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So, 26. Juni 2022, 12:51 Uhr

Novartis

WKN: 904278 / ISIN: CH0012005267

Novartis: Management zuversichtlich Patentabläufe auszugleichen - Aktienanalyse


24.05.22 09:47
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Novartis-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Benedikt-Luka Antic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Novartis AG (ISIN: CH0012005267, WKN: 904278, Ticker-Symbol: NOT, SIX Swiss Exchange-Symbol: NOVN, NASDAQ OTC-Symbol: NVSEF) auf "halten" zurück.

Das Auftaktquartal zum laufenden Geschäftsjahr sei für Novartis im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. So habe das Schweizer Pharmaunternehmen, welches wie üblich in US-Dollar berichtet habe, ein Umsatzplus von 1% (währungsbereinigt +5%) auf USD 12,53 Mrd. erwirtschaftet (Konsens: USD 12,62 Mrd.). Der Kern-Gewinn je Aktie habe sich aufgrund von Wechselkurseffekten im Jahresvergleich um 4% auf USD 1,46 verschlechtert und damit genau die allgemeinen Markterwartungen getroffen. Bereinigt um diese negativen Einflüsse, habe er sich jedoch um 2% verbessert.

Sowohl die Sparte Innovative Medicines (Pharma und Onkologie) als auch Sandoz (Generika und Biosimilars) hätten ein robustes Wachstum von währungsbereinigten 4% bzw. 8% auf USD 10,2 Mrd. bzw. USD 2,4 Mrd. verzeichnet. Der zu Sandoz dazugehörige Umsatz aus dem Verkauf von Biopharmazeutika habe sich um währungsbereinigte 7% auf USD 515 Mio. verbessert.

Die zweite von Novartis entwickelte Radioliganden-Therapie, welche bei metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs zum Einsatz komme, trage den Namen Pluvicto und sei seit Ende März von der FDA in den USA zugelassen. Bei der EMA sowie anderen Gesundheitsbehörden sei bereits die Zulassung beantragt worden. Novartis rechne hier mit Spitzenumsätzen von insgesamt mehr als USD 2 Mrd. Pluvicto sei eine von insgesamt 20 potenziell milliardenschweren Entwicklungen, welche bis 2026 auf den Markt kommen sollten.

Das Unternehmen habe bereits Anfang April Pläne für eine Umstrukturierung bekannt gegeben, um Wachstum zu beschleunigen und die R&D-Pipeline zu stärken. Unter anderem gehe es dabei um die Integration des Pharma- und Onkologiegeschäfts in die "Innovative Medicines"-Sparte mit separaten Organisationen für den US- und den europäischen Markt. Mittels dieser Maßnahmen wolle man ab 2024 jährlich mindestens USD 1 Mrd. einsparen.

Wie bereits zuvor angekündigt, rechne Novartis für das laufende Geschäftsjahr 2022 mit einer Steigerung des Konzernumsatzes sowie des operativen Kernergebnisses im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bei Innovative Medicines gehe das Unternehmen von einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus, bei einem Anstieg des operativen Kernergebnisses im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Bei Sandoz prognostiziere Novartis einen Umsatz auf Vorjahresniveau sowie einen Rückgang des operativen Kernergebnisses im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Bis zum Jahr 2026 stünden Novartis noch einige Patentabläufe bevor, welche Umsatzeinbußen im Ausmaß von rund USD 9 Mrd. zur Folge haben würden. Das Management sei bemüht diese durch insgesamt 20 vielversprechende Entwicklungen der eigenen R&D-Pipeline auszugleichen, wie bereits zuvor angesprochen. Man gebe sich zuversichtlich bis zum Jahr 2026 eine durchschnittliche Gewinnwachstumsrate von 4% zu erwirtschaften, auch wenn der Markt hier von 3% ausgehe. Die Zulassung von Pluvicto sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung, doch der Optimismus von Novartis müsse sich in den kommenden Jahren erst materialisieren.

Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres sei für Novartis im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Die einzelnen Divisionen des Unternehmens hätten ein robustes Wachstum verzeichnet und das vorgestellte Umstrukturierungsvorhaben verspreche Einsparungen im Ausmaß von mindestens USD 1 Mrd. bis zum Jahr 2024. Dem Schweizer Pharmaunternehmen stünden in den kommenden Jahren einige Patentabläufe bevor, welche Umsatzeinbußen von rund USD 9 Mrd. zur Folge haben würden.

Der Konzern habe allerdings bereits konkrete Vorstellungen diese bevorstehenden Lücken zu füllen: Bis zum Jahr 2026 zeige man sich zuversichtlich, mehr als 20 potenziell milliardenschwere Entwicklungen auf den Markt bringen zu können. Obwohl sich dieser Optimismus natürlich erst materialisieren müsse, sei die jüngste Zulassung des Medikaments Pluvicto ein Anzeichen dafür, dass man sich auf dem richtigen Pfad befinde. Zurzeit werde die Novartis-Aktie zu einem leichten Abschlag gegenüber der Vergleichsgruppe auf Basis von KGV, EV/EBIT und EV/Sales für 2023e gehandelt. Zwar würden die bevorstehenden Patentabläufe das mittelfristige Potenzial des Unternehmens belasten, allerdings sähen die Analysten der RBI Novartis aufgrund der Umstrukturierungspläne sowie der vielversprechenden R&D-Pipeline gut gerüstet.

Benedikt-Luka Antic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, belässt daher sein Kursziel für die Novartis-Aktie bei CHF 93, stuft seine Empfehlung im Sinne der jüngsten Kursentwicklungen aber auf "Halten" herab. (Analyse vom 24.05.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Novartis-Aktie:

LT Lang & Schwarz-Aktienkurs Novartis-Aktie:
84,5950 EUR -0,88% (24.05.2022, 09:42)

SIX Swiss Exchange-Aktienkurs Novartis-Aktie:
87,45 CHF -0,26% (24.05.2022, 09:27)

ISIN Novartis-Aktie:
CH0012005267

WKN Novartis-Aktie:
904278

Ticker-Symbol Novartis-Aktie:
NOT

SIX Swiss Exchange-Symbol Novartis-Aktie:
NOVN

NASDAQ OTC-Symbol Novartis-Aktie:
NVSEF

Kurzprofil Novartis AG:

Die Novartis AG (ISIN: CH0012005267, WKN: 904278, Ticker-Symbol: NOT, SIX Swiss Exchange-Symbol: NOVN, NASDAQ OTC-Symbol: NVSEF) ist ein weltweit tätiger Pharmakonzern, Produkte zur Krankheitsbehandlung und Prophylaxe erforscht, entwickelt und vertreibt. Das Medikamentenportfolio setzt sich aus Spezialmedikamenten, Generika, Humanimpfstoffen, rezeptfreien Medikamenten zur Selbstmedikation und Produkten für die Tiermedizin zusammen. Zu den Therapiegebieten zählen vorwiegend Atemwegs- und Augenerkrankungen, Immunologie, Infektionskrankheiten, Onkologie (Krebs) und Hämatologie (Blutkrankheiten), Neurologie (Nervensystemerkrankungen) sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. (24.05.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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