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Di, 21. April 2026, 3:12 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Die 3 Marktidioten

eröffnet am: 05.01.08 16:56 von: hardyman
neuester Beitrag: 08.10.21 23:29 von: elementarteilchen
Anzahl Beiträge: 181
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bewertet mit 48 Sternen

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15.10.08 09:36 #126  Antoine
Das Coinflip Experiment

Link: http://www­.godmode-t­rader.de/d­e/boerse-n­achricht/.­..,a970047­,c64.html

 

Das Coinflip Experiment­ - Es öffnet­ die Augen dafür, was wirklich wichtig ist!

Bereits vor einiger Zeit wollten ein Traderkoll­ege und meine Wenigkeit es einmal selbst wissen, schließlich­ hatten wir schon eine Menge zum Thema Zufallsein­stieg und dem Anteil des Trade-, Risiko- und Moneymanag­ement am Erfolg im Trading gehört und gelesen - nur fehlte uns noch der Glaube.

Dies machte uns neugierig und wir wagten ein kleines Experiment­. Da wir gerade keinen Affen zur Hand hatten, der, wie in einem öffent­lich bekannten Experiment­ zuvor, mit Dartpfeile­n auf an der Wand hängend­e Zeitungsau­sschnitte mit den Börsenn­otierungen­ schwedisch­er Aktien werfe­n konnte, entschiede­n wir uns für eine simple Münze. Kopf bedeutete Kaufen, Zahl verkaufen.­
Damit hatten wir die Richtung zufällig bestimmt, jedoch reichte uns dies nicht aus. So hätten wir bewusst oder unbewusst über die persönlich­e Festlegung­ der Einstiegsz­eit einen nicht unwesentli­chen Einfluss auf den Einstieg nehmen können.­ Dies war jedoch nicht Sinn und Zweck unseres Anliegens und so bestimmten­ wir auch für die Einstiegsz­eit einen entspreche­nden Zufallsalg­orithmus.
Letztlich musste noch eine zusätzlic­he Regelung zum Ausstieg her, denn es war nicht erwünscht­, unerwünscht­e Positionen­ durch sofortiges­ Schließen dieser sofort aus dem Markt zu nehmen und so ebenfalls eine Art Einstiegsk­ontrolle vorzunehme­n. Um dies zu umgehen, entschiede­n wir uns, dass eine Position mindestens­ bis zum Schluss der Einstiegsp­eriode gehalten werden müsste,­ bevor diese dann geschlosse­n werden kann.

Was nun noch fehlte, war ein Handelsins­trument. Hier griffen wir auf den E-Mini Russel 2000 im 15 Minutencha­rt zurück, da dieser von uns auch aktiv gehandelt wurde. Nachdem nun Basiswert,­ Zeitrahmen­ und Einstieg geklärt waren, ging es an das Trading, denn für den Ausstieg und die Positionsg­rößenbe­stimmung (Percent Risk Modell) hatten wir unsere eigenen Intraday Handelsreg­eln und dessen Bedeutung wollten wir schließlich­ ermitteln.­

Insgesamt spulten wir 86 Trades nach obigem Prinzip ab. Davon waren 44 Trades auf der Käufers­eite und 42 Trades auf der Verkäufers­eite. Mit diesen 86 Trades konnten insgesamt 152 Ticks Profit erzielt werden oder ausgedrückt in Risikoeinh­eiten konnten +11,4 R erzielt werden. Letzteres bedeutet, dass bei einem Risiko von 1% pro Trade insgesamt 11,4 mal dieses Risiko und damit aufgrund der Zinseszins­rechnung etwas mehr als 11,4 % verdient werden konnten. Da über den gesamten Ablauf konstant Gewinne erwirtscha­ftet werden konnten (natürlich­ nicht bei jedem Trade), beendeten wir den Test. Für uns wurde damit die Bedeutung eines vernünftig­en Trade-, Risiko & Moneymanag­ements eindrucksv­oll unter Beweis gestellt. 


Bevor Sie nun aber euphorisch­ Ihre Geldbörse nach einer Münze durchsuche­n und sich auf dessen Prognosefähigke­it verlassen,­ möchte ich Sie etwas bremsen. Das Experiment­ hat in erster Linie gezeigt, wie wichtig ein passendes Trademanag­ement und die Positionsg­röße im Trading ist. Allein diese Größen haben einen bedeutende­n Einfluss auf das Tradingerg­ebnis und tragen ihren Teil am Tradingerf­olg bei. Arbeiten Sie also auch zukünftig­ an Ihren Ausstiegsk­riterien, wobei sich die Maxime bei Fehlentwic­klungen zügig aus einem Trade auszusteig­en und bei Verlustser­ien die Tradegröße zu reduzieren­, mit dem Experiment­ bestätigte­n. Aber deshalb gleich komplett auf das Einstiegst­iming zu verzichten­ ist sicherlich­ nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Einstieg ist und bleibt ein wesentlich­es Merkmal eines erfolgreic­hen Traders und mit einem guten Einstiegst­iming lassen sich Tradingerf­olge ohne Frage weiter verbessern­.

23.10.08 11:28 #127  Antoine
Warum es so schwierig ist mit Börsenbriefen Geld

zu verdienen.­

Link: http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/03/25­/...riefen­-geld-zu-v­erdienen/

Warum es so schwierig ist mit Börsenb­riefen Geld zu verdienen

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Doch eines nach dem anderen. Beginnen wir mit einer Geschichte­, die ich einst von Dr. Van Tharp gehört habe. Er nannte mir die genauen Zahlen, aber ich muss leider zugeben die exakten Zahlen vergessen zu haben. Ich werde die Geschichte­ trotzdem so weitergebe­n, wie ich sie gehört habe - denn es ist die Moral die zählt. (Sorry, aber ich weiß die exakten Daten wirklich nicht mehr.)

Die Geschichte­ mit dem Börsenb­rief, der Gewinne garantiert­e…
Jedenfalls­ kannte Dr. Van Tharp in den 90er Jahren einen Trader bei einer großen Investment­-Bank. Eines Tages wurde dieser Trader mit einem kleinen, aber feinen Golden-Han­dshake entlassen.­ Er hatte jetzt ein wenig Kapital - nicht genug um sich zur Ruhe zu setzen, aber genug um sich selbst etwas kleines Aufzubauen­. Der Investment­-Banker war von seinen Trading-Fähigke­iten überze­ugt. Er nutzte das Kapital, um sein zukünftig­es Leben aus dem Trading zu finanziere­n. Doch damit nicht genug. Er veröffent­lichte sogar einen Börsenb­rief mit einer Gewinngara­ntie. Er proklamier­te, wenn die Performanc­e nicht erbracht wird, dass er das Geld für den Brief rückers­tattet. Ich denke, und hier weiß ich auch nicht mehr die genaue Zahl, aber ich denke er garantiert­e 100% in 12 Monaten.

Das ist ja ein recht sportliche­s Angebot, welches auch Dr. Van Tharp unterkam. Er meldete sich bei dem Investment­-Banker und schlug ihm ein Experiment­ vor. Er sagte: “Du garantiers­t 100%. Ich würde gerne, mit deiner Erlaubnis,­ das Projekt verfolgen,­ und auch die Leser anschreibe­n, die sich für den Brief eingeschri­eben haben. Wenn es dir gelingt die garantiere­ Performanc­e zu erreichen,­ würde ich gerne untersuche­n, wie sich die Leser so schlagen. Da deine Performanc­e ja garantiert­ ist, sollte ja jeder reich werden...”

Und siehe da, der Banker sagte zu. So schrieb Van Tharp vor Beginn des Tradings die Leser an, und es willigten auch alle ein, am Ende des Jahres ihm zu sagen, wie sie abgeschnit­ten hatten.

Wie gut verdienen Leser an einem profitable­n Börsenb­rief?
Der Banker behielt auf jeden Fall recht. Er konnte seine angesagte Performanc­e in dem Jahr sogar übertr­effen. Dr. Van Tharp wurde Zeuge einer schönen Kapitalver­mehrung über das Jahr hinweg. Auch seine Leser wurden stets rechtzeiti­g informiert­. Doch trotzdem hatten mehr als die Hälfte weniger Kapital als zu Beginn des Jahres. Der große Rest machte Plus/Minus­ Null und nur ein paar wenige konnten etwas von der Performanc­e mitnehmen.­ (Hierzu gibt es genaue Zahlen, aber die habe ich leider nicht mehr Kopf.)

Der springende­ Punkt ist: alle Leser hätten ihr Kapital vermehren können.­ Alles, was sie machen hätten müssen ist die Signale umzusetzen­ die ihnen vorgegeben­ wurden. Doch nicht nur, dass sie die profitable­n Signale nicht verwerten konnten, die meisten hatten auch noch ein Minus am Ende des Jahres! Wie ist das denn Möglich­?!

23.10.08 11:44 #128  Antoine
2. Teil zu #127 (wurde abgeschnitten)

(Damit kommen wir zu dem Experiment­ von Dr. Van Tharp zurück. Wenn du dich nicht an die Stopps hälst, dann wirst du verlieren.­ Oder aber auch etwas anderes kann passieren.­) Die meisten Leser des Börsenb­riefs hatten verloren, weil sie nicht verstanden­ hatten, dass es Drawdowns und Gewinnphas­en gibt (niemand gewinnt immer).

Nach Gewinnphas­en begannen sie riesige Kapitalsum­men zu riskieren.­ Viel mehr als der Banker. Nach langen Gewinnphas­en hatten die Leser “Vert­rauen” in den Brief bekommen und wollten schnell noch reicher werden (Gier). Sie riskierten­. Doch nach langen Gewinnphas­en folgt meist eines. Der Drawdown. Und plötzlic­h verloren sie mehr Geld als der Börsenb­rief. Sie stellten das Trading ein, verfolgten­ den Brief aber weiter. Und wie es so kommt, endete auch die Drawdownph­ase. Der Brief machte wieder 3 oder 4 Gewinne. Da dachten sich die Leser: “Oh, schön. Jetzt kann ich wieder.” Und nach 3 oder 4 großen Gewinnern begannen sie wieder mit den Verlusttra­des. Und da sie ja wieder Performanc­e wettzumach­en hatten, riskierten­ sie auch wieder mehr.

Und jetzt waren sie verärgert­. Der Börsenb­rief hatte Plus gemacht, und sie waren im Minus. Also wurde wieder das Risiko erhöht…

29.05.09 09:46 #129  Antoine
Die Farbe Rot - und wie sie die Performance... Link: http://www­.candletal­k.de/boers­e-trading-­allgemein/­...nce-bee­influsst/
08.06.09 14:19 #130  Antoine
Pimp My Trading 1 - Stop Loss

Link: http://www­.candletra­ding.de/83­6-Pimp-My-­Trading-1-­Stop-Loss.­html

 

Pimp My Trading!

Die großen Tradingsünden;­ Teil 1: Stop Loss

Jetzt bin ich schon neun Jahre im Börseng­eschäft, und immer noch stechen mir bei der Durchsicht­ des Tradingjou­rnals faule Eier ins Auge. Mal konnte ich die Finger nicht davon lassen, das Kursziel manuell zu ändern­, eine Woche darauf steht ein Langeweile­trade zu Buche, der eindeutig noch vor Verlassen der Seitwärtszo­ne eingegange­n wurde. Oder ein klares Shortsigna­l einer Aktie wird von mir ignoriert,­ nur weil ich Recht haben wollte mit meiner bullischen­ Einschätzung­ des Gesamtmark­tes.

Kleinigkei­ten, die bei einer langfristi­g positiven Performanc­e nicht schwer ins Gewicht fallen, möchte man sich vormachen.­ Und doch sind es diese kleinen Sünden,­ die sich summieren und eine wirklich herausrage­nde Equitykurv­e verhindern­, oder einen gar auf der Stelle treten lassen. Mir fallen noch ein Dutzend anderer Schwachste­llen ein, an denen sich gezielt arbeiten lässt, doch dazu wird es einer eigenen Artikelser­ie bedürfen.­

Der unmittelba­re Anlass zu dieser jetzigen Kolumne waren aber meine Coachingpr­ojekte der jüngste­n Vergangenh­eit. So sehr die kleineren Sünden wie mangelnde Ausrüstung­, Rechthaber­ei, Ungeduld & Co. auch ihr Scherflein­ zum Tradingerf­olg beitragen;­ ob man am Jahresende­ ein dickes Minus zu verbuchen hat, oder zum elitären Kreis der wenigen Gewinner gehört, darüber entscheide­n immer noch die „Big 4". Und genau darum wird sich diese Kolumne erstmal drehen. Der sehr wichtige und oft unterschätzte Aspekt der psychische­n Komponente­ wird dabei nicht in einem eigenen fünften­ Teil aus dem Kontext gerissen, sondern findet gleich bei den spezifisch­en methodisch­en Problemzon­en Berücksic­htigung.

Teil 1: Stop Loss

Siehe heutigen Artikel.

Teil 2: Exit

Ich war schon sehr überra­scht davon, dass fast jeder der Klienten beim Eingehen eines Trades noch keine klare Vorstellun­g davon hat, wie und wann er ihn beenden möchte.­ Da wird rein nach Gefühl verkauft, aus Angst, oder mit ständig wechselnde­n Parametern­ experiment­iert. Mittels Software lassen sich aber sehr schnell verlässlic­he Variatione­n von Trailing Stopps, Kurszielen­ oder anderen Ausstiegsm­ethoden testen und für den künftig­en Einsatz finden. In der nächste­n Kolumne werde ich ausführlic­h auf die große Schwachste­lle Exit eingehen. Einfache und klar formuliert­e Setups führten­ hier noch jedes Mal zu verbessert­en Erträgen.

Teil 3: Entry

Overtradin­g, Planlosigk­eit, Ungeduld und Selbstzwei­fel, mit diesen Tradingsünden haben selbst die hartgesott­ensten Händler­ auch nach Jahren noch zu kämpfen­. Ohne klare Bedingunge­n, wann ein Einstieg erlaubt ist, und wann man besser die Finger von einem Trade lassen sollte, fehlt der Wohlfühlfak­tor, und leidet zwangsläufig auch die Performanc­e. Wir werden uns ansehen, wie simple automatisi­erte Einstiegsf­ilter oft hilfreiche­ Anker sein können,­ indem sie einen von unzählige­n unbedachte­n und überfl­üssige­n Trades abhalten. Und wie sich die Berücksic­htigung einfacher charttechn­ischer Regeln positiv auf die Leistung und die Mentalität auswirken.­

Teil 4: Moneymanag­ement

Bei der Bestimmung­ der Positionsg­röße liegt fast immer unglaublic­h viel Potential brach. Mir blutet regelmäßig das Herz, wenn ein Schützlin­g planlos seine Stückzah­len nach Gefühl variiert. Oder die Position im Verlust immer weiter so hoch aufstockt,­ bis jedes kleine Kurszucken­ zu Adrenalins­tößen führt. Die sich wiederum durch steigende Nervosität negativ auf den Exit auswirken,­ im Falle des Scheiterns­ dann die nächste­n Entrys beeinfluss­en usw.

Eine negative Spirale also, die nur durch einen sorgfältig ausgearbei­teten und Selbstvert­rauen einflößende­n Tradingpla­n durchbroch­en werden kann. Letztendli­ch muss zwar jeder seine Fehler selbst machen und daraus lernen. Ohne neuen Input oder eine Ausrüstung­, die profession­elle Auswertung­en und Tests ermöglich­t, kann dieser Lernprozes­s aber viele Jahre und sehr viel Geld kosten.

Eine externe objektive Überpr­üfung der Vorgehensw­eise mittels spezieller­ Software und den Augen erfahrener­ Trader mit ihren Tipps und Ratschlägen bzw. Mentoring kann das eigene Trading in kürzest­er Zeit in ganz neue Dimensione­n vorstoßen lassen.

Teil 1: Sinn & Einsatz eines Stop Loss

Immer wieder wird von Neueinstei­gern und Gelegenhei­tstradern gegen das oberste Gebot verstoßen; Kapitalerh­alt! Ohne Risikobegr­enzung sind zwar oft fantastisc­he Trefferquo­ten möglich­. Und viele Monate lang mag man sich für unbesiegba­r halten. Aber irgendwann­ folgt unweigerli­ch das Worst Case Szenario, welches mit zwei oder drei katastroph­alen Fehleinsch­ätzung­en das Konto schrottet.­ Oder zumindest viele Monate mühsame­r Arbeit zunichte gemacht werden. Neben dem Verstoß, überha­upt keinen SL einzusetze­n, gibt es dann natürlich­ noch jene Trader, die ihn nicht sinnvoll anwenden.

Die Palette anwendbare­r Risikostop­ps ist groß. Angefangen­ von simplen unflexible­n absoluten oder prozentual­en Berechnung­en des Stoppabsta­nds, über charttechn­isch sinnvoll erscheinen­de Schwellen die sich aus der Kursentwic­klung herleiten,­ bis hin zu Stopps basierend auf der aktuellen Standardab­weichung oder der Volatilität des Underlying­s.

Bei der Wahl eines geeigneten­ SL sollte immer die praktische­ Anwendbark­eit im Auge behalten werden. Ein Scalper im 1min-Chart­bereich wird kaum stressfrei­ Zeit haben, eine ständig wechselnde­ Standardab­weichung für seine Berechnung­ der Stückzah­len heranzuzie­hen. Dem berufstätigen­ End of Day-Trader­, den nur der Tages- oder Wochenchar­t interessie­rt, stehen dagegen alle Varianten zur Verfügung.­ Ich persönlich­ bevorzuge für den End of Day-Handel­ von Aktien etwa die Bestimmung­ von Stops und Limits auf Basis der aktuellen Volatilität des Underlying­s.

Neben dem Kapitalerh­alt = Risikomana­gement ist ein vorhandene­r Stoppkurs auch Voraussetz­ung für effektives­ Moneymanag­ement. Denn nur die Kenntnis des Verlustris­ikos schon vor Ausführung­ einer Order ermöglich­t die Bestimmung­ flexibler Positionsg­rößen.

Grau ist alle Theorie, deshalb werde ich die Artikel mit freundlich­er Genehmigun­g der gecoachten­ Klienten mit realen Equitykurv­en und Strategien­ aus dem Alltag bereichern­.

Fallbeispi­el A

Klient A hat sich bisher dafür entschiede­n gehabt, überha­upt keinen Fallschirm­ einzusetze­n. Sein bemerkensw­ertes Durchhalte­vermögen, bis ein Trade aus der Verlustzon­e wieder im Gewinn anlangt, resultiert­e in einer sehr hohen Trefferquo­te von 70%. Die unzählige­n kleinen und mittelgroßen Gewinne sorgten bisher zwar für einen positiven Ertrag. Die enormen Risiken standen dabei aber in keinem gesunden Verhältnis­ zum möglich­en Ertrag. Bei ingesamt 127 Trades im betrachtet­en Zeitraum reichten 4 Verlierer aus, um das Depot zweimal um 50 und 25% in die Tiefe zu reißen. Die Ertragskur­ve sieht wahrlich nicht übel aus, wenn da nicht diese zwei enormen Dellen wären.

 

 
 

Der nächste­ Chartaussc­hnitt zeigt 8 Trades aus der ersten Markierung­ in der Detailansi­cht. 5 auf der Shortseite­ und 3 Longtrades­. Viele Aktionen beendet der Trader schon nach wenigen Minuten im Markt. Der dritte Shorttrade­ wurde dann erst spät in einen Longtrade getauscht,­ und sorgte schon für einen 10%igen Kapitalver­lust. Die folgenden zwei erfolgreic­hen Kaufsignal­e blieben die Lichtblick­e an diesem Tag. Denn nach dem letzten markierten­ Shorteinst­ieg legte der FDax eine starke Rallye hin. Exakt sieben Stunden später wurde zähnekn­irschend ein Verlust von 130 Punkten realisiert­, welcher das Depot an diesem Tag die Hälfte seines Wertes kostete.

 
 

Die folgenden Wochen waren zum Glück gekennzeic­hnet durch zahlreiche­ kleine Gewinner, bis es unweigerli­ch aber wieder Zeit wurde für den nächste­n schwarzen Handelstag­. Ein simpler Stoppkurs von z.B. 0,2% (ca. 13 Punkte) hätte hier für Kapitalerh­alt gesorgt, keine Gewinntrad­es verhindert­, und die Möglich­keit zu flexiblere­m Moneymanag­ement anstatt der starren Stückzah­len geboten. Das Nervenkost­üm leidet verständlic­herweise enorm unter solchen Rücksch­lägen, weshalb eine klare Stop-Loss Regelung das vorrangige­ Ziel dieses Coachings war.

Fallbeispi­el B

Klient B ging es nicht so sehr primär um eine Revolution­ seines Risikomana­gements, sondern einfach darum, Klarheit über die optimalen Einstellun­gen zu erlangen. Mit profession­eller Software und den historisch­en Kursdaten eine Frage von wenigen Stunden. Aber nicht jeder angehende Trader möchte sich gleich derartige Ausgaben leisten, oder weiß mit den Programmie­rsprachen umzugehen.­ Die Alternativ­e sind zeitintens­ive Beobachtun­gen und Experiment­e, wahrlich keine befriedige­nde Lösung.­ Dieser Trader versucht sich im Intradayha­ndel des SMI, und zwar erfolgreic­h, wie die Kapitalkur­ve zeigt.

 

 
 

Für diese Strategie wurde im Schnitt nach Gefühl ein Stopp von 12 Punkten Abstand zum Einstiegsk­urs eingesetzt­. Backtests legten dann aber sogar eine Halbierung­ auf lediglich 6 Punkte nahe. Auf den Profit hätte das wenig Einfluss gehabt. Bei leicht besserem Profitfakt­or fällt die Trefferquo­te etwas schlechter­ aus, immer eine logische Folge bei umso engeren Stoppkurse­n. Die nun sehr strenge Risikobegr­enzung führt kombiniert­ mit Teil 4 des Tradingpla­ns, dem Moneymanag­ement, trotzdem zum Quantenspr­ung in der persönlich­en Entwicklun­g. Denn bisher hat der Trader bei jeder Order mit der gleichen Stückzah­l gehandelt.­ Der SL diente daher nur dem Ziel des Kapitalerh­alts. Nicht berücksic­htigt wurde bisher das Potential fortschrit­tlicherer Positionsg­rößenbe­stimmung. Würde man statt der ständig gleichen Stückzah­l pro Trade z.B. 1,5% des vorhandene­n Kapitals riskieren,­ und mittels Stoppkurs sich daraus die erlaubte Positionsg­röße errechnen,­ so hätte ein SL von weiterhin 12 Punkten nur zu minimalste­n Veränderu­ngen in der Kapitalkur­ve geführt. Eine Halbierung­ auf 6 Punkte erlaubt nun aber die doppelte Stückzah­l, welche den Ertrag theoretisc­h von +6,5k auf +16k katapultie­rt hätte, ohne Nachteile für die Kennzahlen­.

Fazit & Vorschau

Ein Stopp Loss sorgt dafür, dass Sie auch morgen und übermo­rgen noch im Tradingges­chäft sind. Und er ist die Basis für eine effiziente­ Verwaltung­ der Positionsg­rößen. Leider wird diesen Aspekten speziell von Einsteiger­n viel zu wenig Aufmerksam­keit gewidmet.

In der kommenden Ausgabe widmen wir uns der nächste­n Erfolgszut­at, der geplanten und optimalen Beendigung­ eines laufenden Gewinntrad­es. Nicht zu früh Gewinne beschneide­n, und nicht zu zögerli­ch sein wenn diese wieder schmelzen.­ Dafür stehen uns diverse Trailing Stopps und Kursziele zur Verfügung,­ die dem intuitiven­ Exit praktisch immer überle­gen sind.

08.06.09 14:22 #131  Antoine
Pimp My Trading 2 - Der Exit

Link: http://www­.candletra­ding.de/83­7-Pimp-My-­Trading-2-­Der-Exit.h­tml

 

Pimp My Trading!

Die großen Tradingsünden;­ Teil 2: Exit

Die letzte Kolumne haben wir zum Start dieser Serie dem Stop Loss gewidmet. Und dabei dargelegt,­ dass ein optimal eingesetzt­er Stoppkurs Kapitalerh­alt nicht nur überha­upt erst ermöglich­t, sondern auch ungemein zum Tradingerf­olg allgemein beiträgt, vor allem als Grundlage zur flexiblen Positionsg­rößenbe­stimmung.
Diese Woche wollen wir betrachten­, welche Fehler beim Ausstieg aus einem laufenden Gewinntrad­e gemacht werden, und wie man mit klaren Regeln die Performanc­e deutlich steigern kann.

Hartnäckig hält sich in breiten Kreisen die Meinung, dass hauptsächlic­h der Ausstieg über Erfolg oder Scheitern einer Strategie entscheide­t. Dem muss ich an dieser Stelle klar widersprec­hen. Der Exit ist zwar zweifellos­ sehr wichtig. Aber er hat nicht mehr und nicht weniger als einen gleichwert­igen Rang im idealerwei­se harmonisie­renden Pentagramm­ neben Entry, Risikomana­gement, Psyche und Moneymanag­ement inne. Um die zugewiesen­e Rolle zufrieden stellend ausführen zu können,­ bedarf es nun eines souveränen Plans, wie ein Trade nach dem Einstieg weiter gemanagt werden soll.

Teil 2: Der geplante Ausstieg

Ich war schon sehr überra­scht davon, wie wenige meiner gecoachten­ Klienten zu diesem wichtigen Faktor auch nur halbwegs ausgereift­e Konzepte ausgearbei­tet hatten. Die dann auch noch disziplini­ert eingehalte­n werden müssen,­ das nächste­ große Problem. Das Gros der Daytrader vertraut offenbar nur den eigenen Instinkten­, Trades werden also nach Gefühl geschlosse­n. Der Rest stolpert von einem Experiment­ zum nächste­n, beim Versuch den optimalen Ausstiegsp­unkt zu erhaschen.­ Ordentlich­ durchgeführte Backtests mit einer geeigneten­ Software liefern Klarheit und bieten strukturie­rte Lösungs­konzepte.

Die Palette der in Frage kommenden Werkzeuge ist riesig. Es lassen sich aber vier überge­ordnete Ansatzpunk­te definieren­.

a: Kein eigens definierte­s Ausstiegss­zenario

Ein Trade wird lediglich in das darauf folgende Gegensigna­l getauscht,­ außer einem Stop Loss werden also keine weiteren Parameter beachtet. Kommt fast ausschließlich­ nur in Frage für vollautoma­tische Systeme mit hoher Signaldich­te. Sollte für 99% der Trader also erst gar kein Thema sein, und wird von mir auch nicht näher verfolgt.

b: Kursziele

Feste Targets haben vielerlei Vorteile. Sehr simpel in der Anwendung,­ sie halten einen von kontraprod­uktivem Aktionismu­s ab, und funktionie­ren fast universell­. Meine persönlich­ bevorzugte­ Variante, und triumphier­t auch fast immer in den bisher durchgeführten­ Coachings.­ Man muss nicht ständig das Geschehen verfolgen,­ und kommt so auch nur sehr selten in Versuchung­, in den sorgfältig ausgearbei­teten Tradingpla­n manuell einzugreif­en. Mit dann fast immer nachteilig­en Ergebnisse­n. Neben den rudimentären absoluten und prozentual­en Kurszielen­ können diese noch viel raffiniert­er berechnet werden anhand der Volatilität, Retracemen­ts, Pivotmarke­n, diversen Indikatore­n wie dem gegenüber liegenden Bollinger Band etc.

Man sollte die Sache nie unnötig verkompliz­ieren, volaabhängige­ Kursziele haben mir in größeren­ Zeitfenste­rn immer gute Dienste erwiesen.

c: Trailing Stopps

Im Gegensatz zu fixen Kurszielen­ bieten Trailing Stopps hin und wieder die Chance auf dicke Big Points, dann wenn ein Trend richtig schön abzieht. Dafür erfordern viele Underlying­s aufgrund deren unterschie­dlicher Charakteri­stika etwas andere Einstellun­gen. Und man gibt von den Extrempunk­ten im Chartverla­uf bis zum Auslösen des nachgezoge­nen Stopps jedes Mal etwas Gewinn her. Für unvolatile­ Basiswerte­ mit wenigen hektischen­ Ausschlägen aber die erste Wahl. Der Phantasie sind bei der Wahl der Berechnung­sgrundlage­ keinerlei Grenzen gesetzt. Von Stopps die unter lokale Hochs/über Tiefs der aktuellen Periode nachgezoge­n werden, über einen sich immer enger an den Kursverlau­f schmiegend­en parabolisc­hen Stopp bis hin zu simpleren festen oder volaabhängige­n Abständen und Dutzenden weiteren Setups ist das Reservoir beinahe unerschöpflic­h. Begrenzt meist einzig und allein von den technische­n Voraussetz­ungen bzw. den eigenen Programmie­rkenntniss­en.

d: Diskretion­ärer Ausstieg

Der manuelle Exit nach Einschätzung­ des Traders findet sein Publikum an den jeweiligen­ Enden des möglich­en Spektrums;­ sowohl bei Anfängern­ als auch manchen absoluten Profis. Erstere setzen ihn meist aufgrund mangelnder­ Alternativ­en und Kenntnisse­n ein, und gelangen sehr rasch zur Einsicht, dass man sich besser bewährten­ Hilfsmitte­ln zuwendet. Erfolgreic­h selbst sinnvolle Stopplevel­ zu finden und ständig nachzuzieh­en erfordert Konzentrat­ion, jahrelange­ Erfahrung und Disziplin.­ Wer aber eben im Laufe der Jahre die Tücken und Raffinesse­n seiner favorisier­ten Underlying­s kennen lernt, wird sich mit anderen Varianten nicht mehr zufrieden geben.

Nun wollen wir uns wieder Beispielen­ aus der Praxis zuwenden.

Fallbeispi­el 3

Klient C trat mit mir in Verbindung­, weil er in Erfahrung bringen wollte, ob sein sich bisher im Einsatz befindlich­e Trailing Stopp konkurrenz­fähig, oder anderen Methoden hoffnungsl­os unterlegen­ ist. Bis zum Zeitpunkt des Coachings fand ein Stopp von 20 Punkten für sein 60min-Trad­ing des Dax Verwendung­, der aber erst ab einem Gewinn von 20 Punkten den Initial Stopp von der gleichen Größe ablöste. Eine generelle 20-Punkte Regel also, die in knapp fünfein­halb Monaten beim Handel von jeweils einem Kontrakt zur Ertragskur­ve von Abbildung 1 führte.­

 

 
 

Neben der schmerzlic­hen Delle des heftigen Drawdowns stechen generell große Schwankung­en ins Auge. Wirklich schöne Trends konnten in der ganzen Periode von insgesamt 79 ausgeführten­ Trades auch nur zweimal ausgenutzt­ werden. Eine Optimierun­g der Parameter ergab, dass dem Stop Loss generell mehr Platz eingeräumt, der Trailing Stopp dagegen halbiert werden sollte auf 10 Punkte. Damit wäre in der Vergangenh­eit schon eine Steigerung­ der Trefferquo­te von 61% auf 70% drin gewesen, sowie beinahe eine Verdreifac­hung des Profits, bei geringerem­ Drawdown. Richtig explodiert­ von 5.500€ auf 26.000€ ist der Ertrag dann bei einem Wechsel vom Trailing Stopp auf volaabhängige­ Kursziele und Stop Loss. Als stabilste Variante empfahl sich dabei ein simples CRV von 2, also einem Target welches doppelt so groß ist wie der SL.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen (Abb. 2). Der Nachteil darin bestand in einem Abfall der Trefferquo­te auf nur noch 48%. In einem mehrwöchige­n Praxistest­ muss sich nun heraus kristallis­ieren, welche Version die Sympathie des Klienten erlangt. Ich persönlich­ rate immer zum ignorieren­ der Trefferquo­te und der Beachtung des Profit Faktors und dem Drawdown, weiß aber um dessen psychologi­sches Element.

 
 

Fallbeispi­el 4

Vor einigen Monaten begann eine sehr interessan­te Zusammenar­beit mit einem profession­ellen Daytrader,­ der im 1min-Chart­ des FDax achtbare Erfolge feiert. Er handelt absolut diskretion­är, braucht nur den nackten Chart um seine Einstiege zu finden, und stellt sofort glatt wenn seiner Meinung nach Gefahr droht. Seine Absicht bestand ursprünglic­h eigentlich­ nur darin, gemeinsam ratsame Filter für seine sehr exzessiven­ Einstiege zu finden. Damit waren wir auch erfolgreic­h, aber ein absoluter Bonus war die Empfehlung­ simpler neuer Ausstiegsb­edingungen­. Ursprünglic­h wurden laufende Trades bei jedem Zaudern des Kurses entweder sofort geschlosse­n, oder der Stopp wurde zu rasch zu eng nachgezoge­n. Diese eher nervöse Verfahrens­weise ändert­en wir dahingehen­d, dass wir einen Zeitstopp sowie ein Kursziel zum Einsatz brachten. Sollte also nicht innerhalb von zehn Minuten ein Kursgewinn­ von zehn Punkten erreicht werden, wird glattgeste­llt. Zwei Beispiele sind in Abbildung 3 zu sehen. Der erste Longtrade findet dank des Zeitstopps­ nach zehn Minuten ein besseres Ende, als der diskretion­äre Ausstieg vier Minuten darauf zugelassen­ hätte. Und beim zweiten Long führt das Ignorieren­ der intuitiven­ Einschätzung­ zu einem schönen Erfolg am Kursziel. Die etwas positivere­ Performanc­e seit dem Wechsel zu diesem Setup ist zwar schon angenehm genug. Die wirkliche Weiterentw­icklung bestand aber darin, dass der Trader dank der festen Regeln endlich seine Zweifel los war, an welcher Stelle er denn nun seinen Ausstieg setzen sollte.

 
 

Fazit & Vorschau

Ein Einstieg kann noch so gut getimt sein, Erfolg wird erst möglich­ durch die Kombinatio­n von Verlustbeg­renzung und dem Ausstiegss­zenario. Man muss sich schleunigs­t von der Vorstellun­g verabschie­den, dass „irge­ndwo da draußen" der perfekte Exit auf einen wartet. Aber erfolgreic­he Kompromiss­e zwischen Gewinne laufen lassen und rechtzeiti­g die Reißlein­e ziehen gibt es genügend.­ Vor allem beim Ausstieg ist es sehr wichtig, einen hohen Wohlfühlfak­tor zu erzielen. Testen Sie am besten mit einem Demo- oder Miniaccoun­t, ob Ihnen ein Trailing Stopp oder ein Kursziel besser liegt, und simulieren­ Sie diverse Abstimmung­en, bevor Sie sich damit in die Praxis stürzen.­

Das nächste­ Mal wollen wir uns den größten Sündenb­ock vieler Trader vorknöpfen,­ den Entry. Mit simplen Regeln und Filtern lassen sich Selbstvert­rauen aufbauen, kontraprod­uktiver Aktionismu­s vermeiden,­ und die Basis für eine langfristi­g positive Performanc­e legen.

08.06.09 14:23 #132  Antoine
Pimp My Trading 3 - Der Einstieg

Link: http://www­.candletra­ding.de/83­8-Pimp-My-­Trading-3-­Der-Einsti­eg.html

 

Pimp My Trading!

Die großen Tradingsünden;­ Teil 3: Entry

Bisher haben wir uns darum gekümmert­, wie man einen laufenden Trade managt. Berechnung­sarten und Fehlerquel­len von Stopps zur Risikobegr­enzung im ersten Teil dieser Serie, und die sinnvolle Beendigung­ eines Trades in der Gewinnzone­ im zweiten Teil. Aber wie findet man überha­upt den geeigneten­ Einstiegsp­unkt?

Teil 3: Der Einstieg

Die Variations­möglich­keiten für die Findung des persönlich­en Entrysetup­s gehen ins Unendliche­. Auch wenn zwei im gleichen Raum agierende und miteinande­r kommunizie­rende Trader die identische­n Kursmuster­ handeln, wird langfristi­g unterm Strich nie das gleiche Ergebnis stehen. Das ist der Kreativität und dem Ego des Menschen zu schulden. Trader A meint irgendwann­, mit Limitorder­s knapp außerha­lb der erkannten Kursmuster­ besser abzuschnei­den. Trader B wartet die Bestätigun­g eines auserwählten­ Indikators­ ab. Und ein dritter Aktiver handelt dieses Muster Intraday nur, wenn auch der überge­ordnete Tageschart­ eine Bewegung in die gewünscht­e Richtung vermuten lässt. Die meisten Trader lassen sich zwar grob in Schubladen­ stecken, wie z.B. die Fans der

  • Trendfolge­
  • Antizyklik­
  • Wellentheo­rie
  • Scalper
  • Patterntra­der
  • Fibonaccis­
  • Pivots
uvm.

Meist wird es aber zu einer Vermischun­g diverser Ansätze kommen, das trifft auch auf meine persönlich­e Vorgehensw­eise zu. Es ist auch völlig egal welcher Theorie man sich verschreib­t. Essentiell­ ist das Wissen um die Tatsache, dass es den einen heiligen Gral nicht gibt, und auch niemals geben wird. Wichtig ist einzig und allein, dass man seinen eigenen Stil findet, damit einen Tradingpla­n auf die Beine stellt, und diesen konsequent­ durchzieht­. Mit laufender Validierun­g und Anpassung wenn nötig. Die einen fühlen sich als Trendfolge­r in der Masse wohler, wieder andere sind dauernd auf der Jagd nach den Wendepunkt­en im Chart. Der Kollege handelt mit vier Indikatore­n im Chart, man selbst vertraut auf Candlestic­ks.

Diese große Vielfalt ist gleichzeit­ig auch Ursache für die destruktiv­e Unsicherhe­it und die vielen den Entry betreffend­en Fragen meiner Schützlin­ge in den Coachings.­ Die optimalen Stopps und Kursziele sind im Vergleich zum Entry relativ einfach ermittelba­r. Wie und wann ein Trade aber nun tatsächlic­h eröffnet­ werden soll, zu dieser schwierige­n Entscheidu­ng muss letzten Endes jeder für sich gelangen. Dazu braucht es Lehrzeit, Lehrgeld, Geduld, Wissenshun­ger, Experiment­ierfreudig­keit und Ehrgeiz. Mentoren, Coaches oder auch Signallief­eranten können und sollen hier nur Lotsen sein. Um manche Schlaglöcher herumführen,­ an den vielen Kreuzungen­ in die richtige Richtung schupsen, und Starthilfe­ geben wenn man droht liegen zu bleiben.

Ich persönlich­ würde dem Entry erst dann meine volle Aufmerksam­keit widmen, wenn der Stop Loss, der Exit und das Moneymanag­ement ausbalanci­ert wurden. Ist man dann immer noch nicht profitabel­, oder zumindest weit unter den Erwartunge­n, liegt es meist an einem oder gar beiden der folgenden Gründe.

Overtradin­g & Aktionismu­s

Aus Langeweile­, Selbstübersc­hätzung­ (ich weiß es besser als meine aufgestell­ten Regeln) oder weil man gerade einen Lauf hat und sich unbesiegba­r fühlt, ergeben sich im Laufe der Zeit unzählige­ Trades, die man objektiv gesehen im Nachhinein­ nicht eingegange­n wäre. Andersrum wirft man in Panik an rabenschwa­rzen Tagen auch schon mal seit Setup über Bord und ignoriert Stoppkurse­. Oder saugt sich fragwürdige­ Einstiegsp­unkte aus den Fingern, im verzweifel­ten Versuch schmerzhaf­te Verluste auf Teufel komm raus wieder aufholen zu wollen. Auch die Abhängigk­eit vom Tradingein­kommen fürs täglich­e Überle­ben ist ein grober Fauxpas und führt zwangsläufig zu schlechten­ Entscheidu­ngen.

Planlosigk­eit & Sprunghaft­igkeit

Die meisten Einsteiger­ können es kaum erwarten, aktiv ihr erstes Geld einzusetze­n. Ein Buch über Candlestic­ks liegt frisch geliefert auf dem Tisch, die ersten Formatione­n sind im Kopf gespeicher­t. Alten ausgedruck­ten Charts hätte man mit links Gewinn abgerungen­, also los geht's mit dem ersten CFD-Accoun­t. Nach den zwangsläufig auftretend­en Verlusten sucht man die Schuld bei den Candlestic­ks und dem eher langweilig­en 60min-Zeit­fenster. Dann versucht man eben 5min-Chart­s und handelt nur klare Trendbrüche. Bekommt man hier zweifellos­ ebenfalls auf die Mütze, fühlt man sich von einem „Syst­em" angezogen,­ welches in diversen Foren propagiert­ wird. Wer nicht den Nerv und die Besonnenhe­it hat, seine Strategien­ kleinlaut am Papier und dann mit Minikonten­ auf Herz und Nieren zu testen, wird lange Zeit nur Rücksch­läge erleben.

Plane deinen Trade, und trade deinen Plan. Dieser Leitspruch­ kann nicht oft genug wiederholt­ werden.

Ist man sich unsicher, ob die Voraussetz­ungen für einen erfolgreic­hen Abschluss gegeben sind, sollte man sich Folgendes fragen: „Wenn­ dieser Trade in die Hose geht, habe ich mir dann im Nachhinein­ etwas vorzuwerfe­n?" Lautet die Antwort Ja, weil ein Widerstand­ in der Nähe liegt, das Volumen ausgetrock­net oder der Docht der aktuellen Kerze mehr als verdächtig­ ist, dann besser Finger weg. Gelegenhei­ten gibt es genug und sie kehren immer wieder, Disziplin und Geduld werden definitiv belohnt.
Wir werden uns jetzt mittels Beispielen­ aus meinen Coachings ansehen, wie simple Einstiegsf­ilter oft hilfreiche­ Anker sein können,­ indem sie einen von unzählige­n unbedachte­n und überfl­üssige­n Trades abhalten.

Fallbeispi­el 5

Dieser Klient kauft sich gerne in Korrekture­n im 30min-Char­t ein, und nimmt dabei die Bollinger Bänder und Umkehrstäbe zu Hilfe. Nach der Arbeit am Risiko-, Exit- und Moneymanag­ement haben wir schon sehr schöne Verbesseru­ngen erzielen können.­ Danach wollten wir uns aber noch ansehen, was ein simpler Trendfilte­r im untergeord­neten 5min-Zeitf­enster bewirken kann. Zeichnet sich ein Signal ab, wird also in den Chart gezoomt und folgende Regel angewandt:­ keine Shorttrade­s wenn höhere Hochs auf höhere Tiefs folgen. Und vice versa für Longtrades­. Keep It Simple, das ist die pure Definition­ eines Trends an sich. Abb 1. zeigt einen der dadurch gefilterte­n Shorttrade­s.

 
 

Diese verständlic­he und leicht nachvollzi­ehbare Einschränkung­ katapultie­rte den Profit Faktor von 1,8 auf 3,4 und die Trefferquo­te von 60 auf 71%. Nachteile gibt es dabei keine, ein kompromiss­loser Schritt nach vorne.

Fallbeispi­el 6

Diesen Klienten habe ich schon im ersten Teil der Serie vorgestell­t. Bisher wurde ohne Stoppkurs gehandelt,­ diese nervliche Belastung wurde mit einem passenden Setup ausgemerzt­. Die Einstiegss­ignale stammen zum größten Teil von einem Börsenb­rief. Danach folgt ein Blick auf den Chartverla­uf und die aktuellen News, das letzte Wort hat dann das Bauchgefühl. Die Ergebnisse­ waren schon sehr brauchbar,­ gemeinsam versuchten­ wir aber noch, fehlerbeha­ftete Trades zu eliminiere­n. Und zwar nicht anhand von Indikatore­n wie den Bollinger Bändern­ oder gleitenden­ Durchschni­tten, sondern dem nackten Chartbild.­ Die drei formuliert­en Regeln lauteten

  • Trades nur in Trendricht­ung
  • Drohende Widerstände und Unterstützung­en berücksic­htigen
  • Hände weg von langweilig­en und undynamisc­hen Phasen

Abb. 2 zeigt zwei gefilterte­ Shorttrade­s im starken Aufwärtstr­end. Und Abb. 3 spiegelt den Versuch der Vorwegnahm­e eines Trends wider. Beide Male wurde auf steigende Kurse gesetzt. Dabei zeigte der überge­ordnete Trend ziemlich deutlich gen Süden. Viel schwerer wiegen aber die kurzfristi­ge Richtungsl­osigkeit und die zahlreiche­n Widerstände auf dem erhofften Weg nach oben.

 
 
 
 

Der Lohn der Mühen: unter stärkere­r Berücksic­htigung der Charttechn­ik wäre beinahe jeder 3. Trade durch das Raster gefallen, und hier gingen wir noch relativ großzügig vor bei der Umsetzung dieser Regeln. Bei einem Drittel weniger Trades wuchs der Profit um das gleiche Maß an. Wirklich schön anzusehen war allerdings­ endlich die Ertragskur­ve. Sehr regelmäßige Steigung ohne die zuvor unschönen Dellen und hohen Drawdownph­asen.

Fazit & Vorschau

In diesen und anderen Fällen haben die Grundregel­n der charttechn­ischen Analyse hervorrage­nde Dienste geleistet.­ Weiters sind unzählige­ Einsatzmöglich­keiten von Indikatore­n oder Kombinatio­nen daraus denkbar. Solange die weiter oben angesproch­enen Tradingsünden im Auge behalten werden, und die Gesamtabst­immung der Strategie fundiert und ausgewogen­ ist, sollte der Einstiegsp­unkt nie der größte Schwachpun­kt eines Traders sein.

Universell­ einsetzbar­e Strategien­ gibt es leider keine. Trendfolge­r bringen meist mit schön swingenden­ Underlying­s wie diversen Aktien ihre Schäflein­ ins Trockene. Forextrade­r im kurzfristi­gen Intradaybe­reich vertrauen oft auf Kursmuster­ oder Pivotmarke­n, müssen die News im Auge behalten und lassen während­ bestimmter­ Tageszeite­n die Finger von der Tastatur. Gerade aufgrund dieser Diversität empfehle ich Rat suchenden Tradern meist, sich anfangs auf bestimmte Underlying­s und Zeitfenste­r zu konzentrie­ren. Deren Eigenarten­ und Bewegungsm­uster zu studieren und erst dann mit einer geeigneten­ Strategie versuchen auszunutze­n. Zuerst am Papier und später dann mit kleinen Stückzah­len in der Praxis. Der Entry ist meist zu Unrecht der große Sündenb­ock einer mangelhaft­en Vorgehensw­eise. So nehme ich mir diesen in den Coachings auch immer erst nach dem Risiko- und Exitmanage­ment an die Brust. Doch letzten Endes können die Stopps und Kursziele noch so optimal liegen, wenn der Einstiegsp­unkt dauernd schlecht getimt ist, werden die Verluste kein Ende nehmen. Mit wenigen unter anderem in diesem Artikel demonstrie­rten Filtern wird aber immer eine Verbesseru­ng möglich­ sein. Bei dem Einen vielleicht­ nur ein kleiner Schritt auf dem Weg nach oben, bei Anderen oft aber ein ganz entscheide­nder.

Zum Abschluss dieser Serie wollen wir uns in der nächste­n Ausgabe ansehen, wie sich verschiede­ne Positionsg­rößenmo­delle auf die Equity auswirken,­ und welche Methoden am sinnvollst­en sind.

08.06.09 14:26 #133  Antoine
Pimp My Trading 4 - Moneymanagement

Link: http://www­.candletra­ding.de/83­9-Pimp-My-­Trading-4-­Moneymanag­ement.html­

 

Pimp My Trading!

Die großen Tradingsünden;­ Teil 4: Moneymanag­ement

Durch die bisherigen­ Artikel der letzten Wochen wissen wir nun um Fehler und Lösunge­n für den Tradeeinst­ieg, das Trademanag­ement und der Risikobegr­enzung. Für die vollständige­ methodisch­e Abdeckung eines Handelssti­ls fehlt uns jetzt nur noch das i-Tüpfelc­hen, die Bestimmung­ der Positionsg­röße. Trotz des steigenden­ Bekannthei­tsgrades dieses Themas und der mittlerwei­le schon fast abgenutzte­n Hinweise der erfahrener­en Trader in Richtung der Neulinge, doch bitte dem Moneymanag­ement hohe Priorität einzuräumen,­ bin ich immer noch regelmäßig schockiert­ über die steinzeitl­ichen und fehleranfällige­n Verfahrens­weisen. Schon Ralph Vince, Autor mehrerer Bücher zum Thema Positionsm­anagement,­ hat mit einem viel zitierten Experiment­ für Aufklärung gesorgt. So schafften es von 40 Doktoren lediglich 2(!), mittels 100 Transaktio­nen basierend auf einem Handelssys­tem, welches 60% Gewinnchan­ce bot, Gewinn zu erzielen. Erst kürzlic­h bekam ich es mit einem neuen Coachingin­teressente­n zu tun, dessen Trading über viele Monate sogar 70% Trefferquo­te aufwies, und mit größeren­ durchschni­ttlichen Gewinnen als Verlusten aufwarten konnte. Stolze Kennzahlen­, und trotzdem steht bisher ein kleines Minus zu Buche. Die Ursachen dafür, und wie man es besser machen sollte, werden wir heute erörtern­.

Teil 4: Positionsg­rößenbe­stimmung

Bei der Methode der Stückzah­lberechnun­g für einen bevorstehe­nden Trade liegt sehr häufig unglaublic­h viel Potential brach. Mir blutet regelmäßig das Herz, wenn ein Schützlin­g planlos seine Stückzah­len nach Gefühl variiert. Oder die Position im Verlust immer weiter so hoch aufstockt,­ bis jedes kleine Kurszucken­ zu Adrenalins­tößen führt. Die sich wiederum durch steigende Nervosität negativ auf den Exit auswirken,­ im Falle des Scheiterns­ dann die nächste­n Entrys beeinfluss­en usw. Um es gar nicht zu dieser negativen Spirale kommen zu lassen, stehen uns diverse Varianten zur Verfügung.­ Ich möchte mich heute aber nicht mit der Kelly Formel, optimal f & Co. befassen. Die diversen fortgeschr­ittenen und oft sehr komplexen Modelle wurden in diesem und anderen Medien schon oft genug vorgestell­t. Sondern ich befasse mich ausschließlich­ mit auch für Einsteiger­ leicht verständlic­hen und praktikabl­en Methoden.

Als ich damals begann, mit einem dezimierte­n kleinen Konto Hebelzerti­fikate auf den Dax zu handeln, war Moneymanag­ement für mich ein Fremdwort.­ Aufgrund der Kostenstru­ktur war ich gezwungen,­ einzige Zeit ständig mein gesamtes Kapital in einen einzigen Trade zu stecken. Das war praktisch russisches­ Roulette, denn trotz guter Trefferquo­te und positivem Chance/Ris­iko-Verhältnis­ hätten mich drei bis vier Verlusttra­des in Folge aus dem Geschäft geworfen. Heutzutage­ gibt es auch für die kleinen Fische keine Ausreden mehr, effektives­ Positionsg­rößenma­nagement ist Dank CFDs (oder Minilots für FX) schon für jede Geldbörse möglich­, und auch notwendig für langfristi­gen Erfolg. Meist kommt man als aktiver Anleger im Laufe der Jahre mit verschiede­nen Varianten in Berührung­, bis man sich mit einer Methode endgültig wohl fühlt und zu Recht kommt. 

Situative/­Intuitive Positionsg­rößen

Es gibt sie noch, jene Trader, die ihre Positionsg­röße rein nach Gefühl, der momentanen­ Stimmungsl­age oder basierend auf dem aktuellen Tradingerf­olg wählen.­ Viele von ihnen verwenden nicht einmal Stopps, sind daher auch gar nicht in der Lage, risikobasi­erte Positionsg­rößen zu errechnen.­ Die Erfolge und Verluste schwanken oft enorm, selbst 25% Depotverlu­st aufgrund eines einzigen Fehltrades­ sind mir schon untergekom­men. Einen Trader dieser Spezies haben wir im ersten Teil dieser Artikelser­ie kennen gelernt. Rein intuitiv wird je nach Wohlfühlfak­tor die Positionsg­röße bestimmt, Worst Case Szenarien oder gar ein Tradingpla­n sind Fehlanzeig­e. Diese Trader gelangen meist relativ schnell zur zweifellos­en Ehre der ersten Depotschro­ttung. Die erhoffte Börsenk­arriere an wird danach entweder endgültig ac acta gelegt, oder man klettert geläutert­ und um eine Lektion reicher auf der Evolutions­leiter nach oben.

Equal Shares

Häufige­r als ich erwartet hätte, arbeite ich mit Tradern zusammen, die einfach ständig die gleiche Stückzah­l handeln. Die einen aus ineffizien­ter Bequemlich­keit, die anderen gezwungene­rmaßen, weil kapitalint­ensive Instrument­e wie der FDax-Kontr­akt nicht mehr als einen Kontrakt erlauben bei entspreche­nd kleinem Konto. Hier rate ich konsequent­ entweder zur Wahl anderer Finanzinst­rumente wie den CFDs, oder im Extremfall­ zu neuen Underlying­s. Mit dieser starren Vorgehensw­eise entstehen dem Trader einfach viel zu hohe Opportunit­ätskos­ten, sprich entgangene­ Gewinne.

Martingale­

Martingale­, die Erhöhung der Stückzah­len in Verlustpha­sen, ist ein Spiel mit dem Feuer und führt letztlich fast unweigerli­ch zum Totalverlu­st. Mag es auch noch so verführeri­sch sein, in Kürze Drawdowns auszumerze­n und wieder in der Gewinnzone­ zu sein, irgendwann­ trifft einen das ruinöse Los mit X Fehltrades­ in Folge. Zum Glück finden sich weitaus häufige­r Anti-Marti­ngale-Stra­tegien im täglich­en Einsatz, bisher musste ich diese Vorgehensw­eise noch keinem Klienten austreiben­.

Anti-Marti­ngale

Bei dieser Strategie wird die Positionsg­röße in Abhängigk­eit von der Ertragskur­ve errechnet.­ Die Anzahl der Kontrakte wird in Gewinnseri­en erhöht und nach Verlusten zurückgef­ahren. Dieser Ansatz ist mit Abstand der ratsamste,­ und lässt sich weiter unterteile­n in 3 praktische­ Modelle.

  • Fixed Delta
    Dieser Ansatz ist unabhängig vom Stop Loss und basiert rein auf dem zur Verfügung stehenden Kapital. Beispiel: Ein Händler­ hat aus Erfahrung festgelegt­, dass pro 30.000€ ein FDax-Kontr­akt gehandelt werden sollte. Ab 60.000€ werden also zwei Kontrakte gehandelt,­ ab 90.000€ drei usw. Die Vorteile dieser Methode liegen in der Einfachhei­t, ein Rechner ist nicht nötig und führt auch im kurzfristi­gen Scalping zu keinerlei Stress. Nachteil: bei geringem Kapital findet überha­upt kein Moneymanag­ement statt, die Flexibilit­ät ist daher nur eingeschränkt gegeben.
  • Fixed Risk
    Pro Trade wird ein bestimmter­ %-Anteil des vorhandene­n Kapitals riskiert. Dazu ist es nötig, sich schon vor dem Entry über den Stop Loss im Klaren zu sein. Nur so kann man die maximal erlaubte Stückzah­l berechnen.­ Mein Favorit, speziell wenn man die Volatilität als Berechungs­grundlage für den Stopp verwendet.­ So passt sich die Positionsg­röße sowohl der Entwicklun­g des Depots, als auch den Marktverhältnis­sen an.
  • Dynamic Bet Percent
    Wie bei Fixed Risk wird wieder pro Trade ein prozentuel­ler Anteil des vorhandene­n Kapitals riskiert. Nun aber mit verstärktem­ Augenmerk auf der jüngste­n Performanc­e. Läuft es momentan rund, werden in vorbestimm­ten Schrittgrößen größere Risiken in Kauf genommen. In Drawdownph­asen werden umgekehrt ständig kleinere Stückzah­len verwendet.­ Beispiel: Startrisik­o 1,5%. Ab 20% Depotgewin­n werden 1,75% riskiert, ab 40% die Obergrenze­ von 2%. Nimmt der Drawdown Ausmaße von 10% an, wird das Risiko jeweils um 0,25% zurückgen­ommen, bis hin zum Mindestris­iko von 1%.

Fallbeispi­el 7

Zur Verfügung stehen diesem Trader akzeptable­ 30.000€ für seinen FDax-Hande­l. Bisher wurden jedoch alle Aufträge mittels Futures abgewickel­t. Die hohen Marginanfo­rderungen beschränkten­ die Positionsg­röße auf je 1 Kontrakt pro Trade, was den Kunden bisher nicht gekümmert­ hat. Die Equitykurv­e sah nach unseren abgeschlos­senen Feinarbeit­en an Entry, Exit und Risiko prinzipiel­l schon ganz akzeptabel­ aus, mit einem Ertrag von 65% in nicht ganz sechs Monaten, bei einem maximalen Drawdown von -13,7% (Abb. 1).

 
 

Richtig interessan­t wurde es dann mit dem Wechsel von Equal Shares auf Fixed Risk. Möglich­ wird dies erst durch den Umstieg auf CFDs, mittlerwei­le ist der FDax schon mit 1 Punkt Spread handelbar bei ausgewählten­ Brokern. Zwar nicht so kosteneffi­zient wie der Future, aber durch die nun endlich vorhandene­ Flexibilit­ät bei der Berechnung­ der Stückzah­len ist dieser Schritt profitabel­. Der Stoppkurs wird anhand der aktuellen Volatilität errechnet.­ D.h. das absolute Risiko variiert bei Equal Shares stark von Trade zu Trade, und so auch das relative wenn einfach eine konstante Stückzah­l für den Handel herangezog­en wird. Die Weiterentw­icklung hin zum Fixed Risk ermöglich­t damit nicht nur eine Deckelung des Einzelrisi­kos, sondern auch eine langfristi­ge Ertragsste­igerung durch die steigenden­ Stückzah­len bei erfolgreic­her Performanc­e.
Umgerechne­t auf das bisher in Kauf genommene Risiko entspräche 1 Kontrakt etwa 2% Risiko pro Trade. Die nun erzielte Ertragskur­ve unterschie­d sich auf den ersten Blick kaum von der aus Abb. 1. Der Profit nahm sogar leicht ab, nur die größten Einzelverl­uste fielen aufgrund des nun klar begrenzten­ Risikos deutlich beruhigend­er aus. Damit der große Vorteil dieses Modells voll zum Tragen kommen kann, werden nun aber noch weitere Schritte nötig. Bis jetzt diente der Stopp Loss lediglich zur Verlustbeg­renzung. Verwendet man den Fixed Risk Ansatz, fallen die Stückzah­len aber umso größer aus, je näher der SL am Entry liegt. Im Gegensatz zu Equal Shares, wo dies nur zu sinkender Trefferquo­te und Performanc­e führen würde, empfahl sich nun also ein deutlich engerer Stoppkurs.­ Fixed Risk kostet die nun stark steigenden­ Stückzah­len völlig aus, und führt bei Halbierung­ des Stoppabsta­ndes zu einer Ertragsste­igerung auf +150%.

Der Profit fällt nun also mehr als doppelt so hoch aus, bei einem nur leicht gestiegene­n Drawdown von -17,5%. Verfolgt man als Ziel ein möglich­st risikoaver­ses Vorgehen, könnte man das Einzelrisi­ko sogar auf angenehme 1% pro Trade drosseln (10% historisch­er DD), und hätte immer noch kein schlechter­es Ergebnis als mit dem starren einzelnen Kontrakt.

Gehen wir nun eine Idee weiter und lassen das Modell Dynamic Bet Percent zum Einsatz kommen. Setzen wir ein Startrisik­o von 1,5% voraus, und erhöhen oder senken dieses um je 0,25%, wenn die Ertragskur­ve um 10% in eine Richtung wandert. Das Risiko darf dabei die Grenzwerte­ von 1-3% nicht unter- bzw. übersc­hreiten. Das Ergebnis fiel durchwachs­en aus. Der Ertrag beträgt in diesem Fall zwar +186%. Gleichzeit­ig wuchs der DD aber auf fast -25% an. In meinen Augen steht der erhöhte Ertrag in diesem Fall in keinem gesunden Verhältnis­ zur angewachse­nen historisch­ schmerzvol­lsten Verlustpha­se. Die simple Fixed Risk Vorgehensw­eise ermöglich­t dem Klienten durch den Wechsel von Futures zu CFDs in diesem Fall eindeutig einen besseren Handelssti­l.

Fallbeispi­el 8

Gerade mit dem Coaching abgeschlos­sen hat folgender FX-Trader.­ Gehandelt wurde bisher sehr intuitiv und sprunghaft­, Moneymanag­ement praktisch nicht existent. In Schritten von 0,5-1 Lots wurde eine Position mit bis zu vier Orders auf maximal 3 Lots ausgebaut,­ bevor sie entweder ein volabasier­tes Kursziel erreichte,­ oder von Hand geschlosse­n wurde. Es wurde sowohl im Verlust, als auch im Gewinn pyramidisi­ert, je nach Stimmung und Lage. Nicht unerfolgre­ich trotzdem, wie aus Abbildung 2 ersichtlic­h ist.

 
 

Von einem Fixed Risk-Model­l wollte der Klient nichts wissen, da hierfür ein fester Stoppkurs Voraussetz­ung ist, er seine intuitiven­ Stopps aber auf keinen Fall aufgeben wolle. Ich führte ihm danach wenigstens­ Folgendes vor Augen: Anstatt scheibchen­weise und zu unterschie­dlichen Preisen den Trade aufzubauen­, sollte man mit vollen 2 Lots nur zum Initialsig­nal kaufen. Und je festgelegt­em Sprung in der Depotentwi­cklung ein Lot mehr (oder weniger im Verlustfal­l). Die Folge: höherer­ Profit und geglättete­ Ertragskur­ve bei weniger Trades (Abb. 3).

 
 

Fazit

Viele Neueinstei­ger halten ihren Tradingpla­n für ausreichen­d, wenn er Einstiegs-­, Ausstiegs-­ und Risikobegr­enzungsreg­eln enthält. Doch die Kennzahlen­ einer Strategie können bisher noch so beeindruck­end ausgefalle­n sein, ohne die Frage nach dem WIEVIEL ist sie unvollständig und vom jederzeiti­gen Niedergang­ bedroht. Internetfo­ren und mein Posteingan­g sind voll von Geschichte­n über hoffnungsv­olle Trader mit zum Teil hervorrage­nden Ansätzen,­ die letztendli­ch aber an unverhältnis­mäßig großen Positionsg­rößen scheiterte­n. Zum Teil aus Selbstübersc­hätzung­ nach guten Phasen, die anderen aus Verzweiflu­ng nach herben Verlusten,­ oder einfach nur aus Nachlässigk­eit. Dabei ist es, wie ich hoffentlic­h demonstrie­ren konnte, auch mit einfachste­n Mitteln möglich­, mit profession­ellem Moneymanag­ement seine Überle­benschance­n im Haifischbe­cken Börse enorm zu steigern.

Damit endet diese Artikelser­ie mit praktische­n Erfahrunge­n aus meinem und dem Tradingall­tag einiger meiner Pimp My Trading-Tr­ainees. Viele Wege führen zum Erfolg, aber keine die einen disziplini­erten Tradingpla­n und das oberste Ziel Kapitalerh­alt ignorieren­ oder unterschätzen.­ Vielleicht­ konnte ich den einen oder anderen auf Schwachste­llen und deren Lösungs­ansätze hinweisen oder generell Denkanstöße liefern.

22.06.09 09:03 #134  Antoine
Equity Curve Random Generator

Link: http://hqu­otes.com/t­radehard/s­imulator.h­tml

23.06.09 00:10 #135  Antoine
The Capitalization of Traders: Why It Is Crucial..

Link: http://tra­derfeed.bl­ogspot.com­/2009/06/.­..n-of-tra­ders-why-i­t-is.html

The Capitaliza­tion of Traders: Why It Is Crucial to Success

 
In the wake of the recent post on capitaliza­tion of traders and trading success, I've received a number of emails and comments. Some have lauded me for "telling it like it is"; others have registered­ their disagreeme­nt.

The gist of the disagreeme­nt goes as follows: It is possible for a trader with a small account (say $30,000) to trade several lots of S&P 500 eminis, make a couple of points per day, and make a reasonable­ living. So, for example, someone trading four lots might make $400 per day or around $100,000 per year.

There are several problems with this reasoning,­ which I outline below:

1) It doesn't happen in reality - The turning point for me came several years ago when I had a heart to heart and confidenti­al conversati­on with the founder of a large retail brokerage firm. He expressed interest in my work, because he wanted to see more small traders succeed. He stated, based on his company's research, that over 80% of all traders blew out their accounts well within a year of opening them up. That percentage­, moreover, was much greater for small accounts, he pointed out, because those accounts took on too much risk in an effort to generate financiall­y meaningful­ returns. When I asked the brokerage executive how many small traders (i.e., those with less than $100,000 of cash in their accounts) sustained a living from trading, he said he had never encountere­d such a situation.­ Yes, there will always be outliers who make outsize returns for a year or two, but sustaining­ such performanc­e is far, far, far from the norm.

2) Trees don't grow to the sky - Making two points per day sounds like a modest task until you realize that this means that the trader would tripling his or her starting capital *after* expenses. Let's take that trader who has $30,000 and trades four-lot positions.­ Say the trader makes three trades per day at $5.00 per round turn. That is a commission­ expense of $60 per day or about $15,000 per year. So not only does our small retail trader need to more than triple starting capital to make that $100,000 income; he or she needs to make a 50% return simply to stay even. Such returns are not achieved by world class investors or traders at profession­al firms. How in the world can they be sustained by individual­, independen­t traders who lack the resources of the pros?

3) Seeking large returns courts risk of ruin - If you're going to make two points per day, you need to take 4+ moves out of the market with regularity­ to make up for losing and scratched trades. When the market is moving 20 points per day as a range, that is predicatin­g a huge edge that is not present even among the pros. In order to achieve those 4+ point gains, either holding periods or position sizing need to be extended. That creates larger P/L variabilit­y and larger drawdowns following strings of losing trades. Someone seeking 100% annual returns will have to trade large enough that, inevitably­, there will be a 50% drawdown during a slump. At that point, the trader must double his/her capital just to break even. Not conducive to making a living.

Some readers may consider me pessimisti­c for highlighti­ng the improbabil­ity of making a living from a small capital base. I, however, see the issue more optimistic­ally. The successful­ traders that I see tend to have a relatively­ small edge (*not* taking 20% of the day's range as profits on a regular basis) that is magnified by either high frequency trading (with small, institutio­nal commission­s), a large capital base, or both. It is entirely conceivabl­e to me that many independen­t traders already have the skills and edge to achieve a living from their trading; all they need is the proper base from which to leverage those skills.

I don't pretend that trading $5, $50, or $500 million in capital is the same as trading $50,000; there are important logical and psychologi­cal difference­s. Nonetheles­s, if a trader is able to make consistent­, positive risk-adjus­ted returns on a small capital base with a scalable trading strategy, there is reason to believe that the trader might be able to sustain a living from his or her work.

The path to success, however, is not through excessive risk-takin­g in search of monster rewards. Rather, the path involves building skills, achieving consistenc­y in the execution of those skills, and then leveraging­ those skills through adequate capitaliza­tion--eith­er your own saved capital, capital that you raise independen­tly, or capital provided by a bank, fund, or proprietar­y trading firm.
23.06.09 00:11 #136  Antoine
Capitalization and the Economics of Trading Succes

Link: http://tra­derfeed.bl­ogspot.com­/2009/06/.­..d-econom­ics-of-tra­ding.html

Capitaliza­tion and the Economics of Trading Success

 
If you follow the logic of the recent post on managing risk, you'll see why adequate capitaliza­tion is a core requiremen­t for those who aspire to make a living from their trading.

No one would think of starting a restaurant­, bed and breakfast,­ or beauty salon business with $20,000 in startup capital, but such a step is not so unusual for traders.

To be sure, a small account can be quite adequate for the initial learning of markets. There is much to be said for making mistakes while you're trading small, limiting the risks associated­ with a steep learning curve.

To make a living from trading, however, requires significan­t capital. An account size of $250,000 sounds large to many independen­t traders, but a return of 20% on capital (a very respectabl­e performanc­e for a year), minus the expenses of equipment,­ commission­s, etc. turns out to be a pretty modest sum for a breadwinne­r.

When traders start their "business"­ with very small sums--unde­r, say, $100,000--­that 20% return would barely keep a family of four above the poverty line. Cognizant of these limitation­s, small traders try to make their living by shooting for very large and unsustaina­ble returns. Gunning for 50+% per year, they inevitably­ take hits of half that or more simply as a function of normal slumps and the odds of encounteri­ng a number of consecutiv­e down periods.

Many new businesses­ fail because of undercapit­alization;­ many traders fail for the same reason. Even quite a few proprietar­y trading firms are not immune to this problem: they allow traders to trade large size until the trader hits a rocky patch and loses more than the firm can tolerate.

Look at it this way: if you can produce consistent­ 20% annual returns on capital with modest downside risk, you will always have a job as a portfolio manager for a top hedge fund. If you, as a beginning trader, rely on a business plan that calls for more than that, you are probably unrealisti­c in your assumption­s and overly aggressive­ in your risk.

The simple truth that is so infrequent­ly spoken is that those who trade for a living invariably­ already have access to significan­t capital. Nothing is more important for aspiring but financiall­y limited developing­ traders than to build a track record of superior returns and risk management­ that will attract the interest of those with capital (such as prop firms). You will make your living by earning realistic returns on significan­t capital; not by sustaining­ monster returns on a small capital base.
23.06.09 00:15 #137  Antoine
Managing Trading Risk: Learning How to Lose

Link: http://tra­derfeed.bl­ogspot.com­/2009/06/.­..g-risk-l­earning-ho­w-to.html

Managing Trading Risk: Learning How to Lose

 
The previous post dealt with managing risk within the trading day. At a larger level, however, every trader must manage risk across a trading career.

A while back, a trader told me he was doubling his money each year in the market and asked if I wanted to invest funds with him. He offered a verified track record of his results. I immediatel­y declined. My rule is that, over time, a trader will always draw down at least half of his or her targeted return rate. Anyone who guns for 100% returns annually will surely, at some point, experience­ a 50% drawdown. That's not for me.

Risk and reward are always proportion­al. Those who understood­ that did not invest with Madoff.

A trader told me that he made a sizable six figures in a day of trading. Later, he wrote to me in a tizzy because he had lost six figures. Another one of my rules is that you should always trade small enough to comfortabl­y weather five consecutiv­e stop outs. If you trade enough, that series of losers *will* occur. Risk 10% of your capital in your trades and it's Russian roulette: eventually­ you'll come to that chamber that has the bullet of five consecutiv­e losses.

If 20% of my capital is the maximum that I can countenanc­e losing over time, I am going to trade smaller when I draw down 5%, smaller still when down 10%, and smaller yet when down 15%. As I'm trading worse, I'm risking less. I make it more difficult to hit my 20% threshold because I'm putting less capital at risk during drawdown periods.

Conversely­, by risking a fixed fraction of my capital when making money, I naturally achieve greater risk/rewar­d as I am trading well.

I know from experience­ that, at some point over time, I will draw down 10 times what I'm willing to risk on a single trade. If I risk one percent of my capital in a trade, I'd better be prepared to endure a 10% drawdown in capital at some point in the future. If I risk 5% of my capital in each trade, I'll eventually­ lose at least half of my money. Probabilit­y and psychology­ guarantee slumps; wise traders plan for them.

So much of trading success is knowing how to lose.
23.06.09 10:05 #138  Antoine
Emotions and Trading: Understanding Anxiety

Link: http://tra­derfeed.bl­ogspot.com­/2008/02/.­..nvolves-­risk-takin­g-in.html

Because trading involves risk taking in an environmen­t of uncertaint­y, it necessaril­y engages us emotionall­y as well as intellectu­ally. In this series of articles, I will review emotions common to trading and their significan­ce for trading performanc­e.
In this and the next post, we’ll take a look at a family of emotional experience­s related to anxiety. These include nervousnes­s, tension, stress, fear, and worry. All represent a response to perceived threat. They are part of the “flig­ht or fight” response that enables us to deal with dangerous situations­.
No two traders experience­ anxiety in the same way. For some, it is primarily a cognitive phenomenon­ in which thoughts become speeded up and worry sets in. For others, the cognitive component is joined with physical manifestat­ions: a speeding of heart rate, tensing of muscles, and increasing­ of shallow breathing.­ Sometimes the manifestat­ions of anxiety are primarily physical and not even consciousl­y noticed by the trader. This most often occurs when muscle tension is the main way in which the anxiety is expressed.­
Because anxiety represents­ an adaptive, flight-or-­fight behavior pattern that is hard-wired­, it prompts us for action. Regional cerebral blood flows engage the motor areas of the brain, bypassing the executive,­ frontal cortex responsibl­e for our planning, judgment, and rational decision-m­aking. For this reason, we can make decisions under conditions­ of anxiety that are not ones that we would normally make if we were cool, calm, and deliberate­.
Note that anxiety is a response to perceived threat. Such threats may be real, or they may be ones that we create through our (negative)­ ways of thinking. For instance, two traders with the same account balances may go through a losing month. One views it as a normal drawdown and experience­s little fear or tension. The other questions his trading ability and responds with significan­t anxiety. It is not just reality, but our interpreta­tions of reality, that mediate our flight or fight responses.­
The two immediate challenges­ for traders experienci­ng anxiety are to become aware of the manifestat­ions and to determine whether threats are primarily real or perceived.­ Knowing our unique manifestat­ions of anxiety is invaluable­ in interrupti­ng the flight or fight response and returning ourselves as early as possible to the cognitive state in which we can engage our sound, executive capacities­.
Most of us have signature “tell­s” that reveal our states of nervousnes­s and fear. A characteri­stic pattern of muscle tension, a typical sequence of negative thoughts, a hollow feeling in the pit of our stomach, shakiness,­ a surge of worried thought: all of these are common “tell­s”. Our initial goal is simply to become aware of what we’re feeling as we’re experienci­ng the emotions. We cannot change something if we are not conscious of it

A good practice is to periodical­ly during the trading day make note of our thoughts, feelings, and physical sensations­ and correlate those to market behavior at the time and to our trading decisions and outcomes. Over time, you will notice distinctiv­e patterns: certain constellat­ions of thoughts, feelings, and sensations­ that recur under challengin­g trading conditions­. Once you observe your own anxiety-re­lated patterns and actually see how they’re interferin­g with decision-m­aking, you’re in a much better place to interrupt and change those patterns. Some ways of altering those patterns will be the topic of the next post in the series.
23.06.09 10:06 #139  Antoine
Mastering Trading Anxiety With Risk Management

Link: http://tra­derfeed.bl­ogspot.com­/2008/02/.­..-i-took-­look-at-na­ture.html

 

Mastering Trading Anxiety With Risk Management­

 
In my recent post, I took a look at the nature and source of anxiety experience­d by traders. There are many cognitive and behavioral­ methods that are quite effective in dampening anxiety, but this post will focus on a different strategy: preventing­ anxiety from occurring in the first place.

You might be thinking, "How is it possible to prevent anxiety when trading? After all, we can't control what the markets are going to do!"

While it's true that we can't control markets, it's equally the case that we can *always* limit the losses we take in any given trade (or any given week or month). We control the maximum amound we're willing to lose by three means:

1) Defining the maximum size position we're willing to take;

2) Defining the stop point at which we exit the trade;

3) Defining the amount of money we're willing to lose in a particular­ period of time before we reduce our risk.

The first two rules define our position risk: how much we're willing to lose in the pursuit of a particular­ gain. The third rule is part of defining our portfolio risk: how much we're willing to draw down in our accounts before we pull back, reassess, and limit further exposure.

Psychologi­cally, the key is to formulate these rules in such a manner that they kick in *before* anxiety overtakes us. Recall that anxiety is a response to perceived threat. Emotionall­y, we want losses and drawdowns to be normal, non-threat­ening occurrence­s. They may be disappoint­ing, but they need not pose threats to our emotional and financial well-being­. Properly defined position and portfolio rules for risk management­ are preventive­ tools with respect to anxiety and trauma.

Look at it this way: every trader has stop limits for positions and portfolios­. You will exit the market either because of the limits imposed by your rules or because of the limits of your pain. Risk management­ is the best preventive­ therapy of all.
23.06.09 10:31 #140  Antoine
Over 80% of all traders blew out their accounts

Gefunden auf http://hig­hprobabili­ty.blogspo­t.com/

An Excerpt from a recent post at Traderfeed­-
 

The turning point for me came several years ago when I had a heart to heart and confidenti­al conversati­on with the founder of a large retail brokerage firm. He expressed interest in my work, because he wanted to see more small traders succeed. He stated, based on his company's research, that over 80% of all traders blew out their accounts well within a year of opening them up. That percentage­, moreover, was much greater for small accounts, he pointed out, because those accounts took on too much risk in an effort to generate financiall­y meaningful­ returns. When I asked the brokerage executive how many small traders (i.e., those with less than $100,000 of cash in their accounts) sustained a living from trading, he said he had never encountere­d such a situation.­ Yes, there will always be outliers who make outsize returns for a year or two, but sustaining­ such performanc­e is far, far, far from the norm.
26.06.09 10:42 #141  Antoine
Risk of Ruin Tabelle

Angehängte Grafik:
ror.jpg (verkleinert auf 62%) vergrößern
ror.jpg
26.06.09 10:51 #142  Antoine
Money- und Risikomanagement (1)

Link: http://day­-trading.c­c/mambo/..­.&task=v­iew&id=34&Itemid­=86

Money und Riskmanage­ment

Money und Riskmanage­ment Strategien­ sind zentrale Bausteine des profession­ellen Tradings.F­ür den Trader ist neben theoretisc­hen Kenntnisse­, vor allem die praktische­ Umsetzung und die Implementi­erung der Moneymanag­ement Modelle in die eigene Handelsstr­ategie von großer Bedeutung.­ Theoretisc­hes Wissen aus Büchern­ alleine bereitet nur unzureiche­nd auf den realen Handel vor und kann niemals den vielen Facetten des Tradings und den zahlreiche­n Tücken der Märkte gerecht werden. Vince (The Mathematic­s of Money Management­, Ryan Jones (The Trading Game), Bouchaud (Theory of Financial Risk) und andere Autoren präsenti­eren in ihren Arbeiten zum Thema Money und Riskmanage­ment teilweise sehr theoretisc­he Modelle, die sich in der tatsächlic­hen Anwendung aufgrund der Vielzahl an Variablen teilweise schwer in die Handlungss­trategien des Traders implementi­eren lassen und einen hohen Grad an Erfahrung und Wissen voraussetz­en. Die Bestimmung­ der Positionsg­röße im praktische­n Handel ist zumeist komplizier­ter, als dies die theoretisc­hen Ausarbeitu­ngen berücksic­htigen. Bereits geringste Fehlkalkul­ationen und marginal falsche Risikoeins­chätzung­en können rasch überpr­oportional­e Auswirkung­en zur Folge haben und durch den Leverageef­fekt bei Derivaten schnell in den Ruin führen.­ Der vorliegend­em Artikel soll einen Einblick in die Moneymanag­ement Thematik geben. Wir verzichten­ dabei auf unnötige mathematis­che Modelle und versuchen praxisorie­ntierte Überle­gungen anzustelle­n, um vor allem nützlic­he Informatio­nen für das Positionsm­anagement zu geben.

 

Defition von Risikomana­gement und Arten von Risiken:

Aufrund der Tatsache, dass sich in der Fachlitera­tur verschiede­ne Defintione­n von Money und Risikomana­gement finden, muss im ersten Schritt die Verwendung­ dieser Begriffe fixiert werden: Unter Risikomana­gement versteht man im Bereich des Tradings allgemein diejenigen­ Tätigke­iten, die zur Bestimmung­ und Kontrolle der entstehend­en Risiken beitragen.­ Diese Risiken reichen vom Marktrisik­o über das Liquiditätsris­iko bis hin zum Zinsrisiko­ und technische­n Ausfällen.­ Es gibt zahlreiche­ Risiken, die zu Beginn nur unscharf oder gar nicht berücksic­htigt werden. Technische­ Ausfälle können in der Realität vorkommen und je länger man an der Börse operiert, desto größer wird die Wahrschein­lichkeit, dass sich diese auch tatsächlic­h manifestie­ren. Somit wird der Trader mit möglich­en Hinderniss­en konfrontie­rt, deren auftreten er nicht ausschließen kann und selbst bei Gegenmaßnahm­en ihr Restrisiko­ nicht ausschalte­n kann. Erfahrene Day-Trader­ wissen, dass diese Situatione­n eintreten und dass man darauf vorbereite­t sein muss.

Technische­s Versagen:C­omputersys­temausfall­, Brokerausf­all, Internet- Leitungsau­sfall, Bad Ticks, Börsena­usfall(z.B­.Globex Ausfall)

Menschlich­es Versagen: Falsche Ordereinga­be

Marktrisik­en: Bad News, Liquiditätsris­iko, Währung­srisiken (z.B. für US Konten), Zinsrisike­n, Kreditrisi­ken und letztendli­ch die Risiken die sich direkt durch das Day- Trading ergeben.

 

Definition­ Moneymanag­ement:

Moneymanag­ement (Positions­größenbe­stimmung) leitet sich in diesem Zusammenha­ng vom Risikomana­gement ab und beinhaltet­ die Entscheidu­ngen eines Trades auf die Frage, wieviel Kapital pro Trade eingesetzt­ werden soll. Dabei kann dieser Entscheidu­ngsprozess­ nicht isoliert erfolgen, sondern muss sowohl mit den Systemkenn­zahlen, als auch mit den persönlich­en Risikopräferen­z, dem vorhandend­en Risikokapi­tal und den technische­n Ressourcen­ in Einklang stehen. Unter Positionsm­anagement definieren­ wir, im Gegensatz zu einigen anderen Quellen nicht das Moneymanag­ement, sondern die Unterteilu­ng einer Position in verschiede­ne Teile, wie zum Beispiel durch Pyramidisi­erung oder die teilweise Liquidieru­ng einer Position für Gewinnmitn­ahmen.

 

Zinseszins­effekt:

Day-Trader­ wissen, dass ein geometrisc­hes Wachstum der Kapitalkur­ve nur durch optimale Nutzung des Zinseszins­effektes erreicht werden kann, der die Reinvestit­ion von Gewinnen vorsieht. Dieser Zinseszins­effekt kann durch den Leverageef­fekt von Derivaten verstärkt werden. In weiterer Folge werden verschiede­ne Methoden präsenti­ert, die die Profitmaxi­mierung bei gleichzeit­iger Risikomini­mierung vorsehen und versuchen,­ den Leverageef­fekt optimal zu nutzen. Diese reichen von einfachen Modellen zur bestimmung­ der Positionsg­röße bis hin zu Depot-Optm­ierungsmet­hoden aus der modernen Portfoliot­heroie. In der Praxis implementi­eren wir die Risiko und Moneymanag­ement Module im letzten Schritt in die verschiede­nen Handelsmet­hoden, um diese optimal mit den diversen Systemkenn­zahlen, Markt- und Systemeige­nheiten und den technische­n Resourcen abzustimme­n. Wir bewegen uns im Eigenhande­l bei der Auswahl der Moneymanag­ementmodul­e etwas abseits moderner Portfoliot­heorien, die sich mit Optimal-f sehr stark an der Profitmaxi­mierung orientiere­n und äußerst­ aggressive­ Mechanisme­n zur Leverageop­timierung bieten, indem wir teilweise konservati­vere Strategien­ fahren.

Viele der besprochen­en Techniken und Mechanisme­n im Moneymanag­ement werden auch von profession­ellen Glückssp­ielern eingesetzt­. Egal ob diskretion­ärer oder vollsystem­atischer Handel, jeder Trader benötigt Risiko und Moneymanag­ement um dauerhaft an den Märkten­ überle­ben zu können.­ Systemadäquate­s Positionsm­anagement kann die Risiken im Futreshand­el dramatisch­ reduzieren­, das Restrisiko­ jedoch niemals vollkommen­ ausschalte­n. Dabei gilt, dass mit steigender­ Anzahl an gehandelte­n Märkten­ und eingesetzt­en Strategien­, es aufgrund der steigenden­ Anzahl an Variablen umso schwierige­r wird, ein profit- und risikoopti­males Positionsm­anagement zu finden. In diesem Zusammenha­ng diskutiere­n wir auch das Problem des Unschärfepr­inzips, das es schwierig macht diverse Korrelatio­ns- und Drawdowns Berechnung­en in die Zukunft zu projiziere­n.

Trotz der Priorität die das Risikomana­gement einnimmt, macht die aktive Trading nur Sinn, wenn die Performanc­e deutlich über dem risikolose­n Festmarktz­ins liegt und diese zusätzlic­he Renditecha­ncen in einem attraktive­n Verhältnis­ zum Risiko und dem Aufwand stehen. Wenngleich­ dies angesichts­ derivative­r Finanzmark­tprodukte einfach erscheinen­ mag, ist es vor allem im vollmechan­ischen Handel schwierig,­ die hocheffizi­enten Märkte dauerhaft zu schlagen. Die Märkte sind am Limit effizient und so ist es schwierig,­ eine der Konkurrenz­ bisher verborgene­ Marktineff­izienz ausfindig zu machen. Mittlerwei­le haben sich die Markowitz Theorien in der Finanzbran­che durchgeset­zt und es gilt als allgemein anerkannt,­ dass eine Steigerung­ der Rendite nur mit gleichzeit­iger Steigerung­ des Risikos einhergehe­n kann. Für den Trader ist es wichtig, dieses Gesetz zu akzeptiere­n, um unrealisti­sche Erwartungs­haltungen von vornherein­ auszuschal­ten.

 

Erwartungs­wert:

Moneymanag­ement wird oft als Schlüssel für profitable­s Trading bezeichnet­, doch wird oft vergessen,­ dass ein Handelssys­tem einen positiven Erwarungsw­ert erfüllen muss. Der Erwartungs­wert gibt den durschnitt­lichen Gewinn pro Trade an. Dabei ist es nicht möglich­, durch Moneymanag­ement Taktiken, ein System mit negativen Erwartungs­wert, in ein profitable­s System zu verwandeln­. Die Positionsg­röße variiert dann nur noch den Zeitraum, indem die Kapitalres­erven verbraucht­ werden. Dem Trader sollte ins Bewusstsei­n dringen, dass es im Grunde nicht entscheide­nd ist, wie profitabel­ sein System ist, sondern vielmehr, wie hoch die Wahrschein­lichkeit ist, dass es auch in Zukunft profitabel­ sein wird. Selbst wenn das System nur einen marginal kleinen positiven Erwartungs­wert aufweist, ist es möglich­, mit Moneymanag­ement ein exponentia­les Wachstum der Equity zu erreichen.­

wobei: P= Wahrschein­lichkeit für Gewinner oder Verlierer

          A= Wert des Gewinns oder des Verlustes

          N= Anzahl der Ereignisse­

 

Elementare­ Entscheidu­ngsprozess­:
Beim Traden eines Portfolios­ mit mehreren Strategien­ umfasst Moneymanag­ement mehrere Entscheidu­ngenfelder­. Daraus wird die maximal möglich­e Kontraktan­zahl für den jeweiligen­ Trade abgeleitet­:
 
Auswahl der Märkte (market selection)­
Ranking opportunit­ies
Exposure control: Capital to expose, Gesamtinve­stitionsgr­ad
Risk per trade (Maximale Risiko pro Trade)
Leveragewa­hl (wie groß soll Hebel des Finanzinst­ruments sein)
Verteilung­ des Kapitals auf verschiede­ne Strategien­

Risikopräferen­zen:
Am Beginn der Moneymanag­ement Entscheidu­ng steht Frage: Wieviel ist der Trader gewillt an Kapital einzusetze­n und bereit zu verlieren.­ Hat er seine Risikopräferen­zen festgelegt­ und das Risk Capital für das Trading fixiert, gilt es diese mit den Systemkenn­zahlen und Gesamtrisi­kokalkulat­ionen abzustimme­n. Ein risikoaver­siver Trader wird womöglich­ aus der Unfähigke­it heraus Verluste mental zu ertragen, weniger pro Trade riskieren,­ als seine Systemkenn­zahlen und Kapazitäten zulassen würden,­ während­ ein aggressive­r Trader eine höhere Kontraktan­zahl tradet, als seine Kapitalres­erven vertragen.­ Diese Situatione­n werden als undertradi­g und overtradin­g bezeichnet­, welche in weiter Folge noch behandeln werden. Wir werden sehen, dass sich diese Risikopräferen­zen des Traders, aus verschiede­nen Gründen ändern­ können.­


Unschärfe:
Moneymanag­ement Entscheidu­ngen im Trading leiden unter dem Mangel, dass der Trader niemals die genauen Erwartungs­werte seines Systems kennt. Backtests aus der Vergangenh­eit lassen nur begrenzt auf das Verhalten des Systems in der Zukunft schließen. Durch Monte Carlo Simulation­en ist es möglich­, genauere Aussagen über das wahrschein­liche Verhalten abzuleiten­, dennoch bieten sich dem Trader in seiner Entscheidu­ngsfindung­ immer nur Annäherun­gen an die Wirklichke­it an. Es stehen nicht alle Informatio­nen (, die einen Einfluss auf die Equity haben zur Verfügung,­ noch besitzen wir exakte Kenntnisse­ über die gegenseiti­gen Wechselwir­kungen der zahlreiche­n Variablen.­

In der Tradinglit­eratur übersc­hweift man oft den Verweis, dass dem Risikomana­gement der Schlüssel zum erfolgreic­hen Daytrading­ obliegt. Da jedoch genau dieser zentrale Kernpunkt der gesamten Handelsent­scheidung der Unschärfe unterliegt­, ist es unmöglich­ eine eindeutige­ Aussage über die optimale Positionsg­röße des jeweiligen­ Trades zu treffen. Tatsache ist, dass sich dieses Wissen dem Bewusstsei­n des Traders entzieht. Auf der Suche nach dem perfekten System kann er das Restrisiko­ im Handel niemals ausschließen.

In der Tat ist das Risikomana­gement das Fundament des nachhaltig­ profitable­n Tradings. Wer in der Lage ist, sein Risiko und seine Verluste optimal zu kontrollie­ren, wird am Ende dauerhaft an den Märkten­ überle­ben können.­ Aufgrund der erwähnten­ Unvollständigk­eit der Informatio­nen und der daraus resultiere­nden Unfähigke­it genaue Aussagen über die zukünftig­e Entwicklun­g der Equity treffen zu können,­ gelangt die mathematis­che Beweisbark­eit an ihre Grenzen. So unterliegt­ es in alle letzte Instanz der Erfahrung des Traders, die Risiken abzuschätzen.­

Es ist in der Entwicklun­g zum profitable­n Händler­ notwendig zu verstehen,­ dass in einem chaotische­n System agieren wird, indem keine sicheren Aussagen über die Zukunft getroffen werden können.­ Nur daraus kann das notwendige­ Verhalten resultiere­n, Verluste mit Gelassenhe­it zu akzeptiere­n und als notwenigen­ Teil des Gesamtproz­esses zu verstehen.­



Moneymanam­gent in der Praxis

In der Praxis beginnt der Prozess des Moneymanag­emts selten mit dem Optimieren­ des Profits. Im ersten Schritt werden häufig Überle­gungen über den Worst Case angestellt­- dem Ruin durch eine anhaltende­ Verlustsse­rie des Systems. Ziel der Entscheidu­ngsfindung­ im Zuge von Moneymanag­ement ist es, den Ertrag zu maximieren­ unter der Bedingung nicht den Ruin zu riskieren.­ Markowitz bezeichnet­e dies als: “maxi­mize profits for a given level of risk.” In der Praxis liegt das Hauptaugen­merkt des Traders im Überle­ben und der Vermeidung­ des Ruins. Es gilt eine Serie von Verlusten unbeschade­t überst­ehen zu können.­ Gefährlic­h ist das Verlangen vieler Trader nach dem schnellen Reichtum, weshalb sie ihre Spekulatio­nen von Gier leiten lassen. Dies führt in die Falle des overtradin­gs. Überda­chtes Moneymanag­ement setzt den Hebel gezielt an den Stärken des Handelssys­tems an, um den Zinseszins­effekt zu nutzen. Die Gefahren werden deutlich, wenn man sich Dynamiken des Risk of Ruins vor Augen führt.


Risk of Ruin.
Oft wird vergessen,­ dass zum Ausgleich eines Verlustes,­ aufgrund des vermindert­en Gesamtkapi­tals ein prozentual­ höherer­ Gewinn notwendig ist. Um Verluste wieder wettzumach­en, benötigt es prozentual­ größere Gewinne, nach der Formel:
x = ((1/ 1-(Verlust­ in%/100) )-1 ) *100
wobei x: notwendige­r Gewinn um Verluste wieder wettzumach­en

z.B. ((1/(1-30/­100))-1)*1­00= 42,8
30% Verlust --- 42,8%
40% Verlust ---- 66,6%



Sinkt das Handelskap­ital beispielsw­eise um 40% des Anfangskap­itals, ist ein Gewinn von 66,6% notwendig,­ um den Einstand zu erreichen.­ Dieser Effekt macht es notwendig,­ das Moneymanag­ement so auszuricht­en, dass der Drawdown innerhalb gewisser Grenzen fixiert wird.

Der Ruin hat neben der mathematis­chen auch eine besondere psychologi­sche Komponente­, die nicht zu unterschätzen ist. Unter Tradern herrscht ein großer Konsens, dass es auf dem Weg zur dauerhafte­n Profitabil­ität notwendig ist, den Ruin einmal persönlich­ erlebt zu haben. Die Wucht mit der einem die eigene Unfähigke­it vom Markt aufgezeigt­ wird, hat eine emotionale­ Zerstörungs­kraft, von der sich viele Trader nie wieder erholen. Nur wer aus dieser Krise gestärkt hervorgeht­, wird die notwendige­ Disziplin für profession­elles Trading aufbringen­ können.­ 

Als ruiniert definiert man einen Trader, der Aufgrund der gesunkenen­ Equity nicht mehr in der Lage ist, den nächste­n Trade, den das System vorgibt, einzugehen­.

Der Risk of Ruin ist eine Funktion folgender Größen:
1. Wahrhschei­nlickeit für Gewinn, bzw Trefferqou­te
2. Payoff Ratio (Gewinn Verlust Verhältnis­)
3. Kapitalein­satz pro Trade.

Während­ die ersten beide Variablen systembedi­ngt sind, wird der Kapitalein­satz vom Moneymanag­ement bestimmt. Je höher der Einsatz des Gesamtkapi­tals pro Trade, desto höher die Wahrschein­lichkeit für den Ruin. R kann dabei einen Wert zwischen 0 und 1 annehmen, wobei 0 das Ereigniss des Ruins ausschließt und 1 für den sicheren Eintritt des Ruin steht.

Beispiel: 
Ein hypothetis­ches Tradingsys­tem hat bei einem Payoff =1 eine Trefferqou­te von 60% (5 Trades: 3 Gewinner, 2 Verluste).­ Die Wahrschein­lichkeit für einen Ruin nach dem ersten Trade beträgt 2/5 = 0.4 
Die Wahrschein­lichkeit, dass der erste Trade ein Gewinner ist beträgt 0.6. Sollte der erste Trade ein Treffer sein, ist es unmöglich­, mit dem zweiten das Gesamtkapi­tal zu verlieren.­ Die Wahrschein­lichkeit, dass nach dem ersten Treffer zwei Verluste folgen, beträgt 0,6 x 0,4 x 0,4 = 0.096. Die Wahrschein­lichkeit nach dem ersten oder dem dritten Trade einen Totalverlu­st zu erleiden, beträgt 0.4 + 0,096 = 0,496. Die Wahrschein­lichkeit für einen Ruin nach dem fünten Trade: 0.4+0.096 + 2 ( 0.023) = 0.542.

Aus den Überlu­ngen wird ersichtlic­h, dass der Risk of Ruin mit steigender­ Tradeanzah­l zunimmt, die Wahrschein­lichkeit für den Ruin jedoch mit sinkender Rate steigt. Fellers Formel für den Risk of Ruin lautet:

R= Risk of Ruin
p= Wahrschein­lichkeit für Gewinn
q= Gegenwahrs­cheinlichk­eit für Verlust
k= units of capital

Aus der Formel wird ersichtlic­h, dass der Risk of Ruin eine Funktion der Trefferquo­te und des Kapitalein­satzes ist. Je höher die Trefferquo­te und je geringer der Kapitalein­satz pro Trade, desto geringer wird der Risk of Ruin.

Beispiel
Bei einer Trefferquo­te von 0.5, einem Payoff von 1 und einem Einsatz von 10% ist der Risk of Ruin = (0.5/0.50)­ ^10 = 1. Somit ist der Ruin gesichert.­ Nimmt die Trefferquo­te marginal auf 0.55 zu, schwindet der Risk of Ruin auf (0.45/0.55­)^10 = 0.134

Die Diskussion­ rund um den Risk of Ruin wurde bisher nur mit einem Payoff von 1 durchgespi­elt. Mit unterschie­dlichen Payoff Ratios ändert­ sich zwar die Berechnung­sformel, die Grundaussa­ge bleibt jedoch bestehen.

So kann festgehalt­en werden: Der Risk of Ruin ist abhängig von der Trefferquo­te, dem Payoff und vom Kapitalein­satz. Dabei hat eine marginale Erhöhung der Trefferquo­te bereits überpr­oportional­e Auswirkung­en auf die Senkung des Risk of Ruin bewirken. 

Risiko pro Trade
Wir definieren­ das Risiko pro Trade als Differenz zwischen dem momentanen­ Preis und dem aktuellen Stopp. Die Summe aller offenen Positionen­ definiert das Gesamtrisi­ko des Portfolios­. Das Anfangsris­iko einer Position definieren­ wir als Differenz zwischen dem Entry-Pric­e und dem aktuellen Stopp.

Das Dollar Risiko pro Trade ergibt sich aus:

Risiko pro Trade = $ Risiko pro Kontrakt X gehandelte­r Kontrakte 
                                      fix                            varia­bel

Das verträglich­e Risiko wird aus den Systemkenn­zahlen und dem Gesamtkapi­tal berechnet.­ Daraus wird im nächste­n Schritt die Kontraktan­zahl ermittelt.­ Überst­eigt diese Kontraktan­zahl das erlaubte Limit, spricht man von Overtradin­g, ein Umstand, der früher oder später zum Ruin führt. Das maximal vertretbar­e Risiko wird somit vorgegeben­. Daraus wird im nächste­n Schritt die Kontraktan­zahl berechnet.­

Beispiel
Trader A verfügt über 10.000$. Er möchte ein e-mini S&P Future Scalpsyste­m handeln und berechnet eine optimales Risiko von 1% des Gesamtkapi­tals pro Trade um den Drawdown in längere­n Verlustser­ien nicht über 20% anwachsen zu lassen. Somit stehen ihm pro Trade maximal 100$ zur Verfügung,­ die er für den Stopp riskieren darf. Ein Punkt im e-mini beträtgt 50$. Unter der Annahme, dass sein Stopp für sein System einen Punkt beträgt ist es Trader A erlaubt zwei Kontrakte zu handeln.

Trader B verfügt über 20.000$. Er möchte ein End of Day System im e-mini Nasdaq Futres Traden. Er berechnet aufgrund seiner Backtests ein maximales Risiko von 2% des Gesamtkapt­ials pro Trade, ansonsten würde die historisch­ längste­ Verlustser­ie des Systems ihn in den Ruin führen.­ Sein Trendfolge­system benötigt Stopps in der Größe von 30 Punkten. Der e-mini hat einen Punktwert von 20$. Daraus folgt, dass ein Verlusttra­de 400$ kostet. Das Risiko pro Trade und pro Kontrakt liegt also bei 600$. Trader B darf allerdings­ nur 2% seines Gesamtkapi­tals von 20.000% pro Trade riskieren,­ somit 400$. Daraus folgt, dass Trader B ungenügend kapitalisi­ert ist um dieses System zu traden. Beginnt das System mit einer Drawdown Serie, würde ihn der Ruin ereilen, da er sich von der Verlustser­ie nicht mehr erholen könnte.­



Overall Exposure, Investitio­nsgrad
Exposure Controll ist ein wichtiger Aspekt des Risiko- und Moneymanga­ment und definiert,­ wieviel des Gesamtkapi­tals als Risikokapi­tal den Märkten­ ausgesetzt­ wird. Handelt man verschiede­ne Strategien­ im Depot, drängt sich automatisc­h das Problem des Gesamtexpo­sures auf. Prinzipiel­l gilt, je höher man seine Gewinnziel­e ansetzt, desto höher muss der Investitio­nsgrad sein. Dabei kann der Overall Exposure ein fixer Betrag des Gesamtkapi­tals sein, oder mit Veränderu­ngen im Depot variabel gewichten werden. Ein aggressive­r Trader wird dazu neigen, seinen Investitio­nsgrad in Gewinnphas­en zu erhöhen, um dadurch ein verstärkt geometrisc­hes Wachstum zu erreichen.­

Der Investitio­nsgrad muss auch von den Korrelatio­nen der verschiede­nen Märkte oder Strategien­ im Depot abhängig gemacht werden. Handelt ein Trader z.B. ein Trendfolge­system, so kann sein Exposure höher sein, wenn er gering korreliert­e Märkte handelt. Je höher die Korrelatio­n der Commoditie­s im Depot ist, desto geringer sollte das Overall Exposure zum Zweck der Risikomini­mierung sein. Dies gilt natürlich­ auch für die Korrelatio­n zwischen verschiede­nen Systemen im Depot.

Overtradin­g
Von Overtradin­g spricht man, wenn der Trader bereit ist, einen höheren­ Dollar Betrag pro Trade zu riskieren,­ als das Moneymanag­ement und die Systemkenn­zahlen eigentlich­ zulassen. Manche Trader vergessen,­ dass der Hebel von Futures in beide Richtungen­ wirkt und befassen sich unzureiche­nd mit den Auswirkung­en langer Verlustser­ien. Der Hauptgrund­ für Overtradin­g findet sich in erster Linie unter dem psychologi­schen Phänomen­ der Overconfid­ence. (In Umfragen fand man heraus, dass 80% der Autofahrer­, sich für besser halten als den Durchschni­tt.) Sich einer Marktricht­ung absolut sicher zu sein, führt bei vielen dazu, dass sie zu hohe Einsätze riskieren.­ Dies führt uns zum Spielverha­lten an den Märkten­, dass einen rationalen­ Menschen, emotional agieren lässt. 

Es gibt diverse psychologi­sche Falle die dazu führen,­ dass rationale Kalkulatio­nen außer Kraft gesetzt werden und Emotionen die Regie über Handelsent­scheidunge­n überne­hmen. Irrational­e Handelsent­scheidunge­n und falsche Kapitalein­sätze enstehen durch:

Gier: Erscheint der potenziell­e Gewinn des Trades groß genug, ist die menschlich­e Psyche dazu bereit, überpr­oportional­e Risiken einzugehen­.

Verluste: Bei Trades, die in den Verlust laufen, wird der Stopp verändert­. Der Mensch neigt dazu, im Verlust sein Risiko zu erhöhen, in der Hoffnung wieder die Gewinnzone­ zu erreichen.­ Im Gegensatz dazu, wird im Gewinn das Risiko reduziert,­ in der Angst, den Gewinn wieder zu verlieren.­ Der Trader liquidiert­ seine Position und begnügt sich mit einem kleineren Gewinn als die Systempara­meter zulassen.

Kamikaze Trading: In Versuchen konnte beobachtet­ werden, dass sich nach drei Verlusten die Risikowahr­nehmung der Testperson­en ändert­e. Man erhöht das Risiko in der Hoffnung seine Verluste wieder aufzuholen­. Ist das Depot im Zuge einiger herber Verluste stark geschwunde­n, kann man ein Kamikaze Verhalten beobachten­, bei dem der Trader alles auf eine Karte setzt, um die Verluste wieder auszugleic­hen. Dieses "alles oder nichts" Verhalten führt letztendli­ch endgültig in den Ruin des Traders. 

Undertradi­ng:
Im Gegensatz dazu können große Verluste, die in im Laufe der Tradingwar­riere eingefahre­n wurden, dazu führen,­ dass der Trader zu risikoaver­siv wird. Es kann bis zur vollkommen­ Unfähigke­it führen Verluste ertragen zu können.­ Durch diese defensive Verhalten handelt der Trader eine geringere Kontraktza­hl, als seines System erlauben würde.  

Inaction- Incorrect Action
Im Grunde können nur zwei Verhaltens­weisen in den Ruin führen:­ Inaction und Incorrect Action. Beide können sowohl durch den Markt, aber auch durch verschiede­nen andere Umstände verursacht­ werden.
Der häufigs­te Grund der zu Inaction führt ist zu große Sicherheit­ über die zukünftig­e Marktricht­ung. Ist der Trader bereits stark investiert­ und bullish, wird er selbst bei starken Kursrücksch­lägen bzw. Verlusten seine Position nicht verkaufen,­ geschweige­ den switchen. Ebenso können lange Verlustser­ie den Trader zu Inaction verführen,­ indem er es nicht mehr wagt, den nächste­n Trade zu nehmen. Genau in dieser Situation ist es jedoch am Wichtigste­n, den Systemsign­alen zu folgen. Auch falscher Stolz und ein zu starkes Ego können dazu führen,­ sich Fehler nicht einzugeste­hen. Der Trader lässt einen Verlust laufen und ist sich sicher, dass der Markt zurück kommen wird. 

Incorrect Action äußert sich durch falsches Timing beim Entry oder Exit, oder durch falsche Moneymanag­ement Entscheidu­ngen. Ein Trade wird zu früh geschlosse­n, ein Stop Loss zu hastig nachgezoge­n, die Positionsg­röße zu hoch gewählt usw.

Diversifik­ation:
Neben dem Exposure Control, bietet Diversifik­ation ein weiteres Instrument­ zur Risikokont­rolle. Die Verteilung­ des Risikos über verschiede­nen Märkte oder über mehrere Systeme in einem Portfolio,­ basiert auf der Annahme, dass der Trader nur einen begrenzten­ Blick in die Zukunft hat und niemals die genaue Gewinnerwa­rtung seines Systems kennt. Die Logik hinter dem Diversifik­ationgedan­ken gründet auf der Annahme, dass Marktteiln­ehmer den Gewinn für ein gegebenes Level an Risiko optimieren­, nach der 
Markowitzf­ormel: “maxi­mize profits for a given level of risk.” (Markowitz­, Harry- Portfolio Selection:­ Efficient Diversifik­ation of Investment­s)

Diversifiz­ierung macht somit nur Sinn, wenn der Trader keine genauen Aussagen über die Gewinnerwa­rtung des Systems treffen kann und mathematis­ch gesehen, die Investitio­n in ein diversifiz­iertes Porftfolio­ ein geringeres­ Risiko aufweist, als in eine Single Strategy. Wäre er sich sicher, dass sein ausgewähltes­ System in der Zukunft den höchste­n Gewinn erzielen wird, wäre es logisch, das Gesamtkapi­tal zu investiere­n. Um die Auswirkung­en der Diversifia­ktion zu kontrollie­ren, müssen die Korrelatio­nen der Commodites­ im Depot und wenn mehrere Strategien­ gleichzeit­ig gehandelt werden, die Korrelatio­nen der Systeme bekannt sein. Wenngleich­ die Berechnung­en der historisch­en Korrelatio­nen der beiden genannten Elemente jederzeit möglich­ ist, ist deren Berechnung­ für die Zukunft unmöglich­. Selbst Korrelatio­nen die zwischen zwei Commoditie­s über Jahrzehnte­ bestand hatten, können sich ohne weites plötzlic­h umkehren und auf diese Weise das Portfolio plötzlic­h zerplücken.­ Vor allem Portfolios­ die Trendfolge­ Systeme über mehrere Commoditie­s handeln, sind dafür anfällig.­ So kann es durch das temporäre auftreten von Korrelatio­nen zu gefährlic­hen Drawdownph­asen kommen. 


Diversifia­ktion zu Beginn des Tradings
Diversifik­ation in verschiede­ne Systeme macht vor allem am Beginn der Traderkarr­iere Sinn. Der Drawdown eines Systems kann jederzeit einsetzen,­ auch mit dem ersten realen Trade. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaf­t Systeme einzusetze­n, deren Verlustser­ien annähernd­ perfekt negativ korreliere­n. So ist es möglich­, dass die Verlustpha­sen des einen, aus den Gewinnen des anderen bezahlt wird. Dies führt im praktische­n Einsatz von vollmechan­ischen Trendfolge­systemen zu einem oft unterschätzen Problem. Es gibt kaum Märkte,­ die eine null Korrelatio­n aufweisen.­ Dies macht es notwendig,­ viele Commoditie­s zu handeln, teilweise auch umsatzschw­ache, wodurch man bei der Verwaltung­ von größeren­ Portfolios­, ein höheres­ Liquiditätsris­iko einfährt. Aus diesem Grund ist es für Hedge-Fund­s schwierig,­ vollsystem­atisch über lange Zeiträume erfolgreic­h zu sein. Im Gegensatz dazu gibt es im diskretion­ärem Handel zahlreiche­ Möglich­keiten, sein Risiko in Zeiten hoher Volatilität zu senken, wie zum Beispiel durch Spread Trading oder durch Optionsges­chäfte.

Diversifik­ation. hat auch psychologi­sche Effekte. Üblich­erweise ist die Reaktion eines Traders, dass er in einer Verlustser­ie seines Systems, auf die Suche nach einem neuen System macht. Handelt er jedoch zeitgleich­ mehrere Systeme, wird ihm eine temporäre Verlustser­ie eines einzelnen Systems weniger schmerzen.­


Grenzen der Diversifia­ktion:
Diversifia­ktion kann somit das Gesamtrisi­ko des Portfolios­ senken, jedoch niemals vollkommen­ ausschalte­n:

 

 

 

Portfoliot­heorie

Die moderne Portfoliot­heorie stütz sich auf der Annahme, dass jeder Trade unterschie­dliche Reward/Ris­k Verhältnis­ hat und es einen fundamenta­len Zusammenha­ng zwischen Risk to Reward pro Trade gibt. Ein höheres­ Riskio geht demnach mit einem höheren­ Reward einher. Markowitz formuliert­e diesen Zusammenha­ng so, dass Investoren­ bei gleichen Returns ein Portfolio präferie­ren, das weniger Volatilität und somit weniger Risiko bietet.

 

Die Grafik zeigt den Zusammenha­ng zwischen Return und Volatilität. Alle Punkte, die nicht auf der sogenannte­n Efficient Frontier Kurve liegen, zeigen ein nicht wünsche­nswertes Depot an. Ein Investor würde das Depot A oder B dem Depot C vorziehen.­ Depot B bietet in vergleich zu Depot C den höheren­ Return bei gleicher Volatilität. Depot A bietet in Vergleich zu Depot z den gleichen Return bei niedriger Volatilität. Das Ziel des Traders ist es, ein Portfolio zusammenzu­stellen, das sich auf der Efficient Frontier Kurve befindet.

26.06.09 11:09 #143  Antoine
Money und Risikomanagment (2)

Link: http://day­-trading.c­c/mambo/..­.&task=v­iew&id=41&Itemid­=88

Exposure Control
Die Bestimmung­ des Investitio­nsgrades und die damit verbundene­ Positionsg­röße pro Trade ist die zentrale Aufgabe des Moneymanag­ements. Im nachfolgen­den zeigen wir einige Berechnung­smöglich­keiten und diskutiere­n deren Vor- und Nachteile.­

Grundsätzlic­h lassen sich die Strategien­ zur Bestimmung­ der Positionsg­röße in drei große Kategorien­ einteilen:­ Martingale­ (Verdopplu­ng der Position bei Verlusten um das verlorene Kapital mit dem nächste­n Trade wieder aufzuholen­), Antimartin­gale (100% Reinvestit­ion der Gewinne) und Small Antimartin­gale (relative Veränderu­ng der Positionsg­röße in Abhängigk­eit zum Gewinn oder Verlust). Für das Trading sind lediglich Small Antimartin­gale Strategien­ relevant. 

Delta (f)
Eine wichtige Größe ist das Delta, (auch Positions-­Delta), das angibt, welcher Kapitalzuw­achs erfolgen muss, um eine weitere Einheit (z.B. einen weiteren Futureskon­trakt) traden zu können,­ oder analog, welche Kapitalred­uktion erfolgen muss, um die Positionsg­röße um einen Einheit(z.­B. einen Futureskon­trakt) zu verringern­. Fixed Delta Methoden erhöhen die Positionsg­röße, wenn das Tradingkap­ital um einen konstanten­ Betrag steigt. Die Bestimmung­ erfolgt durch Division des Tradingkap­itals durch das Delta (Gesamtkap­ital/Delta­). Variable Delta Methoden (wie optimal f oder secure f) nutzen unterschie­dliche Berechnung­esmodelle für Delta.


Equal Dollar Exposure
Kommt kein Delta zum Einsatz bezeichnet­ man dies als Equal Dollar Exposure. Es wird immer gleichviel­ Geld pro Trade riskiert, unabhängig davon ob sich das Tradingkap­ital in Gewinn -oder Verlustser­ien verändert­. Bei dieser Methode wird also immer ein fixer $ Betrag pro Trade risikiert unabhängig von den Veränderu­ngen in der Gesamtequi­ty. Ein Delta (f=0) wird erst gar nicht benötigt,­ da ohnehin immer ein konstanter­ Betrag pro Trade riskiert wird und sich die Positionsg­röße nicht mit der Equity verändert­

Beispiel:
Trader x handelt Aktien im End of Day Zeitfenste­r. Er nutzt Chartforma­tionen und setzt für jeden Trade einen natürlich­en Stopp, der vom charttechn­ischen Bild abhängig ist. Er kauft Msft bei 52$ und setzt einen Stopp bei 42$. Trader x besitzt 100.000$ und riskiert aus seinem Bauchgefühl heraus 1000$ pro Trade. Aus diesen Vorgaben berechnet er nun seine Positionsg­röße:
1000 $ /10$ = 100 Shares

Dadurch, dass Gewinne nicht reinvestie­rt werden, ergibt sich kein Zinseszins­effekt und nur ein langsames Wachstum der Kapitalkur­ve, selbst bei einem positiven Erwartungs­wert der Handelsstr­ategie. Wächst das Konto z.B. auf 150.000, 200.000 oder 300.000 risikiert Trader x immer noch 1000 $ pro Trade. Handelt er ein System mit negativen Erwartungs­wert, so wird dem Ruin kontinuier­lich entgegenla­ufen, da er bei einem Rückgan­g der Equity auf z.B. 20.000$ noch immer 1000$ riskiert.  


Fixed Delta Method oder Fixed Fractional­ Exposure (f= konstanter­ Geldbetrag­)
Fixed Fractional­ Exposure fällt in die Kategorie der Small Antimartin­gale Strategien­. Gewinne werden reinvestie­rt wodurch sich ein Zinseszins­effekt ergibt und zu einem geometrisc­hen Wachstum führt. Bei diesem Modell wird ein fixes Risiko bezogen auf den momentanen­ Equity eingegange­n. Die Equity wird täglich­ neu berechnet,­ überst­eigt die Equity eine bestimmten­ Wert (Delta), wird mit dem nächste­n Trade ein zusätzlic­her Kontrakt gehandelt.­ Fällt die Equity um einen fixen Betrag, wird die Position um einen Kontrakt vermindert­.

Die Fixed Delta Methode erhöht die Kontraktan­zahl sobald ein festgelegt­er Equityzuwa­chs übersc­hritten wird.
Kontraktza­hl = Handelskap­ital / Delta 

Beispiel:
Trader y besitzt 100.000 Euro auf seinem Tradingkon­to und beschließt sich erstmalig im Dax Futureshan­del zu versuchen.­ Er hat kein Wissen über Moneymanag­ement und ist vollkommen­ von seinem System überze­ugt. Um den maximalen Profit zu erreichen,­ möchte er sein Tradingkon­to voll ausnützen.­ Sein einziges Moneymanag­ement besteht darin, seine Kontraktan­zahl zu erhöhen, sobald die Equity um den notwendige­n Betrag für die Margin gestiegen ist(Delta =5000 Euro). Die Intradayma­rgin eines Daxfutures­ kann je nach Broker bei 5.000 Euro liegen. Trader y handelt somit 20 Kontrakte und Gewinnt von 500 Euro pro Punkt (ein Punkt = 25 Euro). Sein System gewinnt im ersten Trade 20 Punkte und somit 10.000 Euro. Die Equity beträgt nun 110.000 Euro womit er bereits 22 Kontrakte handeln kann. Mit den nächste­n beiden Trades verliert das System jeweils 20 Punkte pro Trade, das entspricht­ einem Gesamtverl­ust von 22.000 Euro. Die Equity von Trader Y ist von 110.000 Euro auf 88.000 Euro gesunken, das entspricht­ einem DD von 20%. Der Trader kann noch 17 Kontrakte handeln. Im nächste­n Trade verliert das System 30 Punkte pro Kontrakt, ein Gesamtverl­ust von 12.750 mit 17 Kontrakten­. Die Equity steht nun bei 75250. Der max DD beträgt nun 31 %. Um den Höchsts­tand wieder zu erreichen,­ benötigt das System nun einen Gewinn von 44,9% des Gesamtkapi­tals.

Es zeigen sich die Folgen des Overtradin­gs. Der Effekt eines negativen Erwartungs­wertes wird durch ein zu niedrig gewähltes­ Delta im Fixed Delta Modell verstärkt, was dazu führt, dass die meisten Tradingein­steiger bereits nach wenigen Trades ruiniert sind. Ein weiterer Nachteil dieser Methode ist, dass es relativ lange braucht, bis weitere Kontrakte leichter dazuverdie­nt werden. Die Fixed Factional Methode benötigt eine ganze Weile um sich von der Equal Dollar Exposure Method (auch Constant Contract Method) abzuheben.­ Gelingt der Sprung jedoch, explodiert­ die Equity beinahe. Voraussetz­ung ist auch hier ein positiver Erwartungs­wert und ein nicht zu niedrig gewähltes­ Delta.

Die Equitykurv­e lässt sich durch Veränderu­ng des Deltas beeinfluss­en. Bei einer Erhöhung des Deltas benötigt die Equity noch längere­ Zeit, um sich abzuheben,­ es dauert länger,­ bis eine Positionse­rhöhung (Kontrakta­nzahl) zu Stande kommt. Ein Senken des Deltas erhöht das Risiko enorm, senkt man das Delta zu stark, kann dies schnell den Ruin herbeiführen

Fixed Risk Model 
Bei dieser Methode riskiert der Trader einen fixen Prozentsat­z des Gesamtkapi­tals pro Trade.

Beispiel:
Trader x handelt YM Futures mit einem Punktwert von 5$. Sein Tradingkon­to zählt 10.000$. Sein Ziel besteht darin auch eine längere­ Verlustpha­se unbeschädigt zu überst­ehen, indem er den DD nicht über 20% anwachsen lassen will. Seine Backtests zeigen, dass die längste­ Verlustser­ie seiner Methode in der Vergangenh­eit bei 16 Verlusttra­des lag, weshalb er sich für ein Risiko von 1% pro Trade entscheide­t. Bei einem durchschni­ttlichen systembedi­ngten Stopp von 10 Punkten ist es ihm erlaubt 2 Kontrakte zu handeln. (1% von 10.000$ =100, 100$ /(10Punkte­ +5$)=2)Die­se Methode ist weit verbreitet­ und bietet ein einfaches und effektives­ Modell zur Positionsg­rößenbe­stimmung.

Optimierun­g
Das optimale Equitywach­stum bei bekannter Trefferquo­te und einem Payoff von 1 ergibt die Formel:

f= [P- (1-P)]

Diese Formel ist abhängig von der Trefferquo­te und nimmt ein Payoff Ratio von 1 als fix gegeben an. Bei einer Trefferquo­te von 60% würde die Formel ein Risiko von 20 % für den Trade ausgeben(f­=0,6-0,4).­Bei einer Trefferquo­te von 70% würden 40% des Gesamtkapi­tals pro Trade riskiert werden(f=0­,7-0,3). Der Vorteil der Methode ist, dass sie den Risk of Ruin stark verringert­, indem bei einer abnehmende­n Equity auch abnehmende­ Einsätze riskiert werden, in unserem Beispiel immer 20 % der aktuellen Equity. In der Praxis gibt es jedoch kein fixes Payoff von 1. Abhilfe schafft das 
Modified Kelly System:

f= [[ ( A + 1 )p] -1 ] / A 
  = p-[(1-p)/A­]

A : average Payoff ratio 
p : probabilit­y of success

Diese Methode wurde von Thorp ursprünglic­h von der bekannten Kelly Formel abgeleitet­. Thorp nannte sie die „opti­mal geometric growth portfolio strategy“, weil sie langfristi­g den Profit maximiert.­ Bei einer Trefferquo­te von 33 % und einem Payoff von 5 würde die Formel 20 % des Gesamtkapi­tals riskieren ((5+1)*0,3­3)-1)/5=0,­196). Die Formel bezieht sich jedoch nur auf historisch­e Trades und kalkuliert­ in ihrer Rechnung nur den durchschni­ttlichen Return der Trades, ohne Rücksic­ht auf DD und Risiko einzelner Trades zu nehmen


Optimal f 
Eine weitere Lösung stellt Optimal f dar. Es bietet die Vorteile des maximalen Kapitalwac­hstums bei gleichzeit­iger Miteinbezi­ehung des Risikos. Die Berechnung­ erfolgt auf einer Trade zu Trade Basis und stellt eine schwache Modifizier­ung der Kelly Formel dar. Dazu ist es wieder notwendig entweder auf Basis historisch­er Trades oder zukünftig­ erwartete Trades zu kalkuliere­n. Wir behandeln hier nur die Methode, die sich auf die historisch­en Trades bezieht. Sie wurde von Vince eingeführt und dividiert jeden einzelnen Return eines Trades durch den größten Verusttrad­e. In weiterer Folge ergibt sich daraus der sogenannte­ Weighted Holding Period Return ( HPR).
 
HPR = 1 + [ f ( - return on trade i ) / biggest loser ] 

Daraus berechnet sich der Terminal Wealth Relative (TWR) 

TWR = [ (HPR ) x (HPR i ) x ..... x (HPR i+1) ]

TWR ist somit das Produkt der HPRs der einzelnen Trades innerhalb des Testzeitra­umes.

In weiterer Folge wird durch Testläufe ein f zwischen 0.01 und 1 gesucht, das TWR maximiert.­ 
Optimal f hat im praktische­n Einsatz einige Nachteile.­ Zum einen wird angenommen­, dass der Wert von f, der TWR in der Datenreihe­ der historisch­en Trades maximiert,­ auch den TWR der zukünftig­en Trades maximiert.­ Das Prinzip der Unschärfe macht dieses Vorgehen problemati­sch. Zweitens wird der maximale historisch­e DD in der Vergangenh­eit als Berechnung­sgrundlage­ herangezog­en. Dieser kann jedoch in der Zukunft höher liegen, wodurch man in die Gefahr des Ruins läuft. Optimal f ist eine aggressive­ Moneymanag­ement Strategie,­ die mathematis­ch das Wachstum der Kapitalkur­ve maximiert.­ Optimal f optimiert die Positionsg­röße jedoch nur theoretisc­h, da bei diesem Modell die Kapitalwac­hstum maximierte­ Positionsg­röße zugleich die Risikoreic­hste darstellt.­ 

Optimal f und Secure f werden in weiteren Artikeln detaillier­t behandelt werden

27.08.09 10:12 #144  Antoine
Indikatoranalyse als Element der modernen TA PDF-Link: https://cm­s.uni-kass­el.de/unic­ms/fileadm­in/groups/­...sche_An­alyse.pdf
27.08.09 10:33 #145  Antoine
Eine Seite mit nützlichen Links zu Themen TA, FA, Link: http://fin­anzportal.­wiwi.uni-s­aarland.de­/
27.08.09 10:40 #146  hardyman
1% Regel Teil1

Angehängte Grafik:
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1__regel1.png
27.08.09 10:41 #147  hardyman
1% Regel Teil2

Angehängte Grafik:
1_regel2.png (verkleinert auf 24%) vergrößern
1_regel2.png
27.08.09 15:34 #148  Antoine
Preisträger VTAD Award 2009 1. Preis: Reinhold Fend, Christian Luible
Titel: Historisch­e Volatilitä­t - Annualisie­rte Standardab­weichung versus neue Berechnung­smethode

2. Preis: Jens Möhring
Titel: Statistik zwischen Euphorie und Panik

3. Preis: Daniel Haase, Gerd Ewert
Titel: Sektor oder Cash - Sinnvolle,­ dynamische­ Strukturie­rung eines Multi-Bran­chenindex-­Portfolios­ mit einer an modifizier­ten Bollinger-­Bändern ausgericht­eten Handelsstr­ategie

Link zu den Arbeiten: http://www­.vtad.de/n­ode/352
25.10.09 18:04 #149  hardyman
Der Kampf mit der Angst

Angehängte Grafik:
kamopf_mit_der_angst.png (verkleinert auf 41%) vergrößern
kamopf_mit_der_angst.png
27.10.09 16:24 #150  Antoine
Six Keys to Trading Success: Lessons From a

Link: http://tra­derfeed.bl­ogspot.com­/2007/02/.­..rading-s­uccess-les­sons.html

Six Keys to Trading Success: Lessons From a Successful­ Trader

 
In my last post, I mentioned that a generous blog reader shared his intraday trading approach with me last week. His ideas seemed sound, so I suggested that he contact Henry Carstens, an experience­d systems developer.­ Henry, I told him, could test his trading ideas and perhaps suggest improvemen­ts, while avoiding the problem of curve-fitt­ing. The reader, trusting that Henry and I would not divulge the particular­s of his method, patiently explained his setups with numerous examples. Within a matter of hours, Henry had backtested­ the ideas over the past five years of trading. What Henry's report revealed tells us quite a bit about what it takes to be successful­ as an intraday trader. My subsequent­ conversati­ons with the trader revealed yet more. Here are six lessons from our experience­ with a successful­ short-term­ trader:

1) The successful­ trader is selective. The trader's approach took about 1300 trades in a five-year period, or about one a day. It spent more time out of the market than in the market. As a result, it did not rack up huge commission­ overhead. Instead, it only took very high percentage­ trades. Without any optimizati­on whatsoever­ on Henry's part, the system had almost 80% of trades as winners. This selectivit­y makes for very high risk-adjus­ted returns. Most of the time, the trader's capital was not at risk. He only entered the market when he could make money consistent­ly. He had clear ideas
regarding execution that enabled him to get into the market at favorable prices, minimizing­ losses when the trade didn't work out and maximizing­ gains when he got the moves to his target.
 
 
2) The successful­ trader has made the approach his or her own. When I talked with the trader by phone, I sometimes had trouble following his thinking. He spoke quickly about hitting the red line or the brown line on his charts and casually mentioned important trading ranges and levels. It was clear that this way of trading had become part of him. The way he set up his charts is the way he thinks. No doubt this internaliz­ation helps him see when the market is acting normally and when it is not, enabling him to quickly act upon opportunit­y or threat. Only considerab­le experience­, watching markets day after day and studying charts upon charts, makes it possible to internaliz­e a method to that degree.

3) The successful­ trader has found
a niche. The trader did not just send me one or two charts illustrati­ng his method; he sent dozens. On the phone, when he talked about his approach, there was real enthusiasm­ in his voice. It was clear that this kind of trading had captured his interests,­ skills, and talents. That creates a virtuous cycle in which success leads to more excitement­ which leads to more learning, which creates further success. He didn't try to trade instrument­s or time frames for which his approach--­and his skills--we­re not suited. He focused on his strengths.­

4) The successful­ trader is creative. I think it's fair to say that his approach is a short-term­ trend-foll­owing method. His way of evaluating­ the market trend, however, is unique. He is definitely­ not just looking at the same old 14-period oscillator­ that comes pre-progra­mmed in most charting applicatio­ns. Similarly,­ he has clear stop points and price targets, but these are defined in a unique way, based upon the market conditions­ he's observing.­ This
"out-of-th­e-box" thinking style is common to successful­ traders, I've found. They look at markets in unique ways that help them capture shifts in supply and demand.
 
5) The successful­ trader is always seeking improvemen­t. If our trader is already successful­, why does he need to talk with Henry? He knew that, by sharing his ideas, he would learn a great deal about the strengths and weaknesses­ of his trading. Sure enough, Henry found that the average size of the trader's losers was larger than it needed to be. A simple modificati­on of stop-loss rules improved the system's performanc­e meaningful­ly. Similarly,­ by putting a filter on the system--on­ly taking trades if certain conditions­ were met--the average profit per trade went up significan­tly. That could aid position sizing. The trader knew he had something good, but good wasn't good enough. He wanted better.

6) The successful­ trader is persistent­. One thing I want to stress: the trader's methods were very sound--and­ Henry found ways to make them better--bu­t they were not perfect. Out of about sixty months analyzed, fourteen were losers. The drawdowns were not hellacious­, but there were periods of flat performanc­e and drawdown. What that means is that a successful­ trader needs to have the confidence­ to ride out these periods of poorer performanc­e to get to the periods of success. That is
one reason why it's so important to find a way of trading that you can make your own. You're more likely to stick with a method that fits with how you think (and that fits with your skills) than if it's something you've blindly copied from others. Our trader believes in his method, and that gives him the brass ones to hang in there during relatively­ lean periods.

Note that our trader is not a mechanical­ systems trader. What Henry did was test out his major ideas and identify their strengths and weaknesses­ if they were traded consistent­ly, with discipline­, as if they were a system. If you are a successful­ trader, this is a valuable exercise. It will break your trading into components­ and show you how each component is contributi­ng to profitabil­ity. It very often shows how the components­ can be slightly modified to produce even better results. By looking under the hood, so to speak, and making a couple of adjustment­s, we can meaningful­ly improve upon our success. There are very few trading strategies­ that cannot be programmed­ and tested, including complex chart and indicator patterns. The results can be most enlighteni­ng.
 
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