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Mo, 3. Oktober 2022, 9:38 Uhr

Roche Genussscheine

WKN: 855167 / ISIN: CH0012032048

Roche: Neue Medikamente stemmen weiterhin Biosimilar-Einbußen - Analyse


16.08.22 16:01
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Roche-Analyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Benedikt-Luka Antic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät den Genussschein der Roche Holding AG (ISIN: CH0012032048, WKN: 855167, Ticker-Symbol: RHO5, SIX Swiss Exchange-Symbol: ROG, NASDAQ OTC-Symbol: RHHVF) weiterhin zu kaufen.

Das erste Halbjahr 2022 sei für Roche recht solide und mehrheitlich über den Erwartungen ausgelaufen. So habe sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% (währungsbereinigt ebenso 5%) auf CHF 32,30 Mrd. verbessert und sei damit 6% über den Analystenschätzungen von im Schnitt CHF 30,48 Mrd. angesiedelt gewesen. Auch das bereinigte EBIT habe es mit einem Zuwachs von 9% (währungsbereinigt ebenso 9%) auf CHF 12,67 Mrd. positiv zu überraschen vermocht und den Konsensus von CHF 11,84 Mrd. um 7% übertroffen. Zu guter Letzt habe auch der bereinigte Gewinn je Aktie die Herzen der Roche-Anlegerschaft höher schlagen lassen. Dieser habe sich auf CHF 11,76 beziffert und somit ebenfalls die Markterwartungen um deutliche 7% geschlagen.

Die Diagnostik-Sparte des Konzerns habe mit einem Umsatzwachstum von 10% (währungsbereinigt +11%) auf CHF 9,95 Mrd. überzeugen können. Dabei habe man nicht nur von COVID-19 bedingten Effekten (Stichwort: COVID-19 Tests) profitiert, sondern habe auch ein solides Wachstum des Kerngeschäfts (+6%) verzeichnet.

Der Bereich Pharma habe mit einem Umsatzwachstum von 3% (währungsbereinigt ebenso 3%) auf CHF 22,35 Mrd. ein robustes Ergebnis präsentieren können. Bei näherer Betrachtung der Sparte entstehe ein gemischtes Bild: Einerseits würden die negativen Effekte durch Biosimilars weiterhin äußerst belastend für die Verkäufe der etablierten Krebsmedikamente Avastin, MabThera/Rituxan und Herceptin wirken, was laut Management im laufenden Geschäftsjahr zu Umsatzeinbußen im Ausmaß von CHF 2,5 Mrd. führen werde.

Die halbjährlichen Umsätze der eben genannten Medikamente hätten sich seit 2019 bereits um mehr als zwei Drittel verringert. Andererseits hätten diese negativen Effekte bislang von neuen Medikamenten (eingeführt seit 2012), zu denen Größen wie Hemlibra (Hämophilie), Ocrevus (Multiple Sklerose) und Tecentriq (Krebs) gezählt würden, etwas überkompensiert werden können. Nichtsdestotrotz seien die Auswirkungen auf das kurz- sowie mittelfristige Wachstumspotenzial nicht unerheblich.

Das Management habe den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Dieser beinhalte unter anderem ein Umsatzwachstum im stagnierenden bis niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie eine Verbesserung des bereinigten Gewinns je Aktie im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Wie üblich wolle man auch die Dividende anheben. Diese Prognose erscheine als recht konservativ, da sich der bereinigte Gewinn je Aktie im ersten Halbjahr bereits um mehr als 11% (währungsbereinigt ebenso 11%) verbessert habe, die Prognose also eine Verschlechterung dessen im zweiten Halbjahr implizieren würde, wofür es allerdings keine Anzeichen gebe.

Der langjährige CEO Severin Schwan werde 2023 vom Leiter der Diagnostik-Sparte, Thomas Schinecker, abgelöst werden. Laut Schwan, der das Steuer des Schweizer Pharmakonzerns seit 2008 innegehabt habe, handle es sich hierbei um einen bereits seit längerem geplanten Prozess. Thomas Schinecker, der seit zwölf Jahren im Konzern tätig sei, werde allgemein als logischer Nachfolger gesehen - die nötigen Stimmen bei der Hauptversammlung kommenden März würden als gesichert gelten. Eine strategische Neuausrichtung des Konzerns gelte als äußerst unwahrscheinlich.

Das Halbjahresergebnis von Roche habe zu überzeugen gewusst, mit mehrheitlich übertroffenen Erwartungen. Die Diagnostik-Sparte habe nicht nur von COVID-19 bedingten Effekten (Stichwort: COVID-19 Tests) profitiert, sondern habe auch eine solide Dynamik des Kerngeschäfts verzeichnet. In der Pharma-Sparte habe man zwar ebenfalls die Markterwartungen zumindest erfüllen können, kämpfe allerdings weiterhin mit den negativen Auswirkungen von Biosimilars, welche die Umsätze etablierter Krebsmedikamente deutlich drücken würden.

Dies werde zwar durch eine erhöhte Nachfrage nach neuen Medikamenten (eingeführt seit 2012) etwas überkompensiert, allerdings dürfe der Einfluss dieser Problematik auf das kurz- sowie mittelfristige Wachstum des Unternehmens nicht unterschätzt werden. Zurzeit liege der Schweizer Konzern bei den erwarteten durchschnittlichen Umsatzwachstumsraten von 2021 bis 2024e etwas hinter seiner Vergleichsgruppe zurück (2,8% vs. 4,2%). Bei den erwarteten durchschnittlichen Gewinnwachstumsraten von 2021 bis 2024e halte man sich zur Vergleichsgruppe allerdings noch immer recht gut (5,8% vs. 5,2%).

Benedikt-Luka Antic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, behält seine Kaufempfehlung bei, senkt angesichts des moderaten Bewertungsabbaus der Vergleichsgruppe und von Roche sein Kursziel aber von CHF 400 auf CHF 370. (Analyse vom 16.08.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity.

Börsenplätze Roche-Genussschein:

L&S-Kurs Roche-Genussschein:
325,20 EUR -1,36% (16.08.2022, 15:57)

SIX Swiss Exchange-Kurs Roche-Genussschein:
313,85 CHF -1,27% (16.08.2022, 15:48)

ISIN Roche-Genussschein:
CH0012032048

WKN Roche-Genussschein:
855167

Ticker-Symbol Roche-Genussschein:
RHO5

SIX Swiss Exchange-Symbol Roche-Genussschein:
ROG

NASDAQ OTC-Symbol Roche-Genussschein:
RHHVF

Kurzprofil Roche Holding AG:

Roche (ISIN: CH0012032048, WKN: 855167, Ticker-Symbol: RHO5, SIX Swiss Exchange-Symbol: ROG, NASDAQ OTC-Symbol: RHHVF) mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin. Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.

Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute mehr als 30 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das elfte Jahr in Folge als eines der nachhaltigsten Unternehmen innerhalb der Pharmabranche im Dow Jones Sustainability Index (DJSI). (16.08.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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