J.M. Smucker
| eröffnet am: | 16.11.17 20:37 von: | Der clevere Investor |
| neuester Beitrag: | 16.04.26 23:12 von: | MrTrillion3 |
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Anders kann man sich diesen Kursverlauf momentan nicht erklären, als dass allgemein ein wirtschaftlicher Abschwung vor dem Land steht. Die Kurse solcher Titel zeigen dies früh an.
Auch American Tower sieht inzwischen ziemlich schlecht aus, weshalb man nicht mehr investiert sein sollte.
Das Unternehmen hat seine Tiernahrung abgestoßen und ist dabei das 3 Werk für die Uncrustables zu Bauen um die Nachfrage zu Stillen.Alleine mit Uncrustables will man Zeitnah über 1 Milliarde $ Umsetzen.Ebenfalls will man kosteneinsparungen im bereich Brotaufstriche vornehmen um Margen zu verbessern.Das Unternehmen macht hier große Votschritte und Strafft sein Programm.
Wird wohl Urgeschichte in BASF,Allianz,Adidas oder Fuchs.
Wenn mal wieder Richtung 100 € gehen sollte bin ich wieder dabei.
Machst fürs erst gut Erdnussbutter Gigant.
Der Nettoumsatz des Unternehmens im zweiten Quartal, das am 31. Oktober endete, stieg um 2 %, ohne Berücksichtigung von Akquisitionen, Veräußerungen und Währungsumrechnungen, so das Unternehmen in einer Erklärung am Dienstag. Der Nettoumsatz lag in diesem Zeitraum bei 2,3 Milliarden US-Dollar. Die Prognose für den Gewinn pro Aktie wurde von 10 $ auf 10,10 $ angehoben.
Die Aktien stiegen am Dienstag um 8:22 Uhr in New York vor Beginn des regulären Handels um 5%. Die Aktie ist in diesem Jahr bis zum Börsenschluss am Montag um 10 % gesunken, während der S&P 500 Index um 25 % gestiegen ist.
Der Nettoumsatz mit Uncrustables-Sandwiches stieg um 16 %, was auf eine landesweite Werbekampagne, einen verstärkten Vertrieb und andere Maßnahmen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades zurückzuführen ist, sagte Chief Executive Officer Mark Smucker in einer vorbereiteten Stellungnahme.
Außerdem habe das Unternehmen die Produktion in einem dritten Werk in McCalla, Alabama, aufgenommen. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass der Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2025 über 900 Millionen US-Dollar betragen wird und damit seine Erwartungen übertrifft.
Chief Financial Officer Tucker Marshall sagte in einem Interview am Dienstag, dass das Unternehmen große Hoffnungen in Uncrustables setze, da es „bequem zu handhaben ist, unterwegs gegessen werden kann und wenig bis gar keine Vorbereitung erfordert“.
„Wir sind durch die Lunchbox gegangen und dann finden wir das Produkt in Aktentaschen, in Sporttaschen, in Autos“, sagte er.
Smucker sagte jedoch, dass das Unternehmen mit der Leistung seiner Marke Hostess „nicht zufrieden“ sei, was es auf ein „vermindertes diskretionäres Einkommen“ und einen unterdurchschnittlichen Vertrieb zurückführe. Smucker hatte die Süßwarenmarke im vergangenen Jahr für 5,6 Milliarden Dollar erworben.
Das Unternehmen plant eine Hostess-Kampagne, um die Generation Z und die Millennials anzusprechen und „im Laufe der Zeit“ die Zutatenpalette weiterzuentwickeln, um die Verbraucher dort abzuholen, wo sie sind“, sagte Marshall
Generell bin ich bei Werten skeptisch, die heute schwächer dastehen als vor 10 Jahren; und das in Bullenmärkten.
Bei SJM kommen zum fehlenden Wachstum aber steigende Rohstoffpreise beim Kaffee, härtere Konkurrenz bei der Tiernahrung, ein Trend zu gesünderer Ernährung mit weniger Zucker und letztendlich die Verbreitung der GLP-1 Abnehm-Medikamente. Gerade im Zusammenhang mit sich änderndem Konsumentenverhalten war auch die 5 Mrd. Dollar teure Hostess-Übernahme der völlig falsche Weg.
Die drohenden Zölle auf Kaffee, der komplett importiert werden muss sind eine weitere Unsicherheit.
Was ich nebenbei noch äusserst bedenklich finde, ist dass die Hälfte des Smucker-Umsatzes über Walmart und Kroger stattfindet. Man stelle sich vor, einer listet SJM aus oder dreht an der Preisschraube.
Nein, da gibt es interessantere Konsumwerte....
gruß
zlatopramen
J. M. Smucker ist heute viel mehr als ein Marmeladenhersteller. Das Unternehmen ist ein nordamerikanischer Markenartikler mit starken Positionen bei Kaffee, Brotaufstrichen, Tiefkühl-Snacks, Tiernahrung und Süßgebäck. Zur letzten im Tool verfügbaren Notierung am 16. April 2026 lag die Aktie bei 93,94 US-Dollar, der Börsenwert bei rund 11,1 Milliarden US-Dollar. Mein Urteil ist daher klar: Das ist ein defensives Qualitätsgeschäft mit echter Markenstärke und ordentlichem Cashflow, aber keine saubere Wohlfühlstory. Die Bilanz ist schwer, die Hostess-Integration ist misslungen, und genau deshalb ist die Aktie günstig. (SEC)
Historisch ist Smucker bemerkenswert. Gegründet wurde das Unternehmen 1897 von Jerome Monroe Smucker, börsennotiert ist es seit 1959, an der NYSE wird es seit 1965 gehandelt. Aus dem ursprünglichen Aufstrichgeschäft wurde über Jahrzehnte ein Zukaufskonzern: 2002 kamen Jif und Crisco dazu, 2008 Folgers, 2015 Big Heart Pet Brands und 2023 schließlich Hostess Brands. Genau diese Zukäufe haben aus Smucker einen breit aufgestellten Konsumgüterkonzern gemacht, aber sie haben auch die Bilanz aufgebläht und das Integrationsrisiko erhöht. (J.M. Smucker Investor Relations)
Operativ ist das Geschäft im Kern ordentlich. Zu den wichtigsten Marken gehören Folgers, Dunkin’, Café Bustelo, Jif, Uncrustables, Smucker’s, Hostess, Milk-Bone und Meow Mix. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 war Kaffee mit 2,47 Milliarden US-Dollar Umsatz das größte Segment, gefolgt von Frozen Handheld and Spreads mit 1,40 Milliarden, Pet Foods mit 1,20 Milliarden und International/Away From Home mit 0,98 Milliarden US-Dollar; Sweet Baked Snacks kam nur noch auf 0,73 Milliarden. Besonders auffällig ist die Profitabilität: Pet Foods und Frozen/Spreads sind solide, Sweet Baked Snacks ist dagegen der klare Problemfall. (SEC)
Die Fundamentals sind deshalb zweigeteilt. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Smucker 8,7 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 10,12 US-Dollar, freien Cashflow von 816,6 Millionen US-Dollar und 455,4 Millionen US-Dollar Dividendenzahlungen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management nun noch 3,5 bis 4,0 Prozent Umsatzwachstum, 8,75 bis 9,25 US-Dollar bereinigtes EPS und rund 975 Millionen US-Dollar freien Cashflow. Das zeigt das Grundmuster der Aktie sehr gut: Das Geschäft liefert weiter Geld, aber das Gewinnniveau steht unter Druck. Im dritten Quartal kam das vergleichbare Umsatzwachstum vor allem aus Preisen, während Volumen und Mix rückläufig waren; im Kaffeegeschäft belasten hohe Rohkaffeekosten und Zölle die Margen zusätzlich. (J.M. Smucker Investor Relations)
Der entscheidende Haken ist die Bilanzqualität. Zum 31. Januar 2026 standen 52,8 Millionen US-Dollar Cash, 486,9 Millionen kurzfristige Finanzschulden und 6,84 Milliarden langfristige Schulden in der Bilanz. Gleichzeitig lagen Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte bei zusammen knapp 10,95 Milliarden US-Dollar, bei nur 5,24 Milliarden US-Dollar Eigenkapital. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein echter Risikoblock. Noch deutlicher wird das an den Wertberichtigungen: Im Geschäftsjahr 2025 musste Smucker auf Sweet Baked Snacks und die Marke Hostess bereits milliardenschwere Impairments verbuchen, und im laufenden Geschäftsjahr 2026 kamen bis Ende Januar weitere 507,5 Millionen US-Dollar Goodwill-Abschreibungen sowie 454,2 Millionen US-Dollar Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte dazu. Das ist der klare Beleg dafür, dass die Hostess-Transaktion bisher nicht so funktioniert hat wie geplant. (SEC)
Trotzdem ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau nicht teuer. Aus dem Kurs von 93,94 US-Dollar und der 2026er Gewinnprognose ergibt sich nur ein Forward-KGV von rund 10,2 bis 10,7. Die aktuelle Quartalsdividende liegt bei 1,10 US-Dollar, annualisiert also bei 4,40 US-Dollar, was einer Dividendenrendite von knapp 4,7 Prozent entspricht; auf Basis der Prognose liegt die Ausschüttungsquote grob bei 48 bis 50 Prozent. Zudem zahlt Smucker nach eigenen Angaben seit 1960 jedes Jahr Dividenden. Das ist attraktiv. Aber billig ist die Aktie eben nicht deshalb, weil der Markt blind ist, sondern weil er der Bilanz, der Hostess-Reparatur und der organischen Wachstumsqualität misstraut. Positiv ist immerhin, dass Smucker bei den Hostess-Synergien laut Geschäftsbericht bereits rund 86 von angepeilten 100 Millionen US-Dollar erreicht hatte. (J.M. Smucker Investor Relations)
Meine Einschätzung ist deshalb: J. M. Smucker ist auf Sicht von fünf bis fünfzehn Jahren kein Vervielfacher, aber durchaus ein brauchbarer Langfristwert für Anleger, die stabile Marken, Dividenden und moderate Gesamtrenditen suchen. Die besten Vermögenswerte des Konzerns sind aus meiner Sicht Kaffee, Uncrustables und Pet Foods; dort steckt die eigentliche Substanz. Der schwächste Teil ist Sweet Baked Snacks, also genau der Bereich, für den viel Geld bezahlt wurde. Mein fairer Korridor für die nächsten 12 bis 24 Monate liegt bei 100 bis 115 US-Dollar je Aktie. In einem guten Fall, also bei sauberer Hostess-Stabilisierung, weiterem Schuldenabbau und normalisierenden Kaffeekosten, halte ich auch 125 US-Dollar für erreichbar. In einem schwachen Fall, bei neuen Abschreibungen oder anhaltender Volumenschwäche, sehe ich eher 80 bis 85 US-Dollar. Auf fünf Jahre traue ich der Aktie etwa 125 bis 155 US-Dollar zu, auf zehn bis fünfzehn Jahre eher 160 bis 220 US-Dollar, aber nur unter der Bedingung, dass Smucker aus Hostess endlich ein vernünftiges, margenstarkes Geschäft macht. Grundlage dieser Schätzung ist die heutige niedrige Bewertung, der robuste freie Cashflow und die starke Dividende auf der einen Seite, sowie der hohe Schulden- und Abschreibungsdruck auf der anderen. (J.M. Smucker Investor Relations)
Unterm Strich halte ich J. M. Smucker derzeit für eine interessant bewertete, aber klar angeschlagene Qualitätsaktie. Wer einen langweiligen, berechenbaren Konsumwert ohne große Baustellen sucht, ist hier falsch. Wer aber akzeptiert, dass Smucker ein defensives Kerngeschäft mit einem misslungenen Snack-Zukauf kombiniert und genau deshalb niedrig bewertet ist, kann die Aktie auf dem aktuellen Niveau als solide Turnaround- und Ertragsstory ansehen. Für mich ist sie eher ein Kauf für geduldige Dividenden- und Value-Anleger als für Wachstumsinvestoren.
Autor: ChatGPT
