Gute Aktion bei Bear Stearns
| eröffnet am: | 14.03.08 15:57 von: | Libuda |
| neuester Beitrag: | 15.10.09 12:02 von: | Marlboromann |
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Leider hat man das bei der IKB noch nicht gemacht. Frage an Frau Müller-Matthäus: Haben Sie schon die ehemaligen Vorstandsmitglieder der IKB auf Schadenersatz verklagt? Logischeweise nein, und dicke Pensionen und Abfindungen haben die auch noch eingestrichen. Kein Staatsanwalt erhebt Anklagen wegen Untreue - wie das eben in einer Bananenrepublik üblich ist.
Die Amis stecken Wirtschaftsgängster wenigstens für lange Zeit in den Knast.
Ich habe ja schon seit Jahren gefordert: Pleite-Banken pleite gehen lasssen, damit die Kriminellen, die das angerichtetet haben, ihre dicken Pensionen verlieren und den Schaden aus dem Privatvermögen der Bängster einklagen (nur so bekommt das Problem des Moral Hazard in den Griff), die Notenbank übernimmt die Pleite-Banken, saniert sie und reprivatisiert sie wieder.
gegangen - Ihr erinnert Euch: die erhoffte Enteignung der Aktionäre von Bear Stearns - siehe dazu meins Posting 36 von gestern:
"36. Ich hoffe, dass die Aktionäre von Bear Stearns Libuda 16.03.08 23:31 bei dieser Aktion so weit wie möglich enteignet werden und die Staatsanwaltschaft eingreift wenn jemand aus dem Management bei einem Ausscheiden auch nur einen Dollar bekommt. Kurzfristig sind meine Wünsche hinsichtlich einer Enteignung der Aktionäre von Bear Stearns eher schädlich, aber langfristig würden sie eine enorm wichtig Botschaft transportieren: Aktionäre aller Länder kontrolliert Eure Investmentbängster und Parlamente aller Länder legt diesen Wohlstand absaugenden Schmeissfliegen die Daumenschrauben an."
Und möchte noch einmal betonen, dass das nur kurzfristig schädlich ist, wie ich gestern ausführte, langfristig aber eine wichtige Botschaft ist: die Entmachtung der Unsicherheit produzierenden Investmentbängster.
Ich gebe dir ja völlig recht, dass es eine Schande ist, dass solch ein Missmanagement keine Konsequenzen für die Verantwortlichen auf privater (finanzieller) Ebene hat.
Was ich allerdings nicht für gut heißen kann, ist die plumpe Aussage solche Banken einfach pleite gehen zu lassen. Was ist mit den Stakeholdern...was ist mit den Shareholdern? Was ist mit den Einlagen von Unternehmen?...das kann doch alles garnicht mit dem Privatvermögen der Verantwortlichen gedeckt werden. Der Schaden wäre gesamtwirtschaftlich einfach zu groß. Ich gebe dir wie gesagt recht...die Verursacher müssen zur Verantwortung gezogen werden, aber alles andere was du schreibst, ist doch recht engstirnig.
Lg
Das ist enorm wichtig - damit die Aktionäre das nächste Mal auf die Investmentbängster aufpassen. Denn an Warnungen hat es nun wirklich nicht gefehtl. Niemand hat auf deutschen Boards das Geschäftsmodell der Investmentbängster härter angegriffen als Libuda - und zwar seit einigen Jahren.
Versuche mal ein wenig umsichtiger zu sein bei deinen Aussagen...
Und ich sags dir nocheinmal....wer von sich selbst in der dritten Form redet, der bekommt hier sicherlich nicht viel Aufmerksamkeit, denn normal ist das nicht!
Die Beteiligungen, die zusammen ca. eine Milliarde wert sind, aber nur mit 150 Millionen in den momentanen Börsenkurs einflißen, kann man sich im übrigen im Internet ansehen, was Nimbus nicht getan haben dürfte. Wenn Ihr das aber tun wollt, dann bitte:
www.icgcommerce.com
(Internet Captial hält 65% an ICGCommmerce)
www.starcite.com
(Internet Capital hält 26% and Starcite)
www.metastorm.com
(Internet Capital hält 32% an Metastorm)
www.creditex.com
(Internet Capital hält 15% an Crecitex)
www.freeborders.com
(Internet Capital hält 32% an Freeborders)
www.channelintelligence.com
(Internet Capital hält 41% an Channelintelligence)
www.whitefence.com
(Internet Capital hält 35% an Whitefence)
www.anthemvp.com
(Internet Capital hält 9% an Anthem Venture)
www.vcommerce.com
(Internet Capital hält 48% an Vcommerce)
www.emptoris.com
(Internet Capital hält 5% an Emptoris)
und weitere kleinere Beteiligungen
Mein Wunsch von gestern ist in Erfüllung Libuda 17.03.08 16:54
gegangen - Ihr erinnert Euch: die erhoffte Enteignung der Aktionäre von Bear Stearns - siehe dazu meins Posting 36 von gestern:
"36. Ich hoffe, dass die Aktionäre von Bear Stearns Libuda 16.03.08 23:31 bei dieser Aktion so weit wie möglich enteignet werden und die Staatsanwaltschaft eingreift wenn jemand aus dem Management bei einem Ausscheiden auch nur einen Dollar bekommt. Kurzfristig sind meine Wünsche hinsichtlich einer Enteignung der Aktionäre von Bear Stearns eher schädlich, aber langfristig würden sie eine enorm wichtig Botschaft transportieren: Aktionäre aller Länder kontrolliert Eure Investmentbängster und Parlamente aller Länder legt diesen Wohlstand absaugenden Schmeissfliegen die Daumenschrauben an."
Und möchte noch einmal betonen, dass das nur kurzfristig schädlich ist, wie ich gestern ausführte, langfristig aber eine wichtige Botschaft ist: die Entmachtung der Unsicherheit produzierenden Investmentbängster.
Ja, vielleicht war Bear Stearns gar nicht pleite, sondern hat nur unsinnige Abschreibungen durchführen müssen, die sich im nachhinein als Unsinn herausstellen.
So wird es wohl gewesen sein, aber trotzdem hat Bear Stearns die Pleite verdient, denn das waren die schlimmsten der Zocker. Und es wäre nicht gut gewesen, wenn alle wüsten Zocker mit dem blauen Auge davon gekommen wären - die Aktionäre hätten nämlich dann auf diese schlimmen Vögel nicht aufgepasst. Das werden sie in Zukunft tun und das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaftsentwicklung.
http://www.ariva.de/news/video/...uert-auf-risikoreichem-Kurs-3032886
Bei dem Ackermann-Sepp war nie Leistung im Spiel, sondern die Steigerung der Eigenkapitalrendite war immer nur das Ergebnis einer weiteren Erhöhung des Verschuldungsgrades. Insofern ist es absurd, dass man dem noch eine Vertragsverlängerung gegeben und ihn nicht zu Heidi in die Berge zum Ziegenmelken zurückgeschickt hat.
Boni zum Teil höher als Gewinne
Milliardenschwere Staatshilfen einerseits, üppige Bonuszahlungen andererseits: Bei einigen staatlich gestützten US-Banken haben die Bonuszahlungen der Justiz zufolge im vergangenen Jahr die Nettogewinne überstiegen. Die Belohnungspraktiken hätten weder Hand noch Fuß, kritisierte das New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo.
Zeigt wenig Verständnis für die Belohungspraxis der Banken: Der New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo. Quelle: Reuters
HB NEW YORK. Neun der größten US-Banken haben vom Steuerzahler im vergangenen Jahr zusammen 175 Mrd. Dollar (123 Mrd. Euro) bekommen und zugleich insgesamt 32,6 Mrd. Dollar an Prämien ausgeschüttet, wie der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo am Donnerstag scharf kritisierte.
Bei Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase hätten die Sonderzahlungen deutlich über den Einnahmen der Institute gelegen, führte Cuomo aus. In der schwierigen Wirtschaftslage sei die Entschädigung von Bankangestellten von der Leistung der Institute losgelöst, kritisierte der Staatsanwalt, der für seine harte Haltung gegenüber den Banken bekannt ist.
Die zu den größten Verlierern der Krise zählende Citigroup etwa erhielt 45 Mrd. Dollar an direkten Hilfen. Der Staat ist dafür nun mit 34 Prozent größter Aktionär der Bank. Doch ausgerechnet sie schüttete 2008 mehr als 5,3 Mrd. Dollar an Boni aus. Und das bei einem Jahresverlust von 27,7 Milliarden Dollar. 738 Citi-Banker nahmen jeweils mehr als eine Millionen Dollar mit nach Hause. Den rein rechnerisch höchsten Bonus je Mitarbeiter zahlte ein weiteres Mal Wall-Street-Legende Goldman Sachs. Die Investmentbank schüttete im Schnitt mehr als 160 000 Dollar aus. Die insgesamt 4,8 Mrd. Dollar an Prämien waren mehr als doppelt so hoch wie der Jahresgewinn der Bank. Die Bonuszahlungen für Händler, Banker und Manager an der Wall Street können traditionell ein Vielfaches der Grundgehälter ausmachen.
Die Banken würden in guten wie in schlechten Zeiten hohe Boni zahlen, wirft der prominente Strafverfolger den Finanzhäusern in einer Untersuchung seiner Behörde vor. "Es hat weder Hand noch Fuß, wie die Banken ihre Mitarbeiter entlohnen."
Die politische Debatte um die Vergütungen der Banken läuft in den USA auf Hochtouren. Ein Sonderbeauftragter von US-Präsident Barack Obama soll Bonuszahlungen bei den vom Staat unterstützten Instituten überwachen. Das Abgeordnetenhaus berät zudem Gesetze, die der Bankenaufsicht und den Aktionären mehr Mitsprache bei Bonuszahlungen geben sollen.
"Als die Banken gut abschnitten, bezahlten sie ihre Beschäftigten gut", so Cuomos Behörde. "Und als die Banken miserabel abschnitten, wurden sie vom Steuerzahler gerettet - und die Beschäftigten wurden weiter gut bezahlt."
Cuomo ermittelt bei neun Finanzhäusern, die im Oktober vergangenen Jahres insgesamt 125 Mrd. Dollar aus Steuergeldern erhielten, um die Finanzkrise zu überstehen. Die Auszahlung von Mrd. Dollar an Prämien für Mitarbeiter defizitärer Institute hatte in den USA einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.
Andrew Cuomo ist an der Wall Street ein gefürchteter Mann. Der New Yorker Generalstaatsanwalt ist eine Art Chef-Kritiker der Finanzjongleure. Er überzieht sie regelmäßig öffentlich mit Schimpf und Schande und setzt sie mit Ermittlungen unter Druck.
http://finance.yahoo.com/news/...s&pos=main&asset=&ccode=
Und warum stecken so viele Staatsanwaltschaften mit ihren Anklagen wegen Untreue fest. Hoffentlich nicht aufgrund von Weisungen der Landesregierungen.
Spannende Frage: Wer kontrolliert, ob die Landesregierungen hier Weisungen ergehen lassen?
Libuda fordert schon seit Jahren und lange vor der Krise mehr Regulierung für Bängster. Und zwar indirekt, indem die Rahmen des Handelns verkleinert werden, Analyse und Handel getrennt wird sowei mehr Transparenz geschaffen wird. Eine Sünde der Amis ist z.B., dass sie im Rahmen der Revision der Leerverkäufe erst eine Berichterstattung nach vier Wochen installieren wollen, damit Bängster und Hedgefunds weiter an künstlich herbeiführten Marktunvollkommenheiten verdienen können - das ist eigentlich kriminell und der Coumo sollte sich vielleicht auch einmal mit Politikern befassen, die solche kriminellen gegen Wettbewerbsrecht verstoßende Dinge auf die Wege leiten. "Macht neigt zu Verderbtbeit, unbegrentze Macht zu grenzenloser Verderbtheit." Das ist nicht von Karl Marx, sondern von Adam Smith.
Wirtschaft
Samstag, 01. August 2009
Gegen Exzesse bei Manager-Boni
US-Kongress zieht Grenzen ein
Nach der öffentlichen Entrüstung über hohe Bonus-Zahlungen in staatlich gestützten Firmen hat das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf zur Begrenzung von Manager-Boni verabschiedet. Der Deutschland-Chef von Goldman-Sachs verteidigte Manager-Boni.
Kongress-Präsidentin Nancy Pelosi will mit Grenzen für Managergehälter eine neue Finanzkrise verhindern.
(Foto: AP)
Die Kongress-Abgeordneten billigten mit 237 zu 185 Stimmen die Vorlage, die den Beinamen "Say on Pay" (etwa: Mitsprache bei der Bezahlung) trägt. Aktionäre sollen danach alljährlich über die Bezahlung der Manager des betroffenen Unternehmens abstimmen können, allerdings ist das Votum nicht bindend. Die staatlichen Aufsichtsbehörden sollen zudem Vergütungen kappen können, sofern sie diese für schädlich halten. Dies schließt Boni ein, die "zu unangemessenen Risiken verleiten" und "Sicherheit und Bonität" der betroffenen Unternehmen gefährden oder "negative Folgen für die wirtschaftlichen Umstände oder finanzielle Stabilität" haben könnten.
"Der Kongress hat bei seinen Bemühungen um eine Reform der Arbeitsweise der Wall Street einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht", sagte die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. So solle künftig eine neue Finanzkrise verhindert werden.
Senat könnte Gesetz stoppen
Über die Vorlage muss als nächstes der US-Senat entscheiden, wobei der Ausgang der Abstimmung offen ist. Voraussichtlich werden die Senatoren nicht mehr vor ihrer einmonatigen Sommerpause votieren, die am kommenden Freitag beginnt. US-Präsident Barack Obama und seine demokratischen Verbündeten hatten angekündigt, angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise strikter gegen die Geschäftsmethoden in der Finanzbranche vorzugehen. Von republikanischer Seite hat ihnen das den Vorwurf eingebracht, sich unangemessen stark in die Wirtschaft einzumischen.
Erst am Donnerstag hatte New Yorks Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo einen Bericht vorgestellt, nach dem große US-Banken ihren Angestellten 2008 enorme Boni zukommen ließen. Mitten in der Finanzkrise überstiegen die Bonus-Zahlungen einiger Wall-Street-Schwergewichte demnach den Gewinn der Firmen.
Milliardenboni im Visier
Banker von Goldman Sachs erhielten im vergangenen Jahr im Schnitt den höchsten Bonus.
(Foto: REUTERS)
Zu den kritisierten Banken zählen Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase, die allesamt hohe staatliche Hilfen kassiert hatten. Allein Goldman Sachs schüttete dem Bericht zufolge vergangenes Jahr 4,8 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) Boni an Führungskräfte aus - mehr als das Doppelte des Gewinns von 2,3 Milliarden Dollar. Goldman Sachs hat wegen der Finanzkrise zehn Milliarden Dollar staatliche Nothilfe erhalten.
Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs verteidigte die Zahlung hoher Boni an die Angestellten des Instituts. Nicht die Höhe der Boni sei das Problem, sondern der Grund für die Gewährung von Boni, sagte Alexander Dibelius der "Wirtschaftswoche". Es habe "vielerorts falsche Anreizsysteme" gegeben, die nun geändert werden müssten, "damit nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln belohnt wird".
Die Mitarbeiter von Goldman Sachs bekämen den variablen Anteil ihrer Vergütung zu einem großen Teil in Aktien, die mehrere Jahre gehalten werden müssten: "Daher sind die Mitarbeiter automatisch am langfristigen Unternehmenserfolg interessiert."
nne/AFP
m April 2007 schrieb Matthew Tannin, Portfolio-Manager bei zwei Hedgefonds, die zur Investmentbank Bear Stearns gehörten, an seinen Kollegen Ralph Cioffi: „Der Subprime-Markt sieht ziemlich hässlich aus.“ Wenn man an die eigenen Berechnungsmodelle glaube, so Tannin weiter, sollte man die Fonds, in die Anleger rund 1,4 Milliarden Dollar investiert hatten, sofort schließen. Denn sollten die darin enthaltenen Papiere von ihrem AAA-Rating – der höchsten Qualität – herabgestuft werden, „besteht keine Chance mehr für uns, Geld zu machen – niemals“. Für Cioffi war das aber nichts Neues: Bereits im März drohte der einem Mitarbeiter, dieser solle mit niemandem über die miesen Papiere reden, sonst „werde ich dich erschießen“. http://www.wiwo.de/finanzen/die-krisenmacher-vor-gericht-410428/
