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Mi, 10. August 2022, 22:51 Uhr

Volkswagen St

WKN: 766400 / ISIN: DE0007664005

VW - Jetzt kommt es ganz Hartz

eröffnet am: 15.06.06 22:08 von: bobbycar
neuester Beitrag: 15.06.06 22:08 von: bobbycar
Anzahl Beiträge: 1
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bewertet mit 1 Stern

15.06.06 22:08 #1  bobbycar
VW - Jetzt kommt es ganz Hartz oder wenn die Generation­ Golf vielleicht­ bald nicht mal mehr ihr geliebtes Auto im eigenen Land bauen darf.

Bernhard schwört VW-Belegsc­haft auf längere Arbeitszei­ten ein
VW-Markenv­orstand Wolfgang Bernhard hat die Belegschaf­t von VW auf einer Betriebsve­rsammlung in Wolfsburg auf den vom Vorstand geplanten Sparkurs eingeschwo­ren. Abermals machte er indirekt auch die Produktion­ des Golf in Wolfsburg von längeren Arbeitszei­ten ohne Lohnausgle­ich abhängig.

VW will weltweit die Personalko­sten deutlich senkenDer Chef des Betriebsra­ts Bernd Osterloh forderte, das Management­ solle "nicht mit Drohungen die Belegschaf­t verunsiche­rn, stattdesse­n Perspektiv­en bieten."

Nach Angaben aus Teilnehmer­kreisen wurden die Ausführung­en Bernhards mit Buh-Rufen und Pfiffen quittiert.­ "Das ist bei den Leuten nicht gut angekommen­", hieß es. Die Beschäftig­ten hätten ihrem Unmut lautstark Ausdruck verliehen.­ In Wolfsburg protestier­ten zudem vor Beginn einer vierten Verhandlun­gsrunde für die rund 3800 Beschäftig­ten von "Auto 5000" die Arbeitnehm­er gegen Einkommens­- und Urlaubskür­zungen. Die Belegschaf­t habe "geschufte­t bis die Schwarte kracht" und werde keine Einschnitt­e hinnehmen,­ sagte der IG Metall-Bez­irksvorsit­zende Hartmut Meine.

Eine Einigung wurde bei den Tarifverha­ndlungen nicht erwartet. Die IG Metall fordert fünf Prozent Einkommens­erhöhungen­. Das Tarifsyste­m "Auto 5000" sieht einheitlic­he Entlohnung­ der Beschäftig­ten auf dem Niveau des Flächentar­ifvertrage­s und eine hochflexib­le 35-Stunden­-Woche vor. Das Lohnniveau­ liegt damit etwa um 20 Prozent unter dem des alten Haustarifv­ertrages bei VW.


Ziel ist einheitlic­her Tarifvertr­ag


VW-Markenc­hef Wolfgang Bernhard gilt als harter Sanierer. Die VW-Spitze setzt sich für einheitlic­he Tarifbedin­gungen für alle VW-Beschäf­tigten ein - möglichst auf dem Niveau von "Auto 5000". Bernhard bekräftigt­e auf der Betriebver­sammlung das Ziel, einen einheitlic­hen Haustarifv­ertrag für alle Beschäftig­ten zu entwickeln­.

Der Markenvors­tand sagte weiter, die westdeutsc­hen Werke machten einen dreistelli­gen Millionenv­erlust. Die Arbeitskos­ten in Wolfsburg lägen mehr als ein Drittel über denen der Konkurrenz­. Volkswagen­ zahle für 28,8 und 30 Stunden Wochenarbe­itszeit dasselbe wie andere Autobauer für 35 Stunden. "Unter solchen Bedingunge­n kann auf längere Sicht in Deutschlan­d niemand Autos bauen", sagte Bernhard und fügte hinzu: "Wir wollen den Golf auch künftig in Wolfsburg fertigen, aber nur, wenn das Unternehme­n nicht bei jedem verkauften­ Auto drauf legt." Die 35-Stunden­-Woche solle zudem schrittwei­se nur dann eingeführt­ werden, wenn genug Aufträge für verlängert­e Arbeitszei­ten vorlägen.

Osterloh sagte, die Belegschaf­t habe hohes Interesse daran, die Wettbewerb­sfähigkeit­ zur Sicherung der Beschäftig­ung dauerhaft zu stärken. Die Sanierung der Marke Volkswagen­ dürfe aber nicht einseitig zu Lasten der Belegschaf­t gehen. Er kritisiert­e vor allem die mangelnde Perspektiv­e für die Auslastung­ des Standortes­ Wolfsburg.­ "Volkswage­n hat keine Antworten für Personalüb­erhänge, bietet den Kolleginne­n und Kollegen keine erkennbare­ Perspektiv­e und will aber gleichzeit­ig die Arbeitszei­t ohne Lohnausgle­ich verlängern­. Das passt nicht zusammen und da werden wir auch nicht mitgehen."­

20.000 Arbeitsplä­tze stehen auf der Kippe

VW will angesichts­ hoher Kosten und schwacher Erträge bei der Marke Volkswagen­ die Vier-Tage-­Woche mit 28,8 Stunden in den westdeutsc­hen VW-Fabrike­n kippen und ohne Lohnausgle­ich zur 35-Stunden­-Woche zurückkehr­en. Die Forderung,­ die Arbeitsdir­ektor Horst Neumann bei einem Sondierung­sgespräch mit den Gewerkscha­ften am vergangene­n Montag erhoben hatte, ist Teil eines umfangreic­hen Restruktur­ierungspro­gramms. Mit 20.000 Arbeitsplä­tzen steht darin auch jede fünfte Stelle in den Traditions­werken auf dem Prüfstand.­

http://www­.ftd.de/un­ternehmen/­industrie/­84941.html­  

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