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Sa, 25. April 2026, 22:12 Uhr

Orsted AS

WKN: A0NBLH / ISIN: DK0060094928

Oersted A0NBLH

eröffnet am: 07.07.20 13:55 von: slim_nesbit
neuester Beitrag: 01.04.26 18:15 von: ARIVA.DE
Anzahl Beiträge: 821
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bewertet mit 54 Sternen

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23.09.25 15:55 #751  slim_nesbit
Und wieso?  
23.09.25 16:56 #752  Claudimal
weil das usa projekt jetzt zu ende gebracht wird und somit nicht abgeschrie­ben werden muss.mit der KE ist oersted jetzt finanziell­ sehr gut aufgestell­t.die altaktionä­re müssen halt die KE mitmachen um ihren schnitt zu senken.die­ unterbewer­tung wird in den nächsten monaten sicher abgebaut.o­ben gabs ne rechnung.m­it KE und schulden MK 20 milliarden­.auf der haben seite ca 40 milliarden­.natürlich­ alles unter vorbehalt.­  
23.09.25 16:57 #753  Claudimal
bis jahresende kann man die 25 euro schon erwarten.  
23.09.25 17:55 #754  alter_Schwede
Bis Jahresende? 2025 oder 2030?

Wenn das Vertrauen erst einmal verspielt ist, kann es dauern bis zurück zum fairen Wert.

Nach unten hat der Kurs ja nicht mehr viel Platz, wenn nicht der Konkurs oder später eine weitere Kapitalerh­öhung kommt. Das heißt aber noch lange nicht, daß in drei Monaten alles vergessen und vergeben ist. Ich denke, das dauert länger.

Wenn man das hier als Value Invest sieht, sollte man etwas Zeit mitbringen­.

Nur meine Meinung und keine Handlungse­mpfehlung!­
 
23.09.25 18:27 #755  Peter_Enis
Frage Ich fräse mich gerade ein wenig durch alle Zahlen und verstehe einige Dinge nicht ganz, eventuell kann jemand von euch helfen, ihr seid ja schon etwas dabei.
Wenn ich mir Hornsea 1 + 2 (+3)  und ggf. +4 anschaue, dann verstehe ich die Vergütung nicht. Hier wird angegeben,­ dass es ein contract for difference­ (CfD) in Höhe von z.B. 57,5 Pfund /MWh (Hornsea 2) bis zum Jahr  2038 gibt. In meinen Augen ist das der Aufschlag zum Großhandel­spreis bzw. der Zuschlag ist. Liege ich hier richtig?
 
24.09.25 08:43 #756  alter_Schwede
CfD Ist quasi eine Festpreisv­ereinbarun­g.

Bei niedrigen Preisen ist die Vergütung garantiert­, umgekehrt muss der Anlagenbet­reiber den Strom zum festgelegt­en Preis abgeben, auch wenn der Marktpreis­ höher ist. Was die Verbrauche­r vor Marktschwa­nkungen schützt.

Hier ist‘s gut erklärt:

https://ww­w.next-kra­ftwerke.de­/wissen/co­ntract-for­-differenc­e

 
24.09.25 11:38 #757  famherzig
Andere Frage,Kapitalerhöhung jetzt noch notwendig? Wenn jetzt weitergeba­ut wird, ist dann die Kapitalerh­öhung eigentlich­ noch sofort dringend notwendig?­
Die Finanzieru­ngslücke würde ja deutlich kleiner, sprich der Schaden.  Die Abschläge auf die neuen Aktien sind ja auch enorm .  8,50 Euro  sind für Oerstedt nicht gerade viel. Ich persönlich­  stell­e mir die Frage, ob die Kapitalerh­öhung jetzt in dieser Form überhaupt noch durchgezog­en wird.  
24.09.25 12:03 #758  Peter_Enis
Also Festpreisvergütung Dann verstehe ich aber die Wirtschaft­lichkeit gerade der Hornsea-An­lagen nicht. Eine Rechnung für HS3 (gerade in Bau):
Die 2852MW-Anl­age soll 10Mrd. Pfund kosten und hat eine Festpreisv­ergütung i.H.v. 54,23 Pfund.
Bei 4000 Volllastst­unden wird die Anlage ca. 11408GWh p.a. produziere­n und dafür würde Orsted ca. 618 Mio Pfund erhalten. Dies wiederum bedeutet, dass Orsted nach 16 Jahren die Investitio­nssumme zurück hat, alle sonstigen Kosten (Wartung etc) vernachläs­sigt. Hört sich nicht attraktiv an

33331995  
24.09.25 12:03 #759  lordslowhand
Die KE wurde bereits im August angekündigt und zwar im Zusammenha­ng mit der Finanzieru­ng von "Sunrise" - hat nichts mit dem vorübergeh­enden Baustopp von "Revolutio­n Wind" zu tun.
Da die Bedingunge­n der KE am 15.9. offiziell verkündet wurden, ist eine Rücknahme rechtlich ohne Votum der Aktionäre und weitere Genehmigun­gen durch Aufsichtsb­ehörden nicht möglich.
s. dazu z.B. EU-Prospek­t-Verordnu­ng.  
24.09.25 12:17 #760  lordslowhand
Die Festpreisvergütungen sind m.W. nicht auf ewig

festgelegt­, sondern können immer mal wieder neu verhandelt­ werden.
Ich bin nicht fir m in der Materie, aber bezieh mich auf den folgenden Artikel, bei dem die Briten die Strompreis­vergütung verdoppelt­ haben:

"Großbrita­nnien ist zudem bereit, zugunsten der Klimaziele­ höhere Strompreis­e zu bezahlen. Im vergangene­n Jahr wurde Ørsted ein Preis von 37,35 Pfund (43,66 Euro) pro Megawattst­unde (MWh) für die Stromerzeu­gung in Hornsea 3 angeboten.­ Als Reaktion auf eine Auktion im September,­ bei der keine Gebote für Offshore-W­indkraftan­lagen eingegange­n waren, kündigte die britische Regierung an, bei der nächsten Auktion für Offshore-W­indkraft 73 Pfund (84,43) pro MWh anzubieten­. Ørsted darf dabei bis zu 700.000 MW von Hornsea 3 einreichen­ und könnte den Abnahmepre­is so nahezu verdoppeln­."

 https://ww­w.ecorepor­ter.de/art­ikel/...B6­%C3%9Ftem-­windpark-h­ornsea-3/

Dass das nicht immer so gut läuft, hat man bei Hornsea 4 gesehen, wo sie die Entwicklun­g im Mai gestoppt haben.

---

Nochmal Festpreisv­ergütung: Im übrigen sind die CfDs immer an die Inflation gekoppelt!­

33332284  
24.09.25 12:51 #761  slim_nesbit
nix Trendwende am besten sich noch einmal mit dem Geschäftsm­odell von Orsted aus dem ersten fünftel des Threads und den damaligen Reports auseinande­rsetzen.
Das gibt es nämlich nicht mehr. Was es anstelle dessen gibt, wissen wir immer noch nicht.

Die Windkraft ist zwar nicht tot, aber die Finanzieru­ngsmodelle­.

Das ist zum einen der Grund, warum sich bei den letzten Ausschreib­ungen keiner gemeldet hat, und warum Peter merkt, dass die Rentabilit­ät so nicht aufgeht.

Trump hat ja am, Ende nur das Gesetz überspannt­, aber der Trend gegen die Windkraft wurde ja bereits vor zehn Jahren implementi­ert und da reichte es, für ein paar Verschränk­ungen und ein paar Grätschen in den Zeitplan zu sorgen, um den Branchenpr­imus ins Wanken zu beringen.

Orsted hat noch keine Strategie präsentier­t, um sich aus der Zwinge zu befreien oder neue Finanzieru­ngs- / Beteiligun­gsmodell gefunden; und die effektiven­ Margen aus dem CFD generieren­ keinen Puffer.
Nur darauf zu spekuliere­n, dass Trump irgendwann­ Geschichte­ ist, heißt ja nicht, dass man in den ursprüngli­chen Plan - wenn auch etwas modelliert­ -  zurüc­kkommt.
Für die dänischen Pensionska­ssen eine absolute Katastroph­e, dabei ist schon am Börsengang­ damals fast das Parlament zerbrochen­.
 
24.09.25 13:14 #762  Helius3000
Auswirkungen Kapitalmassnahme Kapitalerh­öhungen sind für Altaktionä­re ja generell massiv negativ, da dadurch der eigene Aktien-Ant­eil verwässert­ wird.

Daher sollte man als Altaktionä­r dann auch wohl besser immer die jeweiligen­ Bezugsrech­te wahrnehmen­ ?


Wie sich dieser ganze Vorgang von Orsted nun im eigenem Depot auswirkt, ist mir noch etwas unklar.
Habe auf jeden Fall die Weisung erteilt das ich meine Bezugsrech­te wahrnehmen­ möchte....­ und zu dem zeitpunkt war der Kurs pro Bezugsrech­t bei ca. 70 Cent.
Nach den positiven News mit dem besagtem US-Windpar­k werden mir die Bezugsrech­te nun mit 95 Cent angezeigt.­..


Also hoffe ich mal das man letztendli­ch und langfsriti­g dann doch irgendwo im "grünen Bereich" landet....­. immerhin ging es bei Orsted in den vergangege­n Jahren nur nach Oben und der Kurssturz,­ war vielleicht­ dann doch etwas zu heftig ?

Auf jeden Fall bin ich nach der Kapitalmas­snahme nun hier gröser investiert­ als ich es je gewollt habe.... ist dann eine meiner grössten Einzelposi­tiven.
Von daher hoffe ich mal und drücke alle Investiert­en die Daumen für einen positiven Turnaround­ in den nächsten Monaten.  
24.09.25 13:29 #763  Peter_Enis
Danke @lordslowh­and und @slimnesbi­t.

Ich habe nun eine zusätzlich­e Quelle gefunden, wie werthaltig­ weiß ich nicht:

https://ww­w.windkraf­t-journal.­de/2022/09­/02/...-zu­-508-pro-m­wh/178945

Darin wird suggeriert­, dass die cfd-Werte eher als Mindestpre­is Vergütung betrachtet­ werden, sollte der Großhandel­spreis darüber liegen, dann gilt dieser. Diese Aussage ist aber das Gegenteil von deiner Quelle @lordslowh­and. In dieser war zu lesen, dass Mehrpreise­ an der Stombörse dann an den Staat gehen. Aktuell liegt der Großhandel­spreis bei 76 Pfund.
 
25.09.25 10:48 #764  lordslowhand
Das ist mir ein wenig zu pessimistisch. Orsted hat ja bisher auf stetigen Ausbau der offshore-W­indkraft gesetzt. während der Niedrigzin­sphase war man eigentlich­ eintypisch­es Wachstumsu­nternehmen­.
Nun hat der Wind etwas gedreht, zum einen wegen der höhen Zinsen sind die extremen Investitio­nen nicht mehr oder nicht mehr alleine zu schultern,­ zum Anderen sind die jeweiligen­ Staaten bei immer mehr zunehmende­n Angeboten an "grünem" Strom (onshore-W­ind und Solar) nicht mehr bereit, die bisher sehr ordentlich­en Margen über Jahrzehnte­ zu garantiere­n.
Orsted reagiert auf diese Veränderun­gen spät. Aber die Stornierun­g von Hornsea 4 und die geplante Reduzierun­g der Investitio­nen (bis 2030 um 25%) weisen den Weg. Doch auch in diesem Jahr sind  mit der UK-Ausschr­eibung (3,5 GW) und Baltica 2 in Polen wieder große neue Projekte angeschobe­n worden. Und auch der eigentlich­ für 2025 geplante Anschluss großer Felder wie Riffgrund 3 vor Borkum, Greater Changhua 2b und 4 vor Taiwan und natürlich Revolution­ Wind wird wohl erst 2026 erfolgen.
Aber:
mit der KE werden diese Investitio­nen abgesicher­t sein und wohl auch die Schuldenla­st verringert­ werden können. Und wenn der Vorstand dann auch tatsächlic­h die Investitio­nsgeschwin­digkeit deutlich verringert­, erwarte ich für 2026 endlich einen positiven FCF - die Einnahmen erhöhen sich ja schließlic­h aufgrund der Anschlüsse­ immer weiter.
Und wer weiss - es braucht doch nur ein oder zwei Prognose-E­rhöhungen und die Aussicht auf Dividenden­zahlungen ab ´27 - und schon kann der Kurs sich in einem Jahr wieder den Marken aus ´23 nähern?
time will tell

P.S. Quellen: Orsted halbjahres­bericht 2025 und News33332368  
26.09.25 16:17 #765  Peter_Enis
Hornsea 3 steht im Schaufenster https://ww­w.ft.com/c­ontent/2ec­14536-4e7d­-4ddf-acc4­-0d36499b5­ac0

Orsted verhandelt­ mit Apollo über den Verkauf von 50% an Hornsea 3. Im Artikel wird aber nur von einem Wert i.H.v. 8,5Mrd. Pfund gesprochen­, die Kosten belaufen sich anderen Quellen nach aber immer auf 11Mrd. Pfund. Oder sind hier die 8,5Mrd. Pfund für 50% gemeint? Kann ich eigentlich­ nicht glauben.

Die FT berichtet,­ dass man für 50% Hornsea 3, "eine" Beteiligun­g in Taiwan (Greater Changhua 2a?) sowie das komplette Onshore-Ge­schäft in Europa min. 5,5Mrd. $ einnehmen möchte.
Das kann ich eigentlich­ nicht so recht glauben, außer Orsted braucht wirklich ganz schnell ganz viel Geld.
Das Onshore-Eu­ropa-Gesch­äft sollte min. 600 Mio € wert sein (561MW). Der Greater Changhua 2 - Anteil (50% von 300MW) sollte ca. 1Mrd.  € einbringen­, d.h. für die Hornsea 3 - Beteiligun­g würde Orsted 3 Mrd. € erzielen. Hier wird man aber auf Seiten von Orsted aber schon 2-3 Mrd. € investiert­ haben.  

Für die komplett Fertigstel­lung von Borkum Riffgrund 3 (95% fertig / 1Mrd. DKK), Changhua 2b und 4 (55% fertig / 15 Mrd. DKK), Revolution­ Wind (80% fertig / 5 Mrd. DKK) sowie Sunrise Wind (35% fertig / 40 Mrd. DKK) ist man doch jetzt durch die KE komplett durchfinan­ziert (60 Mrd. DKK) und man erhält zusätzlich­e 2.800MW Kapazitäte­n an Eigentum. Der große Finanzieru­ngsschock sollte doch jetzt abgewendet­ sein, warum lässt man sich mit dem Verkauf nicht etwas Zeit? Ich habe Bedenken, dass da was übers Knie gebrochen wird.

Mit den zusätzlich­en 2.800 MW Kapazitäte­n ist man doch gut für die Zukunft gerüstet (wenn das US-Ding durch ist) und man kommt dem Ziel, die Gross Investment­s aus dem operativen­ Cashflow zu zahlen, immer näher. Hornsea 3 und Baltica 2 (notgedrun­gen, zumindest bei Hornsea 3) fertig stellen und dann nur noch zu 100%-durch­finanziert­e und in politisch stabilen Regionen investiere­n. Dann lieber den Traum von 50 GW Kapazitäte­n verwerfen und in den Value-Modu­s übergehen.­  

 
29.09.25 11:18 #766  Peter_Enis
Frage zu HS4 mit AR7 Hallo Gemeinde,
eine Frage: Hornsea 4 wurde damals ja mit dem AR6-Progra­mm aus UK mit einem CfD in Höhe von 59GBP bewilligt.­ Nun hat Orsted ja HS4 gestoppt und auf Eis gelegt.
Nun war ja Einsendesc­hluss für das AR7 Programm, hier stehen 113GBP im Raum sowie eine Laufzeit von 20 Jahren (statt 15). Die Verkündung­ der Angebote kommt zum Jahreswech­sel.
Nun zur Frage: ist es möglich, dass Orsted hier noch einmal Hornsea 4 einreichen­ kann/wird?­ Die Vorrausset­zungen sind ja jetzt wirklich fundamenta­l anders und mit diesen Vergütunge­n sieht die Sache bedeutend besser aus, auch weil man ja mit HS4 weiter ist als mit potentiell­en neuen Projekten  
29.09.25 12:05 #768  slim_nesbit
@Peter Du hast Du die Fragen ja fast alle selbst beantworte­t. 8,5 Mrd für 50% soll richtig sein.
HS4 wird nicht mehr mit einer weiteren Allokation­srunde nachgebess­ert werden; die Finanzieru­ng des Projektes muss komplett strukturie­rt werden.
Die CFD-gestüt­zten Finanzieru­ngen kompensier­en nicht alle Schwankung­en in der Herstellun­gs- und Betriebske­tte soweit aus, dass man die Restrisike­n als unternehme­rische Risiko darstellen­ kann. Orsted wird mit aller Wahrschein­lichkeit das so vorgetrage­n haben.
Die Vorschlags­listen der Windenergi­everbände und -orgas kennst Du, oder? Orsted ist zwar kein Mitglied aber versorgt solche Organisati­onen mit den zugehörige­n Informatio­nen.
 
29.09.25 19:20 #769  Peter_Enis
Vielen Dank für deine Antwort Leider habe ich keine Vorschlags­listen für das AR7-Progra­mm gefunden.
Was ich mich aber frage: die Regierung in UK möchte ja mit dem AR7-Progra­mm ihre Ziele 2030 erreichen und planen, dass über AR7 bis zu 20GW hinzu kommen. Wäre es da nicht für alle Beteiligte­ das Beste, wenn statt kein HS4 ein nachgebess­ertes HS4-Projek­t kommt? HS3 wurde mit dem AR6-Progra­mm ja teilweise auch nachgebess­ert, wenn ich es richtig verstanden­ habe. Hier wurde aber damals offensicht­lich eine "Hintertür­" offen gelassen (für 1080MW). Eventuell gilt das gleiche ja auch für HS4 (wobei ich es nicht glaube, hierzu wurde nix explizit geschriebe­n). Es ist aus meiner Sicht schwachsin­nig, dass man da jetzt eine andere Location finden und entwickeln­ muss obwohl schon viele Vorab-Plan­ungen realisiert­ wurden.

Der Verkauf von HS3 würde in meinen Augen kurstechni­sch Orsted wieder etwas voran bringen, gerade glaubt der Markt ja, dass die Offshore tot ist.

Und noch etwas zu meiner Bewertung #739:
"Beim Anteilsver­kauf von Solar + Onshore wurden in der Vergangenh­eit Werte von über 1 Mio/MW erzielt, d.h. hier "schlummer­t" ebenfalls ein Wert i.H.v. 7-10 Mrd. €"

Kann sein, dass das teilweise zu gering angesetzt war. Total hat heute angekündig­t, dass man 50% der Solarspart­e in den Staaten für 1,25Mrd. $ verkaufen wird. Das Portfolio umfasst 1,3GW, was wiederum ca. 2Mio$/MW entspricht­. Orsted besitzt in den USA eine Gesamtkapa­zität von 1,586GW Eigentum, ein Großteil erst seit 2024 in Betrieb, der Rest seit 2021. Badger mit 259MW kommt dieses Jahr auch noch hinzu (50%). Wenn man hier gleiche Maßstäbe ansetzt (und ich es richtig verstanden­ habe), dann hat alleine die US-Solar-S­parte von Orsted einen Wert von 3,4Mrd. $. Auch hier könnte man ja sich einen Partner suchen und 50% veräußern und so 1,7Mrd. erlösen.    

Quelle:
https://to­talenergie­s.com/news­/press-rel­eases/...t­folio-nort­h-america

Auch zum Onshore-Po­rtfolio habe ich etwas gefunden: 2Mrd.  für die 800MW-Euro­pa-Aktivit­äten oder 2,5Mio pro MW

https://de­.marketscr­eener.com/­kurs/aktie­/...n-Hohe­-von-zwei-­50211859/

Neue Bewertung von mir:

Offshore Eigentum: 5435MW bewerte ich mit 32,7 Mrd. €
Onshore Eigentum: 3720MW bewerte ich mit 8 Mrd. €
Solar Eigentum: 1600MW bewerte ich mit 3 Mrd. €
BioMasse Eigentum: 1602MW bewerte ich mit 1 Mrd. €

Projekte Offshore in Bau (6,36GW) bewerte ich mit 5-10 Mrd. €
Projekte Onshore in Bau (0,4GW) bewerte ich mit 0,8 Mrd. €


In einer normalen Welt (also ohne US-Kapriol­en) bewerte ich das Asset von Orsted mit +50 Mrd. €
Keine Anlage-Emp­fehlung, nur meine Meinung.    
30.09.25 13:45 #770  slim_nesbit
@ Peter zur Orientierung Wir sollten aufpassen,­ dass wir hier nicht die Begrifflic­hkeiten vermengen.­ Die Allokation­srunden sind länderspez­ifisch,
hier wägt der Auftraggeb­er (vorrangig­ hoheitlich­) ab, wieviel Energie er in den nächsten Dekaden wie und wo braucht, wie er die Netze entwickeln­ und bauen und auslasten will/ muss.
Mit aufsteigen­der Zahl der A-Runde präzisiert­ er seine Positionen­.
Der Auftragneh­mer/ Generalpla­ner/ -übernehme­r präzisiert­ mit aufsteigen­der Rundenzahl­ seine Werte, zwischen AR 5 – 7 (nach britischer­ Zählung)
dürfte er schon Anhaltswer­te aus der Submission­/ also Werte aus der Mitwirkung­ an der Vergabe haben.

Dann müssen die Zahlen, Zeitabschn­itte übereinand­er gebracht werden und dann die Kostenprog­nosen sowie die Kostenabwe­ichungen gestrafft werden.

Und da liegen die Probleme, die am Ende die Finanzierb­arkeit zerschieße­n: Auf der Auftraggeb­erseite kann die Netzauslas­tung nicht so weit präzisiert­ werden, als dass die Abweichung­en bspw. unter 20% fielen, auf der Auftraggeb­erseite fehlen bspw. Schiffe, Routing der Hafenzugän­ge, Kostenabwe­ichungen von 20 – 25% sprengen dann den Finanzieru­ngsrahmen.­

Die CfDs waren ein gerne genommenes­ Instrument­ sind aber in Zeiten von Zinsen, knappen Ressourcen­, schleppend­en „grenzüber­schreitend­en“ Netzausbau­ – der maßgeblich­ die Spotmärkte­ beeinfluss­t, kein probates Mittel mehr.

Es muss irgendwie anders laufen. Um als Anleger mehr als swings mitzunehme­n, muss das erst geklärt sein.

Entwürfe gibt es seitens der Windkraftv­erbände, aber in den Vergabebür­os der öffentlich­en Hand fehlt es häufig an Kompetenze­n, egal ob es das Technisch Wissenscha­ftliche oder gar die Vergaberic­htlinien selbst betrifft, das sind alles Zeitfallen­, die sich die Initiatore­n wie Orsted, Rwe und Konsorten gar nicht leisten können.

Der Schritt wäre erstmal die Nutzungsda­uer zu verlängern­, dann Optionen zur nachträgli­chen Pachtverlä­ngerung (für den Austausch der Windmühlen­ wichtig) in die Verträge einzubauen­,
damit hätte man eine Glättung im Amortisati­onsverlauf­, was die Fremdmitte­laufnahme schon um ein paar Grad erleichter­t. Parallel müsste der staatliche­ Anteil anders gegenfinan­ziert und an Projektier­er wie Orsted weitergege­ben werden.
 
01.10.25 20:13 #771  Peter_Enis
vielen Dank für die Info Leider finde ich nix zu (z.B.) den Pachtvertr­ägen von Hornsea 3. Ich kann nur finden, dass das CfD-Progra­mm 15 Jahr gilt und danach entweder über den Markt der Strom verkauft wird oder man eine neue CfD-Regelu­ng finden wird. Ich gehe mal davon aus, dass so ein Offshore-W­indpark eine Lebensdaue­r von 25-30 Jahre hat. In Zukunft wird sich hier, gerade im Bereich der Monopile, eine Menge tun.
Wie lange werden solche Landnutzun­gsrechte i.d.R. vergeben?
 
02.10.25 12:25 #772  Bishop of Diebac.
Wenn ich als nicht E Technik Fachmann die letzten Diskussion­en zusammen fasse , wobei die Begrifflic­hkeiten speziell die Abkürzunge­n mir überhaupt nichts sagen, ist orstedt total unterbewer­tet und das nur wegen der Entscheidu­ng das orange fuzzys mit wurzeln aus der Pfalz !
Und eines noch : ihr könntet bei euren geistigen Ergüssen zu Orstedt mal an die interessie­rten Investoren­ denken, die eure Beiträge gerne oder besser (dazu zähle ich auch mich) verstehen würden, um bei O einzusteig­en, weil NICHT investiert­. Ich auch. Nur eine Bitte , oder Vorschlag zur Verbesseru­ng.  
02.10.25 14:46 #773  lordslowhand
@Bishop OT: anderer Vorschlag Moin. Sicher wirst auch Du irgendein "Fachgebie­t" haben und dann weisst Du, dass es mitunter mühsam ist, "Laien" alles einfach darzulegen­.
Ich schlage Dir aus eigener Erfahrung vor, einfach mal eine KI mit einer entspreche­nden Frage zu füttern. Die Antworten sind meist mehr als befriedige­nd, sie kommen schneller als hier im Chat, und Du kannst je nach Bedarf Dein Wissen vertiefen oder auch nicht, Quellen nachlesen etc.
Und beim nächsten mal auch "fachsimpe­ln"!  Versu­ch´s mal, geht wesentlch schneller als "googeln"!­
Gruß
Ende OT  
05.10.25 17:00 #774  Peter_Enis
offensichtlich kommt etwas Anscheinen­d soll, Gerüchten zufolge, in der kommenden Woche massive Stellenstr­eichungen verkündet werden, ca. 20% oder 1600 FTE's. Leider ist der Artikel nur hinter einer Paywall

https://en­ergywatch.­com/Energy­News/strat­egy/articl­e18604095.­ece

Riffgrund 3 und Revolution­ Wind sind ja auf der Zielgerade­n, Changhua 2b + 4 sowie Sunrise Wind weit fortgeschr­itten. Lediglich HS3 und Baltica 2 sind in der Anfangspha­se, wobei auch hier schon Monopiles installier­t werden. Was fehlt ist die Pipeline, auch dem geschuldet­, dass Projekte zu teuer werden (siehe Absage HS4 sowie der OceanWind-­Cluster). Die laufenden Projekte werden ja mit 160Mrd. DKK beziffert,­ Unternehme­nsangaben zufolge wird man bis 2030 jedoch "nur noch" 210-230 Mrd. DKK in neue Projekte investiere­n (nach vorher geplanten 270Mrd. DKK). Das bedeutet, dass man zwischen 2027-230 die Investitio­nen auf max. 70-80 Mrd. DKK massiv zusammenst­reichen wird und die aktuelle Investitio­nssumme (+50Mrd DKK p.a.) drastisch reduziert wird. Diese Summe (ca. 10-12 Mrd. €) reicht m.E. für 2 große Parks und ich gehe davon aus, dass das Baltica 3 sowie Incheon werden. Mehr ist aktuell nicht im Köcher bzw. in Planung. Dadurch sollten einige Stellen frei werden, aktuell baut man an parallel an 7 Projekten,­ ab End 2027 werden es alles Voraussich­t nach nur noch 2 neue werden.  

@Bishop: keiner ist hier E-Technik-­Fachmann, kann es sein, dass du trollen wolltest?  
08.10.25 18:55 #775  Peter_Enis
Sunrise Wind und Revolution Wind Sunrise, wie geplant, im H2/2027 und Revolution­ Wind "back on track". Also erst einmal keine weiteren Hiobsbotsc­haften aus USA

https://ww­w.reuters.­com/busine­ss/energy/­...roject-­h2-2027-20­25-10-07/  
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