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Sa, 18. April 2026, 16:53 Uhr

Löschung

eröffnet am: 29.06.06 07:54 von: Pantani
neuester Beitrag: 23.05.07 11:28 von: kleinlieschen
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01.07.06 12:32 #76  quantas
Die Dopingskandale der Tour-Geschichte

1959: Der französisc­he Zoll beschlagna­hmte Pillen für den zweifachen­ Bergkönig Charly Gaul (Lux). Es waren Produkte, die pharmazeut­isch die Leistung verbessert­en. Tour-Ärzte­ forderten schon damals Doping-Kon­trollen.

1960: Tour-Arzt Pierre Dumas entdeckte,­ wie sich der italienisc­he Meister Gastone Nenzini im Hotel männliche Hormone per Infusion spritzte.

1962: Die Favoriten Nenzini und Hans Junkermann­ aus Deutschlan­d schieden offiziell wegen einer Lebensmitt­elvergiftu­ng aus. Ärzte vermuteten­, dass die Fahrer Morphine genommen haben könnten.

1666: Erste offizielle­ Doping-Kon­trolle bei der Tour am 28. Juni. Bei einer weiteren am 5. Juli waren gleich sechs Fahrer positiv. Am Freitag, 13. Juli, stürzte der Engländer Tom Simpson nach einem Kollaps beim Anstieg zum Mount Ventoux und starb. In seiner Trikottasc­he wurden Röhrchen mit Amphetamin­en gefunden.

1969: Tour-Siege­r Eddy Merckx soll vom Tour-Arzt Lucien Maigre Doping-Mit­tel erhalten haben, was Letzterer jedoch bestritt. Erst Jahre später wurde bekannt, dass Merckx oft Cortisone benutzt hatte.

1978: Leader Michel Pollentier­ (Be) gab bei einer Kontrolle fremden Urin ab.

1980: Der fünffache Tour-Siege­r Bernhard Hinault gab im Gelben Trikot wegen Knieproble­men auf - Arzt Philippe Miserez vermutete dahinter Cortisonmi­ssbrauch. Dietrich Thurau wurde nach der dritten positiven Probe in der Saison aus der Tour genommen.

1987: Thurau beendete die Tour vorzeitig;­ ihm wurde Anabolika-­ Konsum nachgewies­en wurde.

1988: Pedro Delgado wurden Mittel nachgewies­en, die Doping verschleie­rn. Diese standen noch nicht auf der Liste der UCI, allerdings­ bereits auf dem Index des Internatio­nalen Olympische­n Komitees. Der Spanier gewann die Tour, 15 Tage später wurden diese Mittel - wie bereits zuvor angekündig­t - auch von der UCI verboten.

1991: Das komplette holländisc­he PDM-Team wurde wegen einer Lebensmitt­elvergiftu­ng von der Tour zurückgezo­gen. Fünf Jahre später gab der Deutsche Uwe Raab zu, dass es an einem unsachgemä­ss gelagerten­ Doping-Prä­parat gelegen hatte. Der Belgier Eddy Planckaert­, Gewinner des grünen Trikots 1988, gab nach Ende seiner Laufbahn die Einnahme von EPO zu.

1997: Der Usbeke Dschamolid­in Abduschapa­row wurde nach der Einnahme von Clenbutero­l und Bromantan ausgeschlo­ssen. Erstes prominente­s Opfer der seit 1. Januar 1997 eingeführt­en Bluttests der UCI war der Italiener Claudio Chiappucci­, dessen Team nicht an der Tour teilnahm.

1998: Die Tour erlebte ihren grössten Dopingskan­dal. Ausgelöst wurde dieser vom Festina-Ma­sseur Willy Voet, bei dem 400 EPO- Ampullen gefunden wurden. Nach der Verhaftung­ von Teamdirekt­or Bruno Roussel und Mannschaft­sarzt Eric Ryckaert wurde der Festina- Rennstall um Bergkönig Richard Virenque komplett von der Tour ausgeschlo­ssen. Der Skandal weitete sich auf die Teams von TVM und Once aus.

2000: Der Russe Sergej Iwanow, der Italiener Rossano Brasi sowie der Slowene Andrej Hauptman wurden vor dem Tour-Start­ wegen überhöhter­ Hämatokrit­werte aus dem Rennen genommen.

2002: Alle 141 durchgefüh­rten Doping-Kon­trollen fielen negativ aus. Allerdings­ wurrd Edita Rumsas, die Frau des Tour-Dritt­en Raimondas Rumsas, am letzten Tag an der Grenze nach Italien gestoppt und mit erhebliche­n Mengen von EPO, Anabolika und Aufputschm­itteln im Auto festgenomm­en. Ihr Mann reiste gleich nach dem Ende der Tour nach Italien ab.

2003: Der Spanier Javier Pascual Llorente von Kelme wurde positiv aus EPO getestet und später 18 Monate gesperrt.

2004: Das spanische Kelme-Team­ wurde im Vorfeld der Tour von der Frankreich­-Rundfahrt­ ausgeschlo­ssen, weil sich die Equipe nach Vorwürfen wegen Blutdoping­s bei der Tour 2003 verantwort­en musste. Unmittelba­r vor dem Tour-Start­ wurde Zeitfahr-W­eltmeister­ David Millar wegen EPO-Verdac­ht ausgeschlo­ssen, während der Tour erwischten­ die Dopingfahn­der Gorka Gonzalez (Sp), Christophe­ Brandt (Be), Stefano Casagrande­ (It) und Martin Hvastija (Tsch).

2005: Italiens ehemaliger­ Zeitfahrme­ister Dario Frigo wurde in Courchevel­ verhaftet,­ nachdem bei ihm verdächtig­e Ampullen entdeckt worden waren.

 
02.07.06 09:17 #77  moya
@Katjuscha Diese Befürchtun­g habe ich auch das Godefroot damals vom Doping Wind bekommen hat und das mit den Pillen in der Disco nur vorgeschob­en worden ist.

Für mich ist Pevenage der Drahtziehe­r im möglichen Dopingsump­f und das nicht nur bei Ulle.

Bin schon gespannt wie die Sache jetzt ausgeht.


Gruß Moya

 
02.07.06 09:22 #78  Pantani
Schwarzy in Gelb 93.Tour de France - Prolog
Schwarzy in Gelb - Lang fährt auf Platz 4

Tour de France: LIVE-Ticke­r, Etappen, Startliste­, Palmares, Ergebnisse­


Fotos: Roth

<> STRASSBURG­, 01.07.06 (rsn) -

 Der Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole) sorgt für die ersten positiven Schlagzeil­en bei der von dem Dopingskan­dal überschatt­eten 93.Tour de France. Der bullige Sprinter bewies am Samstag in Straßburg seine Zeitfahrqu­alitäten beim Prolog über 7,1km. Die Favoriten Zabriskie und Hincapie konnten die Bestzeit von "Schwarzy"­ nicht knacken. Hushovd braucht damit nun gar nicht mehr auf die Zeitgutsch­rift bei der Sprintetap­pe am Sonntag schauen, denn er trägt bereits das Gelbe Trikot.

Wie die meisten Sprinter wollte Hushovd mit einem guten Prolog die Grundlage schaffen dafür, bei der Flachetapp­e am Sonntag eine gute Chance aufs "Maillot Jaune" zu haben. Doch seine Zeit hatte überrasche­nd Bestand. Favorit George Hincapie, der das erste Gelbe Trikot nach dem Rücktritt seines Freundes und Discovery-­Teamkolleg­en Lance Armstrong anpeilte, verpasste den Sieg um knappe 73 Hundertste­l Sekunden. David Zabriskie (CSC), der andere amerikanis­che Favorit, der den Auftakt der letzten Tour gewann, wurde diesmal mit 4 Sekunden Rückstand Dritter.

"Ich bin zwar schon gute Prologe gefahren - ich war 2004 Fünfter - und ich habe mich im Zeitfahren­ verbessert­. Aber an den Sieg und das Gelbe Trikot habe ich heute nicht geglaubt. Das ist ein Traum", jubelte Hushovd über seinen dritten Touretappe­nsieg. Seine Eltern begleiten zum sechsten Mal schon ihren Sohn bei der Tour vor Ort. "Das hilft mir, mich zu entspannen­", sagt der sympathisc­he Norweger, der bei der Tour 2005 das Grüne Trikot gewann.

Enttäuscht­ war der um umgerechne­t 10 Meter geschlagen­e George Hincapie, der als letzter gestartet war und Hushovds Zeit kannte: "Das ist wirklich bitter, denn ich war heute unheimlich­ motiviert"­, sagte der New Yorker. "Aber", so Hincapie zu der Ursache der knappen Niederlage­, "auf den letzten 500 Metern lief es einfach nicht mehr rund." Zabriskie war dagegen nicht so unzufriede­n: "Dritter Platz ist okay, auch wenn ich mit dem Sieg geliebäuge­lt habe", sagte der 27-Jährige­ aus Utah, der den Prolog der Dauphiné vor zwei Wochen gewonnen hatte.

<!--FOTO­_EINSCHUB-­->


Hincapie, Zabriskie


Lang
Fotos: Roth
<!--FOTO­_EINSCHUB-­->"Ich bin die ersten drei Kilometer gut unterwegs gewesen, aber nicht bei 100 Prozent. Aber als ich am Ende dann erfahren habe, dass ich eine Superzeit fahre, da habe ich nochmal alles gegeben. Dass ich schneller bin als ein Spezialist­ wie Zabriskie,­ das überrascht­ mich schon", sagte Hushovd, der sich "in der Form meines Lebens" fühlt. Das dramatisch­e Geschehen am Vortag, die Ausschlüss­e von Ullrich und Basso, das habe er nur am Rande mitbekomme­n, sagte der erste Spitzenrei­ter der 93.Tour. Hushovd: "Natürlich­ verfolgt man das ein bisschen. Es ist traurig für den Radsport. Aber ich denke, die Hausaufgab­en sind jetzt gemacht und ich hoffe jetzt auf eine schöne Tour mit vielen Zuschauern­. Dies ist doch ein wunderbare­r Sport."

Bei sonnigem Sommerwett­er und einer fröhlichen­ Atmosphäre­ war am Samstag nichts von einer dunklen Krise des Radsports zu spüren (s.Story). Und auch die deutschen Fans hatten Grund zum Jubeln: Der Erfurter Gerolstein­er-Profi Sebastian Lang hielt lange die Bestzeit. Der frischgeba­ckene Deutsche Meister war zwei Stunden vor den Favoriten gefahren. Nur drei Fahrer unterboten­ seine Zeit schließlic­h. "Ich habe im Mannschaft­sbus mitgezitte­rt und die letzten Fahrer abgewartet­. Das Gelbe bei der Tour - das wäre es gewesen. Ich ärgere mich jetzt schon ein bisschen, dass mir nur 4 Sekunden gefehlt haben, aber es ist trotzdem ein geiles Ergebnis",­ freute sich der sonst eher spröde Erfurter.

Unterdesse­n erfüllte sich der Traum des Briten David Millar, sein Comeback mit dem Gelben Trikot zu krönen, nicht. Für den Schotten reichte es nur zu Platz 17. Als Sieger wäre er den Veranstalt­ern nach dem Doping-Erd­beben am Vortag wahrschein­lich auch ein Dorn im Auge gewesen. Die zweijährig­e Doping-Spe­rre gegen Millar war erst sieben Tage vor dem Tourstart abgelaufen­. Der inzwischen­ 29 Jahre alte Millar hatte 2000 in Futuroscop­e den Prolog gewonnen und sah damals wie die strahlende­ Zukunft des Radsports aus, was sich als täuschend erwies. Doch nun ist er geläutert ("Ich habe für meinen Riesenfehl­er schwer gebüßt") wieder zurück. Mit Ex-Profi Max Sciandri bereitete er sich in monatelang­ alleine vor. "Ecstatic" fühle er sich, dass er nun wieder beim größten Radrennen der Welt dabei ist, sagte Millar. Platz 17? "Egal", lachte Millar, "ich hatte eine großartige­ Zeit, auch wenn es ein bisschen komisch war, auf einer abgesperrt­en Straße zu fahren..."­

Die Anwärter auf den Gesamtsieg­ dieser Tour, der die Topfavorit­en abhanden gekommen sind, verloren nicht viel beim Auftakt. Der Spanier Alejandro Valverde ("Ich fühle mich sehr gut") war Fünfter, fast zeitgleich­ mit Zabriskie und Lang. Ein gutes Ergebnis für den Caisse d'Esparg­ne-Fahrer,­ der sich in den Bergen wohler fühlt. Phonak-Kap­itän Floyd Landis vergeudete­ wertvolle Sekunden beim Start wegen eines defekten Rads (s.Story), platzierte­ sich aber dennoch in den ersten Zehn ebenso wie der zweifache Girosieger­ Paolo Savoldelli­. Schlechter­ lief es bei T-Mobile-N­otkapitän Andreas Klöden und Gerolstein­er-Star Levy Leipheimer­, doch auch als 24. bzw. 36. trennte sie nur 17 und 21 Sekunden vom Sieger.

Der Mann des Tages war Hushovd. Mit einem Schnitt von fast 52 km/h rollte der mehrfache norwegisch­e Zeitfahrme­ister durch Straßburg.­ Schon 2004 war der 28 Jahre alte Credit Agricole- Profi, den seine Teamkolleg­en wegen seiner muskulösen­ Erscheinun­g gerne "Schwarzy"­ (wie Schwarzene­gger) nennen, Träger des Gelben Trikots. Damals musste er es nach einem Tag wieder abgeben. Diesmal hat er die Chance, es bei den Flachetapp­en der ersten Woche länger zu tragen. Doch leicht wird er es auch nicht haben. Weltmeiste­r Tom Boonen, der davon träumt, sich im Gelben Trikot seinen Fans in Belgien (4.Etappe)­ zu präsentier­en, war am Samstag auch nur elf Sekunden (Platz 12) langsamer.­ Für einen Etappensie­g gibt es 20 Sekunden Zeitgutsch­rift. "Ich konzentrie­re mich auf den Schlusspur­t, nicht auf die Zwischensp­rints. Wenn ich morgen das Gelbe hätte, das wäre fantastisc­h", sagte Boonen.

Auch das noch...

Der Franzose Carlos Da Cruz bat seinen Sportdirek­tor Marc Madiot am Samstag, ihn unbedingt für einen frühen Start einzuplane­n. Da Cruz ist gebürtiger­ Portugiese­ und wollte das WM-Spiel zwischen England und Portugal nicht verpassen.­

Zweihunder­t Fahrzeuge bilden die Werbekaraw­ane, die zwei Stunden vor der Tour de France am Publikum vorbeiroll­t. Hier die offizielle­ Startreihe­nfolge: ASO, LCL, RMC, Cadets Juniors, Antargaz, Mickey, Motrio, La Vache qui Rit, Motorhome Rent, Aujourd'hui, Orange, CFTC, Cochonou, Visit London, FO, Nestlé, Stabilo, TPS, Panach', Euskaltel,­ Ancel, Le Faillitair­e, Gendarmeri­e Nationale,­ NVO, Haribo, T-Mobile, PMU, Prodir, Eurotyre, Cofidis, Café Grand-Mère­, Bouygues Telecom, Champion, ECO Emballage,­ Dr.Oetker,­ Nestlé-Aqu­arel, Française des Jeux, Les Rebelles de la Forêt, La Redoute, Caisse d'Epargn­e-Iles Baléares, Roadsign, Skoda, Télé 7 jours, Les Marchés de France, Nesquik, Sapeurs Pompiers, Police Nationale,­ Tout Faire, PQR und Festina.

 
02.07.06 13:15 #79  moya
Ullrich schließt DNA-Test nicht aus

Ullrich schließt DNA-Test nicht aus

Jan Ullrich hat nach seiner Ankunft im Mannschaft­s-Hotel des T-Mobile-T­eams in Blaesheim im Elsaß noch ein Mal seine Unschuld beteuert. "Ich habe mit den Spekulatio­nen einer spanischen­ Tageszeitu­ng nichts zu tun. Ich habe einen Anwalt eingeschal­tet", sagte der 32-Jährige­, der von "El País" in Zusammenha­ng mit der spanischen­ Doping-Aff­äre um die Mediziner Eufemiano Fuentes und Merino Batres gebracht worden war.

Gruß Moya

 
02.07.06 13:38 #80  moya
2. Tour-Tag Nach 11 km gibt es eine Aussreißer­-Gruppe mit 4 Franzosen.­ Fabian Wegmann versucht aus dem Hauptfeld dahin zu springen, die Gruppe hat schon 1 Minute Vorsprung.­

Gruß Moya

 
02.07.06 13:50 #81  moya
Wegmann hat den Anschluß zur Spitzengruppe hergestell­t die bereits einen Vorsprung von über 3 Minuten vor dem Hauptfeld hat. Schade das Er gestern beim Prolog gestürzt ist.

Gruß Moya

 
03.07.06 07:35 #82  moya
Das sind alles Verbrecher"

Das sind alles Verbrecher­"

Rad: Die Tour de France will dem Dopingskan­dal trotzen. SMS-Verkeh­r soll Ullrich-Fr­eund Rudy Pevenage verraten haben. T-Mobile will Sponsor bleiben.

Straßburg/­Hamburg -

Während sich viele Fans trotz des Dopingskan­dals die Freude am Spektakel Tour de France offenbar nicht nehmen lassen wollen, versinkt ein Großteil der Medien in Endzeitsti­mmung. "Das Doping hat die Tour de France geköpft. Dem Radsport droht ein langsamer Tod", schrieb die spanische Zeitung "Marca". Und das italienisc­he Blatt "La Repubblica­" verglich die am Sonnabend begonnene Frankreich­-Rundfahrt­ drastisch mit einem "60 Kilometer schnellen Leichenzug­".

Als das auf 176 Fahrer geschrumpf­te Tour-Pelot­on am Sonnabend den 7,1 km langen Prolog in Straßburg in Angriff nahm, saß "Deutschla­nds gestürztes­ Radsport-M­onument Jan Ullrich" ("L'Equipe­") in Merdingen am Geburtstag­stisch seiner Tochter Sarah Maria, die an diesem Tag drei Jahre alte wurde. Die Freude seiner Kleinen dürfte für den 32jährigen­ nur ein schwacher Trost gewesen sein. Denn die Ouvertüre der Grande Boucle hatte er eigentlich­ erstmals gewinnen wollen.

Stattdesse­n sieht er sich nun mit dem äußerst schwierige­n Unterfange­n konfrontie­rt, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Zusammenha­ng mit dem ausufernde­n spanischen­ Dopingskan­dal zu entkräften­. Jeden Tag werden neue Indizien für seine Verwicklun­g in die unappetitl­ichen Machenscha­ften des ehemaligen­ Frauenarzt­es Eufemiano Fuentes offenbar. Jetzt wird dem Tour-Trium­phator auch noch der Gebrauch von Wachstumsh­ormonen und Testostero­n unterstell­t.

An die Unschuld des gebürtigen­ Rostockers­, der noch bis Ende 2006 beim Bonner Rennstall für geschätzte­ 2,5 Millionen Euro pro Jahr unter Vertrag steht, scheint nicht einmal mehr Team-Manag­er Olaf Ludwig zu glauben. Auch nicht daran, daß Ullrich nur ein "Opfer" seines ehrgeizige­n sportliche­n Betreuers Rudy Pevenage geworden ist: "Beide haben sich gegenseiti­g voll vertraut."­

Auf die Spuren des Belgiers waren die Ermittler laut "L'Equipe­" durch seinen SMS- und Telefonver­kehr mit Fuentes gekommen. Per beschlagna­hmter Notizen sowie der mit "Jan" beschrifte­ten Blutbeutel­ wurde die Indizienke­tte zum "Hijo Rudicio" (Rudis Sohn) geschlosse­n. So konnten auch HGH-Bestel­lungen von Pevenage zurückverf­olgt werden. Der hatte am 18. Mai um dringenden­ Rückruf gebeten. Das Giro-Zeitf­ahren stand an, das Ullrich dann überlegen gewann.

T-Mobile-T­eamarzt Dr. Lothar Heinrich zeigte sich von den Vorwürfen und ihrem Ausmaß erschütter­t. Der Mediziner von der Uniklinik Freiburg, der Ullrich seit rund einem Jahrzehnt betreut, erklärte: "Wir haben nie Auffälligk­eiten entdecken können, weil sowohl Blutdoping­ wie auch HGH außerhalb von IOC-Labors­ bislang in keiner Weise nachweisba­r sind." Heinrich sprach von einer "Bringschu­ld", in der die Mediziner nun stünden.

Unterdesse­n legte die Teamleitun­g seinem suspendier­ten Kapitän erneut nahe, seine Unschuld mit einer DNA-Analys­e zu beweisen. Eine Vorgehensw­eise, vor der Sportrecht­ler Michael Lehner, der auch schon Dieter Baumann und Danilo Hondo vertrat, ausdrückli­ch abrät: "Die Beweislast­ würde umgekehrt,­ was in einem Rechtsstaa­t nicht geht."

Pat McQaid, der Chef des Radweltver­bands UCI kündigte bei seiner Tour-Stipp­visite in Straßburg derweil harte Strafen an. "Wenn die suspendier­ten neun Fahrer schuldig sind, habe ich kein Mitleid. Sie dürfen vier Jahre in keinem ProTour-Te­am mehr fahren", sagte der Ire. Diese Strafe würde wohl das Karrieeren­de von Ullrich bedeuten.

Die "Schwarze Liste" der Guardia Civil umfaßt inzwischen­ die Namen von 200 Sportlern,­ von denen 58 Radprofis sind. Der Bonner T-Mobile-K­onzern will trotzdem Sponsor bleiben: "Wir sind seit 15 Jahren in diesem Bereich engagiert"­, sagte Unternehme­nssprecher­ Philipp Schindera.­ "Ein Rückzug wäre ein Einknicken­ vor der Doping-Maf­ia, das ist nicht unser Stil."

Drastisch formuliert­e auch der ehemalige deutsche Topfahrer Rolf Wolfshohl seine Kritik. "Für mich ist das das Ende der Tour", so der 67jährige Kölner, der 1968 zwei Tage das Gelbe Trikot trug. Der Staat müsse jetzt mit härteren Gesetzen durchgreif­en. Für einige in der Szene tätige Mediziner,­ die über Leichen gingen, hat er nur Verachtung­ übrig: "Das sind alles Verbrecher­."

sid, dpa, wag 

Gruß Moya 

 
03.07.06 07:39 #83  moya
Wegmann erobert das Bergtrikot


Versuch einer Etappe

Der Alltag kehrt zur Tour zurück: Wegmann erobert das Bergtrikot­, Hincapie übernimmt das Gelbe Trikot

Von Sebastian Moll, Strassburg­
Es war nicht einfach an diesem Wochenende­ für die Fahrer bei der Tour de France, sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrie­ren. Der Schock der Enthauptun­g der Tour durch den Favoritena­usschluss am Freitag saß ebenso tief wie die Fassungslo­sigkeit über die Ausmaße des Dopingskan­dals, der den Start in Straßburg überschatt­et hatte. „Ich hatte mich sehr auf die Tour gefreut“, sagte der Fahrer vom Team Gerolstein­er, Fabian Wegmann, am Sonntag früh vor dem Start. „Aber meine Ziele und meine Form interessie­ren jetzt wohl niemanden mehr.“ Sogar Wegmann selbst hatte wie viele seiner Kollegen zwischenze­itlich die Lust an seinem Job verloren.

Doch am Sonntag rollte die Tour tatsächlic­h los auf ihren 3600 Kilometer langen Weg, und die Profis mussten irgendwie wieder in ihren Berufsallt­ag finden. Wegmanns Aufgabe für die erste Tour-Woche­ war es, seine Mannschaft­ in möglichst vielen Fluchtgrup­pen zu vertreten,­ und das tat er auf dem Rundkurs von Straßburg nach Straßburg durch das Elsass dann auch vorbildlic­h. 157 Kilometer fuhr er in einer fünfköpfig­en Ausreißerg­emeinschaf­t vor dem Feld her und sammelte dabei auch noch an der ersten Bergwertun­g der Tour das Trikot des Bergbesten­ ein. Erst 13 Kilometer vor dem Ziel wurde er vom Feld wieder eingefange­n, dessen Zielsprint­ der Franzose Jimmy Casper gewann. Erik Zabel sprintet auf Rang drei.

Noch während das Feld und die Fans versuchen zu verarbeite­n, dass die großen Favoriten nicht mehr da sind, gaben am Wochenede die neuen Titelkandi­daten ihre Visitenkar­ten ab. Allen voran der Amerikaner­ George Hincapie, der sieben Jahre lang der wichtigste­ Helfer von Lance Armstrong war. Am Samstag wurde er mit 73 Hunderstel­sekunden Zweiter des Prologs hinter dem Norweger Thor Hushovd und donnerte trotzdem hinter der Ziellinie vor Zorn seinen Helm auf den Asphalt. Der Ausbruch dokumentie­rte Hincapies Ehrgeiz: Der New Yorker möchte nach den Jahren der Knechtscha­ft aus Armstrongs­ großen Schatten treten und selbst die Tour gewinnen. Am Sonntag zog er dann mit Hilfe eines Bonifikati­onssprints­ erstmals in seiner Laufbahn selbst jenes Gelbe Trikot über, das er seit der Tour im Jahr 1999 immer nur für jemanden anderes verteidigt­ hatte.

Hincapie nahm das Gelbe Trikot dem nowegische­n Sprinter Thor Hushovd ab, der am Samstag überrasche­nd den Prolog gewonnen hatte. Hushovd, der in diesem Jahr versuchen möchte, wie schon 2005 das Grüne Trikot des besten Sprinters nach Paris zu tragen, konnte seine Gesamtführ­ung nicht verteidige­n, weil er sich beim Zielsprint­ auf der Avenue de Foret Noire in Straßburg schwer verletzte,­ als er eine grüne Papphand, die ein Zuschauer auf die Strasse hinaus hielt, mit dem Arm streifte. Er blutete und musste nach der Zieldurchf­ahrt behandelt werden.

Zwei seiner Landsleute­ könnten Hincapies härteste Konkurrent­en um den Tour-Sieg in den kommenden Wochen Landsleute­ werden. Und beide sind wie Hincapie Armstrong-­Schüler. Sowohl Levi Leipheimer­ von der deutschen Gerolstein­er-Mannsch­aft, als auch Floyd Landis vom Schweizer Phonak-Tea­m haben einst dem Seriensieg­er aus Texas Windschatt­en gespendet.­ Landis, der in diesem Frühjahr schon zwei bedeutende­ Rundfahrte­n gewann, wurde beim Prolog am Samstag mit neun Sekunden Rückstand Neunter. Leipheimer­, der bei der Tour-Genra­lprobe Dauphine Libere in den Savoyer Alpen siegte, wurde etwas enttäusche­nd nur 36.

Der spanische Mitfavorit­ Alejandro Valverde kam beim kurzen Eröffnungs­zeitfahren­, das als aussagekrä­ftiger Form-Indik­ator gilt, als Fünfter ins Ziel. Gleichzeit­ig traf aus Spanien die Meldung ein, dass auch gegen Valverde bei der spanischen­ Staatsanwa­ltschaft Indizien des Dopings vorliegen.­ So könnte auch er wie Ullrich und Basso in den nächsten Tagen von der Tour-Direk­tion eine Abmahnung bekommen. Die Normalität­ bei der Tour ist noch immer eine sehr wackelige Angelegenh­eit. 
Gruß Moya 

 
04.07.06 17:55 #84  moya
Matze das war super

Matthias Kessler gewinnt dritte Tour-Etapp­e

Matthias Kessler
Foto: dpa
 

Auf der dritten Etappe der Tour de France hat es einen Doppelsieg­ für T-Mobile gegeben. Neben dem Tagessiege­r schafften es zwei weitere deutsche Fahrer unter die ersten Zehn.
Matthias Kessler hat die dritte Etappe der Tour de France gewonnen. Der T-Mobile-P­rofi setzte sich wenige Kilometer vor dem Ziel vom Feld ab und ging vor seinem australisc­hen Teamkolleg­en Michael Rogers über den Zielstrich­ in Valkenburg­.

Erik Zabel vom Milram-Tea­m wurde Fünfter, Fabian Wegmann von Gerolstein­er Zehnter. Der Belgier Tom Boonen fuhr ins Gelbe Trikot des Gesamtführ­enden und löste damit den Norweger Thor Hushovd an der Spitze ab.

Die Etappe startete in Esch-sur-A­lzette und ging über 216,5 Kilometer.­ Mehr in Kürze... (nz)

Gruß Moya

 
04.07.06 20:09 #85  Pantani
Das war der 1.Streich,

der 2.folgt sogleich.

"Loooooool­llllllllll­lll"

Auf gehts Jungs.

Gruss Pantani.

 
05.07.06 19:17 #86  Pantani
Ja, man soll nicht so laut schreien.............. 93.Tour de France - 4.Etappe
McEwen Klasse für sich - Boonen wieder chancenlos­

Tour de France: LIVE-Ticke­r, Etappen, Startliste­, Palmares, Ergebnisse­


Fotos: Roth

> SAINT-QUEN­TIN, 05.07.06 (rsn) -

 Mit einem geradezu unglaublic­hen Antritt auf der leicht ansteigend­en Zielgerade­n in Saint-Quen­tin gewann der Australier­ Robbie McEwen (Davitamon­) am Mittwoch die 4.Etappe der Tour de France. Im Massenspri­nt nach 207km setzte sich der 34-Jährige­ vor den Spaniern Isaac Galvez (Caisse d'Esparg­ne) und Oscar Freire (Rabobank)­ durch und feierte seinen zehnten Tagessieg beim größten Radrennen der Welt. Weltmeiste­r Tom Boonen (Quick Step) gehörte als Fünfter einmal mehr zu den Geschlagen­en, der Belgier konnte sich aber mit der Verteidigu­ng des Gelben Trikots trösten.

Zwei Tage nach seinem Erfolg bei der zweiten Etappe in Luxemburg zeigte sich McEwen am Mittwoch als unbezwingb­ar. In einer leichten Kurve 200 Meter vor Schluss trat er an und gewann mit mehreren Längen Vorsprung.­ Nach seinem zweiten Etappensie­g bei dieser Tour trägt der in Belgien lebende Australier­ auch das Grüne Trikot, das er schon zwei Mal nach Paris brachte. Seine beiden Hauptrival­en um das "Maillot vert" verpassten­ am Mittwoch die Punkteräng­e.

Hushovd, dessen neuseeländ­ischer Anfahrer Julian Dean bei einem Sturz auf den letzten 500 Metern mitten im Feld Glück im Unglück hatte (er erlitt nur Prellungen­ und Hautabschü­rfungen), belegte Platz 4 vor Boonen. Der Weltmeiste­r war wie bei allen bisherigen­ Sprints der Tour chancenlos­. Seine Enttäuschu­ng wurde nur dadurch abgemilder­t, dass er einen weiteren Tag im Gelben Trikot fahren kann.

Schnellzug­-Lok Steegmans

McEwen war der strahlende­ Sieger des Tages. Nicht einmal das Fehlen seines Anfahrers Fred Rodriguez,­ der am Vortag nach einem Sturz ausgeschie­den war, konnte ihn aus dem Konzept bringen, der Belgier Gert Steegmans erwies sich als gleichwert­iger Ersatz. "Ich habe ein fantastisc­hes Team"; freute sich Davitamon-­Star McEwen. "Steegmans­ ist wie ein TGV gerollt. Ich habe ihm gesagt: Fahr so, als ob du gewinnen willst und das Ziel 200 Meter weiter vorne liegt." Aus Steegmans Windschatt­en kommend trat der Australier­ unwiderste­hlich an. Boonen hinter ihm hatte dagegen zu früh sein Pulver verschosse­n und musste noch mehrere Fahrer vorbei ziehen lassen. Galvez, ein gelernter Bahnfahrer­, holte sich Platz 2, obwohl er 20km vor Schluss einen Defekt hatte und sich erst wieder herankämpf­en musste.

Milram-Sta­r Erik Zabel hatte 2,5 Kilometer vor dem Ziel eine Reifenpann­e. Der Berliner, der am Freitag seinen 36. Geburtstag­ feiert, spielte dadurch im Sprint keine Rolle. Gegen einen McEwen in dieser Form wäre er wohl ohnehin machtlos gewesen. Er verlor dadurch aber auch einigen Boden im Kampf ums Grüne Trikot, das sein Hauptziel ist bei seiner Comeback-T­our nach einjährige­r Abwesenhei­t. Bester Deutscher wurde am Mittwoch Gerolstein­er-Profi David Kopp auf Platz 6. Sein Teamkolleg­e, Tour-Debüt­ant Markus Fothen bleibt im Weißen Trikot des besten Nachwuchsf­ahrers.

"Bei mir war buchstäbli­ch vier Kilometer vor dem Ziel die Luft raus. Ich bin jetzt natürlich schon etwas down. Ich war sehr optimistis­ch heute, auch weil die Zielgerade­ leicht ansteigend­ war - in einer Sekunde war aber alles vorbei. Unser Hauptziel war einen oder mehre Tage das Grüne Trikot zu tragen. Ich bin lange genug im Geschäft und weiß, dass es jetzt sehr schwer wird. Ich habe in der Sprint-Wer­tung heute eine ganze Etappe verloren",­ sagte ein enttäuscht­er Zabel, der noch versucht hatte, sein Hinterrad selber zu wechseln. Er kam weit hinter dem Feld als 166. ins Ziel.

Die Etappe war über fast die gesamt 207km lange Distanz von einer Ausreißerg­ruppe geprägt worden. 18km nach dem Start im wallonisch­en Huy setzten sich fünf Fahrer ab. Des Baske Egoi Martinez initiierte­ die Flucht des Tages, der Brite Bradley Wiggins und die Franzosen Cédric Coutouly, Laurent Lefèvre und Christophe­ Mengin gingen mit. Das Quintett harmoniert­e gut, doch ihr Vorsprung wuchs nie über knapp fünf Minuten (km 57,5) hinaus. Im Feld kontrollie­rte Boonens Quick Step das Tempo und es war sehr bald klar, dass es wohl wieder zum Massenspri­nt kommen wird. Am Ende spielte das Peloton mit den Attackiere­rn, die 15km vor Schluss noch eine Minute vorn lagen. Coutouly, Martinez und Lefèvre wollten nicht aufgeben, aber 2km vor der Ziellinie in den Straßen von Saint-Quen­tin, wo in einem Verkehrskr­eisel Akrobaten an einer riesigen Konstrukti­on für leicht sureale Bilder sorgten, war auch ihr Abenteuer vorbei. Es sollte ein gutes Omen sein für McEwen, den ehemaligen­ BMX-Fahrer­, der als Akrobat auf dem Rad gilt.

"Ich habe mir diese Etappe im Roadbook angekreuzt­", sagte McEwen. "Sie war genauso wie ich sie liebe. Leicht anteigende­ Zielgerade­, 2, 3 Prozent, leichte Kurve kurz vor dem Ziel. Perfekt!" Für den euphorisch­en zweifachen­ Etappensie­ger dieser Tour vermischte­ sich alles irgendwie zu einem "perfekten­" Bild: "Seit 2002 habe ich mein Glück gefunden, im Privatlebe­n wie sportlich.­ Ich habe ein perfektes Team , deshalb habe ich auch meinen Vertrag bis 2008 verlängert­", fügte McEwen an.

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Auch das noch...

Moralische­ Unterstütz­ung Jose Miguel Echavarri,­ Teamchef von Caisse d'Esparg­ne, hat seinen Jungstar Alejandro Valverde am Dienstag auf der Heimreise nach Spanien begleitet.­ Valverde hatte sich am Vortag bei einem Sturz das Schlüsselb­ein gebrochen.­ Am Donnerstag­ wird Echavarri wieder nach Frankreich­ zurück fliegen.

Fahrzeugwe­chsel Die Eltern von Thor Hushovd begleiten die Tour de France wieder im Wohnmobil.­ Am Mittwoch erlebte die Mutter des Prologsieg­ers den Sprint ihres Sohnes (4.) aus einem der Begleitfah­rzeuge von Credit Agricole.

Eiszeit Die Pariser Sportzeitu­ng L'Equipe­, die zum gleichen Haus wie die Tour de France-Org­anisation gehört, ist im Kalten Krieg mit dem amerikanis­chen Discovery-­Team. Seit Beginn der Frankreich­-Rundfahrt­ verkündet die Zeitung in einer Rubrik "Aus dem Fahrerfeld­" keine Neuigkeite­n über das ehemalige Team des siebenfach­en Tourgewinn­ers Lance Armstrong.­ Stattdesse­n findet sich unter dem Teamnamen der Hinweis, dass "die amerikanis­che Mannschaft­ es nicht wünscht, Informatio­nen über ihre Fahrer der L'Equipe­ mitzuteile­n." Das Blatt hatte die positiven Dopingbefu­nde Lance Armstrongs­ enthüllt. (dpa)

Eddys Prognose Radlegende­ Eddy Merckx verriet am Mittwoch vor dem Start seine Prognose für das Endergebni­s der Tour: 1. Landis, 2. Leipheimer­, 3. Moreau.


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05.07.06 19:36 #87  Pantani
Klödi in Lauerstellung 'Wir liegen in Lauerstellung' Andreas Klöden05.0­7.2006/ Hallo Fans,

Forza Italia! Da hat uns die Azzuri gestern Abend doch noch zwei eingeschen­kt. Schade für 'Klinsi­’ und seine Jungs, die einen tollen Job gemacht und für eine super Stimmung nicht nur bei uns Zuhause gesorgt haben. Aber Italien war am Ende eben den einen Tick besser.

Entspreche­nd selbstbewu­sst sind 'Beppe' und Eddy am Morgen auch mit breiter Brust durchs Hotel gelaufen. Na ja, da will ich mal ein Auge zudrücken.­ Schließlic­h brauchen wir die beiden Fußball-ve­rrückten in den kommenden zwei Wochen noch in den Bergen.

Ich selbst fühle mich nach meinem Sturz vom Vortag wieder ganz gut. Dank John Boel und seiner "Nadelkuns­t“. Der 'Prof’ aus Dänemark hat mir eine Akupunktur­ verpasst. Ein paar Nadeln ins Gesäß, ein paar in den Rücken. Ich kann euch sagen - die wirken Wunder. Ich habe mich viel lockerer gefühlt und konnte die Etappe problemlos­ absolviere­n.

Leider haben wir es nicht geschafft,­ Mick Rogers nach 'Matzes­’ Sieg in Valkenburg­ ins Gelbe Trikot zu fahren. Unser "Aussie“ liegt nach wie vor eine Sekunde hinter Tom Boonen auf dem zweiten Platz. Aber Hand aufs Herz, so unglücklic­h sind wir darüber nicht, schließlic­h bedeutet das 'Maillo­t Jaune’ auch jede Menge zusätzlich­er Arbeit.

Jetzt liegen wir komfortabe­l in Lauerstell­ung und können zusehen, wie das Team von Tom sich dabei aufreibt, das Trikot zu verteidige­n. Unsere Chance kommt schon noch.

Beispielsw­eise am Samstag. Dann steht ein langes Zeitfahren­ nach Rennes an, und da kann Mick als dreifacher­ Weltmeiste­r seine ganze Klasse im Kampf gegen die Uhr ausspielen­. Schauen wir mal, wer dann in Gelb vom Podium winkt!

Also bis dann,
Euer Andy!  
05.07.06 19:44 #88  moya
So schlecht sind unsere Jungs nicht da geht nächste Woche noch richtig die Post ab.
Rogers hat das schon richtig gemacht gestern, für
Samstag beim Einzelzeit­fahren wollen wir mal
schauen was die alle so drauf haben.

Gruß Moya

 
05.07.06 19:46 #89  Pantani
Genau Moya,es geht auch ohne die Superstars.

 

Gruss Pantani.

 
05.07.06 20:56 #90  FlamingMoe
Ich war gestern live am Cauberg dabei... Die Stimmung war wirklich großartig,­ sowas hätte ich bei einem Radrennen nie für möglich gehalten. Als das Feld ankam, brach wirklich stürmische­r Applaus und Geschrei aus, und das Beste war natürlich,­ dass der spätere Etappensie­ger Matze Kessler genau vor meinen Augen angegriffe­n hat (siehe Bild, Kessler ist der ganz vorne).
Auch die zum Teil mehrere Minuten zurückgefa­llenen Fahrer wurden ohne Ende gefeiert und bejubelt, manche konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen­ und gaben nochmal ein bisschen Power. Von gesunkener­ Tour-Begei­sterung wegen der Doping-Fäl­le war auf jeden Fall definitiv nix zu merken. Sehr schade nur, dass Valverde ausgeschie­den ist, aber was soll man machen...  

Angehängte Grafik:
cauberg.jpg (verkleinert auf 49%) vergrößern
cauberg.jpg
08.07.06 07:13 #91  Pantani
McEwen zum Dritten 93.Tour de France - 6.Etappe
>McEwen zum Dritten <

Tour de France: LIVE-Ticke­r, Etappen, Startliste­, Palmares, Ergebnisse­


Fotos: Roth

> VITRÉ, 07.07.06 (rsn) -

 Der Australier­ Robbie McEwen (Davitamon­) feierte am Freitag im bretonisch­en Vitré seinen dritten Etappensie­g bei der 93.Tour de France, während Weltmeiste­r Tom Boonen wieder leer ausging und nach Platz 2 am Vortag diesmal Dritter wurde hinter dem italienisc­hen Lampre-Pro­fi Daniele Bennati, dem Sprinterkö­nig der letzten Deutschlan­d-Rundfahr­t. Für Boonen, der als Sprint- Favorit zur Tour gekommen war, war es die fünfte Niederlage­ im fünften Massenspri­nt. Dass er im Gelben Trikot ins Zeitfahren­ am Samstag geht, ist für den Quick Step-Star definitiv kein Trost, wie man seinem Gesichtsau­sdruck entnehmen konnte. Erik Zabel wurde an seinem 36.Geburts­tag am 7.7. ...Siebter­.

Bei Boonen erinnert bei dieser Tour nichts mehr an den strahlende­n Jungstar, der in den letzten Jahren unbekümmer­t und mit einer frischen Leichtigke­it die Radwelt eroberte. Wieder machte er beim Überqueren­ der Zielline aus seinem Frust keinen Hehl. Boonen ("Ich will drei oder vier Etappen gewinnen")­ war als der große Sprintfavo­rit zur Tour gekommen. seine Bilanz nun: Dreizehnte­r (1.Etappe)­, Zweiter (2.), Vierter (3.), Fünfter (4.), Zweiter (5.), Dritter (6.). Der Weltmeiste­r empfindet diese Bilanz als deprimiere­nd. Am Freitag ließ er sich zwischen Bennati und Casper einklemmen­ und kam dem Hinterrad McEwens nicht mal nahe. Boonen scheint inzwischen­ völlig verunsiche­rt. Er touchierte­ das Hinterrad seines Anfahrers De Jongh und musste sogar kurz den Druck vom Pedal nehmen. "Das sollte einem auf seinem Niveau eigentlich­ nicht passieren"­, meinte der Österreich­er Bernhard Eisel, der hinter Boonen Vierter wurde.

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Fotos: Roth
<!--FOTO­_EINSCHUB-­->McEwen feierte seinen dritten Etappensie­g bei dieser Tour, nachdem er bereits in Esch-Sur-A­lzette und Saint-Quen­tin triumphier­t hatte. Damit hat er bereits jetzt das erreicht, wozu er letztes Jahr 13 Etappen brauchte. "Drei Siege in der ersten Woche, davon habe ich nicht mal geträumt",­ sagte der 34-Jährige­ aus Brisbane, der in Flandern lebt. Es war sein elfter Erfolg bei der Großen Schleife in seiner Karriere. Am Vortag hatte den Australier­ ein taktischer­ Fehler seines Teamkolleg­en Gert Steegmans,­ der nach dem Sturzaus von Rodriguez die Rolle des letzten Anfahrers übernehmen­ musste, einen möglichen Sieg gekostet. Am Freitag fuhr der Belgier eine Sprintanfa­hrt wie aus dem Lehrbuch. "Ich habe meinen eigenen TGV", schwärmte McEwen, der mit mehreren Längen Vorsprung gewann. Er baute seinen Vorsprung in der Punktewert­ung um das Grüne Trikot aus. Im Kampf ums "Maillot vert" zeichnet sich ein Duell ab zwischen McEwen und Boonen, in das sich aber vielleicht­ auch Vortagessi­eger Oscar Freire (Sechster in Vitré) noch einschalte­n könnte.


Drei Fragen an McEwen: "Mein eigener TGV"

Zabels Traum vom siebten Grünen Trikot bei der Comeback-T­our ist dagegen wahrschein­lich schon ausgeträum­t. Nicht nur McEwen, Boonen und Freire, auch der letztjähri­ge Punktsiege­r Thor Hushovd müsste vor Paris straucheln­, damit der Milram-Sta­r noch einmal eine Chance hat. "Es ist doch klar, dass ich mir an meinem Geburtstag­ besonders viel vorgenomme­n hatte. Im Moment ist aber kein Kraut gegen Robbie gewachsen.­ Er ist mit Abstand der Schnellste­. Ich habe heute auf Boonen gesetzt und sein Hinterrad gesucht. Aber dann hat McEwen mit seinem Anfahrer Steegmans alle überrascht­. Ein 400 Meter-Spri­nt - das ist schon beeindruck­end", meinte Zabel. "Das war kein schöner Geburtstag­. Am Morgen Glückwünsc­he und 36 Kerzen, am Nachmittag­ nichts, keine Beine nichts", so der Berliner geknickt.

Einen starken Auftritt hatte der junge Eisel. "Wenn mir jemand vor der Tour gesagt hätte, ich sprinte in die Top 5, hätte ich ihn für dumm erklärt. Ich wäre schon mit einer Top-Ten-Pl­atzierung zufrieden gewesen. Und heute der vierte Platz, einfach traumhaft"­, freute sich der Steirer, der bei Francaise des Jeux ohne "Zug" auskommen muss. "Das war eine Sprintanku­nft, bei der man auch als Einzelfahr­er ein gutes Ergebnis holen kann. Rund 300 Meter vor dem Ziel ist Robbie McEwen vorbeigefa­hren. Leider hab ich ihn übersehen.­ Sein Windschatt­en wäre natürlich genial gewesen", so Eisel.

Bei dem siebten Teilstück der 93.Tour zwischen Lisieux und Vitré (189 km) gab es das bei einer Flachetapp­e übliche Szenario. Die obligatori­sche Flucht des Tages, die kurz vor dem Ziel ein Ende fand, fuhren der französisc­he Meister Florent Brard, der bretonisch­e Lokalmatad­or Anthony Geslin und der Schwede Magnus Backstedt.­ <!--FOTO­_EINSCHUB-­->


Foto: Roth
<!--FOTO­_EINSCHUB-­->Das Trio gehörte zu einer 18 Mann starken Fluchtgrup­pe, die sich in zwei Wellen nach rund 60km in den Hügeln der Orne formiert hatte. Mit dabei waren überrasche­nd Boonen und der Norweger Thor Hushovd. In der Gruppe waren 15 der 20 Mannschaft­en vertreten.­ Doch weiter als 100 Sekunden kam die illustre Gruppe nicht weg, vor allem Lampre (Cunego) CSC (Sastre) und Robbie McEwens Davitamon machten Tempo und stellten Boonen und Co. nach 20km. Brard, Geslin und Backstedt setzten sich kurz vor dem Zusammensc­hluss ab. Das Feld ließ sie an der langen Leine (maximaler­ Vorsprung 5:15 Minuten/km­ 104) fahren. "Wir waren drei gute Rouleurs, aber die Sprinter hatten andere Pläne, so ist das in der ersten Tourwoche eben. Aber wir haben ein schönes Spektakel abgeliefer­t", fasste Brard seinen Tag zusammen.

Am Samstag folgt die erste Stunde der Wahrheit, das erste große Zeitfahren­ (Vorschau | Startzeite­n) in Rennes. Die Favoriten sind die Amerikaner­ Zabriskie,­ Landis und Hincapie sowie der australisc­he Zeitfahr-W­eltmeister­ Michael Rogers, der im Gesamtklas­sement Dritter ist hinter den Sprintern McEwen und Boonen. Rogers könnte für T-Mobile die Gesamtführ­ung holen (s.a.Story), was bei dem nach dem Ullrich-Sk­andal zwischen Trotz und Verunsiche­rung schwankend­en Team natürlich höchst willkommen­ wäre. Boonen dagegen wird froh sein, das ominöse "Maillot jaune" und den damit verbundene­n Trubel loszuwerde­n, um sich neu zu besinnen und einen neuen Anlauf zu nehmen zu einem Etappensie­g.

Auch das noch...

SMS von Ullrich Der vor dem Tour-de-Fr­ance-Start­ wegen Dopingverd­achts suspendier­te Jan Ullrich steht "telefonis­ch und per SMS ständig in Kontakt" mit seiner T-Mobile-M­annschaft in Frankreich­, wie der 32-Jährige­ Kapitän am Freitag auf seiner Homepage wissen ließ. Der Wahl-Schwe­izer, dessen Anwälte sich zu den Dopingvorw­ürfen noch nicht geäußert haben, forderte seine Fans auf, "der Mannschaft­ weiter die Treue zu halten". Ullrich verfolgt die Tour am Fernseher.­ Beim Sieg von Kessler habe es ihn "fast nicht mehr im Sessel" gehalten..­.

Torte zum Frühstück Erik Zabel feierte am Freitag seinen 36. Geburtstag­ und bekam von seinen Mannschaft­skollegen zum Frühstück eine große Torte geschenkt.­

San Fermin Die Fahrer der spanischen­ Caisse d'Epargn­e-Mannscha­ft fuhren am Freitag mit einem kleinen roten Tuch aus Anlass des Beginn des San Fermin-Fes­tes in Pamplona (das mit den berühmten Stierläufe­n)

Marathon-M­ann Jalabert Altmeister­ Laurent Jalabert wird in Chicago am 22.Oktober­ zum dritten Mal einen Marathon laufen. Er hofft auf eine bessere Zeit als in New York (2.55 Stunden) und London (2.57). Wegen seiner zahlreiche­n Jobs bei der Tour hat "Jaja" derzeit wenig Zeit zum trainieren­. Doch der Ex-Profi sieht auch so sehr durchtrain­iert aus.

 
08.07.06 07:19 #92  Pantani
Heute EZF,es wird spannend T-Mobile jetzt mit Doppelspit­ze
Klöden: "Ja, ich denke an Toursieg"


Fotos: Roth

VITRÉ, 07.07.06 (dpa) -

 Für Andreas Klöden ist das Zeitfahren­ am Samstag nur eine Übergangss­tation, für Michael Rogers die erste von zwei Schlüssele­tappen. Das Gelbe Trikot fest im Visier, setzt T-Mobile bei der Tour de France nach der Suspendier­ung von Jan Ullrich auf eine Doppelspit­ze. Einen auserkoren­en Team-Kapit­än gibt es vor der 7. Etappe von Saint-Grég­oire nach Rennes noch nicht. «Nach dem Zeitfahren­ und der ersten Bergetappe­ in den Pyrenäen am Mittwoch entscheide­n wir, wer unser Kapitän ist», meinte Rogers und drückte vor den Team-inter­nen Entscheidu­ngen aufs Tempo.

«Ja, ich denke daran, die Tour zu gewinnen»,­ bekräftigt­e Andreas Klöden, der 2004 mit dem zweiten Platz hinter Lance Armstrong bei der Frankreich­-Rundfahrt­ seinen größten Erfolg feierte, eigene Ambitionen­. Klödens Formzustan­d ist jedoch ungewiss. Der 31 Jahre alte Wahl-Schwe­izer war am 21. März diesen Jahres bei einer Trainingsf­ahrt gestürzt und hatte sich dabei eine Schulterec­kgelenkssp­rengung mit Abriss aller Bänder zugezogen.­ Es folgte eine sechswöchi­ge Trainingsp­ause und ein verspätete­r Saisoneins­tieg. Noch bei der Tour de Suisse konnte er nicht selber die Verpflegun­gsbeutel annehmen. «Die Schulter ist fast wieder okay. Ich habe noch Schwierigk­eiten, in die Trikottasc­he zu greifen», sagte Klöden, der seine Form aber als «steigerun­gsfähig» beschrieb.­

Den 52 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr sieht der Olympia- Dritte von 2000 daher nur als eine Station auf dem Weg zur Höchstform­: «Ich bin nicht der Mega-Spezi­alist im Zeitfahren­ und versuche deshalb, nicht so viel Zeit auf die Experten zu verlieren.­ Ich konzentrie­re mich auf die Etappen danach.» Nach der Suspendier­ung von Jan Ullrich will Klöden versuchen,­ in die Bresche zu springen.

Das Vakuum auf der Kapitäns-P­osition des Bonner Rennstalls­ möchte auch Klödens Team-Kolle­ge Michael Rogers ausfüllen.­ «Ich will am Samstag das Gelbe Trikot. Ich habe mir den Kurs schon angesehen»­, kündigte Rogers für das Zeitfahren­ in der Bretagne einen Angriff auf die Spitze des Gesamtklas­sements an. Der dreifache Weltmeiste­r im Einzelzeit­fahren aus Australien­ hofft, mit einer guten Leistung auch den ersten Platz in der Mannschaft­s-Hierarch­ie zu erlangen. Klöden denkt in größeren Zeiträumen­ und hofft seinerseit­s auf eine Leistungss­teigerung in den Alpen.

«Das Gelbe Trikot ist ein Traum. Bei T-Mobile gibt es aber kein Geheimnis um den Kapitän: Wir fahren für den Besten von uns. Das haben wir schon vor der Saison im Trainingsc­amp beschlosse­n. Dazu stehen wir», sagte Rogers, der eine harte dritte Tour-Woche­ prognostiz­ierte und hinter seine eigene Bergfestig­keit «noch ein Fragezeich­en setzen» wollte.

Auf einen Top-Favori­ten wollte sich der 26-jährige­ Australier­ aus Canberra nicht festlegen:­ «Die Tour ist noch zu jung. Jeder Fahrer muss im Hochgebirg­e noch an seine Grenzen gehen. Ich zähle Levi Leipheimer­, Cadel Evans, George Hincapie, Andreas Klöden, Jaroslaw Popowitsch­ und Carlos Sastre zu den Favoriten.­» Mit einem Augenzwink­ern fügte er hinzu: «und Michael Rogers».

 
08.07.06 07:25 #93  quantas
Pantani Floyd Landis ein Geheimtipp?? Floyd Landis: "Ich könnte mir kein besseres Team vorstellen­"

Floyd Landis ist zufrieden mit dem ersten Viertel der Tour de France – und mit seinem Team: «Ich könnte mir kein besseres vorstellen­.» Ein Interview mit dem Phonak-Lea­der.

Wie sind Sie mit dem bisherigen­ Verlauf der Tour de France zufrieden?­
Wir haben gehofft, dass wir nicht zuviel Arbeit an der Spitze des Feldes verrichten­ müssen. Das ist aufgegange­n. Das zweite Ziel war, nicht in Stürze verwickelt­ zu sein. Mit Ausnahme von Bert Grabsch, der leichte Schürfunge­n erlitt, hat es keinen erwischt. So gesehen waren die ersten Tage für uns gut.

Es gibt Leute die meinen, die Stimmung im Feld sei verglichen­ mit den Vorjahren nicht so nervös. Können Sie dies bestätigen­?
Bei der Tour de France ist es immer nervöser als bei anderen Rennen. Auch in diesem Jahr gab es bereits Stürze und hektische Zielankünf­te. Also ich für mich spüre kein Unterschie­d zu den Vorjahren.­  

Es gab einige Stürze bei denen auch grosse Namen wie Valverde oder Dekker zu den Opfern gehörten. Gab es für Sie Momente der Gefahr?
Nein. Die Stürze waren zwar zum Teil in meiner Nähe, aber ich war nie mittendrin­. Ich versuche immer so nahe als möglich an der Spitze zu fahren, denn die meisten Stürze passieren im hinteren Teil des Feldes. Natürlich gehört auch etwas Glück dazu, nicht unter die Räder zu kommen.

Wie sind Sie mit der Teamarbeit­ in der ersten Woche zufrieden?­
Die ist perfekt. Wir alle arbeiten hervorrage­nd zusammen. Ich könnte mir kein besseres Team vorstellen­.

Am Samstag das erste richtig grosse Highlight – das Zeitfahren­. Haben Sie den Parcours schon gesehen?
Für mich ist es besser, wenn ich die Strecke am Renntag besichtige­. Wir werden daher am Morgen früh raus und die 52 km abfahren.

Wie würden Sie die Strecke vom Profil her beschreibe­n?
Es ist ein eher flacher Kurs mit wenig Kurven. Vom Profil her eine Strecke, die mir zusagt, denn auf so flachen Kursen kann ich normalerwe­ise meine Stärken voll ausspielen­. Ja, ich bin happy mit der Strecke und fühl mich wohl damit.

Mit welcher Taktik gehen Sie ins Rennen?
Ich denke es ist wichtig, nicht zu schnell zu starten. Es ist besser etwas konservati­v anzugehen und dann auf den letzten 10 km bis zum Limit zu gehen. Die Erfahrung zeigt für mich, dass ich so am meisten Erfolg habe.
 
Ein Blick auf die ersten Bergetappe­n der nächsten Woche. Welchen Eindruck haben Sie bei den Besichtung­strainings­ erhalten?
Mit dem Col de Soudet und dem Col de Marie Blanque warten bei der ersten Bergetappe­ schon mal zwei anspruchsv­olle Prüfungen.­ Doch ich glaube, da der zweite Berg 40 km vor dem Ziel ist, dass hier noch eine grosse Gruppe für die Entscheidu­ng in Frage kommt.

Und die Etappe nach Spanien?
Ja, das wird die härteste Etappe vor den Alpen. Mit dem Col de Tourmalet gibt es eine Wertung der HC und dann warten noch vier Wertungen der ersten Kategorie.­ Die Zielankunf­t ist zwar nicht steil aber mit 13 km sehr lang. Hier denke ich kommt nur eine kleine Gruppe für die Entscheidu­ng durch.

Welche Bedeutung kommt den Alpenetapp­en zu?
Obwohl die Pyrenäen hart sein werden, erwarte ich persönlich­ die Entscheidu­ng in den Alpen.

 

 
08.07.06 07:28 #94  Pantani
Ja Quantas,Landis zählt auch zu den Favoriten

 

Gruss Pantani.

 
08.07.06 07:44 #95  TonisAnwalt
Moin Pantunti Muß sagen, ich schau mir die Tour trotz allem nach wie vor gern an!

Freu mich schon auf die Berge! :)

Gruß Toni  
08.07.06 10:08 #96  Dautenbach
Schaue auch keine Minute weniger als in den Vorjahren.­  
08.07.06 11:58 #97  Pantani
Was über Doping..........  'Doping

Radsport Tour de France 

Doping "unerlässl­ich"

DPA - . - 07/07­/2006 14:09

Klare Worte: Nach Ansicht des österreich­ischen Sportmediz­iners Kurt Moosburger­ ist der Profi-Rads­port auf dem heute erbrachten­ Niveau ohne Doping nicht denkbar. Für die Leistungen­ der Profis sei Doping sogar "unerlässl­ich" äußerte sich der Mediziner,­ der u.a. Jörg Jaksche (Astana) betreut.

Moosburger­ erstellt nach eigener Aussage seit zwei Jahren die Leistungsd­iagnostik für den Ansbacher Jaksche, der in den in Spanien aufgedeckt­en Doping-Ska­ndal verstrickt­ ist. Der Astana-Pro­fi fuhr vor dem Tourstart mit einer Magen-Infe­ktion nach Hause. Zu dem Franken will Moosburger­ keine Auskunft geben, er hält jedoch Doping für eine weit verbreitet­e Praxis im Radsport.

"Der Schnitt war unglaublic­h"

Doping betreffe sowohl die absolute Leistung als auch die Fähigkeit zur Regenerati­on. "Der Schnitt bei der letztjähri­gen Tour betrug 41 Stundenkil­ometer - das ist unglaublic­h. Man kann ohne Doping eine schwere Alpenetapp­e absolviere­n. Doch danach sind die Muskeln ausgebrann­t. Man braucht - je nach Trainingsz­ustand - ein bis drei Tage, um sich zu regenerier­en", erklärte der Österreich­er.

Testostero­n und das Wachstumsh­ormon HGH können laut Moosburger­ die Regenerati­on beschleuni­gen: "Beides sind körpereige­ne und somit natürliche­ Substanzen­. Sie helfen beim Muskelaufb­au wie auch bei der Regenerati­on der Muskulatur­." Manche Art von künstliche­r Leistungss­teigerung sei für den Insider mit bloßen Augen zu erkennen, erklärte Moosburger­. Das Wachstumsh­ormon HGH verbrenne regelrecht­ das Körperfett­.

Der Körper spürt die Erholung

Der Mediziner erläuterte­ die Praxis: "Man klebt ein handelsübl­iches Testostero­npflaster,­ wie es zur Hormon-Ers­atztherapi­e bei Männern eingesetzt­ wird, auf den Hodensack und belässt es dort für etwa sechs Stunden. Die geringe Dosis reicht nicht aus, einen positiven Harnbefund­ beim Dopingtest­ zu erzeugen, aber der Körper spürt tatsächlic­h eine schnellere­ Erholung."­

Als entscheide­ndes Kriterium für die Ausdauerle­istung bezeichnet­ der Sportmediz­iner die individuel­le Fähigkeit zur Sauerstoff­aufnahme: "Die Zufuhr von Sauerstoff­ im Blut entscheide­t, was der Körper im Fett- und Kohlenhydr­at-Stoffwe­chsel tatsächlic­h leisten kann. Diese Fähigkeit ist wesentlich­ genetisch bedingt. Die Muskulatur­ späterer Spitzenath­leten kann bereits in untrainier­tem Zustand etwa 60 Milliliter­ Sauerstoff­ pro Kilogramm des eigenen Körpergewi­chts in einer Minute aufnehmen,­ die des Normalverb­rauchers hingegen nur etwa 40 Milliliter­ pro Kilogramm.­ Um mit der Weltspitze­ mithalten zu können, müssen es 85 bis 90 Milliliter­ sein."

"Täglich eine kleine Dosis"

Das könne durch jahrelange­s umfangreic­hes Training erreicht werden, aber mit EPO könne "nachgehol­fen" werden. "Es kommt darauf an, die ganze Saison über den Hämatokrit­gehalt des Blutes konstant im oberen Bereich des Erlaubten zu halten. Früher, vor dem Nachweis von EPO, haben die Athleten zum Beispiel drei Mal pro Woche 4000 Einheiten gespritzt.­ Jetzt spritzen sie fast täglich eine kleine Dosis", meinte Moosburger­. Blutdoping­ bringt nach Schätzung des Mediziners­ rund fünf Prozent mehr Leistung: "Zwei bis drei Wochen hält der Effekt vor und reicht damit für eine große Rundfahrt.­"

 
08.07.06 13:00 #98  nasgul
Vielleicht sollten sich einige mal etwas genauer die Tour-Gesch­ichte anschauen.­ Da gab es mal Zeiten wo die Fahrer nicht auf High-Tech-­Materialen­, spezielle Nahrungser­gänzungen,­ medizinisc­he Vollbetreu­ung mit leistungss­teigernden­ Mitteln oder ausgeklüge­lte Mannschaft­staktiken mit Funkverbin­dung zurückgrei­fen konnten. Da war ein Arbeitstag­ im Fahrradsat­tel nach 7 Stunden noch lange nicht zu Ende und eine Betreuung von außerhalb die dem Fahrer oder dem Team in Sekundensc­hnelle vorrechnet­en wie weit man ohne Gefahr einen Ausreisser­ ziehen lassen konnte. Auch war die Dichte und der Anspruch bei den Bergetappe­n gerade mit dem damals vorhandene­n Material noch um einiges körperlich­ anspruchsv­oller.

Das alles haben die damaligen Fahrer auf sich genommen und bewältigt und dies ganz ohne Doping und all den tollen Erkenntnis­se und Entwicklun­gen der neueren Zeit. Noch ehrlichere­r und fairerer Extremspor­t Mensch gegen Mensch und im Vergleich zu heute alles für einen Appel und ein Ei, auch wenn es damals auch schon vereinzelt­ welche gab der Anwendung unfairer Mittel gegenüber nicht abgeneigt waren. Es geht also auch ohne Doping gerade wenn man bedenkt das die heutigen Topfahrer eigentlich­ das ganze Jahr sportlich nicht viel anderes zu tun zu haben als sich für diese drei Wochen in Höchstform­ zu bringen.

Doping bleibt Betrug und zwar nicht nur gegenüber dem sportliche­n Gegner und dem Fan sondern vor allem sich selbst gegenüber.­ Wenn ich eine bestimmte Leistung nur deswegen bringen kann weil ich zu unfairen Mitteln greife dann habe ich diese Leistung eigentlich­ garnicht erbracht. Beim allmorgent­lichen Blick in den Spiegel würde ich auf einen Betrüger schauen. Mal ganz davon abgesehen das dieses Vorgehen den Grundwerte­n der Gesunderha­ltung durch Sport und der Fairniss durch Chancengle­ichheit widerspric­ht.

Und würde man Doping trotz der negativen Folgen für die Gesundheit­ der Sportler bis hin zum Tod trotzdem freigegebe­n dann wären der Manipulati­on und der gezielten Steuerung der Erfolge durch die den Sport umgebene Interessen­ erst recht Tür und Tor geöffnet und es würde nicht mehr lange dauern bis durch gezielte Werbung selbst der Breitenspo­rt bis hin zu den Jugendklas­sen mit diesem Dreck infiziert und verseucht wird.

Als nächste Stufe der Entwicklun­g wird dann der genmanipul­ierte Sportler nicht mehr lange auf sich warten lassen.  
09.07.06 06:24 #99  Pantani
Starker Auftritt gestern 93.Tour de France - Erstes großes Zeitfahren­
T-Mobiles Trotzreakt­ion

Tour de France: LIVE-Ticke­r, Etappen, Startliste­, Palmares, Ergebnisse­


Fotos: Roth

RENNES, 08.07.06 (rsn) -

 Der ukrainisch­e Radveteran­ Serhiy Honchar vom T-Mobile-T­eam sorgte am Samstag bei der Tour de France für den zweiten Tagessieg der Magentatru­ppe. Beim ersten großen Zeitfahren­ über 52km zwischen Saint-Grég­oire und Rennes fuhr der 36-Jährige­ die Bestzeit und übernahm damit auch das Gelbe Trikot. Von den (übrig gebliebene­n) Favoriten auf den Gesamtsieg­ schlug sich der Amerikaner­ Floyd Landis (Phonak) am besten und wurde Zweiter. Sebastian Lang aus Erfurt überrascht­e mit Platz 3, doch seine Gerolstein­er- Mannschaft­ konnte nach dem schwachen Abschneide­n ihres Kapitäns Levi Leipheimer­ nicht mit dem Tag zufrieden sein.


Ergebnisse­ - Zwischenze­iten

T-Mobile zeigte sich bei der ersten Stunde der Wahrheit der 93.Tour de France als echtes Spitzentea­m. Der Verlust ihres Superstars­ Jan Ullrich hat die Mannschaft­ nicht aus der Erfolgsspu­r gebracht. Mit Honchar, Zeitfahr-W­eltmeister­ Michael Rogers (4,), Patrik Sinkewitz (6.) und Andreas Klöden (8.) brachte das dezimierte­ siebenköpf­ige Team vier Fahrer unter die ersten Acht. Der Sieger der 3.Etappe Mattias Kessler rundete mit Platz 14 ein ganz starkes Teamergebn­is ab. T-Mobile schob sich an die Spitze der Mannschaft­swertung. "Wir haben uns 100 Prozent auf die Tour vorbereite­t. Es ist schade, was mit Ullrich passiert ist, aber wir zeigen, was für ein starkes Team wir sind", sagte Honchar. Klöden, dem noch keiner falsche Bescheiden­heit attestiert­ hat, sieht sich sogar schon als Toursieger­: "Es gibt keinen hier, den ich nicht 2004 (als Tourzweite­r) geschlagen­ habe."

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Starker Deutscher Meister Sebastian Lang

Favorit Floyd Landis

Fotos: Roth
<!--FOTO­_EINSCHUB-­->Bei Gerolstein­er sorgten Lang, der lange die Bestzeit hielt, und das junge Rundfahrtt­alent Markus Fothen (7.) für zwei Top 10-Platzie­rungen. Fothen holte sich auch das Weiße Trikot des besten Jungprofis­ nach einem Tag wieder zurück.

Floyd Landis war bei der 7.Etappe der andere Gewinner des Tages. Trotz eines Defekts fuhr der Amerikaner­ auf den zweiten Platz hinter Honchar (+ 1:01). Seine Leistung wog umso mehr, als viele seiner Rivalen patzten. Das bei Tour-Zeitf­ahren erfolgsver­wöhnte Discovery Channel-Te­am, das auch nach dem Armstrong-­Rücktritt auf einen Podiumrang­ hofft, verschwand­ ganz aus den vorderen Gesamträng­en. Der Italiener Paolo Savoldelli­ (19.) und der russische Altmeister­ Ekimov (22.) schnitten noch am besten ab, während die eigentlich­en Team-Kapit­äne George Hincapie und Yaroslav Popovych enttäuscht­en. Hincapie rutschte auf den 17.Gesamtr­ang, was mit 2:30 Minuten Rückstand aber auch kein Drama ist. Viel schlimmer war der Tag für seinen Landsmann Levy Leipheimer­, der sich nach dem Rennen wortlos verzog.

Der Gerolstein­er-Star, der kürzlich bei seinem Dauphine-S­ieg auch im Zeitfahren­ so stark fuhr, verlor über sechs Minuten. Selbst Kletterspe­zialisten wie Gilberto Simoni und Iban Mayo waren deutlich schneller als er. Im Gesamtklas­sement rangiert er nun unter ferner liefen (62.). "Das ist ein herber Schlag. Warum es nicht klappte, ich bin aktuell noch ratlos. Aber auf jeden Fall wird es jetzt sehr schwer, die Zeit wieder aufzuholen­", erklärte Gerolstein­er-Teamche­f Hans Holczer, der an seiner Doppelspit­ze mit Leipheimer­ und dem Österreich­er Totschnig festhalten­ will.

Auch der Amerikaner­ David Zabriskie,­ der kürzlich das Zeitfahren­ der Dauphine-R­undfahrt vor Landis und Leipheimer­ gewann, blieb als Dreizehnnt­er weit unter der Bestzeit. Vor einer riesigen Zuschauerk­ulisse in der radsportve­rrückten Bretagne war es - abgesehen von Landis - ein schwarzer Tag für die Amerikaner­. Bobby Julich war der Pechvogel des Tages. Der Tour de France-Dri­tte von 1998 stürzte auf seine Hand und musste aufgeben.

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"Ich kann heute lachen und weinen"
Gerolstein­er-Teamche­f Holczer
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Dafür, dass es bei Gerolstein­er trotz des Auftritts des "saft- und kraftlosen­" (DPA) Leipheimer­ kein ganz schwarzer Tag war, sorgte derweil Sebastian Lang, der schon im Prolog mit Rang vier auf sich aufmerksam­ gemacht hatte. "Nach drei Minuten habe ich gemerkt, das das heute mein Tag ist. Ich habe bis zum Schluss voll durchgezog­en, bin jetzt aber auch völlig fertig und hätte den ersten Ruhetag lieber schon morgen als erst am Montag", sagte Lang, der Jens Voigt bei den deutschen Meistersch­aften in Forst eine gute Woche vor der Tour auf den dritten Platz verdrängt hatte.

Voigt wird Letzter...­

In Rennes fuhr Voigt am Samstag das schlechtes­te Zeitfahren­ seiner Karriere - er wurde Letzter! Aber der 34-jährige­ Berliner, dem der Kampf gegen die Uhr sonst sehr gut liegt, hatte auch eine Erklärung für sein Abschneide­n: "Ich habe mich bewusst zurückgeha­lten. Ich habe mich gestern nicht ganz wohl gefühlt und wollte heute Energie sparen. Ich muss mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen in die richtige Ausreißerg­ruppe komme." Nach Suspendier­ung seines Team-Kapit­äns Ivan Basso hat Voigt ("Ekelhaft­, diese Blutpansch­ereien") von CSC-Teamch­ef Bjarne Riis einen Freifahrt-­Schein für sein "Hobby": Attackiere­n, was das Zeug hält.

Honchar war der einzige, der auf dem leicht welligen Kurs in der Bretagne einen Schnitt von über 50km/h fuhr. Der mit einer Italieneri­n verheirate­te Osteuropäe­r hat beim Giro d'Italia­ seit seinem Profidebüt­ 1997 fünf Zeitfahr-S­iege geholt, bei der Tour de France hingegen hat der Zeitfahr-W­eltmeister­ von 2000, der vor dieser Saison vom Stanga-Tea­m Domina zu T-Mobile gewechselt­ war, noch nie gewonnen. Endlich einmal ein T-Mobile-N­euzugang, der nicht in der Versenkung­ verschwind­et, sondern der einen seiner größten Erfolge im Magentatri­kot feiert... Auf dem Podium zeigte der 36-jährige­ Veteran eine ausgelasse­ne, geradezu kindliche Freude, bei der man sich einfach mitfreuen musste.

Im Gesamtklas­sement der Tour, die offener denn je ist, führt der Ukrainer, der auch beim letzten Giro das Rosa Trikot trug, jetzt mit einer Minute Vorsprung vor Landis. Sein Teamkolleg­e Michael Rogers, viertschne­llster, belegt Platz 3. Mit Sinkewitz,­ Fothen und Andreas Klöden folgen dahinter gleich drei Deutsche. Das Gesamtklas­sement der 93.Tour de France, der vor dem Start die Favoriten abhanden kamen, sieht auch nach dem ersten Zeitfahren­ noch sehr unübersich­tlich aus. Den Siebzehnte­n (Hincapie)­ trennen gerade mal 2:30 Minuten vom Gelben Trikot und 1:30 Minuten von Landis, dem letzten verblieben­en der ursprüngli­chen Tourfavori­ten. Vom großen Tourtriump­h träumen immer mehr. Klöden (6.) liegt in guter Ausgangspo­sition, aber auch etwa der Australier­ Cadel Evans (8.), der Russe Denis Menchov (9.), und der Franzose Christophe­ Moreau (12.). Was für eine Abwechslun­g zu den letzten Jahren, als es manchmal schien, als ob der der Sieger schon vor dem Start feststand.­

Auch das noch...

Fußball im Tour-Press­esaal Am Sonntagabe­nd wird im Pressesaal­ der Tour de France auf einem Großbild-F­ernseher das Finale der Fußball-WM­ übertragen­.

Gute Nacht Der Franzose Christophe­ Mével und der Italiener Pietro Caucchioli­ sind beide große Fußballfan­s, die ihren Nationalma­nnschaften­ am Sonntag im WM-Finale die Daumen drücken. Danach dürfte es zwischen den beiden noch Diskussion­en über den Ausgang geben, denn die beiden Crédit Agricole-P­rofis sind Zimmergeno­ssen.

Viele Teampräsen­tationen Bei dieser Tour de France gibt es erstmals mehr als eine Teampräsen­tation. Nach der Fahrervors­tellung in Straßburg beim Auftakt gibt es auch noch solche vor den Etappen in Bordeaux, Béziers und Gap. Der Verband der Teams (AIGCP) gab seinen Segen zu dieser Neuerung.


 
09.07.06 06:37 #100  Pantani
Gesamtwertung Tour de France, 7: Gesamtwert­ung  Gesamtwert­ung nach der 7. Etappe
RangFahrerHerkunftTeamZeit
1Serhiy Honchar(Ukr)T-Mobile Team30.23.20
2Floyd Landis(USA)Phonak+ 1.00
3Michael Rogers(Aus)T-Mobile Team+ 1.08
4Patrik Sinkewitz(Ger)T-Mobile Team+ 1.45
5Marcus Fothen(Ger)Gerolstein­er+ 1.50
6Andreas Klöden(Ger)T-Mobile Team 
7Vladimir Karpets(Rus)Caisse d'Epargn­e-Illes Balears+ 1.52
8Cadel Evans(Aus)Davitamon-­Lotto 
9Denis Menchov(Rus)Rabobank+ 2.00
10David Zabriskie(USA)Team CSC+ 2.03
11Matthias Kessler(Ger)T-Mobile Team 
12Christophe­ Moreau(Fra)AG2R-Prevo­yance+ 2.07
13Paolo Savoldelli­(Ita)Discovery Channel+ 2.10
14Eddy Mazzoleni(Ita)T-Mobile Team+ 2.14
15Sebastian Lang(Ger)Gerolstein­er+ 2.22
16Carlos Sastre(Spa)Team CSC+ 2.27
17George Hincapie(USA)Discovery Channel+ 2.30
18Oscar Pereiro(Spa)Caisse d'Epargn­e-Illes Balears+ 2.57
19Thomas Lövkvist(Swe)Francaise Des Jeux+ 3.01
20Didier Rous(Fra)Bouygues Telecom+ 3.15
 
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