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Do, 6. Oktober 2022, 22:16 Uhr

Shell

WKN: A3C99G / ISIN: GB00BP6MXD84

Shell: Anhaltend hohes Ölpreisniveau beschert satte Gewinne - Aktienanalyse


21.03.22 15:22
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Shell-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Energieriesen Shell plc (ISIN: GB00BP6MXD84, WKN: A3C99G, Ticker-Symbol: R6C0, London: SHEL) unter die Lupe.

Die Aktien von BP und Shell könnten zum Start in die neue Woche deutlich zulegen. Denn die Ölpreise seien stark gestiegen und hätten an die Kursgewinne der vergangenen Handelstage angeknüpft. Gegen Mittag habe ein Barrel Brent mit 112,58 US-Dollar satte 4,65 Dollar mehr als am Freitag gekostet. Bei WTI sei es um 4,63 Dollar auf 109,33 Dollar nach oben gegangen.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank habe den starken Preisanstieg mit Marktspekulationen erklärt, wonach die EU einen Importstopp für Öllieferungen aus Russland in Betracht zu ziehen scheine. In dieser Woche sei ein Treffen auf höchster EU-Ebene mit US-Präsident Joe Biden geplant, auf dem über weitere Sanktionen gegen Russland gesprochen werden dürfte, so Fritsch. Das Weiße Haus habe am Sonntagabend (Ortszeit) mitgeteilt, Biden werde an diesem Donnerstag an den Gipfeln der Nato, der EU und der G7-Staaten in Brüssel teilnehmen.

Die USA hätten bereits vor zwei Wochen einen Importstopp für Rohöl und Ölprodukte verkündet. Angesichts des Vorgehens der russischen Streitkräfte in der Ukraine, das mehr und mehr auch die Zivilbevölkerung treffe, wachse der Druck auf die Europäer, sich den USA anzuschließen.

Zudem warne Saudi-Arabien nach erneuten Angriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen auf Ölanlagen und andere Einrichtungen nun vor Engpässen auf dem internationalen Ölmarkt. Irans Waffenlieferungen an die Huthis und deren Angriffe hätten "gravierende Folgen" für die saudische Ölproduktion und die Fähigkeit des Königreiches, seinen Verpflichtungen nachzukommen, habe es am Montag aus dem Außenministerium in Riad geheißen. Dadurch würden "die Sicherheit und Stabilität der Energieversorgung der Weltmärkte" bedroht.

Die Huthi-Rebellen aus dem benachbarten Jemen hätten am vergangenen Wochenende nach saudischen Angaben unter anderem Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco angegriffen. Die Luftabwehr habe in der Nacht zum Sonntag eine ballistische Rakete und neun mit Sprengstoff beladene Drohnen abgefangen. Das Energieministerium in Riad habe mitgeteilt, die Ölproduktion sei "vorübergehend" gesunken. Dieser Rückgang werde aber durch Ölreserven ausgeglichen.

Saudi-Arabien zähle zu den größten Exporteuren von Rohöl weltweit. Die Huthis hätten erklärt, einen "breit angelegten Militäreinsatz" gegen "wichtige Ziele" ausgeführt zu haben.

Die Rebellen würden große Gebiete im Bürgerkriegsland Jemen kontrollieren. Sie seien mit dem schiitischen Iran verbündet, einem Erzfeind des sunnitischen Saudi-Arabien. Eine von Riad angeführte Militärkoalition bekämpfe die Huthis, unter anderem mit Luftangriffen. Diese wiederum würden Ziele in Saudi-Arabien beschießen. 2019 sei nach Drohnenangriffen auf Ölanlagen im Königreich die dortige Ölproduktion eingebrochen. Die Huthis hätten sich zu dem Beschuss bekannt. Die USA und andere Staaten hätten den Iran verantwortlich gemacht, der die Anschuldigungen zurückgewiesen habe.

Erst vor einigen Tagen hätten die Golf-Staaten die Konfliktparteien des Bürgerkriegs im Jemen, darunter auch die Huthi-Rebellen, zu Gesprächen nach Riad eingeladen. Bisherige diplomatische Bemühungen zu einer Beilegung des langjährigen Konflikts seien leider erfolglos geblieben.

Das anhaltend hohe Ölpreisniveau beschere BP und Shell natürlich Tag für Tag satte Gewinne. Dividendenjäger können daher nach wie vor bei beiden immer noch günstig bewerteten Aktien zugreifen, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". Die Positionen sollten mit Stoppkursen bei 3,40 Euro (BP) beziehungsweise 17,70 Euro (Shell) abgesichert werden. (Analyse vom 21.03.2022)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Shell-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Shell-Aktie:
24,16 EUR +4,72% (21.03.2022, 15:13)

XETRA-Aktienkurs Shell-Aktie:
24,045 EUR +4,14% (21.03.2022, 14:58)

LSE-Aktienkurs Shell-Aktie:
20,19 GBP +3,98% (21.03.2022, 15:07)

ISIN Shell-Aktie:
GB00BP6MXD84

WKN Shell-Aktie:
A3C99G

Ticker-Symbol Shell-Aktie:
R6C0

LSE-Symbol Shell-Aktie:
SHEL

Kurzprofil Shell plc:

Shell plc (ISIN: GB00BP6MXD84, WKN: A3C99G, Ticker-Symbol: R6C0, London: SHEL) ist eines der weltweit größten Energieunternehmen. Shell ist an Explorations- und Förderprojekten in rund 70 Ländern beteiligt und einer der weltweit größten Vertreiber von Kraft- und Schmierstoffen. Die Förderoperationen werden zumeist über Joint Ventures mit internationalen und nationalen Öl- und Gasunternehmen ausgeführt und sind mit eigenen Infrastrukturen für den Transport versehen.

Die Endprodukte von Shell umfassen Treib- und Schmierstoffe, Bitumen sowie Flüssiggas für den Hausgebrauch von Endkunden ebenso wie für die Industrie und das Transportwesen. Shell produziert außerdem Chemikalien und Petrochemikalien für Industriekunden, welche diese zu Plastik, Oberflächen und Reinigern weiterverarbeiten. (21.03.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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