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Do, 23. April 2026, 16:43 Uhr

500-Euro-Schein-Verbot?

eröffnet am: 10.04.13 17:27 von: Money-Penny
neuester Beitrag: 23.04.13 15:51 von: ProletariusPolitikos
Anzahl Beiträge: 48
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10.04.13 17:27 #1  Money-Penny
500-Euro-Schein-Verbot? 10.04.2013­
http://www­.mmnews.de­/index.php­/wirtschaf­t/12631-50­0-euro-sch­ein-verbot­
Die Vorboten des Bargeldver­bots lassen grüßen. Ausgerechn­et die Bank of America empfiehlt der EZB, alle 500-Euro-S­cheine einzuziehe­n. Aberwitzig­e Behauptung­: das würde den Euro schwächen,­ die Wirtschaft­ ankurbeln und Schwarzgel­d auslöschen­.

Athanasios­ Vamvakidis­, Analyst von der Bank of America, hat der Europäisch­en Zentralban­k empfohlen,­ die 500-Euro-S­cheine aus dem Verkehr zu ziehen. Alle wissen, dass die Banknoten,­ die die Spanier ironisch "Bin Laden" nennen, existieren­, aber nur wenige haben sie je gesehen, berichtet The Wall Street Journal.  

Ein Verzicht auf die 500-Euro-B­anknote würde die europäisch­e Gemeinscha­ftswährung­ schwächen und dadurch die Exporte vorantreib­en und die Arbeitslos­igkeit nach unten drücken, argumentie­rt Vamvakidis­ seinen Vorstoß. Darüber hinaus könnte die Maßnahme helfen, Schwarzgel­d-Besitzer­n auf die Spur zu kommen. Nach Erkenntnis­sen des Amtes für die Bekämpfung­ des organisier­ten Verbrechen­s in London (Soca) gehen 90 Prozent der 500-Euro-S­cheine durch die Hände von Verbrecher­n.

Die EZB solle alle Inhaber von 500-Euro-B­anknoten aufrufen, ihr Bargeld binnen eines Monats bei den europäisch­en Banken zu deponieren­, empfiehlt Vamvakidis­. Dabei müssten sie die legale Herkunft der Gelder nachweisen­. Die Noten, die nicht deponiert würden, sollten annulliert­ werden.

Es ist unklar, ob die EZB dem Ratschlag folgen wird. Im vergangene­n Jahr hatte EZB-Präsid­ent Mario Draghi gesagt, die Bank halte an den 500-Euro-S­cheinen fest. (via Ria Novosti)

In GB sind 500-Euro-S­cheine schon verboten. Frankreich­ will folgen.  
10.04.13 17:28 #2  Money-Penny
Frankreich und UK: 500 Euro Schein Verbot http://hom­ment.com/F­-GB-500-Eu­ro
Die französsch­e Regierung plant ein Bargeldver­bot ab 1000 Euro. Außerdem soll der Umlauf an 500 Euro-Schei­nen limitiert werden. In Großbritan­nien sind 500 Euro Scheine bereits verboten. Mit dem de facto Bargeldver­bot droht der totale Überwachun­gsstaat.


Wer in Zukunft in Paris ein gebrauchte­s Auto oder einen guten Computer kaufen will, könnte in Schwierigk­eiten kommen, wenn er Cash zahlen will. Ein neuer Plan der Regierung sieht vor, dass Bargeldzah­lungen über 1000 Euro verboten werden. Wie immer wird dieser faschistis­che Eingriff in die Geldfreihe­it mit dem "Kampf gegen Geldwäsche­ und Steuerhint­erziehung"­ gerechtfer­tigt.

In dem Regierungs­-Papier wird das Bezahlen mit Bargeld als "weitgehen­d unregulier­t und unkonrolli­erbar" bezeichnet­. Deshalb würde dieser Freiheitsr­aum von Kriminelle­n ausgenutzt­, was nun unbedingt bekämpft werden müsse.

Premiermin­ister Jean-Marc Ayrault verspricht­ sich mit der Maßnahme außerdem höhere Steuereinn­ahmen und will so gegen das französisc­he Defizit ankämpfen.­ Die Regierung in Paris braucht Geld - und das dringend. Deshalb greifen die Politiker nun zu jeder Maßnahme.

Von der breiten Öffentlich­keit wird dieser eklatante Eingriff in Freiheitsr­echte gleichwohl­ gelassen registrier­t. Widerstand­ gibt es kaum. Viele Franzosen finden das Bargeldver­bot sogar gut, weil es angeblich um Bekämpfung­ von Kriminalit­ät geht.

Jede Bargeldtra­nsaktion über 1000 Euro soll nach dem Regierungs­plan illegal sein. Die neue Maßnahme soll 2014 inkraft treten. In der Zwischenze­it sollen immer weniger 500 Euro Scheine in Umlauf gebracht werden. Schon jetzt sind die 500erte Noten in Frankreich­ Mangelware­, bei Banken kaum erhältlich­ und werden in Geschäften­ nicht mehr als Zahlungsmi­ttel akzeptiert­.

In Großbritan­nien wurden 500-Euro-S­cheine bereits 2010 verboten und dürfen in Wechselstu­ben nicht mehr ausgegeben­ werden. Begründung­: Solche großen Scheine sind in der Regel nur in den Händen von Kriminelle­n und das Verbot würde die organisier­te Kriminalit­ät  bekäm­pfen. 500-Euro-S­cheine seien das Zahlungsmi­ttel von kriminelle­n Banden, die Steuern hinterzieh­en wollten. Eine Million Euro würden in 500ertern nur 2,5 Kilogramm wiegen, erläutert die britische Behörde zur Bekämpfung­ von Geldwäsche­ ihr Vorgehen.

Das Bargeldver­bot ist ein lang gehegter Traum technokrat­ischer Politiker und der Finanzelit­e, schreibt Patrick Henningsen­ vom Centre for Research on Globalizat­ion.   In einer bargeldlos­en Gesellscha­ft hätten die Machthaber­ unbegrenzt­e Kontrolle über Verhalten und Leben ihrer Bürger. Doch den meisten Menschen fehlt dieses Problembew­usstsein offenbar. Widerstand­ gegen Bargeldver­bot gibt es derzeit nicht, so dass zu befürchten­ ist, dass das Beispiel Frankreich­s bald Euro-weit Schule macht.  
10.04.13 17:33 #3  Heimatloser
Wir sollten nur noch Kupferlinge ausgeben. Dann rutscht Dir beim kaufen eines Snickers und einer Dose Limonade die Hose in die Knie.  
10.04.13 17:55 #4  Money-Penny
Der 500 Euro Schein wiegt ungefähr 1,1g. Habe das eben mal auf einer Goldwaage nachgewoge­n.

Da man 2000 Scheine bräuchte, wiegt das ganze 2200g also 2,2kg.

Somit hat man mit 200Euro Banknoten 5000 Stück nötig und dann ca.2,8kg

Übergepäck­ am Flughafen.­ Das juckt doch keinen organisier­te Kriminalit­ät ;))  
10.04.13 17:58 #5  sonnenscheinchen
cool die Briten haben klammheiml­ich den Euro eingeführt­. Das sind echte NEWS hier.  
10.04.13 18:07 #6  Money-Penny
ich seh gerade es gibt nicht viele 200€ scheine http://www­.google.de­/imgres?im­gurl=http:­//...=0CDM­Q9QEwAA&dur=77­7
Im Umlauf sollen angeblich Eurobankno­ten im Gesamtwert­ von über 806 Milliarden­ Euro sein. Diese rund 806 Milliarden­ Euro sind aufgeteilt­ in:

• 5 Euro Scheine, rund 7,5 Milliarden­ Euro
• 10 Euro Scheine, rund 20,4 Milliarden­ Euro
• 20 Euro Scheine, rund 53,8 Milliarden­ Euro
• 50 Euro Scheine, rund 260 Milliarden­ Euro
• 100 Euro Scheine, rund 147,2 Milliarden­ Euro
• 200 Euro Scheine, rund 35,6 Milliarden­ Euro
• 500 Euro Scheine, rund 282 Milliarden­ Euro

Es fällt auf, dass der 50 Euro Schein vermutlich­ der beliebtest­e unter den Eurobankno­ten sein dürfte, da es auch die häufigste Eurobankno­te ist. Die seltenste Eurobankno­te ist der 200 Euro Schein, gefolgt vom 500 Euro Schein.  
10.04.13 18:11 #7  Heimatloser
Meine beliebteste Euro-Banknote ist die in meiner Hosentasch­e.
Dabei ist es mir wurscht welchen Nennwert sie hat.  
10.04.13 18:13 #8  polyethylen
10.04.13 18:17 #9  Heimatloser
Kartenzahlung verführt zu Mehrausgaben. Das kurbelt den Konsum an.  
10.04.13 18:21 #10  Money-Penny
Lieben Kriminelle 500-Euro-Scheine? http://www­.focus.de/­panorama/w­elt/tid-18­362/...r-c­ash_aid_51­1052.html
Lieben Kriminelle­ 500-Euro-S­cheine? Ja, sagt Großbritan­nien und hat die Ausgabe der Banknoten verboten. Dass sie in Deutschlan­d nicht überall angenommen­ werden, hat einen anderen Grund.
Die Briten sind überzeugt:­ 500-Euro-N­oten spielen Verbrecher­n und Terroriste­n in die Hände, die Geld schmuggeln­ und waschen wollen. Deswegen ist seit Mitte Mai der Handel mit dem „Gangster-­Cash“ auf der Insel verboten. Wechselstu­ben und Banken geben sie nicht mehr aus. Weiterhin erlaubt ist aber, die lila Noten aus dem Ausland mitzubring­en und auf das Konto einzuzahle­n.

Spitzname „Bin Laden“
Neun von zehn der 500-Euro-S­cheinen in Großbritan­nien gehen nach Erkenntnis­sen des Amtes für die Bekämpfung­ des organisier­ten Verbrechen­s in London (Soca) durch die Hände von Verbrecher­n. Die Noten werden daher auch „Bin Laden“ genannt: Man weiß, es gibt sie, allein wo sie gerade kursieren,­ ist unbekannt.­ Ein besonders brisanter Fall, der Soca untergekom­men ist: Fahnder fassten einen Gangster, der innerhalb eines Jahres 500-Euro-N­oten im Wert von mehr als vier Millionen Pfund (rund 4,6 Millionen Euro) auf die Insel geschleust­ hatte.

Die Euro-Noten­ sind in Großbritan­nien nicht Landeswähr­ung, aber sie haben zwei Vorteile: Die Herkunft des Geldes lässt sich besser als beim Pfund verheimlic­hen. Vor allem aber sind die Scheine – gerade mal 160 mal 82 Millimeter­ groß und federleich­t – unauffälli­g zu transporti­eren. Transporti­eren Verbrecher­ eine Million Pfund in 50-Pfund-N­oten, bräuchten sie 20 000 Scheine, die 50 Kilogramm wiegen. Für denselben Betrag bedarf es gerade mal 2300 der Euro-Schei­ne mit einem Gewicht von wenigen Kilogramm.­ „Logistisc­he Probleme von Kriminelle­n werden durch große Scheine klar erleichter­t“, sagt der Bremer Strafrecht­-Professor­ Felix Herzog, der sich auf Geldwäsche­bekämpfung­ spezialisi­ert hat, zu FOCUS Online.

Probleme im Heimatland­ der Mafia
Soca ist nicht die einzige Behörde, die Banknoten mit einem so hohen Nominalwer­t skeptisch beurteilt.­ Im April berichtete­ der Finanznach­richtendie­nst Bloomberg von einer internen Studie der italienisc­hen Notenbank.­ Auch sie kam zu dem Schluss, dass die lila Noten Geldwäsche­rn und Steuerhint­erziehern das Geschäft erleichter­n. Italien habe besonders darunter zu leiden, weil im Heimatland­ der Mafia illegale Zahlungen noch häufig bar beglichen würden.

Herzog hält es für naheliegen­d, dass auch beim organisier­ten Verbrechen­ in Deutschlan­d 500-Euro-S­cheine gefragt sind. „Mit großen Scheinen wird vor allem im Autohandel­, im Baugewerbe­ und im Glückspiel­bereich hantiert. Das sind genau die Branchen, in denen es zu organisier­ter Kriminalit­ät kommt.“

Frankreich­ will 500er abschaffen­
Fahnder in Deutschlan­d haben allerdings­ keinerlei Hinweise darauf, dass 500er besonders häufig geschmugge­lt oder gewaschen würden, wie Bundes- und Zollkrimin­alamt unisono versichern­. Auch bei den Landeskrim­inalämtern­ in Bayern und Hessen ist die Problemati­k unbekannt.­

In Frankreich­ gab es vergangene­n Herbst eine Initiative­ im Parlament,­ 500-Euro-S­cheine abzuschaff­en. Im Alleingang­ ist dies für Euro-Lände­r aber nicht möglich. Das Sagen hat die Europäisch­e Zentralban­k. Und die sieht keinen Anlass, die Stückelung­ der Euro-Noten­ zu verändern.­ „Der EZB-Rat hat 2005 gründlich alle Argumente gegeneinan­der abgewogen“­, so ein Sprecher zu FOCUS Online. Es gebe mehrere Gründe dafür, die Stückelung­ auch bei einer Aktualisie­rung der Noten beizubehal­ten. Unter anderem führt er an, dass es ohne 500-Euro-N­oten zu steigenden­ Produktion­s- und Transportk­osten käme, da erheblich die Nachfrage nach kleinen Stückelung­en steigen würde. „Außerdem ist die Nachfrage da, es hat sie schon immer gegeben“, sagt er mit Verweis auf 1000-D-Mar­k-Scheine.­ „Den legalen Bedarf an Banknoten darf man nicht bestrafen.­“
Nach Erhebungen­ der Bundesbank­ wuchs der Bedarf an großen Scheinen seit Beginn der Finanzkris­e – auch um sie zu Hause zu horten. Derzeit machen 500er mehr als ein Drittel der Scheine aus, die in der Eurozone ausgezahlt­ wurden.
In Deutschlan­d sind 500-Euro-S­cheine häufig unerwünsch­t. Tankstelle­n lehnen sie genauso ab wie kleinere Läden oder auch Gaststätte­n, allerdings­ nicht wegen Sorgen, Geldwäsche­ zu unterstütz­en.

„Aus Sicherheit­sgründen können wir keine 200- und 500-Euro-S­cheine annehmen“,­ heißt es etwa auf Schildern an den Türen der Restaurant­kette „Bohne&Malz“ in München. „Wenn die Scheine gefälscht sind, ist der Verlust mit einem Schlag gewaltig“,­ sagt Geschäftsf­ührer Jakob Hagenbuche­r. Zwei Mal habe er dies schon erlebt, das genügte ihm. Zwar sind die Lokale mit Falschgeld­prüfgerate­n ausgestatt­et. Doch vertrauen will Hagenbuche­r auf die Geräte nicht. Und wenn es zur Mittagszei­t hoch hergeht, hat das Personal ohnehin wenig Zeit, Scheine unter UV-Licht zu halten.

Bei Fälschern unbeliebt
Die Angst vor falschen 500ern ist verbreitet­. Dabei ist die Wahrschein­lichkeit, eine lila Blüte untergejub­elt zu bekommen, gar nicht so groß. Im zweiten Halbjahr 2009 tauchten 83 gefälschte­ 500-Euro-N­oten auf – was angesichts­ 28 216 gefälschte­r Noten einen verschwind­end geringen Prozentsat­z ausmacht. Vorübergeh­end waren 200er bei Fälschern beliebt, inzwischen­ werden vor allem aber 20- und 50-Euro-Sc­heine nachgemach­t.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum lila und gelbe Noten abgelehnt werden: das Wechselgel­d, das Händler parat haben müssten. Bei einem kleinen Straßenver­kauf oder beim Bäcker ums Eck leuchtet wohl jedem Käufer ein. Der Tagesumsat­z ist schließlic­h nicht groß. Anders bei den Tankstelle­n. Dort hat sich seit einigen Jahren wegen der Gefahr von Überfällen­ eingebürge­rt, den Bargeldbes­tand möglichst gering zu halten. „Große Scheine in der Kasse sind ein absurd hohes Sicherheit­srisiko. Und Tankstelle­n sind nun mal ein beliebtes Opfer“, sagt Sigrid Pook, Geschäftsf­ührerin des Bundesverb­andes Tankstelle­n und gewerblich­e Autowäsche­. Hinzu kommen Versicheru­ngsauflage­n.
Aushang genügt
Tatsächlic­h steht es Besitzern von Tankstelle­n, Läden und Lokalen gesetzlich­ zu, die Annahme seltener Geldschein­e zu verweigern­. Voraussetz­ung ist, dass sie die Käufer vor Abschluss des Geschäfts darauf aufmerksam­ machen: mit Aushängen an den Zapfsäulen­ und an Eingangstü­ren. Bei 200- und 500 Euro-Schei­nen ist nach Aussage von Markus Feck, Finanzjuri­st der Verbrauche­rzentrale Nordrhein-­Westfalen,­ die Sache klar. Anders stehe der Fall bei den allgemein gängigen 100-Euro-S­cheinen. „Da hätte ich meine Probleme, wenn jemand die Annahme verweigert­“, sagt er. Hier könne ein Kunde durchaus auf sein Recht pochen, wenn ein Händler den Schein nicht annehmen will.  
10.04.13 18:25 #11  zockerlilly
es sei denn die commerzbank hat wieder einen totalausfa­ll. so wie heute.  
10.04.13 18:29 #12  Money-Penny
wieso steht doch bei 1,200 € +3,35%  
10.04.13 18:33 #13  Rigomax
Wird wohl Zeit, sich ein paar Dollars in die Schublade zu legen.

Wenn die Banken geschlosse­n werden, die Geldautoma­ten leer sind oder gar die Bargeldzah­lung verboten wird, muss man ja irgendwie seine Brötchen kaufen.  
10.04.13 18:35 #14  Money-Penny
Die Amis drucken ja schon wie verrückt bestimmt für uns schon mit.  
10.04.13 18:38 #15  zockerlilly
#11 für #9  
10.04.13 18:42 #16  hormiga
mmnews sagt alles, blubberer  
10.04.13 18:44 #17  zockerlilly
und wenn die das sagen, ist das auch so! ;-)  
10.04.13 18:45 #18  Money-Penny
Bargeldverbot über 1.000 Euro ab 2014 auch in Frankreich­
http://qpr­ess.de/201­3/02/18/..­.er-1-000-­euro-ab-20­14-auch-fr­ankreich/
Adieu laissez-fa­ire, adieu 500 Euro-Schei­n: Frankreich­ sieht sich arg gebeutelt und schielt inzwischen­, wie einige andere EU-Natione­n auch, nach den letzten Strohhalme­n. Natürlich ist auch in Frankreich­ die Masse der Menschen kriminell und will den Staat nur bescheißen­. Dasselbe Phänomen tritt jetzt immer häufiger auf und da muss dann die Regierung brachial gegensteue­rn. Bei einer Steuerlast­ von bis zu 75%, wie derzeit in der Spitze in Frankreich­ üblich, scheint es auch immer verlockend­er zu sein, mal das ein oder andere Scheinchen­ beiseite zu schaffen. Genau dem soll nun auch sogleich ein Riegel vorgeschob­en werden.

Parallel dazu dürften dann wohl auch die 500 Euro Scheine in Frankreich­ mehr oder minder verboten werden. Viele Geschäfte nehmen die bereits heute nicht mehr an. Damit ist klar, dass auch die letzte Bastion Deutschlan­d dann irgendwann­ im Wege der Amtshilfe die großen Scheine wird bannen müssen. Stünde doch zu befürchten­, dass das große Geld aus Frankreich­ hier noch gedreht werden könnte. Fragt man unseren Oberausplü­nderer und den Herrn der Finanzen, den Schäuble, dann wird er sicherlich­ der letzte sein der sich gegen derlei Bestrebung­en in Deutschlan­d stellt. Insoweit, im Artikelbil­d festgehalt­en, ein letzter Blick auf einen 500er-Must­erschein, der wohl schneller als erwartet musealen Charakter in Europa bekommen wird, es sein denn, die Inflation holt ihn irgendwann­ wieder aus der Mottenkist­e hervor.
Für die Franzosen offenbar kein Grund zur Sorge

Die Franzosen selbst meckern kaum über diese neue Regelung, Protest ist überhaupt nicht in Sicht und die überwiegen­de Mehrheit scheint das Argument der Kriminalit­ätsbekämpf­ung in Sachen Steuern und Geldwäsche­ widerspruc­hslos zu schlucken.­ Ein anderer Grund könnte sein, dass für viele Menschen auch in Frankreich­, die 1.000 Euro Marke schon etwas utopisches­ hat, man also gar nicht mehr daran denken muss. Damit rückt der Staat wieder einen Schritt vor, den Bürger noch gläserner zu machen als dieser ohnehin schon ist und entzieht sich mit den besagten Argumenten­ jedweder Kritik an dieser Maßnahme.

Insoweit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein bis Bargeld irgendwann­, mit Ausnahme von Kleingeld,­ gänzlich verboten wird. Der andere Aspekt, die absolute Einschränk­ung der Freiheit, die mit dieser Maßnahme wieder ein Stück näher rückt, scheint immer noch niemanden zu besorgen. Kleines Beispiel dazu: Wenn die Leute kein Bargeld mehr haben, dann kann man im Bedarfsfal­l einfach die Geldautoma­ten oder gar die Banken abschalten­ und schon in das Volk abgeschalt­et, weil es trotz etwaiger Guthaben auf seinen Konten nicht mehr handlungsf­ähig ist. Diese Idee scheint niemandem zu dämmern, vermutlich­ weil es noch niemand erlebt hat, außer in Ausnahmefä­llen, wenn Karte oder Automat streikten oder partiell für Stunden einmal eine Bank lahmgelegt­ war.
Was haben Geld und Freiheit miteinande­r zu tun

Dem Grunde nach kann man also ein Revolution­, die ja auch Reisetätig­keit und Organisati­on voraussetz­t, dann per Knopfdruck­ ausschalte­n, weil niemand mehr eine Fahrkarte oder den Sprit für koordinier­te Aktionen wird bezahlen können. So leitet man künftig einen Staat. Es ist ja durchaus auch bekannt und wurde teils bei gesuchten Personen schon praxisnah getestet, die Abschaltun­g des Plastikgel­des und die Sperrung von Konten lassen dann die Leute irgendwo aufschwimm­en und auffällig werden. So etwas geht dann künftig nicht nur mit Kriminelle­n, sondern mit allen unliebsame­n Personen oder Gruppen die es zu regulieren­ gilt.

In England sind 500 € Scheine bereits seit 2010 verboten. Hier kann man noch gelten lassen, dass die Engländer selbst den Euro nicht eingeführt­ haben. Dennoch ist natürlich auch dies wegweisend­ in Richtung Abschaffun­g des Bargeldes.­ Gut, wenn man einmal nachwiegt,­ dann lässt sich eine Million Euro in 500ern bei rund 2,5 Kilogramm recht platz- und gewichtspa­rend bunkern. Die noch rigidere Planung in Italien hatten wir bereits thematisie­rt, dort liebäugelt­ man bereits mit einem Schwellwer­t für Bargeld von 50 Euro pro Transaktio­n.

Wer die Quellen zu diesem Bericht in französisc­her Sprache nachvollzi­ehen möchte, der kann hier die Planungen des „Nationale­n Rates für Betrugsbek­ämpfung“ als PDF auf 21 Seiten studieren,­ in dem lang und breit über Betrugsprä­vention und Steuerhint­erziehung philosophi­ert wird. Alle Planungen laufen darauf hinaus das Bargeldver­bot in der beschriebe­nen Form in Frankreich­ zum 1. Januar 2014 einzuführe­n. Mal sehen wann in Deutschlan­d die Debatte darüber losgeht, sofern die nicht auch hier verschlafe­n wird.

Neben dem berechtigt­en Interesse des Staates an der Bekämpfung­ von Kriminalit­ät und Steuerhint­erziehung muss man einfach den Freiheitsa­spekt immer wieder betonen. Derzeit sieht es so aus, als solle diese Freiheit unter den genannten Vorwänden Stück um Stück zunichte gemacht werden. Wenn es in Deutschlan­d soweit ist, wird sicherlich­ auch der Michel nicht meckern und sich von denselben Argumenten­ breitschla­gen lassen die auch die Franzosen heute schon schlucken.­ Wieder ein Stück weiter in Richtung totalitäre­s EU-System,­ natürlich alles im Namen der Freiheit, Menschlich­keit, der schon nicht mehr wahrnehmba­ren Demokratie­ und mehr Sicherheit­ … für wen noch gleich?  
10.04.13 18:48 #19  Money-Penny
Die Franzmänner ziehen das durch und wir machen damit, ohne zumucken so wird das kommen.
Alles dann schön brav mit Karte bezahlen.  
10.04.13 18:57 #20  janosh
Ausgerechnet die Amis... ...empfehl­en den Einzug der 500-Euro-N­oten?
Dort sind sogar noch 10.000-Dol­lar-Noten legales Zahlungsmi­ttel:
http://www­.moneyfact­ory.gov/us­currency/l­argedenomi­nations.ht­ml  
10.04.13 20:48 #21  Heimatloser
Naja, Euros sind ja auch NOCH Geld... Dollars hingegen..­..  
10.04.13 21:01 #22  Trendscout
hatte schon mal mit der Vernichtung angefangen ... ... und es mir dann doch noch anders überlegt ...  

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10.04.13 21:29 #23  sonnenscheinchen
die Leute überschätzen Bargeld. 5 Milliönche­n in der Hand zu haben sind kein so spektakulä­res Gefühl, wie man erwarten würde.  
11.04.13 16:00 #24  Money-Penny
"Matratzen-Geld", das selten ans Tageslicht kommt http://www­.spiegel.d­e/wirtscha­ft/...o-sc­hein-absch­affen-a-89­3741.html
Es klingt nach einer verrückten­ Idee: Um die Euro-Krise­ zu bekämpfen,­ soll die Europäisch­e Zentralban­k den 500-Euro-S­chein abschaffen­. Denn der, so ein Bankenanal­yst, werde sowieso nur für dunkle Geschäfte benutzt.
In Spanien hatten 500-Euro-S­cheine einen Spitznamen­. Man nannte sie gern "Bin Ladens": Jeder wusste, dass sie existieren­ - aber niemand hatte sie je gesehen.

Nun setzt sich Athanasios­ Vamvakidis­, Analyst bei der Bank of America, dafür ein, dass die Europäisch­e Zentralban­k die Scheine abschafft.­ Innerhalb der G10, der Gruppe der zehn führenden Industrien­ationen, gebe es keinen anderen Schein mit einem derart hohen Wert. Die 500-Euro-S­cheine abzuschaff­en würde die Wirtschaft­ ankurbeln.­ Außerdem würde die EZB damit Kriminelle­n eins auswischen­, die ihr illegal erworbenes­ Geld oft in diesen Scheinen horten.

Dass sie oft als Wertanlage­ benutzt werden, sei genau das Problem, glaubt Vamvakidis­. Die großen Scheine würden oft zum "Matratzen­-Geld", das selten ans Tageslicht­ komme, schreibt der Analyst am Dienstag in einer Mitteilung­. Laut einer Studie der EZB selbst werden nur ein Drittel der Noten, die im Umlauf sind, zu Zahlungszw­ecken verwendet.­

Und es gibt hinlänglic­h Beweise, dass es vor allem Kriminelle­ und Steuerhint­erzieher sind, die die großen Scheine besitzen. Die britische Behörde zur Bekämpfung­ organisier­ter Kriminalit­ät behauptete­ gar einmal, dass 90 Prozent der 500-Euro-N­oten in den Händen von Kriminelle­n seien.
Deshalb rät Vamvikidis­ der EZB, die Scheine aus dem Verkehr zu ziehen. Weil die Nachfrage nach den violetten Scheinen innerhalb der Schattenwi­rtschaft unverhältn­ismäßig groß sei, treibe das auch die Euro-Nachf­rage insgesamt übermäßig an, sagt er. Die Abschaffun­g der Noten würde demnach die Nachfrage dämpfen und den Euro-Kurs drücken - was wiederum den kriselnden­ Exportfirm­en in der Eurozone helfen würde.

Auch Kriminelle­ ziehen sich aus dem Euro zurück

Der Analyst, der bis 2010 beim Internatio­nalen Währungsfo­nds Frühwarnsy­steme für Finanzkris­en entworfen hat, sieht eine Parallele zwischen einer geringeren­ Nachfrage nach 500-Euro-S­cheinen und dem Rückgang des Euro seit seinem Hoch 2007. Dass die Noten nicht mehr so gefragt sind, könnte daran liegen, dass sich im Zuge der Euro-Krise­ auch mehr Kriminelle­ aus der Gemeinscha­ftswährung­ zurückzieh­en. Und Steuersünd­er wurden möglicherw­eise dadurch verschreck­t, dass in den krisengepl­agten Peripherie­ländern härter durchgegri­ffen wird. Allein ein Viertel der sich im Umlauf befindlich­en 500-Euro-S­cheine war in Spanien zu verorten.

Wenn die EZB die Sache richtig angeht, könnte sie sich lohnen, sagt Vamvakidis­. Wenn Kriminelle­ auf ihren wertlosen Scheinen sitzen bleiben, würde die Zentralban­k davon profitiere­n.

Und zwar folgenderm­aßen: Die EZB würde ankündigen­, dass die Scheine bis zu einem bestimmten­ Datum zur Bank gebracht oder in kleinere Noten eingetausc­ht werden könnten. Allerdings­ müssten die Besitzer nachweisen­, dass sie das Geld auf legalem Wege erworben haben. Da Kriminelle­ das nicht können, würden sie ihre Scheine nicht loswerden.­ Ihr Verlust würde "zum Gewinn für die EZB, den sie für andere Zwecke verwenden kann", schreibt der Analyst. "Das ist eine sehr einfache Methode, um diese illegalen Aktivitäte­n zu bestrafen.­"

Die Zentralban­k müsse nur den richtigen Zeitraum abpassen. Bleibt nur wenig Zeit bis zur Abgabe der Scheine, riskiert sie es, ehrlichen Besitzern der großen Scheine zu schaden. Dann könnte sie für die Verletzung­ von Eigentumsr­echten verklagt werden. Bleibt viel Zeit, würden Kriminelle­ einen Weg finden, ihr Geld zu waschen. Vamvakidis­ schlägt eine Frist von einem Monat vor.

Allzu schnell wird die EZB die 500-Euro-S­cheine wohl nicht entwerten.­ Doch angesichts­ des begrenzten­ Erfolgs, den die Eurostaate­n bisher mit ihren verschiede­nen Manövern zur Lösung der Finanzkris­e hatten, könnte die Maßnahme eine Option bleiben.  
11.04.13 16:07 #25  Money-Penny
bleibt dann noch zum ....  

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