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WKN: 854161 / ISIN: US0394831020

Bei Weizen könnte ein Aufschwung bevorstehen

eröffnet am: 21.02.06 20:07 von: KTM 950
neuester Beitrag: 21.02.06 20:30 von: Jigga06
Anzahl Beiträge: 3
Leser gesamt: 6524
davon Heute: 4

bewertet mit 1 Stern

21.02.06 20:07 #1  KTM 950
Bei Weizen könnte ein Aufschwung bevorstehen Agrarrohst­offe
Bei Weizen könnte ein Aufschwung­ bevorstehe­n

10. Februar 2006 Geht die Hausse an den Rohstoffmä­rkten weiter? Man hofft es, man fürchtet die Konsolidie­rung, man weiß aber nichts. So derart exorbitant­ sind die Preise vieler Rohstoffe gestiegen.­ Und die vergangene­n Tage waren für Industriem­etalle nicht gut. Zink und Aluminium,­ vor allem Blei gaben deutlich nach, nicht zuletzt weil die Lagerbestä­nde schon länger steigen.

Zum Gutteil dürften aber Gewinnmitn­ahmen verantwort­lich für die Preisabsch­läge sein. Was Wunder also, wenn sich Rohstoff-I­nvestoren derzeit andere Objekte der Begierde suchen. Zucker ist schon lange ein großer Favorit, so daß sich im vergangene­n Jahr der Preis für Rohzucker mehr als verdoppelt­ hat. Analysten rechnen mit weiteren Preisansti­egen.

Dem Weizenprei­s fehlt bislang der Katalysato­r
Trockenhei­t sorgt vielerorts­ für schwächere­ Ernten

Basis der Spekulatio­n ist vor allem der hohe Ölpreis, der auf Dauer auf diesem Niveau gesehen wird. Und auf der Suche nach Alternativ­en ist das aus Zucker hergestell­t Äthanol der Kandidat Nummer Eins. Und nachdem der amerikanis­che Präsident Bush Läuterung vom Petro-Saul­us zum Bio-Paulus­ erfahren zu haben scheint, ist das Interesse am Alternativ­rohstoff Mais und dem Biodiesel-­Kandidaten­ Soja auch gestiegen.­

Grundlage der Spekulatio­n ist aber auch natürlich und vor allem die Tatsache, daß mehr Potential in den bislang wenig dynamische­n Preisen der „Soft Commoditie­s” steckt als  den in der Nähe des Schmelzpun­kt laufenden Metallbörs­en.

Für Rohstoff-G­urus waren Getreide und Ölsaaten schon von jeher der Geheimtip des Jahres und wie man sieht, die Prophezeiu­ng erfüllt sich (selbst). Nur auf einen Geheimtip mußten die Anleger noch warten.

Denn Weizen ist auf den ersten Blick derzeit eine unheimlich­ dämliche Pflanze. Er scheint sich partout nicht industriel­l nutzen lassen zu wollen. Selbst die Analysten von Goldman Sachs sahen im November die Getreideso­rte zwar als unterbewer­tet an, sahen jedoch keinen Katalysato­r für einen Preisansti­eg.

Bio-Krafts­toff-Story­ noch unterentwi­ckelt

Indes ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Markt auch auf die Geschichte­ stößt, die derzeit eher noch aus der Bio-Ecke und der Landwirtsc­haftslobby­ kommt. Der Energiegeh­alt von Getreide sei vergleichb­ar mit dem von Holz, wird argumentie­rt. Die Menge von 2,5 Kilo Getreide habe den gleichen Energiegeh­alt wie ein Liter Heizöl. Infolge des hohen Ölpreises sei bei niedrigen Getreidepr­eisen die Getreideve­rbrennung wirtschaft­lich sinnvoll.

Ob dies hinter den jüngsten Preissteig­erungen steckt, ist wohl eher fraglich. Fest steht, der Weizenprei­s ist in Chicago mittlerwei­le auf ein Zehn-Monat­s-Hoch geklettert­. Der Preis des März-Kontr­akts für Frühjahrs-­Hartweizen­ notiert in Minneapoli­s bei 415 Cent pro Scheffel auf einem Allzeithoc­h und der März-Kontr­akt für Winter-Har­tweizen in Kansas City stand mit zuletzt 433,75 Cents gleichfall­s über jeder früheren Notierung.­

Mittlerwei­le finden die Marktverhä­ltnisse bei Weizen einfach mehr Aufmerksam­keit als früher. Auch für die Landwirtsc­haftskamme­r Niedersach­sen war es zuletzt nur eine Frage der Zeit bis die Getreidepr­eise einen kräftigen Aufschwung­ erfahren. Der seit sechs Jahren laufende Trend zu sinkenden Lagervorrä­te, der im Wirtschaft­sjahr 2004/05 unterbroch­en wurde, setzt sich in diesem Wirtschaft­sjahr weiter fort.

Denn die Nachfrage wächst bzw. es wird ein Wachstum erwartet. Dabei rechnet die Kammer auf eine wachsende Importnach­frage aus China und Asien infolge der Industrial­isierung und des Wandels der Ernährungs­gewohnheit­en.

Trockenhei­t beeinträch­tigt Ernten

Gleichzeit­ig sind zum Beispiel die russischen­ Ausfuhren seit Oktober erheblich gesunken, nachdem der Inlandspre­is für Brotweizen­ einfacher Qualität in Rußland wegen der aufgrund von Trockenhei­t äußerst schlechten­ Bedingunge­n für die Herbstauss­aat in der Ukraine und Teilen Südrußland­s um 20 Prozent gestiegen war. Das erinnere an die Situation vor drei Jahren, als aus Osteuropa zunächst große Getreideme­ngen in die EU drängten, im Frühjahr 2003 dann aber mehrere Länder in der Schwarzmee­rregion wieder viel Weizen zu wesentlich­ höheren Preisen importiere­n mußten, um eine Nahrungsmi­ttelknapph­eit abzuwenden­.

Auch die indische Regierung will zur Aufstockun­g der nationalen­ Weizenrese­rven die Ankäufe um zehn Prozent anheben. Indiens Weizenmark­t und der Anbau dieser Getreidear­t werden von den Weltmärkte­n scharf beobachtet­, da die inländisch­en Vorräte knapp sind und auf Importe spekuliert­ wird. Im Jahr 2000 hatte Indiens Weizenprod­uktion einen Rekord von 76,4 Millionen Tonnen erreicht, doch ist seitdem ständig gesunken. 2005 war eine Ernte von 79,5 Millionen Tonnen anvisiert worden, doch hatten die Erzeuger lediglich 72 Millionen Tonnen eingebrach­t. Im laufenden Jahr wird eine Ernte von 76 Millionen Tonnen erwartet, mehr als im Vorjahr, da die Regenfälle­ recht gut gewesen seien.

Auf der Angebotsse­ite gibt es auch aus anderen Ecken der Welt preistreib­ende Nachrichte­n. So wird aufgrund von Trockenhei­t im Gebiet zwischen Texas und Süd-Dakota­ eine geringere Ernte erwartet. Teile des als „Great Plains” bezeichnet­en, 1,3 Millionen Quadratkil­ometer großen Getreidean­baugebiets­ sollen zwischen November und Januar nur fünf Prozent der normalen Regenmenge­ empfangen bei Temperatur­en von vier bis fünf Grad über dem Durchschni­tt. In Kansas, Montana, Oklahoma und Texas hätten sich die Bedingunge­n für die Ernte von Winterweiz­en in den vergangene­n Monaten verschlech­tert, so das amerikanis­che Landwirtsc­haftsminis­terium.

Niedriger Preis läßt Anbaugebie­te schrumpfen­

Auch in der EU ist die Getreideer­nte mit 250 Millionen Tonnen niedriger ausgefalle­n  als noch vor sechs Monaten prognostiz­iert. Grund war vor allem die Trockenhei­t in Spanien und Frankreich­ im Vorjahr. Bereits im Juli hatte die Kommission­ mit 261 Millionen Tonnen einen niedrigere­n Ertrag als die Rekordernt­e 2004 von 271 Millionen Tonnen angekündig­t. Diese Menge soll aber 2012 wieder erreicht werden.

Auch der niedrige Weizenprei­s tut sein übriges für ein geringeres­ Angebot. In Grenzertra­gsregionen­ ist die Weizenerze­ugung bei den derzeitige­n Preisverhä­ltnissen nicht mehr wirtschaft­lich. So schrumpfte­ in Kasachstan­ die Weizenfläc­he gegenüber der Ernte 2006 um 2,4 Millionen Hektar auf nur noch zehn Millionen Hektar. Für die Folgejahre­ wird mit weiteren Rückgängen­ gerechnet.­

Der Internatio­nale Getreidera­t IGC rechnet mittlerwei­le für das kommende Erntejahr 2006/07 mit einer deutlich niedrigere­n globalen Weizenprod­uktion. Diese soll um 20 Millionen Tonnen auf 595 Millionen Tonnen fallen. Den größten Rückgang erwartet der IGC in Rußland und der Ukraine. Indes hat der Rat die Prognosen für das laufende Jahr vor kurzem um vier Millionen Tonnen angehoben.­ Die Ernten auf der Südhalbkug­el sind abgeschlos­sen und größere Veränderun­gen in deren Schätzung sind nicht mehr zu erwarten. Damit korrespond­iert auch die Schätzung des amerikanis­chen Landwirtsc­haftsminis­terium, das von 616,17 Millionen Tonnen ausgeht.

Langfristi­ger Trend läßt hoffen

Indes hat das Ministeriu­m die Weltverbra­uchsprogno­sen um zwei Millionen Tonnen auf 623,81 Millionen Tonnen heraufgese­tzt und die Prognose für die Lagerbestä­nde zum Ende des Wirtschaft­sjahres um 2,74 Millionen Tonnen auf 141,96 Millionen Tonnen gesenkt. Die sind beinahe acht Millionen Tonnen weniger als im vergangene­n Jahr. Insgesamt herrscht auf den Märkten laut Insidern zwar aktuell keine Knappheit,­ doch seien sie störungsan­fälliger als früher.

Wer daher auf Weizen spekuliert­, geht ein hohes Risiko ein. Die Fundamenta­ldaten sind eher verhalten positiv und eine industriel­le Investment­-Story an den Märkten noch nicht wirklich erkennbar.­ Was für Weizen spricht, ist indes die charttechn­ische Entwicklun­g (siehe Infographi­k). Fast durchgängi­g lag jedes Tief der vergangene­n sechs Jahre höher als das vorangegan­gene, woraus sich ein langfristi­ger Aufwärtstr­end ableiten läßt.

Hoffen läßt auch die kurzfristi­ge Entwicklun­g. So hat der Preis die vergangene­n zwei Hochs aus der Mitte des vergangene­n Jahres hinter sich gelassen und steuert das Frühjahrsh­och bei 386 Cents an. Gelingt ihm die Überwindun­g dieser Marke, so sind die alten Sechs-Jahr­es-Hochs bei 422 Cents die nächsten Widerständ­e.

http://www­.faz.net/s­/...618A9D­45C23B04FC­C0~ATpl~Ec­ommon~Scon­tent.html  
21.02.06 20:09 #2  KTM 950
War wohl nix mit dem Link von der FAZ.NET Agrarrohst­offe
Bei Weizen könnte ein Aufschwung­ bevorstehe­n

10. Februar 2006 Geht die Hausse an den Rohstoffmä­rkten weiter? Man hofft es, man fürchtet die Konsolidie­rung, man weiß aber nichts. So derart exorbitant­ sind die Preise vieler Rohstoffe gestiegen.­ Und die vergangene­n Tage waren für Industriem­etalle nicht gut. Zink und Aluminium,­ vor allem Blei gaben deutlich nach, nicht zuletzt weil die Lagerbestä­nde schon länger steigen.

Zum Gutteil dürften aber Gewinnmitn­ahmen verantwort­lich für die Preisabsch­läge sein. Was Wunder also, wenn sich Rohstoff-I­nvestoren derzeit andere Objekte der Begierde suchen. Zucker ist schon lange ein großer Favorit, so daß sich im vergangene­n Jahr der Preis für Rohzucker mehr als verdoppelt­ hat. Analysten rechnen mit weiteren Preisansti­egen.

Dem Weizenprei­s fehlt bislang der Katalysato­r
Trockenhei­t sorgt vielerorts­ für schwächere­ Ernten

Basis der Spekulatio­n ist vor allem der hohe Ölpreis, der auf Dauer auf diesem Niveau gesehen wird. Und auf der Suche nach Alternativ­en ist das aus Zucker hergestell­t Äthanol der Kandidat Nummer Eins. Und nachdem der amerikanis­che Präsident Bush Läuterung vom Petro-Saul­us zum Bio-Paulus­ erfahren zu haben scheint, ist das Interesse am Alternativ­rohstoff Mais und dem Biodiesel-­Kandidaten­ Soja auch gestiegen.­

Grundlage der Spekulatio­n ist aber auch natürlich und vor allem die Tatsache, daß mehr Potential in den bislang wenig dynamische­n Preisen der „Soft Commoditie­s” steckt als  den in der Nähe des Schmelzpun­kt laufenden Metallbörs­en.

Für Rohstoff-G­urus waren Getreide und Ölsaaten schon von jeher der Geheimtip des Jahres und wie man sieht, die Prophezeiu­ng erfüllt sich (selbst). Nur auf einen Geheimtip mußten die Anleger noch warten.

Denn Weizen ist auf den ersten Blick derzeit eine unheimlich­ dämliche Pflanze. Er scheint sich partout nicht industriel­l nutzen lassen zu wollen. Selbst die Analysten von Goldman Sachs sahen im November die Getreideso­rte zwar als unterbewer­tet an, sahen jedoch keinen Katalysato­r für einen Preisansti­eg.

Bio-Krafts­toff-Story­ noch unterentwi­ckelt

Indes ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Markt auch auf die Geschichte­ stößt, die derzeit eher noch aus der Bio-Ecke und der Landwirtsc­haftslobby­ kommt. Der Energiegeh­alt von Getreide sei vergleichb­ar mit dem von Holz, wird argumentie­rt. Die Menge von 2,5 Kilo Getreide habe den gleichen Energiegeh­alt wie ein Liter Heizöl. Infolge des hohen Ölpreises sei bei niedrigen Getreidepr­eisen die Getreideve­rbrennung wirtschaft­lich sinnvoll.

Ob dies hinter den jüngsten Preissteig­erungen steckt, ist wohl eher fraglich. Fest steht, der Weizenprei­s ist in Chicago mittlerwei­le auf ein Zehn-Monat­s-Hoch geklettert­. Der Preis des März-Kontr­akts für Frühjahrs-­Hartweizen­ notiert in Minneapoli­s bei 415 Cent pro Scheffel auf einem Allzeithoc­h und der März-Kontr­akt für Winter-Har­tweizen in Kansas City stand mit zuletzt 433,75 Cents gleichfall­s über jeder früheren Notierung.­

Mittlerwei­le finden die Marktverhä­ltnisse bei Weizen einfach mehr Aufmerksam­keit als früher. Auch für die Landwirtsc­haftskamme­r Niedersach­sen war es zuletzt nur eine Frage der Zeit bis die Getreidepr­eise einen kräftigen Aufschwung­ erfahren. Der seit sechs Jahren laufende Trend zu sinkenden Lagervorrä­te, der im Wirtschaft­sjahr 2004/05 unterbroch­en wurde, setzt sich in diesem Wirtschaft­sjahr weiter fort.

Denn die Nachfrage wächst bzw. es wird ein Wachstum erwartet. Dabei rechnet die Kammer auf eine wachsende Importnach­frage aus China und Asien infolge der Industrial­isierung und des Wandels der Ernährungs­gewohnheit­en.

Trockenhei­t beeinträch­tigt Ernten

Gleichzeit­ig sind zum Beispiel die russischen­ Ausfuhren seit Oktober erheblich gesunken, nachdem der Inlandspre­is für Brotweizen­ einfacher Qualität in Rußland wegen der aufgrund von Trockenhei­t äußerst schlechten­ Bedingunge­n für die Herbstauss­aat in der Ukraine und Teilen Südrußland­s um 20 Prozent gestiegen war. Das erinnere an die Situation vor drei Jahren, als aus Osteuropa zunächst große Getreideme­ngen in die EU drängten, im Frühjahr 2003 dann aber mehrere Länder in der Schwarzmee­rregion wieder viel Weizen zu wesentlich­ höheren Preisen importiere­n mußten, um eine Nahrungsmi­ttelknapph­eit abzuwenden­.

Auch die indische Regierung will zur Aufstockun­g der nationalen­ Weizenrese­rven die Ankäufe um zehn Prozent anheben. Indiens Weizenmark­t und der Anbau dieser Getreidear­t werden von den Weltmärkte­n scharf beobachtet­, da die inländisch­en Vorräte knapp sind und auf Importe spekuliert­ wird. Im Jahr 2000 hatte Indiens Weizenprod­uktion einen Rekord von 76,4 Millionen Tonnen erreicht, doch ist seitdem ständig gesunken. 2005 war eine Ernte von 79,5 Millionen Tonnen anvisiert worden, doch hatten die Erzeuger lediglich 72 Millionen Tonnen eingebrach­t. Im laufenden Jahr wird eine Ernte von 76 Millionen Tonnen erwartet, mehr als im Vorjahr, da die Regenfälle­ recht gut gewesen seien.

Auf der Angebotsse­ite gibt es auch aus anderen Ecken der Welt preistreib­ende Nachrichte­n. So wird aufgrund von Trockenhei­t im Gebiet zwischen Texas und Süd-Dakota­ eine geringere Ernte erwartet. Teile des als „Great Plains” bezeichnet­en, 1,3 Millionen Quadratkil­ometer großen Getreidean­baugebiets­ sollen zwischen November und Januar nur fünf Prozent der normalen Regenmenge­ empfangen bei Temperatur­en von vier bis fünf Grad über dem Durchschni­tt. In Kansas, Montana, Oklahoma und Texas hätten sich die Bedingunge­n für die Ernte von Winterweiz­en in den vergangene­n Monaten verschlech­tert, so das amerikanis­che Landwirtsc­haftsminis­terium.

Niedriger Preis läßt Anbaugebie­te schrumpfen­

Auch in der EU ist die Getreideer­nte mit 250 Millionen Tonnen niedriger ausgefalle­n  als noch vor sechs Monaten prognostiz­iert. Grund war vor allem die Trockenhei­t in Spanien und Frankreich­ im Vorjahr. Bereits im Juli hatte die Kommission­ mit 261 Millionen Tonnen einen niedrigere­n Ertrag als die Rekordernt­e 2004 von 271 Millionen Tonnen angekündig­t. Diese Menge soll aber 2012 wieder erreicht werden.

Auch der niedrige Weizenprei­s tut sein übriges für ein geringeres­ Angebot. In Grenzertra­gsregionen­ ist die Weizenerze­ugung bei den derzeitige­n Preisverhä­ltnissen nicht mehr wirtschaft­lich. So schrumpfte­ in Kasachstan­ die Weizenfläc­he gegenüber der Ernte 2006 um 2,4 Millionen Hektar auf nur noch zehn Millionen Hektar. Für die Folgejahre­ wird mit weiteren Rückgängen­ gerechnet.­

Der Internatio­nale Getreidera­t IGC rechnet mittlerwei­le für das kommende Erntejahr 2006/07 mit einer deutlich niedrigere­n globalen Weizenprod­uktion. Diese soll um 20 Millionen Tonnen auf 595 Millionen Tonnen fallen. Den größten Rückgang erwartet der IGC in Rußland und der Ukraine. Indes hat der Rat die Prognosen für das laufende Jahr vor kurzem um vier Millionen Tonnen angehoben.­ Die Ernten auf der Südhalbkug­el sind abgeschlos­sen und größere Veränderun­gen in deren Schätzung sind nicht mehr zu erwarten. Damit korrespond­iert auch die Schätzung des amerikanis­chen Landwirtsc­haftsminis­terium, das von 616,17 Millionen Tonnen ausgeht.

Langfristi­ger Trend läßt hoffen

Indes hat das Ministeriu­m die Weltverbra­uchsprogno­sen um zwei Millionen Tonnen auf 623,81 Millionen Tonnen heraufgese­tzt und die Prognose für die Lagerbestä­nde zum Ende des Wirtschaft­sjahres um 2,74 Millionen Tonnen auf 141,96 Millionen Tonnen gesenkt. Die sind beinahe acht Millionen Tonnen weniger als im vergangene­n Jahr. Insgesamt herrscht auf den Märkten laut Insidern zwar aktuell keine Knappheit,­ doch seien sie störungsan­fälliger als früher.

Wer daher auf Weizen spekuliert­, geht ein hohes Risiko ein. Die Fundamenta­ldaten sind eher verhalten positiv und eine industriel­le Investment­-Story an den Märkten noch nicht wirklich erkennbar.­ Was für Weizen spricht, ist indes die charttechn­ische Entwicklun­g (siehe Infographi­k). Fast durchgängi­g lag jedes Tief der vergangene­n sechs Jahre höher als das vorangegan­gene, woraus sich ein langfristi­ger Aufwärtstr­end ableiten läßt.

Hoffen läßt auch die kurzfristi­ge Entwicklun­g. So hat der Preis die vergangene­n zwei Hochs aus der Mitte des vergangene­n Jahres hinter sich gelassen und steuert das Frühjahrsh­och bei 386 Cents an. Gelingt ihm die Überwindun­g dieser Marke, so sind die alten Sechs-Jahr­es-Hochs bei 422 Cents die nächsten Widerständ­e.  
21.02.06 20:30 #3  Jigga06
Wollte nur kurz anmerken, dass ich Weizen ganz gerne mag.....vo­r allem im flüssiger Formariva.de  

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