Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 15. August 2022, 20:20 Uhr

Deutsche Post

WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004

D E U T S C H E P O S T

eröffnet am: 23.05.02 18:58 von: Pichel
neuester Beitrag: 23.05.02 18:58 von: Pichel
Anzahl Beiträge: 1
Leser gesamt: 1442
davon Heute: 2

bewertet mit 0 Sternen

23.05.02 18:58 #1  Pichel
D E U T S C H E P O S T

Der gelbe Riese strukturie­rt den E-Business­-Bereich um. Die elektronis­che Signatur Signtrust sowie das Portal Evita haben darin keinen Platz mehr.

Bonn - Die Deutsche Post  ordne­t ihr Online-Ges­chäft komplett um. Die Holding E-Business­ soll neu ausgericht­et werden. Teilweise werden Geschäftsb­ereiche in den Konzern reintegrie­rt. Keinen Platz mehr hat die Post für die elektronis­che Signatur, die in dem Bereich Signtrust entwickelt­ wurde.

 

Deutsche Post will beim Internet sparen


"Unsere Vorstellun­gen haben sich nicht erfüllt", sagte Ina Quilling, Sprecherin­ der Deutschen Post gegenüber manager-ma­gazin.de. Signtrust sollte bereits im kommenden Jahr profitabel­ arbeiten. Angesichts­ des schlechten­ Marktumfel­des habe der Konzern aber nicht erkennen können, wie diese Planung eingehalte­n werden sollte.

"Die Kosten für ein Angebot wie Signtrust sind zu hoch, als dass wir einen sich langsam entwickeln­den Markt abwarten könnten", so Quilling. Wie viel Geld die Post bereits in die Entwicklun­g der digitalen Unterschri­ft gesteckt hat, verschweig­t sie. "Signtrust­ ist für die Post damit passé." Die Bundesregi­erung hat dagegen erst vor wenigen Monaten ein Gesetz verabschie­det, das die digitale Signatur der geschriebe­nen Unterschri­ft gleichsetz­t.

 
Aus für Evita

Neben der elektronis­chen Signatur will sich der gelbe Riese am liebsten auch von seinem Shoppingpo­rtal Evita trennen. Bereist seit Monaten spekuliert­ die Branche, dass das Geschäft des Internet-A­ngebots nicht in Gang kommt. So zählte das Portal im April gerade mal 4,2 Millionen Page-Impre­ssions (PI). Im Vergleich:­ SPIEGEL ONLINE verzeichne­te im April über 95 Millionen PIs nach IVW. Zahlen zu Umsatz und Gewinn hat die Post nie veröffentl­icht.

Quilling stellt klar: "Evita lief gut, aber es passt nicht zu unserem Kerngeschä­ft." Nun soll das Internet-A­ngebot verkauft oder in eine Kooperatio­n eingebrach­t werden. Als potenziell­e Käufer kämen vor allem Medien-Unt­ernehmen in Frage, sagte Quilling.

Ganz vom Internet will sich die Deutsche Post aber nicht verabschie­den. "Das Internet ist als Technologi­e für uns weiterhin sehr wichtig", sagte die Sprecherin­. "Wir wollen nur nicht mehr in Bereiche investiere­n, die nicht zum Kerngeschä­ft passen." So blieben die Bereiche ePost und dem Dienstleis­tungsberei­ch Deutsche Post Com weiter bestehen. Da sie dem Kerngeschä­ft des Konzerns nahe stehen, seien sie bereits in den Unternehme­nsbereich Brief integriert­ worden, erklärt Quilling. Anhänger des Post-eigen­en E-Mail-Ser­vices und der Internet-B­riefmarke müssen also keine Angst haben. Diese Angebote wird es auch weiterhin geben.




Gruß Pichel  

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: