Refugium braucht keine Sterbehilfe
27.06.01 08:41
#26
monique
Der Tod tritt ein ! ! !
Insolvenzverfahren gegen Refugium eröffnet
Gegen den angeschlagenen Altenheim-Betreiber Refugium Holding AG ist am Dienstag ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Das teilte das Amtsgericht Bonn mit. Der Antrag sei von einem Gläubiger wegen Mietforderungen in Millionenhöhe gestellt worden, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Antrag richte sich nicht gegen die einzelnen Betreibergesellschaften der Heime, sondern gegen die Holding. Bereits seit Monaten ist Refugium wegen Finanzproblemen in den Schlagzeilen. Das Unternehmen betreibt bundesweit 57 Senioreneinrichtungen mit 6000 Betten. (dpa)
Gegen den angeschlagenen Altenheim-Betreiber Refugium Holding AG ist am Dienstag ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Das teilte das Amtsgericht Bonn mit. Der Antrag sei von einem Gläubiger wegen Mietforderungen in Millionenhöhe gestellt worden, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Antrag richte sich nicht gegen die einzelnen Betreibergesellschaften der Heime, sondern gegen die Holding. Bereits seit Monaten ist Refugium wegen Finanzproblemen in den Schlagzeilen. Das Unternehmen betreibt bundesweit 57 Senioreneinrichtungen mit 6000 Betten. (dpa)
Der Exitus ist nunmehr wie vorhergesagt eingetreten. Mein Beileid gilt allen betroffenen Aktionären und Senioren!
27.06.01 17:47
#27
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Gold-Zack lässt Refugium fallen
Gold-Zack lässt Refugium fallen
Der Finanzdienstleister Gold-Zack hat beim angeschlagenen Seniorenheimbetreiber Refugium mit dem Insolvenzantrag die Notbremse gezogen. Für die Refugium-Heime steht ein Käufer bereit.
Zum Schutz des eigenen Unternehmens habe man eine Lösung finden müssen, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende und künftige Aufsichtsratschef des Finanzdienstleisters Gold-Zack, Dietrich Walther, am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Düsseldorf. Gold- Zack ist über seine Beteiligungsgesellschaft Pako Immobilien, die Seniorenheime an Refugium vermietet, mit dem Altenheimbetreiber aus Königswinter bei Bonn verbunden.
Die Berliner Dussmann-Gruppe will nach eigenen Angaben die Senioreneinrichtungen von Refugium übernehmen. Das Interesse beschränke sich nicht nur auf die 27 Häuser, die im Besitz von Pako Immobilien sind und von der Refugium betrieben werden, sagte ein Sprecher der Dussmann-Gruppe am Mittwoch. Ob alle Seniorenheime in Frage kommen, sei aber noch offen. Alle Refugium-Beschäftigten erhielten neue Arbeitsverträge und würden übernommen.
Vorwürfe an zwei Aktionäre
Die Dussmann-Gruppe betreibt unter dem Markennamen Kursana in fünf europäischen Ländern 48 Einrichtungen für 6600 Senioren. Mit weltweit 54.000 Mitarbeitern setzt die Gruppe den Angaben zufolge 2,3 Mrd. DM um. Gemeinsam mit der Pako habe man nun die Kursana Managementgesellschaft für Senioreneinrichtungen gegründet, an der die Dussmann-Gruppe 60 Prozent hält und die Gold-Zack-Tochter 40 Prozent, hieß es weiter. Diese Gesellschaft solle kurzfristig als Betreiber der 27 Refugium-Betriebsstätten fungieren.
Walther zufolge war die Sanierung von Refugium Anfang des Jahres am Widerstand von zwei Aktionären gescheitert. Der Seniorenheimbetreiber wäre heute ein solventes Unternehmen, wenn die beiden Anteilseigner keine Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse auf der Refugium-Hauptversammlung gestellt hätten. Das Investmenthaus wollte unter anderem über eine Sach- und Barkapitalerhöhung gemeinsam mit dem Dienstleister Pro Seniore ein Großaktionär bei Refugium werden. "Refugium ist leider kaputt gemacht worden", sagte Walther.
Spekulanten treiben Aktienkurs
Die am Neuen Markt notierte Refugium steckt seit Jahren tief in der Krise, nach dem Firmengründer und frühere Vorstandschef Paul Kostrewa durch dubiose Geschäfte das Unternehmen in Misskredit brachte. Statt ausgewiesener Gewinne türmten sich bei Refugium die Verluste auf und an der Börse stürzte die Aktie ab. Gold-Zack erwarb eine Beteiligung von rund 74 Prozent an der Immobilientochter Pako. Nach Angaben von Walther, der selbst Aufsichtsratsvorsitzender bei Refugium war, fährt die Refugium zurzeit 1,5 Mio. DM Verluste im Monat ein. Die Mietrückstände bei Pako belaufen sich auf 19 Mio. DM.
Trotz des am Vorabend vom Bonner Amtsgericht eingeleiteten vorläufigen Insolvenzverfahrens gegen Refugium ist die am Neuen Markt gelistete Aktie der Gesellschaft am Mittwoch zeitweise kräftig angestiegen. In der Spitze erhöhten sich die Titel in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um rund 20 Prozent auf 0,78 Euro. Am Vortag hatten die Refugium-Titel bei hohen Umsätzen mehr als 38 Prozent an Wert eingebüßt. Die Käufer seien fast ausschließlich spekulativ orientierte Privatanleger, hieß es. "Die Refugium-Aktie ist mittlerweile wie ein Lotto-Schein. Manchmal hat man Glück und gewinnt ein Vermögen", sagte ein Händler.
© 2001 Financial Times Deutschland
Der Finanzdienstleister Gold-Zack hat beim angeschlagenen Seniorenheimbetreiber Refugium mit dem Insolvenzantrag die Notbremse gezogen. Für die Refugium-Heime steht ein Käufer bereit.
Zum Schutz des eigenen Unternehmens habe man eine Lösung finden müssen, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende und künftige Aufsichtsratschef des Finanzdienstleisters Gold-Zack, Dietrich Walther, am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Düsseldorf. Gold- Zack ist über seine Beteiligungsgesellschaft Pako Immobilien, die Seniorenheime an Refugium vermietet, mit dem Altenheimbetreiber aus Königswinter bei Bonn verbunden.
Die Berliner Dussmann-Gruppe will nach eigenen Angaben die Senioreneinrichtungen von Refugium übernehmen. Das Interesse beschränke sich nicht nur auf die 27 Häuser, die im Besitz von Pako Immobilien sind und von der Refugium betrieben werden, sagte ein Sprecher der Dussmann-Gruppe am Mittwoch. Ob alle Seniorenheime in Frage kommen, sei aber noch offen. Alle Refugium-Beschäftigten erhielten neue Arbeitsverträge und würden übernommen.
Vorwürfe an zwei Aktionäre
Die Dussmann-Gruppe betreibt unter dem Markennamen Kursana in fünf europäischen Ländern 48 Einrichtungen für 6600 Senioren. Mit weltweit 54.000 Mitarbeitern setzt die Gruppe den Angaben zufolge 2,3 Mrd. DM um. Gemeinsam mit der Pako habe man nun die Kursana Managementgesellschaft für Senioreneinrichtungen gegründet, an der die Dussmann-Gruppe 60 Prozent hält und die Gold-Zack-Tochter 40 Prozent, hieß es weiter. Diese Gesellschaft solle kurzfristig als Betreiber der 27 Refugium-Betriebsstätten fungieren.
Walther zufolge war die Sanierung von Refugium Anfang des Jahres am Widerstand von zwei Aktionären gescheitert. Der Seniorenheimbetreiber wäre heute ein solventes Unternehmen, wenn die beiden Anteilseigner keine Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse auf der Refugium-Hauptversammlung gestellt hätten. Das Investmenthaus wollte unter anderem über eine Sach- und Barkapitalerhöhung gemeinsam mit dem Dienstleister Pro Seniore ein Großaktionär bei Refugium werden. "Refugium ist leider kaputt gemacht worden", sagte Walther.
Spekulanten treiben Aktienkurs
Die am Neuen Markt notierte Refugium steckt seit Jahren tief in der Krise, nach dem Firmengründer und frühere Vorstandschef Paul Kostrewa durch dubiose Geschäfte das Unternehmen in Misskredit brachte. Statt ausgewiesener Gewinne türmten sich bei Refugium die Verluste auf und an der Börse stürzte die Aktie ab. Gold-Zack erwarb eine Beteiligung von rund 74 Prozent an der Immobilientochter Pako. Nach Angaben von Walther, der selbst Aufsichtsratsvorsitzender bei Refugium war, fährt die Refugium zurzeit 1,5 Mio. DM Verluste im Monat ein. Die Mietrückstände bei Pako belaufen sich auf 19 Mio. DM.
Trotz des am Vorabend vom Bonner Amtsgericht eingeleiteten vorläufigen Insolvenzverfahrens gegen Refugium ist die am Neuen Markt gelistete Aktie der Gesellschaft am Mittwoch zeitweise kräftig angestiegen. In der Spitze erhöhten sich die Titel in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um rund 20 Prozent auf 0,78 Euro. Am Vortag hatten die Refugium-Titel bei hohen Umsätzen mehr als 38 Prozent an Wert eingebüßt. Die Käufer seien fast ausschließlich spekulativ orientierte Privatanleger, hieß es. "Die Refugium-Aktie ist mittlerweile wie ein Lotto-Schein. Manchmal hat man Glück und gewinnt ein Vermögen", sagte ein Händler.
© 2001 Financial Times Deutschland
02.05.02 14:56
#28
monique
Ein Jahr ist nun vergangen (Kurs damals 3 €)
Refugium ist nun tot!
Oder glaubt einer an die Reinkarnation?
Oder glaubt einer an die Reinkarnation?
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