Peugeot: Ein großer Spieler mehr - Aktienanalyse
17.01.21 16:59
Der Aktionär
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Peugeot-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Leon Müller vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Autobauers PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) unter die Lupe.
Die Autobranche habe einen großen Spieler mehr: Der transatlantische Konzern Stellantis führe 14 Automarken aus Europa und den USA wie Opel, Peugeot, Citroën, Jeep, Maserati oder Alfa Romeo. Der französische Peugeot-Hersteller PSA und Fiat Chrysler (FCA) hätten am Samstag bestätigt, dass sie ihre Megafusion zum weltweit viertgrößten Autokonzern nach langer Vorbereitung abgeschlossen hätten. Gegen den neuen Giganten, der in einer Liga mit VW und Toyota spiele, wirke der Elektroautobauer Tesla wie ein Zwerg.
Die Stellantis-Aktie werde vom Montag an in Mailand und Paris gehandelt. Der neue Chef des Verbunds, Carlos Tavares von PSA, wolle sich am Dienstag vor den Medien äußern. Ab diesem Tag solle die Aktie dann auch in New York notiert werden. Hier seien die Börsen wegen eines Feiertags am Montag geschlossen.
Stellantis mache in der internationalen Topliga VW oder Toyota Konkurrenz. Beschäftigt würden rund 400.000 Menschen. Vor der Corona-Krise setzten FCA und PSA zusammen mehr als 8 Mio. Fahrzeuge ab und hätten einen Jahresumsatz von knapp 170 Mrd. Euro erzielt. Nur noch Volkswagen , Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund seien 2019 größer gewesen. Die Fusion sei lange vorbereitet worden, die erste Ankündigung habe es im Oktober 2019 gegeben. Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen hätten der Autobranche im vergangenen Jahr einen dramatischen Absatzeinbruch beschert.
Experten würden damit rechnen, dass ein größerer Umbau des neuen Verbunds anstehe. Tavares habe bisher versichert, dass keine Werke geschlossen werden sollten. Die Heimatländer von Peugeot und FIAT, Frankreich und Italien, hätten angekündigt, sehr genau auf die Beschäftigung bei Stellantis zu achten. Italiens Vize-Wirtschafts- und Finanzminister Antonio Misiani habe der Zeitung La Repubblica gesagt, "eine mögliche Präsenz des italienischen Staates im Aktienkapital der neuen Gruppe" dürfe nicht tabu sein. Der französische Staat sei über eine Beteiligungsgesellschaft bereits zu gut 6% im Boot.
Tavares habe Opel in den vergangenen Jahren mit harter Hand saniert, dabei seien viele Arbeitsplätze auf der Strecke geblieben. Opel bleibe die einzige deutsche Marke im neuen Konzern.
Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer habe der Deutschen Presse-Agentur gesagt, eine Stärke des neuen Konzerns seien hohe Stückzahlen und Marktanteile in Europa und Nordamerika. "Das bietet Kosten- und Wettbewerbsvorteile." Stellantis sei hingegen auf dem Zukunftsmarkt Asien schwach aufgestellt. "Sie verpassen also das zukünftige Autogeschäft", habe seine Einschätzung gelautet. Zudem gebe es Schwächen bei Elektrofahrzeugen.
Gemessen an der Zahl produzierter und verkaufter Fahrzeuge sei Stellantis zweifellos ein Gigant, der es mit Volkswagen, Toyota und Renault-Nissan aufnehmen könne. An der Börse indes sei ein relativ kleiner Elektroautohersteller aus Kalifornien um etliches größer: Tesla bringt rund 660 Mrd. Euro auf die Börsenwaage. Volkswagen komme auf ca. 80 Mrd. Euro. Toyota sei immerhin 200 Mrd. Euro schwer. PSA und Fiat-Chrysler seien zusammengenommen am Freitag ca. 50 Mrd. Euro wert. Kurzum: Tesla sei mehr wert als alle drei großen Automobilkonzerne in Summe, so Leon Müller vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 17.01.2021)
(Mit Material von dpa-AFX)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Peugeot-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
22,04 EUR -3,08% (15.01.2021, 22:01)
Euronext Paris-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
21,85 EUR -4,21% (15.01.2021, 17:39)
ISIN Peugeot-Aktie:
FR0000121501
WKN Peugeot-Aktie:
852363
Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEU
Euronext - Paris Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
UG
NASDAQ OTC Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEUGF
Kurzprofil PSA Peugeot Citroën S.A.:
PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) ist ein französischer Autokonzern mit den Marken Peugeot und Citroën. Der Konzern gehört zu den größten Automobilhersteller in Europa. Zum PSA-Konzern gehören neben Peugeot und Citroën auch folgende Unternehmen: Faurecia (ein Zulieferer für Sitze, Cockpits, Abgassystee und andere Komponenten), Banque PSA Finance (Finanzdienstleister mit den Zweigniederlassungen Peugeot Bank und Citroën Bank), Peugeot Motocycles, (Hersteller für Roller und Motorräder), Peugeot Citroën Moteurs (PCM) (Verkaufsunternehmen für Motoren) sowie Process Conception Ingénierie (PCI) (Unternehmen für die Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme von Industrieanlagen). Der größte Aktionär von PSA Peugeot Citroën ist mit 25,4% die Familie Peugeot. (17.01.2021/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Leon Müller vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Autobauers PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) unter die Lupe.
Die Autobranche habe einen großen Spieler mehr: Der transatlantische Konzern Stellantis führe 14 Automarken aus Europa und den USA wie Opel, Peugeot, Citroën, Jeep, Maserati oder Alfa Romeo. Der französische Peugeot-Hersteller PSA und Fiat Chrysler (FCA) hätten am Samstag bestätigt, dass sie ihre Megafusion zum weltweit viertgrößten Autokonzern nach langer Vorbereitung abgeschlossen hätten. Gegen den neuen Giganten, der in einer Liga mit VW und Toyota spiele, wirke der Elektroautobauer Tesla wie ein Zwerg.
Die Stellantis-Aktie werde vom Montag an in Mailand und Paris gehandelt. Der neue Chef des Verbunds, Carlos Tavares von PSA, wolle sich am Dienstag vor den Medien äußern. Ab diesem Tag solle die Aktie dann auch in New York notiert werden. Hier seien die Börsen wegen eines Feiertags am Montag geschlossen.
Stellantis mache in der internationalen Topliga VW oder Toyota Konkurrenz. Beschäftigt würden rund 400.000 Menschen. Vor der Corona-Krise setzten FCA und PSA zusammen mehr als 8 Mio. Fahrzeuge ab und hätten einen Jahresumsatz von knapp 170 Mrd. Euro erzielt. Nur noch Volkswagen , Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund seien 2019 größer gewesen. Die Fusion sei lange vorbereitet worden, die erste Ankündigung habe es im Oktober 2019 gegeben. Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen hätten der Autobranche im vergangenen Jahr einen dramatischen Absatzeinbruch beschert.
Experten würden damit rechnen, dass ein größerer Umbau des neuen Verbunds anstehe. Tavares habe bisher versichert, dass keine Werke geschlossen werden sollten. Die Heimatländer von Peugeot und FIAT, Frankreich und Italien, hätten angekündigt, sehr genau auf die Beschäftigung bei Stellantis zu achten. Italiens Vize-Wirtschafts- und Finanzminister Antonio Misiani habe der Zeitung La Repubblica gesagt, "eine mögliche Präsenz des italienischen Staates im Aktienkapital der neuen Gruppe" dürfe nicht tabu sein. Der französische Staat sei über eine Beteiligungsgesellschaft bereits zu gut 6% im Boot.
Tavares habe Opel in den vergangenen Jahren mit harter Hand saniert, dabei seien viele Arbeitsplätze auf der Strecke geblieben. Opel bleibe die einzige deutsche Marke im neuen Konzern.
Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer habe der Deutschen Presse-Agentur gesagt, eine Stärke des neuen Konzerns seien hohe Stückzahlen und Marktanteile in Europa und Nordamerika. "Das bietet Kosten- und Wettbewerbsvorteile." Stellantis sei hingegen auf dem Zukunftsmarkt Asien schwach aufgestellt. "Sie verpassen also das zukünftige Autogeschäft", habe seine Einschätzung gelautet. Zudem gebe es Schwächen bei Elektrofahrzeugen.
Gemessen an der Zahl produzierter und verkaufter Fahrzeuge sei Stellantis zweifellos ein Gigant, der es mit Volkswagen, Toyota und Renault-Nissan aufnehmen könne. An der Börse indes sei ein relativ kleiner Elektroautohersteller aus Kalifornien um etliches größer: Tesla bringt rund 660 Mrd. Euro auf die Börsenwaage. Volkswagen komme auf ca. 80 Mrd. Euro. Toyota sei immerhin 200 Mrd. Euro schwer. PSA und Fiat-Chrysler seien zusammengenommen am Freitag ca. 50 Mrd. Euro wert. Kurzum: Tesla sei mehr wert als alle drei großen Automobilkonzerne in Summe, so Leon Müller vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 17.01.2021)
(Mit Material von dpa-AFX)
Börsenplätze Peugeot-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
22,04 EUR -3,08% (15.01.2021, 22:01)
Euronext Paris-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
21,85 EUR -4,21% (15.01.2021, 17:39)
ISIN Peugeot-Aktie:
FR0000121501
WKN Peugeot-Aktie:
852363
Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEU
Euronext - Paris Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
UG
NASDAQ OTC Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEUGF
Kurzprofil PSA Peugeot Citroën S.A.:
PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) ist ein französischer Autokonzern mit den Marken Peugeot und Citroën. Der Konzern gehört zu den größten Automobilhersteller in Europa. Zum PSA-Konzern gehören neben Peugeot und Citroën auch folgende Unternehmen: Faurecia (ein Zulieferer für Sitze, Cockpits, Abgassystee und andere Komponenten), Banque PSA Finance (Finanzdienstleister mit den Zweigniederlassungen Peugeot Bank und Citroën Bank), Peugeot Motocycles, (Hersteller für Roller und Motorräder), Peugeot Citroën Moteurs (PCM) (Verkaufsunternehmen für Motoren) sowie Process Conception Ingénierie (PCI) (Unternehmen für die Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme von Industrieanlagen). Der größte Aktionär von PSA Peugeot Citroën ist mit 25,4% die Familie Peugeot. (17.01.2021/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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