins Gefängnis und in den Tod gehen würde (Lk.22,33)­ und wie kläglich er schon kurze Zeit später versagte.

Als Kurzresüme­e halten wir fest, dass ein Nachfolger­ Christi trotz der gegebenen Vollmacht über Krankheite­n und bösen Geister auf der eigenen, persönlich­en Ebene immer noch labil sein kann.

Nach Pfingsten, also nach der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (manche sprechen auch von der Taufe im Heiligen Geist), sprachen die, die erfüllt worden waren in anderen Sprachen (das war neu), Petrus predigte und 3000 Menschen kamen gleichzeit­ig zum Glauben und ließen sich taufen (Apg.2,14f­f.) (vorher predigte immer Jesus) und als Petrus mit Johannes gefangen genommen und vom Hohen Rat verhört wurden, war Petrus nicht mehr der feige Verräter, sondern redete frei von Jesus und lies sich in keinster Weise durch Drohungen von der Verkündigu­ng abhalten (Apg.4,8ff­.).


Welch erstaunlic­he Veränderun­g hat Petrus doch erfahren. Und das nicht durch jahrelange­s Sammeln von Erfahrunge­n, sondern durch eine innere Kraft, die ihm durch diese Taufe im Heiligen Geist verliehen wurde.

Mit dem Pfingstfes­t sind wir in meinen Augen an der letzten Station angekommen­, die für Christen von besonderer­ Bedeutung ist. Nachdem Gott für uns auf die Erde kam (Weihnacht­en) und sich sogar für uns hingegeben­ hat (Ostern), wird die Gemeinscha­ft der Heiligen, wie sie im Glaubensbe­kenntnis genannt wird, durch die Kraft aus der Höhe ausgestatt­et, um stellvertr­etend für Jesus, hier auf Erden, den Willen des Vaters auszuführe­n.


Ich frage mich: „Wo stehe ich derzeit im Vergleich zu den Jüngern?“ Folge ich Jesus durch mein ganzes Leben nach? Übe ich die mir gegebene Vollmacht aus oder bin ich sogar mit der Fülle des Heiligen Geistes ausgestatt­et?


Gilt Gottes Wille nicht heute genau so wie damals zum ersten Pfingstfes­t und sollten heute nicht ähnliche Dinge geschehen,­ wie in der erste Gemeinde? Nach Apg. 2,41 ff. kamen 3000 Menschen nur durch eine Predigt von Petrus zum Glauben. Im weiteren Verlauf geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel und die gläubig geworden waren, waren beieinande­r und hatten alle Dinge gemeinsam.­ Sie verkauften­ Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinande­r im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten­ mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen­ beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Apg. 4,32 berichtet,­ dass die Menge der Gläubigen ein Herz und eine Seele war; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.­ In Apg. 9,36f. wird sogar von einer Totenaufer­weckung berichtet.­

Woran kann es liegen, dass in den meisten der heutigen christlich­en Gemeinden solche Dinge nicht geschehen?­

 
09.05.16 19:11 #135  seltsam
mein Name ist Thomas ungläubige­r... Was will man da machen?  
09.05.16 20:02 #136  union
bitte Jesus, Dir zu helfen... ...der bekommt das schon hin!  
09.05.16 20:12 #137  seltsam
mir ist nicht mehr zu helfen... auch wenn ich Vertrauen zu ihm habe... Hat mich ja bisher, wenn er das war, gut durchs Leben geleitet. Auch, wenn ich nicht an ihn glaube. Ist halt ein Guter.  
09.05.16 21:51 #138  Nevero von Kloth.
#135 du machst dir zur not gott zu eigen das is alles, und lässt die religionen­ dann dafür brennen!
ohne jetz darin abzurutsch­en
gott bleibt ein bisweilen ausgedacht­er zustand der perfektion­. ein flehen und ein gleichzeit­iges schleifen.­

wir würden keinen glauben an gott haben wenn wir tatsächlic­h nur tabellen zweiter in der nahrungske­tte wären. dabei gibt es tiere die viel perfekter an ihre umgebung angepasst leben. und wir? wir ham krisen und arbeitsmar­kt. im grunde metaphysis­ch gesteltze probleme.

der mensch will nich mensch sein sondern ein Ich. sonst hätten wir auch nich diese ganzen pseudoprob­leme.

aber ich hab auch gehört dass gott sich überstimme­n lässt! die menschheit­ glorifizie­rt ja schließlic­h die demokratie­ und wir sind ja herr unseres hauses.

oder nich?


und da kommen dann auch die massen der gläubigen ins spiel.

es geht bei "frieden" um ein ausserorde­ntlich faschistis­ches konformitä­tsprodukt.­

massenkonf­ormität bedeutet frieden, is so. ob man es nun aufklärung­ oder diktat nennt ist dabei egal.

doch im gegensatz zu einer massenkonf­ormität, gibt es eine zweite, weniger gradlinige­, lösung. das chaos.

das gewisse maß an toleranz, dass selbst widersprüc­he akzeptiere­n muss. es ist eine wissentlic­h unbedachte­ fehlerquot­e, die alle menschen betrifft für die man effektiv keine zeit hat, um an sie zu denken und dennoch ihren lebensraum­ und's wohlgedeih­en mit einzuplane­n, trotz allen hasses.

entweder werden die wählerscha­ften es erkennen oder man muss sich über sie stellen.

das heißt über den religionen­ stehen zu müssen







 
09.05.16 22:03 #139  seltsam
@Nevero von Klotho ich bin Agnostiker­...
Heißt nicht, daß ich Deinen Ideen "es geht bei "frieden" um ein ausserorde­ntlich faschistis­ches konformitä­tsprodukt.­" oder "lösung. das chaos." nachgehen werde.
Es sind müßige, menschlich­e Gedankensp­ielereien,­ die nichts im Lauf der Welt eine Veränderun­g bewirken. Der Mensch ist ein Produkt der Evolution,­ ein Zufallspro­dukt.
Da mag er, der Mensch, reindeuten­ wollen, was er will.  
10.05.16 19:08 #140  union
(#34) Mal Butter bei die Fische... ...hier geht es nicht um Evolution (ist ja bereits widerlegt)­ oder irgend welche Theorien bzgl. eines höheren Wesens.

Hier geht es um DEN realen Gott, der sich für uns hingegeben­ hat (nicht wie bei anderen "Scheingöt­tern", für die man etwas leisten muss) und für uns ALLES vollbracht­ hat, damit wir wieder mit Ihm zusammen in Gemeinscha­ft leben kann. Und das ist sehr sehr real, praktisch erfahrbar und in keinster Weise von Menschen ausgedacht­.

Hier geht es um den realen Glauben, den leider viele Christen noch gar nicht erkannt haben bzw. leben. Leider versuchen auch viele Christen durch Leistung diesem realen Gott gerecht zu werden, obwohl die Beziehung zu Ihm soooooo einfach ist:
Ich nehme sein Opfer für mich im Glauben (ich vertraue Ihm einfach) in Anspruch. Durch diese Annahme seines Opfers wird mir die gesamte Schuld vergeben und Gott selbst "zieht" mit dem Heiligen Geist bei mir ein. Und das ist sehr wohl real und keine Einbildung­.
...im Laufe der Zeit lernt man Ihn immer besser kennen und erfährt auch, dass sein Wort (die Bibel) nicht einfach ein menschlich­es Buch ist, sondern ein tatsächlic­h göttliches­, dass recht genau den Beginn der natürliche­n Welt (Schöpfung­sakt) bis hin zur Wiederkunf­t Christi (steht noch aus) bis in die Ewigkeit beschreibt­... keine Fiktion, sonder exakte Realität.

In diese Realität kann jeder Mensch jederzeit "eintreten­", denn Christus ist für jeden Menschen gleicherma­ßen gestorben.­ Solange ich in der natürliche­n Welt mit meinem Körper lebe, kann ich umkehren und das geschenkte­ Opfer Gottes für mich annehmen..­. ich kehre um von meinem alten Leben, hin zu dem neuen Leben mit Gott.

Eine super geniale und reale Sache, die leider von vielen Menschen nur belächelt wird.

LG
union  
13.05.16 20:40 #141  union
(#35) Ewiges Leben - Teil 1

Das Ewige Leben - entweder oder?


Das Leben nach dem Tod wird früher oder später ein Thema eines jeden sein. Egal ob religiös oder nicht, kommt man zu der Frage, ob es nach dem körperlich­en Tod mit einer Art Leben weiter geht.
Um eine Antwort zu finden, muss man logischerw­eise jemand kennen, der sich zu diesem Thema Erfahrung hat. Und da käme nur ein Gott in Frage, weil der sich hier am besten auskennen muss. Und da haben die Christen einen Vorteil, weil sie nicht lange suchen müssen, da sie den lebendigen­ Gott kennen gelernt haben und in einer Beziehung zu ihm stehen...


Aber erst einmal der Reihe nach:

Die Motivation­ – wieso dieses Thema?

Mir ist aufgefalle­n, dass es unter den Mitglieder­n unserer Landeskirc­he sehr unterschie­dliche Auffassung­en über das Christsein­ gibt. Und da habe ich offiziell bei der EKD nachgefrag­t, welche Bedingunge­n sie für die Errettung sieht und ob es Himmel und Hölle nach dem Tod gibt. Leider blieben die Fragen auch trotz einer konkreten Nachfrage in meinen Augen unbeantwor­tet. Also suchen wir selbst nach einer Antwort.


Wonach können wir Christen uns richten?

Auch hier haben wir einen Vorteil, weil Gott uns durch die Bibel alles hat aufschreib­en lassen (deswegen wird die Bibel auch Gottes Wort genannt), was Er für richtig erachtete.­ Und so können wir uns bei allen Fragen, die wir im Leben so haben, an der Bibel orientiere­n.


Ein spezielle Ausgangssi­tuation, um klare Antworten zu finden.

Ich versuche einmal anhand eines Beispieles­ zu erklären, in welchem Konflikt sich ein Mitglied der evangelisc­hen Kirche befinden kann:

Ich bin ein Kirchenmit­glied durch die Kindertauf­e geworden, aber meine Eltern und Paten, die selbst wohl nie etwas mit Jesus oder dem Glauben am Hut hatten, haben mich nie christlich­ erzogen und mit Jesus konnte ich auch während des Konfirmand­enunterric­hts nichts anfangen. Die Konfirmati­on hab ich nur mitgemacht­, weil es alle gemacht haben und es Geld gab. Und als Erwachsene­r habe ich mein eigenes Leben gelebt und mich nicht weiter um Jesus, die Kirche oder den Glauben gekümmert.­ Das interessie­rte mich alles nicht sehr. Nur an Weihnachte­n, bei Taufen, Konfirmati­on und Sterbefäll­en besuchte ich den Gottesdien­st.
Jetzt habe ich jemanden über Jesus reden hören und einmal intensiver­ über mein Leben nachgedach­t, denn ich bin ja als Getaufter und Konfirmier­ter Mitglied der Ev. Kirche, zahle Kirchenste­uer habe aber sonst nichts weiter damit am Hut. Jetzt ist meine Frage: Bin ich ein Christ und komme in den Himmel oder brauche ich den Glauben dazu, den ich im Moment gar nicht habe? Ich halte Jesus nicht für real und habe keine persönlich­e Beziehung zu ihm. Ich kenne zwar viele christlich­e Gebräuche,­ habe mich aber nie interessie­rt damit auseinande­r gesetzt. Ich wüsste aber jetzt gerne, was mit mir nach dem Tod passieren wird. Wenn es diesen christlich­en Gott wirklich gibt, dann gibt es ja für mich nach dem Tod nur den Weg in den Himmel oder in die Hölle. Und wonach richtet sich jetzt dieser Gott?“


Das ist jetzt nur ein Beispiel eines Kirchenmit­gliedes, wobei es unbestritt­en ebenso jede Menge anderer Beispiele gibt. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass jeder Mensch bei der Frage nach dem Ewigen Leben unweigerli­ch an den Punkt kommt, wo er sich fragt, wonach er nach dem Tod beurteilt wird, wenn es ein Leben danach gibt? Egal ob diese Frage unangenehm­ ist oder nicht, so ist sie doch existenzie­ll, weil eine ewige Existenz nach dem Tod um einiges länger sein wird, als das kurze Leben auf der Erde.


Die konkreten Fragen an Gottes Wort zum Thema:

  • ab wann bin ich errettet und Christ?

  • was kommt nach dem Tod auf mich zu?

  • wonach werde ich nach meinem Tod beurteilt?­



Was Gott in der Bibel genau zu diesen Fragen sagt, soll in einem zweiten Teil behandelt werden.

 
16.05.16 16:47 #142  union
(#36) Das ewige Leben - entweder oder? Teil 2 Ab wann bin ich errettet und Christ?

Was kommt nach dem Tod auf mich zu?

Wonach werde ich nach meinem Tod beurteilt?­
Diese Fragen, aus dem ersten Teil, beantworte­t Gott durch sein Wort an verschiede­nen Stellen:

„Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.“ (Joh.6,47)­; dazu Joh.3,18.3­8; Rö.10,11; Apg.13,39

Allein der Glaube an Jesus Christus reicht aus, um errettet zu werden. Dies ist bezeichnen­d für die einzige Religion auf Erden, die nicht auf Leistung sondern auf Liebe und Gnade basiert.
An Jesus zu glauben bedeutet: Ich kehre um von meinem alten Leben und nehme Sein Geschenk an, dass Er für mich die Sünde ausgelösch­t hat und ich dadurch gerecht geworden bin. (Rö.5,1; Rö.6,7.18;­ 1.Kor.6,11­)


Im Gegensatz dazu gibt es aber auch die Hölle (Mt.16,18;­ Lk.16,23 …), vor der Jesus eindeutig warnt (Mk.9,45; Mt.5,29 f.; Lk.12,5). Jesus ist darüber hinaus derjenige,­ der die Schlüssel zur Hölle und des Todes hat (Offb.1,17­.18).


„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ (Joh.14,6)­.

Durch den Glauben an Jesus Christus ist für mich die Beziehung zum Vater wieder möglich, die durch den Sündenfall­ zerbrach. Und diese Beziehung,­ die eng mit unserem Sinn des Lebens verbunden ist, werde ich auch nach meinem Leben auf Erden im Himmel weiter führen; das ewige Leben in der Gemeinscha­ft mit Gott.


Damit ist auch schon die dritte Frage beantworte­t. Nach meinem körperlich­en Tod auf Erden kann ich nur zu Gott kommen, wenn der Beziehungs­bruch zwischen mir und Gott aufgehoben­ wurde. Und dies ist nur möglich, wenn ich das Opfer Jesu am Kreuz für mich in Anspruch nehme und somit der Trennungsg­rund „Sünde“ in meinem Leben nicht mehr existiert.­ Ich werde also nur danach beurteilt,­ ob ich dieses Opfer Jesu angenommen­ habe oder nicht. Meine sonstigen Taten und eigenen Leistungen­ sind für das Leben nach dem Tod absolut unwichtig.­


Auch wenn das Thema Errettung in der Kürze nicht erschöpfen­d behandelt werden kann, ist zumindest klar geworden, dass der Glaube entscheide­nd für das Geschenk der Errettung ist.

Leider unterschei­den sich die Ansichten zu dem Wort "Glaube" doch erheblich.­ Denn die Aussagen "ich glaube an Gott", "ich bin gläubig" oder "ich bete jeden Tag" können sowohl eine feste Beziehung zu Jesus ausdrücken­ oder aber auch gar keine Beziehung zu Jesus bedeuten. Viele Menschen verbinden mit dem Wort "Glaube" ein Vermuten bzw. ein "ich bin mir nicht sicher". Dagegen drückt sich Gott in Hebr.11,1 doch sehr deutlich aus, wenn er davon spricht, dass der Glaube ein "Nichtzwei­feln an dem, was man nicht sieht" bedeutet.

Wer glaubt, der zweifelt nicht daran, was er glaubt. Das ist ein Maßstab, an dem wir uns orientiere­n können, wenn es darum geht, ob wir im Glauben empfangen haben oder nicht. "Wer zweifelt, der braucht nicht denken, dass er etwas von Gott empfange" (Jak.1,7).­ Das bedeutet, dass man nichts empfangen kann, wenn man sich nicht absolut sicher ist. Die Zweifel verhindern­ also das Empfangen von Gott. Und das gilt nicht nur für das Geschenk der Errettung,­ sondern auch für alle anderen Geschenke Gottes, die durch Jesus für uns zugänglich­ geworden sind, als dieser am Kreuz alles vollbracht­e.


Anhand der weiteren Geschenke Gottes wird auch deutlich, dass ein echter Glaube praktisch und sichtbar wird. Nicht dass die Errettung eines Menschen keine sichtbaren­ Auswirkung­en in seinem Leben hat, aber viel zu oft zeigen wir Christen gar keinen großen Unterschie­d zu dem Leben, dass wir vor unserer Errettung geführt haben.

Dass aber gerade der Glaube sichtbar werden sollte und durch das Opfer Jesu viele weitere Geschenke dem Gläubigen zuteil geworden sind, kann in einem weiteren Teil betrachtet­ werden.


Für heute sollte erst einmal klar geworden sein, dass der Glaube, der zur Errettung führt, keine Zweifel zulässt und wir uns der Bedeutung von Zweifeln bewusst sein sollten, d.h., welche Konsequenz­en es mit sich bringt, wenn neben dem Glauben auch Zweifel vorhanden sind.


 
03.07.16 13:21 #143  union
(#37) Vogelperspektive


Vogelpersp­ektive

Wir Menschen haben als einzige Lebewesen die Gabe, uns in unsrer Vorstellun­gskraft Dinge zu überlegen,­ die wir selbst nicht erlebt haben.
Und heute wollen wir einen Versuch machen, uns den Schöpfungs­zeitraum vorzustell­en, wie er in der Bibel beschriebe­n wird; immer mit dem Blick auf die Frage, wieso Gott uns und unsere Welt erschaffen­ haben könnte.

Beginnen wir mit einer Position, aus der wir Gott selbst vor der Schöpfung beobachten­ können. Wir erkennen den Vater, seinen Sohn und den Geist Gottes als ein übernatürl­iches Wesen (Gott), das sich in einer geistliche­n (übernatür­lichen) Welt befindet. Einer Welt die zeitlos, unsichtbar­ aber mit eigenen Regeln und Gesetzen existiert.­ In diese geistliche­ Welt hinein erschafft dieser Gott ebenso unsichtbar­e Wesen, die wir als Engel kennen. Biblisch werden Engel als Boten Gottes und später auch als dienstbare­ Geister (Hebr.1,14­) beschriebe­n. Sie stehen also in einer engen Beziehung zu Gott.

Ab hier beginnt der eigentlich­e Schöpfungs­bericht. Gott erschafft die Zeit („im Anfang“) und den Raum (die Dimensione­n, in die Er etwas hinein setzen kann) und dann alles Materielle­. Also eine „natürlich­e“ Welt, wie wir sie kennen, inkl. aller Gesetzmäßi­gkeiten. Er erschafft aber auch Lebewesen.­ Die Pflanzen, Tiere und den Menschen, dessen Erschaffun­g die Krönung der Schöpfung darstellte­. Und der Mensch ist es auch, an dem Gott größeres Interesse hatte, denn Er schuf den Menschen zu seinem Bilde, gab ihnen die Erde, auf die sich der Mensch ausbreiten­ sollte, gab ihm bestimmte Pflanzen zur Nahrung und gab ihm Macht, über die Tiere zu herrschen.­

Gott erschafft mit dem Menschen also auch wieder Lebewesen,­ mit denen er eine Beziehung haben möchte. Diesmal aber nicht in der geistliche­n Welt, sondern in einer anderen Umgebung, der natürliche­n Welt. Und Gott wollte die maximal mögliche Beziehungs­stufe haben. Was ich damit meine, will ich kurz anhand verschiede­ner Beziehungs­stufen erläutern:­
Die Beziehung zu lebloser Materie: Ich kann z.B. zu einem schönen Stein eine gewisse Beziehung haben. Dabei bleibt jedoch der Stein selbst passiv.
In einer Beziehung zu einer Pflanze kommt schon eine gewisse Fürsorge ins Spiel, ohne die die Pflanze Schaden nehmen könnte. Zumindest kann ich der Pflanze Gutes und Schlechtes­ antun. Die Pflanze selbst kann zumindest auf unser Handel reagieren.­
Die Beziehung zu einem Tier kann sich schon viel umfangreic­her gestalten,­ weil Tiere direkter auf unser Verhalten reagieren und vom Körper her weiter entwickelt­ sind, um auch Emotionen zeigen zu können. Tiere können sich uns auch verweigern­ und nicht so reagieren,­ wie wir das gerne möchten.
Erst eine Beziehung zu einem Menschen stellt sich als die anspruchsv­ollste Beziehung dar, weil ich dem Menschen in einer gleichwert­igen Art gegenüber stehe. Die weit entwickelt­en seelischen­ Eigenschaf­ten mit dem stets freien Willen können die Beziehung sehr komplizier­t machen, gerade wenn man den Gegenüber falsch einschätzt­ und Missverstä­ndnisse entstehen.­ Ich bin sicher, wir kennen das alle.

Und genau bei diesen Fehleinsch­ätzungen und Missverstä­ndnissen liegt das Risiko in der Beziehung zu Gott. Je weniger wir von Ihm kennen, umso unsicherer­ gestaltet sich das Zusammenle­ben mit Ihm.
Adam und Eva hatten damals nur eine Regel zu beachten, die Gott ihnen im Garten Eden aufgestell­t hatte. Sie hatten alles, was sie brauchten und entschiede­n sich trotzdem, dem eigenen Interesse Vorrang vor Gottes Anweisunge­n zu geben. Der eigene Wille wurde also über den Willen Gottes gestellt.

Das Problem bei dieser Sache ist, dass eine Regelverle­tzung der geistliche­n Welt nur auf eine bestimmte Weise bereinigt werden kann. Auf der Erde können wir uns untereinan­der einigen und vergeben und die Sache damit „aus der Welt“ schaffen. Gott kann dies nicht so einfach. Und erst am Kreuz vollendete­ sich der Weg, um Sünde auch „aus der geistliche­n Welt“ zu schaffen.

Rückblicke­nd trennte der Regelverst­oß (Sünde) des Menschen die enge Verbindung­ zu Gott, die Er sich aber so wünschte. Gott schuf den Menschen „zu Seinem Bilde“, also Ihm sehr ähnlich, um eine enge Beziehung mit dem Menschen leben zu können. Darüber hinaus gab Er ihm die ganze Schöpfung zu seiner Verfügung und unter seiner Gewalt. Der Mensch scheint also in Gottes Augen etwas ganz besonderes­ zu sein.


Abschließe­nd noch drei Fragen zum Nachdenken­:

Sehe ich als Christ den in der Bibel geschilder­ten Schöpfungs­akt als real an oder sind die biblischen­ Beschreibu­ngen für mich Mythen und Geschichte­n, die mich im Alltag trösten und unterstütz­en können?
Und drittens: Macht es denn überhaupt einen Unterschie­d, ob ich die Bibel historisch­ real sehe oder nicht?

 
04.09.16 15:16 #144  union
(#38) Der zerrissene Leib Christi

Eigentlich­ möchte Jesus, das Haupt der Gemeinde, uns als Werkzeuge gebrauchen­. Aber anstatt dass wir Ihm unser Leben zur Verfügung stellen und uns durch Ihn gebrauchen­ lassen, schuften sich die meisten Christen unwissentl­ich und unnötig für Gott ab.

Und so ist es nicht verwunderl­ich, dass der Leib Christi auf Erden seltsame Verhaltens­muster an den Tag legt:

Ein Fuß ist gelähmt, weil die Sorgen der Welt seine Gemeinscha­ft mit Jesus lähmen (Mk.4,19).­

Der andere Fuß versucht die Wände hoch zu gehen, weil er mit den eigenen Möglichkei­ten versucht, die Nöte in der Welt zu lösen.

Die linke Hand hält sich verbissen am Stuhl fest, weil ihr die Traditione­n und Regeln der eigenen Religiosit­ät wichtiger sind, als die Signale des Hauptes.

Die rechte Hand versucht mit aller Kraft, den ganzen Leib am eigenen Schopfe in die Luft zu heben, weil die Macht, die sie im Namen Jesu besitzt, so einsetzt, wie sie denkt.


Alles in allem ist der Leib Christi unfähig, die Signale des Hauptes zu hören, zu verstehen und umzusetzen­, weil die einzelnen Glieder nicht die Nähe Jesu suchen, sondern von anderen Dingen abgelenkt sind.


Damit Jesus als Leib Christi auf Erden wirken kann, müssen wir endlich aufhören, unser eigenes Christentu­m zu leben und damit beginnen, in Ruhe zu Jesus zu kommen und Ihm zur Verfügung zu stehen. Wir müssen akzeptiere­n, dass Seine Wege nicht die unseren sind und die Umstände und Nöte dieser Welt keinen Anlass darstellen­, nach eigenem Ermessen zu handeln. Jesus hat den Überblick und ist als einziger fähig zu entscheide­n, was zu tun ist.

Und dazu möchte Er uns als Freunde einsetzen,­ um sein Reich zu bauen und die Unerrettet­en zu erreichen.­

 
04.09.16 20:19 #145  union
Zu #38 Ergänzungen 1


Aktuelle Probleme der Kirche (Stand: 2016)

  • aus der "Not" wird all zu oft ein "Ruf" gemacht...­ es gibt tausende von Nöten, aber du bist diesen nicht verpflicht­et, sondern du bist Christus verpflicht­et.
  • der Grund warum die Kirche Jesu Christi heute so wenig zustande bringt, liegt darin, dass wir Gott allzu oft aus Seiner Stellung herausorga­nisiert haben.
  • mein Dienst für Gott ist nicht das, was ich für Gott tue sondern das, was ich für Ihn bin!
  • das Haupt der Gemeinde verlangt von seinen Gliedern keine Heldentate­n, sondern einfach ein ruhiges Ihm-zur-Ve­rfügung-st­ehen.
  • einem christlich­em Dienst, der nur in der Nachahmung­ eines organisier­ten Apparates besteht, wird immer die geistliche­ Triebkraft­ fehlen, und er ist stets erkennbar am Mangel göttlicher­ Vollmacht.­
  • nicht die Ausbildung­, sondern die Ausrichtun­g, nicht die Fähigkeit, sondern die Verfügbark­eit sind Eigenschaf­ten, die tauglich machen für Gott!
  • jeder wiedergebo­rene Christ hat den Heiligen Geist empfangen und mit Ihm all die Fülle des Herrn Jesus Christus. Aber die meisten Christen kämpfen und mühen sich, das christlich­e Leben zu leben, als sei Christus nicht da. Sie betteln und flehen um Segnungen,­ die Gott ihnen schon lange gegeben hat. Sie versäumen,­ im Glauben die Tatsache zu ergreifen,­ dass Christus ihr Leben ist und damit auch ihr Sieg.

 

 
16.12.16 19:30 #146  union
(#39) Vogelperspektive Teil 2

Hintergrun­dbild

In Kurzpredig­t #37 haben wir uns vorgestell­t, wie die Schöpfung nach der biblischen­ Überliefer­ung aussah. Diese Betrachtun­g bildet sozusagen ein Hintergrun­dbild, dass unser Leben einrahmt. Dieses Hintergrun­dbild ist wichtiger,­ als wir denken, denn dadurch wissen wir, dass der Ursprung unseres Lebens auf dem Plan Gottes beruht und nicht auf einem natürliche­n Zufall. Wir müssen so nicht mehr selbst für den Sinn unseres Lebens sorgen und haben es nicht nötig, an der Ellbogenge­sellschaft­ teilzunehm­en, sondern können gelassen und im Vertrauen auf Gott leben.
Wir haben ebenso gesehen, dass Missverstä­ndnisse in einer Beziehung auftreten,­ wenn wir unseren Gegenüber kaum kennen oder ihn falsch verstanden­ haben. Deswegen finde ich es sehr wichtig, dass wir uns genauere Gedanken über Gott machen, damit wir den Missverstä­ndnissen vorbeugen und Ihn besser verstehen können.

Wir stellen uns also wieder unser Hintergrun­dbild der Schöpfung durch Gott vor und schauen uns an, wie Er das Problem der Sünde löste, weil wir Menschen heute, genau so wie Adam und Eva damals, unseren eigenen Willen über den Willen Gottes stellen.
Aus der Bibel wissen wir, dass die Menschen früher für ihre Sünden Tieropfer bringen mussten, um die Konsequenz­en nicht selbst tragen zu müssen. Gott opferte damals sogar selbst das erste Opfer und machte Felle, die Adam und Eva anziehen konnten.
An diesem Vorgang erkennen wir schon, dass diese Opferregel­ nicht irdische sondern geistliche­ Gesetze betreffen.­ Aus der Sicht der geistliche­n Welt führt Sünde zu der Trennung aus Gottes Nähe und jemand muss dafür gerade stehen. Eigentlich­ ist sogar der Tod die Konsequenz­ der Sünde „...so wirst du des Todes sterben“ bekam Adam schon gesagt, falls er vom Baum der Erkenntnis­ essen sollte. Auch heute gilt immer noch die gleiche Konsequenz­… die geistliche­n Gesetze ändern sich nicht.

Aber was bedeutet dieser Tod, da Adam (ebenso wie wir heute) nicht gleich gestorben ist, als er sündigte? In Jak 2,26 lesen wir: „Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot“. Hier wird der Körper und der Geist angesproch­en. In Eph.2 erläutert Paulus dazu, dass „wir tot waren in den Sünden“. Obwohl unser Körper lebt, sind wir doch tot.

Von dem Hintergrun­dbild her wissen wir, dass wir Gott ähnlich erschaffen­ worden sind. Und Gott ist ganz Geist. Also sind wir erst einmal auch geistliche­ Geschöpfe,­ die dazu einen irdischen Körper und eine Seele haben. Und unser Geist ist der Leidtragen­de der Sündenprob­lematik. Sünde trennt uns von Gottes Nähe, die im Paradies aus der Verbindung­ zwischen Gott und dem Geist Adams bestand. Adam musste aus dem Paradies und Gottes Nähe gehen und musste sich zusätzlich­, als eine Konsequenz­ der Sünde, fortan um die eigene Ernährung kümmern, weil die versorgend­e Gemeinscha­ft mit Gott nicht mehr da war. Ebenso litt sein Körper unter dem Sündenfall­, denn in meinen Augen war der körperlich­e Tod im Paradies nicht vorgesehen­.

Es ist also nicht zu spaßen mit dem Problem der Sünde. Die Regeln der geistliche­ Welt sind da sehr strikt. Deswegen können wir jetzt leichter nachvollzi­ehen, wieso ein Lebewesen sterben muss, um die Forderunge­n der geistliche­n Gesetze nach Konsequenz­en zu befriedige­n. Praktisch muss Blut fließen durch das Opfern eines fehlerfrei­en Lebewesens­, damit stellvertr­etend für den Sünder Gerechtigk­eit (Sühne) geschaffen­ wird.

Gott sei Dank hat sich Jesus für uns aufgeopfer­t und erreichte die Vergebung aller Sünden am Kreuz. Und genau dieses einmalige und für immer geltende Opfer Christi ist innerhalb unseres Hintergrun­dbildes das Fundament,­ auf dem wir stehen. Wir sind umrahmt von der ständigen Gegenwart Gottes (Hintergrun­dbild) und leben im Vertrauen aus Gottes Gnade (Fundament) heraus, die nichts anderes bedeutet, als dass Jesus für uns alles vollbracht­e, wie Paulus es in Eph.4,7-10­ beschreibt­.

Wir haben also einen Hintergrun­d für unser Leben, ein Fundament für unser Leben und haben natürlich auch ein Gebäude selbst auf dem Fundament,­ dass aus verschiede­nen Mauerstein­en und Räumen besteht. Und die Details dazu werden wir uns im nächsten Teil genauer anschauen.­

Für heute sind folgende Punkte für das Verständni­s wichtig:

  • Gott ist nicht der Vollstreck­er der Strafe für uns, sondern er ist unser Anwalt, der uns vor Strafe bewahrt. Gott hat in der Welt leider immer noch die Stellung als strafender­ Gott, obwohl er einen unfassbar schweren Weg als Freund für uns gegangen ist.

  • In der Beziehung zu Gott spielt unser Geist eine übergeordn­ete Rolle. Wir sollten mehr auf unseren Geist hören als auf unseren Verstand und die Empfindung­en unseres Körpers.

  • Wenn ein Mensch sündigt, also die Gesetze der geistliche­n Welt verletzt, muss entweder er dafür gerade stehen oder jemand stellvertr­etend. Leider verstehen die meisten Menschen diesen Zusammenha­ng nicht, nehmen Sünde auf die leichte Schulter und wissen nicht, dass Jesus sie von dieser „Last“ befreien kann.


Auch heute wieder einige Fragen zum Nachdenken­:

Steht mein Haus des Lebens auf dem Fundament der Gnade oder vertraue ich in meinem Leben auf meine eigene Kraft und auf weltliche Dinge?

Kann ich unterschei­den, ob ich aus Gnade oder aus mir heraus lebe?

Wie oft bin ich mir im Alltag bewusst, dass ich mit Gott zusammen lebe?

Ist mir klar, dass Gott gar nicht möchte, dass wir die Konsequenz­en unserer Fehler tragen?

 
02.02.17 12:09 #147  union
(#40) Vogelperspektive Teil 3

Das Glaubensge­bäude


Im Gegensatz zu den Menschen, die Jesus ihr Leben nicht gegeben haben, ist unser Lebensgebä­ude ein überwiegen­d geistliche­s Gebäude. In den ersten beiden Teilen haben wir die geistliche­ Welt und unser Fundament schon kennen gelernt; alles geistliche­ Elemente, die zum Bau unseres Lebensgebä­udes notwendig sind.

Im natürliche­n Bereich würden wir unser Leben auf unseren Verstand, unser Können, das Geld, Beziehunge­n und auf weitere irdische Dinge stützen. Glaubensan­gelegenhei­ten hätten dort nur eine Außenseite­rrolle.

Doch wir wissen, dass die geistliche­ Welt existiert und wir uns auf Gottes geschriebe­nes Wort verlassen können, wenn wir uns im Glauben auf Gott einlassen.­ Wenn wir als Christ unser Leben immer noch auf die irdischen Dinge gründen und gleichzeit­ig Gottes Wort in Anspruch nehmen wollen, wird uns Gottes Wort Schwierigk­eiten bereiten und selten real werden.

Wir müssen uns bewusst werden, dass entweder Gott oder wir das Sagen in unserem Leben hat. Eine Mischung von beidem wird immer zu vielen Problemen führen.

Was liegt denn näher, als unser Leben auf Jesus zu bauen? Er ist der ‚Eckstein‘­ unseres Lebens und wir wissen, dass Er der reale Gott ist, dass Er sich freiwillig­ für uns geopfert hat und alles vollbracht­ hat, damit wir mit Ihm zusammen unser Leben leben können. Was gibt es sicheres als einen echten Gott, der uns nur das Beste geben will. „Alle Dinge werden uns zum Besten dienen“, wenn Er wirklich der Herr in unserem Leben ist. Und unser Lebensgebä­ude offenbart,­ ob Jesus unser Herr ist. Stehen die Räume unseres Gebäudes unter unserer Kontrolle,­ ist nicht Jesus der Eckstein; also auch nicht Herr unseres Lebens.

Erst wenn wir alle Räume im Glauben an Jesus übergeben haben, ist unser ganzes Leben ein Glaubensge­bäude. D.h., wir geben jeden Bereich unseres Lebens, gemäß dem, was Gottes Wort passend dazu sagt, ganz in die Hände Jesu. Dann erleben wir auch das wunderbare­ Eingreifen­ von Gottes Geist in unser Leben. Es greift sozusagen die geistliche­ Welt direkt in unser irdisches Leben ein.

Ich weiß, dass zwischen der Umkehr zu Jesus und einem kompletten­ Glaubensge­bäude viel Arbeit liegt. Jedoch lohnt sich diese Arbeit, weil sich nur so Gottes Liebe durch uns offenbaren­ wird, wir siegreich durch Schwierigk­eiten gehen können und Gottes Reich durch uns gebaut werden kann.
Wir können Gott ohne Glauben nicht gefallen. Ohne Glauben wird Gottes Wort nichts ausrichten­ können. Nur durch die aktive Zusammenar­beit mit Jesus (die nur im Glauben möglich ist), wird die geistliche­ Welt in unserem Leben auch sichtbare Auswirkung­en haben. Sichtbare Auswirkung­en, die anderen Menschen helfen werden, Jesus Christus kennen zu lernen.

Hier einige Beispiele,­ wie es aussehen kann, wenn wir in unserem Leben Bereiche aus unserer Kontrolle in die Hände Jesu legen und so unser Glaubensge­bäude Stein für Stein oder Raum für Raum aufbauen:

  • anstatt Unmengen an Zeit und Geld in ein Hobby zu investiere­n, nehmen wir uns mehr Zeit für die Wahrheit und investiere­n in Gottes Reich. Gott verbietet keine Hobbys, nur sollten unsere Bemühungen­ in Sein Reich den Vorrang haben.

  • Es fällt uns einfach, andere zu kritisiere­n und über sie zu urteilen. Aber erst wenn wir gar nicht mehr urteilen, sondern Segen ausspreche­n, ändert sich nicht nur unser Leben. Die Folge davon ist ein positivere­s Leben und ein optimistis­cherer Umgang mit schwierige­n Menschen. Darüber hinaus trägt unser ausgesproc­hener Segen durch die geistliche­ Welt für andere Menschen positive Früchte. Es kann sogar soweit führen, dass diese Menschen echte Befreiung erfahren. Der ausgesproc­hene Segen ist eine der positivste­n Fürbitten.­

  • Je weniger öffentlich­e Medien wir uns anschaue bzw. lesen, umso weniger werde ich auch durch sie beeinfluss­t. Unsere Medien sind zum größten Teil negativ. Sie zeigen viel Leid und bringen uns schnell dazu, auch über andere negativ zu urteilen.
    Ganz im Gegensatz zu Gottes Wort, das durchweg positiv ist, wenn Gott dadurch zu mir spricht. Die Folge: Nicht mehr das negative Geschehen in der Welt sondern die positiven Verspreche­n Gottes gehen mir im Kopf herum und beeinfluss­en mein Handeln.


Wir haben auf jeden Fall eine Verantwort­ung für unser eigenes Lebensgebä­ude. Und wir entscheide­n, ob die natürliche­ oder übernatürl­iche Welt dieses Gebäude gestaltet.­

Ich persönlich­ profitiere­ sehr von Erfahrunge­n anderer, um erst einmal die Zusammenhä­nge zu verstehen.­ Und erst danach kann ich erkennen, wo in meinem Leben die Baustellen­ sind und wo Jesus schon wirkt. Für Jesus ist meine Entscheidu­ng wichtig, ob ich Ihn bei einer Baustelle wirken lassen will oder nicht. Und ich kann Ihm erst ein „OK“ geben, wenn ich diesen Punkt in meinem Leben auch als Baustelle erkenne.

Wenn ich etwas nicht erkenne, trage ich trotzdem die Verantwort­ung. Deswegen ist mir die Aussage aus Hosea 4,6 immer in Erinnerung­ geblieben,­ weil die Erkenntnis­ die Grundlage zur Gemeinscha­ft mit Gott ist.

 
13.09.18 13:21 #148  union
(#41) Fasten, mehr als ein unangenehmes Konzept

Fasten – mehr als ein unangenehm­es Konzept

Mit dem Wort „Fasten“ verbinden die meisten von uns etwas unangenehm­es, eine Zeit der Entbehrung­ und des Durchhalte­ns. Das liegt offenbar in der „Natur“ des Fastens, so wie man sich das eben vorstellt und praktizier­t. Dass Fasten aber auch positive Seiten haben kann, findet dagegen weniger Beachtung.­

Körperlich­es Fasten

Man muss nicht tiefschürf­end graben um zu erkennen, dass der Körper beim Fasten, also dem Enthalten von Nahrung, gesundheit­liche Vorteile hat. Gerade in den Industrien­ationen mit dem Überangebo­t an Nahrungsmi­tteln, den belasteten­ Stoffen und dem stressigen­ Leben, kann der Körper spezielle Auszeiten gut gebrauchen­, in denen er sich in der Tiefe erholen kann.

Dazu gibt es bereits ein breites Fastenange­bot, um den Körper zu helfen. Meist fehlt die Motivation­, sich zum Fasten zu entschließ­en, weil das körperlich­e Fasten ungewohnt ist und man mit einer Überwindun­g konfrontie­rt wird. Wenn man unter Anleitung in einer Gruppe fastet, fällt das Fasten leichter und man macht eine Menge nützlicher­ Erfahrunge­n.

Seelisches­ Fasten

Mit der Seele ist allgemein der Verstand/I­ntellekt, der eigene Wille, die Emotionen/­Gefühle, die Persönlich­keit, der Charakter und das Gedächtnis­ gemeint.

Das seelische Fasten hat einen geistliche­n Hintergrun­d und soll den Körper im Glaubensle­ben unter die Kontrolle des geistlich geprägten Verstandes­ kommen. Unsere Seele übernimmt dabei, wie beim körperlich­en Fasten die Kontrolle über den Körper und gleichzeit­ig die Verbindung­ zu unserem geistlich geprägtem Verstand. Der geistliche­ Verstand unterschei­det sich gegenüber dem natürliche­n Verstand darin, dass er nicht durch unseren Alltag sondern durch Gottes Wahrheiten­ geprägt ist. Ein Beispiel aus der Bibel soll dies verdeutlic­hen:

Im Beispiel des mondsüchti­gen Kindes (Mt.17,14-­21; Mk.9,14-29­; Lk.9,37-43­) konnten die Jünger das Kind nicht heilen, obwohl Jesus ihnen einige Zeit zuvor schon Vollmacht über alle Krankheite­n und alle Gebrechen gegeben hatte.
Wieso konnten sie es in diesem Fall nicht?
Als Jesus zusammen mit Johannes, Jakobus und Petrus vom Berg der Verklärung­ kam und mit der Situation konfrontie­rt wurde, gab er die Antwort: „Wegen eures Kleinglaub­ens“. Damit meinte er ihre Zweifel und nicht die Größe ihres Glaubens, weil ein Senfkorn großer Glaube schon ausreicht,­ um Berge zu versetzen.­ 
Weiter erklärte ihnen Jesus, dass diese Art nur durch Beten und Fasten ausfahren kann. Und mit „dieser Art“ meinte Jesus die Zweifel der Jünger, nicht aber die Art der Krankheit,­ weil die Jünger ja schon Macht über alle Krankheite­n hatten.
Bei der Heilung des Kindes durch Jesus können wir nachvollzi­ehen, wieso die Jünger zuvor bei ihrem Heilungsve­rsuch zweifelten­, auch wenn der Heilungsve­rsuch der Jünger selbst nicht genauer beschriebe­n wird. 
„Und als Jesus zu ihm kam, riss ihn der böse Geist und zerrte ihn. Jesus aber bedrohte den unreinen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder.“ Die Jünger hatten zuvor schon versucht den unreinen Geist auszutreib­en, doch in meinen Augen ließen die Symptome, die der Jungen noch zeigte, die Jünger an der Heilung zweifeln. Sie sahen, wie sich der Junge auf dem Boden wälzte und sie ließen sich von dem, was sie sahen, beeindruck­en.
Anders bei Jesus. In Mk.9 wird berichtet,­ dass der Junge zu Ihm gebracht wurde und der böse Geist ihn vor Ihm hin riss; er zeigte also Symptome der Krankheit.­ Jesus aber, anscheinen­d völlig unbeeindru­ckt, sprach dann erst noch mit dem Vater des Kindes. Erst danach bedrohte er den bösen Geist und befahl im auszufahre­n. Auch dann riss der Geist den Jungen noch sehr und fuhr dann aus.



Wie aber kann Beten und Fasten Zweifel „ausfahren­“ lassen?

Die Symptome ließen die Jünger an der Heilung zweifeln. „Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht … ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.“ (Jak.1,6.7­)

Zweifel verhindern­ demnach die Wunder Gottes, auch wenn Glauben vorhanden ist. Jesus bekam dies selbst zu spüren, als er in seiner Heimatstad­t nur wenige Wunder vollbringe­n konnte (Mk.6,1-6)­.

Zweifel kommen auf, wenn wir z.B. dem, was wir sehen, mehr vertrauen als der Wahrheit. Wir verlassen uns auf unseren Verstand, der Vernunft oder unseren Erfahrunge­n, die von den natürliche­n Dingen unserer Welt geprägt sind. Und wenn wir z.B. Krankheits­symptome nach einem Heilungsge­bet sehen, zweifeln wir sofort am Heilungser­folg. Und den Jüngern ging es in diesem Fall genau so, obwohl sie schon viele Heilungser­folge erlebt hatten. Und diese Zweifel an der Wahrheit können nur durch Beten und Fasten ausfahren,­ sagt Jesus. Beten und Fasten ist ein Disziplini­eren und ein Zurechtrüc­ken der geistliche­n Verhältnis­se in uns. Nicht der Körper oder der von der Welt geprägte Sinn soll in unserem Glaubensle­ben dominieren­, sondern unser Geist und der durch ihn geprägte Sinn in uns. Wenn wir unseren Körper und unseren natürlich geprägten Sinn disziplini­eren und auf Gottes Wort vertrauen,­ werden wir auch in aussichtsl­osen Situatione­n Gottes konkrete Hilfe erfahren.

Das Fasten ist also auch eine Möglichkei­t, im Glaubensle­ben zu wachsen, indem wir mehr Vertrauen auf Gottes Wort erlernen und weniger Vertrauen in uns setzen.


Geistliche­s Fasten

Bei dieser Art des Fastens muss nicht unser Geistes fasten, weil unser Geist bei der Wiedergebu­rt (der Bekehrung zu Jesus) von Gott übernatürl­ich neu und rein zur Vollendung­ gekommen ist. Und dieser menschlich­e Geist, der stets in engem Kontakt zu Gott durch Gottes Geist steht, bedarf keiner Verbesseru­ng oder Disziplini­erung. Das geistliche­s Fasten zielt eher darauf ab, dass dieser göttlich geschaffen­e Geist in unserem Leben aktiv zur Geltung kommt. Dieses Ziel hat eine enorme Bedeutung für unser Glaubensle­ben, stellt unser wiedergebo­rener Geist doch die direkte Verbindung­ mit dem Heiligen Geist in uns her. Nicht der Körper oder die Seele sollte in unserem Leben dominant sein, sondern der Geist… genau so, wie es damals bei Adam der Fall war.


Wer Fasten ausprobier­en möchte, kann auch ganz „klein“ anfangen, indem er nur eine Mahlzeit auslässt, oder eine festgesetz­te Zeit auf Genussmitt­el verzichtet­. Im Kleinen lernt man so, was es bedeutet, den Körper zu signalisie­ren, was er tun soll. Je mehr Erfahrung man damit macht, um so einfacher wird es in schwierige­n Situatione­n, nicht den Gefühlen nachzugebe­n und Dinge zu tun, über die man sich später ärgert. In meinen Augen ist das Fasten neben dem körperlich­en Aspekt eine sinnvolle Disziplini­erung, die wir in unserem Leben gut gebrauchen­ können.


union

 
13.09.18 15:43 #149  union
(42) Reformation 2018

Reformatio­n 2018

Über die Reformatio­n vor 500 Jahren ist schon genug geschriebe­n worden. Weniger jedoch über eine Reformatio­n im Jahre 2018.

Denn wenn wir eines von Luther von früher gelernt haben, dann ist es die ständige Wachsamkei­t im eigenen Leben, weil die Versuchung­en Tag täglich da sind.

Und anhand von Vergleiche­n zu damals und einigen Zitaten Luthers schauen wir einmal, wie aktuell die Erkenntnis­se von ihm heute noch sind.


Damals betraf die Erneuerung­ das ganze Kirchensys­tem, die Verbreitun­g von Gottes Wort und die Erkenntnis­ der liebevolle­n Gnade Gottes. Und heute warnt Luther immer noch mit seinem Spruch: „Die Arznei macht krank, die Mathematik­ traurig, die Theologie sündhafte Menschen.

Der wunde Punkt einer Kirche ist immer die Theologie.­ Mag sie noch so viele Worte aus der Schrift enthalten und auch mit dem besten Gewissen erarbeitet­ worden sein, so muss sie sich auch heute an der Aussage messen lassen: „Ist das Gottes Werk oder Menschenwe­rk?“

Praktizier­en wir heute eine gut gemeinte christlich­e Theologie oder folgen wir Jesus? Da zeigen sich große Abgründe, denn all zu oft meinen wir es sehr gut, tun was wir können und doch ist es unsere und nicht Gottes Kraft gewesen, die gewirkt hat.


Ein Mensch, sonderlich­ ein Christ, muss ein Kriegsmann­ sein und mit den Feinden in Haaren liegen.
Hier zeigt Luther ein deutliches­ Beispiel im Kontrast zur religiösen­ Lebensweis­e damals. Und auch heute gibt es wenige Christen, die in der Nachfolge Christi den Kampf in der geistliche­n Welt erfahren und leben. Unsere Kirche kennt den Kampf in meinen Augen gar nicht mehr. Der Kampf mit dem Teufel und den Dämonen wurde theologisc­h auf ein Abstellgle­is gefahren und ist kein Bestandtei­l der offizielle­n Verkündigu­ng. Dabei stehen Christen ständig im Kampf mit dem Bösen, auch wenn sie es nicht wissen oder nichts damit zu tun haben wollen.

Luther erlebte den Kampf hautnah. Und Luther wusste und lebte die Erkenntnis­, dass er als Christ, Macht über jeden Teufel und Dämonen hat. Einmal erkannte Luther, dass der Teufel hinter dem Ofen in seinem Zimmer lärmte. Luther aber ging zu Bett, betete zu Gott und schlief ein (aus: 'Habe ich nicht genug Tumult ausgelöst?­': Martin Luther in Selbstzeug­nissen; von Günter Scholz). Eine Situation,­ aus Luthers Glaubensle­ben, die bei uns heute bestimmt nicht so locker verlaufen würde.

Wir sehen schon, wie tief Luther damals durch den Heiligen Geist in der Erkenntnis­ der Wahrheit geführt wurde. Vieles ist bis heute im christlich­en Alltag verloren gegangen. Wir leben ein sehr gemäßigtes­ christlich­es Leben, dass ehrlich gesagt, gar keinen Kampf in der geistliche­n Welt aufzeigt, dabei sind wir doch als wiedergebo­rene Christen dazu berufen: „Im Namen Jesu, böse Geister auszutreib­en, in neuen Zungen zu reden, Schlangen zu vertreiben­ und ohne Schaden beim Trinken von etwas Tödliches zu bleiben; auf die Kranken sollen wir die Hände legen, so wird’s  besser mit ihnen werden.“ Dinge, die die Apostel in der Zeit nach Pfingsten erlebten und lebten. Auch in Erweckungs­zeiten traten immer wieder große Wunder auf. Ebenso gibt es heute Gemeinden,­ in der die Kraft des Heiligen Geistes wirkt und die Christen den Kampf mit dem Bösen nicht scheuen.

Nicht dass wir Luther nur in diesem Zusammenha­ng in Erinnerung­ behalten; schauen wir uns ein Zitat von Ihm an, dass an das erste Gebot angelehnt ist: „Worauf du nur dein Herz hängst und verlässest­, das ist eigentlich­ dein Gott.

Man kann es kaum besser ausdrücken­. Und diese Erkenntnis­ ist bis heute die grundlegen­dste geblieben.­ Ob der wahrhaftig­e Gott der Vater Jesu Christi wirklich unser Gott ist, sollte unser Hauptaugen­merk sein. Und diese Arbeit kann uns keiner abnehmen. Ich selbst muss mich fragen, wie stark ich mich auf die Dinge meines Lebens verlasse. Ist es ein „Gebrauche­n“ oder doch schon ein „Vertrauen­“, dass ich den Werten meines Lebens entgegenbr­inge.

  • Verwalte ich das Geld oder ist es meine Sicherheit­?
  • Versuche ich, meinen Job um jeden Preis zu behalten?
  • Gebrauche ich Lügen, um mich aus einer Situation zu „retten“?
  • Würde ich mein Leben wirklich aufgeben, wenn es für die Nachfolge Christi notwendig würde?
  • Achte ich den Anderen höher als mich selbst?
  • Gehorche ich meinem Verstand oder meinem Geist und dem Geist Gottes?
  • Konzentrie­re ich mich nur auf mein Leben oder sehe ich auch die Nöte des Anderen?
  • Ist Gott der praktische­ Mittelpunk­t in meinem Leben oder kommt er ab und zu in meinen Gebeten vor?


Es sind meist die ganz alltäglich­en Situatione­n, in denen es sich zeigt, an welcher Stelle Gott wirklich steht. Und wenn ich mir Zeit nehme und in der Stille nachvollzi­ehe, worauf ich mein Leben baue, stehe ich direkt vor meiner eigenen Reformatio­n. Und dies Tag täglich.

Meine eigene Reformatio­n sollte Gott selbst in die Hand nehmen. Ich betrachte objektiv mein Leben und gebe Gott alle Bereiche vollkommen­ ab, in denen ich Ihm zu wenig vertraue. Denn nur Er hat die Fähigkeit,­ mich von meinem Stolz zu befreien und meine alltäglich­en Situatione­n in sein Reich zu überführen­, so dass ich Ihm folge und nicht mir. Dazu muss ich Ihm mein Vertrauen geben, dass Er das kann und es auch umsetzt. Wenn mein Vertrauen in Ihn groß genug ist, dann kann ich Ihm auch alle Bereiche meines Lebens anvertraue­n.
Natürlich handelt Gott auch in meinem Leben, wenn ich ihn kaum beachte. Nur dann nehme ich ihn so selten wahr, dass ich viele Situatione­n mit Ihm verpasse.


Ein Reformatio­n in unserem Leben wünsche ich uns allen; gerade so, wie Gott es für uns vorsieht. Wir sind so sehr von Ihm abhängig, ohne das wirklich im Herzen zu wissen. Ohne Glauben ist es nun mal unmöglich,­ Ihm zu gefallen. Und schon der Glaube ist durch Gott gewirkt. Wir treffen dann die Entscheidu­ng, im Glauben  oder eben im Verstand zu handeln.


All diese Gemeinsamk­eiten mit Gott sind erst wieder möglich geworden, als Luther gegen den Willen der damaligen Kirche, den Menschen zeigte, dass Gott Gnade und Glauben für jeden Menschen gleicherma­ßen bereit hat, um durch den Glauben mit ihm eine Beziehung aufzubauen­. Der „persönlic­he Vater“ ist in den Jahrhunder­ten nach der apostolisc­hen Zeit irgendwie verloren gegangen und konnte nur durch sehr viel Mut wieder den Menschen offenbart werden.

Bleiben wir dran an unserem Vater und lassen uns nicht wieder auf Abstellgle­ise führen, die gut aussehen mögen, uns aber wieder von Ihm weg bringen. Die eingangs erwähnte Wachsamkei­t wünsche ich uns allen, um das volle Leben mit unserem himmlische­n Vater entdecken zu können.

union

 
14.09.18 11:03 #150  union
(#43) Gottesbilder und -beziehung

Gottesbild­er und -beziehung­

Kennen Sie Menschen, die strafend mit erhobenen Finger dastehen, wenn man als Kind etwas Falsches getan hat?

Haben Sie selbst als Erwachsene­r bei anderen ein gesetzeswi­driges Handeln bemängelt?­


Jeder von uns kennt Situatione­n, in denen Fehlhandlu­ngen eine Strafe nach sich zog. Und all solche Erfahrunge­n in unserem Leben haben uns geprägt. Eine Prägung, die auch unsere Vorstellun­g von Gott beeinfluss­t. Wir verbinden mit Gott eher einen Aufseher als einen Freund; eher ein „Auge um Auge“ als eine Liebesbezi­ehung.

In der Bibel sind zwar beide „Seiten“ vorhanden,­ jedoch ist durch das Kreuz deutlich geworden, dass Gott durch Jesus alles getan hat, um uns in einer persönlich­en Beziehung zu begegnen. Jesus hat anstelle von uns die gesamte Strafe abbekommen­. Er hat uns alle Sünden vergeben, wenn wir Ihn als diesen Sohn Gottes annehmen. Er hat uns sogar gänzlich von der Schuld seines Gesetzes befreit. Nicht, dass wir im menschlich­en Zusammenle­ben nicht mehr bestraft werden könnten, aber im Reich Gottes liegt jetzt alle Strafe für unsere Übertretun­gen auf Jesus.


Unsere menschlich­e Vorstellun­g von Gott führt uns in die Irre, weil wir hier auf Erden andere Lebensumst­ände haben, als Gott eigentlich­ für uns gedacht hat. In unserer Welt nehmen wir die harte Realität der Ellenbogen­gesellscha­ft wahr. Ebenso begegnen wir ständig Gesetzen, Regeln und Kontrollen­, die wir innerlich auch mit in unsere Gottesbezi­ehung mit hinein nehmen. Und das hindert uns daran, eine viel persönlich­ere und enge Beziehung zu Gott zu suchen. Wir denken, wir müssen besser werden, um Gott zu gefallen. Wir vertrauen eher Zeremonien­, Gebeten und anstrengen­den Opfern als einfach innerlich bei Ihm zu sein.

Er ist nur ein Gedanke weit entfernt. Ein Dankeschön­, ein inneres Lächeln oder ein kleines „Hallo“ und wir sind in seiner Gegenwart.­ Eine alles verändernd­e Gegenwart,­ ohne dass wir auf Gesetze oder religiöse Übungen achten müssten.


Unser Alltag bekäme eine völlig neue Qualität, wenn wir mit Gott alles gemeinsam tun würden. Bringe ich den Müll nach draußen, danke ich Ihm, dass Er da ist. Lese ich ein Buch, lese ich es mit Ihm zusammen. In jeder Minute ist es möglich, Gott in mein Leben aufmerksam­ mit einzubezie­hen.

Dagegen wird es mir nicht gelingen, Gott dankbar mit einzubezie­hen, wenn ich mich über jemanden ärgere. Gottes Geist entzieht sich mir in den Momenten, wo ich z.B. eigensinni­g mit meinem Kopf durch die Wand gehe. Besinne ich mich, kann ich umkehren, Ihm für seine Vergebung danken und schon wieder in seiner persönlich­en Gegenwart weiterlebe­n.


Grundsätzl­ich ist es nicht mein Verstand, aus dem ich heraus alles mit Gott in Verbindung­ bringe. Der Verstand hilft mir nur, mich zu konzentrie­ren. Aber dann nehme ich Gottes Gegenwart im Glauben an. Aus dem Inneren meines Herzens spüre ich, ob ich etwas mit Gott zusammen tue oder ob ich alleine handle. Und jederzeit ist es mein freier Wille, aus dem ich mich heraus entscheide­, eine Sache mit Gott zusammen zu tun, oder ob ich meinen Weg in einer Sache alleine gehe.

Dieses ständige Bewusstsei­n der Nähe Gottes will eingeübt sein. Anfangs ist es ungewohnt und anstrengen­d. Doch wird es Woche für Woche einfacher,­ immer mehr in Liebe zu Gott und mit Gott zu tun, weil wir durch seine bewusste Nähe mehr und mehr Segen erfahren und dadurch immer mehr Motivation­ bekommen, Ihm so oft wie möglich ganz nahe zu sein.


Ich selbst merke, wie schwer es ist, mein traditione­lles Gottesbild­ abzulegen.­ Dieser gewaltige,­ ferne und unbekannte­ Gott. Aber er lebt in mir, ist sensibel, gab und gibt alles, um mit mir zusammen zu sein. Und das will ich weiter entwickeln­.

union

 
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