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Mo, 28. November 2022, 9:02 Uhr

Swiss Re

WKN: A1H81M / ISIN: CH0126881561

Swiss Re erwartet wachsende Nachfrage nach Rückversicherungsschutz - Aktienanalyse


12.09.22 22:24
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Swiss Re-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Swiss Re AG (ISIN: CH0126881561, WKN: A1H81M, Ticker-Symbol: SR9, SIX Swiss Exchange-Symbol: SREN, NASDAQ OTC-Symbol: SSREF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die starken Preissteigerungen würden nicht an Versicherungs-Kunden vorbeigehen. Angesichts vermehrter Naturkatastrophen und der hohen Inflation möchten die weltgrößten Rückversicherer die Preise kräftig erhöhen. Die Prämien von Rückversicherern würden steigen und auch bei Erstversicherern wie Allianz und AXA für Aufschläge sorgen. Die Aktien von Munich Re und Hannover Rück (ISIN DE0008402215 / WKN 840221) würden profitieren.

Vom Branchentreffens "Rendez-Vous de Septembre" in Monte Carlo, wo man mit Erstversicherern wie Allianz und AXA die Konditionen für die Vertragserneuerung zum kommenden Jahreswechsel auslote, kämen angesichts hoher Inflation positive Signale. Die Rückversicherung-Konzerne Munich Re und Hannover Rück würden wie auch die Schweizer Swiss Re mit steigenden Prämien rechnen. Zudem träfen wachsende Risiken durch den Klimawandel auf ein geschrumpftes Angebot an Rückversicherungsschutz, habe es von der Munich Re geheißen.

"Unser Prämienvolumen wird wachsen, allein schon wegen der Inflation", habe Munich Re-Vorstandsmitglied, Torsten Jeworrek, am Sonntag beim traditionellen Branchentreffen in Monte Carlo mit Blick auf die Vertragsabschlüsse für 2023 gesagt. Zudem träfen wachsende Risiken durch den Klimawandel auf ein geschrumpftes Angebot an Rückversicherungsschutz. Auch dies spreche für höhere Prämien.

Auch der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück kündige Preiserhöhungen an. Die Kunden von Erstversicherern wie Allianz und AXA müssten ab 2023 wohl tiefer in die Tasche greifen, habe Vorstandsmitglied, Michael Pickel, gesagt. Die Prämien in Deutschland müssten in der Kfz-Versicherung und der privaten Wohngebäudeversicherung deutlich steigen, um die teureren Schäden zu decken. Als Grund habe Pickel gestiegene Kosten für Autoersatzteile und -reparaturen genannt. Allein hier lägen die Preissteigerungen bei etwa zehn Prozent.

Bei Immobilien seien Baukosten und Werte um etwa 15 Prozent nach oben gesprungen. Dazu wolle die Hannover Rück Aufschläge für gestiegene Risiken - etwa infolge zunehmender Naturkatastrophen infolge des Klimawandels.

Unterdessen gehe die Hannover Rück in Europa von steigenden Preisen für die Absicherung gegen Naturkatastrophen-Risiken aus - gerade auch nach der verheerenden Flutkatastrophe vom Juli 2021 und den Winterstürmen vom Februar 2022. Damit werde das Naturkatastrophengeschäft auch für die Hannover Rück interessanter, habe Vorstandsmitglied, Silke Sehm, gesagt.

Die Swiss Re erwarte wie Munich Re und Hannover Rück eine wachsende Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Das Unternehmen wolle in diesem Zuge auch sein Naturkatastrophen-Geschäft ausbauen, wie es am Montag-Morgen mitgeteilt habe.

Hinzu kämen Versicherungsschäden infolge von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Diese dürften nach Einschätzung der Swiss Re und der Ratingagentur Fitch bei etwa 10 Milliarden US-Dollar liegen. Dies entspreche etwa einer mittelgroßen Naturkatastrophe, habe Fitch-Analyst, Harish Gohill, gesagt. Direkte Kriegsrisiken seien in der Regel nicht versichert.

Die tatsächliche Summe hänge vor allem von Gerichtsurteilen zu mehreren hundert Flugzeugen ab, die ausländische Flugzeug-Finanzierer an russische Airlines verleast hätten - und nicht mehr zurückbekommen hätten. Fitch habe den allein dadurch drohenden Schaden im März auf bis zu 10 Milliarden Dollar geschätzt. In der jüngsten Gesamtschätzung sei davon etwa die Hälfte enthalten, habe Gohill gesagt.

Die Ratingagentur Moody's erwarte, dass sich die Anbieter mit den Prämiensteigerungen diesmal durchsetzen würden. "Erstversicherer akzeptieren vermehrt, dass sie für Rückversicherungsschutz mehr bezahlen müssen", habe Moody's-Analystin, Helena Kingsley-Tomkins, in Monte Carlo der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gesagt. Vor einem Jahr habe nur einer von 40 Erstversicherern angegeben, dass er mit einem Preisanstieg in der Schaden-Rückversicherung rechne, habe ihr Kollege, Marc Pinto, gesagt. "Diesmal erwarten 40 Prozent der Befragten sogar eine Erhöhung um mehr als 7,5 Prozent."

Die Aktien von Munich Re hätten am Montag um 3,7 Prozent auf 265,30 Euro angezogen. Hannover Rück-Papiere hätten 2,9 Prozent auf 162,65 Euro gewonnen. Allianz-Aktien hätten im DAX sogar um 4,5 Prozent auf 176,92 Euro angezogen.

Die Experten der Investmentbank Exane BNP Paribas würden Munich Re-Papieren mit ihrem leicht gesenkten Kursziel von 300 Euro immer noch einen Ausbruch auf das Niveau von Sommer 2001 zutrauen. Das nächste Anlaufziel sei das Zwischenhoch vom Februar 2020 bei rund 284 Euro. Das Bankhaus Metzler habe die Einstufung für Munich Re auf "buy" mit einem Kursziel von 295 Euro belassen.

Die Schweizer Großbank UBS wiederum habe die Einstufung für Allianz SE auf "buy" mit einem Kursziel von 241 Euro belassen. Analyst Will Hardcastle habe in der vergangenen Woche einen Ausblick von Fitch zum Versicherungssektor zum Anlass genommen für eine eigene Analyse.

Die Papiere der Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück sollten ihren Aufschwung nach Monaten der Bodenbildung fortsetzen. Allianz-Aktien hätten diese Bodenbildungsphase noch vor sich. Sie hätten gerade mit der Überwindung der 50-Tage-Linie ein neues Kaufsignal gegeben und dürften ihren Käufern längerfristig wieder Freude machen. Zumal die Versicherer-Aktien wie Bank-Werte auch zu den Profiteuren von Zinserhöhungen zählen, so Martin Mrowka von "Der Aktionär". (Analyse vom 12.09.2022)

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz, Munich Re.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Swiss Re-Aktie:

L&S-Aktienkurs Swiss Re-Aktie:
86,5400 EUR +2,28% (12.09.2022, 22:19)

SIX Swiss Exchange-Aktienkurs Swiss Re-Aktie:
83,48 CHF +2,58% (12.09.2022, 17:30)

ISIN Swiss Re-Aktie:
CH0126881561

WKN Swiss Re-Aktie:
A1H81M

Ticker-Symbol Swiss Re-Aktie:
SR9

SIX Swiss Exchange-Symbol Swiss Re-Aktie:
SREN

NASDAQ OTC-Symbol Swiss Re-Aktie:
SSREF

Kurzprofil Swiss Re AG:

Die Swiss Re Gruppe (ISIN: CH0126881561, WKN: A1H81M, Ticker-Symbol: SR9, SIX Swiss Exchange-Symbol: SREN, NASDAQ OTC-Symbol: SSREF) ist einer der weltweit führenden Anbieter von Rückversicherung, Versicherung und anderen versicherungsbasierten Formen des Risikotransfers mit dem Ziel, die Welt widerstandsfähiger zu machen. Sie antizipiert und steuert Risiken - von Naturkatastrophen bis zum Klimawandel, von alternden Bevölkerungen bis zur Cyber-Kriminalität. Ziel der Swiss Re Gruppe ist es, der Gesellschaft zu helfen, erfolgreich zu sein und Fortschritte zu machen, indem sie für ihre Kunden neue Möglichkeiten und Lösungen entwickelt. Die Swiss Re Gruppe hat ihren Hauptsitz in Zürich, wo sie 1863 gegründet wurde. (12.09.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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