Infineon: Ist das die Trendwende? Aktienanalyse
17.08.20 09:45
DZ BANK
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Infineon-Aktienanalyse der DZ BANK:
Infineon (ISIN: DE0006231004, WKN: 623100, Ticker-Symbol: IFX, Nasdaq OTC-Symbol: IFNNF) schnitt im dritten Geschäftsquartal besser ab, als erwartet, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, in einer aktuellen Veröffentlichung.
Der Vorstand blicke inzwischen vorsichtig optimistisch nach vorn. Längerfristiges Potenzial biete aus Sicht von Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, vor allem die Digitalisierung, die durch Corona einen zusätzlichen Schub erfahre.
Die Welt vernetze sich weiter. Immer mehr Menschen, Maschinen und Geräte seien über das Internet miteinander verbunden. Durch die Corona-Krise habe die Digitalisierung sogar einen zusätzlichen Schub erhalten. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Halbleiterlösungen seien dies langfristig aussichtsreiche Perspektiven für Infineon. Die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens würden sich in die vier Segmente Automotive (ATV), Industrial Power Control (IPC), Power & Sensor Systems (PSS) und Digital Security Solutions (DSS) untergliedern.
Im dritten Quartal des Ende September auslaufenden Geschäftsjahres 2019/2020 hätten die Münchener weiterhin die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die anhaltende Schwäche in der Automobilindustrie gespürt, die zu ihren größten Kunden zähle. Mit einem Umsatz von 2,17 Mrd. Euro (+8% ggü. Vorjahr) und einem operativen Ergebnis von 220 Mio. Euro (-31% ggü. Vorjahr) habe der Konzern aber besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Während sich die Erlöse im Automotive-Geschäft weiterhin schwach entwickelt hätten, hätten die Sparten PSS, IPC und DSS teils deutliche Zuwächse verzeichnet. Besonders hoch sei der Umsatzanstieg im Geschäft mit Sicherheitslösungen (DSS +84% ggü. Vorjahr) ausgefallen, aber auch in der PSS-Sparte (u.a. Chips für Stromversorgung und mobile Endgeräte) seien die Umsätze prozentual zweistellig geklettert.
Konzernchef Reinhard Ploss habe mit Vorlage der Zahlen darauf verwiesen, dass die Pandemie weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Zielmärkte von Infineon habe und die Nachfrage in vielen Bereichen schwächele. Auch wenn die Krise noch nicht überstanden sei, habe sich das Geschäftsmodell als robust erwiesen und werde durch die Integration des US-Chipherstellers Cypress Semiconductor gestärkt. Zudem sehe der Vorstand am stark getroffenen Automarkt Anzeichen einer Erholung.
Vorsichtig optimistisch sei man daher auch für das laufende vierte Quartal und erwarte u.a. aufgrund der vollständigen Einbeziehung von Cypress Semiconductor einen Umsatz in einer Spanne von 2,3 bis 2,6 Mrd. Euro. Im gesamten Geschäftsjahr 2019/2020 solle der Umsatz rund 8,5 Mrd. Euro (zuvor 8,4 Mrd. Euro) erreichen, die operative Marge etwa 13% (zuvor ca. 12%).
Nach unserer Einschätzung scheint Infineon die Trendwende eingeleitet zu haben, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, weiter. Das dritte Geschäftsquartal und auch der Ausblick seien besser als erwartet ausgefallen. Im Automobilmarkt, der seit längerem unter Druck stehe, sehe das Management Anzeichen für eine Erholung. Darüber hinaus profitiere Infineon aus Sicht von Marcus Landau von der DZ BANK von der zunehmenden Digitalisierung. So würden ein dynamisch steigender Datenverkehr, die Verknüpfung von immer mehr technischen Geräten über das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), das autonome Fahren und die mobile Kommunikation hochleistungsfähige Chips erfordern, welche die anfallenden Daten schnell verarbeiten könnten. Dieser Trend werde auch nach der Überwindung der Corona-Krise anhalten. Positive Impulse könnten zudem von den beschlossenen Konjunkturpaketen ausgehen, mit denen auch die Digitalisierung forciert werden solle.
Risiken für die Geschäftsentwicklung sehe man in weiteren Beeinträchtigungen durch die noch immer schwelende Corona-Pandemie und in der hohen Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Darüber hinaus würden Übernahmen das Risiko einer erfolgreichen Integration bergen. Mit der Integration und Refinanzierung von Cypress Semiconductor kommt Infineon nach Aussage des Vorstands gut voran, so die Analysten der DZ BANK. (Stand vom 15.08.2020)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Infineon-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Infineon-Aktie:
22,15 EUR +1,93% (17.08.2020, 09:42)
Xetra-Aktienkurs Infineon-Aktie:
22,10 EUR +1,63% (17.08.2020, 09:29)
ISIN Infineon-Aktie:
DE0006231004
WKN Infineon-Aktie:
623100
Ticker-Symbol Infineon-Aktie:
IFX
Nasdaq OTC Ticker-Symbol Infineon-Aktie:
IFNNF
Kurzprofil Infineon Technologies AG:
Die Infineon Technologies AG (ISIN: DE0006231004, WKN: 623100, Ticker-Symbol: IFX, Nasdaq OTC-Symbol: IFNNF) ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit weltweit etwa 41.400 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 (Ende September) einen Umsatz von rund 8 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol "IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol "IFNNY" notiert. (17.08.2020/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Infineon (ISIN: DE0006231004, WKN: 623100, Ticker-Symbol: IFX, Nasdaq OTC-Symbol: IFNNF) schnitt im dritten Geschäftsquartal besser ab, als erwartet, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, in einer aktuellen Veröffentlichung.
Der Vorstand blicke inzwischen vorsichtig optimistisch nach vorn. Längerfristiges Potenzial biete aus Sicht von Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, vor allem die Digitalisierung, die durch Corona einen zusätzlichen Schub erfahre.
Die Welt vernetze sich weiter. Immer mehr Menschen, Maschinen und Geräte seien über das Internet miteinander verbunden. Durch die Corona-Krise habe die Digitalisierung sogar einen zusätzlichen Schub erhalten. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Halbleiterlösungen seien dies langfristig aussichtsreiche Perspektiven für Infineon. Die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens würden sich in die vier Segmente Automotive (ATV), Industrial Power Control (IPC), Power & Sensor Systems (PSS) und Digital Security Solutions (DSS) untergliedern.
Im dritten Quartal des Ende September auslaufenden Geschäftsjahres 2019/2020 hätten die Münchener weiterhin die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die anhaltende Schwäche in der Automobilindustrie gespürt, die zu ihren größten Kunden zähle. Mit einem Umsatz von 2,17 Mrd. Euro (+8% ggü. Vorjahr) und einem operativen Ergebnis von 220 Mio. Euro (-31% ggü. Vorjahr) habe der Konzern aber besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Während sich die Erlöse im Automotive-Geschäft weiterhin schwach entwickelt hätten, hätten die Sparten PSS, IPC und DSS teils deutliche Zuwächse verzeichnet. Besonders hoch sei der Umsatzanstieg im Geschäft mit Sicherheitslösungen (DSS +84% ggü. Vorjahr) ausgefallen, aber auch in der PSS-Sparte (u.a. Chips für Stromversorgung und mobile Endgeräte) seien die Umsätze prozentual zweistellig geklettert.
Konzernchef Reinhard Ploss habe mit Vorlage der Zahlen darauf verwiesen, dass die Pandemie weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Zielmärkte von Infineon habe und die Nachfrage in vielen Bereichen schwächele. Auch wenn die Krise noch nicht überstanden sei, habe sich das Geschäftsmodell als robust erwiesen und werde durch die Integration des US-Chipherstellers Cypress Semiconductor gestärkt. Zudem sehe der Vorstand am stark getroffenen Automarkt Anzeichen einer Erholung.
Vorsichtig optimistisch sei man daher auch für das laufende vierte Quartal und erwarte u.a. aufgrund der vollständigen Einbeziehung von Cypress Semiconductor einen Umsatz in einer Spanne von 2,3 bis 2,6 Mrd. Euro. Im gesamten Geschäftsjahr 2019/2020 solle der Umsatz rund 8,5 Mrd. Euro (zuvor 8,4 Mrd. Euro) erreichen, die operative Marge etwa 13% (zuvor ca. 12%).
Nach unserer Einschätzung scheint Infineon die Trendwende eingeleitet zu haben, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, weiter. Das dritte Geschäftsquartal und auch der Ausblick seien besser als erwartet ausgefallen. Im Automobilmarkt, der seit längerem unter Druck stehe, sehe das Management Anzeichen für eine Erholung. Darüber hinaus profitiere Infineon aus Sicht von Marcus Landau von der DZ BANK von der zunehmenden Digitalisierung. So würden ein dynamisch steigender Datenverkehr, die Verknüpfung von immer mehr technischen Geräten über das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), das autonome Fahren und die mobile Kommunikation hochleistungsfähige Chips erfordern, welche die anfallenden Daten schnell verarbeiten könnten. Dieser Trend werde auch nach der Überwindung der Corona-Krise anhalten. Positive Impulse könnten zudem von den beschlossenen Konjunkturpaketen ausgehen, mit denen auch die Digitalisierung forciert werden solle.
Risiken für die Geschäftsentwicklung sehe man in weiteren Beeinträchtigungen durch die noch immer schwelende Corona-Pandemie und in der hohen Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Darüber hinaus würden Übernahmen das Risiko einer erfolgreichen Integration bergen. Mit der Integration und Refinanzierung von Cypress Semiconductor kommt Infineon nach Aussage des Vorstands gut voran, so die Analysten der DZ BANK. (Stand vom 15.08.2020)
Börsenplätze Infineon-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Infineon-Aktie:
22,15 EUR +1,93% (17.08.2020, 09:42)
Xetra-Aktienkurs Infineon-Aktie:
22,10 EUR +1,63% (17.08.2020, 09:29)
ISIN Infineon-Aktie:
DE0006231004
WKN Infineon-Aktie:
623100
Ticker-Symbol Infineon-Aktie:
IFX
Nasdaq OTC Ticker-Symbol Infineon-Aktie:
IFNNF
Kurzprofil Infineon Technologies AG:
Die Infineon Technologies AG (ISIN: DE0006231004, WKN: 623100, Ticker-Symbol: IFX, Nasdaq OTC-Symbol: IFNNF) ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit weltweit etwa 41.400 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 (Ende September) einen Umsatz von rund 8 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol "IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol "IFNNY" notiert. (17.08.2020/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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