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Sa, 26. November 2022, 12:45 Uhr

Porr

WKN: 850185 / ISIN: AT0000609607

PORR: Moderate Kurszielanhebung nach solidem Jahresauftakt - Aktienanalyse


08.06.22 16:44
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - PORR-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Bernd Maurer und Markus Remis, Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI), raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der PORR AG (ISIN: AT0000609607, WKN: 850185, Ticker-Symbol: ABS2, Wiener Börse-Symbol: POS) weiterhin zu kaufen.

PORR habe einen ermutigenden Start in das GJ 2022 vorgelegt. Die Bauleistung sei in Q1 um 15% auf EUR 1,11 Mrd. gewachsen, wobei sämtliche Segmente Steigerungen erzielt hätten. Darauf aufbauend sei eine Verbesserung des EBITDA von EUR 39 Mio. im Vergleichsquartal auf EUR 50 Mio. gelungen und das Vorsteuerergebnis habe mit knapp EUR 1 Mio. erstmals (im saisonal schwachen Q1) die Breakeven-Schwelle erreichen können.

Primär aufgrund eines Rückgangs im größten Segment AT/CH sei der Auftragseingang um 23% auf EUR 1,43 Mrd. gegenüber dem hohen Vergleichswert des Q1 21 zurückgegangen. Aber auch die Divisionen DE und Infrastruktur International hätten klar unter dem Vorjahr gelegen. Dennoch habe sich der Auftragsbestand auf einen neuen Rekordstand von knapp über EUR 8 Mrd. (+1% im Jahresvergleich) erhöht.

Für das laufende GJ 2022 habe das Management weiterhin keine Finanzziele bekannt gegeben und neben den bestehenden geopolitischen Unsicherheiten auch die geringe Visibilität (u.a. betreffend Kosteninflation) als ausschlaggebenden Grund genannt. Die Analysten der RBI haben ihre Prognosen etwas angehoben und erwarten nun ein 7%-iges Wachstum der Bauleistung auf EUR 6,1 Mrd. und einen Vorsteuergewinn von EUR 108 Mio. Neben der Ergebnisverbesserung in Q1 und der Erwartung höherer Umsätze sollten auch der Wegfall der Rückstellungen für die Kartellstrafe (belastete das GJ 2021) und die avisierten Kosteneinsparungen den Anstieg substanziieren.

Die Analysten der RBI gehen davon aus, dass die Kosteninflation bei Baumaterialien, Personal, Sublieferanten und Energie/Diesel dämpfend einer prononcierteren Profitabilitätssteigerung entgegenstehen. Dennoch sollte PORR in der Lage sein, diese gut zu verdauen. Neben generell strikteren Kriterien in der Erstellung von Offerten sei bereits in der jüngeren Vergangenheit zunehmend auf die Adaption von Preisgleitklauseln in den Ausschreibungen Wert gelegt worden. Dies treffe vor allem auf öffentliche Aufträge zu. Bei privaten Auftraggebern, wo Pauschalaufträge weit verbreitet gewesen seien, würden diese nicht mehr als tragfähiges Modell gesehen. Diese Sichtweise decke sich mit Kommentaren von STRABAG. Auch dort würden Preisgleitklauseln zunehmend Akzeptanz finden.

Per Ende Q1 habe die Eigenkapitalquote bei 19,1% und damit unter dem Zielkorridor von 20 bis 25% gelegen. Neben der Rückzahlung von Hybridkapital im Ausmaß von EUR 51 Mio. sei dies auch saisonalen Gründen geschuldet (Aufbau von Umlaufvermögen). Das Management erwarte, dass bis Jahresende zumindest die untere Schwelle erreicht werde. Die Eigenkapitalstruktur bleibe weiterhin stark von Hybrid- und Genussrechtskapital von in Summe EUR 243 Mio. geprägt.

Die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft sowie die damit einhergehende Wiederherstellung des Track-Rekords des Managements würden nach Einschätzung der Analysten die zentralen Katalysatoren für die Aktie bleiben. Die Wachstumsambitionen seien dank voller Auftragsbücher und eines - trotz steigender Baukosten und Zinsen - insgesamt weiterhin soliden Marktumfelds intakt. Neben dem margenstärkeren Auftragsbestand und der (bestmöglichen) Weitergabe der Kostensteigerungen an die Auftragsgeber sollten auch zusätzliche Kosteneinsparungen die Profitabilität verbessern. Zwar prognostizieren die Analysten der RBI steigende Margen, die von ihnen erwartete Entwicklung liegt jedoch weiterhin unter dem Unternehmensziel von 3% (definiert als Vorsteuergewinn/Bauleistung) bis 2025.

Im Nachgang des ermutigenden Jahresauftaktquartals haben Bernd Maurer und Markus Remis, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, ihre Schätzungen leicht angehoben und bestätigen, vor dem Hintergrund einer Kurszielanhebung von EUR 16,00 auf EUR 17,50, ihre "Kauf"-Empfehlung für die PORR-Aktie. (Analyse vom 08.06.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

4. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person war in den vergangenen 12 Monaten bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten des Emittenten federführend oder mitführend (z.B. als Lead Manager oder Co-Lead Manager) tätig.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze PORR-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs PORR-Aktie:
13,98 EUR +2,04% (08.06.2022, 12:53)

Wiener Börse-Aktienkurs PORR-Aktie:
13,98 EUR +2,04% (08.06.2022, 16:17)

ISIN PORR-Aktie:
AT0000609607

WKN PORR-Aktie
850185

Ticker-Symbol PORR-Aktie:
ABS2

Wiener Börse-Symbol PORR-Aktie:
POS

Kurzprofil PORR AG:

Die PORR AG (ISIN: AT0000609607, WKN: 850185, Ticker-Symbol: ABS2, Wiener Börse-Symbol: POS) ist eines der führenden Bauunternehmen in Österreich. Die Tätigkeiten des Unternehmens erstrecken sich über alle Sparten des Bauwesens angefangen im Hoch- und Tiefbau, dem Energiebau über Verkehrswege- und Tunnelbau bis hin zur Umwelttechnik. (08.06.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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