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Fr, 30. September 2022, 15:27 Uhr

Goldpreis

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Goldpreis: Urteil gegen zwei Mitarbeiter von J.P. Morgan


12.08.22 10:30
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Um keine andere Anlage ranken sich so viele Manipulationsgeschichten wie um den Goldpreis (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515), so Markus Bußler von "Der Aktionär".

Jetzt gebe es wieder ein Urteil gegen zwei Mitarbeiter von J.P. Morgan. Ein Bundesgericht in Chicago verurteile die beiden, nachdem sie angeklagt worden seien, den Goldpreis jahrelang manipuliert zu haben. Die Geschworenen hätten befunden, dass die Händler die Preise durch Spoofing manipuliert hätten.

Nach einem dreiwöchigen Prozess und achttägigen Beratungen hätten die Geschworenen den ehemaligen Top-Goldhändler von J.P. Morgan, Gregg Smith, und den ehemaligen Leiter der Edelmetallabteilung der Bank, Michael Nowak, schuldig gesprochen. Die Verurteilung habe Anklagen wegen Preismanipulation, Spoofing und Betrug umfasst. Smith sei in elf Anklagepunkten und Nowak in 13 Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Die Staatsanwaltschaft werfe den dreien vor, zwischen 2008 und 2016 acht Jahre lang die Goldpreise manipuliert zu haben. "Sie hatten die Macht, den Markt zu bewegen, die Macht, den weltweiten Goldpreis zu manipulieren", habe Bloomberg den Staatsanwalt Avi Perry in seinem Schlussplädoyer zitiert.

Spoofing sei eine Taktik zur Manipulation des Goldmarktes, bei der Gebote abgegeben und vor der Ausführung storniert würden, während gleichzeitig Aufträge auf der Gegenseite erteilt würden. Die irreführenden Aufträge würden die Angebots- und Nachfragedynamik des Marktes verwirren, was zu Goldpreisänderungen führe. Spoofing sei seit 2010 verboten, nachdem der Kongress nach der Finanzkrise das Dodd-Frank-Gesetz verabschiedet habe.

"Die Angeklagten erteilten Aufträge, die sie vor der Ausführung zu stornieren beabsichtigten, um die Preise von Aufträgen zu treiben, die sie auf der anderen Seite des Marktes ausführen wollten. Die Angeklagten beteiligten sich an Tausenden von betrügerischen Handelssequenzen für Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Terminkontrakte, die über die von der CME Group Inc. betriebenen Rohstoffbörsen New York Mercantile Exchange Inc. (NYMEX) und Commodity Exchange Inc. (COMEX) gehandelt wurden", heiße es in der vom Justizministerium veröffentlichten Pressemitteilung.

Der Fall sei schwieriger zu beweisen gewesen, da es keine Chat-Beweise zwischen den Händlern gegeben habe, die auf einen Vorsatz hindeuten würden. Die Staatsanwaltschaft habe sich stattdessen auf Diagramme von Handelsgeschäften und die verwendeten Auftragsmuster gestützt. In früheren Spoofing-Fällen seien die Staatsanwälte auf Chat-Nachrichten von Händlern gestoßen, die mit der Marktmanipulation geprahlt hätten. Dies sei eine der bisher aggressivsten Strafverfolgungen des Justizministeriums gewesen, die sich mit Spoofing auf dem Gold-Terminmarkt befasst habe.

Der Fall zeige: Der Goldmarkt unterliege sehr wohl Eingriffen seitens von Händlern. Zwar gehe es bei Spoofing in der Regel um die Nachkommastellen beim Goldpreis, dennoch sei dieses Handeln ein Eingriff in den freien Markt und verfälsche die Preise. (12.08.2022/ac/a/m)





 
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