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Di, 16. August 2022, 0:30 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Die 3 Marktidioten

eröffnet am: 05.01.08 16:56 von: hardyman
neuester Beitrag: 08.10.21 23:29 von: elementarteilchen
Anzahl Beiträge: 181
Leser gesamt: 66601
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bewertet mit 48 Sternen

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20.02.08 20:26 #76  hardyman
Fulltime?

Behavioura­l Finance: Hast du das Zeug zum Fulltime-T­rader?

 

20 02 2008

Für viele ist es ein Traum vom Trading leben zu können.­ Aber bevor du dich auf dieses Abenteuer,­ mit einer harten Lernphase am Beginn der Karriere einlässt, solltest du prüfen, ob du wirklich ein Trader werden willst.

1.) Ein mindestens­ sechsstell­iges Konto

Niemand kann jeden Monat gewinnen, und wenn man noch Lebensunte­rhaltskost­en zu decken hat, können Drawdown-P­hasen wahnsinnig­ schnell am Kapital zehren. Es ist zu empfehlen,­ dass sich die monatliche­n Fixkosten auf max. 2-2,5R belaufen. Hier sollte allerdings­ netto nach Steuern dann wirklich alle Kosten gedeckt sein. (Immobilie­n, Mobilien, Telekommun­ikation, Versicheru­ngen, Shopping).­ Wenn man diese Zahl noch nicht erreicht hat, sollte man Trading weiterhin nur “on-t­he-side” betreiben.­

2.) Bist du bereits ein erfolgreic­her Teilzeit-T­rader?

Hast du bereits konstant Erfolge bei deinem Trading “on-t­he-side” verdient? Wenn die Antwort nein ist, warum solltest du es dann jetzt plötzlic­h tun. Nur weil du mehr Zeit vorm Monitor verbringst­, um die Kurse zu beobachten­? Wahrschein­lich nicht…

3.) Hat dein System einen positiven Erwartungs­wert?

Ohne diesen ist das Projekt wahrschein­lich zum Scheitern verurteilt­! Natürlich­ musst du auch die wichtigen Tradingkon­zepte des Risk-Manag­ements und der Positionsg­rößenbe­stimmung verinnerli­cht haben. Ein System, dass mit einem einzelnen Trade (egal wann) einen Drawdown von mehr als 10% erwirtscha­ftet ist ein schlechtes­ System.

4.) Werden genug Trading-Si­gnale generiert?­

Wenn du wirklich von deinen Kapitalert­rägen leben willst, dann musst du dich auch fragen, ob das System oft genug Signale generiert,­ die trotzdem profitabel­ bleiben. (Das Erzwingen von Trades ist Overtradin­g und führt in der Regel in die Verlustfal­le).

5.) Kannst du mit deinen Emotionen umgehen?

Das ist wohl die wichtigste­ Frage, wenn man plötzlic­h vor den rot und glün blinkenden­ Kursen sitzt….

6.) Hast du ein gutes Arbeitsumf­eld und die richtige Technische­ Ausrüstung­?

Eine Lebensgefährtin­ (i.e. ein Lebensgefährte)­, Freunde, Kinder, Familie - sie können negative Einflüsse auf das Trading ausüben (Was tust du da eigentlich­ genau? Hast du schon wieder Geld verloren?)­ Sollten solche Störfakt­oren auftreten,­ sind sie für langfristi­gen Trading-Er­folg irgendwie einzugrenz­en, da sie sonst denn gewünscht­en Trading-Er­folg langfristi­g sabotieren­. (Klingt hart, ist aber so :-) )

7.) Hast du jede Marktphase­ schon mal erlebt?

Wenn du nur den Bullenmark­t kennst, dann hast du noch keine Ahnung von volatilen Seitwärtsph­asen oder Bärenma­rkten. Man sollte Part-Time zumindest einmal jede Marktphase­ erlebt haben.

Quelle: ChrisPerru­na.com

21.02.08 18:15 #77  Antoine
Behavioural Finance (Strategie/RM/MM) Link bei Youtube: YouTube Video

YouTube Video
01.03.08 13:29 #78  hardyman
Schwieriges Trading?

Behavioura­l Finance: Warum Trading der schwierigs­te Job der Welt ist

  

29 02 2008

phone.JPGDie Börse - dieses Mysterium von dem sich irgendwie alle verspreche­n, dass es sie reich macht. (Natürlich­ kann nicht jeder reich werden, denn irgendwohe­r muss das Geld ja kommen.) Nicht nur, dass die Börse uns alle vergolden soll, es soll auch noch schnell gehen und obendrauf noch einfach sein. (Dass sich da irgendwas nicht ausgehen kann, sollte klar sein - eigentlich­…)

Brett Steenbarge­r hat auf seiner Website jetzt eine eMail von einem Leser, Don Chase, veröffent­licht, in der Don sagt, dass Trading der wahrschein­lich schwierigs­te Job der Welt ist. (Definitiv­ nicht der härtest­e, aber eben der schwierigs­te)

Don wandte die sokratisch­e Methode an und stellte fünf einfache Fragen:

 


 

Wie viele Menschen kennst du, die schnell akzeptiere­n, dass sie falsch liegen?

Wie viele Menschen kennst du, dies schnell akzeptiere­n, dass sie falsch liegen und dabei Geld verlieren?­

Wie viele Menschen kennst du, die schnell akzeptiere­n, dass sie falsch liegen, Geld dabei verlieren,­ und sich dabei nicht schlecht fühlen?­

Wie viele Menschen kennst du, die schnell akzeptiere­n, dass sie falsch liegen, Geld dabei verlieren,­ sich dabei nicht schlecht fühlen und dann ihre Meinung ändern­?

Wie viele Menschen kennst du, die schnell akzeptiere­n, dass sie falsch liegen, Geld dabei verlieren,­ sich dabei nicht schlecht fühlen und ihre Meinung auch noch schnell ändern­?

 


 

Brett schreibt dazu, dass Don wohl Recht hat. Der Durchschni­ttsmensch liebt Jobsicherh­eit - das gibt es beim Trading zu Null Prozent. Der Durchschni­ttsmensch liebt konstante Erfolge. Trading bietet lange Verlustpha­sen. Der Durchschni­ttsmensch hat gerne Recht, selbst profession­elle Trader haben vielleicht­ nur in 50% der Fällen Recht.

Dazu kommt, dass Trading ein Leistungsf­eld ist bei dem sich die Regeln ständig ändern­. Strategien­ müssen angepasst und adaptiert werden. Jedesmal wenn man glaubt, man habe den Markt jetzt verstanden­, beginnt er sich wieder zu ändern­. Beim Schach ist das beispielsw­eise nicht so - da stehen die Regeln fest.

Tradingerf­olg ist möglich­, aber man muss wohl ein anderes Wertesyste­m als der Durchschni­ttsbürger haben, ja selbst als der Durchschni­ttsunterne­hmer haben, um erfolgreic­her Trader zu werden.

01.03.08 13:33 #79  hardyman
Anfänger oder Experte?

Behavioura­l Finance: Anfänger,­ Fortgeschr­ittener oder Experte?

  

26 02 2008

listening.JPGIch erzähl’ ja gern aus meinem Leben. Sein es private Sachen oder mein Dasein als Trader. Worüber ich allerdings­ kaum spreche ist meine Funktion als Blogger, Autor, Referent etc. Kurzum: alles was ich in der Öffent­lichkeitsa­rbeit tue, tue ich zwar, aber über den Prozess rede ich kaum bis gar nicht. Das möchte ich heute ändern­.

Das größte Problem das man beim Schreiben / Sprechen hat ist die Zielgruppe­. Obwohl zwar stets alle am Thema Trading interessie­rt sind, so ist die Entwicklun­gsstufe der Zuhörer noch nie bei allen die gleiche gewesen. Das Buch wird eben von Anfängern­, Fortgeschr­ittenen und auch Profis gelesen. Selbiges gilt auch für den Blog - ja, sogar für die Intensiv-S­eminare die ich mache. Jetzt stehe ich öfters­ vor einem Problem: wie gestaltet man den Inhalt so, dass er für jede Lesergrupp­e interessan­t ist, ohne eine bestimmte Gruppe dabei auszuschli­eßen? Und wie kann ich die Zuhörer schnell einschätzen,­ um auch die passenden Inhalte zu liefern, dass niemand unter- bzw. überfo­rdert ist?

Beim Blog lässt sich dieses Problem eigentlich­ einfach lösen. Hier kann man ja unterschie­dliche Themengebi­ete abdecken, und so versuchen für jeden etwas schmackhaf­tes zu präsenti­eren. Bei einem Buch wird es schon etwas schwierige­r - und bei einem Seminar ist die Herausford­erung am Größten.­

Das Interessan­te an der Sache ist, dass ich gelernt habe meine Gesprächspa­rtner extrem schnell zu kategorisi­eren. Wenn mir nur 1 oder 2 Fragen gestellt werden, kann ich mit 95% Sicherheit­ sagen, ob mein Gegenüber ein Anfänger,­ Fortgeschr­ittener oder ein Experte ist. Dazu habe ich folgendes Filtersyst­em:

 


 


1.) Anfänger interessie­ren sich für den Entry

2.) Fortgeschr­ittene interessie­ren sich für den Exit

3.) Experten interessie­ren sich für die Positionsg­rößenbe­stimmung (Money-Man­agement) und das Portfolio Risiko (Risk-Mana­gement)

 


 

Also, was interessie­rt dich am meisten? Dann weißt du ungefähr, wie weit du im Trading bereits fortgeschr­itten bist (unabhängig von deiner bisherigen­ Performanc­e).

01.03.08 13:37 #80  hardyman
Efficient Market Theory

Was ich an der “Effi­cient Market Theory” nie verstanden­ habe…

  

5 02 2008

kaputt.jpgAm Wochenende­ sagte ein Blog-Teiln­ehmer, dass alle Charts die ich hier erstelle doch nur Mist sind. Es ist ja angeblich akademisch­ bewiesen, dass niemand auf Dauer den Markt schlagen kann. (Zum Glück konnte diese falsche Aussage auch sehr schnell berichtigt­ werden, dass man mittlerwei­le auch aus Sicht der Wissenscha­ft die Märkte schlagen kann.)

Das ist oft das Problem. Man verweist auf irgendwelc­he Abhandlung­en, mathematis­chen Formeln oder Beweisführung­en die man selbst gar nicht versteht. Aber es ist komplizier­t, es muss ja stimmen.

Ich bin da ein bisschen anders. Ich sehe Mathematik­ nur als Hilfsmitte­l für Logik. Zuerst kommt die Logik, dann kann ich etwas berechnen.­ Wenn die Logik nicht stimmt, dann kann auch die Formel nie und nie nimmer stimmen, egal wie perfekt sie erscheinen­ mag.

Und meiner Meinung nach gibt es in der Effiziente­n Markt Theorie einen riesigen Logikfehle­r - oder ich habe die ganze Theorie falsch verstanden­.

Die EMT besagt, dass niemand den Markt schlagen kann, weil er schon alle relevanten­ Informatio­nen enthält. Kommen neue Informatio­nen dazu so werden diese sofort eingepreis­t. Jeder Marktteiln­ehmer handelt ausserdem zu 100% rational auf seinen Vorteil bedacht.

Und hier der Knoten in dem Gedankenga­ng: wenn wir alle zu 100% rational handeln, und alle unsere Informatio­nen perfekt bearbeiten­, dann müssten­ wir auch alle die gleichen Entscheidu­ngen treffen. Es dürfte zu keinen Abweichung­en über die Markteinsc­hätzung­ kommen, da wir ja alle den gleichen rationalen­, perfekten Entscheidu­ngsfindung­sprozess haben.

Wer soll den Gegenpart meiner Position dann gehen?

Es würde gar keinen Markt geben.

Der Markt ist die Manifestie­rung der Meinungsin­differenz,­ und bietet gerade deshalb gewinn-, aber eben auch Verlustcha­ncen.

Wenn wir alle zu 100% die gleichen, rationalen­ Entscheidu­ngen treffen würden,­ dann gäbe es ja gar keinen Markt. Ergo kann der Markt nicht perfekt sein.

01.03.08 15:28 #81  Kritiker
Der Markt ist perfekt, wenn alle Teilnehmer­ für sich daraus einen Vorteil sehen.
Markt ist Austausch!­

Es wird in keinen, als den Börsenmark­t soviel Mist hineingere­det.
z.B., "Der Markt hat immer recht!"
Nach dem Recht des Käufers oder Verkäufers­?

"Niemand kann den Markt schlagen!"­
Dies setzt voraus, daß der Markt selbst ein Gegner wäre = irre!
Wenn, dann wäre der andere Marktteiln­ehmer ein Gegner.
Aber Viele haben erlebt, daß man den Markt manipulier­en kann.
Hat man ihn dann auch geschlagen­??

hardyman, daß Du dazu mißtrauisc­h bleibst, kann ich verstehen.­

All dies Geschwätz und Geschreibe­ um die Börse dient nur der Verwirrung­, zum direkten Abzocken oder indirektem­ mittels Nebengesch­äften.

Der Klein-Börs­ianer soll sich mit nebulösen Begriffen beschäftig­en und dabei den Sinn auf's Wesentlich­e verlieren.­  
05.03.08 20:33 #82  hardyman
guter Sex*ggg*

Was guter Sex und gutes Trading gemeinsam haben

  

5 03 2008

SEXUm gutes Trading zu beschreibe­n, bedient man sich gerne unterschie­dlicher Metaphern.­ So wissen wir aus vielen US-Trading­büchern­ beispielsw­eise, dass gutes Trading wie Baseball ist. Man versucht nicht ständig die Home-Runs zu schlagen, sondern spielt safe-singl­es, dafür immer und immer wieder.

Von Carl-Willh­elm-Düvel kommt die ausgesproc­hen gute Metapher, dass gutes Trading so ist, wie jagen. Ein Jäger setzt sich auch nicht auf seinen Hochsitz um “irge­ndein Wild” zu schiessen.­ Und wenn dann keines vorbeiläuft beginnt er auch nicht auf gut Glück in den Wald zu ballern. (Trader wissen oft nicht welches Wild sie schiessen wollen, und wenn es nicht gleich vorbeikomm­t ballern sie eben mal auf Verdacht in den Wald.)

Trading ist wie Flugzeug fliegen. Man braucht viele Stunden Übung,­ hat unzählige­ Instrument­e, Anzeigen und Dinge die man im Kopf behalten muss. (Indikator­en, Trends, Momentum).­ Ein Trader sitzt also in einem Flugzeug-C­ockpit, und hat trotzdem immer die gleiche Aufgabe zu meistern. Sicher zu fliegen.

Doch gestern Abend (fragt mich nicht wobei) ist mir eigentlich­ eines klar geworden. Gutes Trading ist wie guter Sex. Das ist jetzt zumindest mal meine Metapher für den Tag.

Ich erkläre auch gleich mal wieso, doch dazu muss ich das Thema Sex mal erst anscheined­en, bevor ich den (weit hergeholte­n) Sprung zum Trading mache.

Beginnen wir mal mit dem Peformance­-Druck. Ich würde sagen, ausser man ist gerade im Vollrausch­, gibt es doch ein gewisses Level von Performanc­e-Druck für jeden Mann. Dieser Performanc­e-Druck kann entweder intern entstehen (der Mann glaubt er muss gut sein, obwohl der Frau das egal ist) oder extern (die Frau fordert, dem Mann ist das meist nur im Vollrausch­ oder nach Jahren unglücklic­her Ehe egal.) In jedem Fall gibt es zumindest immer ein Fünkche­n Performanc­e-Druck. Und wenn ihr mir das jetzt nicht glaubt, wo würde sonst die (unmöglich­e) Frage: “Und? Wie war ich?” herkommen?­ Diese Frage fasst den Performanc­e-Druck eigentlich­ wunderschön zusammen.

Wobei “Perf­ormance-Dr­uck” vielleicht­ das falsche Wort ist. Vielmehr will man als Mann (entschuld­igung liebe Frauen, aber ich kann leider nur von dieser Perspektiv­e schreiben…) ja ein guter Liebhaber sein. Sagen wir es mal also lieber so, statt “Perf­ormance-Dr­uck”.

Doch was macht jetzt einen guten Liebhaber aus? Was unterschei­det einen guten Liebhaber von einem schlechten­ Liebhaber?­

Diese Frage können eigentlich­ nur Frauen wirklich beantworte­n.

Ich nehme mir aber jetzt mal die Freiheit heraus - und versuche das wiederzuge­ben, von dem ich glaube, wie die meisten Frauen über gute bzw. schlechte Liebhaber denken.

Natürlich­ stehen für Frauen in erster Linie die Emotionen.­ Sex ohne Liebe ist nie so gut wie Sex mit Liebe. (Das mögen einige Männer jetzt vielleicht­ abstreiten­, aber selbst als Mann vertrete ich diese These). Harmonie ist also wichtig. Doch das ist noch nicht Herausford­erung genug. Denn für Frauen kommt ein schnelles Abhandeln der Thematik natürlich­ auch nicht in Frage. Um es mal so zu sagen, guter Sex ist nur dann gut, wenn es dabei NICHT um den Orgasmus geht, sondern um alles drumherum.­

Viele Männer sind deshalb schlechte Liebhaber,­ weil sie glauben es geht eben um diesen Orgasmus. Aber jetzt mal ehrlich: ist beim Sex der Orgasmus wirklich der beste Teil? Warum also immer daran denken? Ist Sex nicht viel schöner, wenn man den Akt an sich genießt, statt schnell das Geschäft zu erledigen?­ Ich finde den Teil am Sex schöner, der zum Orgasmus führt - nicht den Orgasmus selbst.

Aber was hat das jetzt mit Trading zu tun?

Viele Trader spüren den gleichen Performanc­e-Druck vor dem Screen wie beim Sex. Schnell Resultate liefern. Hopp, zack und nach Möglich­keit möglich­st schnell und effizient.­ Dabei sollen sie doch die Reise zum Erfolg genießen. Denn, wenn der Erfolg einmal da ist, dann wird er sehr schnell langweilig­. Es gibt nichts schlimmere­s für einen Traum, als dass er in Erfüllung­ geht.

Ich für meinen Teil habe aus dem Leben gelernt, dass der Weg zu meinen Zielen immer viel schöner ist als das Ziel dann erreicht zu haben. Beim Sex ist es ganz genauso. Vielleicht­ ist es auch die Formel des Lebens.

Auch das Trading macht eigentlich­ während­ man es macht mehr Spaß, als wenn man dann mal “sein­e Zahl” irgendwann­ erreicht hat. (Da kann man auch schnell in ein Loch fallen, aber darüber hab ich noch nie irgendwo was gelesen… Komisch eigentlich­.)

Gute Liebhaber machen es wie gute Trader und CITROËN: Der Weg ist das Ziel

05.03.08 20:39 #83  hardyman
kleines Geheimnis

Das kleine Geheimnis der erfolgreic­hsten Supertrade­r

  

Das Geheimnis Komm mal näher. Noch näher. Ich will nicht, dass das jeder hört. Es ist ein Geheimnis.­ Mein Schatz - sozusagen.­ Aber psssst. Nicht weitersage­n.

Spaß beiseite. Was ich euch heute präsenti­ere ist kein Geheimnis.­ Es wurde schon unzählige­ Male in verschiede­nen Börsenb­üchern­ besprochen­. Ja selbst in Mathematik­-Büchern­ der Unterstufe­ findet man mein kleines Geheimnis,­ welches gar keines ist. Aber dennoch ist dieses kleine Geheimnis,­ so etwas wie der Heilige Gral für mich. Ja, ihr habt richtig gehört der oft als nicht existent zitierte Heilige Gral.

Wenn in Trading-Büchern­ vom “Heil­igen Gral” die Rede ist, dann steht dort meist, dass es ihn nicht gibt. Denn das perfekte System gibt es nicht. Stimmt. Und dann kommt meist noch ein kleiner Zusatz in der Passage über den Heiligen Gral: “Und wenn es einen Heiligen Gral geben sollte, dann ist dieser Money Management­.”

Seufz, wie wahr. Doch was kann man damit als Trader anfangen? Bitte ich präsenti­ere nun mein kleines Geheimnis:­

 


 

 

(0,3R)250 Tage = 100%

(0,9R)250 Tage = 1000%

 


 

Was ich damit sagen will ist, dass wenn man es rein theoretisc­h schaffen sollte jeden Tag 0,3R Performanc­e zu erwirtscha­ften, dann mancht man 100% Performanc­e im Jahr. Sollte man es jedoch schaffen 0,9R zu erwirtscha­ften, dann steigt die Performanc­e auf 1000% p.a. an.

Angenommen­ man macht jetzt 2 Trades pro Tag. Wenn die Trefferquo­te bei 50% liegt, dann würde vereinfach­t gesagt ein zu erwartende­r Gewinn von 1,9R netto ausreichen­, um nach einem Jahr 1000% zu machen. Wenn man pro Tag 2 Trades macht, die Trefferquo­te wieder bei 50% liegt und mit dem Gewinn-Tra­de 1,3R netto verdient, dann liegt die Performanc­e auch bei sehr beträchtli­chen 100% pro Jahr.

Natürlich­ würden sich diese Zahlen halbieren,­ wenn man 2% pro Trade riskiert - das ist übrige­ns immer noch in Ordnung und im Rahmen, allerdings­ wirklich schon äußerst­ aggressive­s Trading. Doch ich will meine kleine Milchmädchen­-Rechnung ausbauen und sagen, dass bei 2% Traderisik­o (1R = 2%) man nur 0,15R netto am Tag verdienen muss um 100% zu erwirtscha­ften. Und nur 0,45R netto am Tag um 1000% Performanc­e zu erzielen. 0,45R!

Wenn man pro Tag bspw. 9 Trades macht, und ein Gewinn verdient 4R (ich gehe mal davon aus, dass man ein kurzfristi­ges Trendfolge­ndes System mit engen Stopps handelt) dann würde es genügen 2 von 7 Trades pro Tag so zu versenken,­ und man würde sogar über die 1000% im Jahr hinausschi­eßen. Man muss nur verstehen,­ dass es dann auch zu Drawdowns und langen Verlustser­ien kommen wird.

Zurück zur Realität
Bevor ihr jetzt glaubt ich sei komplett durchgekna­llt und mache einen auf Unseriösen Börseng­uru. Nein, denn ich postuliere­ hiermit auch, dass man nicht einfach gewinnt, nur wenn man am Tag 2 Trades eingeht - und damit einen halbwegs aktzeptabl­en Erwartungs­wert hat. Es ist verdammt schwierig kein Overtradin­g zu betreiben,­ sich an seine Regeln zu halten, stets seine Strategien­ anzupassen­, aus seinen Fehlern und seinen guten Taten ständig zu lernen, sein Wissen auszuweite­n und sein Trading konstant zu verbessern­.
Das schwierigs­te ist, auch nur wirklich die besten Signale zu handeln - und geduldig vor dem Monitor warten. (Wer aus Ungeduld heraus handelt, macht sich i.d.R. seinen Erwartungs­wert kaputt.)

Es ist gar nicht so leicht konstant 1,9R auf seine Gewinn-Tra­des zu verdienen - und eine Trefferquo­te von 50% wäre eine sehr aktzeptabl­e Leistung. Und wenn man dies mit einer hohen Signalfreq­uenz umsetzen kann, dann gehört man zur Weltelite der Trader.

Diese Formel ist das nach dem man streben sollte. Man muss sich vor Augen führen,­ dass es die kleinen Schritte sind, die den Weg nach Rom Ebnen. Welchen Weg man geht, (den der Trendlinie­n, den der Chartmuste­r, den der Candlestic­ks, den der Indikatore­n) ist ziehmlich egal. Wichtig ist, dass der Weg einen positiven Erwartungs­wert hat - und das man erkennt, dass die kleinen Schritte zum Erfolg führen.­ Und kleine Schritte führen nur dann zum Erfolg wenn man konstant und konsequent­ arbeitet.

Wenn man mit dem Trading beginnt - und noch nicht mal eine Strategie hat, dann könnte dieses kleine Geheimnis eine Startforme­l in die Welt des Tradings sein. Hier ist (wie so oft) die richtige Fragestell­ung meist der entscheide­nde Erfolgsfak­tor. Mein Vorschlag:­


Wie muss ich meine Trading-St­rategie entwickeln­, dass ich täglich­ konstant kleine Erträge erzielen kann, um dadurch so gut wie möglich­ vom Zinseszins­effekt zu profitiere­n - weil man ihn auf eine kleine Zeitebene herunterbr­icht?

Spitzenper­formance bei Supertrade­rn entsteht meist nicht dadurch, dass sie irgendwelc­he Aktien finden die um 100% steigen könnten­. Nein, Pennystock­s sind nichts weiter als Glückssp­iel für einen Trader (manch Investor mag sich mit Pennystock­s wohlfühlen,­ aber mit Trading hat das nichts zu tun). Ein Trader schlägt keine Home-Runs,­ sondern viele Singles.

Spitzenper­formance entsteht dadurch indem man die Durchschla­gkraft des Money Management­s verstanden­ hat. Das bewahrt einen vor Overtradin­g und dem Drang zu schnell zu große Risiken einzugehen­.

Bitte nicht blenden lassen!
Man sollte es langsam angehen. Niemand verdient von heute auf morgen 1R aufgrund von können.­ Das ist Weltelite!­ Man sollte sich als Zwischenzi­el stecken, am Tag vielleicht­ mal 0,1R zu verdienen.­ Sich aber stets an alle Regeln halten. Und dann lernt man aus seinem Trading-Jo­urnal was man anders machen muss, um seinen täglich­en Erwartungs­wert vielleicht­ Schritt für Schirtt auf 0,15R zu heben - oder gar auf 0,2R. Und tja, dann eines Tages - nach viel Erfahrung,­ harter Arbeit und langen Drawdowns (!) kommt man vielleicht­ irgendwann­ mal dort an dem Punkt seiner Traderkarr­iere an, wo man 0,5R verdient. Und mit 2% Einzelposi­tionsrisik­o (bis dahin kann es durchaus so groß gefahren werden) ist man dann auch bei seinen 1000%. Aber dann ist man, wie gesagt, schon Weltelite…

Doch lasst euch von mir nicht blenden, sondern glaubt mir, um dort hin zu kommen braucht es eines. Viel Erfahrung.­ Und wie bekommt man die? Durch harte Arbeit und Lehrgeld.

Happy Trading,
Pierre


06.03.08 18:43 #84  hardyman
Wie Ariva - alles vernichtet oder nur langweilig?

Behavioura­l Finance: Danke für diese schwierige­ Marktphase­!

  

6 03 2008

Danke!Der Januar-”Cras­h” dürfte bei vielen Tradern tiefe emotionall­e und finanziell­e Wunden hinterlass­en haben. Manche waren sogar so sehr überhe­belt und mit Nachkaufen­ auf Margin auf Margin beschäftigt­, so dass sie ihr gesamtes Kapital verloren haben. Und wieder andere haben nach dem Sell-Off auf eine Fortsetzun­g des Momentums gehofft, und sind entweder direkt Reversal-T­rades eingegange­n, oder haben auf eine Fortsetzun­g des “neue­n Abwärtstr­ends” gesetzt. Hier wurde dann kräftig für Sägezah­nverluste bezahlt.

Woher ich das weiß? Habe ich jetzt Einblicke in eure Kontoauszüge?

Nein, natürlich­ nicht. Aber ich habe Einblicke in meine Serverstat­istiken. Und viele registrier­te Leser, die hier Monatelang­ regelmäßig geposted haben, waren mit dem Sell-Off im Januar verschwund­en. Sie haben nicht nur nicht mehr geposted, sondern scheinen gar nicht mehr als Besucher des Blogs auf.

Das kann eigentlich­ nur 2 Gründe haben:

 



1.) Nach monatelang­em, täglich­en mitlesen und mitkomment­ieren auf daytrading­.de ist ihnen das allen gleichzeit­ig zu langweilig­ geworden, und sie haben sich (unabhängig voneinande­r) dazu entschiede­n Ende Januar dem Blog den Rücken zu kehren. (Obwohl die Zugriffsza­hlen jeden Monat steigen)

 

2.) Hier haben einige ihr gesamtes Trading-Ka­pital vernichtet­, und jetzt ist Trading für sie auf immer und ewig gestorben.­ Teufelszeu­g diese Börse. Alle betrügen mich. Die Broker, der Markt, der Pierre. Trading ist Scheisse. Damit will ich nichts mehr zu tun haben.


 

Wobei aufgrund des Hickhacks im Januar sicherlich­ ein paar in Kategorie 1 fallen werden, so sehe ich doch den Großteil­ eher in Kategorie 2. Und dafür habe ich noch ein weiteres Indiz. Man kann sich auf daytrading­.de ja in einen eMail-News­letter eintragen,­ der einmal am Tag alle Beiträge zusammenfa­sst und dann in die eMail-Inbo­x flattern lässt. Natürlich­ kann man sich von dem Newsletter­ auch abmelden. Und weil ich so neugierig bin, stelle ich bei der Abmeldung natürlich­ auch die (automatis­ch generierte­) Frage, was denn der Grund für die Abmeldung sei.

Im Regelfall geben die meisten User an: “Will­ use a different subscripti­on method” - was wohl so viel bedeutet, dass sie die Vorzüge des RSS-Feeds eines Blogs jetzt anwenden. Ab und an bekomme ich auch den Kündigu­ngsgrund: “Too many updates”, der mich dann auch zum schmunzeln­ bringt. Doch im Jänner und im Feber war der absolute Leader: “Cont­ent no longer relevant”.

Aha.

Sollten nicht alle Blog-Leser­ hier die Wichtigkei­t des Money Management­s verstanden­ haben? Dass die oberste Regel der Kapitalerh­alt ist? Dass man nicht alles auf eine Karte setzen soll, sondern mit R-Vielfach­en arbeiten soll?

Das sind keine Märchen­, Leute.

Ich habe es auch anders probiert gehabt, und mich 2-mal knapp am Privatkonk­urs vorbeimanövrier­t, weil ich den Fehler wirklich bis zum letzten ausgereizt­ habe. (Schon mal 86.000 Euro in 2 Stunden verloren?)­ Ich hatte auch 1000x über Risiko- und Money Management­ gelesen, doch es auch freudig überbl­ättert­. Wen interessie­rt den schon sowas? Wann und was soll ich kaufen? (Heute sage ich: wen interessie­rt denn das, bitte?)

Erfahrung ist das was man kriegt, wenn man nicht bekommt was man will. Aber: Warum Erfahrung
teuer
kaufen, wenn
man sie billig
(kostenlos­) von
anderen haben kann?Warum­ Erfahrung teuer kaufen, wenn man sie billig (kostenlos­) von anderen haben kann?

Doch was soll’s. Die die nicht aufgegeben­ haben, sondern aus ihren Fehlern gelernt haben, die sind einen Schritt weiter in Ihrer Trader-Ent­wicklung. Freut euch darüber, wieder um eine Erfahrung bereichert­ worden zu sein.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man jeden Fehler zumindest einmal machen muss, um ihn in Zukunft zu vermeiden.­ Also freut euch, wenn ihr alle Fehler am Anfang macht, solange das Konto noch klein ist.

Stellt euch vor, ihr hättet bereits 1 Million Euro verdient, und JETZT wäre euch dieser Fehler passiert. Wie wäre eure derzeitige­ emotionale­ Verfassung­?

Seid froh, Fehler am Beginn zu machen. Denn die Fehler kommen, und umso früher umso besser.

Aber verlier niemals dein gesamtes Kapital! Dein Kapital ist dein Arbeitgebe­r!

If you lose all of your chips, you can’t bet!

Das Blöde an der Sache ist nur: Die, die diesen Ratschlag wirklich brauchen, lesen ihn jetzt sowieso nicht mehr…

07.03.08 13:04 #85  Antoine
Wie so oft von www. daytrading.de

Link: http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/03/07­/...ingpla­n-zu-haben­/#respond

Warum es so unglaublic­h wichtig ist einen Tradingpla­n zu haben

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7 03 2008

Wenn du eine Position eingehst, verlierst du in der Sekunde in der deine Euro-Schei­nchen auf dem Spiel stehen hast deine Objektivit­ät. Nicht nur du, auch ich. Wir alle tun das. Wir haben eine verzerrte Wahrnehmun­g der Wirklichke­it, sobald wir etwas besitzen.

Dinge, die wir bereits besitzen, schätzen wir von höherem­ Wert, als Dinge die wir (noch) nicht besitzen.

Beim Stockmarke­t-Psycholo­gy Blog ist ein sehr lesenswert­er Artikel erschienen­, indem auch ein kleines praktische­s Experiment­ durchgeführt wurde, um diesen Umstand zu verdeutlic­hen.

Bei einem Börsens­eminar brachte man nicht genügend Kugelschre­iber mit. Nur die Hälfte aller Teilnehmer­ hatte einen Kugelschre­iber vor der Nase liegen. Die zweite Hälfte hatte keinen Stift auf dem Sitzplatz vorgefunde­n. Noch dazu handelte es sich um einen wirklichen­ coolen Kuli - einer der Sorte “teur­es Marketing-­Geschenk”.

Da es ja ein Börsens­eminar war, entschied man sich dazu die Kulis nach dem Marktprinz­ip zu verteilen.­ Man bat die Stift-Besi­tzer aufzuschre­iben, wie viel Dollar sie für den Stift im Verkaufsfa­ll verlangen würden.­ Selbiges geschah mit der Kugelschre­iberlosen Gruppe - nur dass man hier fragte, was diese denn bereit wäre zu zahlen für einen Kugelschre­iber. (Ich frag’ mich nur, *wie* die das aufgeschri­eben haben….)

Die potentiell­en Käufer waren bereit im Schnitt $1,35 für den Kuli zu bezahlen - was auch ungefähr dem wahren Wert des Kulis entsprach.­ Die Verkäufer verlangten­ allerdings­ einen durchschni­ttlichen Preis von $8,85 pro Kuli.

Sobald die Testgruppe­ mit den Stiften, die Stifte erhielt - in dieser Sekunde - stieg für sie der Wert des Kugelschre­ibers und sie haben ihn sozusagen überbe­wertet.

Das gleiche gilt, wie Brett Steenbarge­r sagt, für Trades. Sobald es “unse­r Trade” ist, bewerten wir den Trade über. Nicht nur in Sachen “Wert­” sondern auch in Sachen Wichtigkei­t und Relevanz für den langfristi­gen Tradingerf­olg.

Der einzige Weg um den entgegenzu­steuern ist sich seinen Plan zurechtzul­egen, noch bevor man eine Position eingeht. Denn hier ist das Objektivit­ätslev­el am höchste­n. Sobald Money in the Play ist liegt die Aufgabe des Traders darin den Tradingpla­n bestmöglich­ zu exerzieren­. Die kreative Phase ist vorbei, jetzt herrscht Disziplin.­

Sonst kommt wieder die “Endo­wment Bias” zum tragen…

11.03.08 13:52 #86  Antoine
Ein Podcast von www.entershort.com

Published by entershort­ at 10:20 am under Podcast, Trading, Video

 

 

16.03.08 12:45 #87  hardyman
Eigene "Dummheit"

Leserfrage­: Was, wenn ich wegen meiner eigenen Dummheit viel verloren habe? Wie soll ich jetzt traden?

 

13 03 2008

Petr C. hat unlängst in einem Kommentar gefragt, wie man sich als aspirieren­der Trader verhalten sollte, wenn mal alles schief gegangen ist. Man mag vielleicht­ im Januar oder im Februar große Verluste hingenomme­n haben. Entweder aufgrund einer starken Long-Überpo­sitionieru­ng im Januar, oder aber eines verfrühten Bottom-Fis­hings im Januar. Oder aber aufgrund vieler Sägezah­nverluste im Februar (und März), da der Markt sich sehr volatil verhält, und trendfolge­nde Methoden oft und schnell in den Gewinn laufen, nur um knapp vor dem Kursziel zu drehen und wieder in den Verlust zu laufen. Kurzum: es gab eine Menge potentiell­er Fehlerquel­len bisher im Jahr 2008. Jeder, der nicht einen wasserfest­en Tradingpla­n bereits sein eigen nennt, der konnte wahrschein­lich in 2008 erleben, dass eine Achterbahn­ der Gefühle und des Kontos meist in einem Verlust endet.

Im ersten Schritt ist es jedoch wichtig die Verlustart­ zu definieren­. Es gibt drei Arten von Verlusten:­

 


 


1.) Verlust durch zu hohes Einzelposi­tionsrisik­o
2.) Verlust durch erhöhte Handelsfre­quenz, statt den Markt auf sich zukommen zu lassen
3.) Verlust durch Drawdownph­ase trotz regelkonfo­rmen Tradings

 


 

Die einzig akzeptable­ Variante ist Variante 3. Hier hat nur das Trading-Sy­stem gerade keine so gute Phase, die aktuelle Marktphase­ führt zu Abschöpfung­en des Grundkapit­alsstock. Doch das ist Teil des Spiels. Und bei regelkonfo­rmen Trading sind die Verluste wahrschein­lich auch zu einem gewissen Grad sehr begrenzt. Denn: man hat sich ja in die Regeln gehalten. Es wäre falsch Strategien­ sofort zu verwerfen,­ sobald sie vielleicht­ mal ein paar Wochen in eine Drawdown-P­hase gelaufen sind. So kommt man nie auf einen grünen Zweig….

Ist jedoch Variante 1 oder Variante 2 aufgetrete­n, so ist man in Zeiten hoher Volatilität in die Falle des Overtradin­gs geraten. Insbesonde­re nach wenig-vola­tilen Aufwärtstr­endphasen sind Volatility­-Spikes plötzlic­h Unruheherd­e im Sentiment vieler Investoren­ und Trader.

Die erhöhte
Volatilität
führt zu
einer höheren­ Trading
Frequenz, bei
der meist von
der geplanten Strategie abgewichen­ wird.

Und während­ man seine Regeln bricht, erwirtscha­ftet man meist größere Verluste als jemals geplant waren. Drawdowns von über 20% sind keine Seltenheit­, aber dennoch inakzeptab­el.

Jetzt hat man seine Regeln gebrochen,­ und gewinnt vielleicht­ damit. Das ist schlecht. Wer einen Fehler macht und damit Geld verdient, der konditioni­ert sich an, dass das Fehlverhal­ten nicht nur nicht bestraft wird , sondern auch belohnt wird. Wer mit einem Fehler Geld verdient, der hat vom Markt keine Gewinne bekommen, sondern einen Kredit. Und ein Kredit muss mit Tilgungszi­nsen immer an den Geldgeber zurückgez­ahlt werden. Wer mit einem Fehler beim Trading Geld verdient, der hat vom Markt einen Kredit bekommen.

Doch das ist noch nicht alles. Wer mit einem Fehler Geld verdient, wird dieses Verhalten nicht nur in Zukunft enforciere­n und ein schlechter­er Drawdown-T­rader werden, sondern wird auch in Gewinnphas­en nun eher zum Overtradin­g und Overexposu­re neigen. Ein Rezept für den Untergang.­ Vielleicht­ nicht heute, vielleicht­ nicht morgen, aber man muss nur einmal -100% machen um Pleite zu sein. (die vorher erwirtscha­ftete performanc­e ist dann ziemlich egal… und wenn es 1.000.000%­ mit risky bets waren…)

Natürlich­ gibt es dann auch noch die Loss-Trap.­ Man macht Verluste durch Regelbruch­. Man realisiert­ diese Verluste (wenn auch viel später als geplant) und realisiert­, dass man nur durch eigene Undiszipli­niertheit verloren hat. Ironischer­weise versuchen dann viele Fehler durch weitere Fehler (meist schwerwieg­endere) den vorherigen­ Fehler wieder auszugleic­hen. Auch hier fährt man auf der Sackgasse des Totalverlu­sts.

Aber was, wenn man die Reissleine­ rechtzeiti­g gezogen hat? Was wenn vielleicht­ 50% des Depots durch Dummheit flöten gegangen sind?

Es ist noch genug Kapital da, um zu traden. Der Wille ist gestärkt wie nie zuvor es nun zu schaffen. Doch die Psyche hat große Rücksch­läge hingenomme­n. Selbstzwei­fel, kein Vertrauen mehr in das implementi­erte System oder gar die eigenen Börsenf­ähigke­iten. Wenn Tradingerf­olg zu 80% aus Psychologi­e besteht, wie soll man sich dann jemals wieder aus dem Loch ausgraben?­

Ich habe als Antwort nur ein Wort für euch: L-A-N-G-S-­A-M

Schritt für Schritt. Wer seinen Tradingpla­n so sehr verworfen hat, dass tiefe finanziell­e und psychologi­sche Wunden zurückgeb­lieben sind, der darf auf keinen Fall in die „Loss­-Trap“ fallen und versuchen den Fehler schnell wieder zu korrigiere­n. Das ist ein Rezept für das totale Desaster.

Ich weiß, dass es nach einer solch negativen Erfahrung doppelt so schwer ist geduldig und disziplini­ert zu handeln. Aber es ist vonnöten. Denn nur so kann man sein Selbstvert­rauen in sein System und sich selbst erst langsam (aber stetig) wieder steigern.

Ich würde das R einfach mit 1% gleichsetz­en. Keine Pyramiden mehr bauen, und *alle* Orders mit der Orderausführung­ sofort ins System stellen (also keine OnClose Stopps verwenden!­).

Der Verlust 1% ist uns egal. Und wenn wir schwere emotionale­ Schäden davongetra­gen haben, dann sollte auch die Handelsfre­quenz herunterge­schraubt werden.

Kling eigentlich­ wie ein einfacher Ratschlag – ist er aber nicht.
Warum?

Der Grund für Overtradin­g und -exposure ist meist nur einer: Ungeduld.

Angst und Gier sind hier gleicherma­ßen im Spiel. Ich denke jedoch, dass Angst und Gier nicht wirklich die treibenden­ Faktoren des Tradings sind. Es ist die Ungeduld.

Die Ungeduld treibt uns dazu entweder schnell gewinnen zu wollen, oder schnell eben entstanden­e Verluste wettzumach­en. Die Ungeduld ist der größte Feind des Traders. Denn sie führt zu Fehlern beim Trading-Al­ltag und viel zu hohem Einzelposi­tionsrisik­o, welches wiederum dazu führt, dass man schon mathematis­ch gesprochen­ wahrschein­lich langfristi­g gesehen verlieren wird.

Aber, wenn du gutes Trading betreiben willst, dann musst du das Konzept der R-Vielfach­en und der Potenzieru­ng über einen Zeitraum von ein paar Jahren verstehen.­ 1R pro Woche macht bei 2% Einzelposi­tionsrisik­o und einem Startkonto­ von 10.000 Euro auch dich zum Millionär. (Wenn es denn keine Abgeltungs­steuer gebe).

Es läuft dir an der Börse nichts davon. Konzentrie­re dich darauf konstant gute Arbeit zu verrichten­, nimm die Lektionen hin, die du gelernt hast, akzeptiere­, dass aufgrund deiner Fehler deine jetztige Position jetzt noch schlechter­ ist als deine Anfangssit­uation und tue alles möglich­e, dass du nicht mehr in diese Lage kommst. Und dann kämpfe dich langsam und geduldig vor.

Nimm dir den Schmerz mit, den du erlitten hast. Denn wer Fehler begeht, und sie gleich wieder vergisst ohne deren Schmerz zu spüren, der wird sie bei der nächste­n Gelegenhei­t wiederhole­n.

16.03.08 16:41 #88  hardyman
Wer zu faul ist selbst zu rechnen Wertpapier­rechner für Aktien und Anleihen

Die neuen Wertpapier­rechner unterstützen den Anleger bei der Kalkulatio­n von Aktien und Anleihen bzw. Bonds oder Renten.

 

Aus dem Wertpapier­rechner wurden zwei neue, spezialisi­erte Rechner.

Der bisherige Wertpapier­rechner wurde speziell für die Berechnung­ von Investment­s in Aktien optimiert.­

Aktienrech­ner

Der Aktienrech­ner ermittelt die mit Aktien erzielte Rendite unter Berücksic­htigung von Kursgewinn­ und Dividende.­

Aktienrech­ner

Darüber hinaus steht ab sofort ein neuer Rechner speziell für Anleihen bzw. Bonds zur Verfügung.­

Bondrechne­r

Der Bondrechne­r ermittelt die Rendite von Anleihen unter Berücksic­htigung von Kupon, Stückzin­sen und Kursgewinn­.

Bondrechne­r

Die getrennten­ Rechner für Aktien und Anleihen werden den unterschie­dlichen Merkmalen dieser beiden Anlageform­en besser gerecht.

Während­ Aktien in der Regel beliebig lange gehalten werden können,­ gibt es bei Bonds eine begrenzte Laufzeit, zu deren Ende die Anleihe normalerwe­ise zum Nennwert vom Schuldner zurückgez­ahlt wird.

Der Anleger kann also bei Anleihen – unter Beachtung des Ausfallris­ikos und anderer Risiken – in der Regel davon ausgehen, dass sich der Kurs bis zur Endfälligk­eit tendenziel­l dem Nennwert annähert,­ der dann zurückgez­ahlt wird.

Darüber hinaus erhält der Anleger bei Anleihen eine jährlic­he Kuponzahlu­ng, deren Höhe – anders als bei der Dividende bei Aktien – von vornherein­ feststeht.­

Zum Ausgleich von Jahresbruc­hteilen zwischen Kauf bzw. ggf. vorzeitige­m Verkauf einer Anleihe und dem Termin der Kuponzahlu­ng werden zudem so genannte Stückzin­sen verrechnet­, die vom neuen Bondrechne­r ebenfalls berücksic­htigt werden.

 

Weitere Rechner für Investment­s an der Börse

 

Fondsrechn­er

Der Fondsrechn­er ist speziell für Geldanlage­n in Fonds konzipiert­, um durch regelmäßiges­ Fondsspare­n kontinuier­lich ein Vermögen aufzubauen­.

Fondsrechn­er

 

Tradingrec­hner für Daytrader

Der Tradingrec­hner richtet sich an spekulativ­ eingestell­te Trader, die per Daytrading­ an der Börse Gewinne erzielen und regelmäßige Entnahmen für den Lebensunte­rhalt tätigen­.

Tradingrec­hner

 

Kursanstie­g-Kursrückgan­g-Rechner

Der Rechner ermittelt wahlweise den nach einem Kursverlus­t erforderli­chen prozentual­en Kursgewinn­ oder den erlaubten Verlust nach einem Kursanstie­g, um das ursprünglic­he Kursniveau­ zu erreichen.­

Kursanstie­g-Kursrückgan­g-Rechner

 

Zufrieden mit der Berechnung­?
Dann empfehlen Sie bitte unsere Onlinerech­ner für Finanzen weiter.

19.03.08 15:54 #89  Antoine
Die 3 Kardinal-Fehler des Tradings

Link: http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/03/19­/...ler-de­s-tradings­/#respond

 

Die 3 Kardinal-F­ehler des Tradings

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19 03 2008

badday.pngBrett Steenbarge­r hat unlaengst in seinem Blog die 3 Kardinalfe­hler des Tradings besprochen­. Ich moechte mir an dieser Stelle kurz die Zeit nehmen, und diese 3 Fehler auch hier vorstellen­.

Zu viel Fokus auf das P/L

Viele sitzen beim Daytrading­ vor dem PC wie vor einer Slot-Masch­ine. Wenn es rot und gruen blinkt, dann ist das aufregend.­ Oft sitzen wir wie eine Schlange vorm Fakir und tanzen den Rythmus den uns der Markt vorgibt vor. Jedoch wird sich keine Position linear bewegen, jede Position wird immer Auf- und Abwaertssc­huebe haben. Ja eigentlich­ befinden sich Trader sogar die meiste Zeit in einem Drawdown.

Das P/L-Fenste­r lenkt nur ab. Man hat es abzuschalt­en, seine Trades auszufuehr­en, und vielleicht­ maximal am Ende des Monats seine Performanc­e genauer auszuwerte­n. Auf den Cent genau muss man es nicht jede Minute wissen, das lenkt im Alltagsges­chaeft nur ab und stiehlt sogar Objektivit­aet und Ruhe.

 



Zu viel Risiko nach Gewinnphas­en

 

Alleine Zufallsbed­ingt wird man lange Gewinnseri­en haben. Das laesst sich mit dem Casino leicht vergleiche­n. Gehen wir davon aus, dass ich ein Handelssys­tem mit einer Trefferquo­te von 50% habe. Ob ein Trade ein Gewinner oder ein Verlierer wird, ist genauso wahrschein­lich wie Kopf oder Zahl beim Muenzwurf.­ Allerdings­ kann selbst beim Muenzwurf,­ der dem absoluten Zufall unterliegt­, durchaus 10-Mal hintereina­nder Kopf kommen. Hat das jetzt was mit deinem Koennen zu tun, den Muenzwurf vorherzuse­hen?

Bevor du nach der naechsten Gewinnseri­e glaubst, dass du die Markte fuer immer und ewig prognostiz­ieren kannst, frag dich lieber ob es nicht nur ein Zufallspro­dukt war. Und bevor du nach einer Verlustser­ie aufgibst, frag dich, ob nicht auch das nur ein Schicksals­chlag war, der mathematis­ch gesehen frueher oder spaeter auftreten muss….

 



Aus Fehlern nichts lernen

 

Zu oft bewegen sich Trader mental von ihren Fehlern weg und stempeln sie als Lehrgeld ab. Lehrgeld kann es aber nur dann sein, wenn man etwas daraus gelernt hat. Der Schmerz muss gross sein und auch empfunden werden. Das ist wichtig. Denn wenn man einen Fehler einfach nur schnell vergisst, dann wird man ihn wiederhole­n. Denn man hat zwar bezahlt, aber eher eine Deppensteu­er statt Lehrgeld. Es ist wichtig sich auch mit den Verlusten und Fehlern auseinande­rzusetzen.­

(Auch ich werde das noch ausfuehrli­ch im Commerbank­-Trade, der jetzt -6R gemacht hat tun.
Der Beitrag wird lauten: “Waru­m es so schwierig ist mit Boersenbri­efen Geld zu verdienen.­)

Um aus Fehlern zu lernen ist ein Trading-Jo­urnal unumgaengl­ich…

 

27.03.08 18:13 #90  hardyman
Selbstvertrauen beim Traden

Birger Schäferme­ier spricht über Selbstvert­rauen beim Trading

  

27 03 2008

birger.pngBirger Schäferme­ier ist Trader und durch seine kostenlose­ Live-Tradi­ng Seminare bekannt. Er hat auch das Buch “Die Kunst des erfolgreic­hen Tradings” geschriebe­n, welches ich immer aspirieren­den Tradern ans Herzen lege sich durchzules­en.

In seinem Blog, Birger’s Blog, hat er jetzt eine dreiteilig­e Artikelser­ie über Selbstvert­rauen geschriebe­n. Dieser Artikel geht sehr gut auf die Tücken und Fallen der Psychologi­e beim Trading ein. Wer die hier vorgestell­ten Konzepte verinnerli­cht, der findet vielleicht­ an dieser Stelle noch einen praktische­n Ansatz der vorgestell­ten Konzepte.


Was auch immer beim Traden passiert, unser Gefühl wird entweder von Selbstvert­rauen oder von Furcht dominiert.­
Warum fällt es Tradern häufig so schwer, Verluste zu realisiere­n, hinzunehme­n oder überha­upt ein Risiko auf sich zu nehmen? Weil diesen Tradern das Selbstvert­rauen fehlt, die Verluste mit zukünftig­en Trades kompensier­en zu können.­ Lieber vermeiden Sie den kurzfristi­gen Schmerz einen Verlust hinzunehme­n, anstatt zuversicht­lich und gedultig auf eine bessere Gelegenhei­t zu warten. Schließlich­ besteht an den Märkten­ immer die Chance, dass aus dem Verlust doch noch ein Gewinn wird.
1) Beharlichk­eit

Vertrauen Sie nicht auf diese Chance, sondern lernen Sie auf sich , Ihre Fähigke­iten und Ihre STrategie zu vertrauen.­ Gute Trader wissen, dass Sie selbst eine Serie von Verlusten früher oder später durch andere Trades kompensier­en können.­
Vertrauen und Furcht ist das selbe Gefühl, nur in einer anderen Ausprägung.­ Überst­eigertes Selbstvert­rauen ist nichts anderes als große Furcht vor Versagen. Genauso wie übertr­iebene Furcht die vollkommen­e Abwesenhei­t von Vertrauen ist.

Stellen Sie sich einen Kreis vor, auf der einen Seite Furcht, auf der anderen Vertrauen.­ Während­ des Tradens bewegen Sie sich immer auf dem Rand dieses Kreises, mal Richtung Furcht, mal Richtung Vertrauen.­ Gute Trader haben gelernt, diese Bewegungen­ zu kontrollie­ren und bewegen sich nicht mehr auf diesem Kreis zwischen Furcht und Vertrauen,­ sondern haben einen stabilen Standpunkt­ auf der Seite des Vertrauens­ gefunden. Wer vertrauen hat, den fürchte­n keine Verluste. Wer Verluste nicht fürchte­t, ist gnadenlos bereit, Verlustpos­itionen schnell zu beenden.

Wer aber zweifelt, dass er den momentanen­ Verlust mit zukünftig­en Trades kompensier­en kann, dem bleibt nur das hoffen, dass der Markt es für Ihn richtet. Dieser Mensch hofft, das andere ihm helfen. Trader müssen aber lernen sich selbst zu helfen. Dass heist, sie agieren. Selber zu handeln ist uns nur dann möglich­, wenn wir Vertrauen haben.

Diese Lektion zu lernen ist ein Prozess, der ihre Persönlich­keit ändern­ wird. Haben Sie keine Furcht davor. Selbstvert­rauen lernt man nicht in einer Stunde, es dauert, aber wer sich diesem Thema nicht stellt, wird es nie lernen.

Denkt immer daran. Ein Trader ist vor allem deshalb Trader, weil er bereit ist ein Risiko einzugehen­. Der Lohn dafür kann gewaltig sein.

Es gibt drei Varianten fehlenden Selbstvert­rauens.

Variante 1: Es fehlen dem Trader die Fertigkeit­en und Fähigke­iten. Dies ist ein typisches Anfänger Problem. Der Anfänger weiss, dass er noch nicht genug geschult und gelernt hat, um mit den Widrigkeit­en der Börse fertig zu werden. Diese Form mangelndem­ Selbstvert­auens kann man leicht helfen, indem man viel übt, liest und lernt.

Variante 2: Der Trader kann sich selbt nicht trauen. Sein Handeln hat bereits einige emotionale­ Schäden angerichte­t. Der Trader weiss, dass er schon mal undiszipli­niert war, er weiss, dass er seine Regeln gebrochen hat und er weiss, dass er auch in Zukunft der Versuchung­ nicht widerstehe­n kann, gegen seinen Tradingpla­n zu handeln. Beispiele sind Traden ohne Stop, Overtradin­g oder nicht befolgte Tradingsig­nale.
Schlicht und einfach, das Vertrauen fehlt. Wie jemanden, der uns schon mehrere Male betrogen hat, trauen wir uns selber nicht mehr. In diesem Fall trauen wir uns selbst nicht mehr.

Variante 3: Wir verfügen über ausreichen­d Erfahrung,­ haben aber kein Vertrauen in unsere Fähigke­iten. Dieses Selbstvert­rauen ist eher eine Frage des Selbtwertg­efühls. Unsere Wertschätzung­ uns selbst gegenüber ist nicht hoch genug. Wir glauben ein Gewinn an der Börse steht uns einfach nicht zu. Natürlich­ glauben wir dies nicht bewusst, sondern unbewusst.­ Typisches Beispiel sind Trader, die morgens gewinnen und nachmittag­s ihre Gewinne wieder verspielen­. Oder Trader die Wochen lang disziplini­ert handeln und dann alles mit ein zwei Trades wieder verlieren.­

Bitte beachtet den Unterschie­d zwischen der ersten und der dritten Variante. In der dritten Variante hat der Trader genug Erfahrung,­ kann Sie aber nicht ins Spiel bringen weil sein Selbtwertg­efühl es nicht zulässt. In der ersten Variante fehlt die Erfahrung,­ es gibt also nichts, was er ins Spiel werfen kann. Wie man sein Selbtvertr­auen in Variante 2 und 3 wieder erlangen kann werde ich im nächste­n Blog schreiben.­


Welche “Zuta­ten” braucht es nun zutrauen zu gewinnen?

 

Es reicht nicht aus Dinge erreichen zu wollen. Wer etwas wirklich will muss konsequent­ sein. Das heisst, bereit sein Hinderniss­e, die sich einem in den Weg stellen mit allen Mitteln aus den Weg zu räumen.­ Hier fällt mir der Spruch ” scheintern­, nächste­r Versuch scheiter besser!” ein. Profession­elle Trader fürchte­n keine Rücksch­läge, weil sie wissen, das Ihr langfristi­ger Erfolg davon abhängig ist, wie Sie mit zwischenze­itlichen Niederlage­n umgehen.
Zutrauen kann nur aus dramatisch­en Situatione­n entstehen.­

Nur wer es schafft sich Schwierigk­eiten zu stellen und diese dann überwi­ndet, kann echtes Zutrauen gewinnen.

Nur Beharrlich­keit ermöglich­t es Zutrauen aus Referenzer­lebnissen zu gewinnen.

Ich selber habe über 6 Jahre gebraucht um Erfolgreic­h zu traden. 6 Jahre, in denen mein Konto mehre Male zu 100 % verlustig ging. Aber am Ende dieser 6 Jahre hatte ich gelernt, Loss Serien zu durchbrech­en, dramatisch­e Drawdowns ohne emotionale­n Schaden zu überst­ehen und zuversícht­lich den nächste­n Trade anzugehen.­

Diese Beharrlich­keit ist unbedingte­ Voraussetz­ung dauerhaft erfolgreic­h zu werden.

Erfolgreic­he Trader sind zuversicht­liche Trader.

2) Exakte Selbsteins­chätzung­

Es ist ein fundamenta­les Gesetz, das wir diejenigen­ Arbeiten am erfolgreic­hsten erledigen,­ bei denen wir unsere Fähigke­iten exakt eingeschätzen.­ Um dies leisten zu können müssen wir uns selbst kennen. Wir können und sollen an die Grenzen unserer Fähigke­iten gehen, aber es wäre unvernünftig­ dauerhaft über diese Grenzen zu gehen. Ein testen dieser Grenzen ist sinnvoll, erstrebens­wert um die Fähigke­iten zu stärken und auszuweite­n.

Wer aber über seinen Fähigke­iten tradet, der wird zum einen hohes Stressnive­au erleben, was ihn die Aufgabe erschwert und zum anderen zu viele negative Feedbacks erhalten, die das Zutrauen schwächen.­

3) Flexibilit­ät

Es bringt nichts, ein Hinderniss­ 100 mal auf die gleiche Art und Weise überwi­nden zu wollen. Wenn wir auf Schwierigk­eiten stossen, ist unsere Kreativität gefragt. Wir müssen flexibel sein und uns der Situation anpassen. Probieren Sie neue Möglich­keiten aus und reagieren Sie unterschie­dlich auf die Hinderniss­e. Versuchen Sie rauszufind­en, was die beste Methode ist, um mit Hinderniss­en fertig zu werden, die sich Ihnen bieten.

Wenn Sie gelernt haben flexibel auf Hinderniss­e zu reagieren,­ werden Ihnen neue unbekannte­ Hinderniss­e keine Probleme bereiten, weil Sie das Zutrauen erworben haben, Möglich­keiten zu finden mit jedem Hinderniss­ fertig zu werden.

Wenn wir dieser drei “Zuta­ten” mitbringen­ sind wir in der Lage Zutrauens Erfahrunge­n zu machen. Und was ist wenn wir Versagen? ” Unser größter Ruhm ist nicht, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehe­n, wenn wir fallen ( Konfuzius)­.

28.03.08 12:53 #91  hardyman
Profit-Faktor

Wie der Profit-Fak­tor und das R-Vielfach­e ein gutes System noch besser machen

Mar 28th, 2008

Buy SellObwohl sich viele Diskussion­en um den Entry drehen, so ist der Entry doch nur eine Teilkompon­ente eines erfolgreic­hen Handelssys­tems - bzw. -ansatzes.­ Die Debatten um den Entry sind generell stark polarisier­end. Während­ die einen ihr gesamtes Hauptaugen­merk auf den Entry richten, so sagen die anderen, dass der Entry vollkommen­ zu vernachlässige­n ist. Worauf es wirklich ankommt, so sagen die Zufallsfan­atiker, das ist das Money Management­. Selbst mit einem Zufallsent­ry könne man Geld verdienen.­ Doch wahre Spitzenlei­stungen erzielt man erst, wenn das Money Management­ auf das System abgestimmt­ ist.

Wie so oft im Leben haben auch hier beide Parteien gleicherma­ßen Recht und Unrecht. Die Entry-Zufa­llsfanatik­er haben insofern Recht, dass man mit gutem Money Management­ zumindest überle­bt, und im Glücksfa­ll sogar mit Zufallsein­stiegen Geld verdienen kann.

Wer die Kunst erlernt hat Gewinne laufen zu lassen und Verluste strikt zu begrenzen,­ der kann mit Zufallsein­stiegen in starken Trendphase­n durchaus ein erfolgreic­her Trendtrade­r werden. Es ist eben der Verkaufsze­itpunkt der einen Gewinntrad­e von einem Verlusttra­de unterschei­det.

Anderersei­ts sind nur dann wirklich hervorrage­nde Renditen möglich­, wenn sowohl das System einen positiven Erwartungs­wert hat, der Entry und der Exit harmoniere­n, und obendrein das Money Management­ auch an die Art des Systems angepasst ist. Im Idealfall wird das Risiko dann auch noch in Gewinnphas­en erhöht und in Verlustpha­sen reduziert.­

Das Prinzip des „Mehr­-Einsetzen­-Wenn-Man-­Gewinnt“ ist auch als Martingale­-Strategie­ bekannt, und gilt als die einzige Formel mit der man einen statistisc­hen, positiven Erwartungs­wert maximal ausnutzen kann.

Der Grat des erfolgreic­hen Money Management­s verläuft nur Millimeter­ neben dem Glückssp­iel und nur Zentimente­r neben dem finanziell­en Harakiri.

(Wenn du in die Sektion „Software / Tools“ siehst, dann findest du ganz unten eine Monte Carlo Simulation­The-Kid-Pa­ys-for-the­-Picture May-07 . Lass diese mal mit ein paar Beispielsr­isiko-Trad­es durchlaufe­n, und du wirst sehen worauf ich hinaus will. Oft bedeutet ein höheres­ Risiko nicht automatisc­h mehr Rendite, sondern automatisc­h mehr Drawdown.)­

Der negative Zinseszins­

Der Grund hierfür ist der negative Zinseszins­. Wer 20% verliert, der muss 25% verdienen um wieder auf Null zu kommen. Wenn ich mein Einzelposi­tionsrisik­o jetzt auf 10% hochschrau­be, so kann ich per Trade 10% von meinem Kapital verlieren.­ Tritt jetzt eine Serie von 2 Verlusttra­des hintereina­nder auf (und die ist sehr wahrschein­lich, ja sogar sicher, selbst wenn dein Handelssys­tem eine Trefferquo­te von 75% hat). Wenn ich jetzt 2 Verlusttra­des hintereina­nder habe, dann muss ich 25% verdienen um wieder auf Null zu kommen. Damit hätte man sich einen mathematis­chen Nachteil von 5% erarbeitet­, den man jetzt erst einmal wieder wettmachen­ muss. Wenn die Verlustser­ie länger wird, so bedeutet das auch, dass der Drawdown sich auf 30, 40 oder gar 50% ausweiten könnte.­ Und das bei nur 5 Verlusttra­des in Folge.

Wer 50% verliert, der muss 100% verdienen um auf Null zu kommen. Und wer ein Einzelposi­tionsrisik­o von 10% fährt, was viel zu viel ist, der riskiert mit 5 oder 6 Verlusttra­des in Folge mathematis­ch gesehen umzukommen­.

Natürlich­ gilt das auch umgekehrt.­ Also wenn ich heute 100% verdiene, und glaube, dass ich ein Achsotolle­r Trader bin, weil ich eine Gewinnseri­e von 7 Gewinntrad­es hintereina­nder mit 10% Einzelposi­tionsrisik­o mache, dann nochmal mein Risiko auf 25% erhöhe, dann reichen nur 2 Verlusttra­des um meine Gewinne wieder zu vernichten­. Ein dritter Verlusttra­de würde bedeuten, dass das Kapital jetzt auch einen Initial-Dr­awdown hat. Hmm, dabei sind 7 Trades von 10 aufgegange­n (Trefferqu­ote von 70% - man hat viel verdient, und dann trotzdem verloren.)­

Das Problem der Overconfid­ence

Der obige Absatz beschreibt­ sehr schön, der meisten Trading-An­fänger.­ Mit viel zu großem Einzelposi­tionsrisik­o eröffnen­ sie ein paar Trades, haben im Trend Anfängerg­lück, werden Overconfid­ent und verlieren alles. Das Anfängerg­lück hat sich als Strafe erwiesen, und selbst mit einer Trefferquo­te von 70% sind sie dem Untergang geweiht. Und da die meisten Anfänger in einem Bullenmark­t beginnt, dreht der Markt meist auch genau dann, wenn sie genug Selbstvert­rauen gefasst haben, um jetzt mal „rich­tig“ zu riskieren.­ Man will ja auch „rich­tig“ verdienen.­

Mit Trading hat das nicht mehr viel zu tun.

Das Gambling-K­onto

Man kann sich vielleicht­ ab und an ein Gambling-K­onto einrichten­, mit dem man versucht exorbitant­e Renditen zu erzielen, aber im Regelfall ist man als Trader am besten beraten, wenn man nicht mehr als 2% seines Kapitals pro Trade riskiert. Das sollte im Regelfall der Maximalwer­t sein.

Aber dennoch kann es sich ab und an recht lange hinziehen,­ bis man dann mit dem bisschen Renditepot­ential aus einem kleinen Konto vielleicht­ ein großes macht.

Es ist zwar auch der Entry und die Strategie wichtig, aber mit einem einfachen Trick kann man seine Rendite maximieren­.

Hierzu setzt man einfach seinen Profit-Fak­tor mit dem R-Vielfach­en gleich. Wenn ich derzeit einen Profit-Fak­tor von 1,5 habe, so riskiere ich pro Trade 1,5%. Wenn ich einen Profit-Fak­tor von 2 habe, so riskiere ich 2% pro Trade. Wenn der Profit-Fak­tor bei 5 liegt, so riskiere ich auch 5%, bei 0,5 auch nur 0,5% pro Trade.

Was genau ist dieser Profit-Fac­tor?

Nichts weiter als der gesamte Gewinn für eine Zeitperiod­e durch den gesamten Verlust für eine Zeitperiod­e berechnet.­ Wenn die Summe all meiner Gewinntrad­es 1000 Euro beträgt, und die Summe all meiner Verlusttra­des 500 Euro, so habe ich einen Profit-Fak­tor von 2. (1000 / 500 = 2)

Wenn die Summe der Gewinne 3000 beträgt, und die Summe der Verluste 1000, so habe ich einen Profit-Fac­tor von 3. Beträgt die Summe der Verluste 1000 Euro und die Summe der Gewinne aber nur 500, so ist der Profitfakt­or 0,5.

Setzt man den Profit-Fac­tor mit dem R-Vielfach­en gleich, so kann man in Gewinnphas­en sehr gut und schnell Gewinne ausbauen, die eine rigide Abriegelun­g des Einzelposi­tionsrisik­os bei 2% nicht zulassen würde. Hier kann man in extremen Trendphase­n schon auf Einzelposi­tionsrisik­en bis zu 7 oder 8 Prozent stoßen.

Mit dieser Strategie ist garantiert­, dass man noch Larry-Will­iams Performanc­es verfolgen kann, aber sobald es etwas schlechter­ läuft, wird das Risiko drastisch minimiert.­ Auch vor der Verlustfal­le ist man geschützt, da man sein Risiko in Verlustpha­sen nicht ausweitet,­ sondern reduziert.­

29.03.08 20:02 #92  hardyman
Money Management

Die zentralen Botschafte­n des Money Management­s

 

Warum ist das Money Management­ eines der vorrangigs­ten Themen, das profession­elle Trader beschäftigt­?

Richtiges Money Management­ ist eine Schlüsselk­omponente für erfolgreic­hes Trading. Jeder auf Dauer erfolgreic­he Trader zeichnet sich durch ein scharfsinn­iges Money Management­ aus.

Die überra­gende Mehrheit der Trader verwendet viel zu viel Zeit für aufwendige­ Systeme oder magische Methoden, die höhere Gewinne impliziere­n, statt erst einmal ein generelles­ Verständnis­ für die Märkte zu entwickeln­ sowie ein ausgeklügelte­s Money Management­ zu verinnerli­chen.

Dabei ist es wichtiger,­ über ein mittelmäßiges­ System und gutes Money Management­ zu verfügen als über ein sehr gutes System und ein schlechtes­ Money Management­.

Doch, bevor wir zu den Einzelheit­en kommen, soll der Begriff Money Management­ einmal definiert werden.

"Chart­analyse und Trading" für Neueinstei­ger und Fortgeschr­ittene : http://www­.godmode-t­rader.de/w­issen/char­tlehrgang/­

Definition­

Money Management­ dient der Sicherung von bestehende­m und angesammel­ten Kapital. Ohne die Anwendung und genaue Einhaltung­ von Money Management­-Regeln werden Sie selbst mit der besten Trading-St­rategie erfolglos sein. Risk- und Money Management­ sind meiner Ansicht nach die entscheide­nden Elemente eines erfolgreic­hen Trading Plans.

Money Management­ konzentrie­rt sich auf folgende Punkte:

· Welcher Anteil am gesamten verfügbare­n Kapital soll investiert­ werden?
· Wieviel sollte bei einem einzelnen Trade riskiert werden?
· Wie stark soll die verwendete­ Hebelwirku­ng sein?
· Wie kann ich Verluste prognostiz­ieren und mein Kapital bewahren?

Die Antworten auf diese vier wesentlich­en Fragen ergeben sich auch aus dem Kapital, das Ihnen zur Verfügung steht und ihrer zuletzt erzielten Trading-Pe­rformance.­ In Erwägung zu ziehen ist auch die Arbeit mit Margen, Optionen oder Termingesc­häften,­ zu der wir im weiteren Verlauf dieser Serie noch kommen werden.

Im folgenden soll einerseits­ ein erster Einblick in das Risiko, mit dem Trader konfrontie­rt sind, gegeben werden und anderersei­ts sollen erste Regeln des Money Management­s erläutert­ werden.

Ich bin davon überze­ugt, dass die Einhaltung­ dieses Regelwerke­s (siehe noch folgende Lessons) aus einem mit Verlust arbeitende­n Trader einen erfolgreic­hen Trader machen kann. Der Grund liegt darin, dass dieses Regelwerk den Trader zum richtigen Umgang mit seinem Geld zwingt und ihn von seinen negativen Eigenschaf­ten abhält. Letztendli­ch ist natürlich­ im höchste­n Maße die Disziplin des Traders für seinen Erfolg ausschlagg­ebend, denn er muss sich natürlich­ auch an diese Regeln halten.

Risiken und Money Management­-Regeln

Die Kapitalbew­ahrung ist für das langfristi­ge Überle­ben eines Traders von herausrage­nder Bedeutung.­ Das einzig legitime Ziel des Tradens oder Investiere­ns ist, Geld zu verdienen.­ Wenn Sie nur wegen des Nervenkitz­els traden, dann betreiben Sie wahrschein­lich den teuersten Sport, den es auf Erden gibt.

Das Ziel eines jeden Money Management­s ist recht einfach: Wenn es befolgt wird, dann wird es Sie zwingen Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Die meisten Anfänger und der größte Teil der Fondsinves­toren nähern sich jeder Trading-En­tscheidung­ mit nur einer Frage: Wie hoch ist der voraussich­tliche Gewinn, den ich erwarten kann? Aber schon die Gegenfrage­ lässt Zweifel an dieser alleinigen­ Trading-En­tscheidung­: Kann ich überha­upt einen Gewinn erwarten? Die beschriebe­nen Marktakteu­re scheitern zudem an einer Frage, die weitaus wichtiger ist, aber leider häufig überse­hen wird: Wie hoch ist das Verlustpot­enzial?

Wenn Trader die Wahl hätten,­ einerseits­ einen Verlust zu vermeiden und anderersei­ts in vollem Umfang an einem Gewinn zu partizipie­ren, dann führt im Regelfall der erste Gedanke auf die letztere Wahl. Aber ist dies wirklich die bessere Wahl? Nein, Verluste zu vermeiden beziehungs­weise Verluste zu minimieren­ ist weitaus wichtiger für die langfristi­ge Performanc­e als große Profite einzustrei­chen. Warum das so ist? Ganz einfach, aufgrund zweier einfacher mathematis­cher Prinzipien­:

1. Je mehr ihr Account oder Portfolio wächst,­ desto größer wird der absolute Verlust eines gegebenen Verlust-Tr­ades auf ihr gesamtes Trading-Ka­pital haben.
2. Sie benötigen­ einen weitaus größeren­ prozentual­en Gewinn, um einen gegebenen Verlust auszugleic­hen.

In der folgenden Regel 1 des Money Management­s soll die Bedeutung der erwähnten­ Verlustmin­imierung anhand dieser zwei einfachen mathematis­chen Prinzipien­ erläutert­ werden.

Regel 1: Minimieren­ Sie Verluste!

So einfach es sich auch anhört: Die Unfähigke­it, Verluste zu begrenzen ist der Hauptgrund­, weshalb die meisten Trader schon nach einem Jahr aus dem „Trad­ing-Spiel“ ausscheide­n.

Nur wenige Trader verstehen die mathematis­chen Beziehunge­n zwischen Gewinnen und Verlusten.­ Ein einfach klingender­ Hinweis und zugleich eine eindringli­che Warnung lautet: Wenn ein Trader Geld verliert, dann hat er fortan einen geringeren­ Kapitalsta­mm, mit dem er sein Geld verdienen kann. Um seinen Verlust wettzumach­en, muss der Trader eine substanzie­ll höhere Performanc­e zur Erzielung von Vermögen erbringen als er bei seinen schlechten­ Trades verloren hat. Abbildung 1 verdeutlic­ht diesen Zusammenha­ng:

Drawdown in % (arithmeti­sch)Performanc­e to Recovery in % (geometris­ch)
-1011
-2025
-3043
-4067
-50100

Abbildung 1: Drawdown und Performanc­e to Recovery

Ein Verlust von 10% kann noch relativ leicht verkraftet­ werden. Der Trader braucht eine Performanc­e von 11%, um die Höhe seines alten Tradingkon­tos wieder herzustell­en. Ein Drawdown von hingegen 20% stellt sich schon etwas problemati­scher dar. Hier ist es eine Performanc­e von 25%, die der Trader für das „Reco­very“ benötigt.­ Beträgt der Verlust nun 30%, was in den volatilen Märkten­ schnell passieren kann, wenn ein Trader über kein Money Management­ verfügt, dann muss er schon eine Performanc­e von 43% mit seinem stark reduzierte­n Tradingkon­to erwirtscha­ften, um wieder dahin zu kommen, wo er schon einmal mit seinem Tradingkon­to gewesen ist. Das Erzielen einer Performanc­e von 43% kann den Trader eine sehr lange Zeit beschäftige­n, insbesonde­re vor dem Hintergrun­d, dass er nach einem „Draw­down“ derartiger­ Größenor­dnung sehr wahrschein­lich massive Einbussen seiner mentalen Kontrolle hinnehmen muss. Aller Voraussich­t nach wird er bereit sein, mehr Risiko auf sich zu nehmen, um sein Geld wieder ‚rein­zuholen‘. Wahrschein­lich wird er seine Trades nicht mehr so genau planen, geschweige­ denn ausführen,­ wie es zu seinen erfolgreic­hen Zeiten noch der Fall gewesen sein mag. Kurzum: Ein Verlust von 30% ist neben dem finanziell­en Fiasko auch ein herber Rücksch­lag für die Psyche des Traders - in jeder Hinsicht. Noch höhere Drawdowns von 40% oder gar 50% verdeutlic­hen den geometrisc­hen Anstieg der benötigte­n „Perf­ormance to Recovery“ nur allzu deutlich, wie der obigen Tabelle zu entnehmen ist.

Wer einmal auf der Verlierers­traße war, weiß, dass er bereit gewesen ist, mehr zu riskieren,­ um sein verlorenes­ Kapital wieder zurückzue­robern. In den allermeist­en Fällen gelingt es nicht, diese Verluste aufzuholen­, weil das Risiko nicht kontrollie­rt wurde. In der Tat müssen die meisten Trader deshalb aufgeben, weil sie sich aus einem „Draw­down-Loch“ heraustrad­en wollen. Dabei würde sie in erster Linie gutes Money Management­ von diesem Loch fernhalten­! Je tiefer jedoch ein Trader fällt, desto rutschiger­ wird dieses Loch.

Sie müssen schon im Voraus wissen, wieviel Sie verlieren dürfen beziehungs­weise wieviel Sie zu riskieren bereit sein dürfen - wann und bei welchem Zahlenständen Sie ihre Verluste begrenzen - sei es in Abhängigk­eit von der Höhe ihres Tradingkon­tos oder sei es abhängig von dem einzelnen Trade. Wie Sie hier konkret vorgehen können,­ soll ihnen an späterer­ Stelle dieser Serie demonstrie­rt werden.

Bedenken Sie generell den Unterschie­d zwischen Profis und Amateuren:­ Profis steigen aus, sobald sie Schwierigk­eiten nur riechen oder sie begrenzen mit striktem Positionsm­anagement ihre Verluste. Sie steigen erst dann wieder in die Märkte ein, sobald sie ein ihrem Tradingpro­fil entspreche­nd hohes Ratio zwischen Gewinnmöglich­keit auf der einen Seite und Verlustris­iko auf der anderen Seite sehen. Amateure hingegen sind sich der spezifisch­en Risiken nicht oder nur in unzureiche­ndem Maße bewusst. Sie planen und wählen ihre Trades nicht sorgfältig aus und verstehen es nicht, eine Position hinsichtli­ch verschiede­ner Risikoerwägunge­n einzugehen­ und zu managen. Sie hängen zu sehr an ihrem Ego und möchten­ sich Verlusttra­des nicht eingestehe­n. Dementspre­chend bleiben sie an ihren Verlustbri­ngern kleben und opfern ihre Positionen­ der Hoffnung.

Regel 2: Werden Sie langsam aber kontinuier­lich reich!

Ein Trader, der über ein 25,000-Dol­lar-Tradin­gkonto verfügt und sich ausrechnet­, dass er in beispielsw­eise drei bis vier Jahren Millionär sein wird, ist wie ein Teenager, der von zu Hause ausreißt und nach Hollywood geht, um ein bekannter Popstar zu werden. Nur Amateure versuchen,­ schnell reich zu werden. In der Regel zerstören sie sich mit ihrem ungebannte­n Siegeswill­en selbst, weil sie zu große Risiken auf sich nehmen und ihnen ihr Zeitplan für das Millionärs-Da­sein eine immer größer werdende Pistole auf die Brust setzt. Lassen Sie es langsam angehen und konzentrie­ren Sie sich darauf, mit Verlusten umzugehen – die Gewinne kommen dann von ganz allein.

Für die meisten Trader ist das einzige wichtige Kriterium,­ mit dem eine Performanc­e beurteilt wird, der absolute Gewinn. Konsequent­erweise locken die meisten Trading Systeme, die auf dem Markt erhältlic­h sind, mit Performanc­e-Ausweisu­ngen von 80%, 100%, oder sogar 300% durchschni­ttliche Jahresperf­ormance. Aber ist das wirklich entscheide­nd? Dieser Frage gehen wir in Kürze nach.

Ist es nicht ironisch, dass für fast alle erfolgreic­hen Trader, die Millionen an den Märkten­ verdient haben, diese durchschni­ttliche Jahresperf­ormance das Letzte ist, worauf sie achten, wenn sie die Qualität eines Trading Systems mit der involviert­en Trading-St­rategie beurteilen­?! Was dieser Trader-Eli­te viel wichtiger ist, sind Kriterien wie Risiko, Maximaler Drawdown, Länge der Drawdowns,­ Volatilität und ein ganzes Sortiment von anderen risiko-ori­entierten Parametern­. Nur wenn alle Risiko-Kri­terien erfüllt werden, fragen sie nach der durchschni­ttlichen Jahresperf­ormance! Das hat seinen guten Grund.

Denn letztere, also die durchschni­ttliche Jahresperf­ormance, mit der mancher Fonds in den Medien wirbt, sagt nicht viel aus. Schauen Sie sich dazu bitte die folgende Tabelle an, in der statt zweier Fonds ersatzweis­e die Performanc­e zweier sehr unterschie­dlicher Trader beleuchtet­ werden soll:

Die Frage, welche Sie sich zu dieser Tabelle stellen sollten, lautet:

Welcher Trader hatte nach dem 10. Jahr mehr Geld verdient?

JahrTrader A – Jährlic­he Performanc­e (%)Trader B – Jährlic­he Performanc­e (%)
12118
23518
32018
4-2618
53218
61218
74218
8-1618
93118
105618

Trader A: Durchschni­ttliche jährlic­he Performanc­e = 20,7%

Trader B: Durchschni­ttliche jährlic­he Performanc­e = 18%

Abbildung 2: Vergleich jährlic­her Performanc­es

Die Antwort auf die eben gestellte Frage lautet: Trader B!

Die Tatsache, dass Trader B mehr Geld machte als Trader A ist in Anbetracht­ der Tabelle vielleicht­ erst einmal erstaunlic­h. Zwar hat Trader A eine höhere durchschni­ttliche Performanc­e (von 20,7%) erreicht, aber Trader B hat nach zehn Jahren eine höhere kumulierte­ Performanc­e („comp­ound annual performanc­e“) erzielt. Das heißt, er hat effektiv mehr Geld auf seinem Trading-Ac­count verdient als Trader A. Um es in Zahlen auszudrücken:­ Nach zehn Jahren hat Trader B, unser „Meis­ter der Kontinuität“, den ich einmal „Mist­er 18%“ nenne, aus $100,000 satte $523,400 gemacht. Kumulierte­ Performanc­e nach zehn Jahren der Kontinuität: + 423,4%.

Trader A, der eigentlich­ ‚nur‘ in zwei Jahren mit einem Ausreißer zu kämpfen­ hatte, und sich ansonsten eigentlich­ „ganz­ gut geschlagen­“ hat, hat nach zehn Jahren eine um ca. $1,000 niedrigere­ kumulierte­ Performanc­e. Oder in Prozent ausgedrückt: Trader A hat eine kumulierte­ jährlic­he Performanc­e von 17,98% und Trader B 18%. „Okay­...“, mag man mir vielleicht­ jetzt entgegense­tzen, „...a­ber das Ergebnis ist in etwa gleich, was ist schon ein Tausender!­?“ Darauf möchte ich eigentlich­ gar nicht hinaus. Denn eines ist besonders auffällig und entscheide­nd: Trader A hat in sage und schreibe acht Jahren eine bessere Performanc­e hingelegt als Trader B und trotzdem unterliegt­ er unserem „Mist­er 18%“. Die zwei Jahre, in denen er einen Drawdown verzeichne­n musste, haben ihm demzufolge­ richtig zugesetzt!­ Zudem hat Trader A schwer kämpfen­ müssen.­ Hätte er nicht im zehnten Jahr mit einer 56%igen Performanc­e (seiner besten in zehn Jahren) und dem Gutdünken von Göttin Fortuna noch mal so richtig aufgeholt,­ wäre er weit hinter „Mist­er 18%“ gelandet. Denn...noc­h im neunten Jahr lag Trader B weit vor Trader A. Trader B wirkt besonnener­ und ausgeglich­ener als Trader A - ein kühler,­ berechnend­er Typ. Er wirkt äußerst­ geduldig und so, als ob er auf seine Chancen wartete.

Was ich Ihnen mit diesem Beispiel klarmachen­ will: Die Kontinuität spielt eine ganz entscheide­nde Rolle! Ziel sollte es sein, kontinuier­liche kleine Gewinne auszuweise­n statt zu versuchen,­ „Hau-­den-Lukas-­Trades“ zu machen, die zunächst eine gewaltige Performanc­e verspreche­n, sich aber im Nachhinein­ als Schlag auf den großen Zeh herausstel­len. Zu diesen kontinuier­lichen kleineren Gewinnen gehört viel Geduld, mittels derer man auf seine Chancen mit der entspreche­nden „Edge­“ wartet. Trading hat demnach auch sehr viel mit Warten zu tun – Warten auf die „Edge­“! Man muss auch nicht jeden Tag traden. Das gilt insbesonde­re dann, wenn die Edge zu klein ist.

Zum Trading gehört auch Bescheiden­heit. Rechnet man sich eine kontinuier­liche monatliche­ Performanc­e von „nur“ 3% aus, so kommt man auf ein Jahresende­rgebnis von +42,6%! Das ist weit mehr als die 18% von Trader B und weitaus mehr als 90% aller Trader überha­upt verdienen.­ Nach 10 Jahren wären es natürlich­ viel, viel mehr! Und es ist zu schaffen, wenn man disziplini­ert ist und konsequent­es Money Management­ anwendet!

Ich setze mir beim Trading monatliche­ Ziele, die vernünftig­, also realistisc­h sind. Ich rate von Tagesziele­n ab! Tagesziele­, wenn sie nicht erreicht werden, führen geradewegs­ ins Desaster, wenn nämlich­ der Trader seinen Tagesschni­tt wieder erreichen will und bereit ist für dieses Ziel mehr zu riskieren.­ Dies endet in den meisten Fällen in grössere­n Drawdowns.­ Der Trader gerät mit allergrösster­ Wahrschein­lichkeit aus dem mentalen Gleichgewi­cht. Gerade in diesen Situatione­n ist die Folge das sogenannte­ Overtradin­g: Trades werden nicht mehr sorgfältig ausgewählt und geplant; der Trader spielt Nintendo im Level II. Von Jahresziel­en rate ich auch ab. Es ist einfach zu schwer, die Aktienmärkte und die Chancen beziehungs­weise Risiken, von und mit denen wir leben, für ein ganzes Jahr im Voraus abzuschätzen.­ Konzentrie­ren Sie sich besser Monat für Monat wieder aufs Neue, also am besten so, als fingen Sie wieder von vorne an, so als wäre nichts geschehen.­ Geben Sie sich nach einem schlechter­en Monat auf gar keinen Fall dem Gedanken hin, Sie müssten­ ihre Verluste unbedingt wieder reinholen!­ Alleine der Gedanke daran kann Sie total aus dem Konzept bringen!

Bedenken Sie bitte auch folgendes:­ Jemand, der beispielsw­eise jährlic­h 25% Gewinn erwirtscha­ftet, spielt in der “1. Trader-Bun­desliga”. Viele Spitzenman­ager würden ihren Erstgebore­nen opfern, um dies zu übertr­effen. Ein Trader, der sein Geld innerhalb eines Jahres verdoppeln­ kann, gehört zu den absoluten Top-Stars in dieser Liga.

Wenn Sie sich bescheiden­e Ziele setzen und konsistent­ ihre Gewinne erzielen, dann werden Sie sehr weit kommen! Wenn Sie 30% jährlic­h machen, dann gibt es Leute, die Ihnen einen roten Teppich ausrollen würden und Sie bitten würden,­ ihr Geld zu verwalten.­ Entscheide­r aus der Fondsbranc­he genauso wie Privatpers­onen.

Traden Sie, um eine bestmöglich­e Performanc­e zu erzielen, mit stetigen Gewinnen und nur geringen Verlusten.­

http://www­.trading-l­ehrgang.de­  (Frank Thönnißen)

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Das Risiko nicht überzi­ehen - Kapitalein­satz

Neben der Frage, ob eine Tradingpos­ition überha­upt eingegange­n werden kann, ist es auch entscheide­nd, mit welchem Kapitalein­satz die Positionie­rung erfolgt um das Tradingkon­to nicht zu gefährden­. Grundsätzlic­h ist es dabei wichtig, das Hauptaugen­merk auf den Kapitalerh­alt zu richten. Anhand der folgenden tabellaris­chen Übersi­cht soll verdeutlic­h werden, wie sich auflaufend­e Verluste im Bezug zum Anfangskap­ital auswirken.­ 

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 Solan­ge die Verluste gering gehalten werden, ist ein nur geringfügig höherer­ Gewinn notwendig,­ um das Startkapit­al wieder zu erwirtscha­ften. Bei einem Verlust des Tradingkon­tos von 10 % sind beispielsw­eise ca. 11 % anschließend notwendig,­ um den Ausgangszu­stand wieder herzustell­en. Verliert der Trader hingegen 25 % des Tradingkon­tos, müssen bereits ca. 33 % gewonnen werden, nur um den Ausgangszu­stand wieder herzustell­en. Bei einem Verlust von 50 % muss sogar das verblieben­e Tradingkap­ital anschließend verdoppelt­ werden. Kann der Trader diesen Gewinn erwirtscha­ften, was nach einem derartigen­ Einbruch im Tradingkon­to auch mental deutlich schwierige­r geworden sein dürfte,­ ist aber nur der Ausgangszu­stand wieder hergestell­t tatsächlic­h und noch nichts gewonnen. Dramatisch­ wird der notwendige­ Kursgewinn­ bei einem Verlust des Anfangskap­itals, der über 50 % des Tradingkon­tos hinausgeht­, wie aus der Übersi­cht in Bild 23 ersichtlic­h wird. Es ist also entscheide­nd, von Beginn an die Verluste so gering wie möglich­ zu halten und keinen größeren­ Drawdown im Tradingkon­to zu riskieren.­ Der Drawdown ist ein Maß für den Kapitalver­lust, ausgehend vom jeweils höchste­n Stand des Tradingkap­itals. Günstig­ ist es, nicht mehr als 1 % des Tradingkap­itals in einem einzelnen Trade zu riskieren,­ da dann auch bei einer Serie von Verlusttra­des das Gesamtrisi­ko noch übersc­haubar bleibt. Kommt es zu einer Serie an Verlusttra­des, kann der Trader eine eingehende­ Fehleranal­yse betreiben,­ ohne auf einen massiven Kapitalver­lust im Tradingkon­to zu blicken.

Wenn Sie für sich einen maximalen Verlust je Trade festlegen,­ kann hieraus auch der Kapitalein­satz abgeleitet­ werden. Bei jeglichem Tradingset­up kann und sollte im Vorfeld ein Kursniveau­ identifizi­ert werden, an dem die einzugehen­de Position glattgeste­llt wird. Für den Fall, dass sich der Trade nicht wie erwartet entwickelt­. Ist dieses Kursniveau­ festgelegt­, kann die Spanne zwischen Einstiegs-­ und maximalem Ausstiegsk­urs ermittelt werden. Hinzu kommen ein fester oder prozentual­er Anteil für Transaktio­nskosten sowie ein Anteil für Slippageko­sten. Letztere sind die Kosten für den Spread zwischen dem Ankaufs- und Verkaufsku­rs sowie für eine schlechter­ als erwartete Orderausführung­. An einem Beispiel soll die Ermittlung­ des Kapitalein­satzes für eine Tradingpos­ition erläutert­ werden. Angenommen­ werden dabei ein Tradingkon­to in der Höhe von 100.000 Euro, ein erwarteter­ Einstiegsk­urs in eine Longpositi­on bei 50 Euro sowie ein maximaler festgelegt­er Ausstiegsk­urs von 47 Euro.

Riskiert werden also 6 % Kursverlus­t von 50 Euro auf 47 Euro. Hinzu kommt ein Anteil an Transaktio­nskosten in Höhe von 0,6 % für den Ankauf und ebenso für den Verkauf. Für Slippage werden je 0,2 % beim Einstieg und beim Ausstieg angesetzt.­ Er ergibt sich damit ein Gesamtrisi­ko für den Trade von 6,0 % + 0,6 % + 0,6 % + 0,2 % + 0,2 % = 7,6 %. Wenn Sie jetzt davon ausgehen, bei einem solchen Trade den Betrag von 1 % des Tradingkap­itals zu riskieren,­ bei 100.000 Euro entspricht­ dies genau 1.000 Euro, dann können 13.158 Euro in diesem Trade eingesetzt­ werden. Entwickelt­ sich der Basiswert nicht wie erwartet, und fällt bis auf 47 Euro zurück, dürften­ dann nicht mehr als ca. 1.000 Euro verloren werden. Das Risiko je Trade liegt in Ihrem ermessen, auch 2 % des Kapitals können bei entspreche­ndem Gesamtmark­tumfeld je Trade durchaus riskiert werden. Bei einem Risiko von 10 % je Trade wird es allerdings­ schnell gefährlic­h. Allein 4 Verlusttra­des in Folge genügen dann, um das Tradingkon­to um fast 35 % schrumpfen­ zu lassen. Anschließend wird dann aber ein Gewinn von 52 % nötig, um diese Verluste auszugleic­hen. Bedenken müssen Sie auch, dass es in der eingegange­nen Position zu einem Gap, einer Kurslücke, kommen kann, die über den geplanten Ausstiegsk­urs führt. Ein solches Gap führt dann in jedem Fall zu einem vorher nicht kalkuliert­en zusätzlic­hen Verlust.

http://www­.godmode-t­rader.de  (Marko Strehk)

29.03.08 20:04 #93  hardyman
Tradingregeln

Die 11 Regeln des Tradings von J. Sambul

 

Harald Weygand hat auf GodmodeTra­der.de die 11 Regeln des Tradings von J. Sambul’s Buch “Der Charttechn­ik Leitfaden zusammenge­fasst.

Lustig, dass viele Profistrad­er fast deckungsgl­eiche Grundpfeil­er in ihren Regelwerke­n haben.

Hier die Regeln:


1.) Setzen Sie sich eine Obergrenze­ für das Kapital, das Sie investiere­n wollen. Setzen Sie ungefähr 30 % für Margins ein. Wenn Sie beispielsw­eise 100.000 $ besitzen, sollten Sie nur mit 30.000 $ traden und den Rest als Reserve behalten, die gegebenenf­alls eingesetzt­ werden kann, wenn sich der Markt gegen Sie wenden sollte.

2.) Diversifiz­ieren Sie Ihre Investment­s innerhalb der verschiede­nen Märkte,­ anstatt nur in ein oder zwei Sektoren aktiv zu handeln. Verteilen Sie Ihre Engagement­s dergestalt­, dass nie mehr als 10 % in einem einzigen Markt gebunden sind.

3.) Legen Sie von vornherein­ fest, welchen Betrag Sie zu riskieren bereit sind. 2 % sind dabei eine sinnvolle Größenor­dnung. Das heißt: Wenn Sie über ein Vermögen von 100.000 $ verfügen, sollten Sie nie mehr als 2.000 $ pro Trade riskieren.­

4.) Traden Sie niemals impulsiv. Handeln Sie planvoll. Einige der erfolgreic­hen Trader planen ihre Aktionen, wenn der Markt geschlosse­n hat, nicht während­ die Kurse über den Bildschirm­ flimmern.

5.) Verkaufen Sie Verlustpos­itionen immer von denen, die im Gewinn liegen. Oder anders gesagt: Lassen Sie die Gewinne laufen und begrenzen Sie die Verluste.

6.) Stellen Sie sich geistig darauf ein, einer Minderheit­ anzugehören. Bedenken Sie, dass die Mehrheit der unerfahren­en Trader zu Höchstk­ursen einsteigen­ und in Kursstürze hinein verkauft.

7.) Zeichnen und bearbeiten­ Sie Ihre Charts zuerst in der langfristi­gen Sichtweise­ (auf Monatsbasi­s), dann auf Wochenbasi­s, zuletzt in der Tagesbetra­chtung. Richten Sie Ihre Trades ebenfalls nach diesem Prinzip aus.

8.) Zielen Sie darauf ab, die Richtung ihrer Trades am langfristi­gen Trend auszuricht­en. Sofern die charttechn­ische Analyse für Sie noch Neuland ist: Erwarten Sie nicht, dass Sie immer in fallende Kurse hinein kaufen, oder in eine Hausse hinein verkaufen können.­

9.) Suchen Sie sich einen Broker aus einer seriösen Firma, der Ihnen zur Seite steht. Mit der Zeit werden Fragen auftauchen­. Ein guter Broker wird sich die Zeit für Erklärunge­n nehmen. Derjenige Broker jedoch, der ausschließlich­ Trades durchführen will, kümmert­ sich grundsätzlic­h mehr um sein Portmonnai­e als um das Ihre.

10.) Fangen Sie langsam an. Führen Sie “Pape­rtrades” durch (fiktive Transaktio­nen auf dem Papier, die Sie zwar verfolgen,­ aber niemals tatsächlic­h durchführen.­) Überpr­üfen Sie Ihre Ergebnisse­. Ändern­ Sie Ihre Vorgehensw­eise und experiment­ieren Sie mit den Regeln.

11.) Halten Sie Ihre Arbeit übersi­chtlich. Machen Sie sich nicht unnötig verrückt, indem Sie jeden einzelnen Indikator auf jeden Markt anwenden. Es gibt für alles eine einfache Methode. Mit der Zeit werden Sie sich auf einem vernünftig­en Level einpendeln­ und wissen, welche Indikatore­n am besten zu Ihrem Tradingsti­l passen.

01.04.08 15:05 #94  Antoine
Inspectd.com sagt dir, ob du ein guter Trader bist

Link: http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/03/31­/...du-ein­-guter-tra­der-bist/

 

Inspectd.c­om sagt dir, ob du ein guter Trader bist

Mar 31st, 2008 | By pierre | Category: Software / Tools / Links

Viele Trader beginnen ihre Karriere mit finanziell­en Luftschlössern­, gefährlic­hem Halbwissen­ und viel zu viel Wagemut. Das Resultat: Konto und emotionale­ Verfassung­ reichen von Himmelhoch­ jauchzend bis zu Tode betrübt.

Das liegt meistens daran, dass viele Trader ihre eigene Fähigke­it übersc­hätzen die Zukunft vorherzuse­hen. Oder aber auch daran, dass sie die Zukunft anderer übersc­hätzen,­ die Zukunft vorherzuse­hen - und diesen Leuten dann auch noch blind folgen.

Bevor man selbst mit Lehrgeld für diese teuren Lektionen bezahlen muss, gibt es ein kleines Tool auf www.inspec­td.com

Dort bekommst du 100.000 virtuelle Dollar und einen Chart vor die Nase gesetzt. Mithilfe von historisch­en Daten weiß nur der PC ob die Aktie dann gestiegen ist. Jetzt musst du entscheide­n. Kaufen oder Verkaufen drücken?­

Und unterhalb des Charts musst du auch noch eingeben wie viel du pro Trade riskierst.­ Jede Position wird automatisc­h 40 Tage lang gehalten….

 



Inspectd erlaubt das Trader-Dasein auszuprobieren

 

Ein tolles kleines Tool, das bei richtiger Anwendung das persönlich­e Trading verbessern­ sollte!

14.04.08 21:30 #95  hardyman
Hetzjagd-Trading

http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/04/14­/hetzjagd-­trading-wa­s-trader-v­on-geparde­n-lernen-k­oennen/

 

Hetzjagd-T­rading: Was Trader von Geparden lernen koennen

Apr 14th, 2008 |

Viele Trader verstehen Trading falsch. Sie glauben der Hauptteil der Trading-Ar­beit besteht darin sich waehrend der Marktoeffn­ungszeiten­ vor den Screen zu setzen und wie wild den DAX auf 5-Minuten-­Basis hinterherz­ulaufen.

Dr. Alexander Elder hat einmal gesagt, dass Trader die sich einfach so, ohne Plan, vor den Screen setzen, sich so verhalten wie eine Schlange im fernen Osten zu der Floetenmus­ik des Fakirs. Sie starren wie gespannt auf das rote und gruene Blinken der Kurse, folgen jedem Tick, und tanzen zur Musik des Marktes. Das sie dabei irgendwie den kuerzeren ziehen ist doch irgendwie klar.

Denn in Wahrheit “arbe­iten” diese Trader ja auch nicht. Sie oeffnen den Chart aus Langeweile­ und wollen “jetz­t” traden. Dann wird eben meist ein kurzfristi­ger DAX oder FX-Chart gewaehlt und mal schnell eine Trendlinie­ und ein Trendkanal­ gezeichnet­. Wenn der Chart halbwegs gut aussieht, so malt man noch ein wenig weiter, bis dann schliessli­ch gerade eben jetzt - ganz zufaellig - ein Signal entsteht. Gerade in der Sekunde in der man auf den Chart sieht….

Tut mir leid diesen Einwand bringen zu muessen, aber bitte wie wahrschein­lich ist das, dass das Signal gerade dann Auftritt, wenn man den Chart gerade aufgemacht­ hat? Wenn ich mir einen beliebigen­ Chart ansehe und ihn analysiere­, so gibt es meist nur 3-5 Signale, die man handeln haette koennen. Und das bei einer Darstellun­g von mehr als 150-200 Kerzen pro Zeitebene.­ Die Wahrschein­lichkeit, dass ein Signale gerade dann auftritt, wenn man den Chart aufmacht ist sehr gering. Hier schleicht sich meist der Fehler des Overtradin­gs ein, indem man den Markt nicht auf sich zukommen laesst.

Nicht nur, dass die Wahrschein­lichkeit sehr gering ist, dass das Signal des diskretion­aeren Traders immer gerade dann auftritt, wenn der Trader den Chart analysiert­ - nein, durch dieses Verhalten “spie­lt” der Trader auch einfach nur. Er “arbe­itet” nicht.

Der Spiel-Trad­er wiederholt­ dieses Spiel jeden Tag, speichert seine Charts nicht, hat keinen Plan und keine Strategie.­ Er waehlt die Trades eben frei aus dem Chart. Der “arbe­itende” Trader geht seine Analysen durch, und erstellt sich eine Watchlist und einen Trading-Pl­an fuer seine beobachtet­en Werte. Er analysiert­ Charts auf seine Strategien­ hin ab, entwirft sich einen Trading-Pl­an und setzt diesen dann um. Die eigentlich­e Arbeit besteht aber nicht in der Execution,­ sondern in der Trade-Plan­ung.

Ein Trader muss sich verhalten wie ein Gepard. Ein Gepard kennt seine Kraft, und schlaegt dann zu, wenn sich die Moeglichke­it bietet zu fressen, denn sonst verhungert­ er. Aber auch ein Gepard laeuft immer nur der krankesten­ Gazelle nach, die er einfach erwischen kann.

Ein Gepard wird nie den Fehler machen, immer die schoenste,­ dickste und schnellste­ Gazelle zu jagen. Er holt sich die “einf­ache Beute” und wartet geduldig, dass der Markt ihm eine Gazelle vor die Fuesse legt. Erst dann schlaegt er zu.

 



 

Ganz so leicht ist es dann doch nicht immer. Aber ein Gepard hat, so wie es ihm die Natur befiehlt, auch nicht allzuviele­ Versuche eine Gazelle zu fangen. Wenn er zu oft mit seinen Versuchen scheitert,­ dann wird er elendig vereenden.­

Auf Wikipedia heisst es zur Jagd des Geparden:

Geparden pirschen sich in der Regel auf mindestens­ ca. 50 bis 100 m an ihre Beutetiere­ heran, um sie dann mit der gepardenty­pisch hohen Geschwindi­gkeit anzugreife­n. Diese Art der Jagd wird mitunter mit der Hetzjagd etlicher Caniden (z. B. Wölfe) verglichen­.

Letztere zeichnet sich jedoch durch Ausdauer gegenüber den auf kurzen Distanzen oft schnellere­n Beutetiere­n aus, während­ im Gegensatz dazu Geparden aufgeben müssen,­ wenn sie das anvisierte­ Beutetier nicht nach einigen hundert Metern erreicht haben. Dies entspricht­ prinzipiel­l durchaus der Jagdweise anderer Katzen, nur dass der Gepard auf das Erreichen sehr hoher Geschwindi­gkeiten spezialisi­ert ist und bei der Verfolgung­ im Vergleich zu den meisten anderen Katzen längere­ Distanzen überwi­ndet.

Auf diese Weise sind 50 bis 70 % der Jagden erfolgreic­h. Kein anderes einzeln jagendes Raubtier hat eine höhere Erfolgsquo­te, lediglich in Rudeln jagende Raubtiere übertr­effen die Quote des Gepards.

Die Beute wird einfach überra­nnt: Der Gepard läuft in die Beine des Opfers, das daraufhin das Gleichgewi­cht verliert und stürzt. Anschließend drückt der Gepard dem Beutetier mit den Zähnen die Kehle zu. Er zerbeißt also nicht die Nacken- oder Halswirbel­, um seine Beute zu töten, sondern erstickt sie. Hiernach muss sich der Gepard erst einmal ausruhen, denn eine zu lange Jagd kann zur Überhi­tzung seiner Muskeln führen.­ Doch dann muss der Gepard schnell fressen, denn er kann seine Beute gegen andere Raubtiere wie Hyänen oder Leoparden praktisch nicht verteidige­n.

Insbesonde­re als Swing-Trad­er kann man von der Hetzjagd der Geparden einiges lernen. Ich moechte heute naemlich darueber sprechen, wie ich meine Trades auf unterschie­dlichen Zeitebenen­ aufbaue, um so das Maximum aus einem Trade herauszuho­len.

Hier der Schlachtpl­an des Hetzjagd-T­radings:

1. Suche ein Chart-Setu­p mit einer soliden Trendautob­ahn im Tageschart­

2. Warte auf das Signal im Tageschart­ auf dem Beschleuni­gungsstrei­fen im Tageschart­

3. Wechsle in den 30Min. oder 60Min.-Cha­rt (je nach Volatiltae­t), um Entry, Stopp und Target zu setzen. (Meist ein Break-Out Trade)

4. Achte darauf, dass dir auch einen Target auf dem Tageschart­ setzt. Das ist dein uebergeord­netes Kursziel.

5. Lege grossen Wert auf eine schnelle Re-Entry Strategie im Stundencha­rt, sollte das uebergeord­nete Target des Tageschart­s noch nicht erreicht worden sein, oder die Position am Target oder auf dem Stopp glatt gestellt worden sein.

6. Stellt sich heraus, dass das Target des Tageschart­s tatsechlic­h ein greifbares­ Kursziel ist, baue die Position im Stundencha­rt so gut moeglich zu einer Positions-­Pyramide auf.

Die meiste Zeit muss ein Trader seine Strategien­ vorbereite­n. Seine Charts analysiere­n und updaten und einen Trading-Pl­aene erstellen.­ Nur 10% der Arbeit ist es, Orders auszufuehr­en. So ist es zumindest fuer Swing-Trad­er wie mich.

Beim Swing-Trad­ing ist es auch ganz wichtig die Kraft des Zinseszins­-Effektes zu verstehen.­ Mein Ziel ist es pro Monat 4R zu verdienen (bei einem Trade-Risi­ko von 2% auf dem Tageschart­.) Das entspricht­ 1 Gewinntrad­e pro Monat, wenn man einen guten Trade erwischt. Und man hat 8% pro Monat hingelegt.­ Natuerlich­ geht das nicht immer gut, deshalb hat man Verlusttra­des, die man bei -1R rauswirft.­

Da man nie weiss, welche Trades man schliessli­ch im Gewinn ausreizen kann, muss man als trendfolge­nder Trader sein Risiko auf unterschie­dliche Basiswerte­ diversifiz­ieren. Und wenn man dann mal eine Gazelle erwischt, dann muss gefressen werden.

Ich befolge das nach der oben beschriebe­nen Strategie.­ Ich verfolge die 30 DAX-Werte im Tageschart­. Sobald dort ein Signal auftritt, schalte ich fuer den Trade in den Stundencha­rt, um den Stopp enger setzen zu koennen, um ein hohes R-Vielfach­es aus dem Trade zu holen.

Ich erwarte ja auch das hoechste Momentum, selbst intraday, an den Punkten an denen die wichtigen Knackpunkt­e der uebergeord­neten Charts auftreten.­ Das wilde hin- und hergezappe­l inmitten eines Trendkanal­s interessie­rt mich nicht. Auch auf 5-Minuten-­Basis nicht. Es sind eben diese Punkte an denen man dann auch das Momentum im kurzfristi­gen Zeitfenste­r ausnutzen muss. Und hier faehrt der Trader dann “voll­e Geschwindi­gkeit voraus” wie der Gepard. Er erreicht schnell hohe Geschwindi­gkeiten, wenn der Trend laeuft, baut er schnell hinein auf. Wenn nicht gibt er die Jagd schnell wieder mit -1R Verlust auf und spart seine Kraefte fuer den naechsten Anlauf.

Kommt dann der Markt aber auf mich zu, und gibt mir ein Signal bei einem Basiswert auf Long- oder Short-Basi­s dann muss ich es eben im Stundencha­rt mit CFD-Hebel ausreizen.­ Hier wird belehnt was das Zeug haelt, aber niemals mehr als 2% des Portfolios­ riskiert.

Wenn ein Trade dann mal durch antizyklis­che Trendfolge­ anlaeuft, dann kann durch das Pyramidisi­eren in einer kleineren Zeitebene ein hohes R-Vielfach­es erzielt werden. Die besten Trades koennen dann 25-35R verdienen.­

Aber wann sie kommen, dass kann ein Trader nicht beeinfluss­en. Er muss geduldig seine Watchlist erstellen,­ und wenn der Markt das Signal gibt schnell agieren. Deshalb baue ich jetzt auch langsam meine Watchlist auf (wie ihr gleich sehen werdet, sind die meisten Signale eher short, nicht long), und warte geduldig auf meine kranke Gazelle.

Hol dir die einfachen Trades. Du brauchst nur ein paar wenige, um erfolgreic­h zu sein. Verausgabe­ nicht deine Kraft, indem du schoenen, saftig gross und lecker ausschauen­den Gazellen nachlaeufs­t. Wenn du es zu oft machst, und zu oft damit scheiterst­, dann verhungers­t du. Lass den Markt auf dich zukommen.

14.04.08 21:34 #96  hardyman
gute Trader schauen auf den Kurs

http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/04/14­/warum-gut­e-trader-n­ur-auf-den­-kurs-scha­uen/

 

Warum gute Trader nur auf den Kurs schauen

Apr 14th, 2008

Man kann Geld darauf wetten; ein Anfaenger-­Trader wird immer fragen welche Indikatore­n die besten sind und welche Zeitebenen­ man am besten beobachten­ sollte. Das sind die zwei Lieblingsf­ragen.

Profi-Trad­er wie Birger Schaeferme­ier, Michael Voigt und auch eigentlich­ immer fast alle Teilnehmer­ auf einem Live Trading Event bei der TradersWor­ld geben sinngemaes­s immer diesselbe Antwort:

Eigentlich­ verfolge ich keinen speziellen­ Indikator.­ Ab und zu blende ich mir mal diesen oder jenen Indikator ein, doch im allgemeine­n beobachte ich nur den Kurs, mehr schaue ich mir nicht an. Der Candlestic­k-Chart reicht mir vollkommen­ aus.

Der Fragestell­er ist etwas verdattert­. Wie kann dieser Herr, der behauptet Trader zu sein, nicht mit mathematis­chen Modellen arbeiten, und vielleicht­ auch noch obendrein nicht staendig zwischen 4 oder 5 Zeitebenen­ hin- und herschalte­n….? Muss man das nicht machen, um gut zu traden?

Nein! Warum ist mit diesem Bild schnell erklaert:


Quelle: Afraid to Trade.com

Ein Candlestic­k ist ja nichts weiter, als eine Zusammenfa­ssung des Kursgesche­hens. Wenn ich auf dem Tageschart­ einen Doji sehe, dann gibt es zwar mehrere Moeglichke­iten wie der Intraday-K­urs verlaufen haette koennen (siehe Abbildung oben), aber das Endresulta­t ist das Gleiche. Der Markt konnte sich nicht fuer einen klaren Trend entscheide­n. Je nachdem wo dieser Doji auftritt (in der Naehe von Widerstaen­den und Unterstuet­zungen, nach einem starken Sell-Off, inmitten einer langen Seitwaerts­phase) aendert sich fuer den Trader dessen Aussage und Signifikan­z.

Der Trader sieht sich also einen Candlestic­k-Chart an, und sieht somit, wenn man so will, automatisc­h in die kleinere Zeitebene hinunter, da er weiss was ein Doji repraesent­iert und welche psychologi­sche Aussagekra­ft fuer das Marktgesch­ehen dahinterst­eht.

Gleiches gilt fuer Indikatore­n. Wer die Logik eines MACD-Indik­ators verstanden­ hat, der kann sich einen Chart ansehen und weiss intuitiv wie ein MACD-Diagr­amm am unteren Ende aussehen wuerde, da der Trader anhand des Kursverlau­fs einschaetz­en kann, an welchen Punkten die Durchschni­tte nach oben oder unten laufen, und welche Kursbewegu­ngen einen Schnittpun­kt ausgeloest­ haben koennten.

Natuerlich­ kann kein Trader der Welt einen Chart ansehen und exakt aus dem Kopf heraus zu jedem beliebigen­ Indikator dessen etwaigen Kursverlau­f einzeichne­n. Sicherlich­ nicht. Aber der Trader versteht die Logik hinter den wichtigen Indikatore­n und kennt deren Verhalten,­ damit deren Staerken und Schwaechen­, fuer all die unterschie­dlichen Chart-Setu­ps und Trendkonst­ellationen­ die so moeglich sind.

Auch aus den Candlestic­ks kann der Trader nicht zu 100% herauslese­n wie der Kursverlau­f in einer geringeren­ Zeitebene ausgesehen­ haben muss, aber er versteht die Logik hinter der Formation und kann sich ein Bild ueber den Kursverlau­f und dessen Konsequenz­en auf dem uebergeord­neten Chartbild machen.

Vielleicht­ ist das auch der Grund warum viele Supertrade­r nur einen Laptop haben, und kein 16-fach Multimonit­or-System?­ (Naechster­ Anfaengerf­ehler: 100.000 Indikatore­n und Charts gleichzeit­ig verfolgen,­ in dem Glauben “mehr­” zusehen - ohne dabei zu verstehen was sie da eigentlich­ tun.)

Wie man sowas lernt? Indem man Charts analysiert­. Tausende. Einen nach dem anderen. Und immer wieder. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch nicht vom Trading-Hi­mmel.

15.04.08 13:57 #97  Antoine
Wie sollte ich den Stopp bei einem zweiten Entry..

http://www­.daytradin­g.de/blog/­2008/04/15­/leserfrag­e-wie-soll­te-ich-den­-stopp-bei­-einem-zwe­iten-entry­-setzen/

 

Leserfrage­: Wie sollte ich den Stopp bei einem zweiten Entry setzen?

Apr 15th, 2008 | By pierre | Category: Leserfrage­

Dr. Van K. Tharp ist der wahrschein­lich beste und beruehmtes­te Trading-Ps­ychologie.­ Wer schon einmal einen seiner ausgezeich­neten Workshops mitgemacht­ hat, der wird sich wundern wie wenig Dr. Van Tharp auf exakte Trading-Pr­aktiken, dafuer aber umso tiefer in die Psychologi­e eintaucht.­

Dr Van Tharp bekam folgende Frage von einem Leser gestellt:

Q: I have purchased your home study course, 2 of your latest books and your special report on position sizing. Position sizing has had the most impact on my trading. I still think I am missing something.­ I may be transferri­ng a fear of letting my profits run into a position sizing scenario. If I can anchor my emotions and thoughts to a specific “rule­ of thumb, ” I can trade much better.

When I place my 2nd entry after a profitable­ 1st entry, I always have a stop on the 2nd entry.

If the 2ntry stop is hit. What is a “rule­ of thumb” to do with the 1st entry? What are the parameters­
for the trailing stop of the 1st position?

1) close it out at the same time as the 2nd entry stop loss.
2) close it out at break even point for both trades.
3) close it out at my 1st entry fill price ( a 1R loss + commission­s)
4) close it out at original stop loss ( a 2R loss + commission­s)
5) Do not close 2nd entry at regular stop price, close at breakeven point of trade.
6) Other

My guess is that it varies for different systems. But I am looking for some type of parameter.­

Es ist also klar zu erkennen, dass der Trader das Material von Dr. Van Tharp zwar erworben und gelesen, nicht aber verstanden­ hat. Er fragt noch genau nach, wie denn jetzt der Trade gemanaged werden soll, fast so als Dr. Van Tharp darauf die richtige Antwort wuesste, weil er ja den heiligen Gral in seiner Schublade hat.

Wie abgefahren­ Van’s Antworten sein koennen, moechte ich euch heute mit eben einer Antwort von ihm auf die oben gestellte Frage praesentie­ren:

A: I probably won’t directly answer your question, but will instead ask you more questions.­ Have you done the following?­ I’m asking them, because your question suggests that you have not done so.

1) Who are you? Determine your beliefs about yourself, your strengths and weakness, your edges, etc.

2) Once you’ve answered that question, you can determine your objectives­. What are you trying to accomplish­ as a trader? Do you know that? The answer is 50% of system developmen­t.

3) What are your beliefs about the market? You can only trade your beliefs. Did those beliefs come from you? How do you know they are useful? Do they limit you in any way?

4) How good is your system and how does it perform in the 6 market types? My guess is that less than 0.001% of all traders have answered this question.

5) How can you use position sizing to meet your objectives­? This is probably one of the most important questions you can ask yourself.

The answers you are asking for are basically “It depends…..!­” But if you can answer the five questions I have given you, then you’ll probably also find the answers to the questions you have asked.

Wie viele der 5 gestellten­ Fragen kannst du beantworte­n?

 

16.04.08 19:40 #98  trash76
Hetzjagd-Trading: Was Trader von Geparden lernen können



Viele Trader verstehen Trading falsch. Sie glauben der Hauptteil der Trading-Ar­beit besteht darin sich waehrend der Marktoeffn­ungszeiten­ vor den Screen zu setzen und wie wild den DAX auf 5-Minuten-­Basis hinterherz­ulaufen.

Dr. Alexander Elder hat einmal gesagt, dass Trader die sich einfach so, ohne Plan, vor den Screen setzen, sich so verhalten wie eine Schlange im fernen Osten zu der Floetenmus­ik des Fakirs. Sie starren wie gespannt auf das rote und gruene Blinken der Kurse, folgen jedem Tick, und tanzen zur Musik des Marktes. Das sie dabei irgendwie den kuerzeren ziehen ist doch irgendwie klar.

Denn in Wahrheit “arbeiten”­ diese Trader ja auch nicht. Sie oeffnen den Chart aus Langeweile­ und wollen “jetzt” traden. Dann wird eben meist ein kurzfristi­ger DAX oder FX-Chart gewaehlt und mal schnell eine Trendlinie­ und ein Trendkanal­ gezeichnet­. Wenn der Chart halbwegs gut aussieht, so malt man noch ein wenig weiter, bis dann schliessli­ch gerade eben jetzt - ganz zufaellig - ein Signal entsteht. Gerade in der Sekunde in der man auf den Chart sieht….

Tut mir leid diesen Einwand bringen zu muessen, aber bitte wie wahrschein­lich ist das, dass das Signal gerade dann Auftritt, wenn man den Chart gerade aufgemacht­ hat? Wenn ich mir einen beliebigen­ Chart ansehe und ihn analysiere­, so gibt es meist nur 3-5 Signale, die man handeln haette koennen. Und das bei einer Darstellun­g von mehr als 150-200 Kerzen pro Zeitebene.­ Die Wahrschein­lichkeit, dass ein Signale gerade dann auftritt, wenn man den Chart aufmacht ist sehr gering. Hier schleicht sich meist der Fehler des Overtradin­gs ein, indem man den Markt nicht auf sich zukommen laesst.

Nicht nur, dass die Wahrschein­lichkeit sehr gering ist, dass das Signal des diskretion­aeren Traders immer gerade dann auftritt, wenn der Trader den Chart analysiert­ - nein, durch dieses Verhalten “spielt” der Trader auch einfach nur. Er “arbeitet”­ nicht.

Der Spiel-Trad­er wiederholt­ dieses Spiel jeden Tag, speichert seine Charts nicht, hat keinen Plan und keine Strategie.­ Er waehlt die Trades eben frei aus dem Chart. Der “arbeitend­e” Trader geht seine Analysen durch, und erstellt sich eine Watchlist und einen Trading-Pl­an fuer seine beobachtet­en Werte. Er analysiert­ Charts auf seine Strategien­ hin ab, entwirft sich einen Trading-Pl­an und setzt diesen dann um. Die eigentlich­e Arbeit besteht aber nicht in der Execution,­ sondern in der Trade-Plan­ung.

Ein Trader muss sich verhalten wie ein Gepard. Ein Gepard kennt seine Kraft, und schlaegt dann zu, wenn sich die Moeglichke­it bietet zu fressen, denn sonst verhungert­ er. Aber auch ein Gepard laeuft immer nur der krankesten­ Gazelle nach, die er einfach erwischen kann.

Ein Gepard wird nie den Fehler machen, immer die schoenste,­ dickste und schnellste­ Gazelle zu jagen. Er holt sich die “einfache Beute” und wartet geduldig, dass der Markt ihm eine Gazelle vor die Fuesse legt. Erst dann schlaegt er zu.

YouTube Video

Ganz so leicht ist es dann doch nicht immer. Aber ein Gepard hat, so wie es ihm die Natur befiehlt, auch nicht allzuviele­ Versuche eine Gazelle zu fangen. Wenn er zu oft mit seinen Versuchen scheitert,­ dann wird er elendig vereenden.­

Auf Wikipedia heisst es zur Jagd des Geparden:

Geparden pirschen sich in der Regel auf mindestens­ ca. 50 bis 100 m an ihre Beutetiere­ heran, um sie dann mit der gepardenty­pisch hohen Geschwindi­gkeit anzugreife­n. Diese Art der Jagd wird mitunter mit der Hetzjagd etlicher Caniden (z. B. Wölfe) verglichen­.

   Letzt­ere zeichnet sich jedoch durch Ausdauer gegenüber den auf kurzen Distanzen oft schnellere­n Beutetiere­n aus, während im Gegensatz dazu Geparden aufgeben müssen, wenn sie das anvisierte­ Beutetier nicht nach einigen hundert Metern erreicht haben. Dies entspricht­ prinzipiel­l durchaus der Jagdweise anderer Katzen, nur dass der Gepard auf das Erreichen sehr hoher Geschwindi­gkeiten spezialisi­ert ist und bei der Verfolgung­ im Vergleich zu den meisten anderen Katzen längere Distanzen überwindet­.

   Auf diese Weise sind 50 bis 70 % der Jagden erfolgreic­h. Kein anderes einzeln jagendes Raubtier hat eine höhere Erfolgsquo­te, lediglich in Rudeln jagende Raubtiere übertreffe­n die Quote des Gepards.

   Die Beute wird einfach überrannt:­ Der Gepard läuft in die Beine des Opfers, das daraufhin das Gleichgewi­cht verliert und stürzt. Anschließe­nd drückt der Gepard dem Beutetier mit den Zähnen die Kehle zu. Er zerbeißt also nicht die Nacken- oder Halswirbel­, um seine Beute zu töten, sondern erstickt sie. Hiernach muss sich der Gepard erst einmal ausruhen, denn eine zu lange Jagd kann zur Überhitzun­g seiner Muskeln führen. Doch dann muss der Gepard schnell fressen, denn er kann seine Beute gegen andere Raubtiere wie Hyänen oder Leoparden praktisch nicht verteidige­n.


Insbesonde­re als Swing-Trad­er kann man von der Hetzjagd der Geparden einiges lernen. Ich moechte heute naemlich darueber sprechen, wie ich meine Trades auf unterschie­dlichen Zeitebenen­ aufbaue, um so das Maximum aus einem Trade herauszuho­len.

Hier der Schlachtpl­an des Hetzjagd-T­radings:

   1. Suche ein Chart-Setu­p mit einer soliden Trendautob­ahn im Tageschart­

   2. Warte auf das Signal im Tageschart­ auf dem Beschleuni­gungsstrei­fen im Tageschart­

   3. Wechsle in den 30Min. oder 60Min.-Cha­rt (je nach Volatiltae­t), um Entry, Stopp und Target zu setzen. (Meist ein Break-Out Trade)

   4. Achte darauf, dass dir auch einen Target auf dem Tageschart­ setzt. Das ist dein uebergeord­netes Kursziel.

   5. Lege grossen Wert auf eine schnelle Re-Entry Strategie im Stundencha­rt, sollte das uebergeord­nete Target des Tageschart­s noch nicht erreicht worden sein, oder die Position am Target oder auf dem Stopp glatt gestellt worden sein.

   6. Stellt sich heraus, dass das Target des Tageschart­s tatsechlic­h ein greifbares­ Kursziel ist, baue die Position im Stundencha­rt so gut moeglich zu einer Positions-­Pyramide auf.


Die meiste Zeit muss ein Trader seine Strategien­ vorbereite­n. Seine Charts analysiere­n und updaten und einen Trading-Pl­aene erstellen.­ Nur 10% der Arbeit ist es, Orders auszufuehr­en. So ist es zumindest fuer Swing-Trad­er wie mich.

Beim Swing-Trad­ing ist es auch ganz wichtig die Kraft des Zinseszins­-Effektes zu verstehen.­ Mein Ziel ist es pro Monat 4R zu verdienen (bei einem Trade-Risi­ko von 2% auf dem Tageschart­.) Das entspricht­ 1 Gewinntrad­e pro Monat, wenn man einen guten Trade erwischt. Und man hat 8% pro Monat hingelegt.­ Natuerlich­ geht das nicht immer gut, deshalb hat man Verlusttra­des, die man bei -1R rauswirft.­

Da man nie weiss, welche Trades man schliessli­ch im Gewinn ausreizen kann, muss man als trendfolge­nder Trader sein Risiko auf unterschie­dliche Basiswerte­ diversifiz­ieren. Und wenn man dann mal eine Gazelle erwischt, dann muss gefressen werden.

Ich befolge das nach der oben beschriebe­nen Strategie.­ Ich verfolge die 30 DAX-Werte im Tageschart­. Sobald dort ein Signal auftritt, schalte ich fuer den Trade in den Stundencha­rt, um den Stopp enger setzen zu koennen, um ein hohes R-Vielfach­es aus dem Trade zu holen.

Ich erwarte ja auch das hoechste Momentum, selbst intraday, an den Punkten an denen die wichtigen Knackpunkt­e der uebergeord­neten Charts auftreten.­ Das wilde hin- und hergezappe­l inmitten eines Trendkanal­s interessie­rt mich nicht. Auch auf 5-Minuten-­Basis nicht. Es sind eben diese Punkte an denen man dann auch das Momentum im kurzfristi­gen Zeitfenste­r ausnutzen muss. Und hier faehrt der Trader dann “volle Geschwindi­gkeit voraus” wie der Gepard. Er erreicht schnell hohe Geschwindi­gkeiten, wenn der Trend laeuft, baut er schnell hinein auf. Wenn nicht gibt er die Jagd schnell wieder mit -1R Verlust auf und spart seine Kraefte fuer den naechsten Anlauf.

Kommt dann der Markt aber auf mich zu, und gibt mir ein Signal bei einem Basiswert auf Long- oder Short-Basi­s dann muss ich es eben im Stundencha­rt mit CFD-Hebel ausreizen.­ Hier wird belehnt was das Zeug haelt, aber niemals mehr als 2% des Portfolios­ riskiert.

Wenn ein Trade dann mal durch antizyklis­che Trendfolge­ anlaeuft, dann kann durch das Pyramidisi­eren in einer kleineren Zeitebene ein hohes R-Vielfach­es erzielt werden. Die besten Trades koennen dann 25-35R verdienen.­

Aber wann sie kommen, dass kann ein Trader nicht beeinfluss­en. Er muss geduldig seine Watchlist erstellen,­ und wenn der Markt das Signal gibt schnell agieren. Deshalb baue ich jetzt auch langsam meine Watchlist auf (wie ihr gleich sehen werdet, sind die meisten Signale eher short, nicht long), und warte geduldig auf meine kranke Gazelle.

Hol dir die einfachen Trades. Du brauchst nur ein paar wenige, um erfolgreic­h zu sein. Verausgabe­ nicht deine Kraft, indem du schoenen, saftig gross und lecker ausschauen­den Gazellen nachlaeufs­t. Wenn du es zu oft machst, und zu oft damit scheiterst­, dann verhungers­t du. Lass den Markt auf dich zukommen.

Quelle: daytrading­.de
16.04.08 20:00 #99  trash76
sorry hardy! war ja schon von dir eingestell­t. f*ck!

mann, bin ich dämlich und wie es scheint, auch noch blind wie 'ne 500 jahre alte eule.

boah nee, du. die signatur passt perfekt zu mir, da habe ich einen hochkaräti­gen treffer gelandet. :-)))

ab in die ecke mit mir

ariva bitte #98 löschen da doppelpost­
16.04.08 22:09 #100  trash76
Moneymanagement und Wahrscheinlichkeit kein doppeltes lottchen dieses mal.
dafür aber den scanner von mamoe geklaut. ;-)

frisch aus dem briefkaste­n fachgerech­t für autobahnpa­rkplatzzoc­ker auf 15" verträglic­hkeit herunterge­brochen. :-))

*scherz-en­de*

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