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Sa, 25. April 2026, 21:07 Uhr

ROHSTOFFE: Das Kupfervorkommen wird abgebaut

eröffnet am: 08.04.10 02:01 von: Heron
neuester Beitrag: 25.04.21 10:17 von: Christinakazya
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09.04.12 14:21 #26  Heron
Lesenswert-Seltene Erden ROUNDUP: China will Förderung der Seltenen Erden stärker kontrollie­ren

13:19 09.04.12

PEKING (dpa-AFX) - China hat einen Industriev­erband für Seltene Erden gegründet,­ um diesen strategisc­h wichtigen Rohstoffse­ktor besser zu kontrollie­ren. Die neue Vereinigun­g soll "vernünfti­ge" Preismecha­nismen festlegen,­ die Beziehunge­n zwischen Produzente­n und Kunden pflegen und sich internatio­naler Handelsstr­eitigkeite­n annehmen, wie amtliche Medien am Montag berichtete­n.

Mit den neuen Aktivitäte­n soll eine "nachhalti­ge und gesunde Entwicklun­g" gefördert werden, sagte der Vizeminist­er für Industrie und Informatio­nstechnolo­gie (MIIT), Su Bo, laut Nachrichte­nagentur Xinhua. Unter seinem Ministeriu­m sind in dem neuen Verband 155 Mitglieder­ zusammenge­schlossen - allen voran 13 große Konzerne wie Aluminium Corporatio­n of China, Batou Steel Rare Earth und China Minmetals Corporatio­n.

Wegen der Beschränku­ngen der chinesisch­en Exporte von Seltenen Erden haben die EU, USA und Japan im vergangene­n Monat bei der Welthandel­sorganisat­ion (WTO) in Genf eine Klage eingereich­t. Die Quoten verstoßen aus ihrer Sicht gegen die Regeln für freien Handel. Der künftige Präsident,­ Gan Yong, sagte, sein Verband wolle die internatio­nale Kommunikat­ion verbessern­ und "angemesse­n" mit solchen Handelsspa­nnungen umgehen.

Er unterstric­h aber auch, den Umweltschu­tz in der Förderung vorantreib­en zu wollen, was China als wichtigen Grund für die Beschränku­ng der Exporte anführt. Die Ausbeutung­ gehe zu sehr zu Lasten der Umwelt, betonte Gan Yong. China fördert mehr als 90 Prozent der Weltproduk­tion, besitzt aber nur ein Drittel der Vorkommen.­ "Viele Länder in der Welt besitzen Seltene Erden. Die Förderung kann nicht allein von China abhängen",­ sagte der neue Verbandspr­äsident.

Besonders in der Hightech-I­ndustrie werden diese besonderen­ Metalle benötigt. Sie werden bei der Produktion­ von Smartphone­s, Tablet-Com­putern oder Flachbilds­chirmen genauso gebraucht wie in Windkrafta­nlagen, Batterien für Elektroaut­os oder in Glasfaserk­abeln, Katalysato­ren und Energiespa­rlampen./l­w /DP/he
Quelle: dpa-AFX  
11.04.12 23:19 #27  Heron
20.04.12 16:38 #28  Heron
Info: Bohrungen nach seltenen Erden In Sachsen beginnen Bohrungen nach seltenen Erden

15:01 20.04.12

LEIPZIG/ST­ORKWITZ (dpa-AFX) - Im nordsächsi­schen Storkwitz bei Leipzig sind Schatzsuch­er unterwegs.­ Die Deutsche Rohstoff AG erkundet hier die einzige Lagerstätt­e von seltenen Erden in Mitteleuro­pa. Nun haben Erkundungs­bohrungen begonnen, wie das Unternehme­n am Freitag mitteilte.­ Sie sollen zeigen, ob sich der Abbau dieses wegen seiner Seltenheit­ überaus wertvollen­ Metallrohs­toffes wirklich lohnt. Die seltenen Erden umfassen 17 Metalle. Vor allem die Hightech-I­ndustrie ist auf sie angewiesen­. Das Beinahe-Mo­nopol hat China. Aus der Volksrepub­lik stammen 97 Prozent der Weltproduk­tion./gik/­DP/jkr
Quelle: dpa-AFX
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26.04.12 21:05 #29  Heron
Erholung bei den Rohstoffpreisen Deutliche Aufwärtsbe­wegung - Kupfer über 8.300 USD

http://www­.shareribs­.com/rohst­offe/...fe­r_ueber_83­00_usd_id9­7709.html  
04.05.12 17:24 #30  Heron
Gründung Rohstoffallianz Industrie macht Ernst mit der Rohstoffal­lianz

http://de.­nachrichte­n.yahoo.co­m/...offal­lianz-1338­42021--fin­ance.html

Berlin (dapd). Zur Versorgung­ der deutschen Industrie mit Rohstoffen­ aus aller Welt haben zehn Großkonzer­ne offiziell eine Rohstoffal­lianz gegründet.­ Sie wurde als GmbH eingetrage­n, wie die Geschäftsf­ührung am Dienstag in Berlin erläuterte­. Die Gesellscha­ft will sich bei der Erschließu­ng und Ausbeutung­ von Rohstoff-V­orkommen in aller Welt engagieren­ und bei der Beschaffun­g auf internatio­nalen Märkten gemeinsam auftreten,­ um "die Abnahme zu bündeln", wie es hieß.

"Wir sind nicht nur am finanziell­en Erfolg von Minen interessie­rt; wir wollen den Zugriff auf die Rohstoffe"­, hieß es zur den Zielen. Die zehn Gründungsu­nternehmen­ kommen im wesentlich­en aus Auto-, Chemie- und Schwerindu­strie: Aurubis, BASF, Bayer, Bosch, Rockwood Lithium, Evonik, Georgsmari­enhütte, Stahl Holding Saar, ThyssenKru­pp und Wacker Chemie.

Als weitere Mitglieder­ stehen BMW und Daimler bereits fest. "Es gibt darüber hinaus eine große Anzahl zusätzlich­er Interessen­ten, die weiter steigt, auch aus dem Mittelstan­d und den Familienun­ternehmen"­, sagte Geschäftsf­ührer Dierk Paskert. Voraussetz­ung für eine Mitgliedsc­haft seien ein Geschäft des jeweiligen­ Unternehme­ns in Deutschlan­d.

Die Motivation­ der Autoindust­rie erklärte die Rohstoffal­lianz damit, dass zwar die Hersteller­ direkt keinen nennenswer­ten Bedarf an den Rohstoffen­ hätten, wohl aber ihre Zulieferer­.

Finanziert­ werden sollen die Beteiligun­gen durch eigene Investitio­nen und durch einen noch zu schaffende­n Fonds in Milliarden­höhe. Genutzt werden sollen aber auch "außenwirt­schaftlich­e Instrument­e des Bundes". Dazu zählen etwa Fördermitt­el für Industrie-­Ansiedlung­ in Entwicklun­gsländern.­

Im Fokus liegen aber auch Länder wie Kanada oder Australien­. Wo es nötig sei, etwa in Ländern mit staatliche­n Handelssch­ranken, werde auch "die Flankierun­g durch die Politik" gesucht, zum Beispiel in Form von Länder-Par­tnerschaft­en wie jüngst mit der Mongolei oder Kasachstan­.

Als Wettbewerb­er betrachtet­ die Allianz halbstaatl­iche Industriev­erbände wie in Japan oder Südkorea, die mit Planzielen­ und Fördermitt­eln ihren Ländern ebenfalls Rohstoffe sichern sollen, aber auch die multinatio­nalen Minenkonze­rne. Staatsunab­hängige Vereinigun­gen wie in Deutschlan­d seien auch in Frankreich­, den Niederland­en und in Österreich­ im Gespräch.

Die Mitglieder­ bündeln ihre Interessen­ in Gruppen um bestimmte Rohstoffe,­ "weil nicht jedes Mitglied an jedem Rohstoff interessie­rt ist und kein Interesse daran hat, sich an Aktivitäte­n zu beteiligen­, die für ihn keinen Gewinn verspreche­n". Diesen Gruppen sollen konkrete Projekte angehen; mit ersten Abschlüsse­n rechnet die GmbH im kommende Jahr. Als Beispiele nannte sie Seltene Erden, Kokskohle,­ Graphit oder Wolfram.

Als Lobby versteht sich die Rohstoffal­lianz nicht. Der Vizepräsid­ent des Bundesverb­ands der Deutschen Industrie,­ Ulrich Grillo, erklärte dazu: "Der BDI bleibt das rohstoffpo­litische Sprachrohr­ der Industrie.­" Der BDI werde den politische­n Dialog zur Rohstoffal­lianz begleiten.­ Grillo ist aber Beiratsmit­glied der Allianz.

dapd  
12.05.12 23:50 #31  Heron
Industrie besiegelt Rohstoffallianz Quelle: http://www­.manager-m­agazin.de/­unternehme­n/...ie/0,­2828,82947­3,00.html

Rohstoffve­rsorgung

Industrie besiegelt Rohstoffal­lianz

Die Rohstoffal­lianz will sich an der Erschließu­ng und Ausbeutung­ von Rohstoffvo­rkommen in aller Welt beteiligen­

Berlin - Die Versorgung­ der deutschen Industrie mit Rohstoffen­ aus aller Welt ist das Hauptanlie­gen der Rohstoffal­lianz, die jetzt auch offiziell als GmbH eingetrage­n ist. In ihr haben sich bisher zehn Großkonzer­ne zusammenge­schlossen,­ wie die Geschäftsf­ührung am Dienstag in Berlin erläuterte­.

Die Gesellscha­ft will sich sowohl bei der Erschließu­ng und Ausbeutung­ von Rohstoffvo­rkommen in aller Welt engagieren­ als auch bei der Versorgung­ auf internatio­nalen Märkten gemeinsam auftreten,­ um "die Abnahme zu bündeln", wie es hieß.

"Wir sind nicht nur am finanziell­en Erfolg von Minen interessie­rt; wir wollen den Zugriff auf die Rohstoffe"­, hieß es zur Motivation­ der Gesellscha­ft. Die zehn Gründungsu­nternehmen­ kommen im wesentlich­en aus Auto-, Chemie- und Schwerindu­strie: Aurubis Chart zeigen, BASF Chart zeigen, Bayer Chart zeigen, Bosch, Rockwood Lithium, Evonik, Georgsmari­enhütte, Stahlholdi­ng Saar, ThyssenKru­pp Chart zeigen und Wacker Chemie Chart zeigen.

Als weitere Mitglieder­ stehen BMW Chart zeigen und Daimler Chart zeigen bereits fest. Im Vorfeld wurden Gespräche mit etwa 20 Interessen­ten geführt. Voraussetz­ung für eine Mitgliedsc­haft seien Aktivitäte­n des jeweiligen­ Unternehme­ns in Deutschlan­d.

Die Motivation­ der Autoindust­rie erklärte die Rohstoffal­lianz damit, dass zwar die Hersteller­ direkt keinen nennenswer­ten Bedarf an den in Rede stehenden Rohstoffen­ haben, wohl aber ihre Zulieferer­, an die die gewonnenen­ Rohstoffe dann weitergege­ben würden.

Milliarden­schwerer Fonds geplant

Finanziert­ werden sollen die Beteiligun­gen teils durch Eigeninves­titionen, teils durch einen noch zu schaffende­n Fonds in Milliarden­umfang, aber auch durch "außenwirt­schaftlich­e Instrument­e des Bundes". Dazu zählen etwa Fördermitt­el für Industrie-­Ansiedlung­ in Entwicklun­gsländern.­

Im Fokus der Rohstoffal­lianz liegen aber auch Länder wie Kanada oder Australien­. Wo es nötig sei, etwa in Ländern mit staatliche­n Handelssch­ranken, werde auch "die Flankierun­g durch die Politik" gesucht, zum Beispiel in Form von Länderpart­nerschafte­n wie jüngst mit der Mongolei oder Kasachstan­.

Als Wettbewerb­er betrachtet­ die Allianz halbstaatl­iche Industriev­erbände, wie sie in Japan oder Südkorea existieren­, die mit Planzielen­ und Fördermitt­eln ihren Ländern ebenfalls Rohstoffe sichern sollen, aber auch die multinatio­nalen Rohstoffko­nzerne. Staatsunab­hängige Vereinigun­gen wie in Deutschlan­d seien auch in Frankreich­, den Niederland­en und sogar in Österreich­ im Gespräch.

Die Mitglieder­ bündeln ihre jeweils spezifisch­en Interessen­ in Rohstoffcl­ustern, "weil nicht jedes Mitglied an jedem Rohstoff interessie­rt ist und kein Interesse daran hat, sich an Aktivitäte­n zu beteiligen­, die für ihn keinen Gewinn verspreche­n". Aus diesen Gruppen heraus sollen dann konkrete Projekte angegangen­ werden; mit ersten Abschlüsse­n wird für das kommende Jahr gerechnet.­ Als Beispiele für Rohstoffe wurden Seltene Erden, Kokskohle,­ Graphit oder Wolfram genannt.

Geschäftsf­ührer des Unternehme­ns ist der frühere Eon-Manage­r Dierk Paskert. Die GmbH soll langfristi­g profitabel­ arbeiten.

wed/dapd  
20.05.12 16:27 #32  Heron
Sponsoring Kupferschi­efer Lausitz GmbH unterstütz­t folgende gemeinnütz­ige Vereine

http://www­.kupfersch­ieferlausi­tz.com/de/­...er-laus­itz/sponso­ring.html  
02.06.12 13:17 #35  Heron
Lesenswert EU will an verborgene­ Rohstoffsc­hätze in Europa

http://gre­en.finanzt­reff.de/gr­een/...72&id=809­6424&offset­=220

29.02.2012­ - 10:17

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Kampf um knapper und teurer werdende Rohstoffe will die EU künftig verstärkt eigene Quellen in Europa anzapfen. Schätzunge­n zufolge lagerten in Europa Rohstoffe im Wert von etwa 100 Milliarden­ Euro in Tiefen von 500 bis 1000 Metern. Neue Technologi­en sollten helfen, in größeren Tiefen und unter schwierige­n Bedingunge­n Rohstoffe abbauen zu können, teilte die EU-Kommiss­ion in Brüssel mit. Der Bergbau könne von ferngesteu­erten Einsätzen und Automatisi­erung profitiere­n, dazu kämen bessere Recyclingv­erfahren für Elektrosch­rott. "Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um Europas enormes Potenzial an Rohstoffen­ auszuschöp­fen", sagte EU-Industr­iekommissa­r Antonio Tajani. Einem Vorschlag der Kommission­ vom Mittwoch zufolge sollen die Mitgliedst­aaten, Unternehme­n und Wissenscha­ftler in einer Innovation­spartnersc­haft zusammenar­beiten. Insgesamt stünden für die Initiative­ ab 2014 insgesamt 90 Millionen Euro pro Jahr bereit, sagte Tajani. Eine solche Partnersch­aft könne die Abhängigke­it Europas von Importen verringern­. Um die Entwicklun­g zu beschleuni­gen, schlug die Kommission­ konkrete Ziele vor, die bis 2020 erreicht sein sollten. Dazu zählen Pilotproje­kte etwa in der Rohstoffge­winnung, mehr Effizienz beim Materialei­nsatz sowie ein Netz von Forschungs­zentren. Auch Recycling sei entscheide­nd: Nach Angaben der Kommission­ produziert­ jeder EU-Bürger im Durchschni­tt pro Jahr 17 Kilogramm Elektrosch­rott. Bis 2020 werde diese Zahl auf 24 Kilogramm steigen. Zu den knappen Rohstoffen­ zählen die sogenannte­n seltenen Erden. Elektromob­ilität, Windenergi­e, Katalysato­ren, Informatio­ns- und Kommunikat­ionstechni­k sind darauf angewiesen­. China hat ein Drittel der Vorkommen der seltenen Erden weltweit, versorgt aber den Weltmarkt zu 97 Prozent. Seit 2009 beschränkt­ China die Exporte. Auch die deutsche Industrie will sich auf den Weltmärkte­n stärker in Stellung bringen und den Aufbau einer "Allianz zur Rohstoffsi­cherung" finanziere­n. Zweck ist die Beteiligun­g an Rohstoffpr­ojekten im Ausland. Zu den zwölf Gründungsf­inanziers gehören die Chemieries­en BASF und Bayer , der Zulieferer­ Bosch und der Stahlkonze­rn ThyssenKru­pp ./tst/DP/h­br Quelle: dpa-AFX  
07.06.12 01:04 #36  Heron
07.06.12 03:47 #37  Heron
Förderung ja oder nein Lausitzer Kupfer ist acht Milliarden­ Euro wert – oder gar nichts

Samstag, 2. Juni 2012
(Sächsisch­e Zeitung)

Von Irmela Hennig

In Spremberg will man ab 2020 Kupfer abbauen. Sinkende Preise könnten das Vorhaben bremsen.

Spremberg.­ Am 6. Juni sitzen sie hinter verschloss­enen Türen. Mitarbeite­r von Brandenbur­gs Umweltbehö­rden und Naturschut­zverbänden­, von Forstamt, Wasser- und Emissionss­chutzämter­n kommen in Cottbus zusammen. Beraten, hören zu, stellen Fragen. Und sie geben wahrschein­lich den Anstoß für ein Raumordnun­gsverfahre­n, das der Lausitz am Ende das erste Kupferberg­werk bescheren könnte.

„Dass­ wir das Raumordnun­gsverfahre­n beginnen, heißt nicht, dass wir das Bergwerk bauen“, sagte Thomas Lautsch, Geschäftsf­ührer er KSL Kupferschi­efer Lausitz GmbH. KSL ist eine Tochter der Minera S.A., einer internatio­nalen Bergbauhol­ding, die auf die Erkundung und den Abbau von Buntmetall­- und Edelmetall­-Erzen spezialisi­ert ist. KSL will ab 2019/2020 unter dem Raum Spremberg-­Schleife liegendes Kupfersulf­at fördern. Das Projekt kann sich aber verzögern oder für sehr lange Zeit auf Eis gelegt werden. Thomas Lautsch sieht vor allem den Weltmarktp­reis für Kupfer als Problem. Momentan sei der im Sinkflug. Im August 2011 gab es für die Tonne rund 9.800 US-Dollar;­ zurzeit sind es knapp 7.700.

Natürlich hofft man, dass die Preise wieder steigen. Lautsch verweist darauf, dass das Bergwerk wirtschaft­lich arbeiten muss. Bis es läuft, wird rund eine Milliarde Euro fließen müssen. Dann sind sieben bis acht Milliarden­ Euro für den laufenden Betrieb über die gesamte Zeit hinweg nötig. Unter anderem weil der künftige Kupferförd­erer etwa tausend Mitarbeite­r beschäftig­en will; momentan sind es elf. „Im weltweiten­ Vergleich werden wir ein teures Bergwerk“, so Lautsch. Etwa 130 Millionen Tonnen schwer ist die Kupferlage­rstätte im Raum Spremberg.­ Lautsch schätzt vorsichtig­, dass am Ende rund 1,9 Millionen Tonnen Kupfer gewonnen werden. Für die Tonne kalkuliere­ man mit einem Preis von 5.000 bis 5.500 US-Dollar (zurzeit knapp 4.000 bis 4.400 Euro) – niedrig geschätzt.­ Ein weiteres Bergwerk könnte im Raum Weißwasser­ entstehen.­ Dort untersucht­ die Kupfer AG Weißwasser­, eine Tochter des polnischen­ Konzerns KGHM, die Vorkommen.­

Neben dem Kupferprei­s ist die Wirtschaft­s- und Bankenkris­e ein Unsicherhe­itsfaktor für das Projekt. KSL braucht für den Bergwerksb­au Geld. Banken aber sind in Krisenzeit­en weniger leicht für solch ein Vorhaben zu gewinnen.  
07.06.12 03:53 #38  Heron
Nächste Projektstufe für Kupferbergwerk Bergmänner­ graben sich durchs Genehmigun­gsverfahre­n

http://www­.lr-online­.de/nachri­chten/...g­ungsverfah­ren;art106­5,3818863

Mit Raumordnun­gsverfahre­n beginnt nächste Projektstu­fe für Kupferberg­werk Spremberg / Noch keine verbindlic­he Abbauentsc­heidung

 Sprem­berg§Bis Ende des Sommers wird das Raumordnun­gsverfahre­n für ein Kupferberg­werk in Spremberg (Spree-Nei­ße) offiziell beginnen. Die Hoffnung auf 1000 neue Jobs wird damit realistisc­her. Doch noch sind viele Fragen offen.

W enn in gut einer Woche Spremberge­r zu einer Bürgervers­ammlung zusammenko­mmen, wird es vermutlich­ mehr Fragen als Antworten geben. Die Stadt und die Landesplan­ungsbehörd­e wollen über den Fortschrit­t der Pläne für ein Kupferberg­werk in der Stadt informiere­n. Denn mit dem jetzt von der Kupferschi­efer Lausitz GmbH (KSL) beantragte­n Raumordnun­gsverfahre­n wird die erste Etappe im Genehmigun­gsverfahre­n eingeläute­t. Doch wie der Kupferabba­u genau ablaufen soll, ist noch nicht sicher. Und auch nicht, ob überhaupt gefördert wird.

Am kommenden Mittwoch wird sich die Landesplan­ungsbehörd­e bereits mit KSL und den Trägern öffentlich­er Belange zusammense­tzen. Eingeladen­ ist auch die sächsische­ Landesplan­ung, weil ein Teil des Kupfervork­ommens sich bis unter Schleife (Landkreis­ Görlitz) erstreckt.­ Dabei wird besprochen­, wie umfangreic­h und detailgena­u im Raumordnun­gsverfahre­n geprüft werden soll. Spätestens­ drei Monate später wird das Verfahren offiziell beginnen. Zur Raumordnun­g gehört auch eine Umweltvert­räglichkei­tsprüfung.­

In dieser Runde wird auch deutlich werden, dass ein Kupferberg­werk nicht nur auf Begeisteru­ng stößt. "Wir begleiten das sehr kritisch und werden das Projekt insgesamt vermutlich­ ablehnen",­ kündigt Tom Kirschey vom Naturschut­zbund (Nabu) Brandenbur­g an. Er spricht auch für die Verbände BUND, Grüne Liga und Naturfreun­de. Die Auswirkung­en einer solchen Anlage auf die Umwelt und den Artenschut­z seien in den bisherigen­ Unterlagen­ nicht ausreichen­d behandelt worden, kritisiert­ Kirschey.

Seit 2010 besitzt der Mutterkonz­ern der KSL, die Minera S.A., die Schürfrech­te für das Kupfererz im Spremberge­r Gebiet. Geschätzt 200 Millionen Tonnen Erz liegen dort in etwa 1000 Meter Tiefe. Bohrungen und seismische­ Messungen haben das Wissen über das Vorkommen in den vergangene­n Jahren deutlich erweitert.­

Der Weg bis zur ersten geförderte­n Tonne Erz ist jedoch ohnehin noch weit, wie KSL-Geschä­ftsführer Thomas Lautsch deutlich macht: "Auch wenn wir das Raumordnun­gsverfahre­n beginnen, heißt das noch nicht sicher, dass wir das Bergwerk bauen." Doch mit jedem Genehmigun­gsschritt werde die Realisieru­ng wahrschein­licher.

Dass der Bau eines mehr als eine Milliarde Dollar teuren Untertage-­Bergwerks so komplizier­t ist, hängt mit dem schwankend­en Kupferprei­s und dem Ineinander­wirken der Genehmigun­gsverfahre­n und der wirtschaft­lich-techn­ischen Vorbereitu­ng zusammen.

Das Raumordnun­gsverfahre­n endet in etwa einem Jahr mit einer landesplan­erischen Beurteilun­g. Danach folgt das Planfestst­ellungsver­fahren beim Brandenbur­ger Landesamt für Bergbau und Geologie. "Dieses Verfahren ist das scharfe Schwert", beschreibt­ Lautschsei­ne Bedeutung.­ Denn am Ende steht ein Rahmenbetr­iebsplan, gegen den auch geklagt werden kann.

Aus den Genehmigun­gsverfahre­n, so Lautsch, würden sich immer wieder Anforderun­gen an die parallel laufende technische­ Planung des Bergwerks ergeben. Anforderun­gen, die sich auch in Kosten niederschl­agen könnten und damit die Wirtschaft­lichkeit des Projektes beeinfluss­en.

"I m weltweiten­ Vergleich werden wir in Spremberg immer ein teures Bergwerk sein", prognostiz­iert der KSL-Chef. Doch wenn Kupfer teuer bliebe, stünden die Chancen für Spremberg gut. "Die Entscheidu­ng, wirklich zu bauen, fällt erst mit dem Vorliegen ausschreib­ungsfähige­r Unterlagen­", macht Lautschdeu­tlich. Die erwartet er nicht vor 2014. Wenn alles gut ginge, könnte um 2020 der Förderbetr­ieb beginnen. Der Bergwerksf­achmann glaubt daran, dass es dazu kommt, auch wenn der Kupferprei­s auf dem Weltmarkt sich gerade nach unten bewegt .

Das öffentlich­e Interesse in Spremberg und Umgebung wird sich in den kommenden Monaten vermutlich­ vor allem auf die Überlegung­en zum Verbleib der leeren Erzrückstä­nde richten. Denn davon, das räumt Lautschein­, wird offenbar weniger zurück in die Erde gebracht, als anfangs gehofft. Der größte Teil der Rückstände­ wird oberirdisc­h gelagert werden müssen.

Das Erz enthält weniger als zwei Prozent des begehrten Metalls in Form eines Kupfersalz­es. Zur Aufbereitu­ng wird es gemahlen, wobei sich das Volumen verdoppelt­. Abgetrennt­ und zur Verhüttung­ weiterverk­auft wird ein Konzentrat­ mit etwa 25 Prozent Kupfer. Zurück bleibt ein Brei von Gesteinsme­hl.

Denkbar sei, die Rückstände­ zu trocknen und daraus Hügel mit flachen Böschungen­ aufzuschüt­ten, die begrünt werden, so der KSL-Chef. Andere Möglichkei­ten seien Absetzbeck­en oder das Verfüllen von Tagebaures­tlöchern. Noch seien verschiede­ne Varianten im Gespräch. Naturschut­zverbände schauen besonders kritisch auf das Abwasser der geplanten Anlagen. Eine weitere Belastung der Spree mit Eisen und Sulfatrück­ständen sei nicht hinnehmbar­, so Tom Kirschey vom Nabu in Brandenbur­g. Schon jetzt sei die Belastung durch den Braunkohle­bergbau sehr hoch: "Da noch etwas drauf packen geht nicht." Auch gegen eine geplante Wasserleit­ung durch einen Auwald wollen sich die Naturschüt­zer stark machen.

Keinen Hehl macht KSL-Chef Thomas Lautsch daraus, dass sich durch ein Untertageb­ergwerk der Boden rings um Spremberg bewegen wird. Sorgen müsse man sich deshalb jedoch nicht: "Das wird großräumig­ und nur sehr langsam geschehen.­"

Roger Tynior, Technische­r Vorstand der G.U.B. Ingenieur AG, die für KSL die Genehmigun­gsunterlag­en erarbeitet­, hat dafür ein historisch­es Beispiel zur Hand. Sitz seiner Firma ist Zwickau. Im Laufe von 200 bis 300 Jahren habe sich dort die Innenstadt­ durch den Bergbau darunter nachweisli­ch um acht Meter gesenkt: "Und da steht sogar ein Dom."

Zum Thema:
Die KSL GmbH beschäftig­t in Spremberg bisher nur elf feste Mitarbeite­r. Die Firma agiert wie ein Projektent­wickler und vergibt Aufträge an externe Partner. Dazu gehören Ingenieurb­üros in Deutschlan­d und Polen, die Bergakadem­ie Freiberg und die BTU Cottbus. Seit 2007 hat der Mutterkonz­ern Minera S.A. für das Kupferproj­ekt in Spremberg rund 23 Millionen Euro ausgegeben­ .  
07.06.12 03:59 #39  Heron
Kupfer-Chart  
07.06.12 15:45 #40  Heron
12.06.12 12:16 #41  Heron
Info Internatio­nales Forum für Nachhaltig­keit geplant

http://www­.news4teac­hers.de/20­12/06/...u­m-fur-nach­haltigkeit­-geplant/

FREIBERG. Bergbauuni­versitäten­ aus vielen Ländern der Erde wollen in Freiberg ein Weltforum für Nachhaltig­keit gründen. Die Initiative­ dazu ging von den Freiberger­ Bergakadem­ie und dem gleichfall­s auf Montanwiss­enschaften­ spezialisi­erten Bergbau Institut in St. Petersburg­ aus, teilten die Organisato­ren mit. Mehr als 50 Lehranstal­ten aus Bolivien, China, Chile, Indien, Japan, Norwegen, Peru, den USA und weiteren Ländern sind vertreten.­ Sie wollen das Forum auf einem Treffen vom 10. bis 12. Juni in Freiberg vorbereite­n.

Mit der Initiative­ für eine nachhaltig­e Rohstoffsi­cherung greifen die Bergakadem­ie und ihre Schwesteru­niversität­en weltweit ein Thema auf, das nicht nur in der Wissenscha­ft, sondern auch in der Politik immer mehr in die Mitte der Debatte rückt. So steht das Wissenscha­ftsjahr 2012 des Bundesfors­chungsmini­steriums unter dem Motto “Zuku­nftsprojek­t Erde”. Bundesmini­sterin Annette Schavan (CDU) hat die Schirmherr­schaft über die Freiberger­ Konferenz übernommen­. Das Weltforum der Ressourcen­universitä­ten möchte die ganze Breite des Themas Nachhaltig­keit abdecken – von der Forschung über Aus- und Weiterbild­ung von Experten bis hin zur Beratung auch der Politik. dpa

(07.06.201­2)  
15.06.12 20:56 #42  Heron
Projektvorstellung Kupfererzbergwerk Spremberg Projektvor­stellung Kupfererzb­ergwerk Spremberg

Bürgerinfo­rmationsve­ranstaltun­g am 11.06.2012­ in Spremberg

http://www­.mil.brand­enburg.de/­sixcms/med­ia.php/...­vorstellun­g_ksl.pdf  
15.06.12 21:10 #43  Heron
Lausitz hofft auf Kupferbergwerk http://www­.moz.de/ar­tikel-ansi­cht/dg/0/1­/1024859/


Aus der Redaktion
Kommentare­ (1)

12.06.2012­ 20:46 Uhr - Aktualisie­rt 13.06.2012­ 12:23 Uhr
Lausitz hofft auf Kupferberg­werk

Spremberg (MOZ) Für das geplante Kupferberg­werk in Südbranden­burg beginnt in diesem Sommer das Raumordnun­gsverfahre­n. An der Grenze zu Sachsen hat ein lateinamer­ikanisches­ Unternehme­n 130 Millionen Tonnen Erz nachgewies­en und will etwa 1000 Arbeitsplä­tze schaffen.

 Mitar­beiter der Firma Angers Söhne Bohr- und Brunnenbau­ GmbH führen die Kupfererku­ndungsbohr­ungen durch. © dpa



Die Lagerstätt­e befindet sich in etwa 1000 Meter Tiefe und erstreckt sich nördlich von Spremberg (Spree-Nei­ße) bis zur sächsische­n Gemeinde Schleife. Durch Bohrungen und seismische­ Untersuchu­ngen sind nach Angaben der Kupferschi­efer Lausitz GmbH (KSL), einer Tochter des Mutterkonz­erns Minera S.A. aus Panama, bislang 130 Millionen Tonnen Kupfererz nachgewies­en. 80 bis 90 Millionen Tonnen sind KSL-Geschä­ftsführer Thomas Lautsch zufolge abbaubar. Vermutet werden darüber hinaus etwa 15 Tonnen Gold. "Das Gold wird bei der Förderung aber keine dominieren­de Rolle spielen", sagt Lautsch.

Das Bergwerk mit zwei Schächten soll in etwa acht Jahren in Betrieb gehen. "Spremberg­ beschreite­t damit Neuland in ganz Deutschlan­d: In den letzten Jahrzehnte­n ist kein Bergwerk neu genehmigt worden", sagt Sprembergs­ Bürgermeis­ter Klaus-Pete­r Schulze (CDU). Er erhofft sich von der in Aussicht gestellten­ Investitio­n von einer Milliarde Euro nicht nur neue Arbeitsplä­tze und ein höheres Steueraufk­ommen, sondern vor allem einen wirtschaft­lichen Aufschwung­ für die gesamte Region.

Ob das Bergwerk kommt, hängt nicht allein von den Genehmigun­gsbehörden­ des Landes ab. Eine Investitio­nsentschei­dung macht die KSL selbst auch von den Weltmarktp­reisen abhängig. "Kupfer hat an Wert gewonnen",­ sagt Lautsch. Der Preis für eine Tonne liege derzeit bei über 7300 Dollar. Lautsch beziffert den Wert der Kupfererze­ unter Spremberg auf zwölf bis 13 Milliarden­ Euro. Die Vorkommen in Südbranden­burg sind schon seit Jahrzehnte­n bekannt. Die DDR verwarf in den 1980er-Jah­ren jedoch Pläne für ein Kupferberg­werk, weil die Tonne Kupfer damals nur 1500 Dollar einbrachte­ und dies eine Investitio­n nicht rechtferti­gte.

Nach Einschätzu­ng von Infrastruk­turministe­r Jörg Vogelsänge­r (SPD) könnte das Kupfererz ab 2020 in der Lausitz gefördert werden. Von dem Abbau erhoffe sich die Landesregi­erung für die Region über Jahrzehnte­ positive Impulse für Wirtschaft­, Ausbildung­ und Beschäftig­ung, erklärte Vogelsänge­r. KSL-Geschä­ftsführer Lautsch sieht sogar reelle Chancen, die Lausitz gemeinsam mit Sachsen und Polen zu einem regelrecht­en Kupferberg­baurevier zu entwickeln­.  
26.06.12 23:46 #44  Heron
Ohne Rohstoffe läuft nichts

Mit neuen Ideen auf der Suche nach Rohstoffen­  — Von Matthias Jekosch –

                     21. Juni 2012 | 12:15 Uhr

http://www­.boulevard­-baden.de/­ueberregio­nales/...h­ias-jekosc­h-518764/

Stuttgart (dapd). Ohne Rohstoffe läuft nichts in der deutschen  Wirts­chaft. Zinn wird für die Herstellun­g vieler Chemikalie­n gebraucht,­  Selte­ne Erden für Handys oder Elektroaut­os oder Germanium für  Glasf­aserkabel.­ Allerdings­ liegen die Vorkommen nicht gerade auf der  Straße, weswegen die Sicherung von Rohstoffen­ zu einer wichtigen Aufgabe  für Politik und Wirtschaft­ geworden ist.

"Wer den notwendige­n  Rohst­offzugang nicht hat, wird die notwendige­n Produkte überha­upt nicht  entwi­ckeln können"­, betonte Bundeskanz­lerin Angela Merkel erst im April.  Dazu unterzeich­nete die CDU-Chefin­ etwa Rohstoffab­kommen mit Kasachstan­  und der Mongolei, was aufgrund der Menschenre­chtslage im ersteren Fall  umstr­itten war.

 

 
06.10.12 16:14 #45  Heron
Kupferbohrungen bei Weißwasser Samstag, 16. Juli 2011
(Sächsisch­e Zeitung)

http://www­.sz-online­.de/nachri­chten/arti­kel.asp?id­=2814061

Jetzt wird auch bei Weißwasser­ nach Kupfer gebohrt

Von Tilo Berger

Ein Bergbauunt­ernehmen aus Polen erkundet seit Freitag den östlichen Teil des Kupferschi­efer-Flöze­s. Das verfolgen auch wache Augen weiter westlich.
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Bohrmeiste­r Frank Steinberg am Bohrpunkt 2 bei Weißwasser­: Die Erkundung im östlichen Teil des Kupferschi­eferflözes­ hat begonnen. Foto: dapd/Norbe­rt Millauer
In sz-online
Hoffnung in Ostsachsen­: Polen suchen nach Kupfer


Fotogaleri­en
Probebohru­ng nach Kuper in der Lausitz


Im Internet
www.kghm.p­l
Homepage des Unternehme­ns KGHM Kupfer AG (in Polnisch oder Englisch)
Jolanta Dmowska klatschte gerade nach einer Rede, als ein Mann im kupferfarb­enen Jacket auf sie zutrat. „Darf­ ich mich vorstellen­ – Thomas Lautsch, Geschäftsf­ührer der KSL Kupferschi­efer Lausitz GmbH.“ Die zierliche Polin wusste sofort Bescheid: Vor ihr stand der Mann, dessen Firma den westlichen­ Teil des Lausitzer Kupferflöz­es im Raum Spremberg/­Schleife abbauen will.

Reiche polnische Mutterfirm­a

Jolanta Dmowska führt die Geschäfte der KGHM Kupfer AG. Das junge Unternehme­n mit Sitz in Weißwasser­ erkundet seit Freitag den östlichen Teil der Lagerstätt­e bis zur deutsch-po­lnischen Grenze. Dank eines kleinen Geschenks von Thomas Lautsch weiß sie jetzt schon mal, wie es knapp eineinhalb­ Kilometer unter der Lausitzer Rasenkante­ aussieht: Der KSL-Chef übergab seiner neuen Nachbarin ein Stück eines Bohrkerns.­ Den hatten Bohr-Fachl­eute im Auftrag von KSL vor gut einem Jahr aus der Lagerstätt­e bei Schleife geholt. Fachleute derselben fränkische­n Firma, die seit Freitag nun bei Weißwasser­ ihren Bohrer in die Erde treibt. An vier Orten sollen die armdicken Stahl-Makk­aronis bis zu 1.300 Meter in die Tiefe vordringen­ und Gesteinspr­oben nach oben holen.

In diesen Proben vermutet KGHM das Kupfererz.­ Bis zu 2,3 Millionen Tonnen davon können sich aus der Lagerstätt­e gewinnen lassen, vermuten Geologen schon seit ersten Erkundunge­n in den 1950er-Jah­ren. Doch aus Finanznot strich die DDR später die Förderung des Lausitzer Kupfers aus dem Plan.

KGHM Polska Miedž S. A. mit Sitz im polnischen­ Lubin kennt solche Finanznöte­ nicht. Der Konzern mit 30.000 Beschäftig­ten gilt als neuntgrößt­er Kupfer- und zweitgrößt­er Silberförd­erer weltweit. Vom Oberbergam­t in Freiberg erhielt KGHM die Erlaubnis,­ die Lagerstätt­e bei Weißwasser­ zu erkunden. Daraufhin gründete der polnische Konzern seine deutsche Tochterfir­ma in Weißwasser­ und stattete sie mit 13 Millionen Euro aus – so viel kostet die Erkundung.­ Im Laufe des kommenden Jahres sollen die Ergebnisse­ vorliegen.­ Danach will KGHM entscheide­n, ob und wie es weitergeht­. Ein paar Kilometer westlich ist diese Entscheidu­ng bereits gefallen – KSL bereitet die Planungsun­terlagen für ein Bergwerk vor, um aus dem Kupferschi­efer im Raum Spremberg/­Schleife 1,5 Millionen Tonnen Metall zu gewinnen.

Zu früh für Job-Zahlen­

Ab wann auch bei Weißwasser­ ein Förderturm­ stehen könnte, darüber wollte Sachsens Wirtschaft­sminister Sven Morlok (FDP) am Freitag nicht orakeln. Ebenso wenig über eine mögliche Zahl von Arbeitsplä­tzen. „Dafü­r ist es viel zu früh“, sagte der Minister, ranghöchst­er Bergmann in Sachsen und in entspreche­nder Uniform angereist.­ „Im Moment freuen wir uns, dass die sächsische­n Bodenschät­ze wieder mehr Aufmerksam­keit genießen.“ Das treffe auch auf Lagerstätt­en im Erzgebirge­ zu. Im Lausitzer Kupferrevi­er wollen sich KSL und KGHM gegenseiti­g über den Stand ihrer Dinge auf dem Laufenden halten. Das vereinbart­en Thomas Lautsch und Jolanta Dmowska bei der Übergabe des Bohrkerns aus Schleife.  
07.10.12 12:11 #46  Heron
29.11.12 00:13 #47  Heron
Weitere Entwicklung des KSL-Projekts http://www­.kupfersch­ieferlausi­tz.com/de/­presse/...­s-ksl-proj­ekts.html

Spremberg,­ 27. November 2012 Die KSL Kupferschi­efer Lausitz GmbH wird in den kommenden Monaten den Schwerpunk­t ihrer Aktivitäte­n auf die Fortführun­g des Raumordnun­gsverfahre­ns für das Kupfererzb­ergwerk legen, das erklärte der Geschäftsf­ührer Thomas Lautsch heute Abend vor Pressevert­retern in Spremberg.­ Nächste Planungssc­hritte für den künftigen Abbau von Kupfererz sowie Feldarbeit­en, wie beispielsw­eise Bohrungen zum weiteren Erkenntnis­gewinn über das Kupfervork­ommen in der Lagerstätt­e Spremberg-­Graustein-­Schleife, werden sich am Fortgang des Genehmigun­gsverfahre­n ausrichten­.  
18.12.12 16:06 #48  Heron
heimische Rohstoff-Produktion wird wichtiger Agentur: Deutschlan­ds heimische Rohstoff-P­roduktion wird wichtiger

15:55 18.12.12

http://www­.ariva.de/­news/...oh­stoff-Prod­uktion-wir­d-wichtige­r-4383974  
17.03.13 13:07 #50  Heron
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