Internationale Börsen im Überblick
07.04.26 09:21
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Börsen blieben am Montag feiertagsbedingt noch geschlossen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Geopolitisch habe sich über das verlängerte Wochenende jedoch einiges bewegt. Die Angriffe im Nahen Osten hätten sich auf beiden Seiten fortgesetzt. Iranische Attacken auf ein mit Israel verbundenes Schiff sowie auf petrochemische Anlagen in Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten würden zeigen, dass Teheran trotz Trumps wiederholter Behauptungen, die iranischen Raketen- und Drohnenkapazitäten seien ausgeschaltet, weiterhin zu Gegenschlägen fähig sei. Zugleich habe Trump seine Kriegsrhetorik gegenüber dem Iran weiter verschärft. In einem mit Schimpfwörtern gespickten Beitrag auf seiner Plattform Truth Social habe er am Sonntag mit zusätzlichen Angriffen auf iranische Energie- und Verkehrsinfrastruktur gedroht, falls die Straße von Hormus nicht geöffnet werde. Das Ultimatum sei inzwischen erneut verschoben worden, auf Mittwoch 02:00 Uhr morgens unserer Zeit. Unterdessen hätten die USA und Iran über das Vermittlerland Pakistan einen Plan zur Beendigung des Krieges erhalten. Dieser sehe einen sofortigen Waffenstillstand sowie die Öffnung der Straße von Hormus vor, gefolgt von Verhandlungen über eine umfassendere Regelung, die innerhalb von 15 bis 20 Tagen abgeschlossen werden solle. Iran habe erklärt, den Vorschlag zu prüfen, zugleich jedoch klargestellt, die Meerenge nicht im Rahmen eines bloß vorübergehenden Waffenstillstands wieder zu öffnen. Die US-Aktienmärkte hätten leicht positiv auf die Hoffnungen auf eine Waffenruhe reagiert: Der Dow Jones und der S&P 500 hätten Zugewinne um die 0,4% erzielen können, während der NASDAQ 100 um 0,6 % zugelegt habe. Teheran habe eine Waffenruhe zuletzt jedoch abgelehnt und erklärt, ein dauerhaftes Ende des Krieges sei notwendig.
Neben dem Krieg im Nahen Osten, der nun in seine sechste Woche gehe, richte sich der Blick in dieser Woche auch auf mehrere wichtige makroökonomische Daten. In den USA stehe die Inflation im Mittelpunkt. Die Verbraucherpreisdaten für März, die am Freitag veröffentlicht würden, dürften aussagekräftiger sein als die bereits am Donnerstag anstehenden PCE-Daten für Februar, da sie erste Hinweise auf die inflationären Folgen der gestiegenen globalen Energiepreise in den USA lieferten. Angesichts höherer Kraftstoffpreise und der Auswirkungen auf verbundene Bereiche wie den Luftverkehr sei mit einem spürbaren Anstieg der Gesamtinflation zu rechnen. Dies dürfte die ohnehin erhöhte Inflationsdynamik zusätzlich verstärken. In der Eurozone werde die Veröffentlichung des Sentix-Index für April am heutigen Dienstag Einblicke in die Stimmung unter den Finanzmarktteilnehmern geben. Man erwarte einen weiteren Rückgang von -3,1 auf -6,4 Punkte.
Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells OPEC+ zeigten sich derweil tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, hätten die Länder erklärt. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus. Der Ölpreis habe gestern wieder leicht zugelegt. Ein Fass der Nordseesorte Brent notiere aktuell bei rund USD 112. Der Goldpreis habe über das verlängerte Wochenende wenig Bewegung verzeichnet. Eine Feinunze koste derzeit USD 4.650. Auch der Bitcoin handle wenig verändert bei USD 68.500.
Die asiatischen Börsen präsentierten sich heute Morgen eher gemischt. Für heute stünden im Datenkalender der Sentix-Index für die Eurozone und die Dienstleistungs-PMIs in Spanien und Italien am Programm.
Paramount Skydance (+3,5%) habe sich zur Finanzierung der Übernahme von Warner Bros. Discovery (+0,3%) verbindliche Eigenkapitalzusagen von drei staatsnahen Fonds unter saudischer Führung im Umfang von knapp USD 24 Mrd. gesichert, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. (07.04.2026/ac/a/m)
Geopolitisch habe sich über das verlängerte Wochenende jedoch einiges bewegt. Die Angriffe im Nahen Osten hätten sich auf beiden Seiten fortgesetzt. Iranische Attacken auf ein mit Israel verbundenes Schiff sowie auf petrochemische Anlagen in Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten würden zeigen, dass Teheran trotz Trumps wiederholter Behauptungen, die iranischen Raketen- und Drohnenkapazitäten seien ausgeschaltet, weiterhin zu Gegenschlägen fähig sei. Zugleich habe Trump seine Kriegsrhetorik gegenüber dem Iran weiter verschärft. In einem mit Schimpfwörtern gespickten Beitrag auf seiner Plattform Truth Social habe er am Sonntag mit zusätzlichen Angriffen auf iranische Energie- und Verkehrsinfrastruktur gedroht, falls die Straße von Hormus nicht geöffnet werde. Das Ultimatum sei inzwischen erneut verschoben worden, auf Mittwoch 02:00 Uhr morgens unserer Zeit. Unterdessen hätten die USA und Iran über das Vermittlerland Pakistan einen Plan zur Beendigung des Krieges erhalten. Dieser sehe einen sofortigen Waffenstillstand sowie die Öffnung der Straße von Hormus vor, gefolgt von Verhandlungen über eine umfassendere Regelung, die innerhalb von 15 bis 20 Tagen abgeschlossen werden solle. Iran habe erklärt, den Vorschlag zu prüfen, zugleich jedoch klargestellt, die Meerenge nicht im Rahmen eines bloß vorübergehenden Waffenstillstands wieder zu öffnen. Die US-Aktienmärkte hätten leicht positiv auf die Hoffnungen auf eine Waffenruhe reagiert: Der Dow Jones und der S&P 500 hätten Zugewinne um die 0,4% erzielen können, während der NASDAQ 100 um 0,6 % zugelegt habe. Teheran habe eine Waffenruhe zuletzt jedoch abgelehnt und erklärt, ein dauerhaftes Ende des Krieges sei notwendig.
Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells OPEC+ zeigten sich derweil tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, hätten die Länder erklärt. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus. Der Ölpreis habe gestern wieder leicht zugelegt. Ein Fass der Nordseesorte Brent notiere aktuell bei rund USD 112. Der Goldpreis habe über das verlängerte Wochenende wenig Bewegung verzeichnet. Eine Feinunze koste derzeit USD 4.650. Auch der Bitcoin handle wenig verändert bei USD 68.500.
Die asiatischen Börsen präsentierten sich heute Morgen eher gemischt. Für heute stünden im Datenkalender der Sentix-Index für die Eurozone und die Dienstleistungs-PMIs in Spanien und Italien am Programm.
Paramount Skydance (+3,5%) habe sich zur Finanzierung der Übernahme von Warner Bros. Discovery (+0,3%) verbindliche Eigenkapitalzusagen von drei staatsnahen Fonds unter saudischer Führung im Umfang von knapp USD 24 Mrd. gesichert, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. (07.04.2026/ac/a/m)
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