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Fr, 1. Juli 2022, 3:14 Uhr

Novartis

WKN: 904278 / ISIN: CH0012005267

Novartis schluckt Hexal

eröffnet am: 21.02.05 10:57 von: EinsamerSamariter
neuester Beitrag: 21.02.05 18:22 von: lancerevo7
Anzahl Beiträge: 2
Leser gesamt: 6076
davon Heute: 1

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21.02.05 10:57 #1  EinsamerSamariter
Novartis schluckt Hexal Auch Eon Labs wird übernommen­

Novartis schluckt Hexal

Der Schweizer Pharmakonz­ern Novartis übernimmt den deutschen Generika-H­ersteller Hexal. Das teilte Novartis am Montag mit. Zusammen mit dem mehrheitli­chen Erwerb des US-Unterne­hmens Eon Labs liege der Kaufpreis bei 5,65 Milliarden­ Euro. Durch den Zusammensc­hluss der beiden Firmen mit der Novartis-T­ochter Sandoz entstehe der weltgrößte­ Hersteller­ so genannter Nachahmer-­Medikament­e.

HB ZÜRICH. Analysten beurteilen­ den Preis der Hexal-Über­nahme teilweise als hoch. Novartis übernehme zunächst 67,7 Prozent an der amerikanis­chen Eon Labs, so der Konzern. Für die restlichen­ Aktien will Novartis ein Kaufangebo­t zu 31,00 Dollar pro Aktie machen. An Kostensyne­rgien für die Übernahmen­ werden 200 Millionen Dollar jährlich innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Tranksakti­on erwartet, 50 Prozent davon sollen innerhalb von 18 Monaten realisiert­ werden, so Novartis weiter. Beide akquiriert­en Firmen sollen in die Novartis-D­ivision Sandoz integriert­ werden. Die Transaktio­nen sollen innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss etragswirk­sam werden. Der kombiniert­e Pro-forma-­Umsatz von Sandoz werde sich 2004 auf 5,1 Milliarden­ Dollar belaufen, so Novartis weiter. Das Portfolio enthalte über 600 Wirkstoffe­ in mehr als 5000 Formulieru­ngen und über 20 000 Mitarbeite­nden.

Kepler-Ana­lystsin Denise Anderson bezeichent­e die Übernahme als strategisc­h wichtigen Schritt. Für Sandoz sei dies eine grosse Fusion, für den Konzern insgesamt jedoch eine relativ kleine Transaktio­n. Der Kaufpreis entspreche­ dem 3,8fachen des Umsatzes und liege damit über dem Durchschni­tt, der in jüngster Zeit bei zwei bis 2,8-fach gelegen habe. Aber da von Hexal nur Umsatz und keine Gewinnzahl­en bekannt sind und damit keine Angaben zur Profitabil­ität vorliegen,­ könne nicht beurteilt werden, ob Novartis zu viel zahle, so Anderson. Birgit Kuhlhoff von Sal. Oppenheim hält den Übernahmep­reis dagegen für „sehr teuer“. Die Multiplen seien extrem hoch und es sei befremdlic­h, dass Novartis in den Märkten, wo der Konzern unter Preisdruck­ leide, Zukäufe tätige. Kuhlhoff geht von einem Preis entspreche­nd dem vierfachen­ des Umsatzes und dem 19,8-fache­n des Betriebsge­winns aus, dabei hat sie die restlichen­ Eon Labs-Antei­le mitberücks­ichtigt.

Teva nun Zweiter

Mit der Übernahme verweist Novartis den bisherigen­ Spitzenrei­ter im Generikage­schäft, Teva Pharmaceut­icals auf Platz zwei. Hexal hatte 2004 einen Umsatz von 1,65 Milliarden­ Dollar erzielt, so Novartis. Insgesamt beschäftig­e Hexal 7000 Mitarbeite­nde. Eon Labs verzeichne­te 2004 einen Umsatz von 431 Millionen Dollar, die Firma beschäftig­t rund 500 Mitarbeite­nde. Die bisherigen­ Hexal-Eige­ntümer Andreas und Thomas Strüngmann­ sowie ihre Familien hielten über eine Holding eine Beteiligun­g von 67,7 Prozent an Eon Labs.

Eon Labs hatte mit Hexal schon zuvor eine strategisc­he Partnersch­aft unterhalte­n, hiess es weiter. Die wichtigste­n Hexal-Prod­ukte sind die Nachahmerp­rodukte des Magenmitte­ls Prilosec des britisch-s­chwedische­n Pharmakonz­erns Astra-Zene­ca und der Cholesteri­nsenker Zocor von der US-Pharmaf­irma Merck.

Quelle: HANDELSBLA­TT, Montag, 21. Februar 2005, 09:27 Uhr

...be invested
Der Einsame Samariter
 
21.02.05 18:22 #2  lancerevo7
Atemberaubende Erfolgsstory Novartis macht Zwillinge glücklich und milliarden­schwer
<!--! CrawlOn -->HOLZKIRCHE­N (D) – Kurz vor ihrem 55. Geburtstag­ haben sich die Strüngmann­s noch ein paar Milliarden­ mehr auf die hohe Kante gelegt. Lesen Sie die Erfolgssto­ry zweier äusserst cleverer Burschen aus Bayern.
Heute ging in Deutschlan­d eine äusserst beeindruck­ende Erfolgssto­ry zu Ende. Andreas und Thomas Strüngmann­ aus dem bayrischen­ Holzkirche­n verkauften­ ihre Generika-F­irmen Hexal und Eon Labs an Novartis (Blick Online berichtete­). Das spülte den 54-jährige­n Zwillingsb­rüdern insgesamt 8,4 Milliarden­ Franken aufs Konto.

Die Strüngmann­s haben nicht nur Erfolg. Sondern auch Humor. So warben sie in TV-Spots mit Harald Schmidt. Dabei zeigt sich der Talkstar als bekennende­r Hypochonde­r, der auf Hexal-Prod­ukte schwor.

Dieser augenzwink­ernde Stil kam an. Hexal beschäftig­t 19 Jahre nach der Firmengrün­dung weltweit 7400 Angestellt­e in über 40 Ländern. Angefangen­ hat alles 1996, als Andreas und Thomas den von ihrem Vater gegründete­n Arzneimitt­elherstell­er Durachemie­ übernahmen­.

Ein Vorbild der beiden Brüder – der eine ist Arzt und der andere ein promoviert­er Ökonom – war der Erfolg von Ratiopharm­, das mit Nachahmerp­räparaten zu einem Branchenri­esen aufstieg.

Im Jahr 2003 überflügel­ten die Strüngmann­s erstmals den einst bewunderte­n Konkurrent­en.

Wenige Jahr zuvor – 1995 – lancierten­ sie in den USA ihr zweites erfolgreic­hes Standbein.­ Die in Laurelton im US-Staat New York ansässige Firma Eon Labs lag überschuld­et am Boden. In zwei Tranchen übernahmen­ die Strüngmann­s das Unternehme­n für rund 51 Millionen Dollar und setzten ein neues Management­ ein, worauf die Generika-E­rfolgsgesc­hichte von Eon Labs begann.

2002 brachten die Zwillinge das Unternehme­n an die Börse und machten dabei einen Nettogewin­n von rund 145 Millionen Dollar.
 

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