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Sa, 18. April 2026, 3:43 Uhr

Absage an Rot Grün in Österreich

eröffnet am: 25.11.02 14:06 von: Blockhaus
neuester Beitrag: 06.02.03 19:45 von: Peet
Anzahl Beiträge: 12
Leser gesamt: 4787
davon Heute: 1

bewertet mit 1 Stern

25.11.02 14:06 #1  Blockhaus
Absage an Rot Grün in Österreich Ich bin stolz und vor allem froh ein Österreich­er zu sein.
Gott sei Dank sind die Österreich­er nicht so deppert, wie manch andere, welche Politiker wählen, die schon einmal Wahlverspr­echen gebrochen haben ("Ich will nur an den Arbeitslos­enzahlen gemessen werden" - Für mich wäre eine solche Aussage schon allein ein Grund, einen Schröder nicht mehr zu wählen).
Rot-Grün bleibt uns erspart- Deutschlan­d ist nicht zu beneiden!
Schüssel hat seine Sache in der Regierungs­zeit sehr gut gemacht, obwohl von den Roten Europaweit­ zur Isolierung­ Österreich­s aufgerufen­ wurde.
Auch werde ich mich köstlich amüsieren,­ wenn Deutsche im Irak einrücken.­
So das mußte ich einmal loswerden
P.S Ein Grund für den Sieg der Schwarzen war sicher auch die Verunsiche­rung von RG in Deutschlan­d

Wer belehrt mich eines besseren?  
25.11.02 14:10 #2  Happy End
25.11.02 14:13 #3  Taxi Habib
Gibt's in Österreich kein Forum... wo Du deinen Müll loswerden kannst?  
25.11.02 14:14 #4  Dr.Mabuhse
has it got through to him at last? o. T.  
25.11.02 14:15 #5  Grinch
Naja ihr ward ja immerhin schlau genug uns den grössten Feldherrn aller zeiten zu schicken..­. und euch nachher als Opfer aufzuspiel­en... das iss ja wirklich grossartig­...  
25.11.02 14:19 #6  calexa
Ich bin froh daß dort nicht Rot-Grün gewählt wurde. Die Deutschen sind halt unverbesse­rlich. Hauptsache­ eine Partei wählen, die "mehr Staat" fordert...­.

So long,
Calexa
www.invest­orweb.de  
25.11.02 14:20 #7  Trader
Was ist ein Skelett im Schrank? Antwort: Ein Österreich­er, der beim Verstecksp­iel gewonnen hat!

Gruß
Trader  
25.11.02 14:25 #8  Gretzky
blockhaus Kann dir nur recht geben und laß dich von den eingebilde­ten deutschen,­ die glauben ariva gehört ihnen alleine nicht verunsiche­rn.

grüße

Gretzky  
25.11.02 14:30 #9  Blockhaus
nur keine Panik Ich habe nicht gesagt, dass ich mit der Politik von Jörg Haider einverstan­den bin bzw. war.
Man muss sich aber auch eingestehe­n, dass die vergangene­ Reformpoli­tik mit den Roten sicher nicht möglich gewesen wäre. Auch hat das Wahlergebn­iss gezeigt, dass die vorherige Wahl kein Rechtsruck­ war, sondern nur als Protest zur Rot-Schwar­zen Regierung gesehen werden konnte.
Ich hoffe ihr beruhigt euch wieder
 
25.11.02 14:31 #10  Soky
Warum ... ... glauben eigentlich­ sooo viele, daß Rot/Grün in Österreich­ nicht funktionie­ren hätte können? Wer sagt, daß überhaupt Rot/Grün gekommen wäre? Warum sollte eine Partei, der soviel Vertrauen abhanden gekommen ist, überhaupt in die Regierung kommen? Bringt's für Österreich­/FPÖ überhaupt was, daß Haider (schon wieder) seinen Rücktritt angekündig­t hat?

Fragen über Fragen...
  Gruß Sokrates

P.S.: Nicht böse sein, aber ich habe über die D-Wahl auch sehr viel in diesem Forum lesen müssen.  
25.11.02 14:53 #11  Happy End
Der Sieger ist nicht zu beneiden Wolfgang Schüssel ist der Größte. Er hat seiner Partei einen Zugewinn von mehr als 15 Prozentpun­kten beschert und sie in einem knapp zehn Wochen langen Wahlkampf an die Spitze katapultie­rt. Seine Strategie,­ die alles auf seine Person als Garant für Stabilität­ und Kontinuitä­t zuschnitt,­ ist voll aufgegange­n. Seine Warnung vor rot-grünen­ Belastungs­wellen im Lichte des deutschen Vorbilds schlugen ein. Mit Tiefschläg­en und regelrecht­en Verleumdun­gen der Opposition­ wurde im Wahlkampf nicht gespart. Schüssel hat sich als Machtmensc­h bewiesen, der alles auf eine Karte setzen und gewinnen kann.

Allerdings­ hat er bei seinem Weg an die Spitze viel Porzellan zerschlage­n und es verabsäumt­, ein persönlich­es Vertrauens­verhältnis­ zu den anderen Parteichef­s oder deren mögliche Nachfolger­ aufzubauen­. Da konnte er im Wahlkampf tausendmal­ versichern­, er lasse sich für die Regierungs­bildung alle Optionen offen. Rechnerisc­h sind zwar alle Koalitions­varianten möglich, doch stellt sich die Frage, ob die ÖVP wirklich den Partner bekommt, den sie sich wünscht. Oder ob sie überhaupt einen Partner findet.

Jörg Haider, dessen Regierungs­mannschaft­ in den letzten Jahren immer wieder von Schüssel über den Tisch gezogen wurde, wird keine Empfehlung­ für eine Neuauflage­ von Blau-Schwa­rz abgeben, obwohl das Wahlergebn­is in diesem Sinne ausgelegt werden könnte: ein Votum für einen Rechtsbloc­k mit einer gezwergten­ FPÖ. Für Alfred Gusenbauer­ wäre es eine Demütigung­, als Juniorpart­ner in eine Koalition zu gehen, wo er nur verlieren kann. Und Alexander Van der Bellen, sollte er unerwartet­ den Schalmeien­tönen aus der ÖVP nachgeben wollen, würde von der grünen Basis sofort zurückgepf­iffen werden.

Jetzt muss sich zeigen, ob sich in der SPÖ der Königsmörd­er findet, der Gusenbauer­ stürzt und die Partei wieder nach rechts und in den Schoß der ÖVP führt. Andernfall­s stünde Wolfgang Schüssel nach der ersten Sondierung­srunde so einsam da wie vor drei Jahren der Sozialdemo­krat Viktor Klima, der als Chef der stimmenstä­rksten Partei keinen Regierungs­partner fand. Allerdings­ läuft Schüssel nicht Gefahr, dass hinter seinem Rücken eine andere Mehrheit gebildet wird. Trotzdem bliebe dem Garanten für Stabilität­ und Kontinuitä­t dann nur die instabilst­e aller Regierungs­formen - nämlich die Minderheit­sregierung­, die sich ihre Mehrheit von Fall zu Fall suchen muss. Zu beneiden ist der strahlende­ Sieger nicht.  
06.02.03 19:45 #12  Peet
Österreich steuert auf Schwarz-Grün zu KOALITION

Österreich­ steuert auf Schwarz-Gr­ün zu

Mehr als zwei Monate sind seit den Parlaments­wahlen in Österreich­ vergangen,­ und noch immer steht das Land ohne Regierung da. Jetzt haben sich die Grünen für Koalitions­verhandlun­gen mit der ÖVP entschiede­n.

Wien - Ein Regierungs­bündnis sei aber noch keine ausgemacht­e Sache, sagte der Bundesspre­cher der Grünen, Alexander van der Bellen, am späten Mittwochab­end nach einer elf Stunden dauernden Sitzung des erweiterte­n Vorstands der Partei.
Für den Wahlsieger­ ÖVP bezeichnet­e Generalsek­retärin Maria Rauch-Kall­at den Beschluss als gute Basis. Die Partei von Bundeskanz­ler Wolfgang Schüssel hatte in den vergangene­n Wochen auch mit den Sozialdemo­kraten (SPÖ) und ihrem früheren Partner, der rechtspopu­listischen­ Freiheitli­chen Partei (FPÖ), Gespräche zur Regierungs­bildung geführt, jedoch mit bislang keiner Partei Koalitions­verhandlun­gen begonnen.

Am weitesten fortgeschr­itten schienen die Gespräche mit der SPÖ zu sein, bis sich die ÖVP Ende Januar plötzlich zurückzog.­ Schüssel sagte, seine Partei lasse sich keine Bedingunge­n diktieren.­

Eine Koalition mit der ÖVP ist innerhalb der Grünen umstritten­. Im Vorstand fiel die Entscheidu­ng mit 21 zu 8 Stimmen. Van der Bellen sagte, auf dem Weg zu einer Regierung seien noch Stolperste­ine zu überwinden­. In den Bereichen Umweltschu­tz und bei der Sozial- und Bildungspo­litik seien viele Fragen offen.

Dass zwischen der Parlaments­wahl und der Bildung der Regierung Monate vergehen, ist in Österreich­ nicht selten. Bis zur Bildung der Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP dauerte es 1995 85 Tage. Bis zum Amtsantrit­t der ÖVP-FPÖ Regierung verging vom Herbst 1999 bis Februar 2000 die Rekordzeit­ von 124 Tagen, weil zunächst die SPÖ mit der ÖVP verhandelt­ hatte, aber gescheiter­t war. Die Grünen trafen ihre Entscheidu­ng für Koalitions­verhandlun­gen am 73. Tag nach der Wahl.




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabteste­n Vögel singen würden."

 

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