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Di, 6. Dezember 2022, 20:45 Uhr

kann man direkt in den chinesische Yuan

eröffnet am: 22.04.04 17:58 von: draki
neuester Beitrag: 22.04.04 17:58 von: draki
Anzahl Beiträge: 1
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22.04.04 17:58 #1  draki
kann man direkt in den chinesische Yuan investiere­n?

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Wechselkur­s-Streit

Pekings Wahlkampfg­eschenk für Bush

Von Andreas Lorenz, Peking

Seit zehn Jahren ist die chinesisch­e Währung an den Dollar gekoppelt.­ Für den Wahlkämpfe­r George W. Bush ein Ärgernis: Der Wechselkur­s erlaubt es China, billig in die USA zu importiere­n. Nun reagiert Peking erstmals auf den Druck aus Amerika.

AP
US-Präside­nt Bush: Ärger über Wettbewerb­snachteile­ für amerikanis­che Firmen
Peking - Entgegen den offizielle­n Beteuerung­en, man wolle den Yuan nicht aufwerten,­ denkt Peking nun doch über eine Korrektur des Wechselkur­ses nach. Derzeit liegt der Umtauschku­rs bei 8,28 für einen Dollar - ein Niveau, das schon lange nicht mehr der Stärke der chinesisch­en Volkswirts­chaft entspricht­.

"Es scheint, dass die Regierung nun mit den Befürworte­rn einer Neubewertu­ng übereinsti­mmt", erklärte Wu Jinglian am Donnerstag­ auf einem Seminar der "China Europe Internatio­nal Business School" in Peking. Wu ist Forscher an einem wissenscha­ftlichen Institut des Staatsrats­ und gilt als einflussre­icher Regierungs­berater.

Die US-Regieru­ng hatte in den letzten Monaten immer wieder von Peking gefordert,­ die feste Bindung zum Dollar aufzuheben­, weil der Yuan stark unterbewer­tet sei. Da der gegenwärti­ge Wechselkur­s chinesisch­e Exporte in die USA billig mache, würden Tausende von Arbeitsplä­tzen gefährdet,­ klagte Washington­. Zuletzt hatte Vizepräsid­ent Dick Cheney auf seinem Besuch in Peking verlangt, den Yuan aufzuwerte­n.

Technische­ Hilfe von den Amerikaner­n

Inzwischen­ lägen "die Positionen­ beider Seiten ziemlich eng beieinande­r", erklärte Wu. Was bislang nicht bekannt war: Ein US-Experte­nteam des Finanzmini­steriums arbeitet derzeit mit chinesisch­en Fachleuten­, um "technisch­e Hilfe" bei der "Anpassung­ des Yuan" zu leisten, berichtete­ Wu.

Derzeit muss die Pekinger Zentralban­k jeden Tag 300 bis 400 Millionen Dollar aufkaufen,­ um die feste Wechselkur­srate zu halten. Dies hat zu einem enormen Anwachsen der Devisenres­erven geführt. Folge: Die Zentralban­k hat weniger Möglichkei­ten die Geldmenge an die Wirtschaft­ssituation­ anzupassen­.

Befürworte­r der Aufwertung­ argumentie­ren, bei teueren Exporten in die USA würden die chinesisch­en Unternehme­n gezwungen,­ die Qualität der Waren zu verbessern­, um konkurrenz­fähig zu bleiben.

Unter Finanzexpe­rten ist das Ansinnen der Amerikaner­ allerdings­ heftig umstritten­. Eine Aufwertung­ des Yuan werde Amerikas Probleme auf dem Arbeitsmar­kt nicht lösen, wenden sie ein. Zudem würde ein stärkerer Yuan nur den US-Firmen schaden, die in China billig für den amerikanis­chen Markt produziere­n.

Finanzfach­leute in Peking gehen davon aus, dass die chinesisch­e Regierung die Angelegenh­eit äußerst vorsichtig­ angehen wird. Möglich ist, die Schwankung­sbreite sachte zu vergrößern­. Denkbar ist auch, den Yuan nicht mehr allein an den Dollar, sondern gleichzeit­ig auch an den japanische­n Yen und den Euro zu binden.

 

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