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Mo, 5. Dezember 2022, 22:06 Uhr

Unidevice

WKN: A11QLU / ISIN: DE000A11QLU3

UniDevice: Q2-Umsatz und Q2-Ergebnis deutlich verbessert; Prognosen bestätigt; Kursziel leicht reduziert - Aktienanalyse


20.07.22 13:15
GBC AG

Augsburg (www.aktiencheck.de) - UniDevice-Aktienanalyse von der GBC AG:

Cosmin Filker und Marcel Schaffer, Aktienanalysten der GBC AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse unverändert zum Kauf der Aktie der UniDevice AG (ISIN: DE000A11QLU3, WKN: A11QLU, Ticker-Symbol: UDC).

Laut dem kürzlich veröffentlichten Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2022 sei es der UniDevice AG gelungen, im zweiten Quartal 2022 deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im Vergleich zum stark belasteten ersten Quartal 2022 zu erzielen. Demzufolge habe die Gesellschaft im zweiten Quartal 2022 einen Umsatz in Höhe von 100,28 Mio. EUR (Q1 2022: 74,44 Mio. EUR) und einen Periodenüberschuss in Höhe von 1,37 Mio. EUR (Q1 2022: -0,43 Mio. EUR) erwirtschaftet. Der positive operative Geschäftsverlauf im zweiten Quartal 2022 sei primär auf die Abschwächung des EURO im Vergleich zum starken US-Dollar zurückzuführen. Demzufolge profitiere das Unternehmen von positiven Wechselkurseffekten, einem guten Einkaufsniveau in der Eurozone und erheblichen Warenverkäufen von hochpreisigen Smartphones der Marken Apple und Samsung in USD-Zonen.

Der positive Verlauf des zweiten Quartals 2022 habe den schwachen operativen Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2022 aber nicht kompensieren können. Demnach habe die Gesellschaft im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 174,72 Mio. EUR (Vorjahr: 197,09 Mio. EUR) erzielt, was einem Umsatzrückgang von circa -11,4% entspreche. Dieser Umsatzrückgang sei damit in erster Linie auf die schwache Entwicklung im ersten Quartal 2022 zurückzuführen. Der negative Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2022 habe aus weitreichenden internationalen Lieferkettenstörrungen und einem stark reduzierten Warenzugang resultiert. Zudem seien Inflationssorgen und dadurch Präferenzänderungen im Konsumentenverhalten ersichtlich. Dies finde sich in einem niedrigeren Absatz bei hochwertigen und hochpreisigen Smartphones wieder und führe letztlich zu niedrigeren Umsatzniveaus.

Erwartungsgemäß habe der Umsatzrückgang eine Minderung des operativen Ergebnisses (EBIT) auf 1,52 Mio. EUR (VJ: 2,53 Mio. EUR) zur Folge gehabt. Mit Blick auf den Rohertrag, welcher für das Geschäftsmodell der UniDevice AG eine wichtige Kennzahl sei, lasse sich ein überproportionaler Rückgang auf 3,56 Mio. EUR (VJ: 5,56 Mio. EUR) feststellen. Die damit zusammengehörende Minderung der Rohertragsmarge auf 2,1% (VJ: 2,8%) dürfte mit einer ungünstigen Entwicklung im Produktmix sowie mit höheren Einkaufspreisen zusammenhängen.

Positiv hervorzuheben sei jedoch die Rückkehr in die Gewinnzone. Sowohl beim EBIT als auch auf Ebene des Nachsteuerergebnisses seien die jeweils negativen Werte des ersten Quartals überkompensiert worden. Nach den ersten sechs Monaten 2022 belaufe sich das Periodenergebnis auf 0,94 Mio. EUR (VJ: 1,65 Mio. EUR).

Der überwiegende Kapitalbedarf der UniDevice AG bestehe als B2B-Broker in der Vorfinanzierung des operativ relevanten Vorratsvermögens in Form der hochwertigen elektronischen Geräte, wie Smartphones und Wearables. Der substanzielle Abbau des Vorratsvermögens auf 5,70 Mio. EUR (31.12.2021: 15,94 Mio. EUR) habe insbesondere zu einer positiven Entwicklung des operativen Cashflows auf 3,20 Mio. EUR (31.12.2021: -1,88 Mio. EUR) geführt. Aufgrund der positiven Entwicklung des operativen Cashflows habe sich der Bestand liquider Mittel zum Ende des ersten Halbjahres 2022 auf 1,84 Mio. EUR verbessert (31.12.2021: 1,58 Mio. EUR). Zudem verfüge das Unternehmen über eine nicht genutzte Bankkreditlinie in Höhe von 5,97 Mio. EUR.

Im Rahmen der Veröffentlichung des Zwischenberichts für das erste Halbjahr 2022 sei das Management der UniDevice AG in Bezug auf den weiteren Geschäftsverlauf vorsichtig optimistisch gestimmt. Zudem betone die Gesellschaft, dass die anhaltenden Störfaktoren in den internationalen Lieferketten und die gedämpfte Konsumlaune der Verbraucher zu einer negativen Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs führen könnten.

Ausgehend von einer rückläufigen Umsatzentwicklung auf Halbjahresbasis sei auch auf Gesamtjahresbasis 2022, bei weiter andauernden internationalen Lieferkettenstörungen, in Verbindung mit einer unsicheren Konjunkturlage, mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung zu rechnen. Für das zweite Halbjahr 2022 würden die Analysten mit Umsatzerlösen in Höhe von rund 140 Mio. EUR rechnen und würden damit von einem niedrigerem Umsatzniveau als in den ersten sechs Monaten 2022 ausgehen. Mit dieser Annahme würden sie der noch bestehenden Unsicherheit im internationalen Handel sowie, vor dem Hintergrund der deutlich erhöhten Inflation, der rückläufigen Konsumlaune Rechnung tragen.

Die Analysten der GBC AG behalten daher ihre bisherigen Umsatzprognosen- und Ergebnisprognosen bei. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 würden sie demnach mit Umsatzerlösen in Höhe von 314,19 Mio. EUR (2021: 348,03 Mio. EUR) und demzufolge mit einem Umsatzrückgang für das Gesamtjahr 2022 in Höhe von -9,7% rechnen. Die Analysten würden erst ab dem Geschäftsjahr 2023 mit einer Rückkehr zum Umsatzwachstum rechnen. Konkret würden sie für die beiden Geschäftsjahre 2023 und 2024 jeweils einen Umsatzanstieg in Höhe von 10% erwarten.

Auf Ergebnisebene sollte die UniDevice AG erst im Geschäftsjahr 2024 an das Ergebnisniveau vor Beginn der internationalen Lieferkettenstörrungen (operatives Ergebnis 2020: 5,13 Mio. EUR) anknüpfen. In diesem Zusammenhang würden die Analysten davon ausgehen, dass die Gesellschaft den Produktfokus beim Warenverkauf auf margenstarke Produkte, wie beispielsweise Wearables der Marken Apple und Samsung, lege.

Im Rahmen ihres DCF-Bewertungsmodells hätten die Analysten ein neues Kursziel in Höhe von 2,73 EUR (bisher: 2,80 EUR) ermittelt. Auf der einen Seite führe der turnmusmäßige Roll-Over-Effekt zu einem Anstieg der Kursziels. Auf der anderen Seite hätten die Analysten in den gewichteten Kapitalkosten (WACC) den marktbedingten Anstieg des risikolosen Zinssatzes berücksichtigt. Als risikolosen Zins würden sie aktuell 0,8% (bisher: 0,4%) verwenden, wodurch sich die Kapitalkosten (WACC) auf 8,24% (bisher: 7,88%) erhöhen würden. Die damit zusammenhängende Kurszielreduktion überwiege den Roll-Over-Effekt.

Cosmin Filker und Marcel Schaffer, Analysten der GBC AG, vergeben für die UniDevice-Aktie weiterhin das Rating "kaufen". (Analyse vom 20.07.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze UniDevice-Aktie:

Xetra-Aktienkurs UniDevice-Aktie:
1,04 EUR -1,89% (20.07.2022, 09:02)

ISIN UniDevice-Aktie:
DE000A11QLU3

WKN UniDevice-Aktie:
A11QLU

Ticker-Symbol UniDevice -Aktie:
UDC

Kurzprofil UniDevice AG:

Die UniDevice AG (ISIN: DE000A11QLU3, WKN: A11QLU, Ticker-Symbol: UDC) hat ihren Sitz in Berlin. Die Tochtergesellschaft PPA International AG hat ihren Sitz in Kassel.

Die Unternehmensgruppe ist erfolgreich im internationalen Großhandel mit elektronischen Geräten aus den Bereichen Unterhaltung und Kommunikation. Kern des Geschäfts ist der internationale Großhandel von Mobiltelefonen aller namenhaften Hersteller. In Kassel und Berlin sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich im Einsatz. Für seine Kunden ist das Unternehmen ein starker Partner - aus Deutschland heraus kauft es weltweit ein und verkauft in der EU und Drittländern an unabhängige Unternehmer.

Die Vielsprachigkeit der Mitarbeiter ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Die Mitarbeiter decken folgende Sprachen ab: Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Hindi, Italienisch, Paschtu, Polnisch, Russisch, Rumänisch, Türkisch. Viele Mitarbeiter sind seit mehr als zehn Jahren dem Teamerfolg verpflichtet. (20.07.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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