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Fr, 3. Februar 2023, 7:46 Uhr

Volkswagen Vz

WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039

Volkswagen: Milliarden-Investitionsvorhaben wie Batteriezellwerke in Gefahr? Aktienanalyse


29.11.22 13:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Marion Schlegel vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) unter die Lupe.

Die großen Autobauer würden einer Analyse zufolge weiter Rekordgewinne einfahren, nach Einschätzung von Volkswagen müsse sich Europa wegen der Energiekrise und Inflation aber gegenüber China und den USA sputen. Der neue Volkswagen-Markenchef Thomas Schäfer habe am Montag diesbezüglich eine Warnung ausgesprochen.

Bis Ende September seien die Geschäfte für viele Hersteller laut der Unternehmensberatung EY in der Summe sehr gut gelaufen - insbesondere in China, ungeachtet der dort heftig umstrittenen Null-Covid-Strategie. Schäfer habe jedoch erklärt, dass Europa angesichts der Energieverteuerung und oft als schleppend empfundenen Förderpolitik "keine Zeit zu verlieren" habe. Sonst könnten schlimmstenfalls Milliarden-Investitionsvorhaben wie Batteriezellwerke gefährdet sein.

Wohl und Wehe der Autoindustrie würden in weiten Teilen an China als größtem Markt hängen. Die Pandemie habe von dort aus viele Lieferketten zerrissen, rigorose Lockdowns hätten auch wirtschaftliche Schockwellen ausgelöst. Zuletzt aber sei es in der Volksrepublik für die Branche wieder bergauf gegangen: Beim Absatz hätten die deutschen Hersteller um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zugelegt.

Auch der Volkswagen-Konzern betreibe zahlreiche Werke in dem Land. Schäfer, der im Sommer die Führung der Hauptmarke VW Pkw vom jetzigen China-Chef Ralf Brandstätter übernommen habe, glaube, dass das Entwicklungstempo in Fernost und in anderen Regionen weiter zulasten des Heimatmarkts Europa zulegen könnte. "Im internationalen Vergleich verlieren Deutschland und die Europäische Union rasant an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit", habe der Topmanager im Online-Netzwerk LinkedIn geschrieben. "Die USA, Kanada, China, Südostasien und Regionen wie Nordafrika geben Gas. Wir treten auf der Stelle."

Schäfer habe gemahnt, die Wirtschaftspolitik müsse bei den Entlastungen aufs Ganze gehen. "Wenn es uns nicht gelingt, die Energiepreise in Deutschland und Europa rasch und verlässlich zu senken, sind Investitionen in energieintensive Produktion oder in neue Batteriezellfabriken praktisch nicht mehr darstellbar." VW wolle bis zum Ende des Jahrzehntes mindestens sechs eigene Akkuzellwerke auf dem Kontinent zum Laufen bringen. Außerdem justiere der größte europäische Autobauer seine Elektro- und Software-Strategie nach.

Als Verantwortlicher für das Massengeschäft im Konzern sei er wegen Europas Wettbewerbsfähigkeit "tief besorgt", so Schäfer. Das gelte ebenso für die Abläufe der EU-Wirtschaftsförderpolitik, die entweder zu sehr auf Einzelregionen oder die lange Frist angelegt seien. Neue Initiativen Deutschlands und Frankreichs zur industriepolitischen Kooperation seien "ein richtiger Schritt. Aber das gemeinsame Papier greift an den entscheidenden Stellen zu kurz." Berlin und Paris möchten in zentralen Schlüsseltechnologien stärker zusammenarbeiten.

"Der Aktionär" sieht die Aktie von Volkswagen derzeit als Halteposition, so Marion Schlegel von "Der Aktionär". Die Aktie sei zuletzt am Widerstand in Form der 200-Tage-Linie wieder nach unten abgeprallt. Nun gelte es, die 38-Tage-Linie zu verteidigen. (Analyse vom 29.11.2022)

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz und Porsche AG.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Volkswagen-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
137,06 EUR +1,39% (29.11.2022, 13:13)

XETRA-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
137,08 EUR +1,36% (29.11.2022, 12:59)

ISIN Volkswagen-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN Volkswagen-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VOW3

NASDAQ OTC-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Der Volkswagen Konzern (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Autobauer Europas. Zehn Marken aus fünf europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati. Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an weiteren Marken und Geschäftsbereichen an. Darunter auch Finanzdienstleistungen, wozu die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement zählen.

Mit seinem Zukunftsprogramm und der neuen Konzernstrategie 2030 "NEW AUTO - Mobility for Generations to Come" hat der Volkswagen Konzern den Weg freigemacht für den größten Veränderungsprozess seiner Geschichte: Die Neuausrichtung eines der besten Automobilunternehmen zu einem der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität. Dazu wird der Konzern sein automobiles Kerngeschäft transformieren, u.a. mit mehr als 30 zusätzlichen vollelektrischen Modellen bis zum Jahr 2025, sowie dem Ausbau von Batterietechnologie und autonomem Fahren als neue Kernkompetenzen. (29.11.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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