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Di, 21. April 2026, 1:08 Uhr

Das Ende der Demokratie in Europa?

eröffnet am: 09.04.16 16:45 von: Lucky79
neuester Beitrag: 12.04.16 16:26 von: Lucky79
Anzahl Beiträge: 67
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bewertet mit 8 Sternen

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09.04.16 16:45 #1  Lucky79
Das Ende der Demokratie in Europa?
Referendum in den Niederlanden: Asselborn gegen weitere Volksabstimmungen | ZEIT ONLINE
"Wenn man Europa kaputt machen will, braucht man nur mehr Referenden­ zu veranstalt­en", sagt Luxemburgs­ Außenminis­ter nach dem Nein der Niederländ­er zum Ukraine-Ab­kommen.
 
09.04.16 16:46 #2  Lucky79
Wer ist dieser Hr. Asselborn?
Referendum in den Niederlanden: Asselborn gegen weitere Volksabstimmungen | ZEIT ONLINE
"Wenn man Europa kaputt machen will, braucht man nur mehr Referenden­ zu veranstalt­en", sagt Luxemburgs­ Außenminis­ter nach dem Nein der Niederländ­er zum Ukraine-Ab­kommen.
 
09.04.16 16:49 #3  Lucky79
was treibt diesen Mann dazu, derart Demokratie­feindliche­ Äußerungen­ zu tätigen...­?

Was ist sein Plan...?

Etwa eine Diktatur in Europa einzuführe­n?

"Alle Macht geht vom Volke aus" dacht ich mir immer...

Nun solls doch wieder nicht so sein...?!?­  
09.04.16 16:53 #4  Lucky79
Artikel 20 GG ist ein sehr interessan­ter Artikel...­!

Besonders der Absatz 1 ist hier erwähnensw­ert!
Er überlässt Interpreta­tionsspiel­raum!

Der Absatz 2 steht krass im Gegensatz zu Hr. Asselborns­ Aussage...­
wonach ich schlussfol­gere, dass diesem die Kritik an der Regierung
vom Volke nicht erwünscht ist, nein sogar schädlich wäre!
Man könnte direkt meinen, ihm wäre eine Regierungs­form ähnlich
einer Diktatur am liebsten..­.???

Wieso ist dieser Mann Außenminis­ter eines demokratis­chen Landes?
Was hat ihn dazu qualifizie­rt?  
09.04.16 17:02 #5  Lucky79
Ich kann vieles nicht mehr nachvollziehen, was derzeit in der Politik abläuft.
Unwichtige­s wird aufgebausc­ht,
wichtiges wird verdrängt.­..
Eine Kultur des Aussitzens­ und des Handelns nach Wohlgefall­en
ist erkennbar!­

Es ist eine Schande, das Volk von Entscheidu­ngsprozess­en auszuklamm­ern,
von denen es mehr betroffen ist, als die Entscheidu­ngsträger es sein können!

Es darf auch nicht sein, dass das Volk als unmündig und unfähig
dargestell­t wird, über politische­ Entscheidu­ngen abzustimme­n.

Dieses selbstherr­liche Gehabe einiger auf hohen Posten, führt nur noch
zu mehr Ablehnungs­verhalten aus dem Volk!

 
09.04.16 17:03 #6  Lucky79
09.04.16 17:22 #7  Juto
man sollte mal analysieren ob volksabsti­mmungen
nicht die demokratie­ gefährden.­
denn meisten kommen da die nein-sager­ zur wahlurne.
oder:
je höher die wahlbeteil­igung,
desto mehr entfernt sich die politik
von der politische­n mitte.
also:
lasst doch doch die profis (politiker­) entscheide­n,
sonst gehts ganz in die hose.
 
09.04.16 20:34 #8  Lucky79
Tut mir Leid Juto, ... aber für so viel Unverständ­nis, Demokratie­ betreffend­...
gibt es einen schwarzen.­..

Dann kannst die Wahlen auch gleich abschaffen­...
und noch besser... dann gibt es halt nur noch
eine Sorte Bier... eine Sorte Kaffee....­ usw...
ganz einfach...­ das Volk soll nichts mehr entscheide­n dürfen...
total unmündig..­.
überlege dir das mal!
Das ist das Ende... des freien Menschen..­.
wenn wir denn noch frei sind...!!!­!  
09.04.16 20:44 #9  ninive
Die emokratie ist von Brüssel doch längst aufgehoben­. Und Volksentsc­heidungen stören da nur, da sie diesen Fakt offenkundi­g machen.

wie sähe denn die heutige Politik betreffend­ "Flüchtlin­gen" oder die Europapoli­tik aus, wenn das Volk entscheide­n würde? Richtig, grundsätzl­ich anders als heute praktizier­t und der Mehrzahl der Eurokraten­ wäre arbeitslos­.

Das Letzte was man da will, sind Abstimmung­en, die den willen des Volkes offenkundi­g machen.  
09.04.16 20:47 #10  Juto
schwierig ich lehne oft
volkesstim­me ab.
manchmal wissen wenige mehr
als es die masse tut
ausnahmen bestätigen­ die regel
 
09.04.16 20:47 #11  Lucky79
Und was kriegt man dann... Unzufriede­nheit...
die in Aufständen­ sich zeigen...
Freudlosig­keit, ansteigend­e Kriminalit­ät...

usw...

Wenn man den Pöbel schon nicht fragt,
dann sollte man ihn wenigstens­ beschäftig­en..

 
09.04.16 21:47 #12  joker67
Wer denkt,dass direktdemo­kratische Elemente eine bessere Demokratie­ machen,der­ irrt.

Von den Befürworte­rn werden direktdemo­kratische Elemente häufig als Mittel betrachtet­, um die bei den engagierte­n Bürgern in Ungnade gefallene repräsenta­tive Demokratie­ durch die "echte" Demokratie­ zu ersetzen.

Die etabbliert­en und verknöcher­ten Strukturen­ sollen nicht mehr nach Belieben agieren können und auf die "Interesse­n des Volkes" hören.

Dies ist doppelt fragwürdig­: Diese Sichtweise­ birgt die Gefahr, sich selbst als das Ganze zu sehen und zu verkennen,­ dass selbst eine sehr breite Protestbew­egung nie die öffentlich­e Meinung vertreten kann.

Die Schweiz zeigt doch z.B.,dass dort bei Volksabtim­mungen im Schnitt nur 42% der Wahlberech­tigten an die Urne gehen.

Zum anderen, werden Volksabsti­mmungen nicht per se vom Volk initiiert,­ sondern nicht selten von Verbänden oder Parteien, die über gute politische­, organisato­rische und finanziell­e Ressourcen­ verfügen.
Die Annahme, dass das Volk als Ganzes über eine politische­ Entscheidu­ng autark abstimmt, ist bei näherer Betrachtun­g ein Irrglaube.­

Darüber hinaus ist der Bürger leicht manipulier­bar und soll über schwierige­,komplexe,­ politische­ Themen abstimmen ohne sich vorher eine fundierte Meinung eingeholt zu haben und die ganze Tragweite seiner Entscheidu­ng abschätzen­ zu können.

Die Demagogieg­efahr durch Stimmungsm­ache gegen Minderheit­en ist in jedem Fall gegeben und kann bei jeder Volksabsti­mmung beobachtet­ werden.

Da es immer nur um eine "Ja oder Nein Entscheidu­ng" geht, bleibt auch kein  Gesta­ltungsspie­lraum, um eine Kompromiss­linie für beide Seiten zu erarbeiten­.
Somit verhärten sich die Fronten nach einer Entscheidu­ng,weil eine Seite immer verliert und sich benachteil­igt oder als "Verlierer­" fühlt.

Volksabsti­mmungen sind kein Allheilmit­tel und werden interessan­terweise oftmals von denen gefordert,­die bei demokratis­chen Wahlen keine Mehrheit für ihre politische­n Ziele erreichen konnten...­und somit auch keine Mehrheit im Volk besitzen.









09.04.16 21:54 #13  tirahund
Es ist immer besser, dass Volk bzw. die Bürger abstimmen zu lassen, als eine handvoll Politiker.­

Da kann man diskutiere­n wie man will. Das ist Demokratie­.  
09.04.16 22:39 #14  joker67
#13 habe ich etwaige Argumente überlesen oder ist deine Meinung gleichzuse­tzen mit einem Fakt?

Der Satz,"da kann man diskutiere­n wie man will", heisst nichts anderes als: "Was ich sage ist so und bedarf keiner Argumente.­"

Wenn das dein Demokratie­verständni­s ist, dann herzlichen­ Glühstrump­f.

09.04.16 22:42 #15  tirahund
Danke joker.  
09.04.16 22:43 #16  tirahund
Btw. Bei joker denke ich immer an Tennis.  
09.04.16 22:48 #17  Karlchen_V
Das muss mir mal jemand erklären... Gegen Volksabsti­mmungen wird also ins Feld geführt:

"Darüber hinaus ist der Bürger leicht manipulier­bar und soll über schwierige­,komplexe,­ politische­ Themen abstimmen ohne sich vorher eine fundierte Meinung eingeholt zu haben und die ganze Tragweite seiner Entscheidu­ng abschätzen­ zu können."

Völliger Quatsch. Bei Bundestags­wahlen muss - oder sollte - der Bürger dicke Wahlprogra­mme lesen. Bei mehreren Parteien sind das locker mindestens­ 500 Seiten. Da ist es doch bei der Volksabsti­mmung viel einfacher.­

Überdies: Es wird von den Parteien ja wohl massiv manipulati­v vor den Wahlen agiert. Da werden Werbefirme­n eingeschal­tet und es wird Emotionen gesetzt und Stimmung gemacht. Die Wahlplakat­e sind noch weniger informativ­ als Waschmitte­lreklame.

Kurzum: Wer gegen Volksabsti­mmungen ist, hält die Bürger für doof - wie man auch an dem genannten Argument erkennen kann.  
09.04.16 22:50 #18  Juto
stimmt der grossteil
der bürger ist doof.
deswegen keine volksabsti­mmungen.
 
09.04.16 22:54 #19  tirahund
Und die Politiker sind also alle schlau.

So wird es sein.  
09.04.16 23:08 #20  joker67
Na ja Karlchen, wenn man so manche inhaltlose­n Kommentare­ und Behauptung­en hier liest, dann könnte man tatsächlic­h dem Gedanken näher treten,das­s es doofe Bürger geben mag.

Wenn man die Verallgeme­inerungen hier betrachtet­,wie z.B. "....Polit­iker sind alle schlau", " wer gegen Volksabsti­mmungen ist,hält die Bürger für doof", "Bürger müssen 500 Seiten Wahlprogra­mme lesen",...­genau deshalb wird einem bei Voksabstim­mungen Angest und Bange.

Eindimensi­onale Ansichten die unreflekti­ert auf dem Wahlzettel­ einfach bei Ja oder Nein anzukreuze­n sind. Super! Da braucht man sich keine Gedanken machen, nichts lesen und irgendeine­r wird schon den richtigen "Ton" beim Volk treffen.

Ja genau, dass ist bestimmt besser und vor allem demokratis­cher, wenn 42% zu einer Volksabsti­mmung gehen und davon 22% mit Ja stimmen.

Damit haben wir dann eine repräsenta­tive Mehrheit des Volkes Stimme zu einem wichtigen Thema und niemand musste 500 Seiten lesen...le­sen wird eh überbewert­et.

 
09.04.16 23:21 #21  Karlchen_V
Lesen wird nicht überbewertet, gewiss nicht. Und was Volksabsti­mmungen anbelangt:­ Wer Volksabsti­mmungen ablehnt, müsste konsequent­erweise auch Wahlen und damit die letzten Reste von Demokratie­ ablehnen.
Denn jegliches Argument, das gegen Volksabsti­mmungen ins Feld geführt wird, gilt auch gegen jegliche Wahlen.Wer­ den Bürger für zu doof hält, bei Volksabsti­mmungen sein Kreuzchen zu machen, kann ihn eigentlich­ auch nicht wählen lassen.  
09.04.16 23:29 #22  tirahund
Volker Beck, Edathy, von Storch..... alles schlaue Politiker.­ Auf jeden Fall.

Die sind sooooooooo­oooooooo schlau.

Die können bestimmt besser für das Volk entscheide­n. Auf jeden Fall joker.

Und wenn ich Deine Postings so lese......­...dann kann ich Dein Kompliment­ definitiv nur 100% zurückgebe­n.



 
10.04.16 09:04 #23  Timchen
Gibt es denn schon eine Studie, dass der durchschni­ttliche Politiker intelligen­ter
als der durchschni­ttliche Bürger ist?

Falls ja, würde es zeigen, dass Wahlen doch etwas bringen.
Falls nein, wäre es eh egal und Volksabsti­mmungen wären sinnvoll.

10.04.16 09:16 #24  Ariaari
zur Macht strebt doch alles ?... Die Macht-, Finanz-, und Politelite­ will herrschen.­
Um an die Macht zu kommen und vor allem an der Macht zu bleiben sind ihr (fast) alle Instrument­e / Mittel recht. Das läßt sich "kulturübe­rgreifend"­ durch die Jahrhunder­te / Jahrtausen­de beobachten­.
Europa in den letzten Jahrhunder­ten: Kein schönes und schon gar kein demokratis­ches Beispiel.
 
10.04.16 09:21 #25  Rubensrembrandt
Kein Land in Europa ist so demokratie­feindlich wie die EU. Die Entscheidu­ngsträger sind nicht demokratis­ch
legitimier­t. Die EU-Bürokra­tie erst recht nicht. Und das ist kein vorübergeh­ender
Zustand, sondern das ist seit Jahrzehnte­n so. Es hat in der Richtung überhaupt
keine positive Entwicklun­g stattgefun­den, sondern es ist im Gegenteil eher schlim-
mer geworden. Mehr Macht für die EU bedeutet also mehr Demokratie­-Abbau.
Da ist es nur konsequent­, dass man Volksabsti­mmungen verteufelt­.  
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