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thyssenkrupp

WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001

thyssenkrupp: Es bleibt unruhig beim Essener Industriekonzern - Aktienanalyse


30.11.23 15:38
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - thyssenkrupp-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, NASDAQ OTC-Symbol: TYEKF) unter die Lupe.

Der Essener Industriekonzern stelle seinen Vorstand neu auf: So sei ein Nachfolger für den scheidenden Finanzvorstand Klaus Keysberg gefunden worden. Zudem könne der neue Konzernchef Miguel López künftig mit einem größeren Vorstandsteam arbeiten, welches mehr operative Verantwortung erhalte. Damit dürfte die bisherige Holding-Strategie zurückgedreht werden. Kritik sei von der Gewerkschaft IG Metall gekommen. Bei der Entscheidung des Aufsichtsrates sei es zu einem Novum gekommen - zum ersten Mal habe sich die Eigentümerseite über die Stimmen der Arbeitnehmerseite hinweggesetzt.

Der Aufsichtsrat des Konzerns habe am Mittwochabend Jens Schulte zum neuen Finanzchef bestellt. Schulte habe das Amt zurzeit bei der Schott AG inne. Der Wechsel solle voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres erfolgen, habe das Unternehmen mitgeteilt. Keysberg habe bereits im September angekündigt, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Zudem erweitere thyssenkrupp seinen bislang aus drei Mitgliedern bestehenden Vorstand. Volkmar Dinstuhl, zuletzt Chef des inzwischen aufgelösten Segments Multi Tracks und zuständig für Zu- und Verkaufsprojekte, werde ebenso zum 1. Januar in den Vorstand berufen wie Ilse Henne. Die Managerin sei derzeit im Vorstand der Handelssparte. Alle neuen Verträge würden über drei Jahre laufen.

Die Arbeitnehmervertreter hätten die Erweiterung des Vorstands scharf kritisiert. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens seien Vorstände trotz der geschlossenen Ablehnung der Arbeitnehmerseite bestellt worden, habe es in einer von der IG Metall veröffentlichten Mitteilung geheißen.

Wie thyssenkrupp weiter mitgeteilt habe, solle mit der Bestellung der Vorstand stärker auf die operative Leistung sowie auf die Weiterentwicklung des Portfolios ausgerichtet werden. Bislang habe das Gremium die drei Querschnittsfunktionen Strategie, Personal und Finanzen abgedeckt. Mit der Neuausrichtung sollten auch die Sparten von thyssenkrupp künftig einzelnen Vorstandsmitgliedern zugeordnet werden. Beim neuen Chef Miguel López lägen das Stahlgeschäft sowie die neue Sparte Decarbon Technologies, bei Dinstuhl Automotive Technology, bei Henne das Handelsgeschäft sowie Marine Systems bei Personalvorstand Oliver Burkhard.

Die Arbeitnehmerseite habe in ihrer Mitteilung von einem "Kulturbruch in der Mitbestimmung" und einer "Zäsur" gesprochen. Die Anteilseigner und der neue Chef López hätten mit der bewährten Mitbestimmungspraxis bei thyssenkrupp gebrochen. Dies werde Spuren hinterlassen und dem bislang ausgewogenen und konstruktiven Dialog im Aufsichtsrat dauerhaft Schaden zufügen. Der Alleingang gegen die komplette Arbeitnehmerbank zeige, dass die Anteilseigner kein Interesse mehr an einem belastbaren Miteinander hätten.

Die Arbeitnehmerseite kritisiere v.a., dass die Erweiterung des Vorstandes den laufenden Sparprogrammen widerspreche. "Auch ein Dutzend Vorstände wird dieses Unternehmen nicht gegen die eigenen Mitarbeitenr führen können. Wasser predigen und Wein trinken wird nicht zum Erfolg führen", habe es geheißen.

Es bleibe unruhig bei thyssenkrupp. Bei kaum einem Konzern seien die Arbeitnehmer derart mächtig wie bei den Essenern. Offen bleibe v.a., wie es um die Zukunft der Stahlsparte stehe. Inzwischen bewege sich die Aktie seit einigen Monaten seitwärts. Die Bewertung bleibe zwar günstig, doch erst der Ausbruch über 7,50 Euro würde neue Impulse freisetzen, so Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 30.11.2023)

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: thyssenkrupp.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze thyssenkrupp-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs thyssenkrupp-Aktie:
6,954 EUR -0,80% (30.11.2023, 15:25)

XETRA-Aktienkurs thyssenkrupp-Aktie:
6,946 EUR -1,03% (30.11.2023, 15:12)

ISIN thyssenkrupp-Aktie:
DE0007500001

WKN thyssenkrupp-Aktie:
750000

Ticker-Symbol thyssenkrupp-Aktie:
TKA

NASDAQ OTC-Symbol thyssenkrupp-Aktie:
TYEKF

Kurzprofil thyssenkrupp AG:

Die thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, NASDAQ OTC-Symbol: TYEKF) ist eine international aufgestellte Unternehmensgruppe aus weitgehend selbstständigen Industrie- und Technologiegeschäften mit rund 96.000 Mitarbeitenden. In 48 Ländern erwirtschaftete sie im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Umsatz von 41 Mrd. EUR. Die Geschäftsaktivitäten sind in sechs Segmente gebündelt: Materials Services, Industrial Components, Automotive Technology, Steel Europe, Marine Systems und Multi Tracks. Mit umfassendem Technologie-Know-how entwickeln die Geschäfte wirtschaftliche und ressourcenschonende Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Etwa 3.600 Mitarbeiter sind weltweit an 75 Standorten in Forschung und Entwicklung tätig und beschäftigen sich vor allem mit Klimaschutz und Energiewende, digitaler Transformation in der Industrie sowie mit der Mobilität der Zukunft.

Das Patentportfolio der thyssenkrupp-Gruppe umfasst derzeit etwa 17.370 Patente und Gebrauchsmuster. Unter der Dachmarke thyssenkrupp schafft die Unternehmensgruppe mit innovativen Produkten, Technologien und Dienstleistungen langfristig Wert und trägt zu einem besseren Leben künftiger Generationen bei. Dabei verfolgt das Unternehmen zum einen ambitionierte Klimaschutzziele und optimiert seine eigene Energie- und Klimaeffizienz. Zum anderen bringt es durch die vielfältigen Fähigkeiten entlang der relevanten Wertschöpfungsketten seine Kunden bei der grünen Transformation entscheidend voran.

thyssenkrupp ist ein Unternehmen im MDAX. thyssenkrupp Aktien werden an der Börse in Frankfurt (Kürzel: TKA) sowie als American Depositary Receipts in den USA (Kürzel: TKAMY) gehandelt. (30.11.2023/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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