Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 23. Februar 2024, 8:39 Uhr

Die jüngsten Konjunkturenttäuschungen und potenzielle Risiken für Aktienmärkte


20.11.23 15:47
Berenberg

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Die Kombination aus sich abkühlenden Makrodaten und Inflationszahlen hat zu fallenden Zinsen geführt und Goldlöckchen-Hoffnungen geschürt - also, dass die FED eine weiche US-Landung tatsächlich hinbekommt, so Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg.

Folglich seien Aktien deutlich gestiegen, begünstigt auch durch einen fallenden US-Dollar und Ölpreis, was die finanziellen Bedingungen zusätzlich gelockert habe. Die Abnahme der Aktien- und Zinsvolatilität habe dazu geführt, dass die unterexponierteren Quant-Strategien wieder in Aktien und Anleihen gedrängt worden seien.

Das von den Experten in den letzten Wochen skizzierte Szenario einer "technischen" Erholung scheine also einzutreffen, zumal die großen Aktienrückkaufprogramme jetzt erst loslaufen würden und die systematischen Strategien noch nicht wieder voll investiert seien - insbesondere die Risiko-Paritäts-Strategien könnten vermehrt Aktien nachfragen, wenn die positive Korrelation zwischen Aktien und Anleihen etwas nachlasse. Fundamental bleibe jedoch das Risiko, dass Konjunkturenttäuschungen mittelfristig auch Aktien belasten sollten.

Seitens der Zentralbanken dürfte der Markt gebannt auf die Protokoll-Veröffentlichung der letzten FED-Sitzung am 21. November blicken. Auf politischer Ebene werde es mit den Parlamentswahlen in den Niederlanden am 22. November und dem OPEC+-Treffen am 26. November spannend. Am 23. November seien die US-Börsen aufgrund von Thanksgiving teilweise geschlossen. Mit baldigem Abschluss der Q3-Berichtssaison dürfte sich der Anlegerblick wieder auf die Konjunkturdaten richten.

Am Mittwoch würden das US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (Nov.) und die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (18. Nov.) veröffentlicht. Am Donnerstag stünden die vorläufigen PMI-Daten (Nov) für einige Eurozonenländer und das Protokoll der letzten EZB-Sitzung an. Die deutschen Q3-BIP-Zahen und das ifo-Geschäftsklima (Nov.) würden am Freitag folgen. In der Folgewoche stünden die Q3-BIP- und ISM-Daten (Nov.) für die USA und die Inflationsdaten für die Länder der Eurozone an. (20.11.2023/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
0,016 plus
+14,08%
2,90 minus
-21,62%