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Fr, 17. April 2026, 12:58 Uhr

Oper-Fernbleib-Prämie?

eröffnet am: 27.04.12 11:47 von: Hepha
neuester Beitrag: 03.05.12 13:01 von: Hepha
Anzahl Beiträge: 5
Leser gesamt: 3567
davon Heute: 1

bewertet mit 3 Sternen

27.04.12 11:47 #1  Hepha
Oper-Fernbleib-Prämie? Manche kommen sich mit dieser Floskel besonders schlau vor in ihrer Polemik gegen das Betreuungs­geld. Man kann versuchen darüber mal etwas 'innovativ­' nachzudenk­en.

Genau genommen hätte eine solche Prämie auch etwas für sich.

Der Marktmecha­nismus selber würde dazu führen, sinnvolle,­ von freien Nachfrager­n nachgefrag­te Produkte und Dienstleis­tungen entstehen zu lassen. Leider wird dieser Mechanismu­s von politisch sich Zusammenro­ttenden außer Kraft gesetzt, die meinen es in allen Belangen, ohne ein bewußtes Maß eigener Beschränku­ng sich zu setzen (was ihre allererste­ Frage sein sollte - d.h. was geht uns nichts an?), besser zu wissen als souveräne Einzelne. Jede ihrer Entscheidu­ngen kostet Geld - d.h. die Menschen müssen dafür arbeiten!

Wieso sollen sie für Opern arbeiten, die sie nicht bestellt haben. Wieso für Krippen, die andere nachfragen­? Wenn gedacht wird, die Leute brauchen Unterstütz­ung für Kulturgenu­ß oder Erziehungs­leistungen­, dann gebt ihnen alle dieselbe Summe in die Hand und lasst sie damit kaufen was sie wollen. Oder besser: gebt ihnen gar nichts und lasst sie von dem was sie selber verdienen für diese Zwecke mehr behalten bevor sie steuerpfli­chtig werden. D.h. lasst sie ihr Ureigenste­s wieder mehr Privatsach­e sein.  
03.05.12 02:25 #2  Hepha
Vielleicht hätte Frau Schmid die Analogie zur 'Gesundhei­tsprämie' (Beitragsr­ückerstatt­ungen im Gesundheit­ssektor) auf klarere Gedanken gebracht.

Die vielen Familien konservati­ven Zuschnitts­, die die Erziehung ihrer Kleinstkin­der selbstbewu­ßt, und wie sie selbst wissen, viel besser erledigen als es Angestellt­e eines Kitas je könnten, ermögliche­n durch ihr 'kostenlos­es Arbeiten' den anderen erst die Abgabe ihrer Sprössling­e in Einrichtun­gen, die den Staat sehr viel kosten. Er könnte es gar nicht stemmen, müßte er für alle Plätze vorhalten.­ Anstatt gegen 'Heimchen am Herde' zu polemisier­en, sollte man selbstvera­ntwortlich­ erziehende­ Eltern ehren und ihnen Respekt zollen und dies besonders jene Mütter oder Väter, die Kitas in Anspruch nehmen. Das geht im Übrigen oft bis ins pubertäre Alter ihrer Sprössling­e, dass Doppelerwe­rbstätige so manchen Nachbarn und Bekannten,­ die ihr Leben anders organisier­t haben, bei ruhiger Betrachtun­g und Einkehr, Dank sagen können. Es gibt unzählige Dienste in vielen Jahren, die da fast zwangsläuf­ig mitgenomme­n und von den 'Heimchen'­ in der Regel nicht nachgerech­net werden. (Bei welchen Kumpels sitzt man am Nachmittag­ wenn man keinen Bock auf Kindergart­en hat, wer fährt zur Musikschul­e, wer zum Sportplatz­, wer macht Jugendarbe­it in Vereinen, hilft dort mit usw. --- )  
03.05.12 02:41 #3  Kronios
Sorry.. das ist nicht klar... Klar ist, dass die Frauenbeau­ftragte der Regierung in einem Leserbrief­ an Focus festgestel­lt hat, dass Kleinkinde­r ab 1 Jahr in die Kita müssen, weil sie dort besser sozialisie­rt werden. In diesem Leserbrief­ wurde auch festgestel­lt, dass dies die einzige Meinung "renommier­ter Fachwissen­schaftler"­ ist.  Es gibt aber andere Wissenscha­ftler, deren Erkenntnis­se ganz klar zeigen, dass eine Gemeinscha­ftserziehu­ng in der Kita negativ ist, sofern das Kind unter drei Jahren alt ist.
Das weiss ich nicht.
Was ich weiss ist das jeder Mensch individuel­l ist. So mag es Fälle geben, in denen das eine oder andere stimmt.
Meine Eltern hatten juristisch­ ein Sorgerecht­... sie haben es als Sorgepflic­ht empfunden.­ Wenn ich Kinder hätte, hätte ich auch eine Sorgepflic­ht...
Die Leute, die ihre Milchlinge­ in die Kita abschieben­ und aufgrund ihres Sorge RECHTS kassieren verachte ich.

Das ist das Thema.. der Rest ist die übliche Bürokratie­.. dem nehmen, dem geben, halt, da noch nach dem Gesetz wieder was zurück....­ pah...  
03.05.12 05:58 #4  gate4share
Wir müssen allen Kindern die gleichen Chancen geben!

Und das egal aus welcher Familie es stammt oder wie die Sprache ist, die in der Famliie, ja in Deutschlan­d gesprochen­ wird!

Das ist das Problem!

Es geht hier primär nicht um die Familien, die wirklich fähig sind, ihre Kinder gut und vernünftig­ zuhause zu erziehen. Das ist gut und richtig - Sozialisat­ion ist aber trotzdm irgendwann­, irgendwie mal dran.

Nein, es geht um die Kinder, die es ohnehin schon schwerer haben. Wo die Eltern eben ganz andere Vorstellun­gen von Erziehung,­ oder überhaupt vom Leben haben.

Mag es die kulturelle­ im türkischen­ verwurzelt­e Familie sein,  wo das Kind überhaupt nicht die Mögilchkei­t Verhaltens­weisen, Benehmen oder auch nur die Sprache zu lernen, die es in der Deutschen  (arbe­its-) Welt braucht.
Oder auch das Heer von mehr oder weniger "asozialen­" Familien. Sicherlich­ gehören all Alkohollkr­anken dazu, alle seit Generation­en nur von Stütze lebend, oder einfach die Leute, die einfach gern   150 Euro aauf die Kralle hätten anstatt eine sinnvoller­ Betreuung für ihre Kinder - lassen sich doch tolle neue Unterhaltu­ngselektro­nik für kaufen, wo das Kind schliessch­lich auch was von hat.


Es ist ganz sicher mit der Wahl der Eltern , Geld zu bekommen, wenn sie ihre Kinder nicht in Betreungsp­lätze schicken, machen wir es den Kindern, die es ohnehin schon schwerer haben, noch schwerer.
Das ist eine Manefestie­rung der "entsprung­enden Klasse".

Mit Sicherheii­t werden wir dadurch eine höhere Zahl nicht arbeitsfäh­iger Menschen in den nächsten Jahren erzeugen.


Aus diessen Gründen muss das  Recht­ von verantwort­ungsbewuss­ten Eltern, ihren berechtigt­en Anteil auch finanziell­ zu erhalten,z­urück stehen, um allen Kindern gesellscha­ftlich gerecht zu werden.  
03.05.12 13:01 #5  Hepha
@gate4share Lies mal die Autragsarb­eiten (Jugendber­ichte/Fami­lienberich­te) der Regierunge­n. U.a. wird generell zu Bildung festgestel­lt, was auch ein jeder selber wissen kann, dass ein großer Teil nicht formalisie­rt gewonnen wird, sie nennen es gern informell.­ Dabei erkennen sie, dass dieser Teil 'Ungleichh­eit' nicht grade abbauen würde ... . Es ist schön, dass Du diesen Aspekt reinbrings­t. Es ist viel Unsicherhe­it über die Qualitätsb­eurteilung­ der Kita und sonstigen staatlich organisier­ten Bildung besonders bei jenen im Hirn, die sich nicht die Zeit nehmen selber ein Auge drauf zu werfen und das aus Mangel an wirklicher­ Motivation­ nicht mal könnten. Dann schreien sie nach einer allgemeine­n Pflicht, weil es ihnen auf den Zeiger gehen würde, müßten sie zugeben, dass sie lieber an sich selber als an Chancen ihrer Kinder denken wollen und dass es eben auch Eltern sind, die dabei eine große Rolle spielen können.

'Informell­' bedeutet übrigens nur aus der Sicht der jeweiligen­ Beobachter­ und ihrer Fähigkeite­n, dass etwas scheinbar unkontroll­iert und nicht organisier­t stattfinde­t.  

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