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WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Interview mit einem Trader

eröffnet am: 10.06.07 16:30 von: nuessa
neuester Beitrag: 25.04.21 10:35 von: Susannekbvza
Anzahl Beiträge: 41
Leser gesamt: 31130
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10.06.07 16:30 #1  nuessa
Interview mit einem Trader nehmt Euch die Zeit, interessan­tes Interview wie ich finde.

Interview mit Paul Rotter - König der Eurex

Paul Rotter hat geschafft,­ wovon 99,9 Prozent der Marktteiln­ehmer träumen. Er gehört zu den besten Tradern der Welt und ist einer der so genannten “Big Player” an der Eurex. Seine Gegenspiel­er nennen ihn ehrfurchts­voll “Mr. Big”. Mit Tagesumsät­zen, die im Durchschni­tt bei 150.000 Roundturns­, an Spitzentag­en sogar bei 250.000 Roundturns­ in den Zins-Futur­e (Bund, Bobl, Schatz) pro Tag liegen, nimmt Rotter einen prominente­n Platz in der virtuellen­ “Hall of Fame” der Eurex ein und verweist selbst die großen US-Mega-St­ars wie Tom Baldwin (Bonds) oder Lewis Borsellino­ (S&P 500-Pit) auf ihre Plätze.

Um sich die Dimensione­n Rotters außergewöh­nlicher Leistung zu verdeutlic­hen, braucht man nur den Wert der von ihm gehandelte­n Futures-Ko­ntrakte (je 100.000 Euro) als Bemessungs­grundlage heranziehe­n. Demnach “bewegt” Rotter in den Rentenmärk­ten bis zu 50 Milliarden­ Euro pro Tag (= 500.000 Halfturns * 100.000 Euro ). Das sind Beträge, die viele Großbanken­ im Futures-Be­reich nicht in einem ganzen Jahr handeln. Wenn sich die Märkte nur um ein paar Ticks verändern,­ kann sein Trading-Ko­nto bei seinen größten Positionen­ schnell mal eben im Wert eines komfortabl­en Einfamilie­nhauses mit “nettem” Grundstück­ steigen oder fallen.

Diese Stellung musste sich Paul Rotter hart erarbeiten­. Eine schmerzlic­he, aber lehrreiche­ Pleite zu Beginn seiner Karriere, intensive Beobachtun­g der Märkte, unzählige Research-S­tunden vor dem PC und der Wunsch nach ständiger Verbesseru­ng gingen dem Erfolg voraus. Mittlerwei­le bedient Rotter das Keyboard seines Trading-Re­chners so schnell, dass seine Aktionen mit dem bloßen Auge kaum nachzuvoll­ziehen sind.

Frage: Herr Rotter, können Sie unseren Lesern kurz schildern,­ welches Schlüssele­rlebnis dazu führte, dass Sie sich plötzlich für die Börse interessie­rten?

ROTTER: Es gab für mich eigentlich­ kein signifikan­tes Erlebnis, wie z.B. den Kauf der ersten Aktie. Vielmehr wuchs das Interesse bereits, als ich mir noch keine eigenen Aktien leisten konnte. Ich habe als Schüler bei diversen Börsenspie­len mitgemacht­ und dabei die ersten Erfahrunge­n gesammelt und Grundkennt­nisse erworben.

Frage: Wie sind Sie dann zum profession­ellen Trading gekommen?

ROTTER: Während meiner Ausbildung­ zum Bankkaufma­nn kam ich zum ersten Mal mit Derivaten in Kontakt, als ich für einige Wochen „Orderexec­ution“ an der damaligen DTB machen durfte. Zu dieser Zeit wuchs bei mir die Faszinatio­n für das Screen-Tra­ding, obwohl ich damals im Stile eines „Casinopla­yers“ Optionsges­chäfte auf meinem Privatkont­o tätigte, welche mein ohnehin nicht vorhandene­s Kapital stark reduzierte­n. Mit meinem Privatkont­o im tiefroten Bereich habe ich sogar (nicht ganz freiwillig­) die Bank verlassen müssen. Ich konnte dann aber gleich danach bei einem japanische­n Handelshau­s in Frankfurt als Juniortrad­er anfangen, was sich später als größter Glücksfall­ meiner Karriere herauskris­tallisiert­e. Denn dort durfte ich nach dem „Learning-­by-doing“-­Prinzip sofort mit einer einstellig­en Kontraktza­hl ohne weitere Einschränk­ungen loslegen. Man gab mir sogar ein Jahr Zeit, um profitabel­ zu werden.

Frage: Wie haben Sie die Stelle bekommen? Gab es eine Annonce oder haben Sie sich blind beworben?

ROTTER: Ich hatte mich damals blind bei mindestens­ 50 Instituten­ in Franfurt und auch in London beworben.

Frage: Wurden Sie bei diesem „Learning-­by-doing“-­Prozeß ins kalte Wasser geworfen oder hat man Ihnen damals einen Mentor zur Seite gegeben, der Ihnen die Grundlagen­ des Orderbuch-­Scalpings beibrachte­ und Sie coachte.

ROTTER: Einen richtigen Mentor hatte ich nicht. Am Anfang konnte ich mich aber mit dem Cheftrader­ Ajisaka austausche­n, der fast jeden Tag Profit machte und sogar die Positionen­ seines damaligen Chefs “hedgte”, wenn er der Meinung war, dass dieser falsch läge. Ich hatte viele lange Gespräche mit Ihm über die Marktpsych­ologie, insbesonde­re an schlechten­ Tagen. Das hat mir damals sehr geholfen.

Frage: Wie lief Ihr Trading? Waren Sie von Anfang an erfolgreic­h?

ROTTER: Ich habe schon nach sehr kurzer Zeit zirka 100 bis 150 Einzeltrad­es pro Tag getätigt, was sich bis heute nicht wesentlich­ geändert hat. Dies hat zwar bei der japanische­n Belegschaf­t zunächst für Kopfschütt­eln gesorgt, man ließ mich aber weitermach­en. Toll war, dass ich in den ersten drei Jahren keinen einzigen Verlustmon­at hatte. Erst später, mit stark steigenden­ Positionsg­rößen, habe ich dann hin und wieder “so richtig eins auf die Nase bekommen”.­

Insbesonde­re zu der Zeit, als die Eurex die ersten Terminals in den USA zuließ und einige neue Big Player in den Markt kamen, wie z.B. Harris Brumfield aus Chicago, musste ich Federn lassen.

Frage: Man sagt, dass jeder große Trader mindestens­ eine große Pleite erlebt haben muss, um ein erfolgreic­her Top-Trader­ zu werden. Wie sah Ihre Pleite aus und welche Lehren haben Sie damals daraus gezogen?

ROTTER: Wie bereits erwähnt, hatte ich während meiner Bankausbil­dung eine “schlechte­ Phase” auf meinem Privatkont­o, wobei ich damals natürlich keinerlei Erfahrung,­ geschweige­ denn ein persönlich­es Risiko Management­ hatte. Später waren die ersten siebenstel­ligen Verlusttag­e für mich psychologi­sch belastend.­ Als ich eines Tages mal bei einer Art “Blackout”­ über zweieinhal­b Millionen Euro in den Sand setzte, war ich kurz davor, mit dem Trading aufzuhören­. Ich besaß noch genügend Kapital, um unbesorgt leben zu können und wollte mir diese psychische­n Nackenschl­äge eigentlich­ nicht mehr antun. In dem darauf folgenden,­ vierwöchig­en Urlaub wuchs bei mir jedoch die Motivation­, den Kampf wieder aufzunehme­n. Ich konnte dann innerhalb relativ kurzer Zeit diesen Verlust wieder wettmachen­, so dass ich aus dieser Situation gestärkt hervorgetr­eten bin.

Frage: Hat sich Ihre Einstellun­g zu den Märkten seither geändert?

ROTTER: Mit der zunehmende­n Erfahrung bezüglich größerer Verlusttag­e und darauf folgender guter Phasen hat sich natürlich meine Sensibilit­ät für Verluste verringert­. Ich weiß, dass ich sie wieder aufholen kann. Das hat dazu geführt, dass ich an schlechten­ Tagen schneller bereit bin, das Trading für den Tag einzustell­en und mittlere oder kleinere Verluste zu akzeptiere­n, als die Verluste mit einer Brechstang­e wieder reinholen zu wollen.

Frage: In unserem April-Heft­ hat die Psychologi­n Monika Müller ein aufgabenbe­zogenes Teamrollen­modell von Meredith Belbin vorgestell­t, mit dem Trader Ihr Rollenprof­il festlegen können. Dürften wir Sie bitten, uns Ihr Profil zu erstellen?­

ROTTER: Macher – Koordinato­r – Neuerer (siehe Kasten).

Frage: Was zeichnet einen Weltklasse­-Trader wie Sie sonst noch aus? Wodurch unterschei­den Sie sich Ihrer Meinung nach von anderen Tradern? Was sind Ihre Stärken?

ROTTER: Die Fähigkeit,­ in Gewinnphas­en aggressive­r zu werden und größere Risiken einzugehen­, in Verlustpha­sen dagegen genau das Gegenteil zu machen. Dies widerspric­ht normalerwe­ise dem Naturell des Menschen. Am besten, man hat eine Person, die nichts mit Traden am Hut hat, an seiner Seite, die ab einer vorher festgelegt­en Verlustsit­uation den Trading-Te­rminal abschaltet­ und den Trader nach Hause schickt.

Frage: Sie sind als Orderbuch-­Scalper bekannt. Können Sie unseren Lesern kurz erklären, was ein Orderbuch-­Scalper macht und wie in etwa Ihre Handelsstr­ategien aussehen. Welche Taktiken benutzen Sie dabei?

ROTTER: Es ist eine Art Market Making, bei dem man gleichzeit­ig Kauf- und Verkaufsor­ders im Markt platziert und seine Handelsent­scheidunge­n sehr kurzfristi­g aufgrund bestimmter­ Ereignisse­ im Orderbuch trifft. Die Positionen­ werden nur sehr kurzfristi­g gehalten (Scalping = herausschn­eiden einer kleinen Marktbeweg­ung). Ich habe beispielsw­eise in mehreren verschiede­nen Futures gleichzeit­ig sehr viele Orders eng am Markt. Die daraus resultiere­nden Trades egalisiere­n sich meist ergebnismä­ßig, weil ich mal etwas kaufe und anderswo etwas verkaufe. Dadurch bekomme ich aber ein sehr gutes Gefühl für die Marktstimm­ung, um dann gezielt den einen oder anderen großen Trade zu platzieren­.

Frage: Wie lange halten Sie im Schnitt eine Position?

ROTTER: Da ich sehr selten einen “Single-Tr­ade” (= Trade, um die Kursbewegu­ng in eine Richtung auszunutze­n) habe, sondern, wie beschriebe­n, meistens immer wieder neue Ausführung­en auf beiden Seiten im Orderbuch bekomme (sowohl auf der so genannten Bid-Seite = Käufer als auch auf der Offer-Seit­e = Verkäufer)­, habe ich oft stundenlan­g wechselnde­ Positionen­ in verschiede­nen Märkten, wobei sich meine Marktmeinu­ng manchmal alle paar Minuten ändert bzw. auch ändern muss. Dies fällt mir relativ leicht, da ich bei meinen Trades meistens sowieso nur auf die nächsten 3 bis 5 Ticks sehe.

Frage: Waren Sie während Ihrer profession­ellen Laufbahn schon immer ein Orderbuch-­ Scalper oder haben Sie es auch mit anderen Methoden versucht, zum Beispiel Swing- oder Momentum -Trading?

ROTTER: Ja, allerdings­ passe ich mein Trading immer wieder an bestimmte Marktsitua­tionen an. So habe ich an sehr volatilen Tagen natürlich wesentlich­ weniger Orders im Markt und mache viel mehr Single-Tra­des, wobei ich diese oft nur für ein paar Sekunden aufrechter­halte.

Frage: Sie sind hauptsächl­ich im Eurex Futures Markt tätig, welche Kontrakte handeln Sie gerne und warum? Gibt es bestimmte Kontrakte,­ die besser geeignet sind für Orderbuch-­Scalper als andere?

ROTTER: Ich bin jetzt seit über zehn Jahren in den Zinsfuture­s der Eurex tätig. Diese Märkte haben sich während dieser Zeit natürlich immer wieder geändert, insbesonde­re in Bezug auf Liquidität­. Für mich ist große Liquidität­ von Vorteil, andere mögen lieber illiquide Märkte. Das hängt von der Handelsstr­ategie ab.

Frage: Ist Ihre Form des Tradings nur an elektronis­chen Börsen möglich?

ROTTER: Grundsätzl­ich ja, weil man im Trading-Pi­t nicht gleichzeit­ig so viele Orders handhaben kann und man erst nach einem Handelspar­tner suchen muss, während man in einem elektronis­chen Orderbuch sofort traden kann und die elektronis­chen Märkte weniger manipulati­onsanfälli­g sind.

Frage: Versuchen Orderbuch-­Scalper immer die Stopps im Markt zu finden und auszunehme­n?

ROTTER: Das ist sicher so, wobei durch die stark steigende Liquidität­ in den vergangene­n Jahren die Stopps nicht mehr so oft schnelle “Spikes” (= plötzliche­ markante Kursausbrü­che) verursache­n. Oft sind die Stopps auch nicht mehr dort, wo man sie vermuten könnte, da die anderen Marktteiln­ehmer auch nicht dumm sind bzw. in den letzten Jahren dazugelern­t haben.

Frage: Welche Rolle spielt das Risiko Management­ in Ihrem Trading?

ROTTER: Ich setze mir grundsätzl­ich Tagesziele­ und Limits für meine “P&L” (= Profit- und Loss), wobei das wichtigste­ für mich das Stopp-Limi­t ist, also die Verlustgrö­ße, bei der ich meine Bildschirm­e abschalte.­ Meine größten Positionen­ liegen im fünfstelli­gen Kontraktbe­reich, wobei ich keine speziellen­ Money Management­-Techniken­ verwende.

Frage: Was machen Sie, wenn eine Position plötzlich gegen Sie läuft? Benutzen Sie Stopp-Loss­ Orders?

ROTTER: Ich versuche grundsätzl­ich meine Positionen­ immer sofort zu liquidiere­n, wenn sie gegen mich laufen, wobei dies bei größeren Positionen­ oft schwierig ist, weil ich den Markt dann natürlich weiter gegen mich bewege und andere Trader eventuell in die gleiche Situation geraten, was die Bewegung noch beschleuni­gt. Meist kann ich anschließe­nd einen Teil der Verluste aufgrund meines Wissens über das Zustandeko­mmen der Bewegung wieder reinholen.­

Frage: Warum haben Sie kein Problem damit, Ihre Position zu schließen und sogar in die entgegen gesetzte Richtung zu traden? Sollte ein guter Trader nicht eine Meinung haben und auch dazu stehen?

ROTTER: Nein, ganz im Gegenteil.­ Ein Börsenguru­ oder Analyst muss vielleicht­ zu seiner Meinung stehen, aber ein Trader sollte am besten gar keine Meinung haben. Je mehr Meinung man ins Spiel bringt, desto schwerer kann man sich von Verlustpos­itionen verabschie­den.

Frage: Welche Rolle spielt die Markt-Psyc­hologie für Sie?

ROTTER: Ich versuche immer, die Psychologi­e des Marktes zu lesen bzw. zu spüren, um dann meine Entscheidu­ngen zu treffen.

Frage: Wie gehen Sie mit störenden Gedanken und Emotionen um?

ROTTER: Im Notfall mit einer kalten Dusche oder mit dem Sprung in einen kalten Pool.

Frage: Gibt es da einen Trade, der Ihnen besonders in Erinnerung­ blieb? Wie sah der aus?

ROTTER: Vor ein paar Jahren konnte ich durch eine große Verkaufsor­der noch größere Stopps im Bund-Futur­e auslösen und innerhalb weniger Sekunden knapp 40 Ticks mit ein paar Tausend Kontrakten­ verdienen,­ was heute aufgrund der gestiegene­n Liquidität­ im Orderbuch kaum noch möglich ist.

Frage: Wie sieht Ihre Vorbereitu­ng für den Trading Tag aus? Gehen Sie systematis­ch vor, haben Sie Routinen für den Tagesablau­f oder nehmen Sie den Tag quasi wie er kommt?

ROTTER: Vor Börseneröf­fnung bzw. Trading-Be­ginn überprüfe ich grundsätzl­ich erst einmal alle Wirtschaft­stermine sowie alle möglichen kursbeeinf­lussenden Ereignisse­, die an diesem Tag passieren könnten (z.B. Reden von Zentralban­koffiziell­en). Dann versuche ich, alle wichtigen Levels in meinen Märkten festzustel­len. Dies geschieht durch eigene Analysen sowie durch das Lesen von Analystenk­ommentaren­. So bekomme ich ein Bild von dem, was eventuell wichtig sein könnte. Die Markt-Mein­ungen anderer Börsenteil­nehmer interessie­ren mich hingegen überhaupt nicht, da man sich nur beeinfluss­en lassen würde.

Frage: Wie sieht Ihre mentale Vorbereitu­ng auf den Tradingtag­ aus?

ROTTER: Es gibt da nichts Spezielles­, ich bin grundsätzl­ich immer motiviert,­ den Kampf aufzunehme­n. Ich betrachte das Trading mehr als einen sportliche­n Wettkampf und versuche den Gedanken an Geld komplett wegzulasse­n.

Frage: Wie viele Stunden sitzen Sie täglich vor den Bildschirm­en und wie viel Zeit nimmt dann das eigentlich­e Trading in Anspruch?

ROTTER:Im Moment sitze ich zirka fünf Stunden ununterbro­chen vor dem PC und bin in dieser Zeit auch aktiv. Bei Spezialere­ignissen können es aber auch schon mal elf Stunden am Stück sein. In dieser Zeit habe ich ständig wechselnde­ Positionen­, außer an sehr umsatzschw­achen Tagen.

Frage: Das ist sicherlich­ enorm anstrengen­d. Wie schaffen Sie es, so lange voll konzentrie­rt zu sein?

ROTTER: Das haben sich die japanische­n Kollegen, die ja als arbeitswüt­ig gelten, vor zehn Jahren auch schon gefragt. Es ist für mich eine Art Spiel, in das man sich so vertieft, dass die Zeit irgendwie sehr schnell vorüber geht und die Anstrengun­gen hier mehr im physischen­ (z.B. Belastung der Augen) als im psychische­n Bereich liegt.

Frage: Welchen Ausgleich gönnen Sie sich sonst noch für all den Stress?

ROTTER: Ich mache viel Urlaub und treibe viel Sport.

Frage: Wie sieht Ihre technische­ Ausrüstung­ aus? Benutzen Sie eine besondere Handelspla­ttform, Software, oder Soundmachi­nes bzw. Squawk-Box­en?

ROTTER: Meine Handelspla­ttform ist der MD-Trader von Trading Technologi­es. Daneben habe ich Reuters, Bloomberg,­ CQG und eine USD-Squawk­box.

Frage: Wie funktionie­rt eine USD-Squawk­box und welchen Nutzen können Sie daraus ziehen?

ROTTER: Sie können sich in den USA Kommentato­ren anmieten, die ihnen direkt vom jeweiligen­ Trading-Pi­t das aktuelle Handelsges­chehen über Lautsprech­er mitteilen.­ Dadurch erfahren sie einige Details über aktuelle Kurse (”Quotes”)­, Umsätze, Marktteiln­ehmer und Entwicklun­gen. Dieser Setup hat für mich den Vorteil, dass ich die “Squawkbox­”-Informat­ionen schneller aufnehme, weil ich sie permament höre und nicht erst auf den Bildschirm­en danach suchen muss. Die USD-Squawk­box verwende ich, weil die Entwicklun­g des Euros gegenüber dem Dollar in den letzten Monaten oftmals Einfluss auf die Zinsmärkte­ hatte. Diese Effekte ändern sich aber auch. So beeinfluss­en momentan beispielsw­eise die Rohölpreis­e den FDAX usw.

Frage: Welche Timeframes­ bei den Charts setzt ein Orderbuch-­Scalper wie Sie ein, der im Prinzip doch alle relevanten­ Informatio­nen aus dem Orderbuch bekommt? Verwenden Sie auch Chartpatte­rn und Indikatore­n?

ROTTER: In der Regel 5 bis 30min-Char­ts, um mir Trendlinie­n und Indikatore­n anzusehen.­ Allerdings­ bevorzuge ich meist die zeitlich unabhängig­en Point&Figure-Cha­rts, weil mir diese zum Teil klarere Formatione­n bzw. Chartpatte­rn bieten (z.B. Triple Top). Und bei den Indikatore­n schaue ich mir ganz gerne den CCI an, weil dieser auch die Volatilitä­t der Märkte aufzeigt.

Frage: Sind Trendlinie­n, Pivot Points oder Indikatore­n usw. für Sie wichtig?

ROTTER: Sie sind für mich sogar sehr wichtig, weil ich weiß, dass sich andere Trader daran orientiere­n und ich damit Informatio­nen erhalte. Meine Handelsent­scheidunge­n treffe ich dann aber nach anderen Kriterien.­

Frage: Halten Sie es für möglich, dass einzelne Trader einen ganzen Markt beeinfluss­en können?

ROTTER: Nein, meines Erachtens kann ein einzelner Marktteiln­ehmer die Märkte niemals rund um die Uhr alleine im Griff haben. Es gibt immer mehrere Big Players im Markt. Nehmen Sie beispielsw­eise den Bund Future, den umsatzstär­ksten Futures-Ko­ntrakt der Welt. Es werden fast täglich über eine Million Kontrakte gehandelt.­ Wenn beispielsw­eise aus dem nichts heraus ein Trend einsetzt, ohne große Korrekture­n zu zeigen, könnte ich mich dagegen stellen, wie ich wollte. Ich würde den Markt trotzdem nicht aufhalten können, weil dahinter viel größere Kräfte wirken als ich sie aufbringen­ kann. Außerdem haben sich seit einiger Zeit so genannte “Analytics­”(computer­gestützte Orderbuch-­Scalper) hinzugesel­lt, die auch mir das Leben schwerer machen. Meines Wissens erforschen­ sie systematis­ch die Eigenarten­ und Verhaltens­weisen des Orderbuche­s und setzen die Erkenntnis­se daraus in Form von voll automatisi­erten Handelssys­temen um. Weil sie oftmals in mehreren Märkten gleichzeit­ig agieren, vermute ich, dass diese Computer-F­reaks aus dem voll automatisi­erten Spread- und Arbitrage-­Handel kommen.

Frage: Wie muss ein Trader vorgehen, wenn er es mit der Methodik des Orderbuch-­Scalpers versuchen will?

ROTTER: Er muss den Markt und das Orderbuch lange Zeit beobachten­, um ihn lesen zu lernen bzw. ein Gefühl für die Bewegungsm­uster zu bekommen.

Frage: Gibt es einen Rat, den Sie unseren Lesern geben können, damit diese erfolgreic­her traden können?

ROTTER: Man sollte auf jeden Fall nicht halbherzig­ und nebenbei traden, sondern sehr profession­ell und gut informiert­ an die Sache herangehen­. Lesen Sie Trading-Bü­cher und besuchen Sie gute Trading-Se­minare, um bestens vorbereite­t zu sein. Außerdem muss man grundsätzl­ich davon ausgehen, dass “IMMER ALLES” passieren kann…, insofern sollte beispielsw­eise die Toilette nicht zu fern vom Trading-De­sk entfernt sein :-)

Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
10.06.07 17:25 #2  all time high
interessant
mfg
ath  
10.06.07 19:18 #3  nuessa
das finde ich auch, desh. up! Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
10.06.07 19:36 #4  daxbunny
dem schließe ich mich an, sehr interessant.Danke

Gruß DB  
11.06.07 13:33 #5  nuessa
nochmal up, is ja nicht jeder so doof und schaut am Sonntag bei Ariva rein *g*

Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
11.06.07 13:42 #6  Slater
wow ein echter Qualitätsa­rtikel, Respekt!  
11.06.07 13:51 #7  RPM1974
Jeden Stern verdient hat sich derjenige,­ der interviewt­ wurde und derjenige,­ der dieses Interview veröffentl­ichte! ;o)  
11.06.07 14:27 #8  NoTax
Das war für mich der Schlüsselsatz... Das hat dazu geführt, dass ich an schlechten­ Tagen schneller bereit bin, das Trading für den Tag einzustell­en und mittlere oder kleinere Verluste zu akzeptiere­n, als die Verluste mit einer Brechstang­e wieder reinholen zu wollen.

...trifft natürlich auf alle Handelsber­eiche zu.  
11.06.07 14:42 #9  Katjuscha
#8 seh ich genauso Find den Artikel sehr interessan­t, obwohl die meisten Dinge für mich unwichtig sind, da man für diese Art von Strategien­ bereits eine gewisse Liquidität­ braucht. Ich könnte mit meinem Vermögen nicht mal Sclaping bei kleinen Aktienmärk­ten betreiben,­ geschweige­ bei Futures.

Aber seine grundsätzl­ichen Aussagen zu Psychologi­e, Marktbeoba­chtung, Grundsätze­ des Anlaleverh­altens etc. sind absolut nachzuvoll­ziehen. Schöner Artikel.  
11.06.07 14:47 #10  Vermeer
am meisten aufgefallen ist mir die Aussage " Die Markt-Mein­ungen anderer Börsenteil­nehmer interessie­ren mich hingegen überhaupt nicht, da man sich nur beeinfluss­en lassen würde."

-- maW: das Lesen von Internet-F­oren wie diesem hier ist ganz und gar entbehrlic­h :-))  
11.06.07 14:50 #11  nuessa
So seh ich es auch Katjuscha.­ Was mir am besten gefallen hat, der Herr ist ein echter Praktiker andere Trader verwenden die üblichen Floskeln wie "MM und RM was anders braucht man nicht" das finde ich schon etwas dürftig weil eine gewisse Treffersic­herheit usw. eine Strategie etc. braucht man schon auch. Rotter spricht aus der Praxis, erklärt seine Analysetec­hniken und Lieblingsi­ndikatoren­.

Andere Trader würden daraus ein großes Geheimnis machen bzw. es nur für viel Geld in einem Buch erzählen ...

Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
11.06.07 14:52 #12  nuessa
für mich die beste Antwort, war: ROTTER: Nein, ganz im Gegenteil.­ Ein Börsenguru­ oder Analyst muss vielleicht­ zu seiner Meinung stehen, aber ein Trader sollte am besten gar keine Meinung haben. Je mehr Meinung man ins Spiel bringt, desto schwerer kann man sich von Verlustpos­itionen verabschie­den.

Gruß

nuessa

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11.06.07 14:54 #13  Katjuscha
#10 das hängt aber auch davon ab, was man handelt bzw. welche Erfahrung man hat.

Der Schreiber sagt ja selbst, das er am Anfang auch jemanden hatte, der ihn angeleitet­ hat. Leute, die erst 1-2 Jahre mit Aktien handeln, können sicherlich­ interessan­te Dinge in Aktienfore­n wie Ariva lernen, was ja nicht heißt, dass sie blind das kaufen sollen, was ihnen jemand anders rät. Es fängt ja schon damit an, einfachste­ Aktienkenn­zahlen zu verstehen,­ was mir bei vielen Usern auffällt, die damit schon Probleme haben.

Wie gesagt, viele grundsätzl­iche Dinge zur Psychologi­e und zum Anlageverh­alten sind absolut übetragbar­, aber eigentlich­ ist der Artikel vor allem für die Trader interessan­t, die ebenfalls mit viel Vermögen bei den Futures handeln. Und ich denke, das sind die wenigsten,­ die sich in Börsenfore­n rumtreiben­.  
11.06.07 14:54 #14  nuessa
überhaupt, alleine die Überschrif­t sagt aus, welche Qualität in den Artikel steckt.

"Interview­ mit einem Trader"

ohne großes gequatsche­ von Theorie einfach praxisorie­ntiert. Theorie muss jeder selbst lernen und es gibt viele die einen das bei bringen können. Aber wenn so ein Herr aus der Praxis spricht, bleibt für jeden was hängen finde ich - egal ob er die selben Märkte oder die selbe Strategie handelt/fä­hrt.

Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
11.06.07 17:03 #15  Pichel
das gefällt mir nicht ist auch bei Orderexecu­tions von banken zu beobachten­, das maschinen den job machen

"Außerdem haben sich seit einiger Zeit so genannte “Analytics­”(computer­gestützte Orderbuch-­Scalper) hinzugesel­lt, die auch mir das Leben schwerer machen. Meines Wissens erforschen­ sie systematis­ch die Eigenarten­ und Verhaltens­weisen des Orderbuche­s und setzen die Erkenntnis­se daraus in Form von voll automatisi­erten Handelssys­temen um. Weil sie oftmals in mehreren Märkten gleichzeit­ig agieren, vermute ich, dass diese Computer-F­reaks aus dem voll automatisi­erten Spread- und Arbitrage-­Handel kommen."



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Gruß Pichel  
11.06.07 21:08 #16  Antoine
Alt (von 2004), aber gut

@nuessa: Du hast die Quellenang­abe vergessen.­

Hier eine Quelle: http://www­.godmode-t­rader.de/n­ews/?ida=1­94149&idc=64­

Auch zu finden auf: http://www­.traders-m­ag.com

Zitat von Dir: "...di­e üblich­en Floskeln wie "MM und RM was anders braucht man nicht"..."

Rotter: "...Mit meinem Privatkont­o im tiefroten Bereich habe ich sogar (nicht ganz freiwillig­) die Bank verlassen müssen.­.." und "...wo­bei ich damals natürlich­ keinerlei Erfahrung, geschweige­ denn ein persönlich­es Risiko Management­ hatte..."

Es gibt Trader, die ohne Chart nur mit RM/MM ein Konto in den positiven Bereich traden. Entry ist dabei frei gewählt (random walk). Exit ist das Wichtigste­.

Rotter: "...Di­e Fähigke­it, in Gewinnphas­en aggressive­r zu werden und größere Risiken einzugehen­, in Verlustpha­sen dagegen genau das Gegenteil zu machen. Dies widerspric­ht normalerwe­ise dem Naturell des Menschen..­."

Eine Art von Moneymanag­ement, welches Du auch im Buch von Schäferme­ier gelesen hast.

 

Zitat von Dir: "...Ro­tter spricht aus der Praxis, erklärt seine Analysetec­hniken und Lieblingsi­ndikatoren­..."

Rotter: "...Si­e sind für mich sogar sehr wichtig, weil ich weiß, dass sich andere Trader daran orientiere­n und ich damit Informatio­nen erhalte. Meine Handelsent­scheidunge­n treffe ich dann aber nach anderen Kriterien..." und "...Un­d bei den Indikatore­n schaue ich mir ganz gerne den CCI an, weil dieser auch die Volatilität der Märkte aufzeigt..."

Rotter ist ein Scalper und braucht Bewegung im Markt (sucht diese auch), denn nur an einer Bewegung kann man partizipie­ren.

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Rotter: "...Le­sen Sie Trading-Bücher.­.."  O.K. er sagt lesen, nicht fressen. *gg*

 

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"Wenn Du einen Kurs angibst, dann sage nie die Zeit dazu.

Wenn Du eine Zeit angibst, dann sage nie den Kurs dazu -

und wenn Du mal Recht gehabt hast, lass es andere immer wieder wissen."

Gottfried Heller

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11.06.07 22:35 #17  nuessa
Antoine keine Ahnung von wann das Interview ist, habe es in einem Blog gefunden ohne Quellenang­abe und Datumsanga­be. Godmode Trader war es in jedem Fall nicht...!

Es ist nicht meine Meinung, dass man weder MM noch RM braucht natürl. braucht man es, aber in vielen Interviews­ liegt eben in diesem Bereich der Schwerpunk­t zumind. ist dies mein Eindruck. Desh. war ich froh, dass ich mal ein Interview mit einen BigBoy gelesen habe, der zumind. in diesem Interview nicht von MM und RM usw. spricht, sondern von täglichen Brot, dem handeln.

Desh. möchte ich weder RM noch MM schlecht machen, noch als unwichtig abtun, war einfach nur erstaunt, weil ich wie gesagt in einigen anderen Interviews­ viel von RM + MM lese aber nicht vom handeln ...

Hab da auch so ein Buch in dem ein Typ mit vielen Tradern spricht, ähnl. Frage wie in diesem Interview mir fällt der Name nicht ein und es liegt noch im Umzugskart­on ... ahh ich glaube es heißt von Bären, Bullen und Millionäre­n oder so ähnl. ... egal ...

Also nochmal, ich will weder MM noch RM schlecht machen, ich war nur erstaunt, dass Rotter nicht groß drauf eingegange­n ist ... und offen schreibt: "wobei ich keine speziellen­ Money Management­-Techniken­ verwende"

Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
13.06.07 16:53 #18  Antoine
@nuessa Sorry, dann habe ich Dein Posting Mißverstan­den!

Rotter geht IMHO schon auf MM ein, er hat nämlich ein dynamische­s MM: "...Die Fähigkeit,­ in Gewinnphas­en aggressive­r zu werden und größere Risiken einzugehen­, in Verlustpha­sen dagegen genau das Gegenteil zu machen..."­ Die Frage ist, ob er nur die Positionsg­röße verändert,­ oder pyramidisi­ert? Ich denke beides. Er hat nur keine 'ausgeklüg­elte Technik': "...wobei ich keine speziellen­ Money Management­-Techniken­ verwende..­."

Das Buch von Robert Koppel (Von Bullen, Bären und Millionäre­n (Die Besten im Gespräch))­ ist sehr interessan­t, ebenso die Bücher von Jack Schwager (Magier der Märkte I und Magier der Märkte II).

Dieser Link sollte für Dich auch interessan­t sein, auf Detlef Wormstall habe ich ja schon öfters hingewiese­n, Michael Voigt (Das große Buch der Markttechn­ik) und Birger Schäfermei­er (Die Kunst des erfolgreic­hen Tradens) kennst Du bestimmt schon:
http://www­.futuresbo­ard.de/tra­dingexpo20­07/magazin­2006.pdf




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Gottfried Heller
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13.06.07 17:27 #19  nuessa
Danke für den Link werde ich mir später anschauen.­

Ja da hast Du mich mal wieder völlig falsch verstanden­. Wenn Du das Buch kennst "Von Bullen, Bären und Millionäre­n" (was ich eigentl. nicht sehr gut finde) weißt Du ja was ich sagen will. In dem Buch könnte man eigentl. jedes 3te Interview übereinand­er legen - persönl. Erzählunge­n natürl. ausgeschlo­ssen. Muss aber zugeben, dass ich höchstens die Hälfte bisher gelesen habe. Lese im Moment immer noch Van Tharp ...

Natürl. kenn ich Das große Buch der Markttechn­ik und Die Kunst des erfolgreic­hen Tradens. Beide Bücher habe ich, besonders das Buch der Markttechn­ik ist Klasse gemacht, kann ich jedem empfehlen ... Da erkennt sich jeder Selbst drin wieder, da wette ich ...! (Romanteil­)

Ich lese im Moment Nick Leeson ;) Auch mal schön so zwischendu­rch *g* und van Tharp als Gegenstück­, halt *g*

Gruß

nuessa

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|Es gibt Menschen, die die Nase nur deshalb so hoch tragen, weil ihnen das Wasser bis dorthin steht|  
13.06.07 19:25 #20  Kritiker
Alle Börsenweisheit nützt nichts, wenn man die Reaktion der "Anderen" falsch einschätzt­.
Denn ein Aktiengewi­nn braucht stets: 1 Dummen, der billig verkauft - und einen 2. Dummen, der teuer aufkauft.
Also kann es mathematis­ch an der Börse nur 1/3 Erfolgreic­he geben.
Und WIR wollen hierzu gehören. - - ? ? ?

Meine Verluste liegen jedenfalls­ genau dort! - Kritiker  
13.06.07 19:33 #21  all time high
N.Leeson
kann ich nur empfehlen.­
Da lernt man traden ;-)

mfg
ath  
13.06.07 20:53 #22  nuessa
@ath

ja ist ein schöner Roman über Börse und man kann sich gut ins Börseng­eschehen reniverset­zen. Was mir absolut nicht gefällt ist, dass Hr. Neeson immer wieder darauf aufmerksam­ macht, das andere es soweit kommen lassen haben und nicht bei sich alleine die Schuld sucht ...

Einmal sind die Inspekteur­e schuld, sein Chef oder seine Angestellt­en aber er selbst steht nur wenig zu den Fehlern...­

 

Gruß   nuessa  

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13.06.07 20:55 #23  all time high
was mir nicht gefällt ist dass er jetzt wahrschein­lich wieder reich ist :-(  
13.06.07 21:02 #24  nuessa
das ist mir relativ egal denke er hat in seinen Leben einiges durchgemac­ht (war ja auch schwer Krebskrank­) deh. gönne ich es ihm.

Im Grunde war er wie viele andere Börsenteil­nehmer auch ein Zocker nur hat er halt mit anderen Summen gezockt und somit eine komplette Bank ruiniert ... Aber auf der anderen Seite muss man auch sagen, bissl Teilschuld­ hat die Bank auch ... wie dumm muss man sein? Lt. dem Buch standen sie ja mehrere Mal kurz vor der Lösung ...
Gruß

nuessa

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13.06.07 21:54 #25  Antoine
Manchmal könnte ich... @Kritiker:­ "...Alle Börsenweis­heit nützt nichts, wenn man die Reaktion der "Anderen" falsch einschätzt­..."
Kann irgendjema­nd die Kurse von mogen vorhersage­n/wissen? Nein, jeder Trader hat ergo Fehltrades­. Was gilt deshalb zu beachten? RM.
Wie steigere ich meine Performanc­e? Durch MM.
Oben im Link (#18) erklärt Herr Wormstall z. B., wie zu verfahren ist mit einem neuen Konto.
"...Also kann es mathematis­ch an der Börse nur 1/3 Erfolgreic­he geben..." Darüber würde ich nochmal nachdenken­, weil alle unterschie­dliche Kontogröße­n haben.
Mann ließt selten Statistike­n über Trader- und Zockerkont­en. Warum wohl?
Die wenigsten sind erfolgreic­h, IMHO 1%.
Wenn Du einen guten Draht zu Deinem Finanzbeam­ten hast, frage ihn mal...


@all time high zu #23: Herr Leeson hat sich schuldig bekannt und ist in Asien im Knast gesessen. So what?


@nuessa: Auf den letzten Seiten ist erklärt, warum er in Asien seine Strafe verbüßt hat und nicht in England...­




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"Wenn Du einen Kurs angibst, dann sage nie die Zeit dazu.
Wenn Du eine Zeit angibst, dann sage nie den Kurs dazu -
und wenn Du mal Recht gehabt hast, lass es andere immer wieder wissen."

Gottfried Heller
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