Suchen
Login
Anzeige:
So, 24. Oktober 2021, 17:34 Uhr

Märkte-Monitor: Vermehrt Warnsignale


27.04.21 09:27
Berenberg

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Im Einklang mit der typischen April-Saisonalität konnten Risikoanlagen über die letzten Wochen zulegen, während der US-Dollar abwertete, so Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg.

Weiterhin erfreuliche Konjunkturdaten und ein positiver Start in die Q1-Berichtssaison hätten dabei geholfen. Allerdings gebe es nun auch vermehrt Warnsignale, die für ein begrenztes Aufwärtspotenzial bei Aktien in den nächsten Wochen sprechen würden: Steuerdebatten, optimistische Anlegerstimmung, Insider-Verkäufe, ambitionierte Bewertungen, eine sich eintrübende Saisonalität sowie eine verhaltene Reaktion der Aktien auf positive Überraschungen.

Die Experten würden von volatileren Märkten in den Sommer hinein ausgehen und entsprechend ihre Aktienquote von einem moderaten auf ein kleines Aktienübergewicht reduzieren. Die geringe Aktienexponierung systematischer Strategien, höhere Kassenbestände der Fondsmanager und Privatanleger sowie die (noch) andauernde Zentralbank-Unterstützung sollten das Abwärtspotenzial begrenzen. Korrekturen dürften von vielen Anlegern wohl als Kaufgelegenheiten gesehen werden.

Kurzfristiger Ausblick:

Die Kanadische Zentralbank habe auf ihrer letzten Sitzung bereits etwas restriktivere Töne angeschlagen. Der Markt erwarte nun gespannt das Ergebnis der FED-Sitzung am 28. April. Am gleichen Tag spreche US-Präsident Biden das erste Mal vor dem US-Kongress. Hier dürften u.a. die marktrelevanten Steuerpläne zur Sprache kommen. Am 6. Mai treffe sich die Bank of England zur monatlichen Sitzung. Diesen Dienstag würden das US-Verbrauchervertrauen (April) und am Donnerstag die Arbeitslosen- (April) sowie die vorläufigen Inflationsdaten (April) aus Deutschland, das Wirtschaftsvertrauen in der Eurozone (Apr.) und das Q1-BIP der USA veröffentlicht.

Am Freitag würden die japanische Industrieproduktionsdaten (März), die chinesischen Einkaufsmanagerindices (April), die Einzelhandelsumsätze aus Deutschland (März), die vorläufigen Inflationszahlen der Eurozone (April) sowie die Q1-BIP-Zahlen mehrerer europäischer Länder folgen. In der Folgewoche würden u.a. der US-ISM-Index (April) und die US-Arbeitsmarkdaten (April) publiziert. (Ausgabe vom 26.04.2021) (27.04.2021/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
-    plus
0,00%