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So, 19. April 2026, 1:58 Uhr

Spotify SA

WKN: A2JEGN / ISIN: LU1778762911

Spotify erlebt Facebook-Probleme - Aktienanalyse


07.02.22 14:49
Heibel-Ticker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Spotify-Aktienanalyse von "Heibel-Ticker":

Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker Börsenbriefs", nimmt in einer aktuellen Ausgabe die Aktie der Spotify Technology S.A. (ISIN: LU1778762911, WKN: A2JEGN, Ticker-Symbol: 639, NYSE-Symbol: SPOT) unter die Lupe.

Erst vor anderthalb Jahren habe Spotify 100 Mio. USD dafür bezahlt, den Podcaster Joe Rogan exklusiv auf Spotify zu holen. Joe Rogan habe sich klar als Impfgegner positioniert und bei 9,5 Millionen Followern werde ihm zugesprochen, eine Verantwortung für die schlechten Impfquote in den USA zu tragen. Musiker Neil Young (Heart of Gold) habe aus Protest seine Lieder von Spotify abgezogen. Weitere Musiker würden nun seinem Beispiel folgen.

Der Vorwurf, Joe Rogan verbreite Falschinformationen, werde nun heiß diskutiert. Gründer und CEO Daniel Ek sei zu diesem Thema gestern interviewt worden. Seine Antwort sei alles andere als zufriedenstellend gewesen: Er habe darauf verwiesen, dass man am Wochenende bei allen Beiträgen zum Thema Covid-19 Links zugefügt habe, die auf weiterführende Informationen und Fakten zum Thema verweisen würden.

In einer Ansprache an seine Mitarbeiter habe Daniel Ek den Deal mit Joe Rogan verteidigt. Mit seinen 9,5 Mio. Followern brauche Spotify Joe Rogan, nicht aber umgekehrt, so Ek. Was solle er auch anderes sagen, immerhin habe er 100 Mio. USD für ihn ausgegeben. Doch hinter dieser Auseinandersetzung stecke mehr. Die Frage, wie weit der Betreiber einer Plattform (ob Facebook, Twitter oder Spotify-Podcasts) verantwortlich sei für die Inhalte, die über die zur Verfügung gestellten Plattform verfügbar seien. Facebook lehne jegliche Verantwortung ab und warte bis heute vergeblich auf Listen, die von der Politik zur Verfügung gestellt werden sollten, damit entsprechende Begriffe oder Inhalte dann automatisch ausgefiltert werden könnten. Twitter sei da deutlich progressiver und erstelle eigene Listen bzw. habe einen eigenen Faktencheck, dem bereits der ehemalige US-Präsident Donald Trump zum Opfer fiel: Sein Twitter-Konto sei gelöscht worden.

Daniel Ek habe Spotify noch nicht klar positioniert: Eiligst seien am Wochenende Regeln eingeführt worden, die Falschinformationen von der Plattform verbannen sollten. Doch ob Joe Rogan Falschinformationen veröffentlicht habe, oder nicht, habe er nicht gesagt. Einige Beobachter hätten gemerkt, dass einige alte Podcasts von Joe Rogan inzwischen entfernt worden seien. Doch um welche es sich handele und warum sie entfernt worden seien, wisse man nicht. Das Thema bleibe spannend. Eine zufriedenstellende Lösung biete bislang noch niemand.

Eigentlich sollten jedoch die Quartalszahlen von Spotify im Zentrum des Interesses stehen. Das Unternehmen habe gestern ein Umsatzwachstum von 24% auf 2,7 Mrd. USD und einen Verlust von 0,21 USD/Aktie vermeldet. Die Zahl der Abokunden sei um 16% gewachsen, der Umsatz je Kunde hingegen sei nahezu unverändert geblieben, Werbeeinnahmen seien um 15% gewachsen.

Anleger seien enttäuscht gewesen. Ein KGV 2023e von 97 erfordere ein deutlich höheres Wachstum. Die Aktie sei in Folge dessen um 23% ausverkauft worden. 13 Mrd. USD Umsatz würden für das Jahr 2023 erwartet, die Marktkapitalisierung von 26 Mrd. USD sei ambitioniert, aber in meiner Bewertungsmatrix gerade noch vertretbar. Aktuell jedoch hätten es solche Wachstumswerte schwer. Heibel würde mit einem Kauf noch ein wenig abwarten.

Mittelfristig sei Spotify sicherlich eine super Aktie. Denn bislang werde das Unternehmen stets mit Netflix verglichen. Zwei Drittel der Einnahmen aus dem Musik-Streaming führe Spotify an die Musiklabels (Universal, Sony, Warner,...) ab. Netflix habe einen entsprechenden Kostenblock, wobei das Unternehmen zunehmend auf Eigenproduktionen setze. Spotify habe bislang noch keine eigene Musik gemacht.

Der große Unterschied liege jedoch bei den Podcasts: Einmal abgesehen von dem Zugpferd Joe Rogan, für das 100 Mio. USD auf den Tisch gelegt worden seien, gebe es keine Zahlungen an die Anbieter von Podcasts. Bei Podcasts ähnele das Modell eher dem Model von YouTube beim Video-Streaming privater Inhalte. Hier falle also der große Kostenblock für den Content weg. Je stärker Spotify auf Podcasts setze, desto profitabler werde das Geschäftsmodell. Wir dürften uns hier also auf ein deutlich überproportionales Gewinnwachstum freuen, so Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker Börsenbriefs", in einer aktuellen Ausgabe. (Ausgabe 05 vom 04.02.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Spotify-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Spotify-Aktie:
149,45 EUR -1,74% (07.02.2022, 13:59)

NYSE-Aktienkurs Spotify-Aktie:
174,43 USD +9,18% (04.02.2022, 22:00)

ISIN Spotify-Aktie:
LU1778762911

WKN Spotify-Aktie:
A2JEGN

Ticker-Symbol Spotify-Aktie:
639

NYSE-Symbol Spotify-Aktie:
SPOT

Kurzprofil Spotify Technology S.A.:

Spotify Technology S.A. (ISIN: LU1778762911, WKN: A2JEGN, Ticker-Symbol: 639, NYSE-Symbol: SPOT) ist ein Musik-, Hörbuch- und Videostreaming-Dienst, bei dem man Inhalte streamen und hören kann, ohne diese runterladen zu müssen. Der Dienst wird seit Oktober 2006 vom schwedischen Start-up-Unternehmen Spotify AB entwickelt. (07.02.2022/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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