Intel - ein kurzfristiger Trade?
| eröffnet am: | 28.09.04 20:27 von: | Anti Lemming |
| neuester Beitrag: | 14.04.26 10:59 von: | Highländer49 |
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- zunehmende Lagerbestände bei den Händlern (Intel begründet dies mit höherer Produktivität in der Herstellung)
- leicht gesenkter Ausblick für das laufende Quartal
- thermische Probleme bei den neuen P4 (Prescott) in 90-nm-Technik
- wachsende Konkurrenz durch AMDs 64-bit Prozessoren
- seit heute verwendet HP in Servern keine Intel-Itanium-Prozessoren (64-bit) mehr.
Doch all dies scheint mir inzwischen eingepreist. Insgesamt haben sich die Geschäftszahlen gegenüber dem Vorjahr - als Intel zwischen 28 und 32 USD notierte - kaum verschlechtert.
Intel ist Weltmarktführer bei Prozessoren (Marktanteil 82,7 % gegenüber 15,5 % bei AMD laut Mercury Research, Aug. 2004), hat immer noch 32 Mrd. USD Umsatz pro Jahr, einen Nettogewinn von 1,8 Mrd. USD im letzten Quartal und eine konkurrenzlose Bruttomarge von 59,2 Prozent. Damit ist Intel im Vergleich zu AMD (Bruttomarge: 37,8 Prozent) eine Cash-Kuh. Intels KGV liegt derzeit bei 17,8.
AMD hingegen (KGV: 49,6) verdient deutlich weniger (0,24 USD pro Aktie gegenüber 1,11 USD bei Intel) und droht erneut in die roten Zahlen zu rutschen, wenn Intel seine Margenmacht nutzt. Um die 64-bit-Prozessoren von AMD (Opteron und Athlon-64) ist ein regelrechter Hype entstanden, was zu einer Überbewertung der AMD-Aktie und im Gegenzug zu einer Unterbewertung von Intel geführt hat, die fundamental unbegründet ist. AMDs Opteron und Athlon-64 sind abwärtskompatibel zu 32-bit-Betriebssystemen (Windows XP), Intels Itanium (reiner 64-bit-Prozessor) hingegen nicht. Doch Intel hat reagiert und will seine 64-bit-Prozessoren nun auch abwärtskompatibel machen (hier ist David AMD dem Goliath INTEL z. Z. voraus).
Heute notiert Intel bei 19,70 USD. Damit haben wir gegenüber den Höchstkursen vom Januar, als INTC bei 34 USD lag, einen Rückgang von über 40 Prozent. Unter 20 USD sieht die Aktie auch optisch billig aus, obwohl der Tiefstkurs im Herbst 2003 bei 15 USD lag.
Das Weihnachtsquartal ist für Intel immer eines der besten - die saisonalen Jahrestiefs finden sich fast immer Anfang Oktober. Mancher Fondmanager wirft die Aktie bereits jetzt - zum Ende des Geschäftsjahrs am 30.9.04 - aus Steuergründen auf den Markt.
Wegen des fallenden Markttrends ist Intel dennoch ein heißes Eisen. Ich habe mir daher nur ein paar Calls für Januar 2006 (Strike-Preis 22,50 USD) zugelegt. Damit hält sich das Risiko in Grenzen.
Ich rechne in den nächsten drei Monaten mit einer Markterholung bei den Halbleitern. Intel könnte bis Januar 2005 wieder auf 25 USD steigen. Mehr als ein kurzfristiger Trade scheint mir aber nicht drin zu sein.
https://www.finanznachrichten.de/...hat-sie-noch-30-potenzial-486.htm
https://www.ariva.de/aktien/intel-corp-aktie/news/...en-fort-11880957
Der jüngste Höhenflug von Intel wird für Anleger zum Bumerang. Das Unternehmen konnte der Rallye mit seinen Zahlen nicht gerecht werden. Die Aktie bricht ein.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Absturz: Intel-Aktie fällt nach schwachen Zahlen ins Bodenlose!
Ein relevanter Teil der Intel Rally ist politisch getrieben durch Trump und die Beteiligung der US Regierung: mit einem Anteil von 9,9%.
Der Foundry Bereich ist weiterhin unprofitabel und hat noch keinen grossen externen Kunden gewonnen.
Der Ausblick ist enttaeuschend und einfach schwach.
https://www.finanznachrichten.de/...ktie-13-5-was-kommt-jetzt-486.htm
AMD, Nvidia etc. sind tolle Bäcker. Die Öfen haben aber TSMC und Intel. Wenn China Taiwan einnehmen sollte, dann wird kaum ein Weg an Intel vorbeiführen. Im Augenblick geht es tatsächlich nur um Politik.
Im Gegensatz zu Donald Trump handeln die Amerikaner und lassen sich die Abhängigkeit von Taiwan nicht auf Dauer gefallen. Alle Chiphersteller, die in Amerika Geschäft machen wollen, werden mehrere weniger dazu gezwungen werden, bei Intel zu bestellen und dort die Chips fertigen zu lassen.
Das ist Fakt, und daher sehe ich die Intel Aktie als massiv unterbewertet. Sie hat den ganzen AIU überhaupt nicht mitgemacht. Eine Marktkapitalisierung von 280 Millionen $ für den größten Produzenten. Der USA ist einfach einfach nur lächerlich.
Der neue Chef von Intel ist grandios. Er hat die Firma in der kurzen Zeit bereits soweit nach vorne gebracht, dass wir nur etwas Geduld haben müssen.
Im übrigen waren die Ergebnisse von Intel auch sehr Und lagen deutlich über den Schätzungen.
Dass sich das Ganze etwas verzögert. Darin sehe ich kein Problem ganz im Gegenteil nach dem Kurs Absturz sogar eine sehr gute Chance.
ich wünsche allen Investierten weiterhin viel Erfolg. Mit ist der gesamte Sektor mittlerweile zu
ambitioniert bewertet ,sei es Asml, Tmsc usw.
...schwach.
Im vergangenen Jahr profitierte das Unternehmen noch vom Windows 11 EOL-Effekt – dieser Rückenwind ist jetzt vorbei. Die Investitionen sind gemacht, aber Intel produziert weiterhin Chips, die der Markt bzw. die Investoren nicht sehen wollen. Gefragt sind wettbewerbsfähige KI-Chips, und genau dort liefert Intel nicht.
Währenddessen investiert TSMC als unangefochtener Marktführer massiv in neue US Fertigungsstätten und baut seine technologische Dominanz weiter aus.
Die Intel Story hängt aktuell vor allem am politischen Support der US Regierung – operativ überzeugt sie noch nicht was man ua an dem schlechten Ausblick sieht.
TSMC baut die USA zum neuen Chip Hotspot aus
1) Erste Fab: Läuft bereits
Standort: Phoenix, Arizona
Produziert seit 2024 im 4 nm Prozess
Teil eines Mega Projekts mit bis zu 6 Fabs
2) Zweite Fab: Fertig gebaut – Ausrüstung folgt
Start der 3nm Produktion: 2027
Fokus: High End Chips für Apple, Nvidia & Co.
3) Dritte Fab: Im Bau
Baubeginn: 2025
Zieltechnologie: 2 nm
Produktionsstart: Ende des Jahrzehnts
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Intel plant, seine KI-Beteiligung mit einer Millioneninvestition in das Startup SambaNova auszubauen, doch die Nähe von CEO Lip-Bu Tan sorgt für Kritik.
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...p-sambanova-investieren
Intel investiert erneut in das KI-Startup SambaNova, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Intel-CEO Lip-Bu Tan ist. Mit einer zusätzlichen 15-Millionen-US-Dollar-Investition erhöht sich Intels Anteil auf 9 Prozent. Doch die engen Verbindungen zwischen Tan und den unterstützten Firmen werfen Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf.
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