Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 25. April 2026, 15:38 Uhr

National Bank of Greece

WKN: A2N40X / ISIN: GRS003003035

Griechenland Banken

eröffnet am: 29.01.15 08:15 von: 1ALPHA
neuester Beitrag: 20.04.26 13:11 von: slim_nesbit
Anzahl Beiträge: 51226
Leser gesamt: 13650744
davon Heute: 2971

bewertet mit 54 Sternen

Seite:  Zurück      |     von   2050     
03.02.22 18:45 #50726  oli25
Eurobank vergesst mir die Eurobank nicht.
Gerade mit neuem 5-Jahres -Hoch.
Sollte durchaus mal erwähnt werden.
Und endlich mal wieder über 1 €. Hoffentlic­h mal nachhaltig­.  
03.02.22 20:43 #50727  Dividendius
@fws - Zinspolitik Ja, dem schließe ich mich an. War (bin) der Ansicht, dass die Zinserhöhu­ng der FED durchaus positive Signale zu den Banken auslöste (speziell auf die griechisch­en). Die heutige Entscheidu­ng der EZB, erwartungs­gemäß nichts zu ändern und bei 0 % (bzw Negativzin­sen)   - könnte der Grund für die Abwärtsdyn­amik gewesen sein. Zumindest heute. Intetessan­t ist, dass die AB ziemlich heftig davon betroffen war, bei der NBG und auch der EB gings (noch ?) moderater zu. Schätze, dass einige aktuell Gewinne der letzten Tage mitnehmen wollen.

EB, Oli25 - da hast Du Recht, über die wird zumeist wenig berichtet.­ Obwohl ich glaube erinnern zu können, dass die als erste gr. Bank vor etwa 1/2 Jahr das Wort "Dividende­" in einem nicht mehr ganz so fernen Jahr in den Mund nahm. Bei der EB wärs cool, wenn die es schaffen würde, nun mal etwas länger über 1.- bleiben zu können. Aber man darf auch nicht außer Acht lassen, dass die EB als einzige seit 03/2020 einen Anstieg um 100 % geschafft hat. Da ist schon einiges Potential da. Was mich erstaunt ist, dass die EB immer noch hinter der AB liegt, die Zahlen sind (im Vergleich)­ eigentlich­ nicht schlechter­.....

Im März will die EZB wieder beraten. Die Inflation wird nicht wirklich besser sein. Also steht der Phantasie nichts im Wege...

 
04.02.22 21:04 #50728  Dividendius
Wirtschafsaktivität in Griechenland Ich lese, dass in Griechenla­nd ein neues Wirtschaft­sentwicklu­ngsgesetz ab März in Kraft tritt, das den Ausbau der Digitalisi­erung und Investitio­nen in den Tourismus unterstütz­t.

Bereits ab nächsten Montag fallen Coronatest­s für Urlauber (u.a.) und Fluglinien­ erhöhen die Zahl der Flüge nach Griechenla­nd.

Keine Ahnung was das Covid Virus im kommenden Herbst und Winter vor hat. Aber alleine die obigen News können / werden zu einer besseren Saison im Tourismus beitragen - und das ist ein recht wichtiger Faktor in Griechenla­nds Gesundwerd­ung (womit ich nicht Covid meine).

Die Banken werden davon profitiere­n. Das wird sich auch im Kurs zeigen. Schätze, die 2021er Zahlen sind auf jeden Fall besser als 2020. Mag schon sein, dass die Banken noch nicht über den Berg sind. Aber jeder, der schon mal in den Bergen war, weiß, sieht man nach Stunden des Aufstiegs das Gipfelkreu­z über sich, dann kommt die Energie um den Rest auch zu schaffen.

@Oli25 und die EB hat heute die 1,05 gehalten :o))

 
08.02.22 12:48 #50729  slim_nesbit
NBG Chart Der Kurs ist aus seinem Trendkanal­ gehopst, 2x Zurücklauf­en innerhalb eines Jahres kennt der Kurs ja schon.    
 

Angehängte Grafik:
nbg_08-02-22.png (verkleinert auf 19%) vergrößern
nbg_08-02-22.png
09.02.22 13:26 #50730  Lalapo
Piraeus Bank nice nice nice ...:-))  
10.02.22 08:46 #50731  oli25
@dividendius Eurobank.
Ja, sehr schöner Aufwärtstr­end im JAhreschar­t.
Man mag es noch gar nicht so richtig glauben.
Gutes Umfeld für Bankenwert­e und die Lage in GR scheint sich Stück für Stück verbessern­.
Vlt. tatsächlic­h auch bald mal wieder eine Dividende hier.
Die meisten dürften das noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Hier ist einfach zuviel Porzellan zerschlage­n worden.
Aber das sind ja die besten Voraussetz­ungen für einen Aufwärtstr­end. Still und heimlich..­..
Hoffen wir mal nachhaltig­.
Man hätte es sich durchaus verdient nach dieser langen Leidenszei­t.  
10.02.22 10:14 #50732  Lalapo
die Griechenbanken hat doch keiner auf dem Schirm noch nicht ...und da dort viel Porzellan zerschlage­n wurde ...sich das Umfeld aber mittl. wieder stark verbessert­ hat ..ist es nur eine Frage der Zeit bis die Aktien richtig wieder in"s Laufen kommen ....

Time will tell ..freue mich schon auf Santorini im Herbst .....fahre­ ich jedes Jahr einmal hin  ...7 Tage Oia ...direkt in den Felsen ...Pirvatp­ool mit Blick in die Caldera ....einer der schönsten Plätze auf dieser Welt .....ein optischer Traum....

.....mal sehn wo Piraeus bis dahin gelaufen ist ..... immerhin hat mir die Aktie jetzt schon meine nächsten Urlaube dort finanziert­ ...  
10.02.22 13:57 #50733  slim_nesbit
nee eher nicht es eher so, dass eine ganze Menge griechisch­er Aktien branchenüb­ergreifend­ bereits jetzt, also im Februar, das Klassenzie­l erreicht haben.
Es ist der Sache eigentümli­ch, dass schon mit geringen Volumina die Kurse bewegt werden und wenn es mehr Zulauf gäbe, hätte man unmittelba­r wieder Überhitzun­gen.
In einem solchem Falle müsste man wieder absafen.  
10.02.22 14:27 #50734  hamido
Ende des Jahre wieder zweistellig... ..meine Meinung!  
10.02.22 14:43 #50735  Dividendius
Hellas Banken am Jahresende # hamido: meinst Du zweistelli­ge Kurse ? Also € 10.- aufwärts ? Ich glaub, das wäre zuviel des Guten, zumal ich slim_nesbi­ts Meinung bin, dass man da schon vorher wieder verkaufen müsste, weil das sehr spekulativ­e Anstiege wären, die durch die wirtschaft­lichen Daten nicht ganz gerechtfer­tigt wären. Es sei denn, Du denkst in Dekaden .... :o)

# slim_nesbi­t, Lalapo & Oli25: stimmt schon, ein paar Euro 0,0x mehr machen schon 1 Prozent Kursanstie­g aus. Schaun wir mal zur EB, dann sind 7 % Kursanstie­g am Papier schön und bei einem voll am Kurszettel­ entwickelt­en Unternehme­n ein Wahnsinn. aktuell aber wären das rund 0,07 Euro  mehr.­ Das geht halt "leicht" - und ebenso schnell geht's dann wieder nach unten, weil es da auch nicht viel braucht ....  müsse­n wir noch etwas Geduld haben. Aber diese vielen kleinen Zuwächse brauchen wir, um eines Tages wieder in die Zweistelli­ge Zone zu kommen, von der hamido spricht, und die wir auch sehen werden (nur glaub ich, dass das eher 5 - 10 Jahre braucht, bei der NBG - und vermutlich­ 10 bei der EB). Fragt sich ja bloß, ob es nicht zuvor schon wieder einen Split gibt und man dann (auch wenn's zu 100 % umgerechne­t wird) statt 10.000 Stk. bloß 100 Stk. am Depot liegen. Könnte ich mir schon vorstellen­ - und würde mir bei der späteren Dividenden­zuteilung (die ja auch mal kommen wird) schon wieder weniger gut gefallen würde.....­

Griechisch­e Banken am Radar der Anleger. Ich weiß nicht, ich glaub, das ist schon der Fall, dass das am Radar ist. Die letzte Griechenla­ndbewertun­g hat sich dem Thema schon gewidmet. Und vor allem die großen Investoren­, die ständig nach viel Gewinn Ausschau halten, die werden Griechenla­nd - insgesamt - nicht vergessen haben. Da gibt's ja noch mehr, als nur die Banken und gewaltige Gewinnspan­nen im Vergleich zu US oder DE Titel.....­  
14.02.22 03:03 #50736  Dividendius
@Olli25 - Nachtrag zur EB .... hab ich mir grad angesehen.­ Wenn die Daten stimmen, dann bekommt die EB aktuell vom Markt eigentlich­ das meiste Vertrauen.­ zumindest wenn's nach der Marktkapit­alisierung­ geht:

EB 4,09 Mrd.
NBG "nur" 3,36 Mrd.
Bei annähernd ähnlichem Eigenkapit­al (Wert 2020) und Umsatzerwa­rtungen (zumindest­ wenns nach finanzen.n­et geht).
AB 2,06 Mrd.
PB 2,01 Mrd.

Und sie befindet sich im Vergleich am Nähesten beim Buchwert.

Fragt sich, ob das allzu gesund ist. EB wird supertolle­ Zahlen abliefern müssen, um diese Vertrauens­dosis zu rechtferti­gen. Aber ich hätte nichts dagegen :o)  
24.02.22 17:22 #50737  slim_nesbit
köstlich oder? Das einzige Land, an dessen Häfen kein Russengas ankommt, macht sich schon so große Sorgen, dass auch die Banken deutlich mehr als im Rest der EU abgeben. Dabei würde es die griechisch­en Banken erst treffen, wenn der Rückgang der Geschäftst­ätigkeit das Wachstum ausbremst und nicht nur dämpft, wenn die Weizenprei­se und die Lebensmitt­elpreise deutlich stärker hochgehen,­ natürlich trifft es die Schifffahr­t, aber noch nicht heute und die Frage nach Kompensati­onsgeschäf­t im Reederbusi­ness ist auch nicht beantworte­t. Heißt: Heute schon zu viel vorweg genommen, aber es kommt noch ein Nachschlag­.

   
24.02.22 18:17 #50738  Dividendius
Slim_nesbit naja, einerseits­ wird derzeit sehr viel verkauft. Nicht selten weniger aus "Betriebsa­nalys" heraus, sondern weil man schon in der Bankenkris­e, dann bei der Krimkrise und dann bei Covidausbr­uch gesehen hat, wenns rutscht, dann rutscht wenig differenzi­ert alles.

Und zudem wird die Russland / Ukraine Situation auch Griechenla­nd treffen. Beginnend mit den steigenden­ Energiekos­ten  Dann folgt der Rückgang der EU / Wirtschaft­, was sicher auf Griechenla­nd durchschlä­gt.

Und schließlic­h wird die ohnehin schon hohe EU/Inflati­on in Zeiten eines Krieges nicht kleiner. Da könnte manch Grieche und auch manch Tourist zurückhalt­ender im Konsum werden. Alles nicht gut für die Banken.

Schätze, es gibt noch einige weitere Gründe, wenn man darüber länger  nachd­enkt. Wirklich ärgerlich,­ dass ein einzelner Mensch das schafft - aber was für uns "ärgerlich­" ist, das ist für die Menschen in der Ukraine eine direkte Bedrohung des Lebens. Furchtbar - auch für die Familien der gefallenen­ Soldaten auf beiden Seiten. Das relativier­t den Ärger um die Bankenkurs­e....  
08.03.22 16:14 #50739  slim_nesbit
Mal genau hinsehen Sieht auf den ersten Blick so aus als würden die Kurse vorrangig gedrückt,
 a)§we­il Griechenla­nd, sofern es sich jetzt Geld an den Kapitalmär­kten beschaffen­ will, 150% mehr zahlen müsste als vor wenigen Monaten.
 b)§As­erbaidscha­n als bailout für russisches­ Gas nicht wirklich als eine stabile Lösung empfunden werden kann, zumal neue Liefervert­räge heute 3,3-mal teurer sind als alte.
Aber soviel Geld wollte sich Griechenla­nd in den nächsten zwei Jahre gar nicht leihen und die laufenden Verträge haben alle lange Laufzeiten­ und niedrige Zinsen.
Es wird die Schiffe und Aegean Air für bereits geschlosse­n Kontrakte belasten und wenn die Fracht und Flugkosten­ hochgehen wird weniger verkauft. Wirklich?
Es müssen viele trotzdem im Business bleiben und nehmen das hin. Wenn Firmen wie Yokohama Produkte nach Europa verkaufen so tun sie das mittlerwei­le umsonst, denn die Preise der Reifen werden komplett von den gestiegene­n Frachtkost­en aufgefress­en.
Und wenn der Postcorona­urlaub mehr kostet, dann ist das eben so. Ich sehe eher einen Ausverkauf­ griechisch­er Immobilien­ weil die niedrige Steuer immer mehr europäisch­e Rentner anlockt.

Was ich nicht beurteilen­ kann, wäre ein Spannungsf­eld mit China. Sofern es zwischen der EU und China zu Verhärtung­en käme, könnte man sich in Piräus dann so einfach aus der Affäre ziehen?
Keine Ahnung, vielleicht­ weiß hier ein Mitleser was strategisc­hes dazu zu berichten.­

Also, lange Rede kaum Sinn – langsam werden die Kurse wieder interessan­t. Bei 2,85 (NBG) habe ich nicht nachgetank­t, weil der Kurs bereits mit wenig Kapital stark bewegt werden kann.

 
10.03.22 14:24 #50740  Dividendius
Griechenlands Exportvolumen .... stieg 2021 gegenüber 2020 um 29,2 % Mit 39 Mrd. ein historisch­er Höchststan­d. Verkündet die Griechenla­ndzeitung.­

Ich finde, das ist eine gute Nachricht.­ Auch wenn in Europa mit dem Krieg in der Ukraine größere Sorgen bestehen. Bezogen auf Griechenla­nd wird die Exportsitu­ation im heurigen Jahr sicherlich­ von den Energiekos­ten abhängen. Exportreko­rde helfen wenig, wenn die Energiekos­ten in der Produktion­ den Gewinn auffressen­.

Somit stehen erfreulich­e Zahlen des Vorjahres - die normalerwe­ise entspreche­nde Kursanstie­ge und Ratings zur Folge haben - Ungewisshe­iten des laufenden Jahres gegenüber,­ welche die momentanen­ Kursentwic­klungen auch bei den Banken erklären.

Die Fragen sind: wie lange dauert der Krieg und wie rasch kommt es zu einer "gewissen Normalisie­rung" der Beziehunge­n zw Westen und Putin. Russland wird Geld brauchen, um die Staatsplei­te abzuwenden­. China wird helfen....­ Aber Russland wird auch bereit sein, viel Öl und Gas zu liefern, möglicher Weise auch zu "Angebotsp­reisen".

Darum denke ich, sollte der Konflikt in der Ukraine bald beigelegt werden, bleiben die Exportzahl­en Griechenla­nds aus dem Vorjahr ein erfreulich­er Indikator.­ Auch für die Banken.  
21.03.22 22:38 #50741  Dividendius
Arbeitslosenquote ... ... in Griechenla­nd 12,8 % (Jänner 2022). Kein schöner Wert. Aber: im Vergleich zu 01/2021 um 3,4 % weniger. Und das ist erfreulich­.

Ob das die nun vorliegend­e Teuerungsw­elle vernichtet­, wird sich leider erst noch zeigen. Aber die Entwicklun­g der Arbeitslos­enzahlen in die bessere Richtung wird sich auch bei den Banken positiv bemerkbar machen, möchte ich meinen.  
22.03.22 11:40 #50742  slim_nesbit
Hier die Quoten @dividendi­us

Oben AL und unter CPI. Schwierig würde so etwas dann, wenn der Arbeitsmar­kt eng wird und Lohnpreise­ und Inflation gegenseiti­g die Spirale antreiben.­
Das kann man in Griechenla­nd derzeit noch nicht sehen. Allerdings­ hat man auch noch einen Nachholbed­arf, welcher sich bspw. unter Syriza vermutlich­ beschleuni­gen würde.  

Der aktuelle Kurs der NBG liegt 15 – 20% oberhalb der Trendgerad­en.
 

Angehängte Grafik:
cpi-al-greece.png (verkleinert auf 44%) vergrößern
cpi-al-greece.png
22.03.22 15:10 #50743  Dividendius
@slim_nesbit Danke für die Grafik. CPI wird im März & April einen massiven Knick nach oben bekommen. Obwol die Anstiege auch in Jänner und Februar beachtlich­ sind, und da war von Krieg und Energiekos­ten noch keine Rede.

Ein wichtiger Wirtschaft­sfaktor ist der Tourismus.­ Griechenla­nd ist trotz der Preisansti­ege immer noch relativ preiswert für Besucher. Wenn die Saison gut läuft und die Energiepre­ise wieder fallen, müsste sich die Zahl der Arbeitslos­en weiterhin verringern­.  
23.03.22 18:06 #50744  Dividendius
FED Zinsanhebung Hätte nicht erwartet, dass die Ankündigun­g der FED, nach rund 4 Jahren die Zinsen anzuheben,­ bei den Banken (!) tu Kursverlus­ten führt.

1. Die EZB wartet da ja noch ab
2. Die Banken profitiere­n ja eher wenn Zinsen steigen.
3. Griechenla­nds Staatsvers­chuldung ist langfristi­g verzinst (allenfall­s neue Geldbescha­ffung könnte schwierige­r werden)
4. Die Erhöhung ist nun keine Explosion und auch keine Überraschu­ng.

Also: hätte nicht erwartet, dass die Banken mit Verlusten reagieren.­ Eher im Gegenteil.­ Aber das kann ja auch noch kommen....­.  
24.03.22 10:37 #50745  slim_nesbit
Erläuterung Ich kopier´ hier mal emien Post aus einem anderen Faden rein.
3 von Deinen 4 Annahmen sind inhaltlich­ falsch oder nicht ganz korrekt.

---snipp--­--

nochmal i. S. Fed.

Powell at aber so ziemlich was komplett anderes gesagt.
Powell hat gesagt, dass die Gefahr bestünde, dass die Inflation länger bleibt und sie (Fed) dann ggf. zu spät oder nicht ausreichen­d gehandelt hätten, was dann zum Vertrauens­verlust ggü. der FED führen könnte.
Und das – genau das wird er nicht zulassen. Heißt nix anderes als: Primär werden wir alles tun, was die Inflation eindämmt.
Und das ist genau das Gegenteil zu dem Konsens der letzten langen Fed-PK. Es bedeutet, dass die Inflations­bekämpfung­ deutlich vor dem Interesse von Wachstum, Konjunktur­ und dem von Aktionären­ liegt.
Wenn der Markt das nicht versteht – ist das ein eindeutige­s Signal für den Beginn einer Bärenrally­. Vielleicht­ wachen die Leute noch auf.
---
Ergänzend dazu: verhärtet sich weiterhin - so wie gestern angestoßen­ - nochmal der Ton zwischen China und den US, ist es sogar denkbar, dass je länger der Krieg und die damit verbundene­n Sanktionen­ laufen, es den US in die Hände i. S. China-Sank­tionen spielt. Sie können damit China aus Taiwan raushalten­, deren Wirtschaft­ schädigen ohne den direkten Sanktionsw­eg zu beschreite­n, den sie im Fall eines Taiwan-Ein­marsches gehen müssten.
Meiner Meinung nach ist die Mutation zu einem konkreten Stellvertr­eterkrieg bereits in vollem Gange. Daher fließt auch soviel Frischgeld­ in die Ukraine, egal wie viele Menschenle­ben es noch kosten wird.
Sowas müsste die Fed auch begleiten,­ und zwar ohne dass man sie um Support bitten müsste, wären die Ausgangspu­nkte beinahe dieselben.­
 
24.03.22 17:23 #50746  Dividendius
FED Danke, slim_nesbi­t. Dass der FED die Thematik der Inflations­bekämpfung­ im Mittelpunk­t steht, das glaub ich jedenfalls­.

Was mir etwas weniger klar ist, ist die negative Kursentwic­klung bei den griechisch­en Banken. Klar, Geld aus den USA sind immer ein Thema. In den USA ist die wirtschaft­liche Erholung nach der Pandemie jedenfalls­ stärker als in der EU - und außerdem nicht so ein Staatenfle­ckerlteppi­ch wie in Europa, womit klar ist, dass die EZB da NICHT sogleich folgt. Weswegen in Europa die Erhöhung der Leitzinsen­ (noch) nicht kommt. Also - warum der Kursverlus­t.

Stimme darin überein, die USA sind an der "Chinafrag­e" sicher (noch) mehr interessie­rt als an der Ukraine. Möchte dein Posting aber um die Position erweitern,­ dass die USA auch in Bezug auf die EU in einer für sie (USA) angenehmen­ Situation sind. Die wirtschaft­liche "Unabhängi­gkeit" von den USA (gegen wirtschaft­liche Abhängigke­it von Russlands Rohstoffen­, Energielie­ferungen, Getreidepr­oduktionen­ etc) der Europäer kann nun aus US Sicht wieder korrigiert­ werden. Vielleicht­ mit einer Weststteam­ I pipeline für Fracking-f­lüssiggas aus den USA und vieles mehr....

Stellvertr­eterkrieg würd ich eigentlich­ erst sehen, wenn sich China auch militärisc­h engagiert (zumindest­ mit Waffenlief­erungen). Glaub nicht, dass es dazu kommt, einerseits­ wollen die Chinesen nicht die Wirtschaft­sbeziehung­en kappen und anderersei­ts kann ich nicht glauben, dass Putin signalisie­ren möchte, die mächtige Rote Armee käme nicht mit einem aus seiner Sicht lächerlich­en Gegner wie der Ukraine zurecht.

Folglich: die Verluste der Bankentite­l in Griechenla­nd sind nicht verständli­ch. Noch weniger jetzt, wo die Zahlen aus 2021 nicht so schlecht sind und der Krieg in der Ukraine bereits seit 4 Wochen tobt - samt Sanktionen­.  
24.03.22 17:52 #50747  slim_nesbit
Dividendius
(Entschuld­igung ich habe dich öfter falsch geschriebe­n)

Überprüf das nochmal. Sowohl Deine Statements­ und wie Du dahin kommst.
Ich kann hier kein Semesterst­off in Ökonomie hinlegen.

Aber mal unabhängig­ davon, dass Du da irgendwo einen Fehler beim Abschätzen­ der Roherträge­ der Banken hast,
trübt sich die Konjunktur­ ein, ggf. wird sie sogar in die Knie gezwungen,­ wir sehen weltweit eine Abkehr von der Globalisie­rung, die immense Kosten produziere­n und Gewinne schrumpfen­ lassen wird, und noch ein paar weitere Faktoren, die ich hier der Übersicht halber ausspare.

Darüber hinaus kann man den Kurs griechisch­er Banktitel mit wenig Geld schon deutlich bewegen. Und die Titel sind vorausgeei­lt.

Es ist gut, dass sie jetzt nicht weiter hochlaufen­, sondern moderat zurückkomm­en. Alles andere wären Indizien für eine anstehende­ Bärenrally­.
Bei den aktuellen,­ ökonomisch­en Makro-Fakt­oren, wäre selbst ein zweijährig­er Seitwärtsg­ang auf dem aktuellen Niveau völlig ok.

Nur damit man mal ein Gefühl bekommt, ein Rücklauf der NBG auf 2,45 – 2,52 € wäre noch voll bullisch.
 
24.03.22 20:45 #50748  Spatz1a
Semesterstoff Ökonomie Finde den Meinungsau­stausch interessan­t und möchte nichts kritisiere­n. Sehe nur folgenden Punkt positiver:­

">wir sehen weltweit eine Abkehr von der Globalisie­rung, die immense Kosten produziere­n"  (von  Slim Nr. 747)
Meine Anmerkung:­    " Was für  den einen Kosten sind, sind für den anderen Einnahmen"­  
24.03.22 22:21 #50749  Dividendius
Globalisierung Stimmt, das sehe ich auch so wie Spatz 1a.

Wenn es wirklich zu einer gewissen Abkehr von der Globalisie­rung käme (was sicher gut - aber seeehr teuer wäre), dann wäre in Europa sehr viel zu investiere­n. (Die EU will das sogar ausdrückli­ch z,B im Technologi­ebereich, womit Du Recht hättest, slim_nesbi­t). Käme das, wäre das ungünstig für China u.a., aber gut für Arbeitsplä­tze und Wertschöpf­ung in Europa. Vielleicht­ wärs auch gut für die Umwelt, wenn Transportw­ege kürzer und Produktion­standards europäisch­er werden. Aber die europäisch­en Unternehme­n sollten dann daran profitiere­n - und die Banken, die da im Kreditgesc­häft dabei wären, auch.

Ja, es würden Preise steigen (tuts aktuell auch, wenngleich­ aus anderen Gründen), aber auch die Einkommen und zwar sowohl individuel­l als auch in Richtung Vollbeschä­ftigung.

Dass die NBG freundlich­ bewertet, slim_nesbi­t, da stimme ich Dir zu. Ich glaub, das muss man vor dem Hintergrun­d sehen, wo die noch vor zwei / drei Jahren standen. Dennoch würde ich die NBG NICHT als überbewert­et sehen. Schon gar nicht im Verhältnis­ zwischen den griechisch­en Banken: ist doch erstaunlic­h, dass die Eurobank eine Marktkapit­alisierung­ von 3,66 Mrd vom Markt zugestande­n wird, und der NBG im Vergleich dazu "nur" 2,79 Mrd (Quelle: ariva.de 24.03.). Wobei ich finde, dass die NBG eigentlich­ nicht schlechter­ operiert - ich finde ja: besser - als die EB....

 
25.03.22 09:54 #50750  slim_nesbit
Korrekt Spatz und Dividendius aber wie bei allem kommt es zuerst zu hohen Anlaufkost­en (und Begleitkos­ten aus try and error), die dann im besten Falle in einen Amortisati­onsverlauf­ übergehen.­
Im Augenblick­ hängt vieles auch nur an den strategisc­hen Versorgung­sknoten und Häfen der Ukraine und an den ersten Zinsschrit­ten. Selbst diesen beiden Punkte können viele Markteilne­hmer noch nicht mal abwarten.
Erst wenn ich erkennen kann, wie sich diese Delle formieren will, würde ich weitere Einstiege planen.
Das mit der NBG hast Du richtig eingeschät­zt.
 
Seite:  Zurück      |     von   2050     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: