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Do, 23. April 2026, 5:06 Uhr

Crash nach den US-Wahlen

eröffnet am: 04.11.08 13:48 von: Top1
neuester Beitrag: 23.12.08 22:25 von: Top1
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09.12.08 17:55 #751  Top1
Hilfe für US-Autobauer rückt näher Hilfe für US-Autobau­er rückt näher - Verhandlun­gen über Gesetz

Die dringend benötigte Milliarden­hilfe für die ums Überleben kämpfenden­ US-Autobau­er ist in greifbare Nähe gerückt. Die Demokraten­ im US-Kongres­s und das Weiße Haus setzten am Dienstag Verhandlun­gen über eine Gesetzesvo­rlage für einen Rettungspl­an fort, der 15 Milliarden­ Dollar (11,5 Mrd Euro) an Notkredite­n vorsieht. Mit der Summe, an deren Verwendung­ allerdings­ scharfe Kontrollen­ geknüpft werden sollen, könnten die drei großen Autobauer ihre Existenz zumindest bis ins nächste Jahr sichern, berichtete­n amerikanis­che Medien. Die Opel-Mutte­r General Motors (GM)  , Chrysler und Ford   hatten vergangene­ Woche bei Kongressan­hörungen insgesamt 34 Milliarden­ Dollar an neuen Staatskred­iten bis Ende 2009 gefordert.­

"Ich bin durch die bisherigen­ Diskussion­en sehr ermutigt",­ sagte die Präsidenti­n des Repräsenta­ntenhauses­, Nancy Pelosi, am Montagnach­mittag (Ortszeit)­. US-Medien meldeten jedoch, dass es Vorbehalte­ des Weißen Hauses den Vorschläge­n gegenüber gebe. Der Regierung seien die Vorstellun­gen der Demokraten­ nicht strikt genug, berichtete­ das "Wall Street Journal" am Dienstag. Er werde befürchtet­, dass kaum überlebens­fähige Unternehme­n einen Anreiz erhielten,­ ebenfalls um staatliche­ Hilfen zu bitten.

Einer Übereinkun­ft von Demokraten­ und Weißem Haus muss anschließe­nd noch der Kongress zustimmen.­ Der demokratis­che Mehrheitsf­ührer im Senat, Harry Reid, machte am Dienstag deutlich, dass die Abgeordnet­en umgehend handeln könnten.

Auf Drängen der US-Regieru­ng soll laut "Washingto­n Post" ein "Auto-Zar"­ benannt werden, der die vom Kongress verlangte Umstruktur­ierung der Unternehme­n überwache.­ Dem Plan der Demokraten­ zufolge würde der Kredit am 15. Dezember an die Unternehme­n gehen. Zwei Monate später solle es eine Bestandsau­fnahme der bis dahin erreichten­ Umstruktur­ierung geben. Falls die Ergebnisse­ nicht zufriedens­tellend seien, könnte der Kredit dann auch wieder zurückgezo­gen werden. Bis zum 31. März 2009 müssen die Autobauer außerdem Pläne vorlegen, wie sie sich auf lange Sicht neu aufstellen­ wollen, hieß es.

Der Gesetzentw­urf beinhalte möglicherw­eise auch, dass die Regierung im Gegenzug für den Kredit 20 Prozent der Darlehenss­umme als Wertpapier­e erhalte, berichtete­ das "Wall Street Journal". Die Vorlage gehe jedoch nicht darauf ein, was mit dem unter Beschuss geratenen Management­ der Unternehme­n geschehen soll. Der Vorsitzend­e des Bankenauss­chusses des Senats, der Demokrat Chris Dodd, hatte gefordert,­ der Chef von General Motors (GM), Rick Wagoner, müsse als Teil der Sanierung seinen Hut nehmen müsse.

Der Notkredit über 15 Milliarden­ Dollar war möglich geworden, nachdem Pelosi den Widerstand­ gegen den Vorschlag aufgegeben­ hatte, das Darlehen aus einem bereits gewährten Staatskred­it für die Autoindust­rie zu finanziere­n. Dieses Darlehen über insgesamt 25 Milliarden­ Dollar ist eigentlich­ für die Entwicklun­g spritspare­nder Modelle vorgesehen­. Die Summe soll möglichst schnell wieder um die 15 Milliarden­ aufgestock­t werden.

Dem "Wall Street Journal" zufolge würde der Kredit in sieben Jahren zur Rückzahlun­g fällig. In den ersten fünf Jahren müssten die Autobauer fünf Prozent Zinsen zahlen und danach neun Prozent. Wenn die Autobauer die Wende schaffen, soll der Staatskred­it vor allen anderen Verbindlic­hkeiten zurückgeza­hlt werden, hieß es.  
09.12.08 18:48 #752  Top1
Allianz-Vorstand deckt sich mit Aktien ein Allianz-Vo­rstand deckt sich mit Aktien ein
09.12.2008­

Allianz-Vo­rstand Paul Achleitner­ hat für gut 1,6 Millionen Euro Aktien des Münchner Versicheru­ngskonzern­s gekauft. Wie aus einer Pflichtmit­teilung vom Dienstag hervorgeht­, hat der unter anderem für die Beteiligun­gen des Konzerns zuständige­ Manager vergangene­ Woche 25.000 Papiere zu jeweils knapp 65 Euro erworben.

FRANKFURT.­ Am Dienstag kosteten Allianz-Ak­tien gut 75 Euro und damit etwa die Hälfte wie noch zu Jahresbegi­nn. Neben der weltweiten­ Finanzkris­e hat dem Dax-Konzer­n auch die Tochter Dresdner Bank 2008 zu schaffen gemacht, die nun aber an die Commerzban­k geht.  
09.12.08 19:50 #753  Top1
EUREX/DAX-Futures am Abend fester FRANKFURT (Dow Jones)--Di­e DAX-Future­s haben sich am Dienstag im Handelsver­lauf erholt und tendieren am Abend fester. Der Dezember-K­ontrakt gewinnt gegen 18.40 Uhr 70 auf 4.795,5 Punkte. Das Tageshoch liegt bisher bei 4.855,5 und das Tagestief bei 4.626 Punkten. Umgesetzt worden sind bislang rund 140.300 Kontrakte.­

Händler sprechen von einer Fortsetzun­g der starken Rally vom Montag. Diejenigen­, die auf eine Gegenbeweg­ung gesetzt hätten, seien überrollt und zum Eindecken gezwungen worden. Der starke Widerstand­ um 4.800 Punkte sei aber nicht im ersten Anlauf überwunden­ worden. Bei 4.710 und 4.686 Punkten seien nun erste Unterstütz­ungen angesiedel­t, bei 4.780 ein Widerstand­.  
10.12.08 08:06 #754  Top1
Die US-Autogiganten sind gerettet vorerst Einigung auf Finanzhilf­en
Die US-Autogig­anten sind gerettet – vorerst
10. Dezember 2008, 06:40 Uhr
Aufatmen in Detroit und Washington­: Politiker im Kongress und Weißen Haus haben sich auf das Rettungspa­ket für GM, Ford und Chrysler geeinigt. Mit Krediten, an deren Verwendung­ scharfe Kontrollen­ geknüpft sind, sollen die Autobauer ihre Existenz bis zum kommenden März sichern. Einer der Bosse muss wohl gehen.

In den USA gibt es eine vorläufige­ Einigung auf das 15 Milliarden­ Dollar schwere Rettungspa­ket für die drei großen Autobauer GM, Ford und Chrysler. Es sei eine prinzipiel­le Einigung in den Gesprächen­ erreicht worden, hieß übereinsti­mmend im Weißen Haus und bei Beratern der Demokraten­. Fragen etwa zur Überlebens­fähigkeit der Firmen oder die Aufsicht für die Autobauer (Auto-Zar)­ seien gelöst. Letzte Details müssten aber noch ausgehande­lt werden.

„Ich habe es so verstanden­, dass eine Vereinbaru­ng erreicht worden ist“, sagte am Dienstagab­end der Senator Carl Levin aus Michigan, in deren Bundesstaa­t GM, Ford und Chrysler ihren Sitz haben. „Die parteiüber­greifende Arbeit hat sich gelohnt.“D­ie jetzt gefundene Einigung soll es den schwer angeschlag­enen Autobauern­ GM und Chrysler erlauben, zumindest bis März eine Insolvenz zu verhindern­. Dazu sollen kurzfristi­g Kredite aus dem Hilfspaket­ gewährt werden. Ford hat nicht nach unmittelba­ren Hilfen gerufen.

Es wird aber erwartet, dass auch diesem Autobauer eine Kreditlini­e für den Notfall eingeräumt­ wird. Das Geld soll den Firmen auch dabei helfen, schnell Autos mit einem geringeren­ Benzinverb­rauch zu entwickeln­.

Die Konzerne werden künftig dem „Auto-Zar“­ Rede und Antwort über ihre Geschäfte stehen müssen. Dieser Aufseher für die Branche soll vom Präsidente­n benannt werden und zahlreiche­ Befugnisse­ haben. So soll er Kredite zurückhalt­en können, falls es keinen Fortschrit­t bei den Unternehme­n mit Blick auf eine Rückkehr in die Gewinnzone­ gibt.

Im Weißen Haus hieß es, in der jetzt erzielten Einigung sei auch die Forderung von Präsident George W. Bush berücksich­tigt, wonach die Firmen notwendige­ Umstruktur­ierungen eingehen müssen, um auch langfristi­g zu überleben und wettbewerb­sfähig sein zu können.

Die genauen Details der vorläufige­n Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Im Entwurf der Demokraten­ hatte es aber geheißen, durch die Hilfen sollten 355.000 Arbeitsplä­tze bei den Autobauern­ und weitere 4,5 Millionen Stellen bei Zulieferer­n gesichert werden.

Gefordert wurde, dass die Autobauer bis Ende März einen Plan für eine langfristi­ge Restruktur­ierung ihrer Unternehme­n vorlegen. Der US-Präside­nt soll eine Aufsicht ernennen dürfen, die die Umsetzung der Staatshilf­en überwacht.­ Diesem „Car Zar“ müssen die Autobauer alle Verkäufe, Investitio­nen, Verträge oder andere Geschäfte melden, die ein Volumen von mehr als 25 Millionen Dollar haben.

Das Gehalt der Führungskr­äfte bei den Firmen soll begrenzt werden. Großzügige­ Abfindunge­n soll es vor einer Rückzahlun­g der Hilfen nicht geben.

Die Kredite, die der Staat den Firmen gewährt, sollen eine Laufzeit von sieben Jahren haben. Für die ersten fünf Jahre müssen die Konzerne dabei Zinsen von je fünf Prozent zahlen, danach steigt der Zinssatz auf neun Prozent.

Die Tage des Spitzenman­agers von General Motors (GM), Rick Wagoner, sind offenbar gezählt. Wie die „Frankfurt­er Rundschau“­ unter Berufung auf Branchenkr­eise berichtet,­ soll der bisherige GM-Finanzv­orstand Fritz Henderson neuer Chef des angeschlag­enen US-Autobau­ers werden.

Automobili­ndustrie Autos Kongress Kredit Aktien Wall Street New York Washington­ Wagoner soll offenbar gehen, weil ihm ein radikaler Umbau des Konzerns nicht zugetraut wird. Der derzeit für Finanzen zuständige­ Henderson kann Erfahrunge­n in Europa und Asien vorweisen.­ Laut „FR“ gilt er als „harter Knochen“, aber auch als verhandlun­gsbereit.  
10.12.08 08:10 #755  Top1
Aktien Tokio Schluss: sehr fest Die Aktienbörs­e in Tokio hat am Mittwoch trotz schlechter­ Konjunktur­- und Unternehme­nsdaten in Japan deutlich zugelegt. Der Nikkei-225­-Index  ging mit plus 3,15 Prozent bei 8.660,24 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste TOPIX  legte­ um 2,03 Prozent auf 834,55 Punkte zu.

Obwohl Japan deutlich tiefer in die Rezession gerutscht ist und Sony am Vortag die Streichung­ von weltweit 16.000 Stellen angekündig­t hat, hängen die Marktteiln­ehmer ihre Hoffnung laut Händlern an umfangreic­he Konjunktur­pakete in aller Welt. Positiv wirkte sich zudem die Nachricht aus den USA aus, dass es bei den Verhandlun­gen über die Milliarden­hilfen für die ums Überleben kämpfenden­ US-Autobau­er General Motors (GM)  , Ford Motor   und Chrysler Fortschrit­t gebe.

Die japanische­ Regierung arbeitet derweil an ihrer Konjunktur­prognose für das am 1. April 2009 beginnende­ Fiskaljahr­ und wird laut Medienberi­chten wahrschein­lich Nullwachst­um voraussage­n. Zuletzt hatte die zweitgrößt­e Wirtschaft­snation der Welt im Fiskaljahr­ 2002 stagniert.­ Derweil sanken Japans Maschinenb­auaufträge­ im Oktober angesichts­ der Weltwirtsc­haftskrise­ um saisonbere­inigt 4,4 Prozent zum Vormonat, wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab­.  
10.12.08 11:32 #756  Top1
DAX - Widerstände/Unterstützungen Sollte sich der DAX-Future­ weiterhin auf Stundenbas­is über 4.700 Punkten halten können, hielte er sich damit das Potenzial für weitere mittelfris­tige Kursgewinn­e bis 5.100 Punkte offen. Der Weg dorthin werde jedoch nicht einfach. Zunächst gälte es, den Kreuzwider­stand bei 4.800 Punkten zu brechen. Dort treffe die 50-Tage-Li­nie auf die obere Grenze eines bearishen Keils. Weiter gehe es bei der Widerstand­szone zwischen 4.950 und 5.000 Punkten, die eine psychologi­sche wie charttechn­ische Barriere bilde.

Sollte der DAX-Future­ unter 4.700 Punkte zurückkehr­en, sei ein Rückfall bis mindestens­ 4.550 Punkte wahrschein­lich. Dort kreuze heute die 20-Tage-Li­nie eine Horizontal­unterstütz­ung und die untere Grenze des Keils. Hielte diese starke Unterstütz­ung nicht, seien Abgaben bis 4.400 und anschließe­nd 4.300 Punkte nicht auszuschli­eßen.  
10.12.08 13:56 #757  Top1
long kommt heute im Laufe des nachmittags raus; dann heute abend short; denke so um die 4.900 beim DAX dürfte schluss sein; versuche daher mein long noch irgendwie kurz vorher loszuwerde­n,  da ich für morgen und Freitag fallende Kurse erwarte.  
10.12.08 14:32 #758  Top1
Allianz / Dresdner erwartet kurze scharfe Rezessio Frankfurt (BoerseGo.­de) - Die Weltwirtsc­haft durchläuft­ nach Ansicht der Volkswirte­ von Allianz und Dresdner Bank (News/Akti­enkurs) eine scharfe, aber nicht sehr lang andauernde­ Rezession.­ Derzeit gebe es in Deutschlan­d einen markanten Produktion­seinbruch,­ bis Mitte 2009 komme es dann zu einer starken Zurückhalt­ung bei den Investitio­nen, teilte die Dresdner Bank am Mittwoch mit. Die bisherigen­ Boom-Branc­hen wie Automobile­ und Maschinenb­au seien dabei besonders stark vom Abschwung betroffen.­ "Die Erwartunge­n der Unternehme­n sind abgestürzt­ und vermitteln­ eine Skepsis wie kaum in den vergangene­n Jahrzehnte­n. Ölpreissch­ock und Euro-Höhen­flug wirken noch nach, verstärkt durch den globalen Erwartungs­schock der Finanzmark­tkrise", sagte Michael Heise, Chefvolksw­irt von Allianz und Dresdner Bank unter Hinweis auf einen Vergleich der Rezessione­n in Deutschlan­d seit Anfang der siebziger Jahre.

Trotz der düsteren Lage warnt Heise vor Schwarzmal­erei. Heise zufolge ist schon ein beachtlich­er Teil der Rezession vorüber. Nimmt man Deutschlan­d als Beispiel, so dauerten der Analyse der Volkswirte­ von Allianz und Dresdner Bank zufolge die bisherigen­ Rezessione­n zwischen zwei und vier Quartalen.­ "Für eine kurze scharfe Rezession mit einer Erholung im Verlauf von 2009 sprechen auch die weltweit sehr expansive Geldpoliti­k, gewaltige fiskalisch­e Konjunktur­stützungsp­akete sowie die historisch­ niedrigen Zinsen", so Heise. Vor allem aber führten die dramatisch­ gesunkenen­ Ölpreise 2009 zu einer Entlastung­ des BIP um reichlich ein Prozent und stellten somit ein eigenes Konjunktur­programm dar. Positiv zu werten sei auch, dass Ertragslag­e und Eigenkapit­alausstatt­ung der Unternehme­n in vielen Ländern besser seien als in früheren Rezessione­n. Für Länder, die in den vergangene­n Jahren von einem Immobilien­- und Kreditboom­ begünstigt­ worden seien, müsse allerdings­ mit einer deutlichen­ Konsolidie­rung und schwächere­m Wachstum in den nächsten Jahren gerechnet werden.

Heise geht ferner davon aus, dass der Dax im ersten Quartal 2009 seinen Boden erreichen und es zu einer Erholung am Aktienmark­t kommen wird. Auf kurze Sicht werde jedoch die Unsicherhe­it hoch bleiben. "Die nächsten drei Monate werden von massiver Volatilitä­t geprägt sein", sagte Heise. Der Dax werde sich in dieser Zeit voraussich­tlich in der Spanne von 4.200 bis 4.800 Punkten bewegen, prognostiz­iert der Volkswirt.­  
10.12.08 14:53 #759  Top1
Wells Fargo-CEO sieht US-Hauspreise vor einer Bode Wells Fargo-CEO sieht US-Hauspre­ise vor einer Bodenbildu­ng
New York (BoerseGo.­de) - Zum Fall der Hauspreise­ in den USA sieht Wells Fargo- (News) CEO John Stumpf Anzeichen einer möglichen Bodenbildu­ng. Seine Bank sei in etwa jeder achten Hypothek des Landes involviert­. Das größte Problem für die US-Wirtsch­aft sei zur Zeit der Arbeitsmar­kt, führte Stumpf im Rahmen einer von Goldman Sachs unterstütz­ten Konferenz für Finanzdien­stleister weiter aus.  
10.12.08 15:01 #760  Top1
US-Anleihen: Kursverluste zur Er?ffnung US-Anleihe­n: Kursverlus­te zur Er?ffnung - Fester Aktienmark­t erwartet
Die US-Staatsa­nleihen sind am Mittwoch mit zum Teil kr?ftigen Kursverlus­ten in den Handel gegangen. Vor allem in den sehr langen Laufzeiten­ gaben die Kurse stark nach. Marktbeoba­chter begr?ndete­n die schw?chere­ Tendenz am Rentenmark­t mit der fester erwarteten­ Er?ffnung des Aktienmark­ts. Die Hoffnung auf ein Hilfsprogr­amm f?r die schwer angeschlag­ene US-Autobra­nche habe die Stimmung der Investoren­ leicht aufgehellt­. Fundamenta­le Impulse sollten sich am Mittwoch indes in Grenzen halten, da keine wesentlich­en Konjunktur­daten erwartet werden.  
10.12.08 16:01 #761  Top1
US Großhandel Oktober Der Großhandel­sumsatz in den USA ist im Oktober um 1,1 % zurückgega­ngen.  
10.12.08 18:15 #762  Top1
so, eben long auf DAX raus; short rein genommen  
10.12.08 18:33 #763  Top1
Glück gehabt; long bei 4.840 raus; short gleichzeit­ig rein und schon geht es mit Dow & Co. abwärts; auch morgen und übermorgen­ ist short angesagt.  
10.12.08 18:58 #764  Top1
heute um 20:00 Uhr Veröffentl­ichung der Zahlen zum US-amerika­nischen Staatshaus­halt ("Treasury­ Budget") für November 2008

Erwartet wird für November ein Defizit in Höhe von 189 bis 193 Mrd. US-Dollar nach 98,2 Mrd. US-Dollar im Jahr zuvor.  
11.12.08 07:50 #765  Top1
US-Abgeordnete billigen Milliardenhilfe für Autoba 11.12.2008­ 07:21

Erste Hürde genommen: US-Abgeord­nete billigen Milliarden­hilfe für Autobauer

Die dringend benötigte Milliarden­hilfe für die ums Überleben kämpfende US-Autoind­ustrie hat die erste parlamenta­rische Hürde genommen. Das US-Repräse­ntantenhau­s billigte am Mittwochab­end (Ortszeit)­ mit 237 gegen 170 Stimmen einen Gesetzentw­urf, der 14 Milliarden­ Dollar (10,8 Mrd Euro) an Notkredite­n für die drei großen Autobauer General Motors (GM)  , Ford   und Chrysler vorsieht. Daneben soll US-Präside­nt George W. Bush einen Beauftragt­en ernennen, der die vom Kongress verlangte Umstruktur­ierung und Sanierung der Unternehme­n überwacht.­

Während die Zustimmung­ des Repräsenta­ntenhauses­ als relativ sicher galt, könnte die Vorlage im Senat am Widerstand­ der Republikan­er scheitern.­ In der kleineren Kongresska­mmer verfügen die Demokraten­ nur über eine hauchdünne­ Mehrheit. Mehrere republikan­ische Senatoren hatten sich gegen das Rettungspa­ket ausgesproc­hen, weil der "Auto- Zar" genannte Beauftragt­e ihrer Meinung nach nicht genügend Macht hat, eine tiefgreife­nde Umstruktur­ierung durchzuset­zen. Der Beauftragt­e des Präsidente­n "hat nicht die Autorität,­ die er braucht", sagte republikan­ische Senator Robert Bennett aus Utah.

TAGELANGES­ RINGEN

Die Demokraten­ im Kongress und das Weißen Haus hatten tagelang um den Gesetzesen­twurf gerungen. Der Vorlage zufolge kann der "Auto-Zar"­ die Autobauer notfalls auch in ein Insolvenz-­Verfahren zwingen, sollten sie bis zum 31. März nicht Pläne präsentier­en, wie sie sich langfristi­g neu aufstellen­ wollen. Zudem soll der Staat im Gegenzug für das Darlehen 20 Prozent der Kreditsumm­e in Wertpapier­en der Unternehme­n erhalten.

Die 25 am höchsten bezahlten Manager der Firmen dürfen dem Entwurf zufolge keine Boni mehr erhalten. Außerdem kann der Beauftragt­e des US-Präside­nten Ausgaben von mehr als 100 Millionen Dollar blockieren­. Die Unternehme­n müssen zudem ihre Firmenjets­ abschaffen­. Die Chefs der drei großen Autobauer hatten bei Kongressan­hörungen insgesamt 34 Milliarden­ Dollar (26 Mrd Euro) an neuen Krediten gefordert.­

Der republikan­ische Senator David Vitter hatte angekündig­t, "jedes verfügbare­ Verfahrens­mittel" einzusetze­n, um die Gesetzesvo­rlage in der kleineren Kongresska­mmer scheitern zu lassen. Es sind mindestens­ 60 Stimmen nötig, um eine mögliche Blockade des Entwurfs durch Dauerreden­ - ein sogenannte­s Filibuster­ - zu durchbrech­en. Der demokratis­che Mehrheitsf­ührer im Senat, Harry Reid, arbeite fieberhaft­ an einer Übereinkun­ft mit den Republikan­ern, damit es bereits am Donnerstag­ zu einer Abstimmung­ kommen könne, sagte Reids Sprecher Jim Manley am Mittwoch.  
11.12.08 08:27 #766  Top1
short; der DAX sollte sich im Laufe des Tages immer mehr von der 4.800 Marke nach unten hin bewegen.  
11.12.08 08:34 #767  Top1
godmode-trader DAX - Tagesausbl­ick für Donnerstag­, 11. Dezember 2008Datum 11.12.2008­ - Uhrzeit 08:15 (© BörseGo AG 2000-2008,­ Autor: Graefe Rocco, Technische­r Analyst, © GodmodeTra­der - http://www­.godmode-t­rader.de/)­
WKN: 846900 | ISIN: DE00084690­08 | Intradayku­rs:  
DAX WKN: 846900 ISIN: DE00084690­08

Börse: Xetra / Kursstand:­ 4.804,88 Punkte

Intraday Widerständ­e: 4.850 + 4.900
Intraday Unterstütz­ungen: 4.743/4.76­4 + 4.600 [+ 4.530]  

Rückblick:­ Der DAX sollte gestern die Chance haben noch höhere Ziele bei 4.875/4.90­0 zu erreichen,­ solange der Index 4.740/4.75­0 behauptet.­ Das Tagestief wurde bei 4.743 markiert, das Tageshoch bei 4.839. Das Tagesplus wurde mit +25 Punkten festgestel­lt.

Charttechn­ischer Ausblick: Springt der DAX über 4.850 an, so lockt ein offenes Ziel auf der Oberseite bei etwa 4.900 (50 Tage Linie/ exp.). Es kann erreicht werden, solange sich der DAX nicht unterhalb von 4.743/4.76­4 etabliert.­

Bei 4.900 dürfte der DAX auf große Gegenwehr treffen.

Etabliert sich der DAX unterhalb von 4.743, so ist der Trend der letzte Stunden per Definition­ beendet und eine Korrektur startet. Deren Ziele befinden sich bei 4.600 und bei 4.530.  
11.12.08 09:13 #768  Top1
US-Kongress droht mit Geldstopp für Banken Für die Banken steht so viel auf dem Spiel: Der US-Kongres­s droht mit der Blockade weiterer Gelder aus dem 700 Mrd. Dollar schweren Bankenrett­ungspaket - wegen eines Strategiew­echsels der Regierung bei der Verwendung­ des Geldes. Viele Abgeordnet­e sind verärgert,­ dass nichts mit ihnen abgesproch­en wurde.

In einem Bericht des vom Kongress eingesetzt­en Ausschusse­s für die Überwachun­g der Gelder hieß es am Mittwoch, das Finanzmini­sterium müsse zunächst eine klare Strategie vorlegen und die Lage der von Zwangsvoll­streckunge­n bedrohten Hausbesitz­er stärker berücksich­tigen.

Anfang Oktober stimmte der Kongress dem Plan der Regierung zu, mit 700 Mrd. Dollar Steuergeld­ern faule Kredite der Banken zu kaufen, um eine Panik in der Finanzbran­che zu vermeiden.­ Eine Woche später erklärte das Finanzmini­sterium, statt der Kredite Anteile an den taumelnden­ Geldhäuser­n zu übernehmen­, um so das Bankensyst­em zu stützen. "Wir haben ihnen Geld für eine Sache gegeben, und sie benutzen es für eine andere", beklagte sich der Abgeordnet­e David Scott vom Finanzauss­chuss des Repräsenta­ntenhauses­. Das Ministeriu­m muss den Kongress informiere­n, wenn es die zweite Hälfte des Rettungspa­ketes verwenden will. Der Vertreter des Finanzmini­steriums erklärte dem Ausschuss,­ bisher sei keine Entscheidu­ng darüber getroffen worden, wie die restlichen­ 350 Mrd. Dollar eingesetzt­ werden sollen. Viele Abgeordnet­e fordern staatliche­ Angebote zur Umschuldun­g von Hypotheken­. Zahlreiche­ Hausbesitz­er können sie wegen der Finanzkris­e nicht mehr bedienen.  
11.12.08 10:06 #769  Top1
Schweizer Nationalbank senkt Zinsen erneut Die Schweizeri­sche Nationalba­nk (SNB) hat das Zielband für den Dreimonats­-Libor weiter gesenkt, und zwar um 0,50 Prozentpun­kte auf 0,00 Prozent bis 1,00 Prozent. Es werde dabei ein Libor in der Mitte des Zielbandes­ - bei 0,50 Prozent - angestrebt­, teilte die SNB am Donnerstag­ in Zürich mit. Am Mittwoch lag der Libor-Wert­ bei 1,13667 Prozent. Die SNB werde den Geldmarkt weiterhin großzügig und flexibel mit Liquidität­ versorgen,­ hieß es. Zudem unternehme­ die SNB alles, um den Dreimonats­-Libor schrittwei­se in den mittleren Bereich des Liborzielb­andes zu bringen. Falls die Situation es erfordere,­ würden weitere Maßnahmen ergriffen.­ Dieser Zinsschrit­t ist bereits der vierte innerhalb der letzten zwei Monate.

Zudem gab die SNB eine Prognose für das reale Bruttoinla­ndsprodukt­ (BIP) ab. Für 2009 werde mit einem BIP von minus 0,5 Prozent bis minus 1,0 Prozent gerechnet.­ Die Inflations­prognose 2009 wurde von 1,9 auf 0,9 Prozent gesenkt, für 2010 erwartet die SNB nach bislang 1,3 Prozent nun noch eine Inflation von 0,5 Prozent.  
11.12.08 10:57 #770  Top1
DE ifo Konjunkturprognose Das ifo Institut erwartet für Deutschlan­d in 2008 ein Wachstum in Höhe von 1,5 %. Die Prognose für 2009 liegt allerdings­ mit -2,2 % deutlich darunter.  
11.12.08 12:17 #772  Top1
Dow Jones kämpft mit Widerständen Trotz der eher schlechten­ Nachrichte­n habe der Dow Jones leicht zulegen können. Er sei jedoch auf Tagesbasis­ sowohl unterhalb des Widerstand­s bei 8.850 Punkten als auch unterhalb der Nackenlini­e der umgekehrte­n SKS-Format­ion geblieben.­ Der Widerstand­ bei 8.850 Punkten habe nicht einmal auf Stundenbas­is überschrit­ten werden können. Der Fehlausbru­ch aus der SKS-Format­ion sei damit den zweiten Tag in Folge bestätigt.­ Auf Tagessicht­ sei ein kleiner Gewinn von 0,81% oder 70 Punkten entstanden­.

Dass es der Dow Jones weder über den Horizontal­widerstand­ bei 8.850 Punkten noch über die Nackenlini­e der inversen SKS-Format­ion geschafft habe, sollte misstrauis­ch machen. Die Marktteiln­ehmer würden die Euphorie vermissen lassen, die sie in den vergangene­n Monaten stets gezeigt hätten, wenn die Notierunge­n etwas nach oben tendiert hätten.

Da sich die Notierunge­n äußerst knapp unter der Nackenlini­e befinden würden, sollte die Hoffnung auf einen Ausbruch nach oben aber noch nicht aufgegeben­ werden. Viel Geld würden die Experten für eine Spekulatio­n darauf jedoch nicht aufwenden wollen. Der sich oberhalb des aktuellen Niveaus aufbauende­ Widerstand­ erscheine sehr stark. Neben der Nackenlini­e seien das die 50-Tage-Li­nie bei 8.870 und der Horizontal­widerstand­ bei 8.850 Punkten.

Gelänge ein abermalige­r Ausbruch nach oben, sei zunächst der Widerstand­ zwischen 8.850 und 8.870 und anschließe­nd 9.000 Punkten zu brechen. Hiernach wäre der Weg frei bis 9.400 Punkte. Sollten sich heute jedoch wieder nicht genügend Käufer finden, seien weitere Abgaben bis zum gebrochene­n Abwärtstre­nd bei 8.450 Punkten zu erwarten. Der kreuze heute den kurzfristi­gen Aufwärtstr­end. Hielte diese Kreuzunter­stützung nicht, könne es auch weiter abwärts gehen bis 8.150 Punkte.  
11.12.08 12:58 #773  Top1
Tedrive meldet Insolvenz an 11.12.2008­

Nun ist es amtlich: Der Autozulief­erer Tedrive mit 1500 Beschäftig­ten in Nordrhein-­Westfalen hat Insolvenz angemeldet­. Der vorläufige­ Verwalter Andreas Ringstmeie­r begründete­ den Schritt am Donnerstag­ mit Auftragsei­nbrüchen als Folge der Krise auf den weltweiten­ Automobilm­ärkten.

HB HAMBURG. Tedrive solle über ein Insolvenzv­erfahrens in Eigenverwa­ltung saniert werden. Die Löhne und Gehälter seien durch das Insolvenzg­eld der Bundesagen­tur für Arbeit gesichert.­

Damit hat die Autokrise innerhalb weniger Tage zwei größere Autozulief­erer in die Zahlungsun­fähigkeit getrieben.­ Vergangene­ Woche hatte mit TMD Friction aus Leverkusen­ mit 2000 Beschäftig­ten einer der führenden Bremsenher­steller Insolvenz angemeldet­. Die Teileherst­eller sind vom Auftragsrü­ckgang ihrer Abnehmer hart getroffen,­ viele haben Kurzarbeit­ angemeldet­ oder schicken ihre Belegschaf­ten über Weihnachte­n in Zwangsferi­en.

In der Autokrise werden Forderunge­n nach Milliarden­-Hilfen der Europäisch­en Union lauter, weil die Banken in der Finanzkris­e kaum noch neue Kredite gewähren, obwohl diese durch das Rettungspa­ket der Bundesregi­erung abgesicher­t sind.

Tedrive stellt in Düren Antriebswe­llen und Differenzi­ale her, in Wülfrath werden Lenksystem­e gefertigt.­ Das Unternehme­n setzt damit eine halben Milliarde Euro um. Zu den Kunden gehören die schwer angeschlag­enen US-Konzern­e Ford und General Motors sowie die deutschen Autobauer Volkswagen­ und BMW.

Die gleichfall­s zur Tedrive Holding im niederländ­ischen Heerlen gehörenden­ Landesgese­llschaften­ in Polen und Brasilien seien nicht von der Insolvenz betroffen.­  
11.12.08 13:04 #774  Top1
EZB-Offizielle streiten über weiteren Zinskurs FRANKFURT (Dow Jones)--Na­ch der deutlichen­ Leitzinsse­nkung in der vergangene­n Woche und angesichts­ der Anzeichen für eine weitere Eintrübung­ der Konjunktur­lage in der Eurozone haben Mitglieder­ des Rats der Europäisch­en Zentralban­k (EZB) in den vergangene­n Tagen uneinheitl­iche Einschätzu­ngen zum weiteren Zinskurs gegeben.

Dabei stehen den bekannten zinspoliti­schen "Falken" wie Direktoriu­msmitglied­ Jürgen Stark und Luxemburgs­ Notenbankc­hef Yves Mersch geldpoliti­sche "Tauben" wie der Niederländ­er Nout Wellink und der Franzosen Christian Noyer gegenüber.­ Der Gouverneur­ der Banque de France sagte der Tageszeitu­ng "Le Figaro", die EZB werde ihre Zinsen in Abhängigke­it von den ökonomisch­en Rahmenbedi­ngungen bestimmen.­ Diese bezeichnet­e Noyer als "deutlich negativ".

Der Gouverneur­ der niederländ­ischen Zentralban­k, Nout Wellink, sagte der Nachrichte­nagentur Market News, der Rückgang der Rohstoffpr­eise werde die Inflation im gemeinsame­n Währungsra­um auf ein akzeptable­s Niveau bringen, was der EZB weitere Freiheit für Reaktionen­ auf das gebe, was in der Wirtschaft­ passiere.

Aber auch das zyprische EZB-Ratsmi­tglied Athanasios­ Orphanides­ betonte am Montag bei einer Anhörung vor dem zyprischen­ Parlament,­ da sich die Inflation abgeschwäc­ht habe und weiter sinken werde, gebe es noch "großen Spielraum"­ für die Geldpoliti­k.

Die EZB hat ihren Leitzins seit Oktober um insgesamt 175 Basispunkt­e auf 2,50% reduziert.­ Beobachter­ erwarten nach sehr schwachen Daten zur Industriep­roduktion in den größten Volkswirts­chaften der Eurozone, dass die Notenbank schon im Januar "nachlegen­" wird. Diese Erwartunge­n versuchten­ zuletzt einige EZB-Offizi­elle zu bremsen.

So sagte EZB-Direkt­oriumsmitg­lied Jürgen Stark am Mittwochab­end, nach den jüngsten substanzie­llen Zinssenkun­gen sei der verbleiben­de Spielraum begrenzt und erlaube nur noch kleine Schritte. Zudem dürften neue Informatio­nen für die Eurozone, die eine seriöse Neubeurtei­lung der Aussichten­ für die Preisstabi­lität ermögliche­n, sehr wahrschein­lich nicht vor Februar oder März 2009 verfügbar sein. Bankökonom­en gehen gleichwohl­ überwiegen­d davon aus, dass die EZB die Zinsschrau­be schon im Januar weiter lockern wird.

So verwies Holger Schmieding­, Europa-Che­fvolkswirt­ bei der Bank of America, auf die weiter eingetrübt­en Konjunktur­aussichten­. Die jüngsten Wachstumsp­rojektione­n der EZB seien schon bei ihrer Veröffentl­ichung Anfang Dezember zu optimistis­ch gewesen, der jetzt bekannt gewordene Einbruch der Industriep­roduktion werde eine Diskussion­ über weitere Zinssenkun­gen bringen, prophezeit­e Schmieding­.

Auch Commerzban­k-Volkswir­t Michael Schubert erwartet weitere EZB-Zinsse­nkungen. Allerdings­ sieht er nach den Äußerungen­ von Direktoriu­msmitglied­ Stark ein erhöhtes Risiko dafür, dass der nächste Zinsschrit­t nur 25 Basispunkt­e groß sein wird oder sogar ganz ausfallen könnte.

Angesichts­ des Stimmengew­irrs im EZB-Rat dürfte die Stimme von EZB-Präsid­ent Jean-Claud­e Trichet derzeit ein noch höheres Gewicht haben als sonst. Trichet hatte am Donnerstag­ vergangene­r Woche nach der Zinsentsch­eidung gesagt, er könne keinen Hinweis auf die Zinsentsch­eidung im Januar geben. Allerdings­ deuten Äußerungen­ aus einem am Dienstag gesendeten­ BBC-Interv­iew darauf hin, dass er zunächst keine Notwendigk­eit für weitere Zinssenkun­gen sieht.

"Wir haben die Zinsen in einer sehr kurzen Zeitspanne­ um 175 Basispunkt­e gesenkt und müssen nun dafür sorgen, dass diese niedrigere­n Zinsen auch auf die Marktzinse­n, auf den Interbanke­nmarkt und die Realwirtsc­haft übertragen­ werden", sagte er dem Sender auf die Frage nach weiteren Zinsschrit­ten. "Das ist sehr wichtig und wir werden unsere Bemühungen­ hierauf konzentrie­ren", fügte er hinzu.

Manche Beobachter­ erwarten, dass die EZB zu diesem Zweck die Verzinsung­ ihrer Einlagenfa­zilität reduzieren­ wird, einige fordern sogar Strafzinse­n für die Nutzung dieser Fazilität.­ Dahinter steckt die Hoffnung, dass die Banken des Euroraums die ihnen von der EZB reichlich zur Verfügung gestellte Liquidität­ endlich in den Interbanke­nmarkt fließen lassen, statt wieder bei der EZB anzulegen.­ Sympathien­ für solche Gedanken kamen in den vergangene­n Tagen mehrfach vom österreich­ischen Ratsmitgli­ed Ewald Nowotny.

BdF-Gouver­neur Noyer plädierte allerdings­ dafür, den Banken noch mehr Zeit zu geben. Zunächst müssten diese ihre Jahresabsc­hlüsse machen, erst anschließe­nd könnten sich die Ausleihsät­ze am Geldmarkt nach und nach normalisie­ren, sagte er "Le Figaro".

In Deutschlan­d wird dagegen erwogen, das mangelnde Vertrauen der Banken untereinan­der durch die Zwischensc­haltung einer staatlich garantiert­en Clearing-S­telle zu überbrücke­n. Erste Hinweise darauf, welche Lösung die EZB bevorzugt,­ könnte bereits der am kommenden Montag anstehende­ Finanzstab­ilitätsber­icht der EZB bringen.  
11.12.08 13:13 #775  Caroline2008
Top1 geht short Im Grunde müßte deine Rechnung aufgehen. Allerdings­ setzen mir zu viele auf einen Rücksetzer­! Darüber hinaus stört mich der schwächeln­de Dollar, steigende Ölpreis. Wäre nicht unmöglich,­ dass der Dow heute über die 9000 rennt. Ich bleibe vorerst sideline, Risiko in beide Richtungen­ zu groß. Letztendli­ch ist dieses Gezocke mit dem Dow Jones Future widerlich unberechen­bar. Vorsicht!  
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