Refugium braucht keine Sterbehilfe
17.04.01 15:02
#1
monique
Refugium braucht keine Sterbehilfe
Denn Refugium stirbt alleine und ist kurz vor dem Exitus:
Die Luft für Refugium wird immer dünner. Der Betreiber von Seniorenheimen steckt seit Monaten in erheblichen Zahlungsschwierigkeiten. Am Jahresanfang geriet das Unternehmen um Vorstands-Chef Klaus Küthe mit Mietzahlungen in Verzug.
Damals drohte Gold-Zack-Geschäftsführer Dietrich Walther als Inhaber der Refugium-Immobilien sogar mit der Auflösung der Mietverträge für den Fall, dass es nicht zur rettenden Kapitalerhöhung käme. Die Kapitalerhöhung, an der sich Gold-Zack mit einem Anteil von 52% in Form einer Sacheinlage beteiligen will, bleibt bis heute aus.
Der widerspenstige Klein-Aktionär Michael Bohndorf befürchtet einen schwindenden Einfluss der freien Aktionäre und verhindert bislang jeden Vergleich.
Nun hofft Refugium auf eine gerichtliche Entscheidung, die den Weg zur ersehnten Finanzspritze frei macht. Diese wird sich jedoch noch eine Weile hinziehen.
Dramatische Folge dieser Verzögerung: Die Banken verweigern neue Kredite, Refugium bezieht seine gesamte Liquidität nur noch aus den laufenden Einnahmen.
Unmittelbare Leidtragende sind nunmehr die 3.600 Mitarbeiter des Konzerns. Wie das Handelsblatt berichtet, würden die Gehälter nicht mehr pünktlich und en bloc, sondern lediglich "zeitnah" über den Monat verteilt ausgezahlt. Die Geschäftsführung bemüht sich einstweilen, Anleger und Mitarbeiter zu beruhigen. "Das Unternehmen ist nicht zahlungsunfähig und überschuldet", wird Küthe zitiert.
Sollte die Kapitalerhöhung weiter ausbleiben oder sich nicht schnell ein alternativer Geldgeber finden, könnte sich das jedoch sehr schnell ändern. Die Börsianer scheinen dieses Szenario für wahrscheinlich zu halten und lassen die Refugium-Aktie um 25% auf ein neues Allzeittief unter 2€ fallen.
Kommentar: Die Frage, die bald zu beantworten sein wird, ist:
braucht Refugium noch eine Sterbehilfe - oder erledigt sich die Sache schnell genug von alleine, ohne noch ein paar Anleger mehr zum Pflegefall zu machen.
Oder werden die Anleger wegen vorzeitiger Alterung mit Inkontinentenz (obligates Windeltragen) und mit Herzrhythmusstörungen zur Kundschaft von Refugium!
Ist das beabsichtigt - aus Geschäftssinn?
Die Luft für Refugium wird immer dünner. Der Betreiber von Seniorenheimen steckt seit Monaten in erheblichen Zahlungsschwierigkeiten. Am Jahresanfang geriet das Unternehmen um Vorstands-Chef Klaus Küthe mit Mietzahlungen in Verzug.
Damals drohte Gold-Zack-Geschäftsführer Dietrich Walther als Inhaber der Refugium-Immobilien sogar mit der Auflösung der Mietverträge für den Fall, dass es nicht zur rettenden Kapitalerhöhung käme. Die Kapitalerhöhung, an der sich Gold-Zack mit einem Anteil von 52% in Form einer Sacheinlage beteiligen will, bleibt bis heute aus.
Der widerspenstige Klein-Aktionär Michael Bohndorf befürchtet einen schwindenden Einfluss der freien Aktionäre und verhindert bislang jeden Vergleich.
Nun hofft Refugium auf eine gerichtliche Entscheidung, die den Weg zur ersehnten Finanzspritze frei macht. Diese wird sich jedoch noch eine Weile hinziehen.
Dramatische Folge dieser Verzögerung: Die Banken verweigern neue Kredite, Refugium bezieht seine gesamte Liquidität nur noch aus den laufenden Einnahmen.
Unmittelbare Leidtragende sind nunmehr die 3.600 Mitarbeiter des Konzerns. Wie das Handelsblatt berichtet, würden die Gehälter nicht mehr pünktlich und en bloc, sondern lediglich "zeitnah" über den Monat verteilt ausgezahlt. Die Geschäftsführung bemüht sich einstweilen, Anleger und Mitarbeiter zu beruhigen. "Das Unternehmen ist nicht zahlungsunfähig und überschuldet", wird Küthe zitiert.
Sollte die Kapitalerhöhung weiter ausbleiben oder sich nicht schnell ein alternativer Geldgeber finden, könnte sich das jedoch sehr schnell ändern. Die Börsianer scheinen dieses Szenario für wahrscheinlich zu halten und lassen die Refugium-Aktie um 25% auf ein neues Allzeittief unter 2€ fallen.
Kommentar: Die Frage, die bald zu beantworten sein wird, ist:
braucht Refugium noch eine Sterbehilfe - oder erledigt sich die Sache schnell genug von alleine, ohne noch ein paar Anleger mehr zum Pflegefall zu machen.
Oder werden die Anleger wegen vorzeitiger Alterung mit Inkontinentenz (obligates Windeltragen) und mit Herzrhythmusstörungen zur Kundschaft von Refugium!
Ist das beabsichtigt - aus Geschäftssinn?
3 Postings ausgeblendet.
18.04.01 12:14
#6
blau
Refugium wir Dich noch überraschen
monique!
Man bist Du schlcht drauf.
Dann versuch Dein Glück doch mal mit den neuen Zockerwerten mit Daytrading.
Refugium ist doch für Dich viel zu langweilig.
Auch gibt es Phasen da sollte man nicht so sehr auf den aktuelle Aktienkurs
schauen, sondern darauf, was das Unternehmen macht.
Man bist Du schlcht drauf.
Dann versuch Dein Glück doch mal mit den neuen Zockerwerten mit Daytrading.
Refugium ist doch für Dich viel zu langweilig.
Auch gibt es Phasen da sollte man nicht so sehr auf den aktuelle Aktienkurs
schauen, sondern darauf, was das Unternehmen macht.
18.04.01 21:51
#8
blau
Hat Greenspan heute auch für die Rettung von Refug
ium eine Beitrag geleistet?
Ich meine einen sehr grossen!
Last Euch überraschen, aber da kommt noch ein Knüller, da bin ich mir sicher.
Jetzt wird alles getan, um die schlechten Meldungen im noch schlechten Umfeld herauszulassen.
Jetzt, da die Börse gedreht hat ist aus meiner Sicht zu mehr wie 90% der
schlechten Meldungen raus.
Last mal eine neuen Grossinvestor Geschmack gefunden haben.
Dieser wird mit hoher Sicherheit aus Amerika kommen!
Das gibt ein Feuerwerk und ein Gejammere! Hätt ich doch damals...
Lange werden diese Ausverkaufspreise nicht bestand haben.
Nach meiner Nase ist da schon wer am einsammeln.
Aber äusserst geschickt.
Ich meine einen sehr grossen!
Last Euch überraschen, aber da kommt noch ein Knüller, da bin ich mir sicher.
Jetzt wird alles getan, um die schlechten Meldungen im noch schlechten Umfeld herauszulassen.
Jetzt, da die Börse gedreht hat ist aus meiner Sicht zu mehr wie 90% der
schlechten Meldungen raus.
Last mal eine neuen Grossinvestor Geschmack gefunden haben.
Dieser wird mit hoher Sicherheit aus Amerika kommen!
Das gibt ein Feuerwerk und ein Gejammere! Hätt ich doch damals...
Lange werden diese Ausverkaufspreise nicht bestand haben.
Nach meiner Nase ist da schon wer am einsammeln.
Aber äusserst geschickt.
18.04.01 22:19
#10
mothy
Refugium, die haben bei uns um die
Ecke gebaut. aber entweder sind die alten schon alle vorher gestorben, denn 60 % alle wohnungen sind noch frei und das seit einem jahr.
Das waren noch Zeiten als Refugium an einem Tag von 90 DEM auf ca. 140 oder 150 DEM stieg. Es war einmal
Das waren noch Zeiten als Refugium an einem Tag von 90 DEM auf ca. 140 oder 150 DEM stieg. Es war einmal
19.04.01 18:08
#12
blau
Macht Euch nur lustig über mich, Ihr werdet Euch..
noch ziemlich lange ärgern über die vergebene Chance ein paar Refugiumaktien
preiswert einzusammeln.
Wollte Euch eigentlich nur darauf aufmerksam machen, welche Chance sich hier
bietet.
Warum soll ich in diese Aktie verliebt sein.
Entweder die Wende wird geschafft, oder Refugium geht in die Insolvenz und
dann bekommt man eben den Restwert ausgezahlt.
Nur ist dieser Restwert deutlich höher, las der aktuelle Börsenkurs.
Ich investiere also mit Netz in eine grosse Chance.
Das ist es , was ich noch sagen wollte.
Selbst nachdenken und nicht den Analysten hinterherlaufen.
preiswert einzusammeln.
Wollte Euch eigentlich nur darauf aufmerksam machen, welche Chance sich hier
bietet.
Warum soll ich in diese Aktie verliebt sein.
Entweder die Wende wird geschafft, oder Refugium geht in die Insolvenz und
dann bekommt man eben den Restwert ausgezahlt.
Nur ist dieser Restwert deutlich höher, las der aktuelle Börsenkurs.
Ich investiere also mit Netz in eine grosse Chance.
Das ist es , was ich noch sagen wollte.
Selbst nachdenken und nicht den Analysten hinterherlaufen.
19.04.01 18:38
#13
DeathBull
Blau, keiner macht sich lustig über Dich,
ist ja nett, wenn man von seinem Lieblingswert überzeugt ist (habe auch einen).
ABer kannst Du uns vielleicht an Deinem Glück teilhaben lassen und offenlegen, warum du Refugium für dermaßen unterbewertet hältst?
Grüße
DeathBull
ABer kannst Du uns vielleicht an Deinem Glück teilhaben lassen und offenlegen, warum du Refugium für dermaßen unterbewertet hältst?
Grüße
DeathBull
19.04.01 21:08
#14
blau
Refugium
Hallo Death Bull,
kannst Du Bilanzen lesen und wenn Du mal etwas recherchierst, kannst Du die Lösung selber finden.
Stichpunkte: Wertgutachten für beabsichtigte Barkapitalerhöhung mit zeitgleicher Sacheinlage;
Verlustvorträge;
Schadensersatzansprüche;
Das müsste eigentlich als Denkansatz ausreichen.
Du wirst Dich noch an mich erinnern.
Mach Dir die Mühe, recherchiere, die Storry wird sich lohnen.
Mehr kannst Du pro eingesetzte Arbeitszeit woanders kaum verdienen.
Oder willst Du mich lieber auslachen, wäre ja auch nicht so mühsam!
Die aktuellen Meldungen lasse mal ausser acht!
blau
kannst Du Bilanzen lesen und wenn Du mal etwas recherchierst, kannst Du die Lösung selber finden.
Stichpunkte: Wertgutachten für beabsichtigte Barkapitalerhöhung mit zeitgleicher Sacheinlage;
Verlustvorträge;
Schadensersatzansprüche;
Das müsste eigentlich als Denkansatz ausreichen.
Du wirst Dich noch an mich erinnern.
Mach Dir die Mühe, recherchiere, die Storry wird sich lohnen.
Mehr kannst Du pro eingesetzte Arbeitszeit woanders kaum verdienen.
Oder willst Du mich lieber auslachen, wäre ja auch nicht so mühsam!
Die aktuellen Meldungen lasse mal ausser acht!
blau
20.04.01 08:24
#15
monique
Hier die neueste Traueranzeige von vwd
Pako kündigt Refugium vorbehaltlich Mietverträge für 27 Heime
Düsseldorf (vwd) - Der finanziell angeschlagenen Refugium Holding AG, Königswinter, sind Mietverträge für knapp die Hälfte ihrer Seniorenheime vorbehaltlich gekündigt worden. Eine Sprecherin bestätigte am Donnerstag auf Anfrage einen entsprechenden Vorabbericht vom "Handelsblatt". Die Kündigungen der Verträge durch die Pako-Immobilien AG für 27 Heime würden aber erst wirksam, wenn die geplante Kapitalerhöhung nicht stattfinden werde, sagte sie zu vwd. Da die Kapitalerhöhung derzeit durch Klagen von Kleinaktionären blockiert ist, hat die Pako-Immobilien mittlerweile ausstehende Mietforderungen von rund zwölf Mio DEM.
Die Sprecherin verwies darauf, dass dieses Geld bei den Banken als Sicherheit hinterlegt worden sei und an Pako ausgezahlt werde, falls die Kapitalerhöhung nicht zu realisieren sei. Das "Handelsblatt" zitierte am Donnerstag einen Sprecher der Pako-Muttergesellschaft Gold-Zack AG mit der Aussage, man habe die Mietverträge gekündigt, um im Falle einer Insolvenz die ausstehenden Forderungen nicht mangels Masse vollständig zu verlieren. Nach Informationen aus Bankenkreisen bemühe sich der Pako-Vorstand mittlerweile, die Refugium-Heime an einen anderen Betreiber zu übertragen.
+++ Andreas Heitker
vwd/19.4.2001/hei
19. April 2001, 18:22
Mein Fazit: Auch hier sollen die Kleinaktionäre wieder schuld sein!
Einer ist immer der Sündenbock.
Pako macht mit Refugium gemeinsame Sache. Die stecken doch unter einer (Sterbe-)Decke!
Wenn Refugium wieder aufersteht, dann sind auf dem jetzigen Niveau bei
1,5 € mind. 200 % drin.
@blau: Die Devise heißt durchhalten oder sterben!
Düsseldorf (vwd) - Der finanziell angeschlagenen Refugium Holding AG, Königswinter, sind Mietverträge für knapp die Hälfte ihrer Seniorenheime vorbehaltlich gekündigt worden. Eine Sprecherin bestätigte am Donnerstag auf Anfrage einen entsprechenden Vorabbericht vom "Handelsblatt". Die Kündigungen der Verträge durch die Pako-Immobilien AG für 27 Heime würden aber erst wirksam, wenn die geplante Kapitalerhöhung nicht stattfinden werde, sagte sie zu vwd. Da die Kapitalerhöhung derzeit durch Klagen von Kleinaktionären blockiert ist, hat die Pako-Immobilien mittlerweile ausstehende Mietforderungen von rund zwölf Mio DEM.
Die Sprecherin verwies darauf, dass dieses Geld bei den Banken als Sicherheit hinterlegt worden sei und an Pako ausgezahlt werde, falls die Kapitalerhöhung nicht zu realisieren sei. Das "Handelsblatt" zitierte am Donnerstag einen Sprecher der Pako-Muttergesellschaft Gold-Zack AG mit der Aussage, man habe die Mietverträge gekündigt, um im Falle einer Insolvenz die ausstehenden Forderungen nicht mangels Masse vollständig zu verlieren. Nach Informationen aus Bankenkreisen bemühe sich der Pako-Vorstand mittlerweile, die Refugium-Heime an einen anderen Betreiber zu übertragen.
+++ Andreas Heitker
vwd/19.4.2001/hei
19. April 2001, 18:22
Mein Fazit: Auch hier sollen die Kleinaktionäre wieder schuld sein!
Einer ist immer der Sündenbock.
Pako macht mit Refugium gemeinsame Sache. Die stecken doch unter einer (Sterbe-)Decke!
Wenn Refugium wieder aufersteht, dann sind auf dem jetzigen Niveau bei
1,5 € mind. 200 % drin.
@blau: Die Devise heißt durchhalten oder sterben!
20.04.01 08:31
#16
Garribaldi
ist wohl eher aus der Not geboren
Pako hat sich eher abgesichert um im Falle einer Pleite auf der sicheren Seite zu stehen um die Hütten wieder schnell an den Mann zu bringen. Ob es wirklich ein Kleinaktionär ist wird von vielen Seiten stark bezweifelt. Bei dem Kläger handelt es sich übrigens um einen Provinzanwalt, der sich entweder selbt bekannt machen will oder arbeitet für einen Mitbewerber. Denn ohne die geplante Kapitalerhöhung ist Refugium Pleite und was gibt es da einfacheres wenn man als Konkurrent so was mit ganz kleinem Geld blockiert.
Gruß Garribaldi
Gruß Garribaldi
23.04.01 10:25
#17
monique
Refugium heute nur noch 1,3 €
Refugium meiden
Neuer Markt Inside Online
Die Experten von NMI Online empfehlen die Aktien von Refugium (WKN 700710) unbedingt zu meiden.
Der Ärger bei Refugium reiße nicht ab. Auf der einen Seite gebe es Probleme mit zwei Altaktionären, die momentan Rechtswege beschreiten um Unternehmensauskünfte zu erzwingen. Auf der anderen Seite sei verlautbart worden, dass die Gehälter der Mitarbeiter nicht bezahlt werden könnten. Zu guter letzt hätte das Amtsgericht Königswinter jetzt auch noch das Eintragungsverfahren zur Refugium-Kapitalerhöhung ausgesetzt.
An einen Einstieg sei bei der verworrenen Situation keinesfalls zu denken.
Neuer Markt Inside Online
Die Experten von NMI Online empfehlen die Aktien von Refugium (WKN 700710) unbedingt zu meiden.
Der Ärger bei Refugium reiße nicht ab. Auf der einen Seite gebe es Probleme mit zwei Altaktionären, die momentan Rechtswege beschreiten um Unternehmensauskünfte zu erzwingen. Auf der anderen Seite sei verlautbart worden, dass die Gehälter der Mitarbeiter nicht bezahlt werden könnten. Zu guter letzt hätte das Amtsgericht Königswinter jetzt auch noch das Eintragungsverfahren zur Refugium-Kapitalerhöhung ausgesetzt.
An einen Einstieg sei bei der verworrenen Situation keinesfalls zu denken.
23.04.01 16:01
#18
monique
Refug. Tagesverlierer: Insolvenz droht! Übernahme?
WALLSTREET ONLINE zu Refugium: In zwei Monaten könnten die Lichter ausgehen
Vorstand Klaus Küthe nennt drei Szenarien zur Abwendung der Insolvenz
Der Countdown für Refugium nähert sich immer bedrohlicher dem Ende. Vor zehn Tagen wurde bekannt, dass der Betreiber von Altenpflegeheimen nicht mehr in der Lage ist, Löhne und Gehälter pünktlich und vollständig auszuzahlen . Mit Miet- und Pachtzahlungen ist das Unternehmen sogar bereits seit Jahresbeginn in Verzug.
Gegenüber der Wochenzeitschrift Focus nennt der Vorstands-Chef von Refugium, Klaus Küthe, nun einen Zeitraum von acht Wochen, für die das „Geld noch reicht“. Danach könne er Gehälter und Pachten endgültig nicht mehr bezahlen. Den kurzfristigen Kapitalbedarf beziffert er mit „20 Millionen, 30 wären besser“. Vor nicht einmal zwei Wochen bestritt Küthe noch die Zahlungsunfähigkeit seines Unternehmens.
Drei Möglichkeiten nennt der Refugium-Chef zur Abwendung der drohenden Insolvenz. Die erste sieht den Verkauf der Betreiberverträge mit Gold-Zack vor, was einen Erlös von 15 Mio.€ einbringen würde. Das Geschäft von Refugium hätte danach zwar nur noch die halbe Größe, wäre laut Küthe jedoch reif für einen Neustart.
Ein zweiter möglicher Rettungsring wäre der Einstieg eines Großinvestors. Küthe steht in Verhandlungen mit der US-Bank Lehman Brothers sowie zwei nicht näher genannten industriellen Investoren. Resultate soll es innerhalb der nächsten Wochen geben.
Die letzte Chance zur Rettung des Unternehmens bestünde in dem Wiederaufleben der Zusammenarbeit mit dem Chef des Konkurrenten Pro Seniore AG, Hartmut Ostermann. Dieser war Mitte des vergangenen Jahres in den Refugium-Vorstand eingezogen und sollte den Konzern bereits damals durch die Übernahme von 52% der Anteile und die Einbringung einer Tochterfirma retten. Angesichts der massiv zunehmenden Schwierigkeiten warf Ostermann jedoch in der vergangenen Woche das Handtuch und verweigert weiterhin die Unterschrift unter den „Eingliederungsvertrag“. Diese ist jedoch unerlässlich, um die lebensnotwendige und von widerspenstigen Kleinaktionären blockierte Kapitalerhöhung von 40 Mio.€ endlich durchführen zu können.
Angesichts der arg geschrumpften Marktkapitalisierung von nicht einmal mehr 13 Mio.€ scheint ein Übernahme-Szenario durchaus wahrscheinlich. Der Kurs der Aktie verliert heute weitere 25% und sinkt auf 1,32€.
Vorstand Klaus Küthe nennt drei Szenarien zur Abwendung der Insolvenz
Der Countdown für Refugium nähert sich immer bedrohlicher dem Ende. Vor zehn Tagen wurde bekannt, dass der Betreiber von Altenpflegeheimen nicht mehr in der Lage ist, Löhne und Gehälter pünktlich und vollständig auszuzahlen . Mit Miet- und Pachtzahlungen ist das Unternehmen sogar bereits seit Jahresbeginn in Verzug.
Gegenüber der Wochenzeitschrift Focus nennt der Vorstands-Chef von Refugium, Klaus Küthe, nun einen Zeitraum von acht Wochen, für die das „Geld noch reicht“. Danach könne er Gehälter und Pachten endgültig nicht mehr bezahlen. Den kurzfristigen Kapitalbedarf beziffert er mit „20 Millionen, 30 wären besser“. Vor nicht einmal zwei Wochen bestritt Küthe noch die Zahlungsunfähigkeit seines Unternehmens.
Drei Möglichkeiten nennt der Refugium-Chef zur Abwendung der drohenden Insolvenz. Die erste sieht den Verkauf der Betreiberverträge mit Gold-Zack vor, was einen Erlös von 15 Mio.€ einbringen würde. Das Geschäft von Refugium hätte danach zwar nur noch die halbe Größe, wäre laut Küthe jedoch reif für einen Neustart.
Ein zweiter möglicher Rettungsring wäre der Einstieg eines Großinvestors. Küthe steht in Verhandlungen mit der US-Bank Lehman Brothers sowie zwei nicht näher genannten industriellen Investoren. Resultate soll es innerhalb der nächsten Wochen geben.
Die letzte Chance zur Rettung des Unternehmens bestünde in dem Wiederaufleben der Zusammenarbeit mit dem Chef des Konkurrenten Pro Seniore AG, Hartmut Ostermann. Dieser war Mitte des vergangenen Jahres in den Refugium-Vorstand eingezogen und sollte den Konzern bereits damals durch die Übernahme von 52% der Anteile und die Einbringung einer Tochterfirma retten. Angesichts der massiv zunehmenden Schwierigkeiten warf Ostermann jedoch in der vergangenen Woche das Handtuch und verweigert weiterhin die Unterschrift unter den „Eingliederungsvertrag“. Diese ist jedoch unerlässlich, um die lebensnotwendige und von widerspenstigen Kleinaktionären blockierte Kapitalerhöhung von 40 Mio.€ endlich durchführen zu können.
Angesichts der arg geschrumpften Marktkapitalisierung von nicht einmal mehr 13 Mio.€ scheint ein Übernahme-Szenario durchaus wahrscheinlich. Der Kurs der Aktie verliert heute weitere 25% und sinkt auf 1,32€.
27.04.01 08:34
#23
Garribaldi
schon o.k., habs gerade selbst gelesen
ots Ad hoc-Service: Refugium Holding AG deutsch
Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG
Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich
--------------------------------------------------
Königswinter (ots Ad hoc-Service) -
Die REFUGIUM HOLDING AG und die Marseille-Kliniken AG, Hamburg,
prüfen Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit in der Zukunft. Der
erste Schritt einer "due diligence" der REFUGIUM-Aktivitäten ist
bereits eingeleitet worden.
Der Aufsichtsrat der REFUGIUM HOLDING AG hat in seiner Sitzung am
25. April 2001 die geplante Zusammenarbeit mit der Marseille-Kliniken
AG einhellig begrüßt.
Ende der Mitteilung
Weitere Informationen: REFUGIUM HOLDING AG Frau Heike Beyer
Investor Relations Gräfenhohner Straße 6 53639 Königswinter Tel.:
02223-9201-280 Fax: 02223-9201-289
WKN: 700710; Index: Notiert: Neuer Markt in Frankfurt; Freiverkehr
in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover
Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG
Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich
--------------------------------------------------
Königswinter (ots Ad hoc-Service) -
Die REFUGIUM HOLDING AG und die Marseille-Kliniken AG, Hamburg,
prüfen Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit in der Zukunft. Der
erste Schritt einer "due diligence" der REFUGIUM-Aktivitäten ist
bereits eingeleitet worden.
Der Aufsichtsrat der REFUGIUM HOLDING AG hat in seiner Sitzung am
25. April 2001 die geplante Zusammenarbeit mit der Marseille-Kliniken
AG einhellig begrüßt.
Ende der Mitteilung
Weitere Informationen: REFUGIUM HOLDING AG Frau Heike Beyer
Investor Relations Gräfenhohner Straße 6 53639 Königswinter Tel.:
02223-9201-280 Fax: 02223-9201-289
WKN: 700710; Index: Notiert: Neuer Markt in Frankfurt; Freiverkehr
in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover
27.06.01 08:41
#26
monique
Der Tod tritt ein ! ! !
Insolvenzverfahren gegen Refugium eröffnet
Gegen den angeschlagenen Altenheim-Betreiber Refugium Holding AG ist am Dienstag ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Das teilte das Amtsgericht Bonn mit. Der Antrag sei von einem Gläubiger wegen Mietforderungen in Millionenhöhe gestellt worden, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Antrag richte sich nicht gegen die einzelnen Betreibergesellschaften der Heime, sondern gegen die Holding. Bereits seit Monaten ist Refugium wegen Finanzproblemen in den Schlagzeilen. Das Unternehmen betreibt bundesweit 57 Senioreneinrichtungen mit 6000 Betten. (dpa)
Gegen den angeschlagenen Altenheim-Betreiber Refugium Holding AG ist am Dienstag ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Das teilte das Amtsgericht Bonn mit. Der Antrag sei von einem Gläubiger wegen Mietforderungen in Millionenhöhe gestellt worden, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Antrag richte sich nicht gegen die einzelnen Betreibergesellschaften der Heime, sondern gegen die Holding. Bereits seit Monaten ist Refugium wegen Finanzproblemen in den Schlagzeilen. Das Unternehmen betreibt bundesweit 57 Senioreneinrichtungen mit 6000 Betten. (dpa)
Der Exitus ist nunmehr wie vorhergesagt eingetreten. Mein Beileid gilt allen betroffenen Aktionären und Senioren!
27.06.01 17:47
#27
index
Gold-Zack lässt Refugium fallen
Gold-Zack lässt Refugium fallen
Der Finanzdienstleister Gold-Zack hat beim angeschlagenen Seniorenheimbetreiber Refugium mit dem Insolvenzantrag die Notbremse gezogen. Für die Refugium-Heime steht ein Käufer bereit.
Zum Schutz des eigenen Unternehmens habe man eine Lösung finden müssen, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende und künftige Aufsichtsratschef des Finanzdienstleisters Gold-Zack, Dietrich Walther, am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Düsseldorf. Gold- Zack ist über seine Beteiligungsgesellschaft Pako Immobilien, die Seniorenheime an Refugium vermietet, mit dem Altenheimbetreiber aus Königswinter bei Bonn verbunden.
Die Berliner Dussmann-Gruppe will nach eigenen Angaben die Senioreneinrichtungen von Refugium übernehmen. Das Interesse beschränke sich nicht nur auf die 27 Häuser, die im Besitz von Pako Immobilien sind und von der Refugium betrieben werden, sagte ein Sprecher der Dussmann-Gruppe am Mittwoch. Ob alle Seniorenheime in Frage kommen, sei aber noch offen. Alle Refugium-Beschäftigten erhielten neue Arbeitsverträge und würden übernommen.
Vorwürfe an zwei Aktionäre
Die Dussmann-Gruppe betreibt unter dem Markennamen Kursana in fünf europäischen Ländern 48 Einrichtungen für 6600 Senioren. Mit weltweit 54.000 Mitarbeitern setzt die Gruppe den Angaben zufolge 2,3 Mrd. DM um. Gemeinsam mit der Pako habe man nun die Kursana Managementgesellschaft für Senioreneinrichtungen gegründet, an der die Dussmann-Gruppe 60 Prozent hält und die Gold-Zack-Tochter 40 Prozent, hieß es weiter. Diese Gesellschaft solle kurzfristig als Betreiber der 27 Refugium-Betriebsstätten fungieren.
Walther zufolge war die Sanierung von Refugium Anfang des Jahres am Widerstand von zwei Aktionären gescheitert. Der Seniorenheimbetreiber wäre heute ein solventes Unternehmen, wenn die beiden Anteilseigner keine Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse auf der Refugium-Hauptversammlung gestellt hätten. Das Investmenthaus wollte unter anderem über eine Sach- und Barkapitalerhöhung gemeinsam mit dem Dienstleister Pro Seniore ein Großaktionär bei Refugium werden. "Refugium ist leider kaputt gemacht worden", sagte Walther.
Spekulanten treiben Aktienkurs
Die am Neuen Markt notierte Refugium steckt seit Jahren tief in der Krise, nach dem Firmengründer und frühere Vorstandschef Paul Kostrewa durch dubiose Geschäfte das Unternehmen in Misskredit brachte. Statt ausgewiesener Gewinne türmten sich bei Refugium die Verluste auf und an der Börse stürzte die Aktie ab. Gold-Zack erwarb eine Beteiligung von rund 74 Prozent an der Immobilientochter Pako. Nach Angaben von Walther, der selbst Aufsichtsratsvorsitzender bei Refugium war, fährt die Refugium zurzeit 1,5 Mio. DM Verluste im Monat ein. Die Mietrückstände bei Pako belaufen sich auf 19 Mio. DM.
Trotz des am Vorabend vom Bonner Amtsgericht eingeleiteten vorläufigen Insolvenzverfahrens gegen Refugium ist die am Neuen Markt gelistete Aktie der Gesellschaft am Mittwoch zeitweise kräftig angestiegen. In der Spitze erhöhten sich die Titel in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um rund 20 Prozent auf 0,78 Euro. Am Vortag hatten die Refugium-Titel bei hohen Umsätzen mehr als 38 Prozent an Wert eingebüßt. Die Käufer seien fast ausschließlich spekulativ orientierte Privatanleger, hieß es. "Die Refugium-Aktie ist mittlerweile wie ein Lotto-Schein. Manchmal hat man Glück und gewinnt ein Vermögen", sagte ein Händler.
© 2001 Financial Times Deutschland
Der Finanzdienstleister Gold-Zack hat beim angeschlagenen Seniorenheimbetreiber Refugium mit dem Insolvenzantrag die Notbremse gezogen. Für die Refugium-Heime steht ein Käufer bereit.
Zum Schutz des eigenen Unternehmens habe man eine Lösung finden müssen, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende und künftige Aufsichtsratschef des Finanzdienstleisters Gold-Zack, Dietrich Walther, am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Düsseldorf. Gold- Zack ist über seine Beteiligungsgesellschaft Pako Immobilien, die Seniorenheime an Refugium vermietet, mit dem Altenheimbetreiber aus Königswinter bei Bonn verbunden.
Die Berliner Dussmann-Gruppe will nach eigenen Angaben die Senioreneinrichtungen von Refugium übernehmen. Das Interesse beschränke sich nicht nur auf die 27 Häuser, die im Besitz von Pako Immobilien sind und von der Refugium betrieben werden, sagte ein Sprecher der Dussmann-Gruppe am Mittwoch. Ob alle Seniorenheime in Frage kommen, sei aber noch offen. Alle Refugium-Beschäftigten erhielten neue Arbeitsverträge und würden übernommen.
Vorwürfe an zwei Aktionäre
Die Dussmann-Gruppe betreibt unter dem Markennamen Kursana in fünf europäischen Ländern 48 Einrichtungen für 6600 Senioren. Mit weltweit 54.000 Mitarbeitern setzt die Gruppe den Angaben zufolge 2,3 Mrd. DM um. Gemeinsam mit der Pako habe man nun die Kursana Managementgesellschaft für Senioreneinrichtungen gegründet, an der die Dussmann-Gruppe 60 Prozent hält und die Gold-Zack-Tochter 40 Prozent, hieß es weiter. Diese Gesellschaft solle kurzfristig als Betreiber der 27 Refugium-Betriebsstätten fungieren.
Walther zufolge war die Sanierung von Refugium Anfang des Jahres am Widerstand von zwei Aktionären gescheitert. Der Seniorenheimbetreiber wäre heute ein solventes Unternehmen, wenn die beiden Anteilseigner keine Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse auf der Refugium-Hauptversammlung gestellt hätten. Das Investmenthaus wollte unter anderem über eine Sach- und Barkapitalerhöhung gemeinsam mit dem Dienstleister Pro Seniore ein Großaktionär bei Refugium werden. "Refugium ist leider kaputt gemacht worden", sagte Walther.
Spekulanten treiben Aktienkurs
Die am Neuen Markt notierte Refugium steckt seit Jahren tief in der Krise, nach dem Firmengründer und frühere Vorstandschef Paul Kostrewa durch dubiose Geschäfte das Unternehmen in Misskredit brachte. Statt ausgewiesener Gewinne türmten sich bei Refugium die Verluste auf und an der Börse stürzte die Aktie ab. Gold-Zack erwarb eine Beteiligung von rund 74 Prozent an der Immobilientochter Pako. Nach Angaben von Walther, der selbst Aufsichtsratsvorsitzender bei Refugium war, fährt die Refugium zurzeit 1,5 Mio. DM Verluste im Monat ein. Die Mietrückstände bei Pako belaufen sich auf 19 Mio. DM.
Trotz des am Vorabend vom Bonner Amtsgericht eingeleiteten vorläufigen Insolvenzverfahrens gegen Refugium ist die am Neuen Markt gelistete Aktie der Gesellschaft am Mittwoch zeitweise kräftig angestiegen. In der Spitze erhöhten sich die Titel in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um rund 20 Prozent auf 0,78 Euro. Am Vortag hatten die Refugium-Titel bei hohen Umsätzen mehr als 38 Prozent an Wert eingebüßt. Die Käufer seien fast ausschließlich spekulativ orientierte Privatanleger, hieß es. "Die Refugium-Aktie ist mittlerweile wie ein Lotto-Schein. Manchmal hat man Glück und gewinnt ein Vermögen", sagte ein Händler.
© 2001 Financial Times Deutschland
