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So, 19. September 2021, 1:26 Uhr

Commerzbank

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Vorfälligkeitsentschädigung: Commerzbank unterliegt vor dem BGH - Aktiennews


29.06.21 13:39
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Vorfälligkeitsentschädigung: Commerzbank unterliegt vor dem BGH - Aktiennews

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, NASDAQ OTC-Symbol: CRZBF) hat einen Rechtsstreit wegen zu hoher Vorfälligkeitsentschädigungen bei vorzeitiger Kündigung eines Immobilienkredits endgültig verloren, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Nichtzulassungsbeschwerde des Kreditinstituts zurückgewiesen, wie "Spiegel Online" berichte. Die Bank habe geklagt, weil das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main keine Revision gegen ein von ihm gesprochenes Urteil vom vergangenen Juli (Az.: 17 U 810/19) zugelassen habe. Das Urteil sei zuungunsten der Commerzbank ausgefallen.

"Der BGH schließt sich damit faktisch der Entscheidung des OLG Frankfurt am Main an und hält eine weitere Klärung der Sache für unnötig", zitiere das "Spiegel Online" Rechtsanwalt Marko Huth von der Berliner Kanzlei Gansel. Diese habe das OLG-Urteil gegen die Commerzbank im Namen zweier Mandanten erstritten. Damit würden die Anwälte die Position von Darlehensnehmern gestärkt sehen. Die Commerzbank habe sich dem Bericht zufolge zu dem Thema nicht äußern wollen.

Worum sei es gegangen? Per Vorfälligkeitsentschädigung würden sich Geldhäuser - vereinfacht gesagt - einen Ausgleich dafür sichern, dass ihnen im Fall einer vorfristigen Kündigung eines Kreditvertrages Zinseinnahmen entgehen würden. In dem vorliegenden Streit hätten zwei Kunden der Bank im Jahr 2016 zusammen zwei Darlehen in Höhe von insgesamt rund 300.000 Euro abgeschlossen. Darüber habe damals das "Handelsblatt" berichtet. Diese hätten sie 2018 aus persönlichen Gründen kündigen wollen. Dafür sollten sie insgesamt mehr als 21.500 Euro an die Commerzbank zahlen. Dagegen hätten sie geklagt, unter anderem wegen unklarer Vertragsklauseln.

Dieser Sicht habe sich das OLG im Sommer 2020 und nun auch der BGH angeschlossen. Die Frankfurter Richter seien zu der Auffassung gelangt, dass die Ausführungen des Kreditinstituts zur Berechnung der Entschädigung in dem strittigen Darlehensvertrag "nicht den gesetzlichen Anforderungen" genügen würden, schreibe das "Handelsblatt". Die Angaben müssten "klar, prägnant, verständlich und genau" sein. Das OLG habe aber nicht grundsätzlich daran gerüttelt, dass Banken bei vorzeitigem Ende eines Kreditvertrages eine Entschädigung für entgangene Zinseinnahmen fordern dürfen.

Das nun vom BGH bestätigte Urteil sei auch für Kunden anderer Banken von Bedeutung, habe Anwalt Huth "Spiegel Online" erklärt. Einige Institute hätten zwar Formulare überarbeitet, doch auch diese seien "zum Teil weiterhin angreifbar". Es gebe für viele Privatleute die Möglichkeit, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu vermeiden. Dies gelte laut Bericht für Verträge ab dem 22. März 2016. Der Gesetzgeber habe seinerzeit festgeschrieben, dass Banken ihre Kunden gerade auch bei Baufinanzierungen detailliert und verständlich über die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung informieren müssten.

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
6,077 EUR -0,85% (29.06.2021, 13:36)

XETRA-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
6,074 EUR -0,38% (29.06.2021, 13:22)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

NASDAQ OTC-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, NASDAQ OTC-Symbol: CRZBF) ist die führende Bank für den Mittelstand und starker Partner von rund 30.000 Firmenkundenverbünden sowie rund 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist im Firmenkundengeschäft international in knapp 40 Ländern vertreten. Die Bank konzentriert sich auf den deutschen Mittelstand, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden.

Im internationalen Geschäft begleitet die Commerzbank Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland und Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Privat- und Unternehmerkunden profitieren im Zuge der Integration der comdirect von den Leistungen einer der modernsten Onlinebanken Deutschlands in Verbindung mit persönlicher Beratung vor Ort. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 5,7 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2020 erwirtschaftete die Commerzbank mit knapp 48.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von rund 8,2 Milliarden Euro. (29.06.2021/ac/a/d)





 
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