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Fr, 30. Juli 2021, 22:20 Uhr

Wirecard

WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060

Wirecard: Gute Chancen für Anlegerklagen in Österreich - Aktiennews


14.06.21 12:56
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Wirecard: Gute Chancen für Anlegerklagen in Österreich - Aktiennews

Markus Braun, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des nach einem Bilanzsskandal insolventen deutschen Zahlungsdienstleisters Wirecard (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) kann zivilrechtlich voraussichtlich auch in Österreich belangt werden, so die Experten von FONDS professionell.

Nach einem Gerichtsurteil stünden die Chancen gut, dass geschädigte Anleger ihre Ansprüche gegen den Ex-Wirecard Vorstandsvorsitzenden Markus Braun auch vor österreichischen Gerichten geltend machen könnten. Das Landesgericht Innsbruck habe in einem von der Kanzlei Aigner Lehner Zuschin Rechtsanwälte (Wien) geführten Musterverfahren die internationale Zuständigkeit österreichischer Gerichte bestätigt. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.

Der Österreicher Braun, der die Geschicke des deutschen Zahlungsdienstleisters rund 18 Jahre gelenkt habe, verfüge auch über Liegenschaften in Österreich. Das Landesgericht sei laut einer Aussendung der Anwaltskanzlei zum Schluss gekommen, dass Braun einen Wohnsitz in München und Wien gehabt habe. Sein Anwesen in Kitzbühel, wo er bis zuletzt mit Hauptwohnsitz gemeldet sei, habe Braun laut Feststellungen des Gerichts nur mehr sporadisch genutzt. Daher habe sich Wien als "zuständigkeitsbegründender" Wohnsitz ergeben. Gemeinsam mit der Anerkennung der internationalen Zuständigkeit österreichischer Gerichte habe das Landesgericht Innsbruck das Verfahren an das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien überwiesen.

Klage gegen Wirtschaftsprüfer in Arbeit

Laut Rechtsanwalt Roman Taudes könnten Anleger nicht nur bei Braun einen Ersatz für erlittene Schäden verlangen. Abseits von Schadenersatzansprüchen im Wirecard-Insolvenzverfahren (Anmeldung noch möglich) wolle die Kanzlei gemeinsam mit Prozessfinanzieren österreichische Ansprüche gegen den Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY) einbringen.

Braun sitze seit rund einem Jahr in Deutschland in Untersuchungshaft. Wie das "Handelsblatt" kürzlich berichtet habe, dürfte die Staatsanwaltschaft München noch heuer Anklage gegen den ehemaligen Wirecard-Vorstandschef einbringen. Werde die Anklage zugelassen, könnte der Prozess Mitte 2022 starten. Der Vorwurf laute demnach auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug, Marktmanipulation und Untreue.

Braun würden mehr als zehn Jahre Haft drohen

Wirecard habe im Jahr 2020 (nach bereits länger im Raum stehenden Unregelmäßigkeiten) ein Bilanzloch von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Braun würden laut Handelsblatt mehr als zehn Jahre Haft drohen. Die Ermittler würden den Schaden für Banken und andere Gläubiger auf 3,2 Milliarden Euro schätzen. Anleger hätten mit der Aktie (auch zahlreiche Investmentfonds seien investiert gewesen) innerhalb weniger Jahre Milliarden an Euro verloren. Die Aktie, die 2018 auf Niveaus bei 200 Euro notiert habe, sei inzwischen nur noch wenige Cent wert.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,3952 EUR -3,02% (14.06.2021, 12:40)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Am 25.06.2020 stellte das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (14.06.2021/ac/a/nw)





 
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