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So, 24. Oktober 2021, 17:15 Uhr

Märkte-Monitor: Die Latte liegt hoch


22.06.21 17:06
Berenberg

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Viele Anlageklassen führen momentan ein Eigenleben, so Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg.

Die Anleiherenditen seien im Zuge der etwas falkenhafteren FED erst kräftig gestiegen, um dann am nächsten Tag deutlich zu fallen. Der US-Dollar habe aufgewertet, während Gold von der Spitze um mehr als 6% nachgegeben habe. Die Aktienindices hätten sich kaum bewegt - auch wenn es unter der Oberfläche starke Bewegungen gegeben habe. Tech-Titel seien nach oben geschossen und Zykliker hätten nachgegeben. Marktteilnehmer scheinen ihre Reflationserwartungen etwas reduziert zu haben.

Für die teilweise erratischen Bewegungen könnte aber auch der große Optionspreisverfall letzten Freitag zumindest teilweise verantwortlich gewesen sein. Mit dem Anstieg des gehandelten Optionsvolumens in den letzten Monaten sei der Einfluss der Optionsmärkte auf die Kassamärkte gestiegen. Der Fokus dürfte jedoch mit der bald beginnenden Q2-Berichtssaison wieder stärker auf den Fundamentaldaten liegen. Die Analysten seien optimistisch und die Vorankündigungen positiv, allerdings habe der Aktienmarkt schon einiges Positives eingepreist.

Die Q2-Berichtssaison nehme an Fahrt auf. In den nächsten Wochen würden vermehrt Unternehmen sowohl im S&P 500 als auch im STOXX 600 ihre Kennzahlen vorlegen. Es gelte die hohen Erwartungen der Marktteilnehmer zu schlagen. Neben den Unternehmensberichten dürfte die Zentralbankpolitik wichtig für die Märkte bleiben, da zunehmend restriktivere Töne angestimmt würden. Der Markt erwarte somit gespannt die monatliche Sitzung der Bank of England am 24. Juni.

Am Mittwoch würden die vorläufigen Juni-Einkaufsmanagerindices (PMIs) für Europa und die USA veröffentlicht. Diese dürften weiteren Aufschluss über die Wirtschaftserholung geben. Am Donnerstag würden das Geschäftsklima für Deutschland (ifo, Juni) und für Frankreich (Insee, Juni) sowie die Auftragseingänge für langlebige Güter für die USA (Mai) folgen. In der Folgewoche stünden dann schon wieder der ISM-Index, das Verbrauchervertrauen und die Arbeitsmarktdaten für die USA (Juni) sowie die deutschen Arbeitsmarktdaten (Juni) an. (22.06.2021/ac/a/m)





 
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