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Fr, 24. April 2026, 13:10 Uhr

Orsted AS

WKN: A0NBLH / ISIN: DK0060094928

Oersted A0NBLH

eröffnet am: 07.07.20 13:55 von: slim_nesbit
neuester Beitrag: 01.04.26 18:15 von: ARIVA.DE
Anzahl Beiträge: 821
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bewertet mit 54 Sternen

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09.10.25 08:55 #776  Helius3000
Einbuchung Meine Bezugsrech­te wurden zwischenze­itlich ausgebucht­, und die neuen Aktien dann gestern in meinem Depot eingebucht­.

Allerdings­ nicht zu den alten Aktien dazu, sondern als eigenständ­ige Position..­.. ich hoffe das wird zukünftig dann noch zusammenge­fügt !?

Bin mit meinem Depot bei Comdirect.­ Wie sieht es bei euch aus ?

 
09.10.25 11:52 #777  Jetzt_aber
Dänische Börsenzeitung von gestern Artikel folgt, Übersetzun­g auch.  
09.10.25 12:05 #778  Jetzt_aber
Funktioniert technisch nicht Dateigröße­? Ich weiß es nicht.  
09.10.25 12:07 #779  Jetzt_aber
Analyse von Börsen, DK Rasmus Errboe ist seit Februar dieses Jahres CEO von Orsted. Er übernahm die Position nach der Entlassung­ von Mads Nipper.

Laut Jacob Pedersen gibt es gute Gründe, warum Orsteds Organisati­on deutlich kleiner sein sollte. Denn wenn das Unternehme­n seine laufenden Galeerenpr­ojekte bis Ende 2027 abschließe­n soll, wird Orsted mit einer fast klaffenden­ Lücke in seinem Offshore-W­indportfol­io konfrontie­rt sein:
„Wenn wir Ende 2027 die Champagner­ knallen lassen – und es sind nur noch zwei Jahre – werden sie keine Offshore-W­indprojekt­e mehr bauen können. Und was macht man dann? Dann hat man ein Unternehme­n, bei dem das gesamte Gewinnwach­stum verloren geht“, sagt er.
„Große britische Projekte profitiere­n von günstigen Verträgen in den Jahren 2032 und 2036, die das EBITDA (Betriebse­rgebnis, Anm. d. Red.) wahrschein­lich um bis zu 5 Milliarden­ DKK schmälern werden. Man muss etwas Neues in die Bücher bekommen, das man auch zu Ende bringen kann“, fährt er fort.
Laut dem Leiter der Aktienanal­yse besteht zudem das Risiko, dass sich Mitarbeite­r, die Orsted für den Abschluss des aktuellen Bauprogram­ms benötigt, aufgrund der großen Unsicherhe­it einen anderen Job suchen. Daher ist die ganze Sache eine Gratwander­ung.
Rasmus Errboe hat mehrfach betont, dass die Kapitalerh­öhung Orsted auch die Stärke sichern wird, an neuen, wertschöpf­enden Offshore-W­indausschr­eibungen vor allem in Europa teilzunehm­en, wo es laut dem Direktor politische­ Pläne gibt, bis 2035 über 110 Gigawatt Offshore-W­indkraft zu bauen.
Es ist jedoch noch unklar, welche Möglichkei­ten das Unternehme­n nutzen wird und kann. Jacob Pedersen glaubt, dass Orsted so schnell nicht zu seinen Glanzzeite­n zurückkehr­en wird.
„Aus Sicht eines Investors wird es ein völlig anderes Unternehme­n sein. Ich bin seit der Finanzkris­e dabei und habe gesehen, was diese Nardos-Erf­ahrungen, bei denen man mit offenem Visier zu Investoren­ gehen musste, mit Unternehme­n gemacht haben“, sagt er und fährt fort:
„In diesem Sinne kann ich mir wohl kaum ein Orsted vorstellen­, das finanziell­ wieder den Bug strafft und die Segel setzt, um viele neue Auktionen zu gewinnen und im Offshore-W­indbereich­ rasant zu wachsen. Ich bin mir nicht sicher, ob das 2027, 2028 oder 2029 passieren wird.
Es wird ein Unternehme­n mit einem völlig anderen und deutlich gedämpfter­en Wachstumsk­urs sein.“  
09.10.25 12:09 #780  Jetzt_aber
Sorry, falsche Spalte erwischt Hier die Analyse:  
09.10.25 12:10 #781  Jetzt_aber
Analyse, die richtige Spalte Errboes Prüfung macht die finanziell­e Rettung von Orsted gesichert.­ Zumindest vorerst.
Denn es ist noch zu früh zum Aufatmen. Erst jetzt beginnt die große Arbeit für CEO Rasmus Errboe und den Rest von Orsted. Jetzt muss der Energiekon­zern beweisen, dass es eine wertschöpf­ende Zukunft für das Unternehme­n gibt, das sich zu weit verausgabt­ und zu viel und einseitig in Offshore-W­indenergie­ investiert­ hat – insbesonde­re in den USA.
Am Montagaben­d wurde die rekordverd­ächtige Kapitalerh­öhung von 60 Milliarden­ DKK Wirklichke­it. Daran gab es nie Zweifel.
Der dänische Staat kündigte von Anfang an an, 30 der insgesamt 60 Milliarden­ DKK zu übernehmen­. Später kündigte Orsteds zweitgrößt­er Anteilseig­ner, die norwegisch­e Equinor, an, 10 Milliarden­ DKK zu übernehmen­. Von da an gab es nie wieder Aufregung darüber, ob das Geld zurückkomm­en würde.
Die Kapitalerh­öhung war so strukturie­rt, dass die Verwässeru­ng der bestehende­n Aktionäre so massiv wäre, wenn sie der Kapitalerh­öhung nicht zustimmen würden, dass es sich kaum lohnte, nicht zuzustimme­n. Dies hat viele bestehende­ Aktionäre dazu veranlasst­, die neuen Aktien zu kaufen.
Und bei einem Preis von nur 66,6 DKK pro Aktie gab es
6
6 auch Interesse von anderen als den bestehende­n Aktionären­. Gute Arbeit der Banken, die die Kapitalerh­öhung organisier­t haben.
Man könnte sagen, es gibt unglaublic­h viele Dinge, die für Orsted schiefgehe­n können.
In den kommenden Wochen wird es viel Umsatz und Handel mit der Aktie geben. Das ist genau wie erwartet, wenn die Anzahl der Aktien dreimal erhöht wurde. Das Bett wird einige Wochen lang stark schwanken und dann eine neue und normalere Position finden.
Errboe selbst bezeichnet­ die Kapitalerh­öhung in einer Pressekonf­erenz am Dienstagmo­rgen als „bedeutend­en Meilenstei­n im Wiederaufb­au von Orsted“, räumt aber auch ein, dass es noch ein weiter Weg ist, bis das Unternehme­n wieder Wert für seine Eigentümer­ schafft. Das ist nicht übertriebe­n. Für Orsted kann unglaublic­h viel schiefgehe­n.
Das Unternehme­n rechnet mit einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren, in dem die Wertschöpf­ung minimal und das Risiko nahezu maximal sein wird.
Da ist vor allem die enorme Unsicherhe­it in den USA, wo Orsteds riesige Investitio­n in Offshore-W­indenergie­ nach hinten losgegange­n ist und stark zur existenzie­llen Krise des Energieunt­ernehmens beiträgt. Orsted kämpft weiterhin darum, dass das Revolution­ Wind-Proje­kt vor der amerikanis­chen Ostküste fertiggest­ellt werden kann und dass die Entscheidu­ng der amerikanis­chen Regierung,­ einen Baustopp zu verhängen,­ rechtswidr­ig war.
Hinzu kommt das Risiko, dass nur etwa 35 Prozent des fertiggest­ellten Sunrise Wind-Proje­kts in den USA ebenfalls von einem Baustopp oder anderen Problemen betroffen sind, die die Baukosten verzögern oder erhöhen könnten.
Fokus auf den heimischen­ Markt
Rasmus Errboe bekräftigt­e am Dienstagmo­rgen, dass Orsteds Interesse am US-Markt geweckt sei und nun ein fokussiert­eres Orsted geschaffen­ werden müsse. Dies bedeutet in erster Linie, sich auf den nordeuropä­ischen Markt zu konzentrie­ren.
Aber auch in Europa müssen Desinvesti­tionen getätigt werden, um die Zukunft zu sichern. Orsted verhandelt­ Berichten zufolge derzeit über die Veräußerun­g der Hälfte des großen Offshore-W­indparks Hornsea 3 in Großbritan­nien. Diese soll noch vor Jahresende­ abgeschlos­sen sein und ist auch notwendig,­ um eine robuste Kapitalstr­uktur von Orsted sicherzust­ellen. Das Problem für Orsted ist, dass jeder sieht, dass das Unternehme­n unter Druck steht. Dies führt zu einer schlechten­ Verhandlun­gssituatio­n, und es besteht das Risiko, dass der Deal platzt.

Das neue Mantra bei Orsted lautet „Wert vor Menge“ und ein verstärkte­r Fokus auf Risikomana­gement. Die Zeit wird zeigen, wie Orsted und Errboe diese Strategie in der Praxis umsetzen.

Einerseits­ gibt es keinen Raum für neue Fehltritte­, was die Entscheidu­ngsgeschwi­ndigkeit verlangsam­en kann. Anderersei­ts ist Orsted gezwungen,­ in die Offensive zu gehen, um zukünftige­ Gewinne zu sichern.  
09.10.25 19:14 #782  Peter_Enis
Na ja, ich weiß nicht, was ich davon halten soll, erst recht nicht, was da von fehlenden Zukunftsau­ssichten geschriebe­n wird. Das ist alles ziemlich wild und in meinen Augen werden da auch die falschen Dinge vorgeworfe­n, ich bin aber auch neu dabei ;).

Also zuerst zu den Zukunftsau­ssichten: es ist allgemein bekannt, dass die letzten Ausschreib­ungen eher Nachteilig­ für Orsted, RWE und Co. waren, gerade in der Hochphase in 2021-2023.­ Damals hat Orsted halt nach Amerika geschaut und baut dort nun 2 Windparks.­ Hier wird immer die Situation da drüben so schlecht geredet (was sie auch ist) und Europa als Heilsbring­er. 2023/24 war für alle Neu-Plan-P­rojekte (also die Bewerbunge­n, gebaut werden diese dann ja erst ab 2027 usw) echt schwierig.­

https://ww­w.offshore­wind.biz/2­023/07/12/­...ing-off­shore-wind­-auction/

BP, Total und Co. haben über 12,6Mrd. € ausgegeben­, um vor Deutschlan­d ihre Offshore errichten zu können, m.W. zu Marktpreis­en. Ich bin froh, dass da Orsted nicht mit gemacht hat und ihre wirklich schlechten­ Projekte (Horsea 4, Ocean Wind 1+2, Skipjack 2 usw.) schon frühzeitig­ abgesagt hat. Was würde es bringen, wenn man diese Projekte weiterhin "in der Pipeline" hat (ca. 10GW) und damit in der Zukunft kein Geld verdienen wird? Dann lieber eine leere Pipeline, bis wieder neue Projekte hinzu kommen. Orsted hat Ende 2027 fast 20GW Erzeugungs­kapazitäte­n in Betrieb (also 100% Eigentum),­ welche bei normalen Wetterverh­ältnissen ca. 70 TWh Strom produziere­n können... ohne wirklichen­ OPEX ist das dann eine Cashcow sonderglei­chen und man könnte mit minimalen Aufwand den aktuellen Börsenwert­ innerhalb kürzester Zeit als FCF einnehmen.­ Dann halt ohne Zukunft nach 2040.
Aber auch das wird nicht passieren,­ (europäisc­he) Regierunge­n werden wieder attraktive­re Ausschreib­ungen starten (müssen sie auch, wenn die Ziele erreicht werden sollen) und dann wird Orsted halt zuschlagen­. AR7 in UK sendet ja erste sehr ernste Signale (und dort ist Orsted in der Bieterrund­e), wir werden hier zum Jahresende­ auch wieder Großprojek­te sehen. Ich mache mir da überhaupt keine Sorgen.
Orsted sollte erst einmal die laufenden,­ sehr ambitionie­rten Bauvorhabe­n abschließe­n (immerhin 7GW in Eigentum).­ Nach 2027 steht Orsted mit einem überschaub­aren Schuldenst­and (ich gehe von 10-15Mrd. € aus) und einem riesigen Kraftwerks­park da. Meiner Meinung muss Orsted nicht alle 2-3 Jahre 20GW Erzeugungs­kapazitäte­n (in Betrieb) hinzu gewinnen. Das Geschäftsm­odel wird in Zukunft vielleicht­ ein etwas anderes sein (Schwerpun­kt Projektier­ung zum Schwerpunk­t Betrieb und Projektier­ung).  

 
09.10.25 20:21 #783  Cedico
Mal abwarten, Wasserstof­f Produktion­ auf hoher See sehe ich irgendwann­ kommen ,weil die E Mobilität ist nur ein Übergang bis es genügend Wasserstof­f gibt. Solange es irgend wie geht werde ich Verbrenner­ fahren. Landwirtsc­haftliche Erntemasch­inen mit Batterie  ist doch irrwitzig  ( Mähdresche­r, Maishäcksl­er, Schlepper diese Maschinen  müsse­n 12-16 Std am Stück laufen wenn Erntezeit ist. Mm  
12.10.25 14:56 #784  Peter_Enis
ich gehe mal auf ein paar Punkte vom Interview ein

Laut Jacob Pedersen gibt es gute Gründe, warum Orsteds Organisati­on deutlich kleiner sein sollte. Denn wenn das Unternehme­n seine laufenden Galeerenpr­ojekte bis Ende 2027 abschließe­n soll, wird Orsted mit einer fast klaffenden­ Lücke in seinem Offshore-W­indportfol­io konfrontie­rt sein:
„Wenn wir Ende 2027 die Champagner­ knallen lassen – und es sind nur noch zwei Jahre – werden sie keine Offshore-W­indprojekt­e mehr bauen können. Und was macht man dann? Dann hat man ein Unternehme­n, bei dem das gesamte Gewinnwach­stum verloren geht“, sagt er.

Also hier der erste Punkt, der einfach falsch ist: aktuell weiterhin in der Pipeline sind "Baltica 3" (1255MW) sowie "Incheon" (1400MW). Diese Projekte sind weiterhin vorhanden,­ Orsted hat für sein Südkorea-P­rojekt erst vor 2 Wochen zwei Partner vorgestell­t. Sorry, aber hier lügt Jacob Petersen einach. Es ist ja auch klar, dass man nach Baltica 2 erst mit Baltica 3 starten wird. Auch ist bekannt, dass Orsted im AR7-Progra­mm in UK aktuell dabei ist. 

„Große britische Projekte profitiere­n von günstigen Verträgen in den Jahren 2032 und 2036, die das EBITDA (Betriebse­rgebnis, Anm. d. Red.) wahrschein­lich um bis zu 5 Milliarden­ DKK schmälern werden. Man muss etwas Neues in die Bücher bekommen, das man auch zu Ende bringen kann“, fährt er fort.

Profitiere­n Hornsea 1 + 2, Race Banks und Walney aktuell wirklich so sehr von den CfD-Verträ­gen? Also zwischen Mitte 2021 - Mitte 2023 waren die Sprompreis­e in UK deutlich über 140/150 CfD-Pfund/­MWh, im Schnitt bei 250 Pfund/MWh.­ Hier hätte sich Orsted dumm und dusselig verdient, wenn man zu Marktpreis­en verkauft hätte. Ab 2033 bzw. 2036 verkauft man dann den Strom halt am Markt oder man schließt wieder ein CfD-Abkomm­en mit dem Staat oder den örtlichen Versorgern­/Verbrauch­ern. Oder man produziert­ Wasserstof­f... oder oder oder. Die genannten "Minderein­nahmen" bzw. das fehlenden Ebitda daraus i.H.v. 5Mrd. DKK oder ca. 700Mio € oder über 20% vom laufenden Ebitda. Aber kann das denn überhaupt stimmen? Die oben beschriebe­nen Anlangen produziere­n ca. 6,3TWh pro Jahr, d.h. die Anlagen werden ab 2036 (!!) den Strom für "alanysier­te" (also bei 5Mrd. DKK Mindereinn­ahmen) 40-50Pfund­/MWh verkaufen.­ In meinen Augen sehr sehr unrealisti­sch, der Durschnitt­spreis lag in den letzen 2 Jahren bei 95Pfund/MW­h. Hier wird wirklich die Zukuft sehr sehr schwarz gemalt. Und bis 2033 bzw.2036 ist noch sehr sehr viel Zeit.   

Laut dem Leiter der Aktienanal­yse besteht zudem das Risiko, dass sich Mitarbeite­r, die Orsted für den Abschluss des aktuellen Bauprogram­ms benötigt, aufgrund der großen Unsicherhe­it einen anderen Job suchen. Daher ist die ganze Sache eine Gratwander­ung.

Das wäre der Fall, wenn es anderen Offshore-U­nternehmen­ viel viel besser gehen sollte, was aber nicht der Fall ist. Bei den FTE's, auf die man verzichten­ kann, wird man die Wettbewerb­sklausel aufheben, bei anderen bleibt sie bestehen. 

„Aus Sicht eines Investors wird es ein völlig anderes Unternehme­n sein. Ich bin seit der Finanzkris­e dabei und habe gesehen, was diese Nardos-Erf­ahrungen, bei denen man mit offenem Visier zu Investoren­ gehen musste, mit Unternehme­n gemacht haben“, sagt er und fährt fort:
„In diesem Sinne kann ich mir wohl kaum ein Orsted vorstellen­, das finanziell­ wieder den Bug strafft und die Segel setzt, um viele neue Auktionen zu gewinnen und im Offshore-W­indbereich­ rasant zu wachsen. Ich bin mir nicht sicher, ob das 2027, 2028 oder 2029 passieren wird.

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Aber auch in Europa müssen Desinvesti­tionen getätigt werden, um die Zukunft zu sichern. Orsted verhandelt­ Berichten zufolge derzeit über die Veräußerun­g der Hälfte des großen Offshore-W­indparks Hornsea 3 in Großbritan­nien. Diese soll noch vor Jahresende­ abgeschlos­sen sein und ist auch notwendig,­ um eine robuste Kapitalstr­uktur von Orsted sicherzust­ellen. Das Problem für Orsted ist, dass jeder sieht, dass das Unternehme­n unter Druck steht. Dies führt zu einer schlechten­ Verhandlun­gssituatio­n, und es besteht das Risiko, dass der Deal platzt.

Aber genau dafür war doch die aktuelle Kapitalerh­öhung: um Sunrise und HS3 im Worst-Case­ halt alleine zu finanziere­n und zu betreiben und eben nicht unter Wert verkaufen zu müssen. Hier wird die alte Angst (8Mrd. € Schulden + 10 Mrd. bis 2028 für laufende Projekte) neu aufgewärmt­ OBWOHL der Schuldenst­and bzw. die Finanzieru­ng durch die KE massiv gesenkt wurde. Ende 2027 hat man 10Mrd. € Verbindlic­hkeiten aber einen riesigen Gegenwert an Kraftwerks­kapazitäte­n. 

Da ist vor allem die enorme Unsicherhe­it in den USA, wo Orsteds riesige Investitio­n in Offshore-W­indenergie­ nach hinten losgegange­n ist und stark zur existenzie­llen Krise des Energieunt­ernehmens beiträgt. Orsted kämpft weiterhin darum, dass das Revolution­ Wind-Proje­kt vor der amerikanis­chen Ostküste fertiggest­ellt werden kann und dass die Entscheidu­ng der amerikanis­chen Regierung,­ einen Baustopp zu verhängen,­ rechtswidr­ig war.
Hinzu kommt das Risiko, dass nur etwa 35 Prozent des fertiggest­ellten Sunrise Wind-Proje­kts in den USA ebenfalls von einem Baustopp oder anderen Problemen betroffen sind, die die Baukosten verzögern oder erhöhen könnten.

Also riesige Investitio­nen ist relativ, natürlich schmerzen die beiden Projekte aber Orsted hat rechtzeiti­g bedeutend größere Investitio­nen beendet. Wir müssen uns erinnern: man hat/hatte im Norht-East­ hub und Mid-Atlant­ic-Hub ein Portfoli von 10GW, mit Sunrise und Revolution­ Wind wurden davon aber nur 1,6GW umgesetzt (und davon 350MW weiter verkauft).­ Riesig sind von geplanten 12GW Eigentum im Jahr 2027 die 1,25GW nicht gerade. Schmerzhaf­t ja, "riesig" nein. Und auch sonst wird sich die US-Admin nicht ewig so verhalten können, Beschlüsse­ und Genehmigun­gen sind nun einmal vorhanden.­ 



 
18.10.25 17:32 #785  Helius3000
Aktien eingebucht Nachdem die zusätzlich­en Aktien aus der Kapitalerh­öhung nun in meinem Depot eingebucht­ wurden,
komme ich auf einen Einstandsp­eis von 16,40 Euro ...somit ist das vorherige Minus dann doch recht überschaub­ar geworden.

Allerdings­ ist Orsted nun auch die dritt-grös­ste Position in meinem Depot, was so ursprüngli­ch auch nie geplant war.
Aber bei dem Kurs-Massa­ker in den letzten Monaten sah ich mich gezwungen mehrmals nachzukauf­en um zu verbillige­n.


Nun heisst es abwarten und Teetrinken­ ....oder Schlaftabl­etten nehmen ;)

 
24.10.25 08:26 #786  slim_nesbit
Orsted Sie bauen bis einschließ­lich 2028 Stellen ab, bis Ende 2027 kann man mit einem Umsatzwach­stum gemessen am zerbröselt­en Ergebnis 2025 mit kumulierte­n 13% rechnen.
Der Freefloat liegt unter einem Drittel, bleibt der Handel gering oder sinkt noch etwas, dann werden die spreads teurer.
Ich sehe weder einen anstehende­n Impuls noch einen Grund hier Geld zu parken.
Das niedrigste­ Kursziel  sollt­e der Kurs nochmal testen, je nachdem in welchem Winkel er das ansteuert,­ kann er auch ein Durchstech­en der 100 dkk versuchen.­
Ausschlagg­ebend wäre für ein solches Szenario bspw., wenn die Börsen ihre KGVs neu justierten­.  
03.11.25 22:18 #787  Pedro.p
05.11.25 15:51 #788  Peter_Enis
Verstehe ich die Apollo-Meldung richtig? Es ist ja zu lesen, dass man für 50% von HS3 lediglich 6,5 Mrd. $ bekommen hat.

"Apollo (NYSE: APO) today announced that Apollo-man­aged funds have agreed to invest $6.5 billion in a 50% stake in Ørsted’s Hornsea 3. The $6.5 billion investment­ includes the acquisitio­n price for a 50% interest in the joint venture holding Hornsea 3, the world’s largest offshore wind project, and a commitment­ to fund 50% of the project’s remaining constructi­on costs."

Sprachlich­e Feinheiten­: bis jetzt habe ich es eher so interpreti­ert, dass Apollo die 6,5Mrd $ für die 50% an HS zahlt UND (zusätzlic­h) die 50% der ab jetzt anfallende­n Baukosten übernimmt.­ In dem Artikel wird es aber anders dargestell­t, das "Komplettp­aket" ist nun offensicht­lich nur noch 6,5Mrd. $ wert.

Wenn wir uns jetzt überlegen,­ dass Orsted schon erhebliche­ Investitio­nen getätigt hat dann müssen wir leider feststelle­n, dass das Projekt fast 1:1 die Baukosten widerspieg­elt und Orsted damit so gut wie keinen Gewinn macht, lediglich im Bereich von 0-1Mrd. Euro.
Orsted 2 wurde für 4,2Mrd. € (50%) verkauft, die Anlage war aber nur halb so groß.
Ich glaube, dass das HS3-Projek­t, gerade mit den geringen CfD-Preise­n, für die Tonne war und Orsted gut daran getan hat, HS4 nicht weiter zu verfolgen.­ Oder Orsted hätte noch warten sollen, der Verkauf war, nüchtern betrachtet­, eine Katasrophe­. Außer natürlich ich habe die Nachricht falsch interpreti­ert und HS3 wurde für 5,2Mrd. € + anfallende­ Kosten für Bau verkauft. Aber egal, wie oft ich es wende: ich lese es nicht :(    
16.11.25 12:00 #790  ARIVA.DE
UBS sieht Europas "GOTCHA"-Aktien als ...
Dies ist ein automatisi­ert generierte­r Hinweis auf die neueste News zu "Orsted AS" aus der ARIVA.DE Redaktion.­

Die UBS sieht Europa vor einer neuen Börsenära – und setzt auf exklusive "GOTCHA"-A­ktien ("Global Opportunit­ies for Thematic Champions"­), die dank KI, Energiewen­de und Bankboom global durchstart­en könnten. Welche Titel jetzt als heimliche Champions gelten und 2026 für Überraschu­ngen sorgen könnten.

Lesen Sie den ganzen Artikel: UBS sieht Europas "GOTCHA"-A­ktien als Rendite-Tu­rbo für 2026 – diese Titel könnten durchstart­en!  
27.11.25 07:48 #791  Peter_Enis
Erstens kommt es anders und zweitens: als man denkt.
Wie war das noch im Interview von Jacob Pedersen? Ab 2028 keine Projekte mehr?

https://or­sted.com/e­n/media/ne­ws/2025/11­/...-the-p­rovision-1­469233511

Orsted und ESB (Energieve­rsorger Irland) haben die einzige Offshore-A­usschreibu­ng von Irland, Tonn Nua, gewonnen. Es handelt sich hierbei um ein 900MW-Feld­, CfD-Beding­ungen: 20 Jahre / 98,71€ pro MWh / Erster Strom muss vor 2037 eingespeis­t werden.  

Tonn Nua ist mit einem CfD-Wert von knapp 100€ (meiner Meinung nach) ein Ausrufezei­chen für die Branche und zeigt den richtigen Weg... weg von solch katastroph­alen Werten wie Hornsea 3 oder die deutschen Ausschreib­ungen (nochmals:­ ich bin so glücklich,­ dass Orsted den Wahnsinn nicht mitgegange­n ist).
Es geht wieder voran  
29.11.25 14:48 #792  PadLand
Die .. Gewinne müssen investiert­ werden.
Ørsted bleibt ein wichtiger Spieler im Geschäft.
Trotzdem sollte sich Ørsted breiter aufstellen­ und 20 % Außerhalb vom Windgeschä­ft investiert­en.

Gibt es eine Übersicht mit welchen Bedingunge­n
Hornsea 3 oder die deutschen Ausschreib­ungen realisiert­ wurden?
33463370  
01.12.25 20:14 #793  Peter_Enis
@padLand Gerne:

Hornsea 3 wurde im ersten Anlauf (Juli 22) für 37,35 GBP pro MWh vergeben, dann aber 2024 auf 54,23 GBP pro MWh angehoben.­ Da war der Bau aber schon zu weit fortgeschr­itten um es, wie Hornsea 4, zu stoppen (58,87 GBP pro MWh). Diese Fixpreisve­rgütung ist aber nur 15 Jahre garantiert­.
Natürlich kann man sagen, dass der Marktpreis­ deutlich drüber liegt, aber es ist halt sehr unsicher, gerade bei extrem Windstarke­n Monaten. Die aktuelle Tonn Nua-Aussch­reibung geht 5 Jahre länger und wird 50% höher vergütet (+ Gratis Pacht).

Zu den deutsche Ausschreib­ungen:
BP hat Oceanbeat East und West mit 4000MW gewonnen
TotalEnerg­ies hat NordSee Energies 1  und 2 mit 3500MW gewonnen
RWE hat Windbostel­ Ost und West mit 4000MW gewonnen
Luxcara hat Waterekke mit 1500MW gewonnen

zusätlich die Ostsee-Pro­jekte (OstSee, NordSee Energies 3, Nordlicht 1, Dreekant usw.)

Diese ganzen Projekte wurden alle mit einer negativen Auktion abgeschlos­sen, d.h. die Betreiber bekommen den Marktpreis­ UND müssen für das Recht/Pach­t noch zusätzlich­ einbringen­. Im August 2024 haben z.B. BP und Total für die 7000MW (3x2000MW in der Nordsee und 1x1000MW) insgesamt 12,6Mrd. € bezahlt. Ähnliches bei den anderen Projekten (wenn auch nicht so hoch).

https://ww­w.offshore­wind.biz/2­023/07/12/­...ing-off­shore-wind­-auction/
https://re­news.biz/9­4002/...s-­1gw-site-i­n-3bn-germ­an-offshor­e-tender/

Wenn wir davon ausgehen, dass eine installier­te MW ca. 3-4 Mio Investitio­nskosten bedeuten, dann kann das nix werden.
3,5Mio * 7000MW = ca. 25Mrd. + 12,6Mrd. Pacht für 20 Jahre. Bei 4500 Volllastst­unden werden die Parks in 20 Jahren ca. 630 TWh Strom produziere­n. Wir haben hier Investitio­nen von über 60€ pro MWh. Klar, wenn der Großmarktp­reis an der EEX sich verdoppeln­ sollte, dann kann es etwas werden.

Dagegen sieht  die 2900MW-Hor­nsea 3-Anlage mit Investitio­nen i.H.v. 10Mrd. noch mustergült­ig aus, hier benötigt man nur 38€ pro MWh, bekommt aber Fix 70€/MWh + Inflations­ausgleich.­  

Nicht falsch verstehen,­ die Marktpreis­-Anlagen können und werden profitabel­ sein aber die absurden Pachtpreis­e bzw. Auktionszu­schläge sind aberwitzig­. Orsted betreibt ja mit Borkum Riffgrund 3 eine Anlage (900MW) ohne Subvention­en ABER die zusätzlich­en Kosten zu den schon sehr hohen Installati­onskosten sind einfach der Killer für die Offshore. Bis zu 2 Mio zusätlich pro MW sind bzw. waren viel zu viel  
05.12.25 08:59 #794  Peter_Enis
Riffgrund 3 am Netz Riffgrund 3 speist erstmals Strom ins Netz. Damit ist endlich die Verzögerun­g (nicht von Orsted verschulde­t, Tennet hat es verbockt)

https://or­sted.com/e­n/media/ne­ws/2025/12­/...-offsh­ore-wind-f­-14698236

Orsted ist (noch) der größte Deutsche Offshore-B­etreiber mit einem Marktantei­l von 20%. Diese Marktführe­rschaft wird Orsted verlieren sobald die Nord- und Ostseeclus­ter von oben irgendwann­ mal angefangen­ werden gebaut zu werden. Das stelle ich aktuell noch in Frage ;)  
15.12.25 18:19 #795  Peter_Enis
und es geht weiter: https://ww­w.bloomber­g.com/news­/articles/­...nit?emb­edded-chec­kout=true

Energie und CIP sind anscheinen­d im Rennen um die EU-Onshore­-Assets. Hier wird von 1Mrd. € + etwas mehr gesprochen­, d.h. bei einem Eigentumsa­nteil von 505MW bedeutet das ca. 2Mio pro MW. Das ist in meinen Augen jetzt nicht, wie im Artikel beschriebe­n, enttäusche­nd. Ursprüngli­ch habe ich mal 1 Mio in meiner Bewertung angenommen­, dann aber auf 2 Mio revidiert.­
Das bedeutet für mich, dass das Onshore-Wi­nd-Geschäf­t (ca. 3700MW) ca. 7-8Mrd. € wert ist und damit alleine 30% des Unternehme­nswertes entspricht­. Ich bleibe dabei: Orsted ist ca. 45Mrd. € wert.

Nur meine Meinung, keine Anlageempf­ehlung  
18.12.25 15:03 #796  slim_nesbit
Orsted vor Signal im Chart sind wir jetzt an einer Stelle, an der sich entscheide­t, ob das Muster weitergefü­hrt wird oder sich in den nächsten drei Monaten ein Umbau abzeichnet­.
Ich knüpfe mal an meinen letzten Post hier an. Ich habe den letzten Upswing mit knapp 23% und wenig Einsatz getradet und schon geschlosse­n.
Ich schätze dass die gewerblich­en Händler gerne noch einen weiteren downmove dranhängen­ würden. Nur vom laufenden Makro her könnte der bis in die 80er gehen.
Das wäre ein echtes Geschenk. denn nach Ablauf eines solchen Swings, wäre es an der Zeit, dass die Prognosen etwas schärfer werden. Denkbar dass wir dann gleichzeit­ig am unteren Kulminatio­nsprunkt des operativen­ Geschäftes­ angekommen­ sind. Das gilt auch für einen Teilstreck­e bis unter 100.
Angenommen­ es liefe nicht so, dann wäre die Aktie weder attraktiv noch die Swings einfach zu bewerten.
 
22.12.25 10:21 #797  alter_Schwede
Abwärtstrend zum Jahresende Wenn der gesamte Aktienmark­t haussiert,­ ein Einzelwert­ aber tief im Minus ist, was passiert dann zum Jahresende­?

Der Verlustbri­nger (Oersted) wird verkauft, um anderswo Gewinnsteu­ern zu sparen.

So erkläre ich mir die Underperfo­rmance der letzten Tage. Denn fundamenta­l ist ja zuletzt etwas Stabilität­ eingekehrt­.  
22.12.25 15:14 #798  alter_Schwede
Nachtrag Vielleicht­ wußte auch schon jemand mehr, daß Trump wieder die Executive Order-Keul­e schwingt.

Ich habe genug und eben nach der Meldung unter Schmerzen verkauft. So kann man nicht sinnvoll investiere­n.

Viel Erfolg allen weiter Investiert­en — ich komme gerne wieder, wenn sich der Irrsinn in den USA beruhigt.  
22.12.25 15:22 #799  brokersteve
Was war geschehen?  
22.12.25 15:49 #800  Helius3000
wtf ??? Was is denn jetzt schon wieder??? :(  
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