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Fr, 17. April 2026, 15:12 Uhr

Shell plc

WKN: A3C99G / ISIN: GB00BP6MXD84

Shell: ifo-Institut warnt - Aktienanalyse


18.02.22 10:30
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Shell-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Mineralöl- und Erdgas-Konzerns Shell plc (ISIN: GB00BP6MXD84, WKN: A3C99G, Ticker-Symbol: R6C0, London Stock Exchange-Symbol: SHEL) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die Ölpreise hätten im gestrigen Handel wieder etwas nachgegeben. Dies habe auch die Anteilscheine des Energieriesen Shell belastet. Größere Sorgen dürfte man sich in der Konzernzentrale des Global Players jedoch sicherlich nicht machen. Das Niveau von mehr als 90 Dollar beschere dem Unternehmen eine hervorragende Grundlage für üppige Gewinne.

"Die Ölpreise sind seit Tagen äußerst volatil", habe Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Handelsgeschehen kommentiert. Am Erdölmarkt hätten zuletzt gegenläufige Kräfte gewirkt. Preisdruck sei aus dem Iran gekommen. Dessen Unterhändler Ali Bagheri Kani habe auf dem Kurznachrichtendienst Twitter von Fortschritten in den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gesprochen. Sollte über das von den USA aufgekündigte Abkommen eine Einigung erzielt werden, könnten US-Sanktionen wegfallen, die unter anderem die iranischen Ölexporte betreffen würden. Die vage Aussicht auf zusätzliches Erdöl belaste die Preise.

Allerdings bleibe auch die Ukraine-Krise ein beherrschendes Thema. Russland sei einer der größten Ölförderer der Welt. Sollte die Ukraine-Krise eskalieren, würden Fachleute Auswirkungen auf die Versorgung mit russischem Erdöl befürchten.

Indes habe das ifo-Institut vor steigenden Öl- und Gaspreisen im Fall eines Einmarschs Russlands in die Ukraine gewarnt. "Selbst wenn die Gaslieferungen nicht eingeschränkt würden, käme es zu einem Preisschock, jedenfalls vorübergehend", so ifo-Präsident Clemens Fuest am Freitag laut einer Mitteilung des Instituts. "Das träfe private Haushalte und Industrie in Deutschland gleichermaßen."

Ein Lieferstopp sei unwahrscheinlich. Fuest habe auf die gegenseitige Abhängigkeit verwiesen: Westeuropa brauche russisches Öl und Gas, Russland sei auf das Geld angewiesen und wolle auch künftig noch Gas nach Europa verkaufen. Sonst würde die EU künftig zum Beispiel Flüssiggas aus Schiffen beziehen. Dafür Infrastruktur in Deutschland auszubauen, sei auf jeden Fall sinnvoll.

Im Fall einer weiteren Eskalation könnte den Angaben nach auch die Inflationsrate in Deutschland steigen. Bislang erwarte man für 2022 eine Rate von 4 Prozent, so Fuest. "Sollte ein Krieg ausbrechen, könnte sie noch höher ausfallen."

Die hohen Ölpreise würden Shell weiterhin eine wahre Lizenz zum Gelddrucken bescheren. Dividendenjäger können bei der immer noch relativ günstig bewerteten Aktie, die auch charttechnisch weiterhin attraktiv ist, nach wie vor zugreifen, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". Der Stopp sollte bei 17,70 Euro belassen werden. (Analyse vom 18.02.2022)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Shell-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Shell-Aktie:
23,47 EUR -0,51% (18.02.2022, 10:47)

XETRA-Aktienkurs Shell-Aktie:
23,425 EUR -0,76% (18.02.2022, 10:36)

LSE-Aktienkurs Shell-Aktie:
19,59 GBP -0,52% (18.02.2022, 10:33)

ISIN Shell-Aktie:
GB00BP6MXD84

WKN Shell-Aktie:
A3C99G

Ticker-Symbol Shell-Aktie:
R6C0

LSE-Symbol Shell-Aktie:
SHEL

Kurzprofil Shell plc:

Shell plc (ISIN: GB00BP6MXD84, WKN: A3C99G, Ticker-Symbol: R6C0, London Stock Exchange-Symbol: SHEL) ist eines der weltweit größten Energieunternehmen. Shell ist an Explorations- und Förderprojekten in rund 70 Ländern beteiligt und einer der weltweit größten Vertreiber von Kraft- und Schmierstoffen. Die Förderoperationen werden zumeist über Joint Ventures mit internationalen und nationalen Öl- und Gasunternehmen ausgeführt und sind mit eigenen Infrastrukturen für den Transport versehen.

Die Endprodukte von Shell umfassen Treib- und Schmierstoffe, Bitumen sowie Flüssiggas für den Hausgebrauch von Endkunden ebenso wie für die Industrie und das Transportwesen. Shell produziert außerdem Chemikalien und Petrochemikalien für Industriekunden, welche diese zu Plastik, Oberflächen und Reinigern weiterverarbeiten. (18.02.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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