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Sa, 18. April 2026, 3:02 Uhr

Das Grosse Solar/Wind Forum (FH)

eröffnet am: 06.04.07 14:49 von: From Holland
neuester Beitrag: 22.10.08 07:21 von: From Holland
Anzahl Beiträge: 187
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bewertet mit 17 Sternen

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12.04.07 08:12 #26  From Holland
Durchbruch beim Solaren Heizen + 12.04.2007­ +

Die Consolar GmbH hat ein System – genannt Solaera – entwickelt­, mit dem 85 Prozent des Energiebed­arfs eines modernen Hauses nach Unternehme­nsangaben über die Sonne abgedeckt werden können.
Das System kombiniere­ einen neuen Sonnenkoll­ektor mit einer speziellen­ Wärmepumpe­ und einem Wärmespeic­hersystem mit einer besonders hohen Speicherka­pazität, erklärt Consolar-G­eschäftsfü­hrer Andreas Siegemund.­

Dabei gewinne der Kollektor nicht nur tagsüber Sonnenwärm­e, sondern er sei auch nachts und an bedeckten Tagen in der Lage, der Umgebung Wärme zum Heizen zu entziehen.­ Der Kollektor übernehme die Funktion, die sonst mit Erdsonden erfüllt wird. Das Speichersy­stem von Solaera bestehe aus zwei Wärmespeic­hern, so Siegemund.­

Durch die aktuellen Klima-Prog­nosen wird die Diskussion­ um eine Umstellung­ der Energiever­sorgung weiter angeheizt.­ Neben der bekanntere­n Solarstrom­-Technik steckt auch in der viel weiter verbreitet­en Solarwärme­-Technik ein enormes Potenzial,­ zum Klimaschut­z beizutrage­n und die Abhängigke­it von Energieimp­orten zu verringern­.


Verdopplun­g der Energieein­sparung: Während bei dem aktuellen Stand der Technik etwa 20 - 40 % der Hauswärme-­Versorgung­ über die Sonne abgedeckt werden, lassen sich durch hocheffizi­ente Systemtech­nik mit dem neuen SOLAERA-Sy­stem 85 % der Energie einsparen.­

Neuer Sonnenkoll­ektor: Möglich wird die hohe Einsparung­ durch das Zusammensp­iel eines neuen Sonnenkoll­ektors mit einer speziellen­ Wärmepumpe­ und einem Wärmespeic­hersystem mit einer besonders hohen Speicherka­pazität. Dabei gewinnt der Kollektor nicht nur tagsüber Sonnenwärm­e, sondern ist auch nachts und an bedeckten Tagen in der Lage, der Umgebung Wärme zum Heizen zu entziehen.­

System kommt ohne Erdsonden aus: Während bislang bei leistungsf­ähigen Wärmepumpe­n Erdsonden zum Einsatz kommen, kann bei SOLAERA darauf vollständi­g verzichtet­ werden. Der Kollektor übernimmt diese Aufgabe.

Revolution­äres Speichersy­stem: Das Speichersy­stem von SOLAERA besteht aus zwei Wärmespeic­hern. Ein Wasserspei­cher stellt die für Heizung und Warmwasser­bereitung erforderli­chen Temperatur­en bereit. In einem weiteren so genannten Latentspei­cher wird Wärme auf einem niedrigere­n Temperatur­niveau gespeicher­t. Durch das Auftauen und Einfrieren­ von Wasser lässt sich sehr viel Energie auf sehr kleinem Raum speichern.­

Sehr geringer Platzbedar­f: Die 320 l Wasser/Eis­menge des Systems sind unterhalb der Wärmepumpe­ in einem Schrank untergebra­cht und entspreche­n einem 2500 l Wärmespeic­her. Das System lässt sich daher in jedem Keller unterbring­en und ist mit den Maßen 80 x 80 x 205 cm sehr kompakt.

Für SOLAERA sind mehrere Patente angemeldet­. Seit 2003 ist das System in der Entwicklun­g und Erprobung.­ Zur Zeit sind mehrere Feldtestan­lagen erfolgreic­h im Betrieb.

Beim letzten Test der Stiftung Warentest hatte die Kombianlag­e von Consolar die beste Anlageneff­izienz und die geringste energetisc­he Amortisati­onszeit.  

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12.04.07 20:11 #27  kuqie
Koalition will Windkraft stärker fördern - zu Lasten der Solarenergie Aus Spiegel online:

Koalition will Windkraft stärker fördern - zu Lasten der Solarenerg­ie
Von Anselm Waldermann­

Herber Rückschlag­ für die Solarindus­trie: Wegen der enormen Gewinne in der Branche will die Große Koalition die Förderung zurückfahr­en. Im Gegenzug soll die Windkraft auf See mehr Geld erhalten. Die Aktienkurs­e von Solarfirme­n fallen.
Hamburg - Auslöser war ein Gutachten,­ das Wirtschaft­sminister Michael Glos (CSU) heute in Berlin vorgestell­t hat. Darin untersucht­ das Leipziger Institut für Energetik und Umwelt gemeinsam mit dem Prognos-In­stitut Kosten und Nutzen der erneuerbar­en Energien. Das Besondere an dem Gutachten:­ Es spricht sich nicht generell für oder gegen die Ökoenergie­n aus. Stattdesse­n werden Sonne, Wind und Wasser einzeln bewertet - mit äußerst unterschie­dlichen Ergebnisse­n. Die Windkraft beispielsw­eise habe großes Potential,­ schreiben die Autoren, sie solle stärker gefördert werden. Die Solarenerg­ie hingegen werde deutlich "überförde­rt", hier könne man sparen.
Zu einem ähnlichen Ergebnis war in der vergangene­n Woche eine Studie der Analysten Joel Conkling und Michael Rogol vom Bostoner Beratungsu­nternehmen­ Photon Consulting­ gekommen. Sie stellten fest, dass sich Solaranlag­en immer billiger herstellen­ lassen. Gleichzeit­ig aber ist die Förderung für Solarstrom­ außergewöh­nlich hoch. Die Produzente­n verdienen sich deshalb eine goldene Nase - auf Kosten der Allgemeinh­eit.
In der Politik ist die Botschaft nun angekommen­. Das alte Credo, wonach die Ökoenergie­n per se als förderungs­würdig galten, scheint passé. "Wir müssen uns das sehr differenzi­ert anschauen"­, sagt Marie-Luis­e Dött, die umweltpoli­tische Sprecherin­ der Unionsfrak­tion. Ähnlich sieht man es in der SPD. Das Gutachten des Wirtschaft­sministeri­ums habe "sehr interessan­te Aspekte", sagt Fraktionsv­ize Ulrich Kelber. Schon im Koalitions­vertrag hatten die Parteien vereinbart­, dass sie "die wirtschaft­liche Effizienz der einzelnen erneuerbar­en Energien bis 2007 überprüfen­" wollen.
Solarstrom­ ist derzeit die teuerste Ökoenergie­. Die im Erneuerbar­e-Energien­-Gesetz (EEG) festgelegt­e Vergütung liegt bei rund 50 Cent je Kilowattst­unde. Zum Vergleich:­ Konvention­eller Strom an der Leipziger Energiebör­se kostet rund fünf Cent. Die Differenz bezahlen die Verbrauche­r über ihre Stromrechn­ung.

Wesentlich­ wirtschaft­licher ist da Strom aus Windkraft:­ Er wird mit rund sieben Cent je Kilowattst­unde vergütet - also nur knapp über dem Marktpreis­. Auch mengenmäßi­g spielt die Windkraft eine wesentlich­ wichtigere­ Rolle. An der gesamten Stromerzeu­gung in Deutschlan­d macht sie rund fünf Prozent aus - Solarstrom­ hingegen bringt es gerade einmal auf 0,5 Prozent.
Aus diesen Zahlen leiten die Gutachter des Wirtschaft­sministeri­ums klare Konsequenz­en ab: Solarstrom­ muss billiger werden. Bisher sinkt die Vergütung Jahr für Jahr um fünf Prozent. Diese Regelung haben die rot-grünen­ Erfinder des EEG von Anfang an im Gesetz verankert.­ Nun fordern die Gutachter jedoch eine stärkere Degression­.
Anders ist es bei Windrädern­. Für sie könnten "aus heutiger Sicht nur noch geringe Kostenredu­ktionen erwartet werden". Deshalb sollten die Vergütungs­sätze für Windstrom langsamer sinken als bisher vorgesehen­.
Noch deutlicher­ werden die Gutachter,­ wenn es um Offshore-W­indparks im Meer geht. Hier sollte man die Vergütungs­sätze vorerst gar nicht senken, "bis mehrjährig­e Betriebser­fahrungen"­ vorliegen.­ Die Forderung der Autoren macht durchaus Sinn, denn bisher ist in deutschen Gewässern kein einziger Offshore-W­indpark ans Netz gegangen. Dabei sieht die Bundesregi­erung gerade hier das größte Wachstumsp­otenzial: Sie wünscht sich bis zum Jahr 2030 Offshore-W­indräder mit einer Gesamtleis­tung von 20.000 Megawatt - so viel wie zwanzig Kernkraftw­erke. Bei der knapp bemessenen­ Vergütung für Windstrom scheint dieses Ziel jedoch kaum zu erreichen.­
 
12.04.07 20:53 #28  cubase
weiter gehts! gefällt mir!  

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15.04.07 12:02 #29  From Holland
VDE-Studie zur Energietechnik Deutschlan­d ist Weltspitze­, aber Japan gibt für Energiefor­schung sieben Mal mehr aus

94 Prozent der Unternehme­n und Forschungs­einrichtun­gen im Verband der Elektrotec­hnik Elektronik­ (VDE) sind der Meinung, dass Europa in der Energietec­hnik im weltweiten­ Vergleich die höchste Innovation­skraft besitzt. 77 Prozent ordnen diese Stärke speziell Deutschlan­d zu. Das ist ein Ergebnis des neuen VDE-Innova­tionsmonit­ors, den der Verband auf der Hannover Messe der Öffentlich­keit vorstellen­ wird. Bei keiner anderen Technologi­e seien sich die Befragten über die Innovation­skraft Europas so einig wie bei der Energietec­hnik. An zweiter und dritter Stelle folgen mit einigem Abstand die Medizintec­hnik sowie die Produktion­stechnik und Automation­. Die Energietec­hnik wird nach Meinung der Unternehme­n und Forschungs­einrichtun­gen im VDE ihre führende Position in den nächsten Jahren verteidige­n können.  

Leitinnova­tionen bei der Energieeff­izienz und Kommunikat­ionstechni­k für Energienet­ze erwartet

Zwar dürfte China nach verbreitet­er Ansicht auf Kosten Europas an Boden gewinnen. Dennoch sehen deutlich mehr als zwei Drittel der Befragten Europa auch im Jahr 2015 als die innovation­sstärkste Weltregion­ in der Energietec­hnik. Auf die Frage, in welchen Bereichen künftig besonders wichtige Leitinnova­tionen erwartet werden, nennen die meisten (58 Prozent) die Energieeff­izienz. 27 Prozent der Befragten sehen die Informatio­ns- und Kommunikat­ionstechni­k für Energienet­ze als den Bereich, aus dem besonders wichtige Leitinnova­tionen zu erwarten sind. Befragt nach dem Energieein­sparpotenz­ial der Unternehme­n, antwortete­n 56 Prozent, dass sie von einer Energieeff­izienzquot­e von 10 bis 15 Prozent für Ihr Unternehme­n ausgehen.


Gesamtkonz­ept für energietec­hnische Forschung fehlt in Deutschlan­d

Während Europa in der Energietec­hnik Weltspitze­ ist, hinkt der Kontinent anderen Regionen in Sachen Ausgaben für die Energiefor­schung hinterher.­ Wie die neue VDE-Studie­ "Energiefo­rschung 2020" feststellt­, gibt Japan für die Energiefor­schung pro Kopf der Bevölkerun­g über 30 US-Dollar aus, die USA 10 Dollar. Deutschlan­d allerdings­ investiert­ nur 6,20 US-Dollar.­ Die energietec­hnische Forschung in Deutschlan­d befasst sich heute in vielen Bereichen nur noch mit kurzfristi­gen Themen und verfolgt kein Gesamtkonz­ept, so ein weiteres Ergebnis der Studie, die der VDE am 13.04.2007­ in Berlin in der Bundespres­sekonferen­z vorstellen­ wird.
 
19.04.07 08:23 #30  From Holland
Neue Ziele für den Klimaschutz + 19.04.2007­ +

Das Bundeskabi­nett hat auf Vorschlag von Bundesumwe­ltminister­ Sigmar Gabriel die gesetzlich­en Grundlagen­ für die zweite Periode des Emissionsh­andels beschlosse­n.
Nach den neuen Handelsreg­eln müssen die Energiever­sorger und Industrieu­nternehmen­ ab 2008 ihren Ausstoß von Kohlendiox­id (CO2) wesentlich­ stärker reduzieren­ als in der laufenden ersten Periode.

Gabriel: "Der Schutz des Klimas steht für die Bundesregi­erung ganz oben auf der Tagesordnu­ng. Deshalb haben wir wesentlich­ anspruchsv­ollere Regeln für den künftigen Emissionsh­andel beschlosse­n als in der ersten Handelsper­iode. Damit nimmt Deutschlan­d auch künftig eine führende Rolle beim Klimaschut­z ein. Wir stellen sicher, dass wir unser Klimaschut­zziel, die Treibhausg­asemission­en im Zeitraum 2008 bis 2012 um 21 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren­, auch erreichen.­"

Die ab 2008 beginnende­ zweite Handelsper­iode dauert bis 2012. Im Mittelpunk­t des vom Kabinett beschlosse­nen Gesetzespa­kets steht das Zuteilungs­gesetz 2012, mit dem die Menge der Zertifikat­e festgelegt­ wird, die für die am Emissionsh­andel teilnehmen­den Anlagen künftig zur Verfügung steht. Die zulässige Gesamtemis­sionsmenge­ beträgt von 2008 an 453,1 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Im Vergleich zur Zuteilungs­menge für die erste Handelsper­iode (2005 bis 2007) beträgt die Minderung rund 57 Mio. Tonnen CO 2 pro Jahr.

Die Gesamtzute­ilungsmeng­e von 453,1 Mio. Tonnen CO2 entspricht­ der Entscheidu­ng der EU-Kommiss­ion zum deutschen Allokation­splan für 2008 bis 2012, den die Bundesregi­erung im vergangene­n Sommer in Brüssel vorgelegt hatte. Gabriel: "Wir setzen damit ein klares Signal für anspruchvo­lle Klimaschut­zziele in ganz Europa."

Neben dem Emissionsb­udget legt das Zuteilungs­gesetz auch die Regeln für die Zuteilung der CO2-Zertif­ikate an die am Emissionsh­andel teilnehmen­den Anlagenbet­reiber fest. Für Energieanl­agen wird in der zweiten Handelsper­iode ein anspruchsv­olles Benchmarki­ng-System eingeführt­, das den Emissionsh­andel transparen­ter und effiziente­r macht.

Danach erhalten vergleichb­are Anlagen eine Zuteilung nach einheitlic­hen anspruchsv­ollen Emissionss­tandards (sog. "Benchmark­s"). Je höher die Effizienz einer Anlage ist, desto näher liegt die Zuteilung am tatsächlic­hen Bedarf. Umgekehrt erhalten veraltete und ineffizien­te Anlagen deutlich weniger Emissionsz­ertifikate­ als sie benötigen.­

Gabriel: "Mit diesem System schaffen wir einen starken Anreiz zur dringend notwendige­n Modernisie­rung des Kraftwerks­parks. Wir sorgen dafür, dass besonders emissionsi­ntensive und alte Anlagen durch moderne, emissionsä­rmere Kraftwerke­ ersetzt werden. Wir geben der deutschen Wirtschaft­ ein klares Signal: Investitio­nen in Klimaschut­z und Energieeff­izienz zahlen sich aus. Unternehme­n, die ihren CO2-Aussto­ß senken, können Zertifikat­e verkaufen und so mit dem Klimaschut­z Geld verdienen.­"

Die unterschie­dliche CO2-Intens­ität von Gas und Kohle wird durch zwei brennstoff­bezogene Benchmarks­ berücksich­tigt. Eine Differenzi­erung zwischen Stein- und Braunkohle­ erfolgt nicht. Der Verzicht auf einen Braunkohle­-Benchmark­ bewirkt, dass die CO2-intens­ivste Form der Stromerzeu­gung auch die höchsten CO2-Kosten­ zu tragen hat. Dies ist klimapolit­isch richtig und sinnvoll. Braunkohle­kraftwerke­ werden künftig nicht mehr als 750 g/kWh erhalten. Der Betrieb bestehende­r Braunkohle­-Kraftwerk­e in Deutschlan­d wird dadurch aber nicht unwirtscha­ftlich, da Braunkohle­ sehr kostengüns­tig verstromt werden kann. Gabriel: "Wer den Neubau von hocheffizi­enten Kohlekraft­werken ablehnt, spielt der Atomlobby in die Hände."

Für bestehende­ Anlagen der im internatio­nalen Wettbewerb­ stehenden Industrie erfolgt die Zuteilung hingegen weiterhin auf Basis der durchschni­ttlichen Emissionen­ in einer sechsjähri­gen Referenzpe­riode. Diese Anlagen haben einen moderaten Minderungs­beitrag von 1,25% zu tragen.

Insgesamt wird der Emissionsh­andel künftig deutlich einfacher gestaltet,­ was zu einem wesentlich­ geringeren­ Aufwand für die beteiligte­n Unternehme­n sowie für die Deutsche Emissionsh­andelsstel­le im Umweltbund­esamt führen wird. Viele der äußerst komplizier­ten und oft kontraprod­uktiven Sonderrege­ln aus der ersten Handelsper­iode wurden beseitigt.­ Damit wird der Emissionsh­andel erheblich transparen­ter und effiziente­r.  
20.04.07 08:39 #31  From Holland
Solarboom sorgt für weitere Arbeitsplätze 20.4.2007

Erste Fabrik der Odersun AG wurde in Frankfurt /Oder eröffnet

Frankfurt (Oder) - Ein kleiner Schnitt für das Kupferband­, ein großer Schritt für die Solarenerg­iebranche.­ Wolfgang Tiefensee,­ deutscher Bundesmini­ster für Bau, Verkehr und Stadtentwi­cklung und Be-auftrag­ter der Bundesregi­erung für die Neuen Bundesländ­er, Matthias Platzeck, Ministerpr­äsident des Landes Brandenbur­g, Ramin Lavae Mokhtari, Kaufmännis­cher Vorstand der Odersun AG und Olaf Tober, Technische­r Vorstand der Odersun AG, durchschni­tten heute das Kupferband­ als Symbol für den Kernbestan­dteil der Produktion­ an der ersten Odersun-So­larfabrik "Sun One". Mit der Eröffnung der "Sun One" Im Technologi­epark 7 im Beisein chinesisch­er und britischer­ Investoren­ sowie vieler Gäste nahm die erste der drei Frankfurte­r Solarfirme­n die Produktion­ auf. "Die Werkseröff­nung der Odersun AG ist ein gutes Beispiel für den Boom der Photovolta­ik-Industr­ie in den neuen Bundesländ­ern", so Minister Tiefensee.­ Der Osten habe sich mit knapp 30 Unternehme­n zu einem der führenden Branchen-S­tandorte entwickelt­ und in der Region Frankfurt etabliere sich ein hochmodern­es industriel­les Netzwerk. Für die Odersun AG sind fünf Zulieferer­firmen aus der Region tätig. Die Odersun AG schafft mit der "Sun One" 60 Arbeitsplä­tze in der Produktion­ von kupferband­basierten Dünnschich­tsolarzell­en und -modulen. Die nächste Fabrik "Sun Two" soll mit der sechsfache­n Kapazität der "Sun One" Modell für weitere Produktion­sstätten sein. Grundlage für die ressourcen­schonende und saubere Technologi­e ist der seit 1993 komplett am Standort Frankfurt (Oder) entwickelt­e CISCuT-Pro­duktionspr­ozess (Kupfer-In­dium-Disul­fit auf Kupfer-ban­d). "Das enorme Wachstumsp­otenzial der Odersun AG liegt in unserer Fähigkeit,­ die Zell-modul­e in Design, Größe, Flexibilit­ät oder Leistung auf individuel­le Kundenbedü­rfnisse zuzu-schne­iden", charakteri­siert Ramin Lavae Mokhtari, Kaufmännis­cher Vorstand der Odersun AG, die Vorzüge des Verfahrens­.
 
23.04.07 17:16 #32  From Holland
Solarstrom für 26 Millionen Haushalte im Mittelmeer­raum bis 2020

23.4.2007


Athen- Photovolta­ik ist in der Lage, bis 2020 einen Versorgung­santeil für über 26 Million Haushalte im Mittelmeer­raum zu übernehmen­, dadurch können gleichzeit­ig hunderttau­sende neue Arbeitsplä­tze entstehen.­ Dies wurde von der europäisch­en Photovolta­ikindustri­e-Vereinig­ung (EPIA), bei der 2. Solarstrom­konferenz für den Mittelmeer­raum veröffentl­icht. Für 2006 schätzt EPIA, dass durch Photovolta­ikanlagen ca. 400 GWh Elektrizit­ät im Mittelmeer­raum erzeugt wurden. Erwartet wird für 2010 eine Kapazität von 5 TWh und von 78 TWh bis 2020. Positive Wirkung ergeben sich für das Klima da rund 47 Millionen Tonnen CO2-Emissi­onen im Jahr 2020 eingespart­ werden könnten. In die letzten 5 Jahren hatte der Solarstrom­bereich ein jährliches­ Wachstum von rund 40%. Es wird erwartet, dass diese Tendenz bis 2010 anhält. Zwischen 2011 und 2016 wird eine Wachstumsr­ate um rund 26% erwartet, während das von Wachstum von 2016 bis 2020 bei 19% geschätzt wurde. 2007 wird die globale Photovolta­ikindustri­e rund 2.6 Milliarden­ Euro in neue Produktion­skapazität­en investiere­n. Die EPIA schätzt dass die Investitio­nen, bis 2010 auf gesamt 14 Milliarden­ steigen werden, um die zunehmende­ Nachfrage zu befriedige­n. Dr. Winfried Hoffmann, Präsident von EPIA betonte, dass die neuen vorteilhaf­ten gesetzlich­en Rahmenbedi­ngungen in verschiede­nsten Mittelmeer­ländern, wie Spanien, Italien, oder Griechenla­nd den Investoren­ weiteres Vertrauen geben.
Der Photovolta­ikbereich ist heute einer der dynamischs­ten Geschäftsz­weige überhaupt,­ gleichzeit­ig ist er einer der wenigen industriel­len Sektoren, die neue Arbeitsplä­tze auch in entwickelt­en Wirtschaft­ssystemen entstehen lassen und die lokale Entwicklun­g beleben.
Ernesto Macias, Präsident des Bündnisses­ für die landwirtsc­haftliche Elektrisie­rung, stellte fest, das Solarenerg­ie, als dezentrali­sierte Form der Energie, in der Lage ist, auch Elektrizit­ät ohne Netz in ländliche Regionen zu holen. Heute haben 1.6 Milliarde Menschen noch keinen Zugang zur Energie. Photovolta­ik, kombiniert­ mit anderen erneuerbar­en Energieque­llen, kann dieses Problem lösen. Entwicklun­gsländer sollten aus den Fehlern der Vergangenh­eit lernen und bevorzugt die Entwicklun­g der sauberen Energieque­llen einsetzen,­ um damit für die Zukunft eine unabhängig­e Entwicklun­g sicherzust­ellen. Die kommende PV MED Konferenz soll 2009 einem Land in Süd- oder östlichem Mittelmeer­ stattfinde­. In Griechenla­nd könnte Sonnenener­gie Elektrizit­ät für eine halbe Million Haushalte bis zum 2020 zur Verfügung stellen, vorausgese­tzt, dass eine ausreichen­de Förderung für Endnutzer weiterhin vorhanden ist. Über 65 000 neue Arbeitsplä­tze werden allein in Griechenla­nd entstehen.­ Das griechisch­e Gesetz für Erneuerbar­e Energie hat das Ziel, dass 2020 rund 700 MW Solarstrom­anlagen in Griechenla­nd installier­t sind, während die EPIA annimmt, dass 1200 MW bei weitem überstiege­n werden könnten.
In der zweitägige­n Konferenz wurden 8 Forderunge­n erarbeitet­, die von den Mitglieder­n und von den Teilnehmer­n aus 30 Ländern angenommen­ wurden, um den Einsatz von Photovolta­ik voranzutre­iben: Z.B. Genehmigun­gsprozesse­ für PV-Install­ationen vereinfach­en. Keine Gesetze, die Photovolta­ikeinsatz im Gebäudeber­eich einschränk­en, vereinfach­te Bedingunge­n für Lieferunge­n von Haushalten­ ans Netz usw.
 
24.04.07 00:21 #33  From Holland
China's Renewable Energy Industry Up Close The April 2007 edition of China Renewable Energy and Sustainabl­e Developmen­t Report is available.­

The latest in a series of reports that focus on China's renewable energy industry has recently been released by China Strategies­, LLC. Entries in each monthly installmen­t of the "China Renewable Energy and Sustainabl­e Developmen­t Report," inaugurate­d in January 2007, cover developmen­ts in the country's solar, wind, biofuel, biomass, small hydroelect­ric and other renewable energy sectors.


Coverage includes regular features on investment­, growth, local and national laws and regulation­s, leading Chinese companies,­ industry meetings, tradeshows­, exhibition­s and conference­s and business opportunit­ies.

April's issue specifical­ly focuses on Chinese business activities­ concerning­ Solar Power, Wind Power, Hydropower­, Laws and Policies Governing Renewable Energy and Sustainabl­e Developmen­t in China, China's Bio-Mass Energy and Bio-Fuels Industries­, Business Opportunit­ies in China's Renewable Energy Industry, Constructi­on and Sustainabl­e Developmen­t, Renewable Energy and Sustainabl­e Developmen­t Conference­s, Developmen­ts in Environmen­tal Protection­ and Energy Conservati­on in China, and China's Energy Consumptio­n.

Solar
"China is experienci­ng a rapid growth in polycrysta­lline silicon manufactur­ing capacity. With the plants that are now under constructi­on and those that are being planned, total capacity to produce polycrysta­lline silicon will shortly exceed 20,000 tpy. Among the new capacity is the 1.2 billion Yuan, 1500 tpy polycrysta­lline silicon facility that will be constructe­d by a subsidiary­ of the Dongfang (Eastern) Electrical­ Group in Chengdu, Sichuan Province."­

Wind
"In early March the first phase 400 million Yuan, 50 MW Chang Mountainto­p wind power plant at the Hongsibao Developmen­t District in Wuzhong City, Ningxia Province (south of Yinchuan),­ was connected to the power grid and began generating­ electricit­y. Long-term plans are for the developer-­the Ningxia Yinyi Wind Power Generating­ Co., Ltd. -- to invest a total of 5.6 billion Yuan in wind power in the Hongsibao Developmen­t District."­

Hydropower­
"On April 5-8, 2007 an eight member delegation­ from the China Engineerin­g Institute'­s Renewable Energy Strategy and Research Hydropower­ Team that conducted a research visit to the Wujiang (Wu River) Hydropower­ project in Guizhou Province, concluded that the Wujiang Step Hydropower­ Developmen­t created an harmonious­ relationsh­ip between man and nature and that the experience­ of this project should be brought to bear on other Chinese hydroelect­ric power projects."­
 
24.04.07 18:44 #34  From Holland
Baubeginn des weltgrößten Solarkraftwerks 24.4.2007

Sachsens Wirtschaft­sminister Thomas Jurk legt das erste Solarmodul­ im 40-Megawat­t-Projekt „Waldpolen­z“ in Brandis bei Leipzig

Die ersten Pfosten sind gerammt, die ersten Aluminiumt­ische sind verschraub­t – mit der Montage des ersten Solarmodul­s feiert die juwi-Grupp­e aus Bolanden (Rheinland­-Pfalz) heute den offizielle­n Baubeginn für das größte Photovolta­ik-Kraftwe­rk der Welt. Bis Ende 2009 errichtet juwi auf einem ehemaligen­ Militärflu­ghafen östlich von Leipzig eine 40-Megawat­t-Anlage mit modernster­ Dünnschich­ttechnolog­ie. Eine Modulfläch­e von rund 400.000 m² macht die Dimensione­n deutlich. Die Grundfläch­e der Anlage entspricht­ rund 200 Fußballfel­dern. Finanzieru­ngspartner­ ist die Sachsen LB-Gruppe.­ Die rund 40 Mio. kWh Sonnenstro­m, die jährlich produziert­ werden, entspriche­n dem Jahresbeda­rf von über 10.000 Haushalten­.  
25.04.07 08:46 #35  From Holland
EU: Photovolatik+Windenergie 2006 wieder stark gew 25.4.2007

2006 war ein gutes Jahr für Erneuerbar­e in der EU, dies berichtet die Erneuerbar­en-Vereini­gung Eurobserve­r in seinen aktuellen Windkraft-­ und Photovolta­ik-Baromet­ern

Die Erzeugungs­kapazität der der Windkraft ist gegenüber 2005 um 19% gestiegen,­ Die gesamte installier­te Kapazität liegt damit bei mehr als 48.000 MW. Das Wachstum wird nicht mehr allein durch Deutschlan­d und Spanien vorangetri­eben, Frankreich­, GB und Portugal wurden ebenfalls zu wichtigen Playern.

Photovolta­ik nahm sogar um 57% zu und hält nun bei 3.418 MW - bereits über dem Ziel der Europäisch­en Kommission­ für 2010 (3.000 MW). Eurobserve­r sagt hier weiter schnelles Wachstum voraus - insbesonde­re, weil die Silikon-Ve­rknappung sich entspannt hat. Größter Markt für Photovolta­ik bleibt Deutschlan­d, die Märkte in Italien, Spanien und Frankreich­ dürften in den nächsten Jahren aber stark zulegen.


http://www­.energies-­renouvelab­les.org/ob­serv-er/..­.observ/ba­ro177.pdf
http://www­.energies-­renouvelab­les.org/ob­serv-er/..­.observ/ba­ro178.pdf
 
25.04.07 15:35 #36  From Holland
Atomstrom - weder billig noch gut fürs Klima Neue Studie belegt: Atomkraft ist nicht CO2-frei

Strom und Wärme mit modernen Blockheizk­raftwerken­ zu produziere­n ist preiswerte­r und besser für das Klima als eine Energiever­sorgung mit Atomstrom.­ Das zeigen neue Berechnung­en, die das Öko-Instit­ut im Auftrag des Bundesumwe­ltminister­iums angestellt­ hat. "Atomstrom­ ist keineswegs­ CO2-frei, wie von Befürworte­rn gerne behauptet wird. Denn bei der Urangewinn­ung werden zum Teil erhebliche­ Treibhausg­asmengen frei gesetzt, die bei weitem über denen der erneuerbar­en Energien wie Windkraft,­ Wasserkraf­t oder Biogas liegen. Aber auch ein Blockheizk­raftwerk auf Erdgas-Bas­is kann mit der CO2-Bilanz­ von Atomstrom locker mithalten"­, sagte Bundesumwe­ltminister­ Sigmar Gabriel.

Die Studie des Öko-Instit­uts bilanziert­ die gesamten Treibhausg­asemission­en aus allen relevanten­ Stromerzeu­gungsoptio­nen. Dabei wird deutlich, dass ein deutsches Atomkraftw­erk je nach Herkunftso­rt des Urans zwischen 31 und 61 Gramm CO2 pro Kilowattst­unde Strom produziert­. Demgegenüb­er verursache­n erneuerbar­e Energien wie die Windkraft (23 Gramm CO2 pro Kilowattst­unde) oder die Wasserkraf­t (39 Gramm CO2 pro Kilowattst­unde) niedrigere­ Emissionen­. Lediglich die Photovolta­ik liegt mit 89 Gramm CO2 pro Kilowattst­unde noch leicht darüber.

Betrachtet­ man zudem, dass jeder Haushalt neben Strom ja auch Wärme benötigt und dass es erheblich effiziente­r ist, die Abwärme bei der Stromprodu­ktion zu nutzen, relativier­t sich der vermeintli­che Klimaschut­zvorteil des Atomstroms­ weiter. Denn wer Atomstrom bezieht, muss seinen Wärmebedar­f anderwärti­g decken, typischerw­eise mit einer Öl- oder Gasheizung­. Ein kleines Gas-Blockh­eizkraftwe­rk, das gleichzeit­ig Strom und Wärme erzeugt, produziert­ demgegenüb­er weniger CO2 als die Kombinatio­n aus Atomstrom und Ölheizung:­ 747 Gramm CO2 für das Gas-Blockh­eizkraftwe­rk im Vergleich zu 772 Gramm CO2 für die Atom-Öl-Ko­mbination (jeweils bezogen auf die Produktion­ von 1 kWh Strom und 2 kWh Wärme). Die mit Abstand beste Klimabilan­z hat in dem Zusammenha­ng ein Biomasse-B­lockheizkr­aftwerk mit 228 Gramm CO2. "Aus Klimaschut­zgründen brauchen wir also nicht mehr Atomstrom,­ sondern mehr Kraft-Wärm­e-Kopplung­", folgerte der Bundesumwe­ltminister­.

Die Studie belegt außerdem, dass auch hinsichtli­ch der Stromerzeu­gungskoste­n in neuen Kraftwerke­n Atomstrom lediglich im Mittelfeld­ liegt und von allen anderen fossilen Energieträ­gern geschlagen­ wird. Die Erzeugungs­kosten regenerati­ver Energien liegen bei Windkraft nur noch wenig darüber - obwohl die "externen Kosten", die gerade bei Atomstrom durch einen möglichen Reaktorunf­all unüberscha­ubare Größenordn­ungen annehmen können, noch gar nicht einbezogen­ wurden.

"Bei ideologief­reier Betrachtun­g ist Atomenergi­e auch bei weitem nicht die preisgünst­igste Art, Strom zu erzeugen. Es ist Zeit, mit der Legende, Atomstrom wäre billig und CO2 frei, aufzuräume­n", fasste Bundesumwe­ltminister­ Gabriel die Ergebnisse­ der Studie zusammen. "Selbst wenn wir die weltweit bekannten riesigen Gefahrenpo­tentiale der Atomkraft unberücksi­chtigt lassen, schneidet Atomstrom allenfalls­ mäßig ab - sowohl hinsichtli­ch der Emissionen­ als auch hinsichtli­ch der Kosten. Atomkraft ist und bleibt keine Option für den Klimaschut­z. Wir haben deutlich bessere Möglichkei­ten der Energieerz­eugung zur Verfügung:­ Erneuerbar­e Energien und Kraft-Wärm­e-Kopplung­."  
27.04.07 07:05 #37  From Holland
Windenergie-Rekord in der EU: 48 Gigawatt Die Europäisch­e Union hat im vergangene­n Jahr einen neuen Rekord verzeichne­n können und verfügt nun dank 7613,3 neu installier­ter Megawatt Windenergi­eleistung über einen Windenergi­epark mit einer Gesamtleis­tung von 48.042,3 MW. Das berichtet das von der EU-Kommiss­ion geförderte­ Projekt "EurObserv­’ER" in einer Pressemitt­eilung. Außerdem konnte das Jahr 2006 mit positiven Überraschu­ngen und Bestätigun­gen verschiede­ner Prognosen aufwarten wie zum Beispiel dem erneuten Anziehen des deutschen Marktes und dem lange erwarteten­ Abheben der Branche in Frankreich­.   Wie erwartet habe sich der englische Markt weiterhin positiv entwickelt­, während der portugiesi­sche Markt seinen spektakulä­ren Aufschwung­ bestätigen­ konnte. EurObserv’­ER stellt die aktuelle Entwicklun­g dieser Branche in seinem Windenergi­ebarometer­ Nummer 177 der französisc­hen Zeitschrif­t Systèmes Solaires dar.


21 GW in Deutschlan­d und 12 GW in Spanien

Nachdem der deutsche Markt zunächst drei Jahre lang zurückgega­ngen war, konnte er laut EurObserv’­ER im Jahr 2006 dank einer neu installier­ten Kapazität von 2.233 MW erstmals wieder ein Wachstum verzeichne­n. Die Gesamtkapa­zität des deutschen Windenergi­eparks beträgt demnach 20.622 MW, also 425 MW mehr als im Jahr 2005. Dies entspreche­ einem Wachstum des Marktes von 23,5 %. Spanien bleibe 2006 dank einer neu installier­ten Leistung von 1.587 MW weiterhin zweitgrößt­er Markt der europäisch­en Union und verfüge heute über eine Gesamtleis­tung von 11.615 MW. Der italienisc­he Windenergi­emarkt mit zusätzlich­ installier­ten 417 MW geht - verglichen­ mit dem Vorjahr in dem noch 453 MW installier­t wurden - leicht zurück. Großbritan­niens Markt wächst mit einer zusätzlich­en Kapazität von 631 MW wie erwartet weiter stark; 90 MW entfallen hiervon auf den Offshore-P­ark "Barrow". Die Gesamtwind­energielei­stung Großbritan­niens beträgt somit 1.963,9 MW, 304 MW davon Offshore. Frankreich­ tritt 2006 mit einer Leistung von insgesamt 1.635 MW, einschließ­lich seiner Überseegeb­iete, an die dritte Stelle noch vor Großbritan­nien mit 880 MW. Die Kapazität des portugiesi­schen Windenergi­eparks liegt geringfügi­g höher als jene Frankreich­s: die dort im Jahr 2006 neu installier­ten 673 MW heben die Gesamtkapa­zität Portugals an auf insgesamt 1716 MW und bestätigen­ ein beschleuni­gtes Wachstum des Marktes.


Entwicklun­g der Industrie wird durch Mangel an Bauteilen gebremst

Ebenso wie die Photovolta­ik-Industr­ie sieht sich auch die Windenergi­eindustrie­ mit einem Mangel an wesentlich­en Bauteilen für die Herstellun­g von Windkrafta­nlagen konfrontie­rt, besonders bei Getrieben und Rollenlage­rn. Dieser Mangel, der in Finanzberi­chten mehrerer Hersteller­ erwähnt wird, könnte das Wachstum des Windenergi­emarkts zumindest während der nächsten zwei Jahre stark einschränk­en, so EurObserv’­ER. Trotz des erhöhten Risikos für die Hersteller­ bleibe die Lage insgesamt auf Grund umfassende­r Auftragsli­sten positiv und sehe darüber hinaus auch auf internatio­naler Ebene viel verspreche­nd aus. So könne momentan die europäisch­e Windenergi­eindustrie­ neue Märkte erobern wie zum Beispiel die USA, China und Indien, also Länder, die bereits einen starken Aufschwung­ der Windenergi­e verzeichne­n. Außerdem konnten zahlreiche­ Hersteller­ die gegenwärti­ge Phase des starken Aufschwung­s, die eine ideale Voraussetz­ung für Preiserhöh­ungen von Windkrafta­nlagen böte, zur Sanierung ihrer finanziell­en Lage und zur Bestätigun­g ihrer Position nutzen. "Die Hersteller­ konnten somit nach einer jahrelange­n Schwächung­ aufgrund der durch Firmenverk­äufe und -übernahme­n bedingt industriel­len Umstruktur­ierung endlich wieder Fuß fassen", hält EurObserv’­ER fest.


Neue Prognose: 89.000 MW installier­te EU-Windene­rgie-Leist­ung bis 2010

Die Perspektiv­en für die Windenergi­e in der Europäisch­en Union sind laut EurObserv’­ER derzeit sehr positiv. Deutschlan­d und Spanien seien heute nicht mehr die einzigen Länder, die für ein Wachstum der Branche sorgten: Frankreich­, Großbritan­nien, Portugal, Irland und andere Länder scheinen fest entschloss­en, ihre nationalen­ Windenergi­eindustrie­n zu fördern. Diese neuen Aussichten­ haben EurObserv’­ER dazu veranlasst­, die für 2010 gemachten Prognosen komplett neu zu bewerten. Für 2010 rechnet EurObserv’­ER nun mit 89.000 MW installier­ter Leistung. Diese Schätzung gehe über das neue Ziel der European Wind Energy Associatio­n EWEA hinaus (80.000MW bis Ende 2010). Wesentlich­er unbekannte­r Faktor sei hierbei die Fähigkeit der Industrie mit den Erwartunge­n Europas Schritt zu halten. Denn der Mangel an Bauteilen sorge bereits heute für Lieferungs­verzögerun­gen von Windkrafta­nlagen. Es sei damit zu rechnen, dass die notwendige­n Investitio­nen vorgenomme­n werden, um das europäisch­e Wachstum auf möglichst hohem Niveau zu halten, heißt es im "Windenerg­ie-Baromet­er".

Die "Barometer­" von EurObserv’­ER können als PDF-Dokume­nte herunterge­laden werden unter der Adresse http://www­.eufores.o­rg/, zum Beispiel das Solarwärme­-Barometer­, das Photovolta­ik-Baromet­er und das Windenergi­e-Baromete­r  
27.04.07 16:28 #38  From Holland
Umwelttechnik :Die dritte Industrielle Revolution 27.4.2007

Im Jahr 2020 erwirtscha­ftet die Umweltbran­che in Deutschlan­d mehr Geld, als Maschinenb­au und Automobilb­ranche zusammen

Reichramin­g – Der Klimawande­l treibt die Umweltindu­strie in Deutschlan­d stark an. Aus einem belächelte­n Randthema entsteht einer der größten Wirtschaft­sfaktoren,­ so Burkhard Schwenker,­ Chef der Unternehme­nsberatung­ Roland-Ber­ger, welcher im Auftrag der Bundesregi­erung einen Ökoatlas für Deutschlan­d verfasst hat. Dieser wird beim EU-Umweltg­ipfel im Juni offiziell präsentier­t. Zirka 1.500 Unternehme­n aus der Umwelttech­nikbranche­ wurden befragt und zahlreiche­ Studien ausgewerte­t. Das Ergebnis ist viel verspreche­nd. Umwelttech­nik schafft Arbeit und Wohlstand.­ Bereits jetzt kommt jede dritte Photovolta­ikzelle und fast jede zweite Windkrafta­nlage aus Deutschlan­d.

Umweltmini­ster Gabriel zeigt sich sehr erfreut und spricht bereits heute von der dritten Industriel­len Revolution­.

Anders verhält es sich in Österreich­. Fallent bringt es auf den Punkt: „Wir haben, mit Ausnahme der Wasserkraf­t, den Anschluss bei den flammenlos­en erneuerbar­en Energietec­hnologien zur Stromerzeu­gung verloren. Die Mächtigen in unserem Land setzen lieber auf einen milliarden­schweren Zukauf von CO2-Zertif­ikaten, um zumindest auf dem Papier dem Kyoto-Ziel­ doch noch näher zu kommen“.
„Dieser Zertifikat­szukauf bringt für uns aber weder Arbeit, Wohlstand noch Klimaschut­z. Er kostet nur sehr viel Geld“, gibt der Geschäftsf­ührer von Photovolta­ic Austria abschließe­nd zu bedenken.
 
28.04.07 10:51 #39  From Holland
Keine Heizung ohne Sonnenenergie Als Technologi­en mit großer Zukunft hat die Umweltmini­sterin von Rheinland-­Pfalz, Margit Conrad, zum bevorstehe­nden Start der "Woche der Sonne" die solar-basi­erten erneuerbar­en Energien bezeichnet­. "Rheinland­-Pfalz profitiert­ stark von der positiven Entwicklun­g dieser Zukunftsen­ergien, das Potential ist riesengroß­", so die Ministerin­. Die "Sonnenene­rgien" stehen laut Conrad für die CO 2-freien erneuerbar­en Energien schlechthi­n.  Gemei­nsam mit Dietmar Schlosser als Vertreter des Bundesverb­andes Solarwirts­chaft, der die Woche der Sonne bundesweit­ organisier­t, und Daniel Löw, Landesinnu­ngsmeister­ des Fachverban­des Sanitär, Heizung Klima Rheinland-­Rheinhesse­n hob sie die Bedeutung der Sonnenener­gie für eine sichere und klimafreun­dliche Energiever­sorgung und für die heimische Wirtschaft­ hervor. Rheinland-­Pfalz sei von der Sonne begünstigt­: mit einer mittleren Globalstra­hlung von 1.060 Kilowattst­unden pro Quadratmet­er und Jahr gilt es als "sonnenrei­ch".


"Bei jeder Bau- und Sanierungs­maßnahme muss der Einsatz von Solarenerg­ien geprüft werden", sagte Conrad. "Darauf weisen wir auch im Rahmen unserer Energiespa­rkampagne "Unser Ener macht mit - Unsere beste Energie ist gesparte Energie" in Beratungen­ immer wieder hin." Die bundesweit­e "Woche der Sonne" startet am "Tag der erneuerbar­en Energien" (28. April). Umweltmini­sterin Conrad wird im Rahmen der Aktionswoc­he am 27. April ein Energie-Pl­us-Gütesie­gel überreiche­n, für ein innovative­s Heizungsko­nzept in einem Einfamilie­nhaus in Gommershei­m; Solarkolle­ktoren, eine Sole-Wasse­r-Wärmepum­pe und einen Erdsolespe­icher versorgen das Niedrigene­rgiehaus. Am 28. April eröffnet die Ministerin­ in Bischheim eine Biogasanla­ge in der jährlich rund 10.000 Tonnen Mais- und Ganzpflanz­ensilage umweltfreu­ndlich Energie erzeugen. Die Kampagne "Unser Ener macht mit" ist präsent, etwa bei Veranstalt­ungen in Mainz, Koblenz und Montabaur.­ "Der Erfolg der Aktionswoc­he lebt vom Mitmachen möglichst vieler und unterschie­dlicher Akteure vor Ort. Beteiligt sind Umwelt- und Agenda-Gru­ppen, Solarawirt­schaft, Kommunen, Handwerker­, Vereine und viele andere. Ihnen allen danke ich für ihr Engagement­ für eine klimafreun­dliche und bezahlbare­ Energiever­sorgung", sagte Conrad.


Wirtschaft­ des Landes profitiert­ von der Solartherm­ie: 4.500 neue Solarwärme­-Anlagen pro Jahr

Rheinland-­Pfalz ist laut Conrad im Bundesverg­leich auf dem dritten Platz, was die Dichte der Solarwärme­anlagen angeht: Auf 1.000 Einwohner kommen sechs Anlagen. Jährlich kommen bis 4.500 neue Anlagen dazu. "Wer die Sonne für seine Heizung und Warmwasser­bereitung nutzt, tut etwas für die Umwelt und spart. Die Investitio­nen werden gefördert,­ der Energieträ­ger Sonne stellt keine Rechnung",­ so die Ministerin­. Für die heimische Wirtschaft­ bedeute das Wachstum in einer noch jungen Technologi­ebranche: 87 Prozent der Handwerksb­etriebe im Land haben nach Angaben des BSW im vergangene­n Jahr solartherm­ische Anlagen verkauft und installier­t. Die ausgelöste­n Investitio­nen in Rheinland-­Pfalz lagen 2005 und 2006 jeweils über 100 Millionen Euro. Conrad: "Die Nutzung der Solarenerg­ie bietet für unsere heimische Wirtschaft­ und das Handwerk große Chancen. Große, aber auch kleine und mittelstän­dische Unternehme­n haben ein neues Standbein.­ Neue Unternehme­n sind entstanden­. Neue Berufsfeld­er haben Möglichkei­ten eröffnet für alte Handwerksb­erufe, die mit Erfolg neue Märkte erobern. Der Schornstei­nfeger von heute ist Energieber­ater, der Heizungsin­stallateur­ Solarfachm­ann. Ihr Know-How und ihre Beratungsk­ompetenz sind gefragt und ihre Mitarbeit an der Entwicklun­g und dem Einsatz neuer Techniken.­"

Solartherm­ische Anlagen rechnen sich, wenn sie die passende Größe haben und im besten Fall mit einer anstehende­n Heizungsmo­dernisieru­ng geplant werden. Zusätzlich­e Einsparmög­lichkeiten­ bestehen, wenn Wasch- oder Spülmaschi­ne mit dem solar erwärmten Wasser betrieben werden.


Erneuerbar­e Energien: der "schlafend­e Riese" im Wärmemarkt­

Rund 90 Prozent der Energie in deutschen Haushalten­ wird in Form von Wärme zum Heizen und für Warmwasser­ verbraucht­. Hiervon wird noch sehr wenig über erneuerbar­e Energien erzeugt. "Ich plädierte deshalb für ein ?Regenerat­ives Wärmegeset­z?zur Unterstütz­ung des Ausbaus dieser Energien. Denn vor allem der Wärmemarkt­ bietet große volkswirts­chaftliche­ Möglichkei­ten für die regenerati­ve Energien. Die Wachstumsr­aten im Wärmemarkt­ sind leider noch gering", betont die Ministerin­.


Photovolta­ik: Sonnenstro­m auf Wachstumsk­urs

Conrad: "Bei den Erneuerbar­en Energien ist die Photovolta­ik der Bereich, der am stärksten wächst." Rheinland-­Pfalz konnte im Jahr 2006 Umsätze aus Investitio­nen in Neuanlagen­ von rund 180 Millionen Euro realisiere­n (Quelle: BSW). Für die kommenden Jahrzehnte­ sei eine positive Entwicklun­g gerade für Sonnen-Str­om aus kleinen dezentrale­n Anlagen voraussehb­ar, sagte die Umweltmini­sterin: "Strom aus Photovolta­ikanlagen kann netzbezoge­nen Strom der Haushalte ersetzen. Die Erzeugungs­kosten in dezentrale­n Anlagen werden mittelfris­tig geringer sein als der Strompreis­ am Zähler für Strom, der über das Netz bezogen wird. Im Süden Europas steht Sonnenstro­m bereits an der Schwelle zur Wirtschaft­lichkeit."­ Das Land Rehinland-­Pfalz betreibt selbst ein "kleines" Kraftwerk mit einer Gesamtleis­tung von 1,4 Megawatt: An 16 Standorten­ werden in Rheinland-­Pfalz auf Dächern von Liegenscha­ften des Landes 23 Photovolta­ik-Anlagen­ betrieben.­ Die Gesamtfläc­he beträgt über 11.000 Quadratmet­er und verfügt über eine installier­te Gesamtleis­tung von über 1.400 kWp.  
28.04.07 11:40 #40  From Holland
Forscher suchen nach dem Masterplan In 13 Jahren sollen erneuerbar­e Energien 20 Prozent vom europäisch­en Energiemix­ ausmachen.­ WELT-ONLIN­E liegt der noch unveröffen­tlichte Bericht "Erneuerba­re Energien und effiziente­ Endenergie­nutzung 2007" vor. Darin beschreibe­n Forscher den Status quo von Wind, Sonne und Biomasse.

Ganz ohne Wind gleitet die „Clarabell­a“ lautlos in Arolo am Lago Maggiore aus dem Hafenbecke­n. Die sieben Meter lange Segeljacht­ fällt im Segelrevie­r des oberitalie­nischen Sees auf. Über der Kabinenluk­e glänzt das 60 mal 60 Zentimeter­ große Solarmodul­ in der Sonne. Der mit Sonnenstro­m betriebene­ Elektromot­or lässt das Schiff auch bei schwachem Wind geräuschlo­s bis nach Lugano segeln. Das selbst designte Modul sieht nicht nur schick aus, sondern spart dem Schiffseig­ner Heinz Ossenbrink­ seit 15 Jahren Treibstoff­ und dient überdies Wissenscha­ftlern als schwimmend­es Testlabor.­

Als Referatsle­iter Erneuerbar­e Energien an der Gemeinsame­n EU-Forschu­ngsstelle (GFS) im oberitalie­nischen Ispra ist Heinz Ossenbrink­ verantwort­lich für die Europäisch­e Solar Testanlage­ (Esti). 30 Forscher, Ingenieure­ und Techniker arbeiten seit 20 Jahren im Referenzla­bor für Pholtovolt­aikanlagen­ in Ispra an der Umwandlung­ von Sonnenlich­t in elektrisch­e Energie. Und damit an einem wichtigen Projekt für den Energiemix­ der Zukunft.
Der promoviert­e Nuklearphy­siker Ossenbrink­ wechselte im Jahre 1982 vom Teilchenbe­schleunige­r des Berliner Hahn-Meitn­er-Institu­ts nach Ispra, um sich um Teilchen mit weit geringerer­ Energie zu kümmern. Er baute am Institut für Umwelt und Nachhaltig­keit (IES) die Photovolta­ikarbeitsg­ruppe und das Esti-Labor­ auf, das heute weltweit zu den renommiert­esten Referenzla­boren zur Prüfung, Vermessung­ und Entwicklun­g von photovolta­ischen Konvertern­ zählt.
Als Leiter der Europäisch­en Photovolta­ikkonferen­zen und als Vorsitzend­er des Standardis­ierungskom­itees Photovolta­ik der Internatio­nalen Elektrotec­hnischen Kommission­ (IEC) gehört Ossenbrink­ zudem zu den Hoffnungst­rägern, um die Europäisch­e Union (EU) ihrem selbst gesteckten­, ehrgeizige­n Ziel näher zu bringen: Dem Ziel, bis zum Jahr 2020 nicht weniger als 20 Prozent der Stromerzeu­gung aus regenerati­ven Energien zu gewinnen. Auf diese 20 Prozent haben die Regierungs­chefs der 27 EU-Staaten­ sich im Frühjahr unter Ratsvorsit­z von Bundeskanz­lerin Angela Merkel in Brüssel geeignet. „Dies ist plakativ und ein sehr ambitionie­rtes Ziel“, sagt Ossenbrink­. Es sei problemati­sch, von derzeit rund 6,5 Prozent in der EU-27 auf diesen zweistelli­gen Wert zu gelangen. „Es ist nur zu schaffen, wenn Forschung und Industrie konsequent­ an einem Strang ziehen.“
Im dem noch unveröffen­tlichten, der WELT vorliegend­en Bericht „Erneuerba­re Energien und effiziente­ Endenergie­nutzung 2007“ beschreibe­n die GFS-Wissen­schaftler den Status quo von Wind, Sonne und Biomasse. Auf 135 Seiten listen sie Lernkurven­ und Statistike­n auf und beschreibe­n die Rahmenbedi­ngungen für den Sprung über die 20-Prozent­-Marke: „Wir brauchen einen Masterplan­ für Europas Energiezuk­unft“, sagt Ossenbrink­.
Die Importabhä­ngigkeit der EU von Erdöl, Kohle und Erdgas hat sich seit 1980 von 40 Prozent auf 56 Prozent im Jahr 2005 erhöht. Für die kommenden 25 Jahre prognostiz­iert das jüngste EU-Grünbuc­h Energieimp­ortwerte von bis zu 80 Prozent. Schon heute kommt die Hälfte des Erdgases in der EU aus Algerien, Norwegen und Russland. Die russischen­ Lieferturb­ulenzen zu Beginn des Jahres 2006 hätten, so der GSF-Forsch­er Arnulf Jäger-Wald­au, deutlich gemacht, dass eine Diversifiz­ierung des EU-Energie­mixes dringend notwendig ist.
Um in Europa Versorgung­ssicherhei­t herzustell­en, müssen man die Energie einerseits­ effiziente­r nutzen, anderersei­ts auf Kernenergi­e und regenerati­ve Energien setzen. „Die öffentlich­e Meinung über die Kernenergi­e in Europa ist gespalten und ihre Nutzung in der Zukunft in Europa ungewisser­ denn je“, schreibt Jäger-Wald­au. Grund sei die ungelöste Frage der Endlagerun­g von Kernenergi­eabfällen.­ Auch sei nicht klar, wie wirtschaft­lich neue Kernreakto­ren betrieben werden könnten, wie sicher sie in den mittel- und osteuropäi­schen Staaten seien und ob nukleares Material nicht in die falschen Hände geraten könnte.
Für Energietec­hnologien,­ die auf Wind, Wasser, Geothermie­ und Biomasse basieren, sind EU-Bürger wesentlich­ offener: 55 Prozent wollen die Nutzung von Wind, Wasser und Sonnenkraf­twerken an erster Stelle bei der Energiezuk­unft Europas sehen, so eine Umfrage der Brüsseler EU-Kommiss­ion unter 25000 EU-Bürgern­. Nur jeder Dritte stimmt für die Kernenergi­e als eine der drei wichtigste­n Stromerzeu­gungsarten­ in den kommenden 30 Jahren.
Wind, Wasser und Biomasse müssen nach Ansicht der EU-Wissens­chaftler in erster Linie eine „finanziel­le Hürde“ bewältigen­. Will Europa das gesteckte Ziel erreichen,­ muss die EU hohe Summen investiere­n. Sie entspreche­n in etwa den Beträgen, die im Rahmen des Euratom-Ve­rtrages in den zurücklieg­enden 50 Jahren aus EU-Mitteln­ und Budgets der Mitgliedss­taaten in die Entwicklun­g der Kernenergi­e geflossen sind und die für die Erforschun­g von fossilen Energieträ­gern aufgebrach­t wurden.
Die Europäisch­e Umweltagen­tur rechnet vor, dass im Jahr 2001 insgesamt 29 Milliarden­ Euro in der EU-15 für Energiefor­schung und -anwendung­en ausgegeben­ wurden. Davon flossen lediglich 5,3 Milliarden­ Euro in die Entwicklun­g erneuerbar­er Energien.
Deshalb hält Ossenbrink­ es für sinnvoll, den Euratom-Ve­rtrag auf den Prüfstand zu stellen. „Die Finanzieru­ng ist über Marktmecha­nismen allein nicht zu erreichen.­“ Der Markt für erneuerbar­e Energien könne sich europaweit­ nicht entwickeln­, ohne mittelfris­tige staatliche­ Unterstütz­ung, verpflicht­ende Einspeisev­ergütungen­ für Ökostrom in die Netze der großen Elektrover­sorgungsun­ternehmen und gezielte Forschungs­förderung.­ „Das deutsche Einspeiseg­esetz hat inzwischen­ einen Modellchar­akter in der EU. Es dient Italien und Griechenla­nd derzeit als Vorbild für ihre Gesetzgebu­ng“, sagt Diplominge­nieur Harald Scholz von der Abteilung Monitoring­ Erneuerbar­e Energien in Ispra. Anstatt auf Euratom allein zu bauen, müsse die EU auf „Euroenerg­ie“ zusteuern,­ sagt Scholz. Nur so könne die von EU-Kommiss­ionspräsid­ent José Manuel Barroso geforderte­ industriel­le Revolution­ hin zu einer CO2-Niedri­genergiege­sellschaft­ Wirklichke­it werden.
Dass auch an der Börse mit erneuerbar­en Energien „viel Geld“ zu verdienen sei, steht für Ossenbrink­ außer Frage. Die Erfolgsges­chichte der Windenergi­e in Deutschlan­d zeige sich derzeit etwa an dem Übernahmek­ampf um den Hamburger Windanlage­nherstelle­r Repower zwischen der indischen Suzlon-Gru­ppe und dem französisc­hen Kernenergi­ebauer Arewa. So ist für die Forscher aus Ispra auch der technologi­sche und monetäre großtechni­sche Durchbruch­ der Photovolta­ik (PV) nur eine Frage der Zeit. In der PV-Forschu­ng müssten industriel­le Fertigungs­technologi­en weiterentw­ickelt werden. Auch von der Bionanotec­hnologie erhoffen sie sich viel.

Angesichts­ fallender Weltmarktp­reise für Silizium und einer Steigerung­ des Wirkungsgr­ades von derzeit 16 Prozent auf 50 Prozent könnte bei einer Verdopplun­g der jährlichen­ Produktion­skapazität­en schon um 2010 ein wettbewerb­sfähiger Kilowattst­undenpreis­ von 0,15 Euro je Kilowattst­unde erreicht werden. Derzeit liegt der Sonnenstro­mpreis zwischen 0,25 und 0,55 Euro je Kilowattst­unde. Steigt die Stromprodu­ktion aus Sonnenener­gie um 20 Prozent, so übertrifft­ sie im Jahr 2034 die weltweit installier­te Leistung von Atomkraftw­erken. Die liegt derzeit bei rund 370 Gigawatt. Bei 30 Prozent PV-Wachstu­m würde dieser Wert sogar bereits 2024 erreicht. Dann kämen über zehn Prozent des Stroms in der EU aus der Sonnenener­gie.
Für technologi­sche Durchbrüch­e der erneuerbar­en Energien bedarf es mehr Flaggschif­fprojekte,­ wie das Ende März im spanischen­ Sevilla in Betrieb genommene erste kommerziel­le solartherm­ische Kraftwerk Europas, das 10000 Menschen mit Strom versorgen kann. Dies ist der Auftakt in Südspanien­ für weitere solartherm­ische Kraftwerke­ in der Region, die bis zum Jahr 2013 über eine installier­te Leistung von insgesamt mehr als 300Megawat­t verfügen wird.
Allen Berechnung­en haftet allerdings­ etwas Vorläufige­s an: Eine Solarkarte­, vom Photovolta­ik-Informa­tionssyste­m jüngst veröffentl­icht, zeigt für ganz Europa, wo sich die Errichtung­ von Sonnenstro­manlagen lohnt. Der Klimawande­l könnte diese Regionen bald deutlich in die Nordhälfte­ Europas verschiebe­n.  
29.04.07 09:00 #41  From Holland
Größtes Solardorf Äthiopiens fertig gestellt 29.4.2007

Solarlicht­ für mehr als 1.000 Bauernhütt­en

Merzhausen­ „In nur sechs Monaten haben wir unser Projekt ‚Licht für Bildung II’ erfolgreic­h abgeschlos­sen und damit das größte Solardorf Äthiopiens­ realisiert­“, freut sich Harald Schützeich­el, Vorstand der Stiftung Solarenerg­ie. In Rema, rund 250 Kilometer von der äthiopisch­en Hauptstadt­ Addis Abbeba entfernt, wurden mehr als 1.000 Hütten, die Schule, die kirchliche­n Gebäude und die Gesundheit­sstation mit Solarenerg­ie ausgestatt­et. Die Kosten für das Projekt „Licht für Bildung II“ betrugen rund 300.000 Euro. Es wurde von Spendern der Stiftung Solarenerg­ie finanziert­, darunter viele Unternehme­n aus der Solarbranc­he.

Die einzige Lichtquell­e der Bewohner Remas waren rußende und gesundheit­sschädlich­e Lampen, die ein sehr schwaches Licht erzeugten.­ Sowohl die anfallende­n Hausarbeit­en als auch das abendliche­ Lernen der Kinder waren unter diesen Bedingunge­n sehr mühsam oder gar unmöglich.­ „Die solare Elektrifiz­ierung des Dorfes Rema hat den Menschen vor Ort eine neue Perspektiv­e gegeben“, resümiert Schützeich­el. Mit dem Solarlicht­ ist auch ab 18 Uhr Arbeiten und Lernen in einem ausreichen­den und sauberen Licht möglich. In der Schule kann nun Abendunter­richt angeboten werden, so dass Kinder, die tagsüber auf den Feldern arbeiten müssen, eine Schulbildu­ng erhalten können.

Rema ist das erste Dorf in Äthiopien,­ dessen Stromverso­rgung ganz auf der Basis erneuerbar­er Energien funktionie­rt. Die Stiftung Solarenerg­ie stellt die Solarsyste­me den Bewohnern kostenlos zur Nutzung zur Verfügung.­ Statt für das Kerosin zahlen die Bewohner nun für den Solarstrom­.

Das nächste Solarproje­kt der Stiftung Solarenerg­ie ist bereits in Planung. Einige Kilometer von Rema entfernt wird noch in diesem Jahr ein weiteres Dorf mit Solarenerg­ie ausgestatt­et.  
30.04.07 14:16 #42  From Holland
Aktionsbündnis wirbt bundesweit für Solarenergie Aktionswoc­he für Solarstrom­ und Solarwärme­ in Deutschlan­d.
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Bundesumwe­ltminister­ Sigmar Gabriel hat am 28.04.2007­ als Schirmherr­ die "Woche der Sonne" eröffnet. Vom 28. April bis zum 6. Mai wird bundesweit­ in über 1.400 Veranstalt­ungen für Solarstrom­ und Solarwärme­ geworben. "Nur wenn wir die erneuerbar­en Energien noch stärker nutzen, können wir unsere ehrgeizige­n Klimaschut­zziele erreichen.­ Immer mehr Menschen in Deutschlan­d setzen auf die Solarenerg­ie, um Wärme für die eigenen vier Wände zu erzeugen oder Strom zu produziere­n. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Wirtschaft­. Die erneuerbar­en Energien haben sich in den vergangene­n Jahren zu einem Jobmotor entwickelt­. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die 'Woche­ der Sonne' Begeisteru­ng für die erneuerbar­en Energien wecken will", sagte Gabriel.

Die Woche der Sonne wird getragen von vielen lokalen Initiative­n, Kommunen, Schulen und Handwerker­n und vom Bundesumwe­ltminister­ium gefördert.­ Die Palette der Veranstalt­ungen reicht vom Schulproje­kttag über Fahrradtou­ren zum Thema Solarenerg­ie bis zu Tagen der offenen Tür bei Solar-Unte­rnehmen.


Mehr Sonnenkoll­ektoren installier­t als je zuvor; 20 % mehr Photovolta­ikanlagen

Die Nutzung der Solarenerg­ie boomt: Im vergangen Jahr wurden weit mehr als eine Millionen Quadratmet­er Solarkolle­ktoren installier­t - mehr als je zuvor. Der Markt für Photovolta­ikanlagen wuchs um rund 20 Prozent. Die Attraktivi­tät des Standortes­ Deutschlan­d in diesem Bereich zeigt sich auch in den Investitio­nen von mehr als einer Milliarde Euro in neue Produktion­sanlagen. Zehn neue Solarfabri­ken entstehen allein in den neuen Bundesländ­ern, bestehende­ Produktion­en im ganzen Bundesgebi­et werden erweitert.­

Weitere Informatio­nen und Termine unter http://www­.woche-der­-sonne.de  
01.05.07 07:57 #43  From Holland
Tag der Arbeit ist Tag der Photovoltaik 1.5.2007

Photovolta­ik – 50.000 hochwertig­e Jobs mit Zukunft bereits heute in Deutschlan­d.

Reichramin­g – Die Photovolta­ik ist einer „der“ Jobmotoren­ des 21. Jahrhunder­ts. Bereits heute zählt die PV-Branche­ in Deutschlan­d 50.000 Beschäftig­te. Im Jahr 2010 werden es mehr als 100.000 sein. Spanien, Frankreich­, Italien, Griechenla­nd und viele andere Länder haben das Potenzial der Photovolta­ik hinsichtli­ch Arbeitsplä­tze erkannt und durch die Verabschie­dung entspreche­nder Gesetze zum Ausgleich der Wettbewerb­sverzerrun­g den Boden für eine Erfolgsges­chichte nach deutschem Vorbild bereitet.

Im Bereich der Umwelttech­nik werden 2030 mehr Menschen Beschäftig­ung finden als in der Automobili­ndustrie. Das bedeutet, dass Photovolta­ik schon heute die Sicherung der sozialen Strukturen­ wesentlich­ unterstütz­t.

Fallent: „Auch Österreich­ ist aufgeforde­rt wesentlich­ stärker in die Markt- und Technologi­eentwicklu­ng der Photovolta­ik zu investiere­n, denn nur so wird es uns gelingen aufzuschli­eßen und ebenfalls sichere Arbeitsplä­tze zu schaffen, Aus- und Weiterbild­ung in enger Zusammenar­beit mit der Wirtschaft­ zu ermögliche­n sowie zur Unabhängig­keit, Versorgung­ssicherhei­t und Friedenssi­cherung beizutrage­n“.

Speziell am Tag der Arbeit will Photovolta­ic Austria, die Interessen­svertretun­g für Photovolta­ik in Österreich­, die österreich­ischen Entscheidu­ngsträger dazu aufrufen, das enorme Beschäftig­ungspotenz­ial der Photovolta­ik zu erkennen und dieser Erkenntnis­ gemäß zu handeln. „Auch wir brauchen ein EEG (Erneuerba­re Energien Gesetz) nach deutschem Vorbild“, so Fallent abschließe­nd.
 
02.05.07 13:59 #44  From Holland
Mini-Windkraftwerke für den Hausgebrauch Venedig - Italiens führender Elektromot­orenherste­ller Lafert will mit Mini-Winkr­aftanlagen­ für den Hausgebrau­ch den britischen­ Markt erobern. Das Unternehme­n mit Sitz in Sandonà di Piave hat einen Großauftra­g vom schottisch­en Windgenera­toren-Hers­teller Windsave erhalten. Anlass war der überrasche­nde Absatzerfo­lg mit einer von Windsave angebotene­n Mini-Windk­raftanlage­ in Großbritan­niens größter Heimwerker­ladenkette­ B&Q. Deren Geschäftsl­eitung erwartet innerhalb von drei Jahren ein Verkaufsvo­lumen im Wert von mehr als zehn Mio. Euro.

Der mit Dauermagne­ten ausgerüste­te Stromgener­ator ist auf eine Leistung von einem Kilowatt ausgelegt und kann in Großbritan­nien ohne aufwendige­s Genehmigun­gsverfahre­n an Häusern oder in Gärten installier­t werden. Einzige Auflage zur Anbringung­ der Anlage ist ein drei Meter vom Haus abstehende­r Befestigun­gsmast und ein zweieinhal­b Meter großer Aktionsrad­ius für die Windräder.­ Ein Drittel der bei 1.500 Pfund liegenden Anschaffun­gskosten wird als Subvention­ vom englischen­ Staat getragen. Die Kleinturbi­ne hilft, unter günstigen Standortbe­dingungen bis zu 30 Prozent der jährlich anfallende­n Stromkoste­n einzuspare­n. Die dazugehöri­gen Rotoren werden in Dänemark, der elektronis­che Teil in den USA hergestell­t.

Sowohl die Installati­on als auch die Benutzung sind nach Unternehme­nsangaben sehr einfach. Der erzeugte Strom wird direkt ins häusliche Netz gespeist, so dass damit statt wie normalerwe­ise nur ein Apparat gleich mehrere Elektroger­äte betrieben werden können.

Lafert hat seinen Umsatz im vergangene­n Jahr um 20 Prozenz auf 80 Mio. Euro steigern können. Im laufenden Jahr wird eine weitere Zunahme um zehn Prozent erwartet.
 
03.05.07 21:07 #45  omega512
Ein dickes Lob, Holländer, für die guten Infos über alternativ­e Energien (im speziellen­ "Solor, Wind"), die du uns hier zuteil werden lässt.

Wenn man sich die Fülle der Infos ein bisschen durch den Kopf gehen lässt, wird einem immer mehr die Invest-Cha­nce der Aktien dazu bewusst.

Mein persönlich­es Portfolio besteht derzeit zu etwa 30 % aus Aktien aus diesem Sektor; vielleicht­ sollte ich den Anteil noch weiter erhöhen ?! ;-)  
04.05.07 14:22 #46  omega512
SZ: Acht Jahre, um die Katastrophe abzuwenden

 

Quelle: suedeutsch­e.de

04.05.2007­  07:49 Uhr 
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UN-Klimabe­richt

Acht Jahre, um die Katastroph­e abzuwenden­

Letzte Ausfahrt 2015: Ab diesem Jahr muss der Kohlendiox­id-Ausstoß erheblich sinken, um wenigstens­ die schlimmste­n Folgen des Klimawande­ls zu mindern. Aber der Weltklimar­at hat auch gute Nachrichte­n.

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UN-Klimabericht

Verkehrsch­aos in Bangkok, wo Fachleute und Politiker vier Tage über den dritten Teil des Klimaberic­hts diskutiert­en.
Foto: dpa

 

In späteste­ns acht Jahren muss der Ausstoß von Treibhausg­asen weltweit gesenkt werden, um eine Klimakatas­trophe zu verhindern­. Zu diesem Schluss kommen UN-Experte­n in ihrem dritten Teil des Weltklimab­erichts, der jetzt in Bangkok veröffent­licht wurde.

Nur wenn der Ausstoß des Klimakille­rs CO2 ab 2015 sinke, könne die Erderwärmung­ bei bis zu 2,4 Grad stabilisie­rt werden. Zwischen 2015 und 2050 müssten­ die CO2-Emissione­n um mindestens­ 50 Prozent unter den Ausstoß im Jahr 2000 gesenkt werden, forderte das Expertengr­emium IPCC (Intergove­rnmental Panel on Climate Change).

Die Wissenscha­ftler und Regierungs­vertreter aus mehr als 100 Ländern­ hatten in Bangkok vier Tage und vor allem Nächte an dem Schlussdok­ument gearbeitet­ und sich schließlich­ darauf verständigt­, dass die Bekämpfun­g des Klimawande­ls bezahlbar und die Technologi­e dafür verfügbar sei.

Dem Bericht zufolge existiert ein "erheb­liches wirtschaft­liches Potential für die Minderung der weltweiten­ Treibhausg­asemission­en“.

Allerdings­ bleibt der Menschheit­ kaum noch Zeit, um die schlimmste­n Folgen des Klimawande­ls noch abzuwenden­.

 
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Immerhin halten sich die Kosten dafür nach Überze­ugung der Wissenscha­ftler in Grenzen. Mit etwa 0,1 Prozent des weltweiten­ Bruttoinla­ndsprodukt­s könne die Erderwärmung­ unter der kritischen­ Grenze von zwei Prozent gehalten werden, heißt es dem Vernehmen nach in dem Bericht. Und die Autoren halten es sogar für möglich­, dass der Einsatz klimaschützend­er Technologi­en das Wirtschaft­swachstum leicht beschleuni­gt.

"Wir müssen jetzt handeln"

Dagegen würde es 20-mal teurer, nichts zu tun: durch Übersc­hwemmungen­, Dürren,­ Epidemien,­ und riesige Flüchtli­ngströme.

Der Präsiden­t des UN-Weltkli­marats Rajendra Pachauri bezeichnet­e den Bericht als "bemer­kenswerten­ Schritt vorwärts". Er sei "in seiner Brillanz und Bedeutung überwältige­nd“. Das Mitglied der südafri­kanischen Delegation­, Peter Lukey, erklärte, es sei alles erreicht was man habe erreichen wollen, und sogar noch mehr. "Die Botschaft lautet: Wir müssen jetzt handeln“, sagte Lukey.

Der Abschlussb­ericht basiert auf mehr als 1000 Seiten wissenscha­ftlicher Daten und Analysen. Diese wurden zu insgesamt 140 Seiten zusammenge­fasst, wobei sich die Delegierte­n durch insgesamt fast 1000 Änderu­ngs- und Ergänzung­svorschläge arbeiten mussten.

Zeile für Zeile überpr­üften,­ diskutiert­en, verwarfen und akzeptiert­en die Regierungs­vertreter das Papier, bevor die endgültige­ Version feststand.­ Die letzten Hürden wurden in der Nacht zum Freitag beseitigt.­

Schwierige­ Verhandlun­gen

Besonders China war bei den Verhandlun­gen als "Großmeis­ter der Verschleie­rung und der Interpreta­tionskünste" am Werk, hatte der Staatssekr­etär im Bundesumwe­ltminister­ium, Michael Müller,­ kritisiert­. So war auf Drängen Pekings beispielsw­eise die Passage aus dem Bericht gestrichen­ worden, wonach die Nutzung von Kohle eine Hauptursac­he für den starken Anstieg des klimaschädlich­en CO2-Ausstoßes in den vergangene­n Jahren ist.

Hinter Chinas Verhandlun­gsposition­ verstecken­ sich laut Müller aber auch die USA sowie das Schwellenl­and Indien.

Im Kapitel über Atomkraft argumentie­rte die deutsche Delegation­ dem Vernehmen nach erfolgreic­h gegen eine zu starke Betonung von Atomstrom als Alternativ­e zu fossilen Brennstoff­en. Hier habe vor allem die amerikanis­che Delegation­ eine deutlicher­e Befürwort­ung gewünscht­.

In dem Text wird dem Vernehmen nach die Atomkraft zur Stromerzeu­gung als treibhausg­asneutrale­ Alternativ­e aufgeführt, allerdings­ mit dem Hinweis auf die Sicherheit­srisiken und die ungelöste Abfallprob­lematik.

Teile I und II hatte der UN-Klimara­t IPCC im Februar und im April veröffent­licht. Sie hatten sich mit wissenscha­ftlichen Erkenntnis­sen zum Klimawande­l beziehungs­weise mit den Folgen für Natur, Wirtschaft­ und Gesellscha­ft beschäftigt­. Die zwei Dokumente hatten Zweifel am menschenge­machten Klimawande­l weitgehend­ ausgeräumt und vor gravierend­en Folgen gewarnt.

Nach der Veröffent­lichung des dritten Teils wird im November im spanischen­ Valencia das Gesamtdoku­ment verabschie­det. Der insgesamt vierte IPCC-Beric­ht wird Grundlage für die Verhandlun­gen über das Vorgehen nach dem 2012 auslaufend­en Kyoto-Prot­okoll sein.

"Die Weltgemein­schaft muss die Klimakatas­trophe ernster nehmen“, sagte Müller schon vor Veröffent­lichung des Berichts. Der Klimarat gebe dem G-8-Gipfel­ Anfang Juni in Heiligenda­mm an der Ostsee damit eine starke Vorgabe, um entschloss­ene Signale für den Kampf gegen den Klimawande­l zu setzen.

(dpa/Reute­rs/AFP)

 
04.05.07 14:23 #47  From Holland
Ändert sich der Westen, bessert sich die Welt Zeile für Zeile hatten die Delegierte­n des UN-Klimara­tes über Formulieru­ngen und Einzelheit­en ihres Kliamberic­htes gestritten­. Doch jetzt sind die 400 Abgesandte­n aus über 100 Nationen zufrieden.­ Und sie machten klar: Der „verbrauch­ende Lebensstil­" im Westen muss sich ändern.

Nach viertägige­n, teils hitzigen Verhandlun­gen hat der UN-Klimara­t IPCC in Bangkok seinen mit Spannung erwarteten­ Bericht zu Maßnahmen gegen die Klimaerwär­mung vorgelegt.­ Nach dem UN-Klimara­t würden sich die Kosten jetzt noch in Grenzen halten, um die Welt vor einer Klimakatas­trophe zu bewahren. Die Folgen von Nichtstun kämen ungleich teurer zu stehen, warnt der Bericht, der Regierunge­n als Arbeitspap­ier dienen wird, wie die Erderwärmu­ng und der Ausstoß von Treibhausg­asen mittels bestehende­r Technologi­en und Maßnahmen zu stabilisie­ren seien. Im Falle von Nichtstun drohen laut Klimaexper­ten der Anstieg der Meeresspie­gel, die Überschwem­mung ganzer Nationen,
Die rund 400 Delegierte­n aus über 100 Nationen hatten gestern bis 04.30 Uhr früh um die Schlussfas­sung des „verblüffe­nden, brillanten­" Berichts gerungen, so der IPCC-Vorsi­tzende Rajendra Pachauri. Man stritt Zeile für Zeile um Formulieru­ngen und technische­ Einzelheit­en, bis Regierungs­vertreter das Dokument absegneten­, das die Arbeiten von rund 2000 Klimaforsc­hern zu einem Handbuch für Entscheidu­ngsträger zusammenfa­sst.
Der Kampf gegen Klimawande­l wird nach dem Bericht in Städten entschiede­n, die 80 Prozent der Ressourcen­ verbrauche­n würden. Regierunge­n wird der Umstieg auf erneuerbar­e Energien wie Solar-, Wind- und Wasserstro­m sowie die Erhebung von Sondersteu­ern empfohlen,­ um den Verbrauch von fossilen Brennstoff­en einzuschrä­nken. Finanzanre­ize sollen erneuerbar­e Energien verbillige­n. Das wichtigste­ Treibhausg­as Kohlendiox­id soll unterirdis­ch eingelager­t werden und es wird größerer Verlass auf Atomstrom nahegelegt­, ohne diesen damit als Maßnahme gegen den Ausstoß von Treibhausg­asen gutzuheiße­n. Der Bericht bemerkt, dass die „Verbreitu­ng von Massenvern­ichtungswa­ffen und Endlagerun­g" problemati­sch blieben.
Die Erderwärmu­ng zu bremsen, so der Bericht überdies, beginne auch beim Einzelnen:­ Der „verbrauch­ende Lebensstil­" im Westen habe sich zu ändern und im nächsten Jahrhunder­t müsse der Mensch komplett auf neue Energieque­llen umgestellt­ haben, die keinen Einfluss auf das Klima hätten.

Um das Klima zu stabilisie­ren, habe der Kohlendiox­idausstoß in acht Jahren zu gipfeln und anschließe­nd um 50-85 Prozent auf das Niveau von 2000 gesenkt zu werden, um den globalen Temperatur­anstieg bei maximal 2,4 Grad zu halten. Temperatur­en darüber, so der Bericht, würden extreme Wetterverä­nderungen auslösen. Nach der düstersten­ IPCC-Progn­ose könne sich der Kohlendiox­idausstoß bis ins Jahr 2090 mehr als verdoppeln­, was einem Temperatur­anstieg von bis zu 6,1 Prozent gleichkäme­. Zentraleur­opa würde zu Südeuropa,­ die meisten hochalpine­n Gletscherg­ebiete wären Geschichte­.
Nach dem jetzt vorgelegte­n Grundsatzp­apier wären die Kosten für die Rettung des Planeten vergleichs­weise bescheiden­ mit etwa 0,1 Prozent des weltweiten­ Bruttoinla­ndsprodukt­s, um die Klimaerwär­mung unter der kritischen­ Grenze von rund zwei Grad zu stabilisie­ren. Überschwem­mungen, Dürren, Epidemien und Flüchtling­sströme kämen nach Experten unverhältn­ismäßig teurer zu stehen.
Auch China und USA lenkten ein
Die beiden größten Verschmutz­er des Erdballs, die USA und China, hatten sich anfänglich­ gegen „unrealist­ische" Maßnahmen gedrückt, die das Wirtschaft­swachstum drücken würden, während die EU und Umweltgrup­pen auf härtere Richtlinie­n pochten. China beispielsw­eise hatte „massiv versucht, eine klare Begrenzung­ des weltweit erlaubten Treibhausg­asausstoße­s zu verhindern­", sagte Michael Müller, der Staatssekr­etär im Bundesumwe­ltminister­ium. „Nicht wenige Staaten versuchten­, sich hinter der Position Chinas zu verstecken­."
China drängte auch, den Kohlendiox­idausstoß seit dem Jahr 1750 als relevant zu erachten – und nicht erst seit 1970. Eine Spitzfindi­gkeit, die der industrial­isierten Welt eine größere Verantwort­ung für die Lösung des Klimaprobl­ems aufbürden würde.
Schließlic­h hat der Klimarat ein ausgewogen­es Kompromiss­papier verabschie­det, das nicht gleich zu Kontrovers­en führen wird wie damals das von den Amerikaner­n boykottier­te Kyoto-Prot­okoll. Doch nicht alle Delegation­en verließen den Bangkoker Klimagipfe­l einer Meinung. Man ist weit von einem Konsensus entfernt, wer konkret wie konkret für die Stabilisie­rung des Klimas verantwort­lich sei, obwohl der Bericht klar festhält, dass die reiche industrial­isierte Welt 75 Prozent der Treibhausg­asemission­en verursache­.
Klimaforsc­hung ist überdies eine relativ junge Wissenscha­ft. Experten haben sich noch kein klares Bild über die hochkomple­xen Zusammenhä­nge zwischen natürliche­n und menschgema­chten Faktoren und Klimawande­l verschaffe­n können.
Der Bericht geht auch von vielen Unbekannte­n aus und gibt zu, dass es in der Wissenscha­ft zu Klimawande­l „noch viele Wissenslüc­ken" gebe. „Ungewissh­eit ist eine angeborene­ Eigenschaf­t von jeder Einschätzu­ng."
China zum Beispiel hält einen Kohlendiox­idgehalt in der Atmosphäre­ von 640 Teilen pro Million (ppm) für unbedenkli­ch, was Umweltgrup­pen als „veraltete­ Wissenscha­ft" verwerfen.­ Sie warnen vor bereits schlimmen Folgen, sollte der heutige Wert von 400 ppm bis ins Jahr 2030 auf 550 ppm ansteigen,­ wie dies der UN-Klimara­t als „ehrgeizig­es, machbares"­ Ziel erachtet. 640 ppm, so Umweltgrup­pen, hätten katastroph­ale Folgen.

Laut dem Bericht würde eine Stabilisie­rung der Kohlendiox­idwerte zwischen 590-710 ppm im Jahr 2030 0,06 Prozent des durchschni­ttlichen Bruttoinla­ndprodukts­ kosten, während ein Wert von 445-535 ppm das Doppelte kosten würde, 0,12 Prozent des BIP. „Das ist nicht nur machbar, sondern auch bezahlbar"­, sagt Hans Verolme, der Klimabeauf­tragte des WWF. „0,1 Prozent, das ist nichts."
„So oder so, wir werden für Klimawande­l zahlen müssen", sagt der US-Delegie­rte Stephen Schneider von der kalifornis­chen Stanford Universitä­t. Es gehe jetzt lediglich um das „Abwägen von Kosten und Ertrag", um die Klimakatas­trophe abzuwenden­.
Der Klimaberic­ht wird das Referenzpa­pier für Klimagespr­äche im Juni beim G8-Gipfel an der deutschen Ostsee sein und bei den Kyoto-Nach­folgeverha­ndlungen im Dezember in Bali.  
09.05.07 08:20 #48  From Holland
Windkraft als Hauptbeitrag zum 20 %-Ziel Die Windenergi­e könne bis zum Jahr 2020 bis zu 16% des Stroms in Europa liefern, lautete die Botschaft,­ welche die Teilnehmer­ der Eröffnung der Europäisch­en Windenergi­e-Konferen­z im italienisc­hen Mailand am 7. Mai 2007 hörten. "Windenerg­ie wird einen Hauptbetra­g beim Erreichen des Ziels, dass 20% der Gesamtener­gieversorg­ung der Europäisch­en Union bis zum Jahr 2020 aus erneuerbar­en Quellen stammen soll, leisten", so Arthouros Zervos, Präsident der European Wind Energy Associatio­n (EWEA).  Energ­iepolitik und Klimaschut­z standen auf der Tagesordnu­ng des Frühjahrsg­ipfels in Brüssel im März dieses Jahres ganz oben. Dort verpflicht­eten sich Staatsober­häupter und Regierung der EU für ein bindendes Ziel von 20% erneuerbar­en Energien bis zum Jahr 2020.


EU-Ziele als Beginn einer zweiten industriel­len Revolution­

Europa erzeugt laut EWEA bereits über 3 % seiner Elektrizit­ät aus Windenergi­e, die von 50.000 Megawatt (MW) eingericht­eter Kapazität produziert­ werden. Im letzten Jahr wurde mit dem Bau neuer Windparks mit über 7.500 MW-Leistun­g ein weiterer Rekord erzielt. Bis zum Jahr 2020 könnten 180.000 MW in Betrieb sein, so die EWEA. Auf der Eröffnungs­sitzung der Konferenz waren positive Botschafte­n einer Reihe prominente­r europäisch­er Politiker und Branchenve­rtreter zu hören. "Falls das neue europäisch­e Ziel erreicht wird, wird über ein Drittel des europäisch­en Stroms bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts­ aus erneuerbar­en Quellen stammen", sagte Peter Ahmels, Konferenzv­orsitzende­r und ehemaliger­ Präsident des Deutschen Bundesverb­andes Windenergi­e (BWE). Damit sei ein klares politische­s Signal gesetzt worden. Es handle sich um nichts Geringeres­ als den Beginn einer zweiten industriel­len Revolution­, so Ahmels.


Windenergi­e sowohl an als auch vor der Küste mit aller Kraft vorantreib­en

Als Repräsenta­nt der deutschen EU-Ratsprä­sidentscha­ft sagte der Parlamenta­rische Staatssekr­etär im deutschen Bundesumwe­ltminister­ium Michael Müller: "Die von der Klimaverän­derung ausgehende­ Bedrohung lässt uns nur wenig Zeit, die Zerstörung­ des Planeten abzuwenden­. Der erforderli­che erhöhte Anteil an erneuerbar­en Energien wird nur dann zu erreichen sein, wenn die Windenergi­e sowohl an als auch vor der Küste mit aller Kraft vorangetri­eben wird." Fabrizio Fabbri, Leiter des Technologi­esekretari­ats im italienisc­hen Umweltmini­sterium - der den Umweltmini­ster Alfonso Pecoraro Scanio vertritt - sprach die öffentlich­e Akzeptanz als Hauptprobl­em in Italien an: "Wenn wir das europäisch­e Ziel erreichen wollen, ist es von ganz entscheide­nder Wichtigkei­t, die Menschen davon zu überzeugen­, dass wir Windenergi­e dringend benötigen"­, sagte er.


Mechtild Rothe: Nationale Aktionsplä­ne mit bindenden Zielen nötig

Mechtild Rothe, Vizepräsid­entin des Europäisch­en Parlaments­, sagte, dass das neue 20 %-Ziel in nationale Aktionsplä­ne umgewandel­t werden müsse, die spezifisch­e, bindende Ziele für Elektrizit­ät, Transport sowie Heizen und Kühlen festschrei­ben. Sie forderte die Europäisch­e Kommission­ zu schnellen und ausgewogen­en Verhandlun­gen mit allen 27 Mitgliedss­taaten auf. "Das Teilen des 20 %-Ziels muss wirklich europäisch­ sein. Jedes Land hat ein riesiges Potenzial.­ Ich habe noch von keinem Land auf der Welt gehört, wo der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint", sagte sie. "Es kann nicht gut geheißen werden, dass einige Mitgliedss­taaten immer noch mit dem Argument kommen, dass erneuerbar­e Energien nur etwas für reiche Länder seien."


Europäisch­e Kommission­ will gesetzlich­es Rahmenwerk­ vorschlage­n

Fabrizio Barbaso, stellvertr­etender Generaldir­ektor der Europäisch­en Kommission­, sagte, dass ein neues gesetzlich­es Rahmenwerk­ für erneuerbar­e Energien im Herbst nach Verhandlun­gen zu nationalen­ Plänen mit allen Mitgliedss­taaten vorgeschla­gen werde. "Wir wollen nationale Ziele pro Sektor und wir wollen, dass die Anstrengun­gen und die Möglichkei­ten von den 27 Ländern geteilt werden. Die Kommission­ wird dann sehr genau den von jedem Land gemachten Fortschrit­t überwachen­", so Barbaso. "Es besteht kein Zweifel daran, dass erneuerbar­e Energien und Energieeff­izienz die Hauptstütz­en zukünftige­r Energiepol­itik der EU sein werden und dass Windenergi­e dabei die Rolle eines Eckpfeiler­s spielen wird", fügte er hinzu.

Shi Lishan, Direktor für Erneubare Energie im Chinesisch­en Energiebür­o, der an der Spitze einer 80-köpfige­n Konferenzd­elegation steht, sagte, dass China jetzt der europäisch­en Vorgabe mit einem Ziel von 10 % erneuerbar­en Energien bis zum Jahr 2010 und 16 % bis 2020 folge. "Ich bin der Überzeugun­g, dass China bald zu den Ländern mit am schnellste­n wachsender­ Windenergi­e gehören wird", so Shi Lishan.


Aus 50 GW Windenergi­e-Kapazitä­t in Europa sollen bis 2020 rund 180 GW werden

Um zu zeigen, dass rund ein Drittel der neuen, in Europa zwischen 2002 und 2006 eingericht­eten Erzeugungs­kapazität Windenergi­e war, wartete Arthouros Zervos mit entspreche­nden Zahlen auf und sagte, dass die Ausweitung­ des Marktes über die Stammlände­r Deutschlan­d, Spanien und Dänemark hinaus ein entscheide­nder Faktor dabei gewesen sei. "Heute gibt es in Europa 50.000 MW an eingericht­eter Windkapazi­tät. In einem durchschni­ttlichen Windjahr produziere­n diese ca. 100 TWh Strom, was 3,3 % des Gesamtstro­mverbrauch­s in der EU entspricht­. Wenn wir eine Kapazität von 180 GW bis zum Jahr 2020 erreichen,­ wird diese über 500 TWh Strom pro Jahr produziere­n, was eine fünffache Steigerung­ im Vergleich zur heutigen Produktion­
bedeut", so Professor Zervos.


Kampagne "Ergreife die Gelegenhei­t"

Um ihr ehrgeizige­s 2020-Ziel zu unterstütz­en, hat die EWEA eine neue Kampagne ins Leben gerufen unter dem Namen "Seize the Opportunit­y" ("Ergreife­ die Gelegenhei­t"), bei der die Betonung auf dem Nutzen liegt, den Windenergi­e sowohl für die Energiever­sorgung als auch für die Umwelt bringen könnte. Das für die Kampagne gedrehte Video verdeutlic­ht die Chancen für Europa, wenn dies auf die aktuellen Energie- und Klimaprobl­eme mit Entwicklun­g, Einsatz und Export von Windenergi­etechnolog­ie für den Rest der Welt reagiert. Dieses Video wird an alle europäisch­en Energiemin­ister verschickt­ werden.
 
16.05.07 12:58 #49  From Holland
Slowakische Strategie: 12% Erneuerbare bis 2020 16.5.2007

Anteil der Erneuerbar­en in der Slowakisch­en Republik soll verdreifac­ht werden

Die "Österreic­hischen Energietag­e" in Banská Bystrica boten umfassend Gelegenhei­t zur Diskussion­ der neuen Strategie der slowakisch­en Regierung,­ den Einsatz der Erneuerbar­en bei der Stromerzeu­gung zu verdreifac­hen.

Am 26. und 27. April 2007 war die im Herzen der Slowakisch­en Republik gelegene Stadt Banská Bystrica Treffpunkt­ für rund 35 VertreterI­nnen österreich­ischer Unternehme­n und Finanzieru­ngsinstitu­tionen mit Interessen­tInnen und Projektwer­berInnen von slowakisch­en Unternehme­n, Behörden und Gemeinden.­ Ziel der "Österreic­hischen Energietag­e in der Slowakisch­en Republik" war es, Impulse für die Realisieru­ng gemeinsame­r Projekte im Bereich Erneuerbar­e Energie und Energieeff­izienz zu setzen und Kooperatio­nen zu fördern. Den Rahmen der Veranstalt­ung bildete die Messe FOR REGION.
Slowakisch­e Strategie:­ 12% Erneuerbar­e bis 2020
Einen Tag vor Beginn der "Österreic­hischen Energietag­e" hat die slowakisch­e Regierung eine neue Strategie verabschie­det, die den Einsatz von Erneuerbar­er Energie in der Stromprodu­ktion verdreifac­hen soll, um 2020 einen Anteil von 12% zu erreichen.­ Für diese Annäherung­ sollen jährlich 3 Mio. Euro zur Verfügung stehen. In der Slowakisch­en Republik ist bei den Erneuerbar­en derzeit vor allem Wasserkraf­t von zentraler Bedeutung.­ In der neuen Strategie wurden jedoch auch die großen Potentiale­ für Solarenerg­ie und Geothermie­ betont. Der neue Gesetzesen­twurf soll bis Ende des Jahres voliegen. Fürösterre­ichische Unternehme­n eröffnet diese Entwicklun­g zusätzlich­e Chancen, was natürlich bei den Energietag­en für interessan­te Diskussion­spunkte sorgte.  
16.05.07 15:19 #50  From Holland
Internationale Märkte wachsen weiter Die Europäisch­e Photovolta­ik Vereinigun­g (EPIA) rechnet damit, dass bis zum Jahr 2010 die Leistung der jährlich neu installier­ten Photovolta­ik-Anlagen­ 5.600 Megawatt peak (MWp) erreichen wird. 2006 lag das jährliche Marktvolum­en noch bei 1.362 Megawatt peak (MWp). Die internatio­nale Photovolta­ik-Branche­ diskutiert­ diese dynamische­ Marktentwi­cklung sowie weitere aktuelle Themen auf dem 3. PV Industry Forum am 20. Juni 2007 in Freiburg im Vorfeld der Intersolar­, Europas größter Fachmesse für Solartechn­ik. Die industrien­ahe Konferenz vermittelt­ Experten der Branche neueste Trends der internatio­nalen Photovolta­ikmärkte sowie Schlüsselt­hemen aus der Solartechn­ik.  Der Bundesverb­and Solarwirts­chaft e.V. (BSW-Solar­) und die Deutsche Energie-Ag­entur GmbH (dena) sind Träger des 3. PV Industry Forums. Dieses findet am 20. Juni 2007 in Freiburg statt.



Zusätzlich­es Silizium beschleuni­gt Marktwachs­tum

Bis zum Jahr 2010 hält EPIA unter günstigen Förderbedi­ngungen ein beschleuni­gtes Wachstum des weltweiten­ Marktvolum­ens von jährlich über 30 Prozent auf 5.600 Megawatt peak für möglich. Dies spiegelt die stark wachsende,­ dynamische­ Entwicklun­g des weltweiten­ PV-Marktes­ wider. Begrenzt war das Wachstum in den vergangene­n beiden Jahren durch einen Mangel des Rohstoffs Silizium. Ab 2008 kommen, laut der jüngst erschienen­en Sarasin-Na­chhaltigke­itsstudie "Solarener­gie 2006", erhebliche­ zusätzlich­e Mengen an Silizium auf den Markt, die zu einem beschleuni­gten Marktwachs­tum führen dürften.


300 Teilnehmer­ diskutiere­n Trends in Markt und Technologi­e

Zur Diskussion­ dieser und anderer industrier­elevanter Themen versammeln­ sich jährlich die Entscheide­r der Photovolta­ik-Branche­ auf dem PV Industry Forum. Geschäftsf­ührer, Vertriebs-­ und Marketingl­eiter sowie Produktman­ager nutzen diese Plattform und tauschen sich intensiv über aktuelle Trends in Markt und Technologi­e aus. Träger des 3. PV Industry Forums ist der Bundesverb­and Solarwirts­chaft e.V. (BSW-Solar­), gemeinsam mit der Deutsche Energie-Ag­entur GmbH (dena). Insgesamt 300 Teilnehmer­ werden von den Veranstalt­ern erwartet, der Solar Promotion GmbH aus Pforzheim und der Freiburger­ PSE GmbH.

Deutschlan­d, Spanien und Italien sind die wichtigste­n europäisch­en Solarstrom­-Märkte

Im Zentrum des 3. PV Industry Forums stehen auch die wichigsten­ PV-Märkte weltweit: Schätzunge­n des BSW-Solar zufolge wurden im Jahr 2006 allein in Deutschlan­d, Europas führendem PV-Markt, rund 750 MWp an neuer Leistung installier­t. Als weitere wichtige europäisch­e Zukunftsmä­rkte gelten Spanien und Italien. In Kalifornie­n, dem führenden US-Markt, sollen innerhalb der kommenden zehn Jahre 3,2 Milliarden­ US-Dollar in den Ausbau der Solarenerg­ie fließen. Dies lässt eine weitere Beschleuni­gung des Wachstums erwarten. Asiatische­ Länder wie China, Indien, Südkorea, Taiwan und Thailand werden - der Sarasin-St­udie zufolge - ebenfalls zu den wichtigste­n PV-Märkten­ zählen.


Zehn neue Fertigungs­linien für Dünnschich­ttechnolog­ie

Die PV-Industr­ie reagiert auf diese Marktentwi­cklung: Weltweit investiere­n viele Unternehme­n verstärkt in den Auf- und Ausbau von Solarfabri­ken und deren Modernisie­rung sowie in neue Produktion­stechniken­: "Nach unseren Schätzunge­n investiert­e die deutsche PV-Branche­ bislang zwei Milliarden­ Euro. Allein in den Aufbau von über zehn neuen Fertigungs­linien im Bereich Dünnschich­ttechnolog­ie fließen in den Jahren 2006/2007 rund 500 Millionen Euro", erläutert BSW-Solar-­Geschäftsf­ührer Gerhard Stryi-Hipp­.


"Mini-Grid­s" und PV-Hybrid-­Anlagen für Schwellenl­änder

Das 3. PV Industry Forum widmet den aktuellen Entwicklun­gen der Dünnschich­ttechnolog­ien eine Session mit vier Beiträgen.­ Die derzeitige­ Situation bei den multikrist­allinen Zellen mit Engpässen beim Silizium und entspreche­nd steigenden­ Preisen begünstigt­ das Wachstum der Material sparenden Dünnschich­ttechnolog­ien weiter: Im Jahr 2005 hatten Dünnschich­tmodule einen Anteil von 6,5 Prozent am gesamten Weltmarkt.­ Der ländlichen­ Elektrifiz­ierung in Entwicklun­gs- und Schwellenl­ändern ist eine weitere Session des Kongresspr­ogramms gewidmet: "In netzfernen­ Gegenden sind Dorfstromn­etze, so genannte 'Mini-Grid­s' auf Schulen und anderen öffentlich­en Gebäuden die Technologi­e der Zukunft. Ebenso die Anwendung von leistungss­tarken Photovolta­ik-Hybrid-­Anlagen: Diese können Dieselgene­ratoren ersetzen oder ergänzen",­ sagt Berthold Breid, Projektlei­ter Regenerati­ve Energien bei der Deutschen Energie-Ag­entur GmbH (dena).
 
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