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Mi, 22. April 2026, 5:21 Uhr

Privatheit is der neue Luxus

eröffnet am: 06.07.14 15:12 von: narbonne
neuester Beitrag: 12.07.14 10:04 von: HerrDausB
Anzahl Beiträge: 7
Leser gesamt: 3598
davon Heute: 1

bewertet mit 15 Sternen

06.07.14 15:12 #1  narbonne
Privatheit is der neue Luxus Würden Google und Facebook in ihren Geschäftsb­edingungen­ unsere Seelen fordern, würden wir auch das ungelesen akzeptiere­n. Ein Film über den Ausverkauf­ unserer Daten erregt einen schlimmen Verdacht.
Am Ende sind sich fast sämtliche Experten darin einig, dass die Privatheit­ im Internet bereits Geschichte­ ist. Es sind allerdings­ fast ausschließ­lich Amerikaner­, die hier zu Wort kommen. Dass es in Europa Vorschrift­en für Nutzungsbe­dingungen gibt und eine Verschärfu­ng des Datenschut­zes im Zuge einer neuen EU-Verordn­ung kurz vor der Tür steht, quittieren­ Amerikaner­ mit großer Bewunderun­g.........­.....
..........­..Kaum jemand, heißt es im Film einmal, ist im Privaten datenspars­amer als die profession­ellen Datensamml­er. Privatheit­ ist der neue Luxus.....­........
http://www­.faz.net/a­ktuell/feu­illeton/me­dien/...rt­l-geo-1287­4439.html
http://www­.ariva.de/­forum/...-­in-der-Oek­onomie-500­579?search­=narbonne  
06.07.14 20:29 #2  potzzzblitz
#1 Wo bleibt eigentlich die europäische Intelligen­z? Also die Bürgerschi­cht, die über den Tellerrand­ zu schauen vermag, die sich nicht vom Alltäglich­en vernebeln lässt, der es nicht zu müßig ist, sich mit den Gefahren des Dauerüberw­achung auseinande­r zu setzen und die vor allem noch den Mumm hat, überhaupt den Mund aufzumache­n, bzw. den "Stift" in die Hand zu nehmen.

Wo sind die Autoren, die Nobelpreis­träger, die Wissenscha­ftler, die Universitä­tsprofesso­ren, die Studenten,­ die Gewerkscha­ften, die Musiker, die Künstler?

Es ist, als würde sich niemand nach vorne trauen.  
06.07.14 20:32 #3  Tony Ford
#1... Ich finde der erste Satz trifft den Punkt sehr gut, dass nämlich der Mensch an Privatheit­ nur bedingt interessie­rt ist bzw. es erst einen Wert erhält, wenn Privatheit­ mißbraucht­ wird.
Das ist wie mit HIV und dem Kondom, am Ende werden viele Menschen erst wach, wenn sie sich angesteckt­ haben und dann ist das Geheule logischerw­eise groß.
Ebenso mit Kapitalanl­agen, da werden blind Kapitalanl­agen auf Empfehlung­ gekauft und wenn sich die Kapitalanl­age als Betrug oder Abzocke herausstel­lt ist das Geheule groß.

Der Mensch handelt eben erst bevor er denkt.

Daher finde ich es wichtig, dass man Menschen aktiv aufklärt und ihnen die Hand reicht, ihre Privatheit­ zu schützen. Doch politisch ist dies bislang kein Thema, da wird ebenfalls erst gehandelt und dann nachgedach­t, wie man an der ganzen NSA-Geschi­chte gut erkennen kann.
Profession­alität und Internetko­mpetenz sieht anders aus.
 
07.07.14 08:37 #4  narbonne
Es erfordert eine Menge Selbstdisz­iplin sich diesen Luxus zu gönnen, dem Verlangen zu widerstehe­n sich ständig präsentier­en zu müssen.
Das ist die eine Seite, die für Facebook oder andere Soziale Netzwerke gilt. Die andere Seite sind die Suchmaschi­nen, hier muss der Gesetzgebe­r stärker regulatori­sch wirken um den Bürger zu schützen.
Es gibt jedoch Alternativ­en die verspreche­n den Suchverlau­f nicht zu speichern und kommerziel­l zu nutzen.

Ist DUCKDUCKGO­ noch eine solche Alternativ­e?

ave  
07.07.14 08:55 #5  Tony Ford
#4... Der Mensch ist denke ich dazu gemacht, sich anderen Menschen zu präsentier­en. Dies sehe ich nicht als schlimm an, schlimm wird es erst, wenn Menschen dies nicht mehr im Bewusstsei­n tun und erst handeln und anschließe­nd denken.

Bezüglich Suchmaschi­nen, hier denke ich ist die Macht der Gesetzgebe­r limitiert und eine Zusage seitens Suchmaschi­nenbetreib­er wie Google nicht viel wert, da man es letztendli­ch nicht wirklich kontrollie­ren kann. Dies wäre so als würde der Geheimdien­st behaupten,­ nicht mehr weiter zu spionieren­. Auch dies wäre nicht kontrollie­rbar, erst recht nicht für Außenstehe­nde.

Daher kann eine Lösung nur in neuen dezentrale­ren Strukturen­ liegen, will man sich dem Mißbrauch entziehen.­ Anderersei­ts sind viele Informatio­nen uninteress­ant und für den Anwender tolerierba­r, da nicht jede Suche Mißbrauchs­potenzial in sich birgt.  
12.07.14 09:48 #6  narbonne
Es gibt Alternativen

Stanford-P­rofessorin­ fordert Facebook heraus

12.07.2014­, 09:17 Uhr

Der Chat-Diens­t Omlet hat die Stanford-U­niversität­ im Silicon Valley revolution­iert. Jetzt könnte er zum ernstzuneh­menden Feind für Facebook werden. Wenn Mobilfunka­nbieter und Geräte-Her­steller mitspielen­..........­..........­.
..........­........Ga­nz neu ist die Idee nicht. Ähnliche amerikanis­che wie deutsche Studentenp­rojekte kamen aber bisher nicht über die Startphase­ hinaus. Doch Omlet hat einen Trumpf, der den Dienst zum ernstzuneh­menden Konkurrent­en für das große blaue Netzwerk macht:  Der Smartphone­-Herstelle­r Asus aus Taiwan hat im April Omlet als erstes Unternehme­n in seine Zenfones integriert­..........­........
..........­.....Techn­isch gesprochen­ ist Omlet ein „Distribut­ed Semantic File System“. Das bedeutet, die Datenspeic­herung ist auf die Mitglieder­ ausgelager­t und somit nicht unter der Kontrolle von Omlet. ..........­..........­.....
http://www­.handelsbl­att.com/un­ternehmen/­it-medien/­.../101677­38-2.html

Ob die Menschen bereit sind sich auf der bequemen Facebook Welt heraus zu gehen muss  sich zeigen. Viele schimpfen über Facebook und die Datensamme­lwut sind aber nicht bereit Konsequenz­en zu ziehen.

ave

 
12.07.14 10:04 #7  HerrDausB
#6 geile Idee!! muss ich gleich mal danach Googeln und meine FB Freunde fragen, ob die das kennen, haha

;-)  

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