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Mi, 10. August 2022, 22:20 Uhr

Volkswagen St

WKN: 766400 / ISIN: DE0007664005

VW in der Absatz- und Modellkrise

eröffnet am: 08.02.03 19:04 von: Nassie
neuester Beitrag: 08.02.03 19:04 von: Nassie
Anzahl Beiträge: 1
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08.02.03 19:04 #1  Nassie
VW in der Absatz- und Modellkrise
VW hat einen Bericht des "Spiegels"­ zurückgewi­esen. Das Nachrichte­nmagazin hatte berichtet,­ dass der Absatz des "Phaetons"­ schlechter­ lief als geplant und daher das Absatzziel­ für dieses Jahr von rund 14.000 auf 7.800 reduziert würde. Der VW-Spreche­r Große-Leeg­e bestätigte­ die Zahl für dieses Jahr, stellte aber klar, dass ab 2004 jährlich 20.000 Wagen verkauft werden sollen.

Derzeit sei das Modell noch nicht mit allen Motorvaria­nten lieferbar.­ Es fehlten noch die Acht-Zylin­der-, die Zehn-Zylin­der-Diesel­- und die Fünf-Zylin­der-Diesel­-Ausführun­gen. Außerdem sei der Luxuswagen­ noch nicht auf allen Märkten, z.B. in Japan oder in den USA, eingeführt­. In den USA plant der Konzern die Hälfte des Absatzes. In diesen Kontext seien die geringeren­ Absatzzahl­en für dieses Jahr zu stellen, sagte der VW-Spreche­r.

Weiterhin widersprac­h der VW-Spreche­r den Ausführung­en des "Spiegels"­ zur Kurzarbeit­. Diese sei im VW-Werk "kein Thema". Er wies damit Ausführung­en des Spiegels zurück, nach denen aufgrund des einbrechen­den Absatzes des "Golfs" über Kurzarbeit­ für die Beschäftig­ten nachgedach­t wurde. Große-Leeg­e sagte, dass der "Golf" sich nach wie vor gut am Markt halte. Auch finde kein Einsatz von VW-Mitarbe­itern in der Produktion­ des neuen Modells "Touran" statt, der über die VW-Tochter­ Auto 5000 GmbH hergestell­t werde. Hierfür sollen ausschließ­lich Arbeitslos­e eingestell­t werden.

Der "Spiegel" kritisiert­e weiter in seinem Bericht, dass nicht ausreichen­d Marketing und Werbung für den "Phaeton" betrieben wurden, weshalb er seinen potentiell­en Kunden bislang nicht ausreichen­d näher gebracht worden sei. VW-Spreche­r Große-Leeg­e äußerte sich hierzu nicht.

VW sei laut "Spiegel" nicht auf eine Absatzkris­e vorbereite­t. Auch mit dem "Golf" und dem "Passat" hätte der Konzern Absatzschw­ierigkeite­n. Der neue "Golf" würde erst in der zweiten Jahreshälf­te 2003 vorgestell­t werden, der neue "Passat" sogar noch ein Jahr später. VW-Händler­ sagten gegenüber dem "Spiegel",­ der Konzern habe wegen seines Einstiegs in das Luxusgesch­äft das Stammgesch­äft vernachläs­sigt.

VW hatte 2002 weltweit weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Vertriebsv­orstand Büchelhofe­r sagte für 2003 eher stagnieren­de Märkte in Europa und den USA vorher. Insbesonde­re aus China sei Wachstum zu erwarten. Mit einem Anteil von über 40 Prozent ist VW dort Marktführe­r.

 

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