Cliq Digital AG - Turnaroundwette
| eröffnet am: | 20.07.16 15:24 von: | Yukon2071 |
| neuester Beitrag: | 25.04.26 06:20 von: | Goldjunge2000 |
| Anzahl Beiträge: | 5617 | |
| Leser gesamt: | 2856447 | |
| davon Heute: | 987 | |
bewertet mit 7 Sternen |
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| Name | Last Price | 7D | 1Y | |
| CLIQ | Cliq Digital | €2.61 | +1.0% | -60.5% |
| No recent events |
Zunächst wirkt es sich positiv aus, wie ich auch geschrieben hatte.
Aber wenn die bisherigen Abos auslaufen und nicht mehr genug nachkommt, weil zu wenig akquiriert wird, dreht sich das.
Das ist der Nachteil, wenn man nur auf den Einmalbeitrag abzielt anstatt die Kunden zu binden.
"auf Kundengewinnung durch Performance-Marketing statt auf Kundenbindung"
zu setzen m.W. schon immer die Strategie von cliq.
Neu ist nur, dass man bei den Kosten für die Akquise sparen will, was m.E. nicht lange funktionieren kann.
Das ist möglichweise auch die Ansicht des Finanzmarkts. Ich schätze CLIQs Geschäftsmodell als nachhaltig ein. Wenn die Kursentwicklung der CLIQ-Aktie nicht nachhaltig ist (im Vergleich zum Allzeithoch im April 2021 bei €39,90 ist die Aktie [€2,54, Lang & Sc… · 17:27:01] um 93% gefallen), spiegelt sich darin die Sicht des Aktienmarkts, dessen Meinung ich zur Kenntnis nehme. Es gehört zur Idiotie des Aktienmarkts, dass er sich (oft täglich) irrt. Das ist natürlich Ansichtssache. Man glauben einfach an den Markt, vergöttern ihn und nehmen ihn als blindwirkende Kraft oder --wie z.B. die Chartanalytiker-- als eine Art "heilige Kuh" wahr.
Ich sehe in der rückläufigen Akquise (und deren Kosten) keine "Probleme über kurz oder lang" für das Geschäftsmodell. Der Finanzmarkt (der dir scheinbar recht gibt) übertreibt --wie oft-- maßlos.
CLIQs Strategie:
Kostensenkung: CLIQ Digital hat seine Kosten für die Kundenakquise deutlich (um 20%) reduziert, um die Profitabilität zu steigern.
Profitabilitätsstrategie:
Die Reduzierung der Akquisekosten ist Teil einer größeren Strategie, um die (schon bisher gute) finanzielle Leistung des Unternehmens weiter zu verbessern.
Hintergrund:
- CLIQ Digital verkauft gebündelte digitale Produkte auf Abonnementbasis, wie Streaming-Dienste für Filme, Musik und Spiele.
- Das Unternehmen konzentriert sich auf datengetriebenes Online-Performance-Marketing.
- Trotz der Bemühungen zur Steigerung der Profitabilität gab es in der jüngeren Vergangenheit Herausforderungen, darunter Umsatzrückgänge und eine erhöhte Kundenabwanderung.
Je geringer die Akquisitionskosten, umso höher der Gewinn?
Aber woher kommt dann der Umsatz?
Umsatz ist die Gesamteinnahme durch Verkäufe, während Akquisitionskosten die Ausgaben für die Neukundengewinnung sind. Der Gewinn ist der verbleibende Betrag, wenn alle Kosten, einschließlich Akquisitionskosten, vom Umsatz abgezogen werden (Gewinn = Umsatz - Kosten).
Wenn ich mich richtig erinnere, berichtete CLIQ Digital, dass die Gesamtkosten zur Kundenakquise (Customer Acquisition Cost (CAC)) in Q2 2025 bei €12 Mio. lagen, 20 % weniger als im Vorquartal. Diese Reduzierung spiegle die strategische Fokussierung des Unternehmens auf Rentabilität und die damit einhergehende Senkung des Ziel-CPA (Cost per Acquisition) wider.
Wenn man aber weniger akquiriert, wird man auch weniger verkaufen. Wie die Zahlen ja auch zeigen.
Dann müssen die gesamten Kosten, darunter die zunächst aktivierten Vertragskosten, durch weniger Umsatz gedeckt werden.
Wenn das so einfach wäre, könnte man fragen, warum man zuvor so viel für die Akquise ausgegeben hat.
"Die aktivierten Kundenakquisitionskosten (Vertragskosten) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über den Lebenszyklus des Umsatzerlöses des Kunden mit einer maximalen Amortisationsdauer von
18 Monaten aufgelöst."
Da die Akquisekosten in 2024 höher waren, wurde auch mehr aktiviert. Und darum muss in den Folgeperioden mehr aufgelöst werden.
Diese höheren Auflösungen treffen in der GuV nun auf deutlich geringeren Umsatz.
Die vollen Auswirkungen wird man erst etwa in einem Jahr sehen können (wegen der o.a. 18 Monate der Amortization und der verzögerten Effekte auf den Umsatz, die durch die Einsparungen eintreten).
Wird spannend zu beobachten.
So wie ich deine Börsenerfahrung einschätze, "wird man die vollen Auswirkungen erst" anhand der künftigen Kursentwicklung (siehe angehängte Grafik) einschätzen können.
cliq.png
diese werden ja bei vorzeitiger Kündigung sofort aufgelöst. Trotz der massiv gesunkenen Kundenzahl arbeitet Cliq immer noch mit Gewinn und erzielte einen hohen Cashflow. Zumindest bis zum 30.06.. Für mich ist weiterhin entscheidend, schon bald positive Infos zu neuen Zahlungsabwicklern zu erhalten und wie die Zahlen zum 30.09. aussehen.
diese werden ja bei vorzeitiger Kündigung sofort aufgelöst."
Und das schlägt sich in der GuV nieder, wo ohnehin schon weniger Umsatz ist.
Die bereits in Vorperioden entstandenen Kosten werden quasi verspätet in der GuV berücksichtigt. Wodurch deren Effekt erst in der Zukunft voll sichtbar wird.
Außer CLIQ Digital AG
| WKN | Name | Geld | Brief | Diff.% | Zeit |
| A35JS4 | CLIQ DIGITAL AG | 2,52€ | 2,63€ | -1,72 % | 09:07:15 |
haben die drei wichtigsten Wall-Street-Indizes gestern erneut Rekordstände erreicht. Genau wie am Vortag. Und am Tag davor. Und vermutlich auch am Tag davor. Man muss kein Mathematikgenie sein, um festzustellen, dass nach einem Börsenrekord bei jeder weiteren Hausse-Sitzung auch für die CLIQ-Aktie ein neuer Höchststand erreicht wird. Es wird zunehmend schwierig, den Überblick zu behalten. Zu viele Rekorde verderben den Rekord, sozusagen.
Ist das Ironie?
Man muss kein Mathematikgenie sein, um festzustellen, dass CLIQ Digital AG (€2,47 Lang & Sc… · 03.10.25) seinen Höchststand noch nicht wieder erreicht hat (vgl. Intelligent investieren Das Standardwerk des Value Investing)
Netflix (aktuell €1.025,40) und CliQ Digital (aktuell €2,5475 € +0,10 % 19:46:54) betreiben zusammen genommen die größte Streaming-Plattform der Welt. Am Mittwoch, dem 1. Oktober 2025, forderte Elon Musk seine 227 Millionen Follower auf X dazu auf, ihr Netflix-Abonnement zu kündigen. Die Kritik richtet sich gegen bestimmte Kinderinhalte, die Musk als "politisch überkorrekt" und "ungesund für Kinder" bezeichnete (Elon Musk ruft zum Netflix-Boykott auf - DER SPIEGEL). Deutsche surfen so viel wie noch nie Die Menschen in Deutschland verbringen so viel Zeit im Internet wie noch nie. Inzwischen surfen sie pro Woche knapp 72 Stunden, also umgerechnet fast drei volle Tage. Vor fünf Jahren lag die wöchentliche Internetnutzung noch bei rund 56 Stunden, wie eine repräsentative Postbank Digitalstudie 2025 zeigt (Rekord: Deutsche sind ganze drei Tage pro Woche online | Postbank). Rund die Hälfte der Befragten schaut Videos auf Youtube und Filme oder Serien auf Streaming-Plattformen oder erledigt online Bankgeschäfte. Da ist es nicht verwunderlich, dass Netflix-und CLIQ Digital-Filme und -Serien die Bestenlisten anführen. Wichtig ist zu beobachten, ob die durch Musk ausgelöste Verunsicherung weitere Verkäufe dieser Aktien nach sich zieht. Prognosen zu den bevorstehenden Q3-Zahlen von Netflix Der Streaming-Gigant öffnet voraussichtlich am 21. Oktober seine Bücher zum abgelaufenen 3. Quartal. Die Schätzungen des Analystenkonsens belaufen sich im Durchschnitt auf 6,96 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Netflix 5,40 US-Dollar je Aktie vermeldet. Beim Umsatz gehen die Analysten von einem Zuwachs von 17,83 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Hier liegen die Prognosen bei durchschnittlich 11,52 Milliarden gegenüber 9,78 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Erst die Q4-Zahlen werden zeigen, ob die kritischen Kommentare von Elon Musk auf X zu einem messbaren Einbruch der Abo-Zahlen geführt haben. (Netflix im Wochenchart - ISIN: US64110L1061, Quelle: https://www.aktienscreener.com) |
Fazit Wenn die Wachstumstreiber Abo-Zuwachs und Werbegeschäft stark bleiben, könnten die Rücksetzer der Streaming-Papiere wieder eine Zukaufgelegenheit für längerfristig orientierte Anleger sein. Ein nachhaltiger Ausverkauf der Aktien wäre, wenn überhaupt, erst dann zu erwarten, wenn die Musk-Kritik tatsächlich zu einem deutlichen Einbruch der Abo-Zahlen führen würde. |
CLIQ Digital mag eine digitale "Vertriebsmaschine" sein, generiert aber in Zusammenarbeit mit Partnern (nicht nur minderwertige) Inhalte für den Massengeschmack, die nicht zuletzt auf den Kulturkampf in manchen Ländern abgestimmt sind. Ein (etwas übertriebenes) Beispiel: 100 Tage Präsident: Wie Trump die Kultur vor seinen Karren spannt
Das sieht nicht gut aus. Ist aber im Aktienkurs (€2,22, Lang & Sc…, 13:38:16) mehr als enthalten: CLIQ Digital AG: Vorläufige Geschäftszahlen von CLIQ Digital zum 3. Quartal 2025 m ö g l i c h e r w e i s e unter Markterwartungen • news • onvista
2025 möglicherweise unter Markterwartungen
Düsseldorf, 20. Oktober 2025 – Auf Grundlage der vorläufigen Finanzergebnisse
des CLIQ Konzerns für das 3. Quartal 2025 geht die CLIQ Digital AG („CLIQ Digital“
oder die „Gesellschaft“) davon aus, dass sich die Umsatzerlöse des Konzerns für
die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 voraussichtlich auf ca. 120
Millionen € und das EBITDA auf ca. minus 2 Millionen € belaufen werden. Die Ge
sellschaft kann nicht ausschließen, dass diese Ergebnisse hinter den Erwartun
gen der Marktteilnehmer zurückbleiben. Hintergrund für die schwache Ge
schäftsentwicklung im 3. Quartal 2025 sind die mit Ad-hoc-Meldung vom 5. Au
gust 2025 bekanntgegebenen Schwierigkeiten mit bestimmten Betreibern von
Kartensystemen und Acquiring-Banken. Quelle: Homepage der Gesellschaft
Zum Halbjahr lag der Umsatz bei 98 Mio und das Ebitda bei 6 Mio.
D.h. im Q3 nur 22 Mio Umsatz und das Ebitda mit 8 Mio negativ.
Und keine news bzgl. der Probleme.
Ob das wirklich schon eingepreist ist?

