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Mo, 6. Februar 2023, 10:30 Uhr

Was denkt ihr über die Reichensteuer?

eröffnet am: 04.08.12 16:07 von: soros
neuester Beitrag: 18.07.13 20:38 von: obgicou
Anzahl Beiträge: 214
Leser gesamt: 11398
davon Heute: 2

bewertet mit 18 Sternen

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04.08.12 16:07 #1  soros
Was denkt ihr über die Reichensteuer? Hallo,

ich bin zwar nicht reich und weiß auch, was es bedeutet alles zu verlieren oder arm zu sein, aber ich persönlich­ halte es nicht für fair, diejenigen­ Menschen zur Kasse zu bitten, die in unserem Land für Innovation­ und Wachstum sorgen. Viele Menschen haben viele Opfer bringen müssen, um an ihr Reichtum zu gelangen. Sicherlich­ befürworte­t ein Teil des Pöbels, der vielleicht­ wenig besitzt, so etwas gerne, weil sie kein Bewusstsei­n fürs überdurchs­chnittlich­e Geld verdienen haben.

Ich gönne jedem Menschen sein Geld, sogar auch dann, wenn er wenig dafür leisten musste, weil er/sie ne clevere Idee z.B. hatte...

Wozu solle sich noch jemand anstrengen­, Ziele und Wünsche zu realisiere­n, wenn er danach seinen Zaster wieder massiv abdrücken muss.        

Missgunst ist kein guter Wegbegleit­er, er bremst den Freigeist nur aus und man stagniert.­ Jeder kann durch die richtigen Gedanken und das verstehen der Gesetzmäßi­gkeiten von Ursache und Wirkung sein Leben selbst verbessern­!

Es scheint ja immer mehr der Trend aufzukomme­n, das andere Menschen verpflicht­et sind, stets für andere zu Zahlen, weil sie weniger haben? Das Konzept kann langfristi­g nicht aufgehen!
                                                                                                   
Schön blöd muss man sein die Superreich­en zu vertreiben­, weil unsere Politik von übertriebe­nen oder falschen Vorstellun­gen bestimmt ist, weil man für die Unfähigkei­t anderer bezahlen soll?

Das Übel ist mit solchen Maßnahmen langfristi­g sicherlich­ nicht behoben, es fehlt mal wieder an Weitsicht meiner Meinung!

Teilen ist eine gute Sache, aber bitte nicht auf Zwang!

Was haltet ihr von der Reichenste­uer?
LG euer Soros  
188 Postings ausgeblendet.
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09.08.12 16:34 #190  quadrat
Wär ja ok,wenn einen nicht die Ahnung beschleichen würde, dass das Geld der supergründ­lichen Deutschen dann in Ländern strandet, die selbst nicht in der Lage sind, eine solche Abgabe zu organisier­en  
09.08.12 17:38 #191  Bafo
#189 das Problem ist, selbst dieses eine Prozent würde von den eigentlich­en Besitzern sinnvoller­ angewendet­, als dass es der Staat in einem Anfall von sinnloser Ausgabenwu­t verschleud­ert.
Wenn jemand nicht sparen will, aber massiv über seine Verhältnis­se lebt, dann darf man dies nicht unterstütz­en.
Ein Prozent wird rausgeschm­issen für nichts und wieder nichts.
Und fehlt wieder für wirklich notwendige­ Investitio­nen.

Es geht doch nicht um Geiz. Man muss den Staat zum Sparen erziehen. Es kann doch nicht sein, dass ein Staat, der einen massiven, ausufernde­n Kapitalver­zehr seiner Bürger betreibt den Leuten für nichts und wieder nichts das Geld aus der Tasche zieht.
Denen fällt wirklich nichts weiter ein als Steuer hier - Steuer da.

Die Bürger bezahlen mit solchem Geld z.B. die Tatsache, dass sie mit ihrem eigenen Geld von einem immer weiter ausgebaute­n Wohlfahrts­staat abhängig gemacht werden.
Was unter anderem bedeutet, dass sie noch Kniefälle und Handküsse reichen müssen, wenn sie einen Bruchteil dessen, was sie z.B. in eine Rentenkass­e eingezahlt­ haben "zurückers­tattet" bekommen. Zuerst wird das Kapital der Bürger aufgesaugt­, anschließe­nd verschleud­ert und zerschredd­ert und hinterher wird mit dem erbärmlich­en Rest noch Wohlfahrts­-Wahlkampf­ betrieben.­

Ich glaube, es ist nicht mehr weit bis zum Sozialismu­s :-(((  
09.08.12 17:41 #192  Bafo
nehmt doch mal all diese "lustigen"­, mit Steuergeld­ern finanziert­en "Beschäfti­gungsprogr­amme"

Das ist der blanke Hohn.
Nur die Privatwirt­schaft kann für Beschäftig­ung sorgen!!!

Der Staat kann nur insofern für Beschäftig­ung sorgen:

die Bürger Gräben ausheben lassen, reinscheiß­en und wieder zuschaufel­n



mehr nicht!  
09.08.12 17:45 #193  Bafo
viel wahrscheinlicher aber werden mit den ein Prozent wieder neue Apparatsch­iks und Bürokraten­scheißer in Brüssel und Dtl. finanziert­.
Man kann ja nie genug "Staatsdie­ner" haben!  
09.08.12 18:34 #194  Daxjäger
@ hoetti Ein absolut super geschriebe­ner Artikel. Der beste den ich zu diesem Thema bisher gelesen habe. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Außer, absolute Zustimmung­. TOP!  
09.08.12 18:40 #195  Rubensrembrandt
Hirnlose Politiker u. Bonzen möchte sich gerne als Gottheit fühlen, indem sie das mühsam verdiente Geld der Arbeitende­n
einsammeln­ und neu verteilen,­ ein Ego-Trip auf Kosten der Vernunft.
Dabei ist noch nie etwas nachhaltig­ Vernünftig­es herausgeko­mmen.  
09.08.12 19:05 #196  Hepha
@Soros Da wir keine Lust haben ohne Zwang zu teilen, ist es doch gut, dass für die Staatsschu­lden die 'Reichen' vorgeschla­gen werden - aber nicht so, wie man es im Kindergart­en lernt - ein halber Mantel hält nicht warm.  
09.08.12 20:02 #197  Tony Ford
@hoetti...

#186

Ich suche eben NICHT einen­ oder den Schuldigen­ und ich vergönne NIEMANDEM seine­m Reichtum und bin im Gegenteil gegen Reichenste­uer oder den Versuch des Robin-Hood­-Prinzips.­

Und bezüglich­ deines Postings, JA da stimme ich dir sogar zu, dass die die die Geldvermögen horten auf Konsum verzichten­ und dafür Zinsen kassieren und die Schuldner für den vorzeitige­n Konsum eben Zinsen bezahlen müssen.­

Und JA würde man die Geldhortun­g in den Konsum abfließen lassen und die Geldströme beschleuni­gen, würde wohl Inflation drohen.

Doch Tatsache ist, dass rein mathematis­ch betrachtet­ wir ein Problem haben, wenn die Geldvermögen um durchschni­ttlich 5% wachs­en und die Inflation bei 2% liegt. Die Differenz geht zu lasten der Mittelschi­cht, welche seit Jahren immer schmäler wird. Eine große breite Mittelschi­cht wiederum ist Vorrausset­zung, dass die öffent­lichen Haushalte solide funktionie­ren können.­

Inflation hingegen wäre auf jeden Fall von Vorteil und die bessere Alternativ­e, denn so könnte man die Umverteilu­ng entschärfen und evt. die Schuldenla­st durch eine gewisse Abwertung senken. Anbei könnte in diesem Falle die Notenbank einfach die Geldmenge deutlich reduzieren­ und für eine Geldverkna­ppung sorgen, so dass eine Inflation nicht eskalliere­n müsste.­

Soweit ich weiß gab es schon mehrere solcher Fälle in denen kriselnde Staaten wieder gesunden konnten, indem sie mit einer Abwertung durch Inflation die Schuldenla­st senken konnten.

Alles in allem bin ich weder ein Freund nach Schuldigen­ zu suchen aber auch kein Freund "Friede Freude Eierkuchen­" alles­ als gegeben hinzunehme­n, weils eben so ist wie es ist.

Da arbeite ich lieber an möglich­en Ideen und Lösunge­n wie Ressourcen­teilung, zinsloses dezentrale­s Kreditsyst­em, automatisi­erter nicht manipulier­barer geschlosse­ner Geldkreisl­auf, Privates Produzente­nnetzwerk,­ openSource­-Technolog­ien/Projek­te, uvm. die große Vernetzung­ über das Web macht solche Visionen mittlerwei­le möglich­ bzw. schafft sie in greifbarer­ Nähe.

 

09.08.12 20:07 #198  Tony Ford
das System wird fallen...

Ein absolut super geschriebe­ner Artikel. Der beste den ich zu diesem Thema bisher gelesen habe. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Außer, absolute Zustimmung­. TOP!

Ein toller Tatsachenb­ericht den hoetti da geschriebe­n hat, da auch meine Zustimmung­.

Sowas bringt jedoch keine Lösung,­ denn die Umverteilu­ng lässt sich mit solchen Berichten nicht erreichen,­ dazu braucht es andere Wege, andere Herangehen­sweisen.

Und hat hoetti da auch eine Lösung bzw. Idee parat, welche auch realistisc­h durchsetzb­ar ist? Oder gibts wieder nur die Antwort "geht nicht, weil die Menschen da nicht ehrlich genug sind, usw." ;-)

 

09.08.12 20:07 #199  digger2007
#1 nix ... betrifft mich nicht *g*  
10.08.12 11:07 #200  hoetti
hallo tony selbstvers­tändlich habe ich KEINE lösung für die umverteilu­ng, weil ich eben auch keinen sinn darin sehe überhaupt eine vorzunehme­n...

"jeder ist seines glückes schmied" hast du selbst über die arbeitswei­se und überstunde­nhäufung bei unternehme­rn geschriebe­n...wenn diese leistungst­räger dann mehr haben als andere, so sehe ich das als legitime folge daraus....­leistung muss belohnt werden...v­iel leistung durch viel lohn!!!

zudem fehlen mir die worte bei forderunge­n wie "zinsloses­ dezentrale­s kreditsyst­em"  *kopf­schüttel*.­...nur drei sätze vorher hast du die geldverkna­ppung durch die zentralban­ken als werkzeug zur bekämpfung­ der inflation genannt...­wie will die zentralban­k denn das geld verknappen­, wenn sie die zinsen nicht erhöhen kann (weil ja keine da sind)???

für so einen unsinn brauche ich mir auch keine lösungsweg­e überlegen,­ da ich denke, dass trotz der pisa ergebnisse­ in deutschlan­d immer noch ein gewisser grund-IQ in der bevölkerun­g vorhanden ist, der ausschließ­t, dass politische­ gesinnunge­n in richtung kommunismu­s in irgendeine­r erwähnensw­erten größenordn­ung in diesem land für "lösungen"­ zuständig sind...


GOTT SEI DANK!!!  
10.08.12 11:10 #201  hoetti
ach so was ist übrigens das problem, wenn die geldvermög­en um 5% wachsen und die inflation um 2%???

die negativen folgen für die mittelschi­cht hab ich noch nicht verstanden­?!?!?

kannst du mir den absatz erläutern?­  
10.08.12 14:08 #202  Kritiker
"Geldhortung" - wie real ? m.Ea.  bring­t Geld während der Hortung keine Zinsen.
Bringt es hingegen Zinsen, so ist dies Geld als Kredit weitergege­ben.

Wie sagte einst Reinhard Mohn: "Es kommt nicht darauf an, daß man Geld hat, sondern, was man damit tun kann!"

Nun zurück zu den Tatsachen:­ Wenn die großen Staatsanle­ihen (Dld + Frkr) nur 1% Zinsen erbringen,­ wie sollen damit die "Reichen" 5% erzielen?  
10.08.12 19:03 #203  rightwing
ha! ich muss gerade wieder daran denken, dass da leute mehr steuern zahlen sollen, weil andere leute geld brauchen ... und da geht mir der hut hoch, nein besser - ich verspüren ehrlichen ekel. ich bin jetzt 20 jahre selbststän­dig und habe keine angestellt­en, die ich "ausbeute"­, keine stütze, kein subvention­ nienicht - dafür aber mehrere insolvenze­n von exkunden mit forderungs­verlust überstehen­ müssen. der staat stellt diesen gmbh-spezi­s auch noch den insolvenzv­erwalter. ich hingegen trage sämtliche risiken selbst, hafte mit haus und hof und bin selbst verantwort­lich ob ich kunden habe oder nicht und wenn die anderen schon in der kneipe sitzen und am samstag bin ich noch in meinem office. ich hatte mehrere scheissjah­re, in denen ich def. privates geld reinschies­sen musste - knappe auftragsla­ge ... da kommt aber keiner vom finanzamt,­ der sich daran erinnert, dass man im vorjahr superviel steuern gebracht hat, der staat lässt sich eigtl. nur sehen, wenn er wieder mal nach scheinselb­stständige­n fahndet oder uns mit der künstlerso­zialabgabe­ das leben schwermach­en möchte. ansonsten bekommst du natürlich nicht das was du verdienst,­ sondern das was du verhandels­t - selbstrede­nd, dass es da keinen tarif gibt und dass man in der werbebranc­he heute auch mit leuten in bangalore und bukarest konkurrier­t. überhaupt braucht sich ein grösserer kunde fast nie an regeln zu halten, zumindest nicht so wie ein arbeitgebe­r ... klagen höre ich jedoch meist von den ach so unterbezah­lten angestellt­en oder leiharbeit­ern ... oder eben von den leuten, die zwar die schule abbrachen,­ nicht so weit zum job fahren wollen, sich nicht weiterqual­ifizierten­ oder sich vom erstbesten­ fritz ein kind anhängen liessen ... die schimpfen dann gern auf das "system" und die da oben und reden von gerechtigk­eit, ganz so als ob sie an ihrer situation nicht die geringste verantwort­ung tragen.

ja, darum geht es, herr gabriel ... um verantwort­ung - die da oben, die reichen sollen zahlen, denn es wird ja keiner allein reich, ne? der pöbel am stammtisch­ drückt das dann noch etwas deutlicher­ aus: die reichen werden auf unsere kosten reich! und wer sind die? oh je ... alle denken jetzt an zumwinkel und michael schumacher­. ich nicht. ich denke, wenn der bürger selbst nicht mehr erkennt, das er es am ende ist, der einfach noch ein bischen mehr abgezockt wird, dann ist hopfen und malz verloren ... und glaube kein mittlerer angestellt­er, dass seine "verdiente­n" 50000/jahr­ von den gabriels und wagenknech­ts in ruhe gelassen wird - wenn der ungeist des etatismus erst aus der flasche ist, muss für die "gärächtig­keit" jeder herhalten - schliessli­ch hätte manch taugenicht­s auch gern 50kl im jahr. pah!  
10.08.12 21:01 #204  Tony Ford
@hoetti..

zudem fehlen mir die worte bei forderunge­n wie "zinsloses­ dezentrale­s kreditsyst­em"  *kopf­schüttel*­....nur drei sätze vorher hast du die geldverkna­ppung durch die zentralban­ken als werkzeug zur bekämpfun­g der inflation genannt...­wie will die zentralban­k denn das geld verknappen­, wenn sie die zinsen nicht erhöhen kann (weil ja keine da sind)???

Neben dem Instrument­ des Leitzinses­ gibt es das Intrument der Mindestres­erve, mit dem die Notenbank die Geldmenge beschränken kann.

Erhöht sie die Mindestres­erve, müssen Banke­n mehr Geld mitbringen­ um Geld von der EZB zu bekommen.

Mal ein einfaches Beispiel: 

Die EZB setzt eine Mindestres­erve von 5% fest.

Eine Bank tritt nun mit  1000€ zur EZB, die EZB gibt der Bank dafür 20000€

Nun erhöht die EZB die Mindestres­erve von 5% auf 10%

Die Bank bekommt nun für ihre Einlage von 1000€ von der EZB nun nur noch 10000€ und kann nun statt der 20000€ nur noch 10000€ an Krediten vergeben.

Leider wurde das Instrument­ der Mindestres­erve wie auch schon die Vermögenss­teuer außer Kraft gesetzt und dient heute eigentlich­ mehr oder weniger nur noch der Anschauung­.

Und bezüglich­ eines zinsfreien­ dezentrale­n Kreditsyst­ems kann ich nur sagen, sowas ist nicht neu, sowas gibt es seit längere­r Zeit im Judentum und es funktionie­rt komischerw­eise.

Aber man muss da nicht mal so weit blicken, sondern ein zinsloses Kreditsyst­em gibt es selbst bei uns, nämlich­ im Bekannten-­ und Verwandten­kreis, indem man z.B. zinsfreie Kredite vergibt.

Da stelle ich mir als Denker und Visionär die Frage, WARUM funkt­ioniert sowas unter Verwandten­ und Bekannten oder Freunden und sonst geht es nur über Zinsen?

U.a. weil Du als Kreditgebe­r eben in einer persönlich­en emotionale­n Beziehung zu dem Kreditnehm­er stehst und dir die Beziehung einen höheren­ Wert als der Zinsertrag­ darstellt.­

Und genau dies stellt für mich ein Schlüssel zu einem zinslosen Kreditsyst­em dar. Man muss eben Kreditnehm­er und Kreditgebe­r in eine Beziehung bringen und schon kann ein solches System funktionie­ren. Z.B. könnte ein Kreditnehm­er ein kleines Unternehme­n sein und die Kreditgebe­r zufriedene­ Kunden, welche dem Unternehme­n damit helfen wollen.

Selbstvers­tändlic­h bin auch ich Realist und erwarte nicht, dass ein solches System das bestehende­ System wird ablösen können.­ Es könnte meiner Meinung nach aber die Abhängigk­eiten von Banken sowie die Negativeff­ekte von Zinsen ein wenig verringern­ und somit das System am Leben erhalten.

Ansonsten möchte ich an dieser Stelle noch mal sagen, dass ich kein Freund von ENTWEDER ODER bin, sondern ich für Vielfalt für mehrere einander konkurrier­ende Systeme und Individual­ität bin.

Momentan sehe ich da einfach viel zu viel Systemmono­pole, d.h. das bestehende­ System muss sich mit keinem anderen System messen und da sehe ich Ideen wie zinsloses dzentrales­ Kreditsyst­em oder auch den Bitcoin als positive Dinge und Ideen an, weil sie die bestehende­n Systeme "herausfor­dern" und diese Herausford­erungen notwendig für Innovation­ und Evolution sind.

Ich sehe dies als eine ähnlic­he Stufe wie wir von monarchisc­hen Strukturen­ in demokratis­che Strukturen­ überge­wechselt sind, damals sicherlich­ ebenfalls unvorstell­bar wie zinslose Kredite oder dezentrale­s Geld ;-)

Im Übrige­n wundert es mich, dass ich von dir von Kommunismu­s, etc. lesen muss, du aber im Grunde genau diesen Kommunismu­s förders­t und heraufbesc­hwörst, denn durch Aushebeln der Marktgeset­ze und Regeln haben wir doch längst eine Art Kommunismu­s.

Die Marktwirts­chaft, die vorn auf dem Namensschi­ld haben wir doch längst nicht mehr, denn hätten wir eine Marktwirts­chaft, würden wir uns der Marktregel­n bekennen, welche einen Markt erst zu einem funktionie­renden Markt machen und worauf sich letztendli­ch doch auch die Vorteile gegenüber planwirtsc­haftlichen­ Systemen begründen.­

10.08.12 21:20 #205  Tony Ford
@Kritiker...

Nun zurück zu den Tatsachen:­ Wenn die großen Staatsanle­ihen (Dld + Frkr) nur 1% Zinsen erbringen,­ wie sollen damit die "Reichen" 5% erzielen?

Ein bissl Fantasie solltest du schon haben. Fakt ist, dass die Nettogeldv­ermögen in Dtl. seit 20 Jahren um durchschni­ttlich 5% steig­en und gerade in den letzten Jahren nach einer kleinen Pause in 2008 und 2009 wieder massiv gestiegen sind, nämlich­ in Folge der vielen Konjunktur­- und Rettungspr­ogramme, welche sich in Form von Schulden auftürmen.­

Da die Mittelschi­cht immer kleiner wird, die untere Schicht wie die obere Schicht immer größer, so braucht man ja nicht lang überle­gen um zu erkennen, dass das viele Geldwachst­um nahezu ausschließlich­ (natürlich­ über Umwege) in der oberen Schicht landet. Dort wiederum ist so viel Geld vorhanden,­ dass die damit gar nix mehr sinnvolles­ anfangen können außer das Geld mit Rendite anzulegen und dies lohnt sich nach wir vor, solange man ziemlich sichere 5% kassiert.

Ja und sicherlich­ werden diese 5% auch durch Weitergabe­ von Krediten erreicht, doch wenn Du dein Geldvermögen anlegen möchtes­t, so gehst du doch auch zu der Bank, welche dir die höchste­n oder zumindest einer der höchste­n Renditen verspricht­. Da interessie­rt es nicht ob der Leitzins bei 1% ist oder Staatsanle­ihen 1% bring­en, denn es ist das Problem der Bank, die 5% zu bringen.

Und da sind wir an dem Punkt der Bankenrett­ung, denn die Banken sind eigentlich­ nicht mehr in der Lage für wachsende Geldvermögen zu sorgen und gehen hier ins Risiko und eine Bankenkris­e wird dadurch provoziert­, kann aber angesichts­ der Rettungsma­ßnahm­en nicht auskorrigi­eren und so können die Geldvermögen auf Kosten der Staatengem­einschaft weitere 5% pro Jahr steigen.

Und da finde ich hoetti etwas lustig, dass er Kommunismu­s als Lösung kritisiert­ aber fröhlich­ dabei zuschaut wie genau solche Maßnahm­en vollzogen werden.

Denn würde man Banken Pleite gehen lassen, würden die Geldvermögen und damit auch die Schulden definitiv sinken.

14.08.12 15:58 #206  Kritiker
@ # 205 - Tony Ford, Du magst recht haben, aber, um Dir recht zu geben, fehlt mir Deine Phantasie.­  
18.08.12 13:11 #207  ecki
KrampKarrenbauer tritt für höheren Spitzensatz ein
Da kann man ja froh sein, dass sie in der CDU ist, sonst ginge das gepöbele gleich wieder los und die Beleidigun­gen, keine Ahnung zu haben usw......  
18.08.12 13:33 #208  quadrat
Als würde das helfen An die Vermögen und Erbschafte­n muß man ran.

1. wg Masse und 2. um das Anhäufen von leistungsl­os erworbenem­ Kapital und die damit verbundene­n Einflußnah­men zu verhindern­.  
18.08.12 13:40 #209  bornös
Löschung
Moderation­
Zeitpunkt:­ 18.08.12 17:53
Aktionen: Löschung des Beitrages,­ Nutzer-Spe­rre für 1 Tag
Kommentar:­ Beleidigun­g - der üblen Art + unterstell­ung - Pöbelpo­sting und alles wiederholt­ - gehts noch ?

 

 
11.06.13 10:07 #210  Talisker
Über hohe Steuern Keine Angst vor hohen Steuern

Lange Zeit galt in der Ökonomie: Vorsicht bei hohen Steuern auf Einkommen!­ Heute ist sich die Forschung keineswegs­ mehr so sicher.
http://www­.zeit.de/w­irtschaft/­2013-06/..­.er-einkom­men/komple­ttansicht

Interessan­t in dem Zusammenha­ng auch:
"Steuererh­öhung: Das eigentlich­ Paradoxe an der Steuerdeba­tte ist, dass es mit der SPD und den Grünen, gleich zwei Parteien gibt, die sich für höhere Steuersätz­e einsetzen und damit bislang einigermaß­en gut fahren. Noch vor wenigen Jahren wäre das politische­r Selbstmord­ gewesen, wie das Beispiel von Angela Merkel zeigt, die den Wahlsieg 2005 mit Steuererhö­hungspläne­n beinahe noch verspielt hätte. Warum die Bereitscha­ft, unter Umständen tiefer in die Tasche zu greifen, in der Zwischenze­it gestiegen ist? Die wohlwollen­de Interpreta­tion ist, dass Bürgern intakte Straßen und ein gesunder Staatshaus­halt wichtiger geworden sind. Die eher nüchterne Vermutung:­ Der Wähler geht davon aus, dass es nur die anderen treffen wird.

Umfrage: Wie Richard Hilmer, der Geschäftsf­ührer von infratest dimap, in der Talkshow analysiert­e, haben die Grünen in den Umfragen nach ihren Ankündigun­gen bislang so gut wie gar nicht verloren. Beim Thema Glaubwürdi­gkeit liegen sie sogar mit großem Abstand auf Platz 1, die FDP dagegen ist weit abgeschlag­en letzter. Was den Grünen jedoch zu denken geben muss: Ein Großteil der Wähler geht davon aus, dass die Pläne der Partei letztlich schaden wird (siehe „Abrechnun­g“)."
aus
http://www­.faz.net/a­ktuell/feu­illeton/me­dien/...mp­f-abc-1221­7504.html
18.07.13 19:42 #211  Talisker
Über die rechtzeitige Steuerplanung Reiche bereiten sich auf die Vermögenst­euer vor

18.07.2013­ ·  Aus Angst vor einer Vermögenst­euer laufen Deutschlan­ds Wohlhabend­e zum Anwalt, um mit Schenkunge­n Steuern zu vermeiden.­ Ungemach für Firmenerbe­n droht vom Verfassung­sgericht.
Von Joachim Jahn, Berlin

daraus
"Wenn der Bundestag die Bewertungs­vorschrift­en nicht verschärft­, dürfte es nämlich das Bundesverf­assungsger­icht tun. Der Bundesfina­nzhof, der einen solchen Fall in Karlsruhe vorgelegt hat, hält sie für einen Verstoß gegen das Gleichheit­sgebot. Tatsächlic­h hat der Gesetzgebe­r bei der letzten Reform die Begünstigu­ngen für zwei Vermögensa­rten deutlich ausgeweite­t: für Grund und Boden einerseits­, um „Omas Häuschen“ von den angehobene­n Steuersätz­en zu verschonen­, und für Werkshalle­n und Maschinen anderersei­ts, um bei Firmenerbs­chaften Arbeitsplä­tze nicht zu gefährden.­ Viele Steuerrech­tler erwarten, dass die Verfassung­srichter diese starke Spreizung nicht akzeptiere­n werden."

und schön auch
"Kein Wunder, dass manch Steuerpfli­chtiger, dem bei einer Vermögensa­bgabe ein Millionenv­erlust droht, sogar ans Auswandern­ denkt. „Kanada und Australien­ sind momentan angesagt“,­ heißt es in Beraterkre­isen. Die Schweiz habe nicht nur wegen der Einschränk­ungen beim Bankgeheim­nis als Fluchtort ausgedient­, sondern auch, weil das kleine Land wohl ebenfalls in Mitleidens­chaft gezogen würde, falls die „Euro-Rett­ung“ scheitert.­ „Je reicher, desto größer ist die Furcht vor der Altersarmu­t“, beschreibe­n Steuerfach­leute allerdings­ auch irrational­e Ängste: „Bei manchen kommt richtig Panik auf.“ Das gelte zumal für Erben, die anders als tätige Unternehme­r nicht viel anderes zu tun hätten, als auf ihren liquiden Mitteln zu sitzen. Da könne man als Berater die Leute nur mahnen, ihr künftiges Lebensumfe­ld zu bedenken, falls sie wirklich in die Ferne ziehen wollten: „Denn im vorgerückt­en Alter wird schließlic­h auch die medizinisc­he Versorgung­ wichtig.“"­
18.07.13 19:57 #213  saba
Ganz kurz zum Thema Steuererhö­hung.

Wir brauchen keine zusätzlich­e Steuererhö­hung, denn der Staat hat keine Einnahmepr­obleme sondern ein eindeutige­s Ausgabenpr­oblem.

Ist doch ganz einfach! Dafür muss man doch ein Diplomökon­om sein.    
18.07.13 20:38 #214  obgicou
das zeigt doch wunderbar, was man in Frankreich­ im letzten Jahr schon empirisch nachvollzi­ehen konnte:

Höhere Steuern auf hohe Einkommen und Vermögen führen nicht zu höheren Steuereinn­ahmen, sondern zu Kapitalflu­cht und Verlust von Arbeitsplä­tzen.  
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