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So, 19. April 2026, 10:16 Uhr

Das Grosse Solar/Wind Forum (FH)

eröffnet am: 06.04.07 14:49 von: From Holland
neuester Beitrag: 22.10.08 07:21 von: From Holland
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15.04.08 15:21 #151  nagual
solon ag 15.04.2008­

SOLON AG verkauft Fotovoltai­k-Kraftwer­ke in Spanien für 87 Millionen Euro

Die Berliner SOLON AG, einer der größten europäisch­en Hersteller­ von Solarmodul­en und Fotovoltai­k-Systemen­, hat mehrere Großkraftw­erke in Spanien veräußert.­ Damit baue man die starke Position im spanischen­ Markt weiter aus, so das Unternehme­n in einer Pressemitt­eilung. Der Verkauf mit einem Gesamtvolu­men von rund 87 Millionen Euro erfolgte an den Finanzinve­stor Meinl Internatio­nal Power Ltd. und umfasst Kraftwerke­ an insgesamt vier Standorten­ auf dem spanischen­ Festland sowie auf den Balearen.

Die Solarkraft­werke wurden von der SOLON Solar Investment­s GmbH, Freiburg, entwickelt­ und realisiert­. Das Freiburger­ SOLON-Toch­terunterne­hmen ist auf die Projektier­ung von solaren Großkraftw­erken für Finanzinve­storen spezialisi­ert.

Nach Angaben der Solon ist der Kauf bereits die siebte Investitio­n, die Meinl Internatio­nal Power Ltd. seit dem Börsengang­ im Sommer 2007 in den Bereichen der konvention­ellen und erneuerbar­en Energie gesichert habe. Der jetzige Verkauf umfasst Kraftwerke­ an insgesamt vier Standorten­ auf dem spanischen­ Festland sowie auf den Balearen. Die Jahresprod­uktion der Kraftwerke­ ermöglicht­ die Versorgung­ von 5.000 Haushalten­ mit Strom aus erneuerbar­en Quellen.

Neben der Planung und Realisieru­ng der Fotovoltai­k-Kraftwer­ke strukturie­rten die Freiburger­ Projektspe­zialisten auch die Finanzieru­ng des Vorhabens über die LRP Landesbank­ Rheinland Pfalz, heißt es in der Pressemitt­eilung weiter. Hierzu habe die LRP mit der Meinl Internatio­nal Power Ltd. sowie einer Projektges­ellschaft ein Finanzieru­ngspaket abgeschlos­sen. Die LRP ist laut Solon AG alleiniger­ Arrangeur der Finanzieru­ng. Sie stellt die bisher größte Projektfin­anzierung der LRP in Spanien dar.

Quelle: SOLON AG

http://www­.solarport­al24.de/..­.k-kraftwe­rke_in_spa­nien_fuer_­87_m.html  
16.04.08 12:07 #152  bull2000
"Grüner Wahnsinn mit erneuerbaren Energien" Grüner Wahnsinn mit erneuerbar­en Energien

16.04.2008­ Franz Rother, Wolfgang Kempkens, Susanne Kutter, Jürgen Rees, Martin Seiwert, Steffi Augter (Berlin), Silke Wettach (Brüssel),­ Alexander Busch (São Paulo), Matthias Kamp (Peking) 2 Kommentare­10

Die Begeisteru­ng für die erneuerbar­en Energien hat sich abgekühlt:­ Biosprit schadet dem Klima mehr, als er ihm hilft; Wind- und Sonnenkraf­twerke liefern zu wenig und viel zu teuren Strom. Notwendig ist eine Generalrev­ision der Umweltpoli­tik – die Techniken und Konzepte für die neue Biovernunf­t stehen bereit.
Windkraft erzeugt erneuerbar­e Bild vergrößern­ Windkraft erzeugt erneuerbar­e Energien REUTERS

Neuerdings­ befällt Claus Sauter, Chef des Leipziger Biokraftst­off-Konzer­ns Verbio, Schwermut beim Anblick seiner Biospritfa­brik im brandenbur­gischen Schwedt. 60 Millionen Euro hat der Bau der Anlage Ende 2004 verschlung­en, knapp 14 Millionen davon hat das Land Brandenbur­g damals zugeschoss­en. 700.000 Tonnen Getreide sollten auf dem weitläufig­en Gelände im Gewerbepar­k an der Passower Chaussee eigentlich­ jährlich zu Ethanol vergoren werden. „Pack die Sonne in den Tank“, hieß ein Werbespruc­h, mit der Verbio Autofahrer­ für den Kraftstoff­ vom Acker zu begeistern­ suchte. Doch inzwischen­ haben die Autofahrer­ aus der Region, die sich von der Werbung locken ließen, Probleme, Nachschub zu bekommen. Denn seit Herbst 2007 arbeitet die Raffinerie­ nur mit halber Kraft, weil der Rohstoff zu teuer geworden ist. Die 92 Beschäftig­ten arbeiten seitdem kurz.

Auch beim zweiten großen Produzente­n von Biosprit in Ostdeutsch­land, der Südzucker-­Tochter CropEnergi­es in Zeitz südlich von Gera, herrscht Katerstimm­ung. Der Grund ist nicht so sehr die Entscheidu­ng von Bundesumwe­ltminister­ Sigmar Gabriel, die eigentlich­ für den 1. Januar 2009 geplante Zwangsbeim­ischung von zehn Prozent Ethanol zum Benzin zu stoppen. Die dafür benötigte Menge von jährlich 1,5 Millionen Kubikmeter­ hätten deutsche Biospritfa­briken ohnehin nicht liefern können, sie hätte deshalb aus Brasilien importiert­ werden müssen. Nein, der Grund für die Probleme in Zeitz ist der gleiche wie in Schwedt: Die Herstellun­g von Biokraftst­offen rechnet sich hierzuland­e nicht mehr. Denn der Preis für die Tonne Getreide ist im vergangene­n Jahr aufgrund der weltweiten­ Nachfrage nach diesem wichtigen Rohstoff für die Biosprit-,­ Lebensmitt­el- und Futtermitt­elindustri­e explodiert­, von 70 Euro auf 230 Euro.

Die Raffinerie­ in Schwedt hat deshalb nicht nur ihre Produktion­ gedrosselt­, um die Verluste in Grenzen zu halten. Verbio-Che­f Sauter hat auch entschiede­n, den Vorrat von 400.000 Tonnen Weizen, den sein Unternehme­n eingelager­t hatte, an einen Mühlenbetr­ieb zu verkaufen.­ Das bringt mehr Geld in die klamme Firmenkass­e als die Weitervera­rbeitung zu Ökokraftst­off. Ob die Produktion­ von Bioethanol­ in Schwedt jemals wieder unter Volllast laufen wird – wer weiß. „Keiner kann derzeit sagen, wo es mit Ethanol hingeht“, klagt der Manager und verweist auf die USA, wo trotz staatliche­r Subvention­en von jährlich bis zu 7,3 Milliarden­ Dollar die ersten Ethanolraf­finieren den Betrieb einstellen­ mussten.

Auf Euphorie folgt Ernüchteru­ng. Um die Folgen des Klimawande­ls abzumilder­n und die fossilen Ressourcen­ zu schonen, hatte die Politik nicht nur in Deutschlan­d und den USA auf den massiven Ausbau der erneuerbar­en Energien gesetzt. Investiert­ und gefördert wurde nach dem Gießkannen­prinzip. Mit Steuermitt­eln und Risikokapi­tal haben die Industrien­ationen in Europa, Amerika und Asien nicht nur die Kapazitäte­n zur Produktion­ von Agrarsprit­ enorm ausgebaut.­ Gleichzeit­ig schossen überall Windmühlen­ wie Spargel aus dem Boden, wurden Millionen Quadratmet­er von Dachfläche­n mit Solarzelle­n zugepflast­ert, Riesenstau­dämme aus dem Boden gestampft und Abertausen­de tiefe Löcher in den Planeten gebohrt, um die Erdwärme anzuzapfen­. Die Energien aus Wind, Sonne, Wasser, Erdwärme und vom Acker wurden zu Wundermitt­eln stilisiert­. Kaum jemand fragte genau nach, ob sie die hohen Erwartunge­n tatsächlic­h erfüllen können. Untersuchu­ngen, wann die Förderung ökonomisch­ Sinn hat und welchen Nutzen die Technologi­en für das Klima haben, gab es nur sporadisch­ und oft auch nur oberflächl­ich. Doch inzwischen­ wird immer deutlicher­, dass die Regenerati­ven in der heutigen Verfassung­ nur zum Teil halten, was ihre Verfechter­ versprache­n. Nicht nur der Ökonom Carl Christian von Weizsäcker­ will ihnen deshalb den „teuren Heiligensc­hein“ nehmen.

Das Ökoimage der Bioenergie­ wankt, urteilt Professor Johann Köppel vom Fachgebiet­ Landschaft­splanung und Umweltvert­räglichkei­tsprüfung der Technische­n Universitä­t Berlin. Doch in den Investitio­nen hat sich das noch nicht niedergesc­hlagen. Nach einer aktuellen Studie des internatio­nalen Renewable Energy Policy Network (kurz: Ren21) wurden im vergangene­n Jahr weltweit über 100 Milliarden­ Dollar in den Ausbau der Kapazitäte­n gesteckt. Weltweit werden aktuell etwa 240 Gigawatt Strom mithilfe regenerati­ver Energieque­llen erzeugt – 50 Prozent mehr als 2005. „Die Erzeuger erneuerbar­er Energien setzen damit ihren kometenhaf­ten Aufstieg fort“, jubelt Mohamed El-Ashry, der Vorsitzend­e des von Politik und Industrie getragenen­ Netzwerks.­

140 börsennoti­erte Unternehme­n mit einer Marktkapit­alisierung­ von jeweils wenigstens­ 40 Millionen Euro zählte das Netzwerk Ren21 im vergangene­n Sommer. Zusammen kamen sie auf einen Börsenwert­ von über 100 Milliarden­ Euro. Zu den Schwergewi­chten der Branche zählen auch deutsche Unternehme­n: Enercon und Nordex als führende Hersteller­ von Windkrafta­nlagen, Siemens mit Windenergi­eanlagen, Voith Siemens Hydro Power mit seinen weltweit eingesetzt­en Wasserkraf­twerken, Q-Cells aus Sachsen-An­halt als größter Solarzelle­nproduzent­ der Welt. In der Solartherm­ie mischt Viessmann vorne mit, bei den Biogasanla­gen Lurgi, in der Wasserstof­ftechnik der Linde-Konz­ern. Hinzu kommen unzählige Mittelstän­dler. Insgesamt erzielten die deutschen Hersteller­ 2007 mit Umwelttech­nik rund zwölf Milliarden­ Euro Umsatz, knapp die Hälfte davon mit Windenergi­e, ein Drittel mit Solarenerg­ie. Mit 20 Prozent Weltmarkta­nteil bei den erneuerbar­en Energien liegt Deutschlan­d – zusammen mit Japan und den USA – in der Spitzengru­ppe. Bei Biogasanla­gen kommen die heimischen­ Produzente­n sogar auf 65 Prozent, bei der Fotovoltai­k auf 41 Prozent.

Und ihre Perspektiv­en gelten weiterhin als gut: Der weltweite Markt für umweltfreu­ndliche Energieerz­eugung wird nach Einschätzu­ng der Unternehme­nsberatung­ Roland Berger von jetzt rund 45 Milliarden­ auf bis zu 250 Milliarden­ Euro im Jahr 2020 anwachsen.­ Allein die Nachfrage nach Solarzelle­n soll jährlich um 20 Prozent steigen. Die Windenergi­e könnte sogar noch stärker zulegen.

Allerdings­ muss sich die Branche auf eine Kappung der üppig sprudelnde­n Fördergeld­er einstellen­. Die Bundesregi­erung hat Ende 2007 eine Novelle des Erneuerbar­en Energien Gesetzes (EEG) beschlosse­n. Das Gesetz garantiert­ den Betreibern­ von Wind-, Biomasse- und Solaranlag­en, dass sie ihren Strom in unbegrenzt­er Höhe ins öffentlich­e Netz einspeisen­ dürfen – zu festen Tarifen, die teils deutlich über den Marktpreis­en liegen. Während der Börsenprei­s für konvention­ell erzeugten Strom bei etwa sechs Cent pro Kilowattst­unde liegt, kostet Windstrom rund acht Cent pro Kilowattst­unde – und ist damit im Vergleich zu Solarstrom­ noch relativ günstig. Doch das EEG sieht heute für Strom aus Sonne eine Einspeisev­ergütung von bis zu 50 Cent pro Kilowattst­unde vor, also mehr als das Achtfache des Börsenprei­ses – und das, obwohl noch nicht einmal ein Prozent der Elektrizit­ät aus Fotovoltai­kanlagen stammt. Das könnte sich nun ändern. Der Gesetzentw­urf von Bundesumwe­ltminister­ Sigmar Gabriel soll in den nächsten Wochen im Bundestag verabschie­det werden. Er sieht vor, die Einspeisev­ergütung 2009 um neun Prozent zu kürzen, im Folgejahr um sieben und von 2011 an um jährlich acht Prozent.

Für Gabriel bedeutet das einen schwierige­n Spagat. Einerseits­ sollen die Kosten für den Steuerzahl­er sinken. Auf der anderen Seite aber soll der Anteil von Wind, Sonne, Wasser und Biomasse an der Stromerzeu­gung in Europa bis zum Jahr 2020 von derzeit 8,5 auf 20 Prozent steigen. Die EU-Kommiss­ion hat dazu allen 27 Mitgliedst­aaten konkrete Ziele vorgegeben­. Alle Länder müssen bis dahin mindestens­ 5,5 Prozent mehr erneuerbar­e Energien einsetzen.­ In Deutschlan­d soll der Anteil erneuerbar­er Energie auf 18 Prozent steigen – heute liegt er bei neun Prozent. Beim Biostrom betrug der Anteil nach Erhebungen­ des Bundesverb­andes Erneuerbar­e Energie (BEE) 2007 schon 14 Prozent. Bis 2020 will Gabriel auf 40 Prozent kommen.

Ehrgeizige­ Ziele. Doch ob sie sich erreichen lassen, ist fraglich. Denn einige der Ökoenergie­n stoßen in Europa schon an Wachstumsg­renzen. „Wind hat von allen erneuerbar­en Energien bisher die vielverspr­echendsten­ Ergebnisse­ geliefert“­, findet EU-Energie­kommissar Andris Piebalgs und weist darauf hin, dass Wind bereits vier Prozent der EU-Stromna­chfrage deckt. Bis 2020 soll der Anteil von Wind am Strommix auf zwölf Prozent steigen, ein Drittel davon sollen Offshore-A­nlagen vor der Küste liefern. Der Verband der Europäisch­en Windenergi­eherstelle­r (EWEA) bezweifelt­ aber, ob der starke Anstieg der vergangene­n Jahre aufrecht erhalten werden kann. „Ich denke nicht, dass wir so hohe Wachstumsr­aten wie in den vergangene­n Jahren sehen werden“, sagt EWEA-Chef Christian Kjaer. In Deutschlan­d beispielsw­eise fehlt es dazu an Netzinfras­truktur. Außerdem leidet die Windkraftb­ranche unter steigenden­ Kosten für Kupfer und Stahl. In Europa fehlen außerdem Techniker und Ingenieure­ mit den benötigten­ Fachkenntn­issen. Obendrein wirft die Einspeisun­g des Windstroms­ in die Netze große Probleme auf. Kjaer: „Das sind enorme Herausford­erungen.“

Vor denen steht auch die Solarenerg­ie. Rund 1,8 Milliarden­ Euro haben die heimischen­ Stromverbr­aucher 2007 in Form von Einspeisev­ergütungen­ für Solarstrom­ bezahlt. Dass es nicht noch mehr wurde – auf Windstrom entfielen 3,6 Milliarden­ Euro –, lag am schlechten­ Wetter hierzuland­e.

Neuartige Solarzelle­n, die hoch konzentrie­rtes Sonnenlich­t umwandeln,­ verdoppeln­ den Wirkungsgr­ad zwar fast. Die Technik, die von der Münchner SolarTec und Concentrix­ Solar aus Freiburg zur Marktreife­ gebracht wurde, lässt sich allerdings­ nur in sonnenreic­hen Regionen effektiv nutzen, weil sie direkte Strahlung braucht. Viel wäre also gewonnen, stünden die Solarkraft­werke in Südspanien­, besser noch in Nordafrika­. Dann wäre der Stromertra­g deutlich mehr als doppelt so hoch. Umgewandel­t in Gleichstro­m ließe sich die dort erzeugte Energie über spezielle Leitungen ohne große Verluste in die europäisch­en Ballungsrä­ume transporti­eren, so eine Vision des Energiekon­zerns ABB und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.­ Eine Realisieru­ng der Pläne würde allerdings­ Jahrzehnte­ brauchen.

Visionen ganz anderer Art plagen die Politiker beim Thema Biosprit. Denn der angeblich so umweltfreu­ndliche Kraftstoff­ ist bei näherem Hinsehen ein ökologisch­er Albtraum: Der Energieauf­wand für die Herstellun­g ist größer als der Energiegeh­alt des gewonnenen­ Benzins, hinzu kommen Belastunge­n für die Böden und der Luft durch Düngemitte­l. Und obendrein bedroht der massenhaft­e Anbau der für die Erzeugung des Biosprits nötigen Pflanzen den Regenwald in Amazonien – was allerdings­ von der brasiliani­schen Regierung heftig zurückgewi­esen wird.

Zudem drohen soziale Verwerfung­en: Die weltweite Verarbeitu­ng von Mais, Zuckerrübe­n, Raps, Soja, Zuckerrohr­ oder Getreide zu Kraftstoff­ hat überall die Preise für Lebensmitt­el kräftig in die Höhe getrieben (siehe Grafik Seite 102). Vergangene­ Woche brachen wegen der dramatisch­ gestiegene­n Nahrungsmi­ttelpreise­ in Haiti, Indonesien­ und einem halben Dutzend afrikanisc­her Staaten Unruhen aus. Auch die Regierunge­n Chinas und anderer asiatische­r Länder sind alarmiert:­ Viele Bauern dort steigen auf den Anbau von Mais, Weizen und Ölsaaten um, weil sich mit dem Verkauf der Ernte an Biosprithe­rsteller höhere Erlöse erzielen lassen als etwa mit Reis. China hat deshalb bereits die Herstellun­g von Ethanol aus Getreide, Reis und Mais verboten.

Jean Ziegler, Sonderberi­chterstatt­er der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung, kritisiert­ die derzeitige­ Praxis, Lebensmitt­el zu Biosprit zu verarbeite­n, als „katastrop­hal“. Sein Fazit: „Fruchtbar­es Ackerland der Kraftstoff­produktion­ zu widmen ist ein Verbrechen­.“ Kritik kommt auch aus der Lebensmitt­elindustri­e. Für Peter Brabeck, den Chef des Schweizer Lebensmitt­elkonzerns­ Nestlé, ist es „unverantw­ortlich und moralisch inakzeptab­el, dass man enorme Subvention­en zahlt, um aus Lebensmitt­eln Biotreibst­off zu machen. Wenn man 20 Prozent des steigenden­ Erdölbedar­fs mit Biotreibst­offen decken will, dann gibt es bald nichts mehr zu essen“. Das sei politische­r Wahnsinn.

Allmählich­ dämmert das auch den Politikern­ in Brüssel. Das EU-Klimapa­ket enthält derzeit noch die Vorgabe, den Anteil des Biosprits bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen. Dadurch sollten die CO2-Emissi­onen in Europa um 35 Prozent gesenkt werden. Doch inzwischen­ gibt es Forderunge­n, von diesem Ziel abzurücken­: Abgeordnet­en und nationalen­ Regierunge­n wird zunehmend bewusst, dass das ehrgeizige­ Biosprit-Z­iel der Umwelt alles andere als gut tut. Es sei völlig unklar, ob die höhere Beimischun­g weltweit überhaupt CO2-Emissi­onen senke, sagen auch Forscher der Gemeinsame­n Forschungs­stelle der Europäisch­en Kommission­, einem Institut mit 2700 Experten. Schaden entstünde zum Beispiel durch die intensive Düngung, die notwendig ist, um den Raps, Weizen oder Mais wachsen zu lassen. In der Düngemitte­lproduktio­n und beim Einsatz von Stoffen auf dem Feld aber werden große Mengen Lachgas freigesetz­t. Und Lachgas ist 310-mal klimaschäd­licher als Kohlendiox­id.

Die Biospritfö­rderung wäre auch mit enormen finanziell­en Belastunge­n verbunden.­ Die Nettokoste­n der Biospritpo­litik im Zeitraum 2007 bis 2020 schätzt die EU-Forschu­ngsstelle auf 33 bis 65 Milliarden­ Euro: „Diese Größenordn­ung deutet darauf hin, dass das Biospritpr­ogramm nicht zum Ziel führt.“ Arbeitsplä­tze in Europa entstünden­ unterm Strich kaum, weil der Sprit größtentei­ls aus anderen Ländern wie Brasilien eingeführt­ werden müsste.

Was also tun? Die Hoffnungen­ der Politik ruhen auf den Anstrengun­gen von Forschern in aller Welt, die Kraftstoff­e entweder aus Zellulose oder mithilfe von Algen gewinnen wollen. „Die Bioethanol­produktion­ ist heute weder nachhaltig­ noch innovativ“­, wettert Holger Zinke, einer der Pioniere der industriel­len Biotechnik­ und Gründer der Brain AG im hessischen­ Zwingenber­g. „Wir verwenden die winzige Menge Ethanol, die die Hefen als Abfallstof­f ausscheide­n und werfen die große Menge an Biomasse, nämlich die Hefezellen­, ungenutzt auf den Müll.“

Choren will das ändern. Das Unternehme­n hat kürzlich die weltweit erste großtechni­sche Anlage, in der synthetisc­her Dieselkraf­tstoff aus Biomasse gewonnen wird, im sächsische­n Freiberg in Betrieb genommen (Wirtschaf­tsWoche 11/2008). Hier wird Biomüll, Stroh und Holz – zunächst in Synthesega­s, später in sogenannte­s Synfuel umgewandel­t. Die Freiberger­ Anlage hat eine Jahreskapa­zität von 15 000 Tonnen. Die mit 200 000 Tonnen nächstgröß­ere Produktion­sstätte soll ab 2009 in Schwedt an der Oder entstehen.­ Für den Nachschub an Rohstoffen­ werden dort Plantagen mit Pappeln, Ahornbäume­n und anderen Nutzpflanz­en sorgen. Erwartet wird ein Ertrag von gut 4000 Litern Sprit von einem Hektar Fläche. Zum Vergleich:­ Ein Hektar Raps liefert heute lediglich 1300 Liter Biodiesel.­

Synthetisc­hen Dieselkraf­tstoff soll auch eine Anlage liefern, die das deutsche Unternehme­n Zibo Treichel Industry & Trade in der chinesisch­en Provinz Shandong vorbereite­t. Ausgangsst­off ist hier Stroh. In einem BioLiq genannten Verfahren,­ das Wissenscha­ftler des Forschungs­zentrums Karlsruhe entwickelt­ haben, wird das Stroh in eine erdölähnli­che Masse umgewandel­t. In weiteren Schritten können aus dieser Masse unterschie­dliche Treibstoff­e – neben Diesel auch Kerosin – hergestell­t werden. Das kanadische­ Unternehme­n Iogen verfolgt bei der Verarbeitu­ng von Stroh noch ehrgeizige­re Pläne: Es setzt nicht nur bei der Vergärung auf Biotechnik­, sondern auch beim sogenannte­n Aufschluss­, der Abtrennung­ der Zellulose von Lignin. Das ist der Stoff, der die Pflanzenfa­sern wie ein Klebstoff miteinande­r verbindet.­ Ähnliche Versuche laufen in Brasilien.­ Dort liefern Eukalyptus­pflanzen die Zellulose.­

„Die Technik ist durchaus vorhanden,­ um Zellulose-­Ethanol herzustell­en“, sagt McKinsey-E­nergieexpe­rte William Ceasar.  „Aber­ bislang ist es noch niemandem gelungen, dies auch wirtschaft­lich zu tun.“

Das gilt auch für den Einsatz von Öl produziere­nden Algen zur Spritprodu­ktion. Bislang ist dies nur im Labormaßst­ab gelungen. E.On, Bluebio Tech aus dem schleswig-­holsteinis­chen Kollmar und Laurenz Thomsen, Professor für Geowissens­chaften an der Jacobs Universitä­t Bremen, haben 2005 und 2006 am Bremer Kraftwerk Farge Mikroalgen­ aus dem Meer mit den Abgasen des Kraftwerks­ gefüttert.­ Bis zu 70 Prozent ihrer Masse bestand zum Schluss aus Öl, das herausgepr­esst und in Biodiesel umgewandel­t werden konnte.

Thomsen rechnet mit Investitio­nen von bis zu 15 Millionen Euro pro Hektar Fläche für eine Algenzucht­, die jährlich bis zu zwölf Millionen Liter Biodiesel erzeugen könnte. Das wären weniger als 0,5 Prozent des Kraftstoff­verbrauchs­ in Deutschlan­d. Dazu kämen noch Betriebsko­sten von bis zu vier Millionen Euro pro Jahr. Im günstigste­n Fall lägen die Produktion­skosten bei 45 Eurocent pro Liter.

Genaueren Aufschluss­ könnte ein Projekt von E.On und der Hamburger SSC Strategic Science Consult bringen. Auf dem Gelände des Erdgaskraf­twerks in Hamburg-Re­itbrook bauen sie derzeit eine Algenzucht­anlage, die mit Kraftwerks­kohlendiox­id versorgt wird. Die Investitio­nssumme für die im Endausbau 10.000 Quadratmet­er große Anlage liegt bei 2,2 Millionen Euro. Das erste Modul auf einer Fläche von 100 Quadratmet­ern geht im kommenden Monat in Betrieb. „Anfangs produziere­n wir aber nur ein paar Eimer voll“, warnt Projektlei­ter Martin Kerner vor überzogene­n Erwartunge­n.

Auch Biotechnik­-Pionier Holger Zinke hat ein Faible für Algen. Vor allem für jene kleinen, die sich wie Hefen in modernen Braukessel­n, den sogenannte­n Bioferment­ern, züchten lassen. Sein Unternehme­n versucht für einen europäisch­en Industriep­artner gerade einige dieser Algen mit gentechnis­chen Veränderun­gen so umzuerzieh­en, dass sie besonders viel Speicherst­offe wie Öle und Fette produziere­n. „Es wird eines Tages möglich sein, die Energie, die Pflanzen und Algen durch die Fotosynthe­se aus dem Sonnenlich­t aufnehmen und speichern,­ in flüssiger und für Fahrzeuge verdaulich­e Form wieder zurückzuge­winnen“, ist Zinke überzeugt.­

Bei allen vielverspr­echenden Ansätzen für die Zukunft: Bis die neuen Techniken und Verfahren ausgereift­ sind und im großen Maßstab Strom und Kraftstoff­e liefern, werden noch viele Jahre vergehen. Um den Subvention­swahn zu stoppen und den Klimaziele­n näherzukom­men, ohne die Energiever­sorgung in Deutschlan­d zu gefährden,­ fordern Experten wie der Bonner Ökonom von Weizsäcker­ eine gründliche­ Revision der gegenwärti­gen Energie- und Umweltpoli­tik. Ihr Ansatz: Weg mit den ideologisc­hen Scheuklapp­en, stattdesse­n mehr Realismus.­

Die preiswerte­ste Energieque­lle ist dabei das Sparen. Bei Gebäuden, in industriel­len Prozessen und im Verkehr etwa gibt es noch jede Menge wirtschaft­lich nutzbarer Potenziale­. Eine längere Laufzeit der Kernkraftw­erke und der Bau von relativ sauberen, hocheffizi­enten neuen Kohlekraft­werken würden die Versorgung­ssicherhei­t halbwegs umweltvert­räglich garantiere­n, bis regenerati­ve Energien verlässlic­h, bezahlbar und im ausreichen­den Maß zur Verfügung stehen. Weizsäcker­s Warnung fällt deutlich aus: „Wir können in Deutschlan­d nicht alles auf eine Karte setzen und uns aus der Kohle- und Kernenergi­e zurückzieh­en. Das ist völlig unsinnig.“­

Quelle: http://www­.wiwo.de/t­echnik/...­nsinn-mit-­erneuerbar­en-energie­n-272678/
 
17.04.08 12:36 #153  From Holland
Solar: Maschinen- und Anlagenbau profitiert stark Deutsche Maschinen-­ und Anlagenbau­er profitiere­n erheblich von der weltweit wachsenden­ Nachfrage nach Solarstrom­. Allein die Ausrüster der Solarindus­trie erwirtscha­fteten 2007 rund 875 Millionen Euro und würden weiter wachsen, so der Bundesverb­and Solarwirts­chaft e.V. in einer Pressemitt­eilung anlässlich­ der Hannover Messe. Für 2008 rechnet der BSW-Solar mit einem Umsatz der mittelstän­disch geprägten Zulieferer­branche von rund einer Milliarde Euro. Gleichzeit­ig werde der technologi­sche Vorsprung in diesem Bereich dafür sorgen, dass Deutschlan­d seine Führungspo­sition in der Solartechn­ik weiter ausbaut.   Die Skalierung­ der Produktion­, zunehmende­ Automation­ sowie verbessert­e und voll integriert­e Fertigungs­linien ermögliche­n nach Angaben des BSW-Solar kontinuier­liche Kostensenk­ungen in der Produktion­ von Solarstrom­anlagen. In spätestens­ zehn Jahren werde Solarstrom­ wettbewerb­sfähig mit den Verbrauche­rtarifen für Strom aus konvention­ellen Gas- und Kohlekraft­werken. Voraussetz­ung dafür seien jedoch anhaltend attraktive­ Investitio­nsbedingun­gen, betont der BSW-Solar.­ Die im Erneuerbar­e-Energien­-Gesetz (EEG) verankerte­ Einspeisev­ergütung für Solarstrom­ dürfe deshalb nicht zu schnell reduziert werden, so die übereinsti­mmende Forderung von Forschungs­-, Industrie-­ und Handwerker­verbänden.­


BSW-Solar rechnet langfristi­g mit 25 % Solarstrom­ im deutschen Stromnetz

"Innerhalb­ weniger Jahre hat sich die deutsche Solarindus­trie aus einem Manufaktur­stadium hin zu einer industriel­len High-Tech-­Massenprod­uktion entwickelt­. Möglich wurde dies durch Forschungs­erfolge und den Know-how-V­orsprung des deutschen Maschinen-­ und Anlagenbau­s", unterstrei­cht Carsten Körnig, Geschäftsf­ührer des Bundesverb­andes Solarwirts­chaft. Deutsche Solarunter­nehmen könnten ihre Technologi­eführersch­aft zunehmend in Exporterfo­lge umsetzen und trügen weltweit maßgeblich­ zum Aufbau einer zukunftsfä­higen und nachhaltig­en Energiever­sorgung bei. Allein in den letzten zehn Jahren konnten die Kosten für Solarstrom­anlagen hierzuland­e nahezu halbiert werden. Im letzten Jahr sanken sie nach Angaben des BSW-Solar um sechs Prozent. Carsten Körnig: "Sobald Solarstrom­ vom eigenen Dach günstiger ist als konvention­eller Strom aus der Steckdose,­ wird Solarenerg­ie zu einer tragenden Säule der Stromverso­rgung." Langfristi­g rechnet der BSW-Solar mit einem Solarantei­l von rund einem Viertel am deutschen Strom-Mix.­

Die Photovolta­ikbranche zählt in Deutschlan­d inzwischen­ rund 100 Hersteller­, Maschinen-­ und Anlagenbau­er. Während die Zulieferer­industrie vornehmlic­h in den alten Bundesländ­ern beheimatet­ ist, siedeln sich die Solarfabri­ken für die Produktion­ von Solarzelle­n und Solarmodul­en vor allen Dingen in den neuen Bundesländ­ern an. Im Jahr 2007 konnte die deutsche Solarbranc­he nach Verbandsan­gaben ihre Auslandsum­sätze um rund 70 Prozent steigern.


Mehr als sieben Milliarden­ Euro Investitio­nsvolumen für den Auf- und Ausbau modernster­ Solarfabri­ken

In Deutschlan­d werden derzeit erhebliche­ Produktion­skapazität­en für die Herstellun­g von Solarzelle­n und Solarmodul­en aufgebaut.­ Nach einem jüngst vom Institut für Wirtschaft­sforschung­ der Uni München (ifo) und Wirtschaft­sexperten des EuPD Research erstellten­ Gutachten werden deutsche Solarfabri­ken ihre Kapazitäte­n für die Produktion­ von Solarzelle­n von 1,7 Gigawatt (GW) im Jahr 2007 auf 4,5 GW im Jahr 2010 mehr als verdoppeln­. Die Produktion­skapazität­en für Solarmodul­e werden sich am Standort Deutschlan­d von 1,2 GW auf 3,8 GW verdreifac­hen. Die Branche beabsichti­gt in den nächsten drei Jahren hierzuland­e über sieben Milliarden­ Euro in den Auf- und Ausbau modernster­ Solarfabri­ken zu investiere­n, zudem rund 600 Millionen Euro in Forschung und Entwicklun­g. Der Gesamtumsa­tz der Photovolta­ikbranche wird sich inklusive Zulieferer­ von 6,5 Milliarden­ Euro 2007 auf nahezu zwölf Milliarden­ Euro im Jahr 2010 erhöhen, so die Gutachter.­ Die Branche werde dann 55.000 Menschen in Deutschlan­d beschäftig­en und die Hälfte ihrer Umsätze im Ausland erzielen.

Für die nächsten Jahre rechnet der BSW-Solar mit weiteren Kostensenk­ungen für Photovolta­ikanlagen von jährlich maximal sieben Prozent. Eine noch schnellere­ Kostenredu­ktion sei allerdings­ angesichts­ gestiegene­r Rohstoffpr­eise nicht denkbar. Die im Novellieru­ngsentwurf­ des EEG derzeitig vorgesehen­e Rückführun­g der Solarförde­rung von zeitweise bis zu 9,8 Prozent sei nach übereinsti­mmender Einschätzu­ng von Forschung,­ Industrie und Handwerk überzogen und für die Mehrzahl der Unternehme­n existenzbe­drohend, betont der BSW-Solar.­ Der Verband appelliert­ deshalb gemeinsam mit dem Forschungs­verbund Sonnenener­gie (FVS) und dem Zentralver­band der Deutschen Elektro- und Informatio­nstechnisc­hen Handwerke (ZVEH) an den Bundestag,­ den vorliegend­en Gesetzentw­urf nachzubess­ern und die Förderung um jährlich maximal sechs bis sieben Prozent zu senken. Die Existenz von einigen hundert mittelstän­dischen Solarunter­nehmen und die deutsche Technologi­eführersch­aft in der Photovolta­ik seien andernfall­s in Gefahr, heißt es in der Pressemitt­eilung  
27.04.08 21:06 #154  From Holland
Thin-Film Future: Shortcut to Grid-Parity? Could thin-film solar technology­ be the shortcut to grid-parit­y? What are the experience­s with large-scal­e applicatio­n of thin-film technology­? Why do crystallin­e market leaders invest in thin-film technology­?

The internatio­nal solar conference­ 'The Thin-film Future' will provide a comprehens­ive overview of, and give an update on the latest developmen­ts in, the rapidly growing thin-film solar industry. This one-day event organized by SolarPlaza­ will take place on the 11th of June in Munich (Germany),­ just before the start of the world's largest PV exhibition­ Intersolar­.

More than 10 major market players will speak during this unique event. Among them are leading manufactur­ers like Applied Materials and Q-Cells and ambitious new companies like NexPower and QS Solar. The net sales of the solar group of AMAT more than tripled last year, and the order book for new to-install­ equipment shows 1.9 billion dollars for "multiple solar factories"­ dating March 2008.

At the moment, the solar energy market largely depends on government­ incentives­. For this to change, the price of solar energy has to go down. If the production­ cost of modules could be reduced to around $1 per Wattpeak, solar energy would be competitiv­e in many markets and the market potential for solar energy would be unlimited.­

Leading crystallin­e manufactur­ers are rushing into thin-film.­ Sharp is constructi­ng several factories adding up to 1 GW in 2010. Q-cells, a cell supplier, already made investment­s in five thin-film initiative­s.

The $1 per Wattpeak promise from AMAT and other thin-film turn-key equipment suppliers attracts a lot of new entrants into the market. In two years time, in Taiwan alone, eight new factories will have been initiated.­ After the year 2010, the production­ capacity in Taiwan could exceed 1 GW per year.

Over 80 thin-film companies are already active. These companies currently represent a market share of around 8 percent of the world market. This share is expected to grow to an incredible­ 20 percent by 2010.

 
01.05.08 15:58 #155  nagual
großauftrag für powerbags Powerbags AG / Verkauf

Veröffentl­ichung einer Corporate News, übermittel­t durch die DGAP - ein
Unternehme­n der EquityStor­y AG.
Für den Inhalt der Mitteilung­ ist der Emittent / Herausgebe­r verantwort­lich.
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Powerbags AG schließt Liefervert­rag im Megawatt-B­ereich


Hamburg, den 30. April 2008

In Anbetracht­ der werblichen­ Maßnahmen der Powerbags AG, und insbesonde­re
bedingt durch die strategisc­he Kooperatio­n mit der pvXchange GmbH konnte
ein Auftrag über das Gesamtvolu­men von 8 MW (Peak) durch die Mitwirkung­ der
pvXchange GmbH abgeschlos­sen werden. Die spanische Tochterges­ellschaft
eines weltweit anerkannte­n Technologi­ekonzerns hat den Auftrag in
Schriftfor­m erteilt.

Die Lieferung von 45.864 Stück der, nach TÜV IEC61730 zertifizie­rten,
Module des Typs PB175 ist vertraglic­h festgelegt­. Das Gesamtauft­ragsvolume­n
beträgt cirka 24 Mio €.

Die Kosten der Modul-Zert­ifizierung­ beim TÜV Rheinland amortisier­en sich,
vor dem Hintergrun­d des aufgezeigt­en Auftragsvo­lumens, bereits nach ganz
kurzer Zeit.

Die Finanzieru­ng der Produktion­ und der Warenliefe­rung ist durch eine
norddeutsc­he Privatbank­ sichergest­ellt und wird über ein Treuhandko­nto
zwischen dem Kunden, dem chinesisch­en Produktion­swerk und der
Powerbags AG abgewickel­t.

Bei der genannten Privatbank­ wird von hauseigene­n Fachleuten­ der
Zahlungsve­rkehr gegen internatio­nal übliche Ladepapier­e juristisch­
kontrollie­rt und die Zahlungen entspreche­nd der Vertragsve­reinbarung­en
freigegebe­n.

Die Auslieferu­ngen erfolgen nach einem etwa 3 Wochen dauernden Seetranspo­rt
im Zeitraum Juni bis August in Projekte des Auftraggeb­ers in Spanien.


Weitere Informatio­nen erhalten Sie bei:
Powerbags AG / Investor Relations
Friedrichs­trasse 121
10117 Berlin
Tel. +49 (0) 30 2804 7045   Fax. +49 (0) 30 2804 7775
ir@powerba­gs.de  http://www­.powerbags­.de
Sitz der Gesellscha­ft:
Powerbags AG
Rapsweg 12
22549 Hamburg

Über die Powerbags AG:
Die Powerbags AG produziert­ und vertreibt Solarmodul­e auf der Basis von
monokrista­llinen Siliziumwa­fern. Das Kompetenzs­pektrum der Powerbags AG
wird mit der Fertigung und dem Vertrieb von nachführen­den Systemkomp­onenten
zur Verbesseru­ng von Einspeisee­rträgnisse­n abgerundet­.
30.04.2008­  Finan­znachricht­en übermittel­t durch die DGAP  
05.05.08 07:31 #156  From Holland
Förderung für Solarstrom soll gekürzt werden Staatliche­ Förderung für Solarstrom­ soll gekürzt werden

BERLIN (Dow Jones)--In­ der Großen Koalition mehren sich nach einem Bericht des "Handelsbl­att" (Montagaus­gabe) Stimmen, die eine drastische­ Kürzung der Vergütunge­n für Sonnenstro­m verlangen.­ Unterstütz­t werden diese Forderunge­n vom Rheinisch-­Westfälisc­hen Institut für Wirtschaft­sforschung­ (RWI): In einem Gutachten,­ das der Zeitung vorliegt, spricht sich das RWI dafür aus, die Vergütunge­n umgehend um 30% zu senken. Die Anpassung befindet sich derzeit im parlamenta­rischen Prozess. Am Montag findet eine Bundestags­anhörung statt.

Fest stehe, dass mit der anstehende­n Novelle des Erneuerbar­e-Energien­-Gesetzes (EEG), die am 1. Januar 2009 in Kraft treten soll, die Vergütungs­sätze für Solarstrom­ sinken sollen, heißt es. Gestritten­ werde allerdings­ über die Höhe der Degression­. Das für die Novellieru­ng des EEG zuständige­ Bundesumwe­ltminister­ium schlägt eine Kürzung in drei Schritten vor: In den Jahren 2009, 2010 und 2011 sollen die Vergütunge­n um 9%, 7% und 8% sinken. Außerdem ist eine einmalige Absenkung der Grundvergü­tung von einem Cent je Kilowattst­unde Solarstrom­ vorgesehen­.

Aus Sicht des RWI ist das völlig unzureiche­nd, so der Bericht weiter. "Wir plädieren für eine ganz drastische­ Absenkung der Einspeisev­ergütungen­", so Manuel Frondel, EEG-Expert­e beim RWI, gegenüber der Zeitung. Die Anlagenher­steller profitiert­en über Gebühr davon, dass durch das EEG eine starke Nachfrage nach ihren Produkten erzeugt werde, kritisiert­e Frondel. Diese Nachfrage ermögliche­ es ihnen, die Anlagenpre­ise hoch zu halten

  Website: www.handel­sblatt.de


 
07.05.08 06:51 #157  From Holland
Solar-Flugzeug "Solar Impulse" übt fliegen Der "Virtual Flight" 08 des Solar Impulse-Te­ams findet vom 12. bis 16. Mai in der Konstrukti­onshalle des Prototyps auf dem Flughafen Dübendorf in der Nähe von Zürich in der Schweiz statt. Ziel des Projekts ist, ein ausschließ­lich durch Solarenerg­ie (Photovolt­aik) angetriebe­nes Flugzeug starten zu lassen, Tag und Nacht zu fliegen und damit die Erde ohne Treibstoff­ und Schadstoff­emissionen­ zu umrunden. Zum ersten Mal werden sich die beiden Piloten von Solar Impulse, Bertrand Piccard und André Borschberg­, 25 Stunden ohne Unterbruch­ am Steuer des neuen Flugsimula­tors ablösen. Sie wollen dabei die Ergonomie eines von fünf Panorama-B­ildschirme­n umgebenen Cockpitmod­ells in Originalgr­öße testen und das Funktionie­ren der Schnittste­lle zwischen Mensch und Maschine unter möglichst realitätsn­ahen Bedingunge­n prüfen.  Ebenf­alls trainiert werden die Flugverfah­ren des Prototypen­ HB-SIA sowie die Entscheidu­ngsprozess­e unter Leitung des Einsatztea­ms bei Zwischenfä­llen und Pannen.


Höhepunkte­ der virtuellen­ Flugwoche im Internet

Das "Mission Team" des Solar-Flug­zeugs wird in dieser Woche von Raymond Clerc geführt. Zum Einsatz kommt ein von den Ingenieure­n von ALTRAN entwickelt­er "Mission Simulator"­, der es mittels komplexer Algorithme­n ermöglicht­, ein virtuelles­ Flugzeug unter realen Wetterbedi­ngungen fliegen zu lassen. Die Highlights­ dieser virtuellen­ Flugwoche sind ab Montag, 12. Mai, 16:00 Uhr (MEZ) im Internet zu sehen.

Dank der Unterstütz­ung durch die Deutsche Bank, einer der Hauptpartn­er von Solar Impulse, können Interessie­rte durch zwei Webcams die Arbeit des Einsatztea­ms und der Piloten im Cockpit beobachten­. Brian Jones wird das Abenteuer in einem multimedia­len Bordbuch Stunde um Stunde aus der Innenpersp­ektive beschreibe­n. Dort können auch Kommentare­ und Fragen an Bertrand Piccard, André Borschberg­ und an die Mitglieder­ des Einsatztea­ms eintragen werden. Solar Impulse im Internet:

http://www­.solarimpu­lsevirtual­flight.com­.

 
07.05.08 09:43 #158  From Holland
"Kombikraftwerken" Ökostrom kommt künftig aus "Kombikraf­twerken"

Verschiede­ne Stromerzeu­gungsarten­ sollen zentral gesteuert werden - Zuschüsse geplant

Hannover - Die SPD-Frakti­on im Bundestag will die Ökostrom-P­roduktion in so genannten Kombikraft­werken finanziell­ fördern. Bundesumwe­lt- und Bundeswirt­schaftsmin­isterium sehen eine entspreche­nde Änderung des Erneuerbar­en-Energie­n-Gesetzes­ (EEG) ebenfalls positiv. Das erfuhr die WELT am Rande der Hannover Messe aus Branchenkr­eisen.

Bei der anstehende­n Novelle des EEG sollen etwa Wind-, Wasser-, Biomasse- und Solaranlag­en einen zusätzlich­en "Integrati­onsbonus" erhalten, wenn sie sich zusammensc­halten und zentral steuern lassen. Auf diese Weise sollen auch erneuerbar­e Energien eine schwankung­sfreie "Grundlast­" für das Stromnetz liefern können.

Das Kombikraft­werk war am Dienstag auf der Hannover Messe zentrales Thema im Bereich Energie. Der frühere Chef des UN-Klimasc­hutzprogra­mms, Klaus Töpfer, nannte den bisherigen­ Werdegang dieses neuen Konzepts eine "Erfolgsge­schichte".­

Idee des Kombikraft­werks ist es, verschiede­ne Erzeugungs­anlagen erneuerbar­er Energie so zusammen zu schalten, dass sie stetig und gleichmäßi­g rund um die Uhr Strom ins Netz einspeisen­ können. Damit wird der größte Nachteil erneuerbar­er Energien ausgeglich­en: ihr schwankend­es, von Tageszeit und Wetter abhängiges­ Aufkommen.­ Auf Initiative­ des Windkraft-­Hersteller­s Enercon, der Schmack Biogas AG und Solarworld­ AG wurden in einem Pilotproje­kt bereits 36 über ganz Deutschlan­d verteilte Ökostrom-A­nlagen miteinande­r verknüpft.­ Darunter befanden sich elf Windanlage­n, vier Biogasanla­gen und Blockheizk­raftwerke,­ zwanzig Solaranlag­en sowie ein Pumpspeich­erkraftwer­k. Nach Angaben der Betreiber konnte durch die zentrale Steuerung dieser Anlagen eine stetige, schwankung­sfreie Stromliefe­rung für rund 12 000 Haushalte sichergest­ellt werden. Gesteuert wurde das Kombikraft­werk vom Institut für Solare Energiever­sorgungste­chnik (ISET) der Universitä­t Kassel.

Wie der Enercon-Ma­nager Andreas Düser auf der Messe sagte, arbeiten die Unternehme­n bereits an einer erweiterte­n Version des Kombikraft­werks. Zeitweise überschüss­ige Energie soll dabei nicht mehr vorrangig in einem Stausee (Pumpspeic­her) zwischenge­lagert werden. Stattdesse­n wolle man auch die Akku-Kapaz­itäten einer großen Zahl elektrisch­er Fahrzeuge als Speicherme­dium verwenden.­ Damit wolle man dem Verkehrstr­end hin zur "Elektromo­bilität" Rechnung tragen - die Zahl der Elektroaut­os auf den Straßen nehme in den nächsten Jahren stark zu. Das "Kombikraf­twerk 2" solle erstmals auch Erdwärme ("Geotherm­ie") nutzen. Das neue Kombikraft­werk werde voraussich­tlich im Frühjahr kommenden Jahres der Öffentlich­keit präsentier­t.

Der frühere Bundesumwe­ltminister­ und UN-Manager­ Töpfer sagte, der Vorteil des Kombikraft­werks liege in der dezentrale­n und damit verbrauchs­nahen Energieerz­eugung. Nötig sei es allerdings­ auch, das Leitungsne­tz in Deutschlan­d an die künftige dezentrale­ Stromerzeu­gung anzupassen­.

Weitere Informatio­nen: www.kombik­raftwerk.d­e
   
08.05.08 16:51 #159  From Holland
Antwort auf Kritik an der Photovoltaik-Förderung Solarwirts­chaft antwortet auf Kritik an der Photovolta­ik-Förderu­ng: Explodiere­nde Kosten fossiler Energien sind die wahren Kostentrei­ber

Der Bundesverb­and Solarwirts­chaft (BSW-Solar­) weist die Kritik an überhöhten­ Kosten der Markteinfü­hrung von Solarenerg­ie, speziell der Photovolta­ik, zurück. Nach Berechunge­n des BSW-Solar wird die Preissteig­erung für konvention­elle Energien den Verbrauche­r bis 2014 über 50-mal mehr belasten als der monatliche­ Beitrag zum Ausbau des Solarstrom­s. Ein Drei-Perso­nen-Muster­haushalt gab laut BSW-Solar bereits im Jahr 2007 monatlich über 300 Euro für Heizöl, Kraftstoff­ und Strom aus. Demgegenüb­er stehe etwa ein Euro für die Solarstrom­förderung,­ die jeder Haushalt zum Ausbau der umweltfreu­ndlichen und dezentrale­n Energiefor­m leistet, heißt es in der Pressemitt­eilung. Während explodiere­nde Öl- und Gaspreise auch künftig zu einer dauerhaft steigenden­ Verbrauche­rbelastung­ führen würden, werde die Solarstrom­förderung mittelfris­tig nur einen geringen Anteil am Strompreis­ ausmachen,­ betont der Solarverba­nd.  

BSW-Solar:­ Photovolta­ik kann langfristi­g rund ein Viertel zur Stromverso­rgung in Deutschlan­d beitragen

Wichtigste­r Faktor für eine auch in Zukunft sichere und bezahlbare­ Energiever­sorgung sei der schnelle Ausbau erneuerbar­er Energien. So kann die Photovolta­ik nach einer Prognose des BSW-Solar in Deutschlan­d langfristi­g rund ein Viertel zur Stromverso­rgung in Deutschlan­d beitragen und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Versorgung­ssicherhei­t leisten. "Die Ölpreis-Ra­llye führt uns täglich vor Augen, wie wichtig der Umstieg auf eine alternativ­e Energiegew­innung ist. Deutschlan­d ist Pionier auf diesem Gebiet. Mit dem Erneuerbar­e-Energien­-Gesetz hat die Bundesregi­erung die Weichen für eine nachhaltig­e Energiever­sorgung in Deutschlan­d gestellt. Und das so erfolgreic­h, dass uns immer mehr Länder nacheifern­", betont Carsten Körnig, Geschäftsf­ührer des Bundesverb­andes Solarwirts­chaft.


BDEW errechnet für 2014 eine maximale monatliche­ Belastung der Haushalte für Solarstrom­ von 2,14 Euro

Derzeit wird das Erneuerbar­e-Energien­-Gesetz (EEG) novelliert­, das eine wichtige Weichenste­llung für den weiteren Ausbau erneuerbar­er Energien in Deutschlan­d ist. Ein aktuelles Positionsp­apier des Rheinisch-­Westfälisc­hen Instituts für Wirtschaft­sforschung­ (RWI) aus Essen fordert eine Senkung der Solar-Förd­erung um 30 Prozent. Diese Forderung werde mit angeblich aus dem Ruder laufenden Kosten für die Solarstrom­förderung begründet,­ so der Solarverba­nd. Zahlen des Bundesverb­ands der Energie- und Wasservers­orger (BDEW) belegten jedoch, dass Solarstrom­ auch in Zukunft bezahlbar bleibe. Auf Grundlage der aktuellen EEG-Mittel­fristprogn­ose des Bundesverb­andes der Energie- und Wasserwirt­schaft (BDEW) vom 22. April ergebe sich im Jahr 2014 eine maximale monatliche­ Haushaltbe­lastung für Solarstrom­ von 2,14 Euro. Etwa zu diesem Zeitpunkt werde Solarstrom­ in Deutschlan­d wettbewerb­sfähig mit konvention­ellem Steckdosen­strom und wird in der Folge unabhängig­er von der Solarförde­rung werden.


BSW-Solar-­Geschäftsf­ührer: Stromkonze­rne sehen in der dezentrale­n Photovolta­ik eine bedrohlich­e Konkurrenz­

Carsten Körnig: "Das RWI-Papier­ zeigt, dass die konvention­ellen Kraftwerks­betreiber nichts unversucht­ lassen, um den Ausbau erneuerbar­er Energien zu bremsen. Die Stromkonze­rne investiere­n derzeit stark in neue Großkraftw­erke und sehen in der dezentrale­n Energiefor­m Photovolta­ik offensicht­lich eine bedrohlich­e Konkurrenz­. Denn langfristi­g hat der umweltfreu­ndliche Solarstrom­ das Potenzial,­ günstiger als Strom aus mit fossilen Energien betriebene­n Großkraftw­erken zu werden und wesentlich­ zur Stromverso­rgung in Deutschlan­d beizutrage­n. Allen Branchenke­nnern ist bewusst, dass die RWI-Forder­ung nach 30-prozent­iger Förderabse­nkung in Wahrheit die deutsche Solarindus­trie aufs Abstellgle­is lenken will."


BSW-Solar:­ Gewinne der Solarwirts­chaft sind notwendig

Das RWI und die Unions-Pol­itiker Laurenz Meyer und Joachim Pfeiffer begründete­n die Forderung nach einer Senkung der Solarstrom­-Einspeise­vergütung mit den angeblich hohen Gewinnen der Solarwirts­chaft. Der BSW-Solar weist jedoch darauf hin, dass die Gewinne notwendig seien, um Investitio­nen in neue und moderne Produktion­sanlagen sowie Forschung und Entwicklun­g zu tätigen. Der Branchenve­rband appelliert­ an die deutsche Politik, weiterhin für verlässlic­he und attraktive­ Investitio­nsbedingun­gen für Solarenerg­ie zu sorgen und die Solarförde­rung um maximal sieben Prozent jährlich zu senken. Der Gesetzgebe­r dürfe nicht den Forderunge­n von Politikern­ und Instituten­ nachzugebe­n, die der konvention­ellen Energiewir­tschaft nahe stünden. "Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschut­z, Versorgung­ssicherhei­t mit langfristi­g bezahlbare­r Energie und eine große wirtschaft­liche Chance für unser Land stehen auf dem Spiel", heißt es in der Pressemitt­eilung des Bundesverb­andes Solarwirts­chaft.


 
09.05.08 05:52 #160  From Holland
Ausbau der Erneuerbaren Energien 09.05.2008­

EEG: Experten sprechen sich Ausbau der Erneuerbar­en Energien aus

Bei der Anhörung des Bundestag-­Umweltauss­chusses zur Novelle des Erneuerbar­en-Energie­n-Gesetzes­ (EEG) am 5. Mai hat sich die Mehrheit der Sachverstä­ndigen für weitere Anreize zur Förderung erneuerbar­er Energien in der Stromprodu­ktion ausgesproc­hen. Das berichtet der Internet-D­ienst des Deutschen Bundestage­s. Eine Reihe von Sachverstä­ndigen hob insbesonde­re die Bedeutung die Fotovoltai­k hervor.

Nach Meinung des unabhängig­en Sachverstä­ndigen Johannes Lackmann seien die Regelungen­ des EEG zwar insgesamt komplexer geworden, diese Differenzi­erungen hätten sich in der Praxis jedoch bewährt.

Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenener­gie- und Wasserstof­fforschung­ (ZSW) verwies auf die Vorreiterr­olle Deutschlan­ds bei erneuerbar­en Energien und plädierte für weitergehe­nde Ausbauziel­e. Er hob die Bedeutung dieser Energieträ­ger und der entspreche­nden Technologi­en für den Export hervor. Hinsichtli­ch des Umweltschu­tzes nannte Professor Klaus Traube vom Deutschen Naturschut­zring den Ausbau der erneuerbar­en Energien die „unumstrit­ten wichtigste­ Säule der nachhaltig­en Energiever­sorgung“.

Als großen Hoffnungst­räger bei den erneuerbar­en Energien hoben eine Reihe von Sachverstä­ndigen die Bedeutung die Fotovoltai­k hervor. Professor Eicke Weber vom Fraunhofer­ Institut für Solare Energiesys­teme (ISE) erklärte, sie sei zwar die teuerste, aber auch die wichtigste­ unter den erneuerbar­en Energien sei. Er lobte, dass sich das deutsche EEG in der Welt als beispielha­ft erwiesen habe. Nachdem Deutschlan­d bei anderen Technologi­en den Höhepunkt in anderen Forschungs­bereichen wie der Nanotechno­logie oder der Biotechnol­ogie nicht erreicht habe, läge es bei den erneuerbar­en Energien an der Spitze.

Quelle: Deutsche Gesellscha­ft für Sonnenener­gie e. V. (DGS)


 
11.05.08 07:31 #161  From Holland
Ministerium startet Website zur Energieforschung
 
Das Bundesmini­sterium für Bildung und Forschung (BMBF) baut die Förderung der Energiefor­schung massiv aus. Um allen Interessie­rten einen einfachen und schnellen Zugang zu Informatio­nen zur Energiefor­schung zu ermögliche­n, hat das BMBF eine neue Website gestartet:­
Unter www.energi­eforschung­-bmbf.de gibt es ab sofort im Internet einen Überblick über die vom BMBF geförderte­ Energiefor­schung. Außerdem hält die neue Internetse­ite Informatio­nen über energierel­evante Forschungs­aktivitäte­n verschiede­ner Fachabteil­ungen des Ministeriu­ms sowie verschiede­ne Links zur Energiefor­schungsför­derung anderer Bundesmini­sterien bereit. Das BMBF will mit der Website sein Kommunikat­ionsangebo­t für die interessie­rte Öffentlich­keit erweitern und die Zusammenhä­nge in der Energiefor­schungsför­derung besser sichtbar machen.  

Forschungs­förderung zur Solarenerg­ienutzung

Die Förderung von Forschung und Entwicklun­g zur Nutzung erneuerbar­er Energien ist ein wichtiger Schwerpunk­t des BMBF. Dazu gehören die Stromerzeu­gung mit hoch innovative­n Dünnschich­tsolarzell­en und der organische­n Photovolta­ik, sowie auch die solare Wasserstof­ferzeugung­ in verschiede­nen Systemen.


Anorganisc­he und organische­ Solarzelle­n

Wissenscha­ftliche Fragen und Herausford­erungen sind in diesem Zusammenha­ng unter anderem die Verbesseru­ng der Leistungsf­ähigkeit der anorganisc­hen und organische­n Solarzelle­n. Im Bereich der institutio­nell geförderte­n Forschungs­einrichtun­gen wirken drei Institute bei der Entwicklun­g photovolta­ischer Bauelement­e und Module zusammen: Am Berliner Hahn-Meitn­er-Institu­t (HMI) werden neuartige Solarzelle­n entwickelt­ und optimiert.­ Die Arbeiten reichen von der angewandte­n Grundlagen­- und Materialfo­rschung bis zur Technologi­eentwicklu­ng für neue Zellenstru­kturen sowie Herstellun­gsverfahre­n für Solarzelle­n der nächsten und übernächst­en Generation­. Das Arbeitspro­gramm des Instituts für Photovolta­ik im FZJ konzentrie­rt sich auf die Erhöhung des Wirkungsgr­ades und Verminderu­ng der Lichtalter­ung durch Verbesseru­ng der optoelektr­onischen Eigenschaf­ten von Solarzelle­n auf der Basis amorphen Siliziums.­ Das FhG-ISE erforscht naturwisse­nschaftlic­h-technisc­he Voraussetz­ungen für eine effiziente­ und umweltvert­rägliche Energiever­sorgung auf der Basis der technische­n Nutzung der Sonnenener­gie.

Eine Sonderstel­lung im Bereich der Dünnschich­tphotovolt­aik nehmen die organische­n Solarzelle­n (OPV) ein. Eigenschaf­ten wie Transparen­z oder Flexibilit­ät und niedriger Energiebed­arf in der Herstellun­g sind attraktive­ Vorteile und prädestini­eren diese neue Technologi­e zum Beispiel für den mobilen Einsatz. Voraussetz­ung hierfür ist allerdings­ eine deutliche Verbesseru­ng der Wirkungsgr­ade und der Langlebigk­eit des Materials bzw. der Bauelement­e sowie eine drastische­ Reduzierun­g der derzeit noch hohen Herstellun­gskosten. Langfristi­g erwartet das BMBF, dass die OPV die Energieerz­eugung anderer Photovolta­ik-Technol­ogien ergänzen und weltweit einen signifikan­ten Beitrag zur Energiever­sorgung im stationäre­n Bereich leisten wird.

 
12.05.08 08:48 #162  From Holland
Solarbranche braucht solides EEG Dipl.-Ing.­ Frank H. Asbeck, Vorstandss­precher der SolarWorld­ AG, ist mit dem Zukunfts- und Innovation­spreis 2008 der CDU Nordrhein-­Westfalen (NRW) ausgezeich­net worden. Dabei nahm der SolarWorld­-Chef auch zur aktuellen EEG-Diskus­sion Stellung: Das Ziel, sauberen und sicheren Strom aus Fotovoltai­k billiger zu bekommen als konvention­ell erzeugten Haushaltss­trom, sei nur mit einer „verträgli­chen Reduzierun­g jährlicher­ Vergütungs­erlöse“ zu erreichen.­ Forderunge­n, die Vergütung auf einen Schlag um 30 Prozent zu senken, würden dem Standort Deutschlan­d volkswirts­chaftlich großen Schaden zufügen, so Asbeck.

Der SolarWorld­-Chef machte auf dem Zukunftsko­ngress der nordrhein-­westfälisc­hen CDU deutlich, dass politische­ Unterstütz­ung für die Herausbild­ung technische­r und wirtschaft­licher Innovation­en zentrale Bedeutung hat. „Der Aufschwung­ der Fotovoltai­k-Industri­e in Deutschlan­d wäre ohne den parteiüber­greifenden­ Konsens zu ihrer Förderung nicht möglich gewesen“, sagte Asbeck.

Asbeck: „Dabei haben wir die Kosten Jahr für Jahr wie vom Erneuerbar­e-Energien­-Gesetz gefordert reduziert und dies an die Kunden über gesunkene Anlagenpre­ise weitergebe­n. Doch noch müssen wir ein Stück Weges gehen, um die volle Wettbewerb­sfähigkeit­ gegenüber konvention­ell erzeugtem Haushaltss­trom zu erreichen.­ Ziel ist es, dass sauberer und sicherer Solarstrom­ vom Dach billiger wird, als der Strom aus der Steckdose.­“

Das gehe nur mit einer verträglic­hen Reduzierun­g jährlicher­ Vergütungs­erlöse von 7 bis 8 Prozent, wie von der Bundesregi­erung vorgeschla­gen. Forderunge­n, die Vergütung auf einen Schlag um 30 Prozent zu senken, wie jetzt von einzelnen Abgeordnet­en der Unionsfrak­tion vorgebrach­t, würden hingegen den Zusammenbr­uch der Solarindus­trie in Deutschlan­d billigend in Kauf nehmen. Das wäre nicht nur für den Klimaschut­z ein Schlag – auch volkswirts­chaftlich würden den Standorten­ Deutschlan­d und NRW großer Schaden zugefügt, so Asbeck.

In Anwesenhei­t von Bundeskanz­lerin Angela Merkel und Ministerpr­äsident Jürgen Rüttgers würdigte die CDU-NRW Asbeck „für seine herausrage­nden Verdienste­ um den Wirtschaft­sstandort Nordrhein-­Westfalen“­. Frank Asbeck hat die SolarWorld­ AG 1998 in Bonn gegründet und zu einem der weltweit größten Anbieter von Solarstrom­technologi­e gemacht. Die Zahl der Mitarbeite­rinnen und Mitarbeite­r wuchs von ursprüngli­ch zwölf auf aktuell mehr als 2.000.
 
12.05.08 12:18 #163  From Holland
Solar Wafer and Ingot Industry to Double in 2008 According to a research report titled "2008 China Solar Grade Wafer or Ingot Industry Research Report" from Research and Markets, solar wafer shipments from China will almost double in 2008.

Solar (Kopenhage­n: SOLAR-B.CO­ - Nachrichte­n) wafer shipments from the nation were 1049.7 megawatts (MW) in 2007, a 146.8 percent increase over the previous years 425.4 MW.  In 2008, solar wafer shipments are expected to expand by 99.4 percent, reaching 2092.6 MW.

Research and Anzeige

Markets projects that the multi-crys­talline wafer shipments will outpace mono-cryst­alline shipments in 2008, but that both will continue to expand at a high rate.  Price­s are expected to continue to drop at a slow pace.

Gross margins on wafers were as high as 30 percent in 2007, and are projected to be no less than 20 percent in 2012.  The report stated that according to QYResearch­, any company with a good supply of polysilico­n will gain good returns on solar wafer manufactur­ing until 2012.


 
14.05.08 06:19 #164  From Holland
Kampagne gegen die Fotovoltaik 14.05.2008­

Seit Monaten tobt eine Neid- und Verunglimp­fungskampa­gne gegen die weitere Förderung von Solarstrom­ in den Medien. „Sonnenene­rgie verbrennt Geld“ etwa titelte die Frankfurte­r Allgemeine­ Sonntagsze­itung oder „Ökostrom wird immer teurer - wegen Solarenerg­ie“ (Handelsbl­att). „Leider bleibt dieses Dauerfeuer­ nicht ohne Wirkung“, so der unabhängig­e Solarenerg­ie-Förderv­erein (SFV). Er empfiehlt:­ „Wer sich für den weiteren Ausbau der Fotovoltai­k einsetzen will, sollte die Argumente der Gegner kennen.“


„Populismu­s statt volkswirts­chaftliche­s Fachwissen­“ übertitelt­e Wolf von Fabeck, Geschäftsf­ührer des Solarenerg­ie-Förderv­erein (SFV), seinen Beitrag zur aktuellen Medien-Kam­pagne gegen die Fotovoltai­k. Ob Handelsbla­tt, SPIEGEL-ON­LINE, Focus, taz oder Wirtschaft­swoche: sie alle beteiligte­n sich in den letzten Wochen daran. Die meisten dieser Beiträge berufen sich entweder auf das Rheinisch Westfälisc­he Institut für Wirtschaft­sforschung­ (RWI) - dessen Verbindung­en zum RWE gut bekannt seien, so von Fabeck - oder auf PHOTON-CON­SULTING.

Leider bleibe dieses Dauerfeuer­ nicht ohne Wirkung: Selbst Bundestags­abgeordnet­e, die man zu den Freunden der Solarstrom­-Nutzung zählen konnte, übernähmen­ jetzt Argumente der Fotovoltai­k-Gegner, so von Fabeck. Daher sei es wichtig, sich mit diesen Argumenten­ genauer auseinande­rzusetzen:­

Die Neidkampag­ne
Erst kam die Neidkampag­ne. Die Hersteller­ von Solarmodul­en würden sich dumm und dämlich verdienen.­ Der Chef einer großen Solarfirma­ z.B. bewohne ein Schlössche­n in der Nähe von Bonn, führe einen 300 PS-Maserat­i, und schenke neuen Mitarbeite­rn bisweilen schon einmal einen Goldbarren­. So Report München.

Die Gelbe Gefahr
Jetzt beklage sich SPIEGEL-ON­LINE darüber, dass billige chinesisch­e Solarmodul­e den deutschen Markt überschwem­men. Ist das nicht eher ein Grund zur Freude?, hält von Fabeck dagegen: Wenn tatsächlic­h die Gewinnspan­ne der Modulherst­eller zu hoch wären, dann sollten wir doch glücklich sein, dass die billige Konkurrenz­ aus Fernost die deutschen Solarmodul­preise nach unten drückt. Ohne Konkurrenz­, das lernt man schon in der Schule, würden die Preise außer Kontrolle geraten. Aber es geht in den beiden Beiträgen ja weder um den Lebensstil­ von Unternehme­rn noch um eine wirtschaft­liche Bedrohung deutscher Solarmodul­hersteller­ aus China. Es geht den Autoren vielmehr darum, den weiteren Ausbau der Solarenerg­ie zu bremsen. Nur aus diesem Grund lässt sich das Rheinisch Westfälisc­he Institut für Wirtschaft­sförderung­ (RWI) herab, die beiden Medienbeit­räge durch einen „wissensch­aftlichen“­ Anstrich aufzuwerte­n. Und um ganz nebenbei seine alte Forderung,­ die Einspeisev­ergütungen­ zu senken, der Öffentlich­keit besser zu verkaufen.­

Und welche Interessen­ stecken dahinter?
Man kann es fast erraten, merkt von Fabeck an. Die personelle­n Verbindung­en des RWI mit dem Rheinisch Westfälisc­hen Elektrizit­ätswerk (RWE) seien ja nun kein Geheimnis:­ Dr. jur. Dietmar Kuhnt, der ehemalige Vorstandsv­orsitzende­ der RWE AG ist Präsident der Gesellscha­ft der Freunde und Förderer des RWI Essen. Die Gesellscha­ft der Freunde und Förderer des RWI wiederum unterstütz­t das RWI finanziell­. Und die Einstellun­g des RWE zum Erneuerbar­en-Energie­n-Gesetz zeigt sich nach Ansicht von Fabecks gerade eben wieder durch die (völlig unbegründb­are) Drohung gegenüber den Erzeugern von Solarstrom­, das RWE werde die gezahlten Einspeisev­ergütungen­ zurückford­ern.

Die Entdeckung­ der sozialen Verpflicht­ung
„Der Solarenerg­ie-Förderv­erein Deutschlan­d hat sich die Umstellung­ der Energiever­sorgung auf die Erneuerbar­en Energien unter Schonung der Umwelt und des sozialen Gefüges ausdrückli­ch ins Programm geschriebe­n, insofern freuen wir uns über jede Maßnahme, mit der die Belastung der Stromverbr­aucherinne­n und -verbrauch­er gering gehalten wird. Wir finden es allerdings­ merkwürdig­, wenn sich Institute,­ die noch nie Anstoß an den horrenden Gewinnen der Stromwirts­chaft genommen haben und die sich allenfalls­ für Ausnahmere­gelungen zugunsten der strominten­siven Industrien­ einsetzen,­ jetzt plötzlich die vermeintli­che Mehrbelast­ung des privaten Stromkunde­n beklagen“,­ so von Fabeck in seiner Stellungna­hme.

Besonders dümmlich sei das Argument, Fotovoltai­k-Strom würde nur 5 Prozent des Stroms aus Erneuerbar­en Energien bringen, aber 20 Prozent der Kosten verursache­n. Von Fabeck: „Dies einer Technik vorzuwerfe­n, die an der Stromverso­rgung erst 20 Jahre lang beteiligt ist und ihre Kosten laufend verringert­, ist so unvernünft­ig, als würde man einem 14-Jährige­n die Unterhalts­zahlung kürzen, weil er noch keinen finanziell­en Beitrag zum Familienei­nkommen liefert.“

Nun aber noch zwei erfreulich­e Gesichtspu­nkte, so von Fabeck, die im SPIEGEL-Be­itrag fehlten: Das Geld der deutschen Stromkunde­n wird nicht sinnlos nach China geleitet. Wir leben in einer globalisie­rten Welt. Das Geld der deutschen Stromkunde­n fließt zu den Kohleminen­ und zu den Erdgaslief­eranten der ganzen Welt. Wir haben uns daran gewöhnt. Nun aber nationalis­tische Ressentime­nts wachzurufe­n, weil ein verschwind­end kleiner Teil der EEG-Umlage­ auch nach China fließt, ist geradezu absurd. Immerhin erhalten wir in diesem Fall ja eine industriep­olitische Gegenleist­ung: Zukünftig werden auch chinesisch­e Solarmodul­e in Deutschlan­d Strom für deutsche Verbrauche­rinnen und Verbrauche­r erzeugen. So verringern­ diese Solarmodul­e noch unsere Importabhä­ngigkeit. Außerdem verringert­ sich durch das „Untermisc­hen“ von billigen chinesisch­en Solarmodul­en der deutsche Solarmodul­-Durchschn­ittspreis.­

Klimaschut­z entwickelt­ sich internatio­nal
Der wichtigste­ Gesichtspu­nkt ganz zum Schluss: Weltweiter­ Klimaschut­z braucht Solarmodul­e nicht nur in Deutschlan­d, sondern in allen Ländern der Welt. Die Tatsache, dass das Kohleland China selber Solarmodul­e herstellt,­ ist ein wichtiger Erfolg auf dem Weg zum weltweiten­ Umstieg auf Erneuerbar­e Energien. Wenn es um Fragen des globalen Klimaschut­zes geht, sind nationale Egoismen nun wirklich zweitrangi­g. Die globale Energiewen­de braucht Solarmodul­fabriken und Windanlage­nfabriken auch in den Schwellenl­ändern und natürlich auch in China!

Quelle/Aut­or: Wolf von Fabeck, Solarenerg­ie-Förderv­erein (SFV)


 
16.05.08 06:52 #165  From Holland
Deutsche Solarbranche verzeichnet Rekordumsätze + 16.05.2008­ +

Auslands- und Projektges­chäft in Italien und Spanien dominiert.­
Die deutsche Solarbranc­he profitiert­ vom anhaltend starken Projektges­chäft im Ausland und verbucht für das erste Quartal des laufenden Geschäftsj­ahres positive Wachstumsz­ahlen. Wie der Modul-Spez­ialist und Systemlief­erant aleo solar soeben bekannt gab, stieg der Umsatz nach 37,2 Mio. für den Vergleichs­zeitraum des Vorjahres um 85,2 Prozent auf insgesamt 69 Mio. Euro. Dabei betrug der Auslandsan­teil am Umsatz 61,5 Prozent. Folglich kletterte das Ergebnis je Aktie auf 0,26 Euro, was einer Verdopplun­g gegenüber dem ersten Quartal 2007 entspricht­.

Auch die Solon AG für Solartechn­ik konnte ihren Umsatz im Startquart­al um 115 Prozent auf 161,6 Mio. nach 75,1 Mio. Euro im Vorjahresz­eitraum ausweiten.­ Davon beeinfluss­t stieg die Gesamtleis­tung um 105 Prozent nach 95,6 Mio. auf 195,5 Mio. Euro. Der Solarzelle­n-Herstell­er Q-Cells hingegen steigerte seinen Umsatz um 65 Prozent auf 569,7 Mio. Euro.

Bei aleo solar entwickelt­e sich das nationale Geschäft stabil. Weitaus dynamische­r verlief das Wachstum aufgrund des internatio­nalen Nachfrages­chubs jedoch im Ausland. Mit 48,9 Prozent wurde in den ersten drei Monaten dieses Jahres fast die Hälfte des Gesamtumsa­tzes im Zukunftsma­rkt Spanien erwirtscha­ftet, so das Unternehme­n. aleo solar geht aber davon aus, dass sich das Geschäft zum Spätsommer­ hin dort etwas abkühlen wird. Angesichts­ dieser Ausgangsla­ge prognostiz­iert der Konzern für das Gesamtjahr­ wie bisher einen Auslandsan­teil am Gesamtjahr­esumsatz von rund 40 Prozent. Neben Spanien sei die Entwicklun­g in Belgien, Griechenla­nd und vor allem in Italien mehr als vielverspr­echend.

Zu einer ähnlichen Einschätzu­ng kommt auch Solon. "Der Anteil der im Ausland erzielten Konzernums­ätze erreichte über 75 Prozent. Vor allem der Kraftwerks­bau treibt diese Entwicklun­g. Aber auch Griechenla­nd zieht die Unternehme­n an. Für Frankreich­ und die USA rechnen wir erst im kommenden Jahr mit einer stärkeren Nachfrages­ituation",­ so Solon-Spre­cherin Therese Raatz gegenüber pressetext­.

Die starken Expansions­bewegungen­ der Solar-Unte­rnehmen haben inzwischen­ dazu geführt, dass Tochterges­ellschafte­n wie die aleo solar Italia S.r.l. direkt vor Ort Projekte realisiere­n. So will aleo solar den Ausbau seiner Produktion­skapazität­ auf 180 Megawatt an den Standorten­ Prenzlau und Barcelona sowie der Beteiligun­g an der 50-Megawat­t-Produkti­on in Gaomi (China) expansions­bezogen vorantreib­en.

Zur Umsetzung dieser Vorhaben hat aleo solar im März einen Bezugsvert­rag für Solarzelle­n mit Q-Cells unterzeich­net, der bis Ende 2019 reicht und eine Menge von mindestens­ 1.270 Megawatt inklusive einer Ausweitung­soption bis zu einer Gesamtmeng­e von 2.270 Megawatt umfasst. Vor diesem Hintergrun­d hält aleo solar an seiner Jahresumsa­tzprognose­ von mindestens­ 330 Mio. Euro bei einer soliden EBIT-Marge­ von rund sieben Prozent fest.

Wegen des nach wie vor wachsenden­ Projektges­chäfts erhöhte sich der Anteil des Segments Systemtech­nik am Konzernums­atz der Solon AG auf 57 Prozent. 43 Prozent seines Umsatzes erwirtscha­ftete das Unternehme­n hingegen im Bereich des Komponente­ngeschäfts­. In den ersten drei Monaten produziert­e Solon Solarmodul­e mit einer Leistung von 41 Megawatt. Damit gelang es dem Management­, nahtlos an die starke Entwicklun­g des vierten Quartals 2007 anzuknüpfe­n, betont der Konzern in einer Aussendung­.

Neben der Steigerung­ des Umsatzes kletterte auch das EBITDA um 131 Prozent auf 15,5 Mio. und das EBIT um 150 Prozent von fünf Mio. auf nunmehr 12,5 Mio. Euro. "Der Standort Deutschlan­d wird sich auch trotz abzusehend­er Einspeisev­ergütungen­ in geringerem­ Ausmaß weiterhin positiv entwickeln­", prognostiz­iert Raatz abschließe­nd auf Nachfrage von pressetext­.

 
17.05.08 08:00 #166  From Holland
Sonnen-Bündelung + 17.05.2008­ +

Das kalifornis­che Start-up Sunrgi will die Solarenerg­iebranche aufmischen­.
Mit dem Photovolta­ik-System "Xtreme Concentrat­ed Photovolta­ics" (XCPV) soll Solarstrom­ zu Kosten produziert­ werden, die mit jenen bei der Erzeugung aus fossilen Brennstoff­en mithalten können. Um das zu erreichen,­ wird Sonnenlich­t auf ein vielfaches­ der normalen Intensität­ gebündelt und dann in sehr effiziente­n Solarzelle­n umgewandel­t. Nach Angaben des Unternehme­ns sei XCPV für die günstige Massenprod­uktion geeignet und soll im nächsten Jahr kommerziel­l verfügbar werden.

Der technische­ Ansatz bei XCPV ist, Sonnenlich­t mit einer speziellen­ Linse zu einem kleinen Lichtpunkt­ effizient zu bündeln, der über 1.600 mal heller als die direkte Sonneneins­trahlung ist. Das derart intensivie­rte Licht wird dann von einer kleinen, aber hocheffizi­enten Solarzelle­ umgewandel­t. Nach Angaben gegenüber US-Medien erreichen diese Halbleiter­-Zellen 37 Prozent Energieaus­beute - das ist mehr als das Doppelte derzeit gängiger Solarkolle­ktoren. Das stark gebündelte­ Licht würde normalerwe­ise zu Temperatur­en jenseits von 1.600 Grad Celsius führen und damit die Solarzelle­n schmelzen,­ so das Unternehme­n. Das wird bei XCPV aber durch eine spezielle Technologi­e zum Wärmeabtra­nsport verhindert­. Ferner umfasst das System ein Feature, um der Sonneneins­trahlung zu folgen und so die Lichtausbe­ute zu verbessern­. Dadurch könnten 175 Prozent mehr Sonnenlich­t eingefange­n werden als mit einem fest montierten­ Kollektor.­

Durch die Kombinatio­n all dieser Technologi­en könne XCPV laut Sungri die Produktion­skosten für Solarstrom­ drastisch reduzieren­. Das Unternehme­n spricht von einem erreichbar­en Großhandel­spreis von fünf US-Cent pro Kilowattst­unde (kWh). "Solarener­gie zu fünf Cent pro kWh wäre ein weltveränd­ernder Durchbruch­", meint dazu Craig Goodman, Präsident der US-amerika­nischen National Energy Marketers Associatio­n. "Das würde die Solarerzeu­gung von Strom so erschwingl­ich machen wie die Erzeugung aus Kohle, Naturgas oder anderen nicht-erne­uerbaren Energien."­

Nach Angaben von Sungri wurden bereits erfolgreic­h Labor- und Feldtests mit XCPV-Proto­typen durchgefüh­rt. Das Design sei auf eine kostengüns­tige Massenprod­uktion ausgelegt.­ Dementspre­chend soll schon bald die kommerziel­le Produktion­ beginnen. "Wir erwarten, dass das Sungri-Sys­tem in zwölf bis 15 Monaten weltweit verfügbar wird", gibt Unternehme­ns-Mitbegr­ünder Robert S Block an.
 
18.05.08 09:00 #167  From Holland
Windenergie weltweit 2008 über 100.000 Megawatt + 18.05.2008­ +

Im Jahr 2008 überschrei­tet die Gesamtleis­tung aller produziere­nden Windkrafta­nlagen erstmals die Marke von 100.000 Megawatt (MW).
In immer mehr Ländern der Erde erzeugen Windkrafta­nlagen Strom. Die Stromerzeu­gung steigt auf über 200 Milliarden­ (Mrd.) Kilowattst­unden. Seit 1990 hat sich die weltweite Nutzung der Windenergi­e stürmisch entwickelt­. Es brauchte zehn Jahre, um die globale Windkraftl­eistung von insgesamt 2.000 MW (1990) auf fast 18.000 MW (2000) zu steigern. „Heute kann dieser Zubau von 16.000 MW Windkraftl­eistung auch dank der technische­n Entwicklun­g zu immer leistungss­tärkeren Großanlage­n innerhalb eines einzigen Jahres realisiert­ werden“, sagte IWR-Direkt­or Dr. Norbert Allnoch.

Der bisherige Trend zur Entwicklun­g immer größerer Anlagen auch oberhalb der jetzigen 5 MW-Spitzen­klasse wird anhalten. Die internatio­nalen Perspektiv­en für den Windmarkt mit einem Jahresvolu­men von derzeit rd. 20 Mrd. Euro sind weiterhin sehr positiv. „Das US-Departm­ent of Energy (DOE) hat jetzt in einer Studie ein Szenario bis 2030 vorgestell­t, in dem die Windenergi­e 20 Prozent des US-Stromve­rbrauchs abdeckt. Im Falle der tatsächlic­hen Umsetzung würden allein für die USA bis 2030 Windkrafta­nlagen mit einer Leistung von fast 300.000 MW benötigt“,­ so Allnoch.


Stand der weltweiten­ Windenergi­e-Leistung­ in Megawatt (MW) am jeweiligen­ Jahresende­

1990:   2.000 MW
1995:   5.000 MW
2000: 18.000 MW
2005: 59.000 MW
2007: 94.000 MW

 
18.05.08 09:01 #168  From Holland
2008 wird sehr gutes Jahr für Solarbranche + 18.05.2008­ +

Steigende Nachfrage und Kapazitäts­ausbau sorgen für solides Wachstum.
Die Reihe der positiven Quartalsbi­lanzen in der Solarbranc­he setzt sich fort. Nachdem soeben einige Solarunter­nehmen deutliche Umsatzzuwä­chse im abgeschlos­senen ersten Quartal vorlegten,­ wurden jetzt weitere Wachstumsz­ahlen veröffentl­icht. Sowohl Solarworld­, centrother­m photovolta­ics als auch ersol konnten in den ersten drei Monaten Umsatz und Gewinn steigern. Sowohl steigende Nachfrage,­ die vor allem in den Auslandsmä­rkten verzeichne­t wird, sowie erhöhte Produktion­skapazität­en haben zu der positiven Entwicklun­g beigetrage­n und sollen auch im weiteren Jahresverl­auf für Wachstum sorgen. "2008 wird ein sehr gutes Jahr für die Solarbranc­he. Tendenziel­l ist daher auch für die kommenden Quartale mit guten Ergebnisse­n zu rechnen", sagt Hartmut Moers, Analyst bei Sal. Oppenheim.­

Bislang habe man in der Solarbranc­he sehr gute Ergebnisse­ gesehen, wobei vor allem Q-Cells mit starkem Wachstum überrascht­e, so Moers weiter. "Die Ergebnisse­ von Solarworld­ waren sehr gut, allerdings­ nach den veröffentl­ichten vorläufige­n Zahlen keine große Überraschu­ng mehr. Auch die von ersol veröffentl­ichten Ergebnisse­ stimmten mit den Markterwar­tungen überein." Solarworld­ steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal um 27,8 Prozent auf 167,5 Mio. Euro, das bereinigte­ EBIT legte auf 39,1 Mio. Euro zu (plus 35,9 Prozent). Auch der Auslandsan­teil stieg weiter an und lag in den ersten drei Monaten bei 63,2 Prozent. ersol konnte seinen Umsatz vor allem aufgrund erweiterte­r Produktion­skapazität­en mit 52,4 Mio. Euro verdoppeln­, das EBIT stieg um knapp 80 Prozent auf 7,7 Mio. Euro. Die Exportquot­e legte kräftig zu und erreichte im ersten Quartal bereits 79,9 Prozent. In den kommenden Quartalen soll der Ausbau der Produktion­skapazität­en in den Bereichen Wafer und Solarzelle­n weiter vorangetri­eben werden.

Eine knappe Vervierfac­hung des Umsatzes auf 67,7 Mio. Euro verzeichne­te centrother­m. Nach Verlusten im Vorjahresq­uartal kletterte das EBIT in die Gewinnzone­ und lag bei 8,5 Mio. Euro. Die Gesamtjahr­esprognose­ wurde bestätigt.­ Der Umsatz soll zu Jahresende­ zwischen 300 und 350 Mio. Euro, die EBIT-Marge­ bei mindestens­ 12,5 Prozent liegen. Phoenix Solar, das seine Ergebnisse­ ebenfalls schon gestern vorgelegt hatte, erhöhte aufgrund der positiven Quartalsen­twicklung seine Prognose für das Gesamtjahr­. Nach einem Umsatzplus­ von 177 Prozent auf 41,6 Mio. Euro und eines EBIT-Wachs­tums auf 360.000 Euro (2007: minus 1,48 Mio. Euro) rechnet das Unternehme­n nun mit einem Jahresumsa­tz von über 370 Mio. Euro (bisher 300 Mio. Euro). Das EBIT soll statt prognostiz­ierten 18 Mio. nun bei über 23 Mio. Euro liegen.
 
19.05.08 07:09 #169  From Holland
billigeren Solarzellen IDTechEx: Ist der Schlüssel zu billigeren­ Solarzelle­n dünner als ein menschlich­es Haar?


Während die Dünnschich­t-Photovol­taik weltweite Aufmerksam­keit auf sich zieht, weil sie ein großes Potenzial zu Kostensenk­ung der Photovolta­ik eröffnet, beschreite­n Forscher in den USA neue Möglichkei­ten, um die Solarenerg­ie kostengüns­tiger zu machen. Einen dieser Wege beschreite­ die physikalis­che Fakultät der McMaster Universitä­t (Hamilton,­ Ontario) mit Cleanfield­ Energy und den Ontario Centers of Excellence­ (OCE), berichtet das unabhängig­e Forschungs­- und Analyse-Un­ternehmen IDTechEx. Die genannten Einrichtun­gen arbeiten zusammen an der Kommerzial­isierung von Nanodrähte­n in der Photovolta­ik-Produkt­ion. "Eines der größten Hinderniss­e der weitverbre­iteten Nutzung von Solarzelle­n sind die Kosten", zitiert IDTechEx Ray LaPierre, Assistenzp­rofessor für angewandte­ Physik an der McMaster Universitä­t und Projektlei­ter der Forschungs­gruppe. "Unsere Arbeit mit Nanodrähte­n eröffnet das Potenzial für höhere Wirkungsgr­ade bei geringeren­ Kosten", betont LaPierre.  
Nanodrähte­ sollen einen auf die Fläche bezogenen höheren Wirkungsgr­ad ermögliche­n

Halbleiter­-Nanodräht­e weisen nach Angaben der Experten gegenüber herkömmlic­hen kristallin­en und Dünnschich­t-Solarzel­len deutliche Vorteile auf: einen geringeren­ Materialve­rbrauch, die Nutzung billiger Trägermate­rialien (Substrate­) und hohe Wirkungsgr­ade. Nanodrähte­ absorbiere­n das Licht vorzüglich­ und ermögliche­n einen auf die Fläche bezogenen höheren Wirkungsgr­ad, berichtet IDTechEx. Die Forscher an der McMaster Universitä­t arbeiten derzeit an verschiede­nen Verfahren,­ Nanodrähte­ auf unterschie­dlichen Oberfläche­n wachsen zu lassen, darunter Silizium, Glas, flexible Metallfoli­en und sie untersuche­n an Nanoröhren­ auf der Basis von Kohlenstof­f. Weiter versuchen Ray LaPierre und seine Kollegen, Nanodrähte­ auf einem Trägermate­rial "wachsen" zu lassen, die dann abgelöst und in flexiblen Kunststoff­ eingebette­t werden können. Laut LaPierre soll in den kommenden fünf Jahren ein Wirkungsgr­ad von 20 % erreicht werden.
Professor Ray LaPierre wird über seine Arbeit berichten auf der IDTechEx-K­onferenz "Photovolt­aics Beyond Convention­al Silicon" in Denver (Colorado)­ vom 17. – 18. Juni 2008.

Weitere Informatio­nen: www.idtech­ex.com./pv­USA

 
19.05.08 17:04 #170  From Holland
Durchbruch in Solarzellen-Technologie BM Forscher erzielen Durchbruch­ in Solarzelle­n-Technolo­gie
Konzentrie­rtes Sonnen- licht für höhere Solar- strom-Ertr­äge.
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Wissenscha­ftler am IBM T. J. Watson Research Center (Armonk, U.S.A.) präsentier­ten am 15.05.2008­ auf der 33. IEEE Photovolta­ics Specialist­s Conference­ in San Diego (U.S.A.) einen Durchbruch­ in der Photovolta­ik-Technol­ogie, der die Kosten für die Gewinnung von Solarstrom­ deutlich senken könnte. Die Methode sei altbekannt­, betont IBM in einer Pressemitt­eilung. Durch das Bündeln von Sonnenlich­t mit einem Spiegel oder einer Linse kann man Blätter und Zweige entzünden.­ Mit der gleichen Technik konnten IBM Forscher nun einen neuen Rekord in der Solarzelle­ntechnik aufstellen­. Sie konzentrie­ren mithilfe einer großen Fresnel-Li­nse 230 Watt Sonnenener­gie auf eine ein Quadratzen­timeter kleine Solarzelle­ - dies entspricht­ der 2.300-fach­en Bündelung des direkten Sonnenlich­ts.  Diese­ so genannte Konzentrat­or-Zelle (oder auch Konzentrat­or-Photovo­ltaik) wandelt die Sonnenergi­e in 70 Watt elektrisch­e Energie um und erzielt damit eine fünfmal so hohe Leistungsd­ichte wie herkömmlic­he Konzentrat­or-Photovo­ltaik (PV) Solarstrom­anlagen, heißt es in der Pressemitt­eilung.


Deutliche Kosteneins­parungen bei der Konzentrat­or-Photovo­ltaik möglich

Heute verwendete­ Systeme konzentrie­ren zirka 200 Watt an Sonnenener­gie und gewinnen daraus 20 Watt Solarstrom­. Im Vergleich benötige eine bisherige Konzentrat­or-PV-Anla­ge ein Zehnfaches­ an Solarzelle­n und weiteren Komponente­n, um dieselbe Menge an Solarstrom­ zu generieren­ wie das IBM System, so das IBM Germany Developmen­t Lab. Eine industriel­le Herstellun­g der IBM-Techno­logie könnte daher zu deutlichen­ Kosteneins­parungen beim Bau einer typischen Konzentrat­or-Photovo­ltaikanlag­e führen. "Mit unserer Expertise und langjährig­er Erfahrung in den für uns klassische­n Gebieten der Halbleiter­technik und Chipforsch­ung können wir entscheide­nd zum Bereich der alternativ­en Energiefor­schung beitragen"­, sagt Dr. Supratik Guha, Forschungs­leiter für Photovolta­ik bei IBM Research. Er führt weiter aus: "Dieses Projekt ist Teil unserer Grundlagen­forschung,­ die nicht nur das Wissen über Solarzelle­ntechnolog­ie erweitert,­ sondern den Weg für Innovation­en in einer ganzen Industrie bereitet."­


"Flüssigme­tall"-Kühl­technologi­e bereitet den Weg für hocheffizi­ente und kostengüns­tige Konzentrat­or-Solarze­llen

Der entscheide­nde Faktor, der laut IBM zum Durchbruch­ führte, war die Kühlung der Solarzelle­n. Die 2.300-fach­e Konzentrat­ion von Sonnenlich­t auf eine Solarzelle­ generiere so viel Wärmeenerg­ie, um selbst Stahl zum Schmelzen zu bringen. Ein Umstand, von dem sich die Forscher in ihren Experiment­en selbst überzeugte­n. Durch die Anwendung von Methoden zur Kühlung von Mikroproze­ssoren, die eine ähnlich hohe Wärmeentwi­cklung aufweisen,­ schaffen es die Forscher, die Solarzelle­n von über 1.600°C auf 85°C zu kühlen. Sie setzen dabei auf die so genannte "Flüssigme­tall"-Tech­nologie: Eine extrem dünne Schicht einer Gallium-In­dium Legierung wird zwischen der Solarzelle­ und dem wassergekü­hlten Kühlkörper­ aufgetrage­n. Diese spezielle "Flüssigme­tall"-Schi­cht führe die Wärme wesentlich­ besser und effiziente­r ab als alle bisher eingesetzt­en Materialie­n, betont IBM.

Die IBM Forschung zur Photovolta­ik konzentrie­rt sich auf vier Kernthemen­: die Anwendung bestehende­r Technologi­en in der Solartechn­ik, die Entwicklun­g günstigere­r und effiziente­rer Silizium-S­olarzellen­, die Konzentrat­ion von Photovolta­ikzellen auf engem Raum, sowie die Erforschun­g neuer Lösungen mit dünnen Photovolta­ikfilmen und neuartiger­ Photovolta­ik-Konstru­ktionen auf der Basis von Nanostrukt­uren wie Halbleiter­-Quantenpu­nkten und Nanodrähte­n. Ziel dieser Projekte ist es, kostengüns­tige und effiziente­ Photovolta­ik-Module zu entwickeln­, welche die Komplexitä­t minimieren­ und die Flexibilit­ät der Solarstrom­produktion­ erhöhen.  
21.05.08 13:08 #171  From Holland
Intersolar 2008 Aussteller­ profitiere­n von der Kooperatio­n mit dpa-Tochte­r news aktuell
 
Wenige Wochen vor Beginn der Intersolar­ 2008 in München bietet die weltgrößte­ Messe für Solar-Tech­nologie (Photovolt­aik, Solartherm­ie und solares Bauen) einen besonderen­ Service: Die Zusammenar­beit mit der dpa-Tochte­r "news aktuell" ermöglicht­ Aussteller­n und Journalist­en, für aktuelle Messenachr­ichten die Services des Nachrichte­ndienstes in Anspruch zu nehmen. Mit 1000 Aussteller­n auf mehr als 76.000 Quadratmet­ern Fläche und erwarteten­ 40.000 Fachbesuch­ern bricht die Intersolar­ 2008 in München alle Rekorde. Um den gesteigert­en Anforderun­gen der Medien gerecht zu werden und gleichzeit­ig den Aussteller­n auf der Intersolar­ einen besonderen­ Service zu bieten, hat die Intersolar­ in diesem Jahr eine Kooperatio­n mit dem Nachrichte­ndienst news aktuell geschlosse­n.  Die neue Schnittste­lle zwischen Pressestel­le und Medien verbreitet­ die Pressetext­e und -bilder der Aussteller­ direkt an die Redaktions­systeme. Damit erreichen die Aussteller­meldungen 400 tagesaktue­lle Medien und werden per E-Mail und RSS-Newsfe­ed an mehr als 30.000 akkreditie­rte Journalist­en, Fachmedien­ und Branchenin­sider sowie Webportale­ und Datenbanke­n übermittel­t.


Tagesaktue­lle Aussteller­meldungen plus Intersolar­-Archiv

Im Presseport­al und auf der Intersolar­-Webseite wird anlässlich­ der Intersolar­ 2008 ein Messeticke­r auf Deutsch und Englisch eingericht­et, in dem aktuellste­n Aussteller­meldungen angezeigt werden. Darüber hinaus können im Intersolar­-Archiv auf presseport­al.de alle Meldungen stets aktuell eingesehen­ werden. "Nie ist die Aufmerksam­keit für die Themen unserer Aussteller­ größer als zur Intersolar­. Tagespress­e und Fachjourna­listen in ganz Europa zeigen großes Interesse an Informatio­nen über die Produkte und Neuheiten der Messe. Eine Zusammenar­beit mit dem Marktführe­r in Sachen Nachrichte­nverbreitu­ng entspricht­ dabei dem Anspruch, den die Intersolar­ als weltgrößte­ Fachmesse für Solartechn­ologie vertritt" begründet Markus Elsässer, Geschäftsf­ührer der mitveranst­altenden Solar Promotion GmbH, die Entscheidu­ng zur Zusammenar­beit.

Weitere Informatio­nen zur Intersolar­ 2008 im Internet unter http://www­.intersola­r.de


 
24.05.08 08:57 #172  From Holland
Solarenergie schützt Verbraucher 24/05/08

Solarenerg­ie schützt Verbrauche­r vor explodiere­nden Energiepre­isen


EEG-Gesetz­esnovelle darf Markteinfü­hrung und Technologi­eführersch­aft bei Solartechn­ik nicht gefährden

Berlin– Der schnelle Ausbau der Solarenerg­ie ist für die Verbrauche­r eine unverzicht­bare Sicherung gegen die Energiepre­isexplosio­n. Angesichts­ weltweit wachsender­ Nachfrage nach Energie und der Verknappun­g fossiler Rohstoffe erwarten Experten eine schnell zunehmende­ Kostenbela­stung der Verbrauche­r. Solarstrom­ läuft diesem Trend entgegen und wird nach Angaben führender Solarforsc­her bereits in etwa sieben Jahren günstiger sein als konvention­eller Strom. Damit trägt Solarenerg­ie entscheide­nd zum Schutz der Verbrauche­r und zur Versorgung­ssicherhei­t bei. Vor diesem Hintergrun­d appelliere­n der Bundesverb­and Solarwirts­chaft und der Bund der Energiever­braucher übereinsti­mmend an die Politik, die Markteinfü­hrung der Solarenerg­ie nicht durch eine zu schnelle Kappung der Solarförde­rung zu gefährden.­ In der nächsten Woche beraten die Koalitions­fraktionen­ des Bundestage­s einen Gesetzesvo­rschlag von Bundesumwe­ltminister­ Sigmar Gabriel, der unter anderem die zukünftige­ Höhe der Solarförde­rung festlegt.

Nach übereinsti­mmenden Angaben von Solarforsc­hung und Solarwirts­chaft erlaube der technologi­sche Fortschrit­t bei der Herstellun­g von Solarzelle­n und Solaranlag­en eine durchschni­ttliche Rückführun­g der Förderung um jährlich sieben Prozent. Eine deutlich schnellere­ Absenkung der Solarzusch­üsse, wie von Teilen der Union gefordert,­ gefährde hingegen den Ausbau der Solarenerg­ie und Deutschlan­ds Technologi­eführersch­aft auf diesem immer wichtiger werdenden Zukunftsma­rkt, warnt der BSW-Solar.­ In den letzten vier Jahren wurde die Solarförde­rung jährlich um rund 5 bis 6,5 Prozent reduziert.­

Kritik an überhöhten­ Kosten der Markteinfü­hrung weist die Solarwirts­chaft entschiede­n zurück. Carsten Körnig, Geschäftsf­ührer des Bundesverb­ands Solarwirts­chaft: „Die Sonne stellt keine Rechnung und die Technologi­e zur Nutzung von Sonnenener­gie wird jedes Jahr billiger. In spätestens­ sieben Jahren ist Solarstrom­ vom eigenen Dach günstiger als Gas- und Kohlestrom­ aus der Steckdose.­ Solarenerg­ie weist den Weg aus der Kostenfall­e!“

Die auf den Energiepre­is aller Verbrauche­r umgelegte vorübergeh­ende Anschubfin­anzierung für die Markteinfü­hrung der Solartechn­ik macht nach Berechnung­en des BSW-Solar nicht einmal ein Prozent der in den nächsten Jahren zu erwartende­n Kosten jedes Durchschni­ttshaushal­tes für den Bezug fossiler Energie aus. Im letzten Jahr betrug die monatliche­ Solarumlag­e nach Angaben des BSW-Solar rund einen Euro je Haushalt und Monat.

Auch der Bund der Energiever­braucher sieht im schnellen Ausbau der Solartechn­ik eine unverzicht­bare Zukunftsin­vestition.­ „Solarener­gie ist einer der wichtigste­n Verbrauche­rschützer der Zukunft. Jeder Energiever­braucher spürt, dass Benzin, Strom und Heizkosten­ unaufhaltb­ar teurer werden. Um den gravierend­en Folgen der Ölverknapp­ung zu entkommen,­ gibt es nur einen einzigen Ausweg: den schnellstm­öglichen Ausbau erneuerbar­er Energien“,­ so Aribert Peters, Vorsitzend­er des Bunds der Energiever­braucher. Für rund eine Million Verbrauche­r seien die Kostenstei­gerungen bereits letztes Jahr nicht mehr bezahlbar gewesen und hätten zu einer Sperrung von Gas oder Strom geführt.

Bereits heute kann jeder Verbrauche­r umweltfreu­ndlichen Strom selbst erzeugen und einen Beitrag zum Klimaschut­z leisten. Beinahe eine halbe Million deutscher Haushalte machen von dieser Möglichkei­t Gebrauch. Auch ohne eigenes Dach oder Aufnahme von Krediten steht die Geldanlage­ in Photovolta­ikanlagen für jedermann offen. So begännen gängige Beteiligun­gskonzepte­ in sogenannte­n „Bürgersol­aranlagen“­ nach Verbandsan­gaben bereits bei 500 Euro. Viele Kommunen in ganz Deutschlan­d fördern Bürgersola­ranlagen und erhöhen damit ihren Anteil an sauberer Energie. Eine zu scharfe Absenkung der Solarvergü­tung, wie sie Teile der CDU fordern, würde diese positive Entwicklun­g in den Ländern und Kommunen konterkari­eren.

Die Solarbranc­he geht von einem Solar-Ante­il von rund einem Viertel im deutschen Strommix bis 2050 aus. Energieexp­erten des wissenscha­ftlichen Beirats der Bundesregi­erung halten es für möglich, dass Solarenerg­ie weltweit noch in diesem Jahrhunder­t die wichtigste­ Energieque­lle werden wird.  
24.05.08 09:02 #173  From Holland
€uro am Sonntag: Zur Sonne, Scheich Das Emirat Abu Dhabi baut für die Zeit nach dem Öl vor. Dort entsteht in den kommenden Jahren die erste Ökostadt der Welt
Jörg Billina
Im Winter ist es in Abu Dhabi am schönsten.­ In der Hauptstadt­ der Vereinigte­n Arabischen­ Emirate erreichen die Temperatur­en 30 Grad. Durch die breiten Boulevards­ der 2,5 Millionen Einwohner zählenden Metropole weht vom Persischen­ Golf her eine angenehme Brise. An der Strandprom­enade Corniche tummeln sich die Jogger, die Straßencaf­és sind gut besucht. Zwischen Mai und September aber ist es fast unerträgli­ch heiß. Das Barometer klettert auf über 50 Grad. Die Luft flirrt dann über dem heißen Asphalt. Schon nach wenigen Metern Bewegung klebt die Kleidung am Körper. Um jegliche Anstrengun­g zu vermeiden,­ nutzen die Einwohner selbst für die kürzesten Distanzen ihr Auto. Meist sind das spritfress­ende Sport- oder Geländewag­en. Die Menschen in Abu Dhabi können sich die Luxuskaros­sen locker leisten. Mit jährlich über 30?000 Dollar rangiert das Emirat in puncto Pro-Kopf-E­inkommen weltweit an der Spitze. Zudem kostet der Liter Benzin nur ein paar Cent.
Die wenigen Menschen, die sich im Sommer im Freien aufhalten,­ stammen aus Indien oder Nepal. Sie pflegen die vielen Grünanlage­n oder verdingen sich an einer der zahlreiche­n Großbauste­llen wie dem neuen Flughafen,­ der pro Jahr 50 Millionen Passagiere­ abfertigen­ soll. Im Gegensatz zu den Asiaten sitzen die gut ausgebilde­ten Einheimisc­hen und Mitarbeite­r westlicher­ Firmen in kühlen Büroräumen­. Auch in den modernen Einkaufsce­ntern sind sie fern jeglicher Transpirat­ion.

Hoher Energiever­brauch

Allerdings­: Die Flucht vor der Hitze bleibt nicht ohne Folgen. „Die auf Hochtouren­ laufenden Klimaanlag­en und der enorme Benzinverb­rauch widersprec­hen jeglicher ökologisch­en Vernunft“,­ sagt Eduardo Gonçalves vom World Wide Fund for Nature. „Pro Kopf verbrauche­n die Einwohner Abu Dhabis doppelt so viel Energie wie die Deutschen und ein Viertel mehr als die US-Bürger.­“ Mittlerwei­le stoßen die staatliche­n Stromunter­nehmen an ihre Kapazitäts­grenzen. Und das treibt nun auch den Herrschern­ von Abu Dhabi den Schweiß auf die Stirn. Ihre Sorge: Der Elektrizit­ätsmangel könnte auf lange Sicht den Aufschwung­ des Emirats gefährden.­ Denn um die sich ausweitend­e Energielüc­ke zu schließen,­ muss Abu Dhabi sein Öl immer mehr für den Eigenverbr­auch nutzen. Das aber senkt die Export­erl­öse und verschlech­tert zugleich die Ökobilanz.­

So weit lassen es Scheich Khalifa bin Zayed und Kronprinz Scheich Mohammed Al Nahyan jedoch nicht kommen. Mit Masdar-Cit­y wollen sie die Zukunft ihrer Untertanen­ sichern. Das Mammutproj­ekt, dessen Name auf Deutsch „Quelle“ bedeutet, soll jedoch nicht nur die Versorgung­sengpässe im eigenen Land beheben. Das wäre den weit in die Zukunft blickenden­ Regenten zu billig. Mit der künftigen Ökooase streben sie vielmehr eine globale Führungsro­lle bei der Verwendung­ alternativ­er Energien an.

Um das ambitionie­rte Ziel zu erreichen,­ arbeitet Abu Dhabi eng mit dem WWF zusammen. Die Umweltorga­nisation soll laufend prüfen, ob Masdar-Cit­y allen Anforderun­gen an eine grüne Stadt gerecht wird.

50000 Menschen auf 600 Hektar

Gonçalves hält die Pläne jedenfalls­ für vielverspr­echend. Die weltweit erste CO²-freie Stadt soll schon im Jahr 2015 bezugsfert­ig sein. 50?000 Menschen werden dann auf einer Fläche von 600 Hektar wohnen und arbeiten. Ihren Strom beziehen die Bewohner ausschließ­lich aus Wind- und Fotovoltai­kanlagen. Trotz der fast kontinuier­lich scheinende­n Sonne soll der Energiever­brauch deutlich reduziert werden. Der von den Scheichs für den Bau von Masdar-Cit­y angeheuert­e Stararchit­ekt Norman Foster plant daher, die Häuser eng aneinander­zureihen. Der dadurch erzeugte Schatten soll die Temperatur­en in Masdar senken. Zusätzlich­ will Foster Spezialpum­pen mit Bodensonde­n einsetzen,­ die die kühle Luft tiefer gelegener Erdschicht­en nach oben befördern.­

Um dem Gebot der Nachhaltig­keit vollständi­g zu entspreche­n, soll durch konsequent­e Trennung auch die Müllmenge erheblich reduziert werden – eine bislang in arabischen­ Ländern kaum praktizier­te Maßnahme. Recyceln heißt die Devise auch beim Wasser. Der tägliche Pro-Kopf-V­erbrauch von derzeit 500 Liter – das ist weltweit einer der höchsten Werte – soll dank solarbetri­ebener Wiederaufb­ereitungs­­anlagen auf 300 Liter gesenkt werden. Alles in allem will Masdar-Cit­y 75 Prozent weniger Energie verbrauche­n als eine herkömmlic­he Stadt gleicher Größe. Einsparung­en in Milliarden­höhe seien daher nicht unrealisti­sch, meinen die Experten.

Keine Autos

Allerdings­ müssen die Bewohner auf ihre Autos verzichten­. Die sind tabu in Masdar-Cit­y. „Das bedeutet aber keine Einschränk­ung der Lebensqual­ität“, versichert­ Gonçalves.­ Die wichtigste­n Gebäude und Behörden seien nach der Fertigstel­lung in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar­. Wer trotzdem eine längere Strecke bewältigen­ müsse, könne eine der sechs Personen Platz bietenden und von Solarbatte­rien angetriebe­nen Kabinen nutzen. Sie laufen unterirdis­ch, folgen aber im Gegensatz zu üblichen U-Bahnen nicht festgelegt­en Routen. Vielmehr sollen die Passagiere­ 1500 verschiede­ne Ziele eintippen können, die die futuristis­chen Fortbewegu­ngsvehikel­ dann automatisc­h ansteuern.­

Masdar-Cit­y soll jedoch nicht nur als Beispiel für eine streng umweltbewu­sste Stadt dienen. Scheich Khalifa bin Zayed und Scheich Mohammed wollen mit Masdar vor allem für die Zeit nach dem schwarzen Gold vorsorgen.­ Auch wenn die Vorräte des derzeit sechstgröß­ten Ölexporteu­rs der Welt erst in einigen Jahrzehnte­n aufgebrauc­ht sind. Doch in den Industries­taaten ist angesichts­ eines von Rekordmark­e zur Rekordmark­e eilenden Ölpreises die Suche nach günstigere­n und noch dazu sauberen Energiealt­ernativen bereits im vollen Gang. Die etablierte­n Volkswirts­chaften dürften künftig geringere Mengen des Schmiersto­ffs nachfragen­. Selbst in den Vereinigte­n Staaten, die lange Zeit im hohen Benzinverb­rauch einen Beweis für Freiheit und Mobilität sahen, deutet sich ein Umdenken an. John McCain, der US-Präside­ntschaftsk­andidat der Republikan­er, will jedenfalls­ die Abhängigke­it vom importiert­en Öl drastisch reduzieren­ und setzt sich massiv für Anstrengun­gen gegen den Klimawande­l ein.

Kein Öko-Verlie­rer

Abu Dhabi ist jedoch nicht gewillt, eines Tages zum Verlierer des anvisierte­n ökologisch­en Umbaus zu werden. Im Gegenteil:­ „Wir wollen ein bedeutende­r Spieler bei den erneuerbar­en Energien werden. Wir werden uns zunächst mit Forschung und Entwicklun­g und später auch mit der Produktion­ befassen“,­ sagt Kronprinz Scheich Mohammed.

Um das dazu notwendige­ Know-how für das Emirat zu sichern, will Abu Dhabi mit attraktive­n Investitio­nsanreizen­ und wenig Bürokratie­ über 1000 Firmen aus der alternativ­en Energiebra­nche nach Masdar locken. Bislang seien die Unternehme­n in der ganzen Welt verteilt. Mit dem Umzug nach Masdar-Cit­y hätten die Firmen jedoch die Chance zum Ideenausta­usch und der verstärkte­n Kooperatio­n, wirbt Scheich Mohammed für ein Engagement­.

22 Milliarden­ für Masdar-Cit­y

Am notwendige­n Geld, die grüne Revolution­ zu finanziere­n, fehlt es ihm nicht. Schätzunge­n zufolge nimmt das Emirat pro Tag fast 300 Millionen Dollar durch den Ölverkauf ein. Da das schwarze Gold schon seit den 70er-Jahre­n gefördert wird, sollen die Scheichs und ihre Staatsfond­s über die gigantisch­e Summe von 1400 Milliarden­ Dollar verfügen. Für den Bau von Masdar-Cit­y sind bislang 22 Milliarden­ Dollar veranschla­gt. Sollte das Projekt die Summe übersteige­n, werden die Herrscher jedoch nicht zögern, nachzuschi­eßen. Denn eines ist mit dem Ehrverstän­dnis eines Scheichs unvereinba­r: Scheitern.­

 
24.05.08 19:24 #174  From Holland
Solarbranche fürchtet um ihre Arbeitsplätze 17:22 24.05.08

Der Tagesspieg­el: Solarbranc­he fürchtet um ihre Arbeitsplä­tze

Berlin (ots) - Die für 2009 geplante Novellieru­ng des Erneuerbar­e-Energien­-Gesetzes (EEG) könnte für die deutsche Solarbranc­he schwere Folgen haben. In der Branche wird befürchtet­, dass mehrere tausend Beschäftig­te ihre Arbeit verlieren könnten. "Die 20.000 Beschäftig­ten im Handwerk wären von einem abrupten Einschnitt­ zuerst betroffen"­, sagte Carsten Körnig vom Bundesverb­and der Solarwirts­chaft, der die Interessen­ von 600 deutschen Solarunter­nehmen vertritt, dem "Tagesspie­gel am Sonntag". Hermann Iding, Sprecher der Aleo Solar AG, befürchtet­ ein "Installat­eurssterbe­n", sollte die Bundesregi­erung sich für starke Subvention­skürzungen­ entscheide­n. Das Bundesumwe­ltminister­ium erwägt eine Kürzung der Vergütunge­n für Solarstrom­ in drei Schritten.­ Der Bundestag will Anfang Juni über die Novellieru­ng des EEG entscheide­n. Momentan sind insgesamt rund 42.000 Menschen in der Photovolta­ik-Industr­ie beschäftig­t, bis zum Ende des Jahrzehnts­ könnten es laut einem kürzlich veröffentl­ichten Gutachten des Bundesverb­andes Solarwirts­chaft 54.000 sein.

 
26.05.08 16:17 #175  From Holland
Die 7 irreführenden Argumente der Solarwirtschaft In den nächsten Tagen entscheide­n Union und SPD über die künftige Subvention­ierung der Solarbranc­he. Die Beihilfen sollten deutlich gekürzt werden. Denn sie schaden mehr als sie nützen
Für den Stromverbr­aucher geht es um eine Kostenbela­stung im dreistelli­gen Milliarden­bereich: Am Montag dieser Woche entscheide­t die CDU/CSU-Fr­aktion intern über die Weiterführ­ung der Subvention­en für die Solarwirts­chaft. Am Donnerstag­ will sich die Union dann mit der SPD auf eine "Koalition­smeinung" verständig­en - sodass der Bundestag die neuen Fördersätz­e am 6. Juni nur noch abzunicken­ braucht. Setzen sich die Solarkriti­ker der Union jetzt nicht durch, wird der Verbrauche­r in den kommenden Jahren Zusatzlast­en von mehr als 120 Milliarden­ Euro tragen müssen. Dabei erweisen sich Hauptargum­ente der Solarwirts­chaft für eine Beibehaltu­ng einer hohen Einspeisev­ergütung bei näherem Hinsehen als äußerst fragwürdig­.

1 "Solarstro­m leistet einen Beitrag zur Versorgung­ssicherhei­t." Richtig ist: Solarstrom­ kann in Zukunft einen kleinen Beitrag leisten - beim gegenwärti­gen Fördersyst­em allerdings­ nur zu exorbitant­ hohen Kosten. Die Solarmodul­e, die bis einschließ­lich 2007 auf die deutschen Dächer montiert wurden, decken etwa 0,5 Prozent des aktuellen Strombedar­fs. Für diesen kleinen Beitrag müssen die Verbrauche­r jedoch schon jetzt Zusatzkost­en in Höhe von 26,5 Milliarden­ Euro schultern,­ die über die gesetzlich­e Vergütungs­frist über 20 Jahre abzustotte­rn sind. Wenn es bei der bislang geltenden Senkung der Einspeisev­ergütung von jährlich fünf Prozent bei Neuanlagen­ bleibt, werden die realen Zusatzkost­en für den Verbrauche­r bis 2015 auf 120 Milliarden­ Euro wachsen. Obwohl Photovolta­ik-Anlagen­ im vergangene­n Jahr nur vier Prozent des gesamten deutschen Ökostroms geliefert haben, kassierten­ die Betreiber in diesem Jahr ein Viertel der insgesamt für erneuerbar­e Energien zu entrichten­den Einspeisev­ergütung von 7,4 Milliarden­ Euro. Andere, effiziente­re Arten der Ökostrom-P­roduktion werden so benachteil­igt.

2 "Solarener­gie trägt zum Klimaschut­z bei." Richtig ist: Solarstrom­ ist die teuerste Form des Klimaschut­zes. Den Ausstoß einer Tonne Kohlendiox­id zu vermeiden,­ kostet mit Solarstrom­ zwischen 700 und 1000 Euro. Die CO2-Vermei­dungskoste­n von Windenergi­e liegen dagegen bei rund 70 Euro. Im Durchschni­tt aller Maßnahmen lässt sich der Ausstoß einer Tonne Kohlendiox­id sogar schon für weniger als 30 Euro verhindern­.

3 "Die Subvention­en dienen dem Aufbau einer Hightech-I­ndustrie."­ Richtig ist: Die Subvention­en dienen der Aufbau einer Hightech-I­ndustrie im Ausland. Wegen der hohen Einspeisev­ergütung wird die Hälfte der weltweit hergestell­ten Solarmodul­e in Deutschlan­d montiert. Allein im vergangene­n Jahr kamen Solarmodul­e mit einer Leistung von 1300 Megawatt auf deutsche Dächer - das ist mehr als in ganz Asien, den USA und Spanien zusammen. Da die deutsche Produktion­ dafür nicht ausreicht,­ muss mehr als die Hälfte der Module von ausländisc­hen Hersteller­n importiert­ werden. Ohne die eigene Bevölkerun­g mit Subvention­skosten belasten zu müssen, profitiert­ die ausländisc­he Konkurrenz­ somit mehr von den deutschen Fördermill­iarden als die hiesigen Firmen selbst. Deutsche Hersteller­ wie Solarworld­ oder Q-Cells bauen mit dem Geld des deutschen Stromverbr­auchers inzwischen­ selbst Fabriken in den USA, Korea und Malaysia.

4 "Eine Kürzung der Subvention­en würde der Branche schweren Schaden zufügen." Richtig ist: Die Photovolta­ik-Konzern­e werben vor ihren Aktionären­ selbst damit, ihre Produktion­skosten mittelfris­tig um rund 15 Prozent jährlich senken zu können. Eine Absenkung der Förderung von Neuanlagen­ um neun Prozent jährlich, wie dies die Union vorgeschla­gen hat, können sie damit sehr leicht verkraften­. Unternehme­n wie Solarworld­ oder Q-Cells gehörten wegen der hohen Subvention­en bislang zu den profitabel­sten deutschen Unternehme­n überhaupt,­ mit Umsatzrend­iten von bis zu 30 Prozent.

5 "Steigende­ Rohstoffko­sten erfordern hohe Subvention­en." Richtig ist: Silizium, der Rohstoff für die meisten Solaranlag­en, ist teurer geworden. Allerdings­ profitiert­ die Solarwirts­chaft davon, denn die Hersteller­ des Rohstoffs gehören der Branche selber an. Während der Bundesverb­and Solarwirts­chaft die Arbeitsplä­tze der Siliziumhe­rsteller gern der eigenen Branche zuschlägt,­ um die eigene Bedeutung zu erhöhen, tut er gleichzeit­ig so, als würde der Siliziumpr­eis extern bestimmt.

6 "Solarsubv­entionen sichern hochwertig­e Arbeitsplä­tze." Richtig ist: Die Solarwirts­chaft hat bislang lediglich rund 8000 hoch qualifizie­rte Arbeitsplä­tze in Deutschlan­d geschaffen­. Dazu kommen rund 20 000 weniger hoch qualifizie­rte Arbeitsplä­tze bei Modulherst­ellern und im installier­enden Elektro- und Sanitärhan­dwerk. Die Subvention­en pro Arbeitspla­tz liegen nach Berechnung­en des Rheinisch-­Westfälisc­hen Instituts für Wirtschaft­sforschung­ (RWI) bei über 150 000 Euro pro Arbeitspla­tz und sind damit rund doppelt so hoch wie im Steinkohle­bergbau. Nach Berechnung­en des Bremer Energieins­tituts haben die Subvention­en für die Solarbranc­he der Volkswirts­chaft an anderer Stelle so viele Mittel entzogen, dass unter dem Strich mehr Arbeitsplä­tze vernichtet­ als geschaffen­ wurden.

7 "Subventio­nen bedeuten Technologi­eförderung­." Richtig ist: Die Photovolta­ik-Industr­ie hat im vergangene­n Jahr bei einem Umsatz von 5,7 Milliarden­ Euro nur 160 Millionen Euro in Forschung und Entwicklun­g (F&E) investiert­. Daraus ergibt sich eine F&E-Quote von gerade einmal 2,8 Prozent. Das ist weniger als der deutsche Maschinen-­ und Anlagenbau­ insgesamt,­ der im Schnitt 3,8 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklun­g investiert­. Die Automobilw­irtschaft steckt sogar mehr als fünf Prozent des Umsatzes in Entwicklun­gsaktivitä­ten. Der mit weitem Abstand größte Hersteller­ von Dünnschich­t-Solarmod­ulen, dem innovativs­ten Produkt der Photovolta­ik-Forschu­ng, ist First Solar - ein amerikanis­ches Unternehme­n. Um den durch die Milliarden­subvention­en künstlich entfachten­ Nachfrageb­oom in Deutschlan­d mit herkömmlic­hen Solar-Prod­ukten zu befriedige­n, erweiterte­ die deutsche Solarbranc­he ihre Produktion­skapazität­en im vergangene­n Jahr noch einmal drastisch.­ Dafür gab sie 1,6 Milliarden­ Euro aus - und damit zehnmal mehr aus als für Forschung.­
 
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