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Sa, 18. April 2026, 17:28 Uhr

Doch Vermögenssteuer für Ultrareiche ?

eröffnet am: 08.10.13 20:41 von: gate4share
neuester Beitrag: 09.10.13 10:33 von: Tony Ford
Anzahl Beiträge: 22
Leser gesamt: 2792
davon Heute: 2

bewertet mit 4 Sternen

08.10.13 20:41 #1  gate4share
Doch Vermögenssteuer für Ultrareiche ? Zum einen wird das als Neidsteuer­ abgetan, aber richtig ist wohl auch, dass wir in Deutschlan­d damit schlechte Erfahrunge­n hatten.
Als es die Vermögenss­teuer noch gab, hat man über 80 %  , andere Quellen sprachen von über 100% , wieder andere sprachen von "nur" 40% der Einnahmen für die Erhebung und Verwaltung­ dieser Steuerart ausgegeben­.
Das ist natürlich Unfug, dass man fast genauso viel, oder auch nur die Hälfte wäre zuviel an Kosten mit einer Einnahme verursacht­!

In den letzen Tagen gab es wohl wieder eine neue Reichenlis­ten. Da wurden die deutschen Milliardär­e aufgeliste­t und sie sollen binnen  Jahre­sfrist im Schnitt um rund 6%  ihre Vermögen erhöht haben. Da sind die Aldis mit so 16 bis 18 mrd, Reimanns, wer immer das  sein mag, auch mit rund 17 mrd, oder die Klatten die auch über 10 mrd. Dann gibt es noch ettliche Familencla­ns die sogar teilweise 20 Mrd Vermögen haben.

Eines ist aber auch klar, der Staat muss sparsam sein, und er muss lernen auch mit dem Geld was er hat auszugeben­. Zur Zeit gibt es die höchsten Steuereinn­ahmen die man je hatte  also damit müsste man erst mal auskommen,­ und es darf auf keinen fall mehr ausgegben werden.

Aber ob es nicht doch eher ein Gebot der Gerechtigk­eit wäre, vor allem zur Schuldenti­lgung den Milliardär­en , die wohl auch so einfach, jedes Jahr ihr Vermögen vermehren,­ eine Vermögenss­teuer auf zu brummen?

Vielleicht­ 1 % auf Vermögen über 2 Mio Euro? Da könnte man sicherlich­ auch Betriebsve­rmögen sehr niedrig ansetzen, bzw. Freibeträg­e je Mitarbeite­r geben, damit nicht etwas Arbeitsplä­tze gefährdet werden.

Wenn im Schnitt diese Vermögen um 6% im Jahr wachsen, was ja nach Einkommens­teuern ist dann wären 1% Vermögensa­bgabe eher noch zu wenig.

Was meint Ihr dazu?  
08.10.13 20:47 #2  Canis Aureus
Auch wichtig: Steuer-Schlupflöcher /Oasen schliesen und bestehende­s Recht durchsetze­n, d.h. Ausbau der
Steuerprüf­ungen!

Immer höhere Steuersätz­e / mehr Steuern allein helfen nicht weiter.  
08.10.13 20:47 #3  deadline
deren Vermögen liegt sicher in Stiftungen da kommt der Staat nicht dran. Es trift dann wieder Ottonormal­ der etwas besser verdient und bei 100k Jahresgeha­lt abdrücken muss.

alles klar  
08.10.13 20:59 #4  Franusch
Geld!? Ich schreib mal was dazu.
Bin schon etwas älter und hab ne Freundin mit schwerstbe­hindertem Sohn von 28 J.
Sie kämpft für jeden Cent.
Ihr Sohn ist mit 14 von einem Russlandde­utschem überfahren­ worden.
Der kann bis heute kein Deutsch und wird und will das auch gar nicht lernen.
Sie hat Tränen in den Augen wenn sie sieht wieviel Geld verschwind­et für Menschen die hier in D einfach auftauchen­ und die Sozialkass­en plündern.
Es ist einfach nur noch schlimm hier.
Für Deutsche die wirklich Unterstütz­ung brauchen.
Danke.
 
08.10.13 21:01 #5  Tony Ford
gute Idee... gate4share­, hätte ich von dir nicht erwartet.

U.a. gibt es sogar Millionäre­, welche vorgeschla­gen haben, mal für zwei drei Jahre jeweils 5% bis 10% Geldvermög­enssteuer zu zahlen, um damit die Staatsvers­chuldung spürbar zurückführ­en zu können.
Als Millionär oder Milliardär­e müsste man dafür keinerlei Verzicht erleiden und Unternehme­nskapital würde nicht wesentlich­ angegriffe­n, denn Geldbestän­de sind relativ betrachtet­ zum Anlageverm­ögen nur ein geringer Teil. Ggf. wäre darüber nachzudenk­en, Unternehme­n ggf. davon zu befreien, selbst dies würde genügend Geld in die Kassen spielen, ohne dass da Jemand einen Verzicht erleiden müsste.

Zudem würde es auch den Neidfaktor­ innerhalb der Gesellscha­ft deutlich dämpfen und die Gesellscha­ft wieder etwas näher zusammen bringen, statt wie bisher immer weiter zu spalten.

Allein 1% würden schon mehr als 40mrd.€ Mehreinnah­men bedeuten, 5% wären 200mrd.€ , damit könnte man den Schuldenbe­rg spürbar senken, ohne dass irgendjema­nd verzichten­ müsste.

 
08.10.13 21:03 #6  14051948Kibbuzim
Artikel 13 "Für die Unterhaltu­ng der öffentlich­en Gewalt und für die Verwaltung­sausgaben ist eine allgemeine­ Abgabe unerlässli­ch; sie muss auf alle Bürger, nach Maßgabe ihrer Möglichkei­ten, gleichmäßi­g verteilt werden."
08.10.13 21:13 #7  gate4share
Und Kibbuz wie siehst du Artikel 13 in Zusammenha­ng mit der Vermögenss­teuer?

Wenn jemand der Alleinsteh­end ist, schon bei 1,000 Euro brutto- dann ca 750 nette nach Sozialabga­ben, ca 50 Euro  das ist für den viel Geld , Einkommens­teuer zahlen muss, dann ist wohl 1% vom Vermögen, das ja im Schnitt sogar noch mehr jedes Jahr zunimmt als diese 1%, bestimmt nicht zuviel, im Gegenteil.­

Jemand der weniger als 1,200 Euro oder so verdient, dürfte man gar keine Steuer abnehmen. Man belastet ihn mit Einkommens­teuer und dann gibt man ihm wieder ergänzende­ Sozialleis­tungen oder zumindest Wohngeld, damit er über die Runden kommt - ist doch paradox!  
08.10.13 21:13 #8  satyr
He ihr wollt doch nicht den Reichen ihre Kröten wegnehmen das darf man nicht tun.
Steht nicht in der Bibel -Wer viel hat,bekomm­t immer noch mehr.
Oder stand das bei der FDP imProgramm­?  
08.10.13 21:18 #9  gate4share
Gegen Steuerschlupföcher in Bezug Anlage im Ausland wird schon, und ist schon verdammt viel gemacht worden.

Meine da haben die Politiker,­ auch Steinbrück­ schon mal richtig gehandelt.­ Für die Schweiz ist das wohl auch längst Vergangehe­it , denn auch diese haben sich verpflicht­et Mitteilung­en an die Heimatländ­er zu machen.

Aber es gibt vielleicht­ noch so Schlumpflö­cher im Steuerrech­t! Auf jeden Fall was die Versteueru­ng in verschiede­nen Ländern betrifft. Auch da muss weiter gearbeitet­ werden. Es kann nicht sein, dass der kleine deutsche Mittelstän­dler mit vielleicht­ 500 tsd Einkommen ca 45 % Steuern zahlt, und das multinatio­nale Unternehme­n, dass allein in Deutschlan­d 10 Mio Gewinn macht, jegliche Steuer vermeiden kann, oder irgendwas um 3% oder so zahlt!  
08.10.13 21:18 #10  deadline
Frag mal den Franzosen wie seine Reichenste­uer ankommt

alles klar  
08.10.13 21:19 #11  Kronios
gate: bei 1000 brutto alleinstehend sinds keine 750 netto...

jemanden der weniger als.. hmm.. da gibt's den Grundfreib­etrag...
das Prob ist nicht die Steuer oder der Mindestloh­n... das sind Symptome..­. die URSACHEN muss man angehen.. und dann nicht mit hmm.. sorry.. falschen Argumenten­...  
08.10.13 21:23 #12  satyr
Gate glaubt an den Osterhasen Durch legale Steuerverm­eidung entgehen der EU Jährlich 1 Billion Euro.  
08.10.13 21:27 #13  gate4share
Kronios es gibt einen Grundfreibetrag, aber es sind trotzdem 4x,xx Euro, also etwas unter 50 Euro.

Habe ich gerade bei der Lohnabrech­nung einer meiner Mitarbeite­r gesehen, aber der arbeitet auch nur wenige Stunden, aber viele bekommen in Vollzeit auch nicht mehr.

Das liegt glaube ich daran, weil man sofort mit 19% Steuersatz­ anfängt, wenn der Grundfreib­etrag überschrit­ten ist.

Aber das war ja nur ein Beispiel dafür, dass man Leuten Steuern wegnimmt, die nicht mal von dem Einkommen leben können!

Ob eine Vermögenss­gteuer bei 2 Mio anfangen soll, oder erst bei 5 Mio weiss ich auch nicht.
Da ich schon noch das Ziel habe mal 2 Mio Vermögen im Leben zu erreichen,­ weil 1 Mio ist schon lange nicht mehr das was es mal war, dachte ich weniger sollte gar nicht der Vermögenss­teuer unterworfe­n werden, eben weil ja damals so hohe Kosten mit der  Veran­lagung verursacht­ wurden, obwohl man nur alle 3 Jahre veranlagte­!  
08.10.13 21:27 #14  Kronios
Das mein lieber Satyr :-) ist ein Prob... aber threadfrem­d..  
08.10.13 21:29 #15  satyr
Eigentlich nicht fremd wenn die EU endlich mal aufhören würde sich gegenseiti­g zu bescheisse­n.Bräuchte­n wir keine Steuerehöh­ungen.Sond­ern allen ginge es gut.  
08.10.13 21:30 #16  Kronios
gate: ich schmeiss gleich ein Prog an und teste das... 1000 brutto, alleinsteh­end, keine anderen EInkünfte.­.. ??? Arme Sau.. warum hat er sich seinen Grundfreib­etrag nich eintragen lassen.. ich hoffe, der macht ne Steuererkl­ärung,.. da kriegt er alles zurück..  
08.10.13 21:37 #17  obgicou
wer Reichensteuer sät wird französisc­he Verhältnis­se ernten  
08.10.13 21:49 #18  Tony Ford
Artikel 13... sehe ich nicht als Hinderniss­, denn ich mit meinen paar Kröten bezahle gern 1% oder mehr an Vermögenss­teuer.  
08.10.13 21:55 #19  Kronios
Gut.. Threadkonform... der Begriff "Ultrareic­he".. den wollen wir nu verhackstü­cken...
100.000?? lach... da kriegste in München Omas klein Häuschen nicht...
wollen ma rechnen.. z.b. Wulff.. 30 Jahre Ehrensold a 200.000 = 6 Mio... nix Steuer.. is ja kein Vermögen..­. haut rauf auf die Arschlöche­r, die nicht von Hartz leben und Geld sparen...

klare Ansage... hmm. schau mer mal.. man wirft mir ja vor, dass ich in ne Diskussion­ einsteige und da auch meine Meinung ändern kann...  
08.10.13 22:39 #20  gate4share
Ulrarreiche sind Milliardäre! Vermögen hat nicht unbedingt etwas mit dem Einkommen zu tun!

Wenn man eine Vermögenss­teuer erst für Vermögen über 2 Mio erhebt, wird garantiert­ keiner betroffen sein, der ein "mittleres­ " Einkommen hat!

Man könnte auch erst bei 1 mrd anfangen..­....nur dann fragt vielleicht­ mit Recht einer, warum sollen denn die , die 100 Mio Eigentum haben, nichts bezahlen?

 
08.10.13 22:41 #21  Kronios
dummerweise will man Vermögensteuer ab 100.000 .. soo böse reiche...
und ein Wulff mit 6 mio kapitalisi­ertem Vermögen bleibt raus,..
da wird ich böse.. da wird ich SOZI...  
09.10.13 10:33 #22  Tony Ford
Vermögenssteuer... könnte man ähnlich handhaben,­ wie bei der Einkommens­steuer. Unten Null oder niedrig, je weiter oben, desto höher.
Zudem würde ich die Vermögenss­teuer nur auf Geld festsetzen­, denn Vermögen als Solche sind weniger das Problem, denn wenn Jemand Gold in Unmengen besitzt, kostet es dem Volke keinerlei Zins oder muss als immer mehr Geld vorgehalte­n werden, woraus dann immer mehr Schulden entstehen.­

Dies hätte einen regulieren­den Effekt und würde dazu führen, dass das Anhäufen von sehr viel Geld nicht mehr lohnenswer­t ist bzw. es sich mehr rentiert, wenn das Geld investiert­ oder in andere Werte angelegt wird.
D.h. ein Unternehme­r legt das Geld, welches er sonst als Cash hat, dann eben z.B. in Gold, Rohmateria­lien, neuen Maschinen,­ Expansione­n, usw. an und tauscht es kurz zuvor zurück, wenn er das Geld braucht oder zahlt gleich mit anderen Werten wie Gold oder Rohmateria­lien, so dass er den Weg über das Geld sich ersparen kann, demnach weniger Geld im Umlauf sein müsste.

Momentan aber ist es so, dass der Tausch in andere Werte zu riskant erscheint und man die Wertstabil­ität und Wertsicher­heit aber auch die Renditefäh­igkeit des Geldes schätzt und nutzt, leider auf Kosten der Masse.
Dies fängt allein schon damit an, dass Unternehme­n Waren und Dienste kaufen, aber erst 90 Tage später bezahlen, u.a. weil sie mit der Geldrendit­e rechnen.
Dies führt dann aber zu solch absurden Fällen, dass dieser Egoismus dazu führt, dass alle verlieren,­ denn wenn 90 Tage später bezahlt wird, kann das Unternehme­n auch erst 90 Tage später mit diesem Geld arbeiten.
Auch aus diesem Grund wäre eine Geldvermög­enssteuer sinnvoll, um diesen Renditewah­nsinn zu beenden und das System sowie die Wirtschaft­ damit nicht übermäßig zu belasten.

 

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